DE10125863A1 - Verfahren zum Mischen von Gasen und Gasmischer - Google Patents
Verfahren zum Mischen von Gasen und GasmischerInfo
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Abstract
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Erzeugung eines Nutzgasstroms (1) mit einem bei variierendem Nutzgasstrom (1) nahezu konstanten Gasmischungsverhältnis zeichnet sich dadurch aus, dass mindestens zwei Gase in einer Mischkammer (4) in solchen Mengen zu einem Gasgemischüberstrom (3) vermischt werden, dass der Gasgemischüberstrom (3) stets größer als oder gleich ist wie der Nutzgasstrom (1) und ein überschüssiger Abgasstrom (2) geführt wird, wobei kurzfristige, zeitliche Schwankungen des Nutzgasstroms (1) durch entsprechend komplementäre zeitliche Schwankungen des Abgasstroms (2) kompensiert werden. Das erfindungsgemäße Verfahren sowie der erfindungsgemäße Gasmischer erlauben eine Erzeugung eines Nutzgasstroms (1) mit nahezu konstantem Gasmischungsverhältnis selbst bei einem stark variierenden Nutzgasstrom (1).
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erzeugung eines Nutzgasstromes mit
einem bei variierendem Nutzgasstrom nahezu konstanten Gasmischungsverhält
nis, sowie einen Gasmischer zur Herstellung eines Gasgemisches von mindestens
zwei Gasen.
Aus der US 5,143,111 ist ein Gasmischer bekannt, bei dem ein variabler Gasstrom
aus zwei oder mehreren Gasen hergestellt wird. Die zugrundeliegende Schwierig
keit bei variablen Gasströmen, mehrere Gase in konstanten Proportionen zueinan
der zu mischen, wird dadurch gelöst, dass die Gase mittels eines Druckausglei
chers auf gleichen Druck gebracht werden und anschließend über einen Strö
mungswiderstand bestehend aus einer Matte oder porösem Material einer gemein
samen Mischungskammer zugeführt werden. Für ein konstantes Mischungsver
hältnis ist es wichtig, die jeweiligen Strömungswiderstände groß im Vergleich zu
den jeweiligen Leitungswiderständen der einzelnen Gase zu halten, damit der Ein
fluss der Leitungswiderstände der einzelnen Gaszuleitungen, der bei Schwankun
gen des Gasstroms zu Schwankungen in der Gaszusammensetzung führt, vernach
lässigt werden kann. Ein Nachteil hierbei ist jedoch, dass eine gewünschte Ände
rung der Gaszusammensetzung nur durch einen Wechsel der Strömungswider
stände erfolgen kann, wodurch eine kontinuierliche Änderung der Gaszusammen
setzung des Gasgemischstromes nicht ohne weiteres möglich ist. Aufgrund der
unzureichenden Regelgenauigkeiten von den auf dem Markt verfügbaren Gasven
tilen ist ein direktes Vermischen der Gase unter Verwendung dieser Ventile nur
für Anwendungen geeignet, wo ein besonders konstantes Mischungsverhältnis
nicht erforderlich ist. Insbesondere bei Anwendungen mit einer Gaszusammenset
zung, die nur innerhalb weniger Prozent schwanken darf, haben herkömmliche
Gasventile zu lange Zeitkonstanten und arbeiten deshalb bei schwankenden Gas
strömen zu ungenau. Während einer Einregelphase, deren Zeitdauer durch die
Zeitkonstante gegeben ist, läuft das Gasmischungsverhältnis üblicherweise aus
dem vorgegebenen Toleranzbereich. In der Folge liefern auf dem Markt erhältli
che Gasmischanlagen nur bei konstanten Abnahmemengen Gasgemische mit hin
reichender Genauigkeit. Hierbei darf die Abnahmemenge nicht kleiner als 75%
der Auslegungsgröße sein. Andere Arten von Gasmischanlagen bedienen sich
eines Pufferbehälters, der kontinuierlich mit einer konstanten Mischgasmenge
befüllt wird und aus dem das Gasgemisch entnommen werden kann. Der Nachteil
dieser Gasmischer besteht jedoch darin, dass sie große Druckdifferenzen zwischen
den Eingangsgasströmen und Mischgasströmen benötigen. Darüber hinaus sind
derartige Mischer sehr groß dimensioniert, um eine ausreichend große Pufferka
pazität, die proportional zur Größe des Pufferbehälters beziehungsweise des
Drucks ist, aufzuweisen.
Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die beschriebenen Nachteile des
Standes der Technik zu überwinden und ein Verfahren zum Mischen von Gasen
anzugeben, welches ein Mischen von mindestens zwei Gasen mit einem bei vari
ierendem Nutzgasstrom nahezu konstanten Gasmischungsverhältnis erlaubt. Des
weiteren soll ein Gasmischer zur Herstellung eines Gasgemisches angegeben wer
den, mit dem ein Nutzgasstrom mit nahezu konstantem Gasmischungsverhältnis
hergestellt werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 sowie durch einen Gasmischer mit den Merkmalen des An
spruchs 13 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen sind Ge
genstand der jeweils abhängigen Ansprüche. Das erfindungsgemäße Verfahren
zur Erzeugung eines Nutzgasstroms mit einem bei variierendem Nutzgasstrom
nahezu konstanten Gasmischungsverhältnis zeichnet sich dadurch aus, dass min
destens zwei Gase in einer Mischkammer in solchen Mengen zu einem Gasge
mischüberstrom vermischt werden, dass der Gasgemischüberstrom stets größer als
oder gleich ist wie der Nutzgasstrom und ein überschüssiger Abgasstrom abge
führt wird, wobei kurzfristige zeitliche Schwankungen des Nutzgasstroms durch
entsprechend komplementäre zeitliche Schwankungen des Abgasstroms kompen
siert werden. Durch die Erzeugung eines Gasgemischüberstroms, d. h. durch die
Herstellung eines Gasgemisches in Mengen größer oder gleich der Menge die als
Nutzgasstrom verwendet wird, können zeitliche Schwankungen, insbesondere
zeitliche Schwankungen, die kleiner als die Zeitkonstanten der verwendeten Gas
ventile sind, aufgefangen werden. Die Stärke der tolerierbaren Schwankungen
(Schwankungsbreite) im Nutzgasstrom wird bestimmt durch die Differenz der
jeweiligen Größen des Gasgemischüberstroms und des Nutzgasstroms. Der über
schüssige Abgasstrom, der durch die Differenz der Größe des Gasgemischüber
stroms und dem tatsächlichen Nutzgasstroms gegeben ist, wird abgeführt. Hierbei
kann er in Behältern, gegebenenfalls in komprimierter Form, aufgefangen werden
oder an die Umwelt abgegeben werden. Der Vorteil des erfindungsgemäßen Ver
fahrens liegt darin, dass es auf einem Überlaufprinzip beruht, und somit auf ex
trem kurze zeitliche Schwankungen des Nutzgasstroms reagieren kann, ohne dass
das Gasmischungsverhältnis beeinträchtigt wird. Hierbei ist es möglich, auf kom
plizierte zeitliche Verläufe des Nutzgasstroms mit nahezu konstantem Gasmi
schungsverhältnis zu reagieren. Auf plötzliche Änderungen des Nutzgasstromes
wird mit genauso schnellen Änderungen des Abgasstromes reagiert. Anschließend
wird der Abgasstrom durch langsame Anpassung des Gasgemischüberstroms wie
der auf seinen ursprünglichen Wert eingestellt.
In einer Ausgestaltung der Erfindung wird auf einer vorgebbaren Zeitskala im
zeitlichen Mittel die Größe des Gasgemischüberstroms konstant gehalten. In einer
weiteren erfindungsgemäßen Ausgestaltung wird auf einer vorgebbaren Zeitskala
im zeitlichen Mittel die Größe des Gasgemischüberstroms in einem konstanten
Verhältnis zum Nutzgasstrom gehalten. Der Vorteil hierbei ist, dass die Menge
des überschüssigen Abgasstroms, durch die Anpassung des Gasgemischüber
stroms an den im zeitlichen Mittel benötigten Nutzgasstrom, reduziert wird, wobei
der Gasverbrauch erheblich verringert wird. In einer bevorzugten Ausgestaltung
der Erfindung wird auf einer vorgebbaren Zeitskala im zeitlichen Mittel das Ver
hältnis des Gasgemischstroms im Nutzgasstrom zeitlich variiert. Mit diesem
Merkmal kann der überschüssige Abgasstrom noch weiter reduziert werden, in
dem zu Zeiten, wo nur geringe Schwankungen des Nutzgasstroms zu erwarten
sind, ein Gasgemischüberstrom gewählt wird, der nur geringfügig größer als der
Nutzgasstrom ist und zu Zeiten, wo große Schwankungen des Nutzgasstroms zu
erwarten sind, ein besonders großer Gasgemischüberstrom gewählt wird, damit
die Schwankungen aufgefangen werden können.
Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird die Größe des Abgas
stroms erfasst und damit die Größe des Gasgemischüberstroms bestimmt. Mit
Hilfe der Erfassung der Größe des Abgasstroms wird indirekt die Größe des
Nutzgasstroms bestimmt, womit eine geeignete Größe des Gasüberstroms festge
legt werden kann, wobei ein unnötig großer Abgasstrom vermieden wird.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung schwankt das Gasmischungs
verhältnis bei Nutzgasströmen von 0 bis 100% eines Auslegungswertes um weni
ger als 10% des Gasmischungsverhältnis vom Sollwert, vorzugsweise weniger als
5%. Vorteilhaft hierbei ist, dass derartig präzis vorgebbare Gasmischungsverhält
nisse bei extremen Schwankungen des Nutzgasstroms erzielt werden.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird der Nutzgasstrom oder
der Gasgemischüberstrom gepuffert. Die Pufferung besteht darin, dass ein Behäl
ter mit variablem Volumen bzw. Druck eine kapazitive Glättung des Nutzgas
stroms erzielt, so dass kurzfristige Druckschwankungen im Nutzgasstrom aufge
fangen werden können.
In einer speziellen Ausgestaltung der Erfindung liegt die Größe des Nutzgas
stroms zwischen 0 und 100 Standardliter pro Minute. In einer weiteren speziellen
Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens werden Gase im volumetri
schen Verhältnis von 97 : 3 bis 90 : 10 gemischt. Vorteilhafterweise ist im zeitlichen
Mittel der Gasgemischüberstrom um mindestens 10% größer als der Nutzgas
strom. Die Differenz zwischen Gasgemischüberstrom und Nutzgasstrom wird
geeigneterweise nach der Größe der zu erwartenden Schwankungen des Nutzgas
stroms bestimmt. Typische Druckdifferenzen zwischen dem Druck des einzelnen
Gases und dem Druck des Nutzgasstroms liegen zwischen 1,5 und 2 bar.
Der erfindungsgemäße Gasmischer zur Herstellung eines Gasgemisches von min
destens zwei Gasen weist eine Mischkammer zur Vermischung der Gase, einen
Volumenstrommesser zur Erfassung der Größe des benötigten Nutzgasstromes
oder des Abgasstroms und eine Steuerung auf, wobei eine erste Gaszuleitung mit
einem ersten Gaszuleitungsventil zur Führung eines ersten Gases, eine zweite
Gaszuleitung mit einem zweiten Gaszuleitungsventil zur Zuführung eines zweiten
Gases, eine Nutzgasleitung mit einem Nutzgasventil zur Weiterleitung eines
Nutzgasstroms, und eine Abgasleitung mit einem Abgasventil zur Weiterleitung
eines Abgasstroms an die Umgebung mit der Mischkammer verbunden sind, und
wobei die Steuerung mit dem Volumenstrommesser und den Ventilen in Verbin
dung stehen. Über die erste und die zweite Gaszuleitung werden zwei Gase der
Mischkammer zugeführt. Bei der Mischung von weiteren Gasen sind entspre
chende Zuführungen mit entsprechenden Gaszuleitungsventilen erforderlich. Die
Gaszuleitungsventile sind herkömmliche Gasventile, welche in ihrer Schaltzeit
nicht besonders schnell ausgestaltet sein müssen. Mit Hilfe der Nutzgasleitung,
welche mit einem Nutzgasventil ausgestattet ist, wird der überschüssige Teil des
Gasgemischüberstroms, d. h. der Abgasstrom an einen Behälter oder an die Umge
bung abgegeben. Ein Volumenstrommesser erfasst die Größe des erforderlichen
Nutzgasstroms, entweder indem der Nutzgasstrom direkt gemessen wird oder in
dem die Größe des Abgasstroms gemessen wird. Deren Daten werden an eine
Steuerung weitergeleitet, die die Ventile der Gaszuleitungen beziehungsweise der
Nutzgasleitung und der Abgasleitung steuert. Die Abgasleitung hat die Funktion
eines Überlaufs, wobei genügend Gasgemischüberstrom erzeugt wird und
Schwankungen im Nutzgasstrom durch entsprechende Schwankungen im Abgas
strom aufgefangen werden. In gewisser Weise kann eine Analogie zwischen dem
stromstabilisierenden Charakter des Überlaufs und dem druckstabilisierenden
Charakter eines regelbaren Überdruckventils erkannt werden.
In einer Weiterbildung ist eine Messsonde zur Untersuchung der Zusammenset
zung des Nutzgasstroms in der Nutzgasleitung und/oder Abgasleitung angeordnet
und ist mit der Steuerung verbunden. Hiermit wird die Zusammensetzung des
erzeugten Nutzgasstromes hinsichtlich des molaren Zusammensetzungsverhältnis
ses ermittelt. Gegebenenfalls kann eine Änderung oder eine Korrektur der Zu
sammensetzung des Gemischgases erfolgen. Insbesondere kann die Zusammen
setzung des Gemischgases in definierter Weise zeitabhängig erfolgen.
In einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen Gasmischers ist ein Puffer zum
Auffangen kurzfristiger Druckschwankungen in der Nutzgasleitung angeordnet.
Der Puffer unterstützt eine zeitliche Glättung der Druckschwankungen in der
Nutzgasleitung, womit die Spitzen von Druck- und/oder Stromstößen verringert
werden.
Weitere spezielle Ausgestaltungen und Vorteile der Erfindung werden anhand der
folgenden Zeichnung erläutert. Die Zeichnung ist als spezielles, exemplarisches
Beispiel der Erfindung zu verstehen, die die Erfindung in ihrer Bedeutung und in
ihrem Geist nicht einschränken soll.
Die Figur zeigt schematisch einen erfindungsgemäßen Gasmischer mit einem ers
ten Gasreservoir 18 und einem zweiten Gasreservoir 19, die jeweils über Gaszu
leitungen 7, 8, welche jeweils mit Gaszuleitungsventilen 11, 12 ausgestattet sind,
mit einer Mischkammer 4 in Verbindung stehen. In der Mischkammer 4 werden
die beiden Gase vermischt zu einem Gasgemischüberstrom 3, der hinsichtlich
seiner Zusammensetzung von einer Messsonde 16 untersucht wird und dessen
Druck- beziehungsweise Stromstöße von einem Puffer 17 abgefedert werden. An
dem Puffer 17 schließt sich eine Abgasleitung 10 mit einem Abgasventil 13 an.
Der überschüssige Teil des Gasgemischüberstroms 3 wird als Abgasstrom 2 an
die Umgebung abgelassen. Der Volumenstrom des Abgasstroms 2 wird mit Hilfe
eines Volumenstrommessers 5 ermittelt. Der Puffer 17 weist des weiteren eine
Ableitung 9 zur Führung des Nutzgasstroms 1 mit einem Nutzgasventil 14 und
einem Filter 15 auf. Der Filter 15 hat die Funktion, den Nutzgasstrom 1 von
Staubpartikeln beziehungsweise flüssigen Tröpfchen wie Öltröpfchen zu befreien.
Die Messsonde 16 sowie der Volumenstrommesser 5 stehen mit einer Steuerung 6
in Verbindung, welche anhand dieser Daten die Ventile 11, 12, 13 und 14 ansteu
ert. Auf einer vorgebbaren Zeitskala bestimmt sie anhand der ermittelten Daten
bzw. gegebenenfalls anderer Daten, die Informationen über die Schwankungsbrei
te des Nutzgasstroms enthalten, das Verhältnis des Gasgemischüberstroms zum
Nutzgasstrom. Bei zu erwartenden hohen Schwankungen des Nutzgasstroms wird
ein besonders großes Verhältnis gewählt, wohingegen bei zu erwartenden gerin
gen Schwankungen das Verhältnis nahe 1 eingestellt wird.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Erzeugung eines Nutzgasstroms 1 mit ei
nem bei variierendem Nutzgasstrom 1 nahezu konstanten Gasmischungsverhältnis
zeichnet sich dadurch aus, dass mindestens zwei Gase in einer Mischkammer 4 in
solchen Mengen zu einem Gasgemischüberstrom 3 vermischt werden, dass der
Gasgemischüberstrom 3 stets größer als oder gleich ist wie der Nutzgasstrom 1
und ein überschüssiger Abgasstrom 2 geführt wird, wobei kurzfristige, zeitliche
Schwankungen des Nutzgasstroms 1 durch entsprechend komplementäre zeitliche
Schwankungen des Abgasstroms 2 kompensiert werden. Das erfindungsgemäße
Verfahren sowie der erfindungsgemäße Gasmischer erlauben eine Erzeugung ei
nes Nutzgasstroms 1 mit nahezu konstantem Gasmischungsverhältnis selbst bei
einem stark variierenden Nutzgasstrom 1.
1
Nutzgasstrom
2
Abgasstrom
3
Gasgemischüberstrom
4
Mischkammer
5
Volumenstrommesser
6
Steuerung
7
erste Gaszuleitung
8
zweite Gaszuleitung
9
Ableitung
10
Abgasleitung
11
erstes Gaszuleitungsventil
12
zweites Gaszuleitungsventil
13
Abgasventil
14
Nutzgasventil
15
Filter
16
Messsonde
17
Puffer
18
erstes Gasreservoir
19
zweites Gasreservoir
Claims (16)
1. Verfahren zur Erzeugung eines Nutzgasstroms (1) mit einem bei variieren
dem Nutzgasstrom (1) nahezu konstanten Gasmischungsverhältnis, dadurch
gekennzeichnet, dass mindestens zwei Gase in einer Mischkammer (4) in
solchen Mengen zu einem Gasgemischüberstrom (3) vermischt werden, dass
der Gasgemischüberstrom (3) stets größer als oder gleich ist wie der Nutz
gasstrom (1) und ein überschüssiger Abgasstrom (2) abgeführt wird, wobei
kurzfristige, zeitliche Schwankungen des Nutzgasstroms (1) durch entspre
chend komplementäre zeitliche Schwankungen des Abgasstroms (2) kom
pensiert werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf einer vor
gebbaren Zeitskala im zeitlichen Mittel die Größe des Gasgemischüber
stroms (3) konstant gehalten wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf einer vor
gebbaren Zeitskala im zeitlichen Mittel die Größe des Gasgemischüber
stroms (3) in einem konstanten Verhältnis zum Nutzgasstrom (1) gehalten
wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf einer vor
gebbaren Zeitskala im zeitlichen Mittel das Verhältnis des Gasgemischüber
stroms (3) zum Nutzgasstrom (1) zeitlich variiert wird.
5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Größe
des Abgasstroms (2) erfasst wird und damit die Größe des Gasgemischüber
stroms (3) bestimmt wird.
6. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass das Gasmischungsverhältnis bei Nutzgasströmen von 0 bis 100% eines
Auslegungswertes um weniger als 10% des Gasmischungsverhältnis vom
Sollwert, vorzugsweise weniger als 5%, schwankt.
7. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass der Nutzgasstrom gepuffert wird.
8. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass der Gasgemischüberstrom (3) gepuffert wird.
9. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Größe des Nutzgasstroms (1) zwischen 0 und 100 Standartli
ter/Minute liegt.
10. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass Gase im volumetrischen Verhältnis 97 : 3 bis 90 : 10 gemischt werden.
11. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass im zeitlichen Mittel der Gasgemischüberstrom (3) um mindestens 10%
größer als der Nutzgasstrom (1) ist.
12. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Druckdifferenz zwischen dem Druck des einzelnen Gases und dem
Druck des Nutzgasstroms (1) zwischen 1,5 und 2 bar beträgt.
13. Gasmischer zur Herstellung eines Gasgemisches von mindestens zwei Ga
sen mit einer Mischkammer (4) zur Vermischung der Gase, einem Volu
menstrommesser (5) zur Erfassung der Größe eines benötigten Nutzgas
stroms (1) oder des Abgasstroms (2), und einer Steuerung (6), bei dem eine
erste Gaszuleitung (7) mit einem ersten Gaszuleitungsventil (11) zur Zuführung
eines ersten Gases, eine zweite Gaszuleitung (8) mit einem zweiten
Gaszuleitungsventil (12) zur Zuführung eines zweiten Gases, eine Nutzgas
leitung (9) mit einem Nutzgasventil (14) zur Weiterleitung des Nutzgas
stroms (1), und eine Abgasleitung (10) mit einem Abgasventil (13) zur Wei
terleitung eines Abgasstroms (2) an die Umgebung mit der Mischkammer
(4) in Verbindung stehen, wobei die Steuerung (6) mit dem Volumen
strommesser (5) und den Ventilen (11-14) verbunden ist.
14. Gasmischer nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass ein Filter (15)
zur Filterung des Nutzgasstroms (1) in der Nutzgasleitung (9) angebracht
ist.
15. Gasmischer nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass eine
Messsonde (16) zur Untersuchung der Zusammensetzung des Nutzgas
stroms (1) in der Nutzgasleitung (9) und/oder Abgasleitung (10) angeordnet
ist und mit der Steuerung (6) verbunden ist.
16. Gasmischer nach Anspruch 13, 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass
ein Puffer (17) zum Auffangen kurzfristiger Druckschwankungen in der
Nutzgasleitung (9) angeordnet ist.
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| DE10125863A DE10125863A1 (de) | 2001-05-25 | 2001-05-25 | Verfahren zum Mischen von Gasen und Gasmischer |
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Publications (1)
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