DE10125545A1 - Druckverfahren und Vorrichtung - Google Patents
Druckverfahren und VorrichtungInfo
- Publication number
- DE10125545A1 DE10125545A1 DE10125545A DE10125545A DE10125545A1 DE 10125545 A1 DE10125545 A1 DE 10125545A1 DE 10125545 A DE10125545 A DE 10125545A DE 10125545 A DE10125545 A DE 10125545A DE 10125545 A1 DE10125545 A1 DE 10125545A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- color
- printing
- ink
- printing form
- areas
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Withdrawn
Links
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B41—PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
- B41C—PROCESSES FOR THE MANUFACTURE OR REPRODUCTION OF PRINTING SURFACES
- B41C1/00—Forme preparation
- B41C1/10—Forme preparation for lithographic printing; Master sheets for transferring a lithographic image to the forme
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Manufacturing & Machinery (AREA)
- Printing Methods (AREA)
- Ink Jet (AREA)
- Electrical Discharge Machining, Electrochemical Machining, And Combined Machining (AREA)
- Printing Plates And Materials Therefor (AREA)
- Manufacture Or Reproduction Of Printing Formes (AREA)
- Auxiliary Devices For And Details Of Packaging Control (AREA)
- Steering Control In Accordance With Driving Conditions (AREA)
- Dot-Matrix Printers And Others (AREA)
- Application Of Or Painting With Fluid Materials (AREA)
Abstract
Es wird ein Druckverfahren und eine Vorrichtung hierzu vorgeschlagen, das beim Bedrucken eines Bedruckstoffes, insbesondere im Flachdruckverfahren, benutzt werden kann. Hierzu werden zunächst festgelegte Farbakzeptor-Eigenschaften auf der Druckform erzeugt. Die Druckform wird dann mit Farbpartikeln in Verbindung gebracht, welche eine zu den auf der Druckformoberfläche aufgebrachten Farbakzeptor-Eigenschaften korrespondierende Oberflächenakzeptor-Eigenschaft aufweisen. Entsprechend ihren Oberflächenakzeptor-Eigenschaften werden die Farbmoleküle und/oder Pigmente an den korrespondierenden Stellen angelagert direkt oder indirekt auf den Bedruckstoff übertragen.
Description
Die Erfindung betrifft eine Druckform gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie ein
Verfahren zum Aufbringen von Druckfarbe auf einen Bedruckstoff gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 11.
Der lithographische Druck basiert auf der Ausnutzung der Nichtmischbarkeit von Öl und
Wasser auf der Druckform, wobei die lipophile Lösung oder die Tinte oder Farbe durch die
bildaufbauenden Bereiche und das Wasser oder die hydrophile Lösung durch die
nichtbildaufbauenden Bereiche der Druckfläche festgehalten werden. Wenn die in
geeigneter Weise vorbereitete Druckfläche mit hydrophiler und lipophiler Substanz oder
Lösung, insbesondere Wasser und Tinte oder Farbe, benetzt wird, so halten die
nichtbildmäßigen Bereiche vorzugsweise die hydrophile Substanz oder Lösung zurück und
stoßen die lipophilen Stoffe ab, während die bildmäßigen Bereiche die lipophile Lösung
oder Tinte oder Farbe annehmen und die hydrophilen Stoffe abweisen. In der Folge wird
dann die lipophile Substanz in geeigneter Weise auf die Oberfläche eines Materials
übertragen, auf dem das Bild fixiert werden soll, beispielsweise Papier, Stoff, Polymere
und dergleichen.
Seit vielen Jahren setzt man Aluminium als Trägermaterial für Druckplatten ein.
Üblicherweise wird das Aluminium zuerst einem Körnungsverfahren und dann einem
anschließenden Anodisierungsverfahren unterworfen. Die Anodisierung dient dazu, eine
anodische Oxidschicht bereitzustellen, deren Haftung durch die Körnung verbessert wird.
Durch die Körnung werden die hydrophilen Eigenschaften des Hintergrundes der
Druckplatte verstärkt. Im Anodisierungsverfahren wird üblicherweise eine starke Säure,
wie Schwefel- oder Phosphorsäure eingesetzt, um anschließend durch ein weiteres
Verfahren, wie beispielsweise in einem thermischen Silizierungsverfahren oder der
sogenannten Elektrosilizierung, die Oberfläche hydrophil zu machen.
Zur Herstellung einer oben beschriebenen Druckform ist eine große Anzahl von
strahlungsempfindlichen Materialien bekannt, die zur Generierung von Abbildungen im
Einsatz des lithographischen Druckverfahrens geeignet sind, insofern als sie nach
Belichtung und gegebenenfalls erforderlicher Entwicklung und Fixierung einen
bildmäßigen Bereich zur Verfügung stellen, der zum Drucken verwendet werden kann.
Beispielsweise können dazu fotopolymerisierbare Stoffe verwendet werden.
Die oben beschriebene Anordnung wird einer bildmäßigen Belichtung unterworfen, indem
selektiv Energie zugeführt wird. Dieses kann beispielsweise mittels der Belichtung durch
eine Maske mit UV-Licht oder aber durch direktes Schreiben mit einem Laser erfolgen.
Die lithographischen Druckplatten der oben beschriebenen Art werden üblicherweise mit
einer Entwicklerlösung behandelt, welche typischerweise eine wässrige alkalische Lösung
mit organischen Zusätzen ist. Die Notwendigkeit, beträchtliche Mengen dieser Substanzen
einzusetzen und zu entsorgen, ist seit langem ein besonderes Problem beim Einsatz von
Druckverfahren.
Aus diesem Grunde werden seit einiger Zeit Bemühungen unternommen, Druckplatten
herzustellen, bei denen zur Erzeugung des Bildes auf ein nasschemisches
Entwicklungsverfahren verzichtet werden kann. Hierzu können Oxidkeramiken, welche
beispielsweise in Form von Beschichtungen auf einer Druckplatte vorliegen, Verwendung
finden.
In der EP 0 911 154 A1 wird als Material für die Plattenoberfläche TiO2 und ZnO2
vorgeschlagen, welche in keramischer Form sowohl rein als auch mit anderen metallischen
Zusätzen in verschiedenen Mischungsverhältnissen vorliegen können. Diese Oberfläche ist
in nicht angeregtem Zustand hydrophob und kann durch Bestrahlung mit ultraviolettem
Licht in einen hydrophilen Zustand versetzt werden. Die Bebilderung erfolgt nun, indem
die gesamte Oberfläche der Platte mit ultraviolettem Licht beleuchtet wird und Bereiche,
die beim Druck Farbe führen sollen, durch eine Maske beziehungsweise einen Film
abgedeckt werden.
Um ein farbiges Druckbild auf einem Bedruckstoff herstellen zu können, ist es
erforderlich, die Farben Cyan, Magenta und Yellow sowie zur Verbesserung des
Kontrastes auch Schwarz (CMYK) jeweils mit Hilfe einer eigenen Druckform auf dem
Bedruckstoff übereinander zu drucken. Diese Vorgehensweise erfordert, insbesondere bei
den Offset-Druckmaschinen, bei denen die jeweilige Farbe in einem eigenen Farbwerk auf
den Bedruckstoff übertragen wird, eine hohe Passergenauigkeit beim Transport des
Bedruckstoffes von einem Farbwerk zum anderen. Denn nur so kann vermieden werden,
dass unerwünschte Passerschwankungen zu einer Unschärfe in dem Farbbild führen. Bei
derartigen hochpräzise arbeitenden Druckmaschinen sind die einzelnen Farbwerke in
Reihenbauweise hintereinander angeordnet, was die Maschine sehr lang macht. Dies umso
mehr, wenn neben der Vorderseite auch die Rückseite bedruckt werden soll oder wenn
zusätzliche Sonderfarben oder Lacke auf den Bedruckstoff aufgedruckt werden sollen. Eine
derartige Druckmaschine ist beispielsweise aus der DE 42 34 928 bekannt. Um zumindest
dem Problem der ausgedehnten Längsbauweise der Druckmaschine zu begegnen, ist in der
EP 0 512 549 bereits eine Druckmaschine in sogenannter Satellitenbauweise vorgeschlagen
worden, bei der die einzelnen Farbwerke um einen zentralen Gummizylinder, wie
Satelliten angeordnet sind. Damit wird zwar die Länge der Druckmaschine deutlich
verringert, jedoch müssen die einzelnen Druckfarben immer noch in einzelnen Farbwerken
aufgebracht werden. Darüber hinaus ist es mit dieser Maschine nicht möglich, auch die
Rückseite des Bedruckstoffes zu bedrucken.
Aus der US 6,096,386 ist außerdem ein Stempeldruckverfahren bekannt, bei dem mit Hilfe
eines Stempels, der erhabene und vertiefte Bereiche aufweist, Druckfarbe von den
erhabenen Bereichen auf einen Bedruckstoff übertragen werden. Hierzu wird dieser
Stempel über seine ganze Oberfläche, d. h. also über die erhabenen und nicht erhabenen
Bereiche mit einer sogenannten aktivierten Oberfläche versehen, die dann mit Hilfe eines
Maskierungsverfahrens mit sogenannten Orientierungsstoffen versehen wird. Diese
Orientierungsstoffe können je nach Maskierung in den einzelnen Maskenbereichen
unterschiedlich sein. Wird nun der Stempel in eine geeignete Flüssigkeit eingetaucht, so
können sich an die Orientierungsstoffe passende Gegenstücke anordnen. Zum Übertragen
dieser Gegenstücke auf eine Empfangsfläche wird diese Empfangsfläche in eine
Flüssigkeit eingetaucht und der Druckstempel innerhalb dieser Flüssigkeit auf die
Empfangsfläche aufgedrückt. Damit können die auf dem Stempel an den erhabenen
Bereiche angelagerten Gegenstücke auf die Empfangsfläche übertragen werden. Die
Hilfsflüssigkeit, in der die Übertragung auf die Empfangsfläche erfolgt, dient dazu, die
Stempeloberfläche unmittelbar nach dem Übertragen sofort wieder mit
Orientierungsstoffen zu versehen. Dies wird dadurch erreicht, dass die Hilfsflüssigkeit mit
Orientierungsstoffen versetzt sind. Nach dem Übertragen der Gegenstücke auf die
Empfangsfläche kann die Empfangsfläche zur Herstellung einer Ätzmaske oder eines
Sensors benutzt werden.
Vor dem Hintergrund dieses Stands der Technik besteht die Aufgabe der vorliegenden
Erfindung darin, ein vereinfachtes Druckverfahren sowie eine Vorrichtung hierzu
vorzuschlagen, die auch eine kürzere Bauweise der Druckmaschine ermöglicht.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen gemäß
Anspruch 1 sowie durch eine Verfahren zum Drucken mit den Merkmalen gemäß
Anspruch 11 gelöst.
Bei dem erfindungsgemäß vorgeschlagenen Verfahren wird also die Oberfläche einer
Druckform entsprechend der in den einzelnen Bereiche der Oberfläche aufzubringenden
Druckfarbe so vorbehandelt, dass diese Bereiche zur Annahme einer bestimmten
Druckfarbe geeignet sind. Damit kann mit speziell hierfür ausgebildeten Druckfarben
erreicht werden, dass sich nur bestimmte Farbpartikel, wie beispielsweise Farbstoffe,
Pigmente, Farbmoleküle oder farbige Partikel, an die entsprechend vorbehandelten
Bereiche der Druckform anlagern. Konkret heißt dies, dass bei dem hier in Rede stehenden
Flachdruckverfahren, insbesondere dem Offset-Druckverfahren, in einem ersten
Verfahrensschritt die Oberfläche der Flachdruckform so vorbehandelt, d. h. also markiert
wird, dass sich an definierten Bereichen lediglich die der Markierung entsprechenden
Druckfarben anlagern können. So kann beispielsweise auf einer einzigen Druckform eine
Markierung für Cyan, eine Markierung für Magenta, eine für Yellow und eine für Schwarz
aufgebracht werden. Wird nun die Druckform mit einem Gemenge, das die zu den
Markierungen korrespondierenden Farbpartikel Cyan, Magenta, Yellow oder Schwarz
enthält, in Verbindung gebracht, so lagern sich die zu den Markierungen zugehörigen
Farbpartikel an den entsprechenden Stellen der Druckplatte an und können in einem
weiteren Verfahrensschritt direkt oder indirekt auf den Bedruckstoff übertragen werden.
Obwohl es mit diesem Verfahren möglich ist, die bislang im Flachdruck erforderliche
Trennung der Druckplatte nach Farbauszügen in einzelnen Farbwerken aufzugeben,
können zur Verbesserung der Auflösung oder der Bedeckung mit Druckfarbe weitere
Druckplatten und Farbwerke in einer Druckmaschine vorgesehen werden, die jeweils eine
bestimmte Teilmenge der aufzudruckenden Information aufweisen. Diese kann zum einen
nach Druckfarben getrennte Kennzeichnungen oder Gemische aus verschiedenen
Kennzeichnungen für verschiedene Druckfarben enthalten.
Bei der Herstellung der Kennzeichnungen auf der Druckform ist es insbesondere möglich,
die Druckform mit einem Laserstrahl zu behandeln und dadurch geometrische
Kennzeichnungen auf der Druckform herzustellen, welche es erlauben, dass sich in den so
gekennzeichneten Bereichen der Druckform lediglich solche Farbpartikel anordnen
können, die ihrerseits die korrespondierenden geometrischen Eigenschaften aufweisen.
Diese Vorgehensweise zur Kennzeichnung der Druckformen lässt sich auch als "Schlüssel-
Schloss-Prinzip" bezeichnen, wobei auf die Druckform ein "Schloss" aufgebracht wird,
welches nur mit einem solchen Farbpartikel belegt werden kann, die einen passenden
Schlüssel aufweist.
Neben der geometrischen Kennzeichnung der Druckform ist es auch möglich, ein
sogenanntes funktionelles Schlüssel-Schloss-Prinzip einzusetzen, bei dem auf der
Druckform die mit einer bestimmten Druckfarbe zu besetzenden Bereiche durch
funktionelle Gruppen, beispielsweise funktionelle Moleküle, besetzt werden. Die zu den
Kennzeichnungen korrespondierenden Druckfarben müssen in diesem Fall jeweils die zu
dem funktionellen Molekül korrespondierenden Moleküle bzw. Molekülteile aufweisen.
Damit ist gewährleistet, dass ausgewählte Druckfarben an den markierten Bereich dann
angelagert werden, wenn ein zur Kennzeichnung korrespondierendes Farbpartikel mit der
Druckform im Bereich der Kennzeichnung in Verbindung gebracht wird.
Das erfindungsgemäß vorgeschlagene Druckverfahren hat den Vorteil, dass es im
Gegensatz zur herkömmlichen Technologie im Flachdruckverfahren erstmals möglich
wird, auf einer einzigen Druckform unterschiedliche Farbauszüge unterzubringen und
damit die Anzahl der erforderlichen Farbwerke in einer Druckmaschine deutlich zu
reduzieren. Damit verringert sich der zum Drucken erforderliche technische Aufwand
erheblich, wobei gleichzeitig eine Verringerung der Kosten für die Druckmaschine durch
das Weglassen von Farbwerkskomponenten erreicht werden kann.
Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand der
nachfolgenden Figuren sowie deren Beschreibungsteile, bei deren Darstellung zu Gunsten
der Übersichtlichkeit auf eine maßstabsgetreue Wiedergabe verzichtet wurde.
Es zeigen im Einzelnen:
Fig. 1 einen schematisierten Ablaufplan des erfindungsgemäße Verfahrens,
Fig. 2 eine Prinzipdarstellung des Druckes sowie zur Erzeugung der
erfindungsgemäßen Druckformoberfläche mit Hilfe eines Laserstrahls,
Fig. 3 eine Prinzipdarstellung zum Aufbringen geometrischer Kennzeichnungen auf
die Druckformoberfläche,
Fig. 4 eine Prinzipdarstellung zum Aufbringen funktioneller Kennzeichnungen auf
die Druckformoberfläche,
Fig. 5 eine Druckformoberfläche mit einer erfindungsgemäßen Beschichtung zur
Erzeugung der Kennzeichnungen,
Fig. 6 eine Druckform mit einer erfindungsgemäßen Beschichtung und in der
Beschichtung liegenden erfindungsgemäßen Kennzeichnungen.
In Fig. 1 ist schematisch der erfindungsgemäß vorgesehene Verfahrensablauf dargestellt.
In einem ersten Verfahrensschritt 10 wird zunächst in eine Oberfläche einer Druckform
eine Kennzeichnung eingebracht, die einer zu druckenden Farbe in einem bestimmten
Bereich der Druckform entspricht. Damit werden also auf der Oberfläche einer Druckform
eine Vielzahl von Bereichen mit festgelegten Farbakzeptor-Eigenschaften erzeugt. In
einem weiteren Verfahrensschritt 12 wird die Oberfläche der Druckform dann mit
Farbpartikeln in Verbindung gebracht, wobei die Farbpartikel Eigenschaften aufweisen, die
zu den Kennzeichnungen auf der Druckform, d. h. also zu den Farbakzeptor-Eigenschaften
der auf der Druckform aufgebrachten Bereiche korrespondieren. Damit ist es möglich,
bestimmte so gekennzeichnete Farbpartikel an definierte Stellen auf der Druckform
anzulagern. Um die Druckform mit den Farbpartikeln in Verbindung zu bringen, kann die
Druckform beispielsweise, wie heute auch bereits üblich, als rotierender Offset-
Druckzylinder ausgeführt sein, wobei der Druckzylinder in einem heute bereits
verwendeten, konventionellen Farbwerk mit Farbe belegt wird. Die in dem Farbwerk
verwendete Druckfarbe weist allerdings Farbpartikel auf, welche Eigenschaften haben, die
zu den auf der Oberfläche des Druckzylinders aufgebrachten Kennzeichnungen
korrespondieren, sodass die einzelnen Farbpartikel genau an den gekennzeichneten Stellen
der Druckoberfläche angelagert werden können. Nachdem auf der Druckformoberfläche
die gewünschten Farbpartikel an den vorgesehenen Bereichen angelagert sind, kann in
einem weiteren Verfahrensschritt 14 das auf der Druckform aufgebrachte Farbbild
mittelbar oder unmittelbar auf einen Bedruckstoff übertragen werden. Zum mittelbaren
Übertragen wird das Druckbild z. B. zunächst auf einen Gummituchzylinder übertragen
und von dort auf den Bedruckstoff aufgedruckt. Allerdings ist auch das unmittelbare
Übertragen des Druckbildes auf den Bedruckstoff möglich. Sofern erforderlich kann vor
dem Verfahrensschritt 14 die Druckformoberfläche von unerwünschten, nicht an den
Kennzeichnungen der Druckform angelagerten Farbpartikel gereinigt werden. Vor
Verfahrensschritt 14 kann in einem weiteren Verfahrensschritt 16 die Druckform von
unerwünschten oder überflüssigen Farbpartikeln befreit werden, was bevorzugt mit Hilfe
eines physikalischen Wisch- oder Rakelvorgangs durchgeführt werden kann. Dieser Schritt
kann insbesondere dann nötig sein, wenn die Farben nicht in einem konventionellen
Farbwerk transportiert werden, sondern durch ein Tauchbad oder eine Sprühtechnik auf die
Platte übertragen werden. Selbstverständlich ist es hierbei auch möglich, die Druckform im
Anschluss an die Reinigung in einem optionalen Verfahrensschritt 18 mit neuen oder den
gleichen Kennzeichnungen zu versehen, um den Druckprozess mit geänderten
Informationen oder den gleichen Informationen fortsetzen zu können.
In Fig. 2 ist einer Prinzipdarstellung und anhand des Beispieles eines Kurzfarbwerkes die
Verwendung der erfindungsgemäßen Druckform gezeigt. Dabei ist ein Druckformzylinder
20 vorgesehen, der zusammen mit dem Gegendruckzylinder 22 einen Druckspalt 21 bildet,
durch den der Bedruckstoff 24, etwa einen Papierbogen oder einer Papierbahn, hindurch
transportiert wird. Weiterhin ist eine Komponente 25 zum Aufbringen der Druckfarbe auf
den Druckformzylinder 20 vorgesehen, die im vorliegenden Beispiel aus einer
Auftragswalze 26, einer Rasterwalze 28 sowie einem Farbbehälter 30 besteht. Aus dem
Farbbehälter 30 wird ein Gemenge verschiedener Druckfarben, die die erforderlichen
Farbpartikel enthält, auf die Rasterwalze 28 übertragen. Die Farbpartikel sind dabei so
ausgestaltet, dass sie an den Stellen des Druckformzylinders aufgenommen werden, die
ihrer Farbakzeptor-Eigenschaft entspricht. Beispielsweise kann ein Gemenge aus den
Farben Cyan, Magenta, Yellow und Schwarz in dem Farbbehälter 30 vorgesehen sein,
wobei den jeweiligen Einzelfarben unterschiedliche, zu den Farbakzeptor-Eigenschaften
des Druckformzylinders korrespondierende Oberflächenakzeptor-Eigenschaften zugeordnet
sind.
Wie bereits dargestellt kann bei der vorliegenden Erfindung das Grundprinzip des
Offsetdruckes mit hydrophilen und hydrophoben Bereichen als farbführende bzw.
farbabstoßende Bereiche unberührt bleiben. Alternativ könnten jedoch auch
elektrostatische oder andere Kräfte wirken oder ergänzend wirken. Die Farb- bzw.
Pigmentpartikel befinden sich jedoch in einem gemeinsamen Gemenge. Sobald dieses
Farbgemenge mit einer entsprechend vorbereiteten Druckform 20 in Berührung gebracht
wird, suchen sich die Farbpartikel selbstordnend die ihren Oberflächenakzeptor-
Eigenschaften entsprechenden Oberflächenbereiche mit den korrespondieren Farbakzeptor-
Eigenschaften. Anders ausgedrückt heißt dies, dass die jeweiligen Farbstoffe oder
Pigmente an den ihnen zugehörigen Kennzeichnungsstellen der Druckform angelagert
werden. Wie in Fig. 2 gezeigt, kann mit Hilfe eines Lasers 32, der einen Laserstrahl 34
emittiert, die Oberfläche der Druckform 20 innerhalb oder außerhalb einer Druckmaschine
so vorbehandelt werden, dass die zu den verwendeten Farbpartikel korrespondierenden
Oberflächeneigenschaften erzeugt werden.
Wie aus Fig. 3 hervorgeht, kann hierzu beispielsweise eine geometrische Kennzeichnung
der Druckform 20 eingesetzt werden. Bei dieser Form der Kennzeichnung wird auf der
Druckform 20 eine Mehrzahl von Kennzeichnungen 35, 36, 37, 38 aufgebracht. Die
unterschiedlichen Kennzeichnungen 35, 36, 37, 38 repräsentieren dabei eine jeweils
unterschiedliche geometrische Kennzeichnung der Druckform 20, die es erlaubt, dass an
diesen Stellen jeweils nur eine bestimmte Druckfarbe, nämlich die zu der jeweiligen
Kennzeichnung 35, 36, 37, 38 korrespondierende angelagert werden kann. So kann
beispielsweise die Kennzeichnung 38 die Farbe Cyan, die Kennzeichnung 37 Yellow, die
Kennzeichnung 36 die Farbe Magenta und die Kennzeichnung 38 Schwarz repräsentieren,
was heißt, dass der jeweiligen Kennzeichnung nur der entsprechende Farbstoff angelagert
werden kann. Die geometrischen Kennzeichnungen 35, 36, 37, 38 bestehen ihrerseits
wiederum aus einzelnen Punkten 40, die mit Hilfe des Lasers 32 aufgebracht werden
können. Die charakteristischen Merkmale der geometrischen Kennzeichnung können
zweidimensional oder dreidimensional ausgeführt werden. Beim Wasserlosen Offset
können auf der Druckplatte 20 beispielsweise mit einem Lasersystem mit 10 µm
Auflösung Formen mit einem Durchmesser von etwa 30 Mikrometer realisiert werden.
Hierzu kann beispielsweise ein Diodenlaser mit einer Laserwellenlänge von 860 nm
eingesetzt werden. Damit entspricht eine Auflösung von einem dot/µm einem Punkt auf
der Druckplatte und damit etwa 30 Mikrometer. Damit kann hierdurch eine Auflösung von
etwa 600 dpi erzielt werden. In Fig. 2 ist diese Auflösung durch den Abstand d
gekennzeichnet. Selbstverständlich ist es möglich, durch den Einsatz von bereits bekannten
Mikrotechnologien unter Verwendung beispielsweise von UV- oder Röntgenstrahlung die
Auflösung in an sich beliebige Bereiche weiter zu erhöhen. Damit werden auch die
Möglichkeiten von feinsten Rasterungen zugänglich. Zur erfindungsgemäßen
geometrischen Kennzeichnung der Farbpartikel können beispielsweise
Cyclodextrinmoleküle verwendet werden. Cyclodextrine sind Zuckermoleküle mit
charakteristischer Form und Größe. Sie haben darüber hinaus den Vorteil, dass sie
biologisch abbaubar, toxikologisch unbedenklich sind und durch enzymatischen Abbau
von Stärke großtechnisch preisgünstig und in beliebiger Reinheit hergestellt werden
können.
Unter Bildung von komplexen und/oder kovalenten Bindungen können z. B. Azofarbstoffe
angelagert werden und dadurch die geometrisch charakteristischen Moleküle mit
gewünschten Farbtönen versehen werden. Da Cyclodextrine einen hydrophoben Hohlraum
besitzen, kann auch dieser genutzt werden, um Farbpartikel an- bzw. einzulagern. Neben
dem Einsatz als geometrisches Kennzeichnungsmolekül an den Farbpartikeln ist es ebenso
denkbar, Cyclodextrine als geometrische oder funktionelle Kennzeichnungsmoleküle in
der Druckform zu verwenden.
Eine weitere Klasse von Stoffen zur geometrischen Kennzeichnung Farbpartikeln sind
Faserstückchen, komplex bildende Supramolekülgruppen oder Makromoleküle in
geeigneter Form und Größe, an welche dann die Farbstoffe, Pigmente oder andere
Farbpartikel, z. B. die oben beschriebenen Cyclodextrinmoleküle, angelagert werden,
wobei hierbei insbesondere auf die Cyclotriveratrylene hinzuweisen ist. Mit diesen
supramolekularen Komponenten ist es möglich, die heute eingesetzten Pigmentteilchen zu
komplexieren, sodass die Pigmentherstellung gegenüber herkömmlichen Farben kaum
verändert werden müsste. An solche supramolekulare Komponenten können außerdem
funktionelle Gruppen angekoppelt werden, sodass die Moleküle entsprechend der
Erfindung gezielt hergestellt werden können (Moleküldesign).
Sehr vielversprechend sind die technischen Möglichkeiten durch Polyelektrolytkapseln mit
charakteristischer geometrischer Form. Polyelektrolytkapseln können chemisch
funktionalisiert und mit farbgebenden Gruppen verbunden werden. Auch können sie als
Farbstoffcontainer dienen. Ein ganz wesentlicher Vorteil ist, dass Polyelektrolytkapseln in
Größen von wenigen nm bis zu einigen hundert µm hergestellt werden können. Es ist
dadurch möglich die "Farbproduktion" an die jeweiligen technischen Ansätze bei der
Herstellung der Markierungen auf der Druckplatte anzupassen. Insbesondere ist hier an
unterschiedlichen räumlichen Auflösungen bei Verwendung unterschiedlicher
Belichtungswellenlängen gedacht.
Wie in Fig. 4 gezeigt ist es aber auch möglich, die Druckplatte 20 funktionell, d. h. also
durch das Vorsehen bestimmter chemischer Gruppen an bestimmten Stellen der
Druckplatte 20 zu kennzeichnen. Diese Kennzeichnungen 42, 43, 44, 45 sind voneinander
verschieden und erlauben das Anlagern von Farbstoffen oder Pigmenten, die die
korrespondierenden Kennzeichnungen 42', 43', 44', 45' aufweisen. In Fig. 4 ist diese
Möglichkeit der Anlagerung durch die Anlagerungspfeile a dargestellt. Die
Kennzeichnungen 42, 43, 44, 45 auf der Druckplatte 20 können beispielsweise als
molekulare Ketten mit entsprechend funktionellen Gruppen, die mit den
korrespondierenden Markierungen der Farbstoffe oder Pigmente 42', 43', 44', 45' belegt
werden können. Bei der Auswahl der Kennzeichnungen 42, 43, 44, 45 der Druckplatte 20
sowie der korrespondierenden Markierungen 42', 43', 44', 45' der Farbstoffe oder Pigmente
kann beispielsweise auf Moleküle zurückgegriffen werden, die einen Ankopplungsvorgang
aufweisen, der analog zu dem der Basensequenzen in einer DNA-Kette zu betrachten ist.
In Fig. 5 ist eine Möglichkeit gezeigt, die Kennzeichnungen auf die Oberfläche einer
Druckform 20 aufzubringen. Dabei wird die Druckform so hergestellt, dass auf eine Basis
46 mehrere Schichten aufgebracht werden, die bereits die jeweiligen Kennzeichnungen 42,
43, 44, 45 enthalten. Mit Hilfe der in Fig. 1 gezeigten Laserstrahlung ist es nun möglich,
die oberste Schicht der Druckform 20 soweit abzutragen, dass jeweils die gewünschte
Kennzeichnung an der Oberfläche der Druckform liegt. Damit ist es möglich, an den
Punkten 48, 50 und 52 jeweils unterschiedliche Farbmoleküle anzulagern, die zu der
jeweils dort vorliegenden Kennzeichnung korrespondieren.
Eine weitere Möglichkeit zur Erzeugung der Kennzeichnung auf der Druckform 20 ist in
Fig. 6 gezeigt. Die Druckform 20 wird hierbei so hergestellt, dass auf eine Basis 46 eine
weitere Schicht 54 aufgetragen wird. Diese Schicht 54 beinhaltet Kapseln 56, die eng
aneinander gereiht in der Schicht 54 vorliegen und die unterschiedlichen, für den
Druckprozess erforderlichen Kennzeichnungen 42, 43, 44, 45 enthalten. In einem
Arbeitsgang, in dem beispielsweise eine elektromagnetische Strahlung, wie etwa ein Laser
oder ein elektrisches Feld angelegt werden, können die Kapseln 56 selektiv aufgebrochen
werden, sodass die Kennzeichnung an die Oberfläche treten kann. Da die
Kennzeichnungen 42, 43, 44, 45 jeweils in Kapseln 56 untergebracht sind, die
unterschiedliche Eigenschaften, insbesondere unterschiedliche Eigenschaften der Wandung
aufweisen, ist es möglich, durch Steuerung der Intensität des Laserstrahls oder der
Wellenlänge sowie durch Steuerung des angelegten Feldes selektiv nur bestimmte Kapseln
aufzubrechen, sodass selektiv ganz bestimmte Kennzeichnungen aus den Kapseln austreten
können.
Wird für den Farbauftrag auf die Druckplatte ein konventionelles oder ein Kurzfarbwerk
eingesetzt, so erfolgt die Selbstordnung der Farbpartikel auf der Druckplatte durch
mehrfaches Auf- und Rückspalten der Farbschicht. Analog zu dem heute gängigen
Offsetverfahren werden die wirksamen Kräfte, die sich aus der Oberflächenenergie und der
Rheologie der Farbe ergeben, so eingestellt, dass kein Tonen und kein "Farbtonen" auftritt.
Dass heißt also, dass an den Nichtbildstellen keine Farbpartikel halten können, also kein
Tonen auftritt, und an den entsprechend markierten Bildstellen nur die passenden
Farbpartikel halten können, was als Farbtonen bezeichnet wird.
Werden alternative Techniken für den Farbauftrag auf die Druckplatte eingesetzt, wie
beispielsweise ein Tauchbad oder Sprühtechniken, dürfen die Farbpartikel in der
Druckfarbe nicht aneinander haften und sollen leicht an die Kennzeichnungsstellen
diffundieren können, um so eine Selbstordnung gewährleisten zu können. Die Farbe sollte
dann möglichst dünnflüssig sein. Insbesondere im Wasserlosen Offset lässt sich daher ein
Auftrag mit Hilfe eines Farbsprühnebels sehr gut umsetzen. In einem darauf folgenden
Wischvorgang ist es möglich, die überflüssige Farbe leicht zu entfernen, wobei die Kräfte
so ausgelegt werden müssen, dass die Bindungskräfte zu den Kennzeichnungen größer sind
als die Wischkraft.
Insbesondere beim indirekten Druck, d. h. also beim Übertragen der Farbe auf ein
Gummituch kann es zu Problemen beim Übertragen der Farbe beispielsweise aufgrund
hoher Kapillarkräfte oder zu hoher Anhaftungskräfte der Farbpartikel an den
Kennzeichnungsstellen kommen. In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der
Erfindung werden daher elektrisch aufladbare Farbpartikel verwendet, wobei zusätzlich mit
einem umschaltbaren elektrischen Feld an der Druckplatte gearbeitet wird. Dies heißt also,
dass die Farbmoleküle beim Auftragen auf die Platte elektrisch angezogen und beim
Übertragen auf das Gummituch elektrisch von der Platte abgestoßen werden, sobald das
elektrische Feld umgekehrt wird.
10
Verfahrensschritt Kennzeichnung
12
Verfahrensschritt Anlegen von Druckfarbe
14
Verfahrensschritt Drucken
16
Verfahrensschritt Rakeln
18
Verfahrensschritt Kennzeichnen
20
Druckform
21
Druckspalt
22
Gegendruckzylinder
24
Bedruckstoff
25
Komponente zum Aufbringen der Druckfarbe
26
Auftragswalze
28
Rasterwalze
30
Farbbehälter
32
Laser
34
Laserstrahl
35
,
36
,
37
,
38
Kennzeichnungen
40
Punkte
42
,
43
,
44
,
45
Kennzeichnungen
46
Basis-Schicht
48
,
50
Punkte
d Durchmesser
d Durchmesser
52
Punkte
54
Schicht
56
Kapseln
Claims (17)
1. Verfahren zum Aufbringen von Druckfarbe auf einen Bedruckstoff, wobei auf einer im
Wesentlichen flachen Oberfläche farbführende und farbabstoßende Bereiche erzeugt
werden,
dadurch gekennzeichnet,
dass zur Erzeugung der farbführenden Bereiche auf der Oberfläche eine Mehrzahl von Bereichen mit festgelegten Farbakzeptor-Eigenschaften erzeugt werden,
die Oberfläche mit Farbpartikeln, insbesondere Farbstoffe, Pigmente, Farbmoleküle oder farbige Partikel, in Verbindung gebracht wird, wobei die Farbmoleküle und/oder Pigmente zu den Farbakzeptor-Eigenschaften der Bereiche korrespondierende Oberflächenakzeptor-Eigenschaften aufweisen
die Farbmoleküle und/oder Pigmente an den zu ihrer Oberflächenakzeptor- Eigenschaft korrespondierenden Bereichen festgelegter Farbakzeptor- Eigenschaften der Oberfläche angelagert werden
die angelagerten Farbmoleküle und/oder Pigmente von der Oberfläche auf einen Bedruckstoff übertragen werden.
dass zur Erzeugung der farbführenden Bereiche auf der Oberfläche eine Mehrzahl von Bereichen mit festgelegten Farbakzeptor-Eigenschaften erzeugt werden,
die Oberfläche mit Farbpartikeln, insbesondere Farbstoffe, Pigmente, Farbmoleküle oder farbige Partikel, in Verbindung gebracht wird, wobei die Farbmoleküle und/oder Pigmente zu den Farbakzeptor-Eigenschaften der Bereiche korrespondierende Oberflächenakzeptor-Eigenschaften aufweisen
die Farbmoleküle und/oder Pigmente an den zu ihrer Oberflächenakzeptor- Eigenschaft korrespondierenden Bereichen festgelegter Farbakzeptor- Eigenschaften der Oberfläche angelagert werden
die angelagerten Farbmoleküle und/oder Pigmente von der Oberfläche auf einen Bedruckstoff übertragen werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet,
dass die Farbmoleküle und/oder Pigmente als Gemenge in einem Behälter,
insbesondere einem Farbwerk, von dem aus die Farbpartikel auf die Oberfläche
übertragen werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2
dadurch gekennzeichnet,
dass die Farbakzeptor-Eigenschaften auf der Oberfläche mit Hilfe
elektromagnetischer Strahlung, insbesondere mit Hilfe eines Lasers (oder UV-
Maske) oder anderer Lichtquellen mit gegebenenfalls kürzerer Wellenlänge erzeugt
werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-3
dadurch gekennzeichnet,
dass die Farbakzeptor-Eigenschaften auf der Oberfläche als geometrische Formen
vorgesehen werden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-3
dadurch gekennzeichnet,
dass die Farbakzeptor-Eigenschaften auf der Oberfläche als funktionelle chemische
Gruppen erzeugt werden.
6. Verfahren nach Anspruch 5
dadurch gekennzeichnet,
dass die Farbakzeptor-Eigenschaft auf der Druckform (20) durch zumindest
teilweises Abtragen einer Beschichtung erzeugt wird.
7. Verfahren nach einem der Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Farbakzeptor-Eigenschaft auf der Druckform (20) durch das Aufbrechen
von Verkapselungen (56) erzeugt wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass zur Erzeugung unterschiedlicher Farbakzeptor-Eigenschaften ein Laser mit
unterschiedlicher Wellenlänge und/oder Pulsintensität verwendet wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass zur Erzeugung der Farbakzeptor-Eigenschaft auf der Druckform (20) die
Einwirkung eines elektrischen Feldes verwendet wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Anlagern der Farbpartikel auf der Druckform (20) durch ein umschaltbares
elektrisches Feld unterstützt wird.
11. Druckform (20) mit einer im Wesentlichen flachen Oberfläche und mit
farbführenden und farbabweisenden Bereichen,
dadurch gekennzeichnet,
dass die farbführenden Bereiche der Druckform eine festgelegte Farbakzeptor-
Eigenschaft aufweisen, sodass sie ein Farbpartikel binden können, das eine zu der
Farbakzeptor-Eigenschaft korrespondierende Oberflächenakzeptor-Eigenschaft
aufweist.
12. Druckform (20) nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass auf der Druckform verschiedene Bereiche unterschiedlicher Farbakzeptor-
Eigenschaft (35, 36, 37, 38) vorgesehen sind, die sich durch ihre geometrische
Form unterscheiden.
13. Druckform (20) nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass die festgelegten Farbakzeptor-Eigenschaften (42, 43, 44, 45) durch Bereiche
mit unterschiedlichen funktionellen chemischen Gruppen erzeugt werden.
14. Druckform (20) nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Druckform eine Basisschicht (46) sowie wenigstens zwei Schichten mit
funktionellen Gruppen (42, 43, 44, 45) aufweist.
15. Druckform (20) nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Druckform (20) eine Basisschicht (46) sowie wenigstens eine weitere
Schicht (54) aufweist, in welche Kapseln (56), insbesondere Mikrokapseln,
eingebracht sind, die Moleküle mit funktionellen chemischen Gruppen zur
Erzeugung einer festgelegten Farbakzeptor-Eigenschaft aufweisen.
16. Farbwerk mit wenigstens einer Druckform gemäß einem der Ansprüche 10 bis 15.
17. Druckmaschine mit wenigstens einem Farbwerk nach Anspruch 16.
Priority Applications (11)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10125545A DE10125545A1 (de) | 2001-05-23 | 2001-05-23 | Druckverfahren und Vorrichtung |
| CZ20021406A CZ20021406A3 (cs) | 2001-05-23 | 2002-04-23 | Způsob tisku a tiskový stroj k provádění tohoto způsobu |
| CA002385383A CA2385383A1 (en) | 2001-05-23 | 2002-05-08 | Printing process and apparatus |
| EP02010121A EP1260360B1 (de) | 2001-05-23 | 2002-05-10 | Verfahren zum Aufbringen von Druckfarben auf einen Bedruckstoff |
| DE50214277T DE50214277D1 (de) | 2001-05-23 | 2002-05-10 | Verfahren zum Aufbringen von Druckfarben auf einen Bedruckstoff |
| AT02010121T ATE461054T1 (de) | 2001-05-23 | 2002-05-10 | Verfahren zum aufbringen von druckfarben auf einen bedruckstoff |
| IL14976602A IL149766A0 (en) | 2001-05-23 | 2002-05-20 | Printing process and apparatus |
| JP2002145663A JP2003054148A (ja) | 2001-05-23 | 2002-05-21 | 印刷方法および印刷装置 |
| CNB021206015A CN1256238C (zh) | 2001-05-23 | 2002-05-23 | 印刷方法及印刷装置 |
| US10/154,601 US6935235B2 (en) | 2001-05-23 | 2002-05-23 | Printing method and device |
| HK03104306.8A HK1051991B (en) | 2001-05-23 | 2003-06-17 | Printing method and device |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10125545A DE10125545A1 (de) | 2001-05-23 | 2001-05-23 | Druckverfahren und Vorrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10125545A1 true DE10125545A1 (de) | 2002-11-28 |
Family
ID=7686132
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE10125545A Withdrawn DE10125545A1 (de) | 2001-05-23 | 2001-05-23 | Druckverfahren und Vorrichtung |
| DE50214277T Expired - Lifetime DE50214277D1 (de) | 2001-05-23 | 2002-05-10 | Verfahren zum Aufbringen von Druckfarben auf einen Bedruckstoff |
Family Applications After (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE50214277T Expired - Lifetime DE50214277D1 (de) | 2001-05-23 | 2002-05-10 | Verfahren zum Aufbringen von Druckfarben auf einen Bedruckstoff |
Country Status (9)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US6935235B2 (de) |
| EP (1) | EP1260360B1 (de) |
| JP (1) | JP2003054148A (de) |
| CN (1) | CN1256238C (de) |
| AT (1) | ATE461054T1 (de) |
| CA (1) | CA2385383A1 (de) |
| CZ (1) | CZ20021406A3 (de) |
| DE (2) | DE10125545A1 (de) |
| IL (1) | IL149766A0 (de) |
Families Citing this family (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US20060260493A1 (en) * | 2005-05-19 | 2006-11-23 | Travis Christopher J | Printing conductive inks |
| US7709185B2 (en) * | 2006-03-24 | 2010-05-04 | Heidelberger Druckmaschinen Ag | Method for imaging a lithographic printing form |
| GB0702092D0 (en) * | 2007-02-02 | 2007-03-14 | Fracture Code Corp Aps | Graphic Code Application Apparatus and Method |
| CN102774153A (zh) * | 2011-05-10 | 2012-11-14 | 上海协承昌化工有限公司 | Pvc基材表面图案层的形成工艺 |
| DE102013000748A1 (de) * | 2012-02-03 | 2013-08-08 | Heidelberger Druckmaschinen Ag | Schmiergrenzenkontrollfeld |
Citations (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3731835A1 (de) * | 1987-09-22 | 1989-03-30 | Siemens Ag | Laserstrahl-induziertes farbdrucken |
| DE3835091C2 (de) * | 1988-10-14 | 1991-06-06 | Man Roland Druckmaschinen Ag, 6050 Offenbach, De | |
| DE19830491A1 (de) * | 1997-10-30 | 1999-05-06 | Heidelberger Druckmasch Ag | Flächiges Substrat zur Herstellung von mehrfarbigen Strukturen darauf |
| EP0784543B1 (de) * | 1995-08-04 | 2000-04-26 | International Business Machines Corporation | Lithografie oder dünnschicht modifizierung |
| US6089853A (en) * | 1997-12-24 | 2000-07-18 | International Business Machines Corporation | Patterning device for patterning a substrate with patterning cavities fed by service cavities |
| US6096386A (en) * | 1996-09-06 | 2000-08-01 | International Business Machines Corporation | Method of oriented depositing chemically defined bodies |
Family Cites Families (10)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3213787A (en) * | 1956-01-26 | 1965-10-26 | Minnesota Mining & Mfg | Simultaneous multicolor printing |
| US3368483A (en) * | 1965-05-10 | 1968-02-13 | Duriron Co | Two-color lithographic printing form, method of preparing same, and method of use |
| US3426679A (en) * | 1966-10-11 | 1969-02-11 | United Aircraft Corp | Multi-color printing in a single impression |
| JPS5526461B1 (de) * | 1971-01-04 | 1980-07-14 | ||
| US4248959A (en) * | 1978-12-07 | 1981-02-03 | American Hoechst Corporation | Preparation of diazo printing plates using laser exposure |
| US5191834A (en) | 1988-10-14 | 1993-03-09 | Man Roland Druckmaschinen Ag | Printing system with printing form having a ferro-electric layer |
| EP0512549B2 (de) | 1991-05-10 | 2002-09-25 | Fuji Photo Film Co., Ltd. | Druckmaschine |
| JP3104307B2 (ja) * | 1991-06-28 | 2000-10-30 | ソニー株式会社 | グラビア印刷用版材 |
| DE4234928A1 (de) | 1992-10-16 | 1994-04-21 | Heidelberger Druckmasch Ag | Vorrichtung und Verfahren zur Dämpfung von mechanischen Schwingungen von Druckmaschinen |
| DE69805385T2 (de) | 1997-10-24 | 2002-09-12 | Fuji Photo Film Co., Ltd. | Vorrichtung zur Herstellung einer Druckplatte und Drucker und Drucksystem die diese Vorrichtung verwenden |
-
2001
- 2001-05-23 DE DE10125545A patent/DE10125545A1/de not_active Withdrawn
-
2002
- 2002-04-23 CZ CZ20021406A patent/CZ20021406A3/cs unknown
- 2002-05-08 CA CA002385383A patent/CA2385383A1/en not_active Abandoned
- 2002-05-10 EP EP02010121A patent/EP1260360B1/de not_active Expired - Lifetime
- 2002-05-10 DE DE50214277T patent/DE50214277D1/de not_active Expired - Lifetime
- 2002-05-10 AT AT02010121T patent/ATE461054T1/de not_active IP Right Cessation
- 2002-05-20 IL IL14976602A patent/IL149766A0/xx not_active IP Right Cessation
- 2002-05-21 JP JP2002145663A patent/JP2003054148A/ja active Pending
- 2002-05-23 US US10/154,601 patent/US6935235B2/en not_active Expired - Fee Related
- 2002-05-23 CN CNB021206015A patent/CN1256238C/zh not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3731835A1 (de) * | 1987-09-22 | 1989-03-30 | Siemens Ag | Laserstrahl-induziertes farbdrucken |
| DE3835091C2 (de) * | 1988-10-14 | 1991-06-06 | Man Roland Druckmaschinen Ag, 6050 Offenbach, De | |
| EP0784543B1 (de) * | 1995-08-04 | 2000-04-26 | International Business Machines Corporation | Lithografie oder dünnschicht modifizierung |
| US6096386A (en) * | 1996-09-06 | 2000-08-01 | International Business Machines Corporation | Method of oriented depositing chemically defined bodies |
| DE19830491A1 (de) * | 1997-10-30 | 1999-05-06 | Heidelberger Druckmasch Ag | Flächiges Substrat zur Herstellung von mehrfarbigen Strukturen darauf |
| US6089853A (en) * | 1997-12-24 | 2000-07-18 | International Business Machines Corporation | Patterning device for patterning a substrate with patterning cavities fed by service cavities |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| IL149766A0 (en) | 2002-11-10 |
| CZ20021406A3 (cs) | 2003-01-15 |
| CA2385383A1 (en) | 2002-11-23 |
| US20020176940A1 (en) | 2002-11-28 |
| EP1260360A2 (de) | 2002-11-27 |
| ATE461054T1 (de) | 2010-04-15 |
| CN1386643A (zh) | 2002-12-25 |
| EP1260360B1 (de) | 2010-03-17 |
| DE50214277D1 (de) | 2010-04-29 |
| US6935235B2 (en) | 2005-08-30 |
| EP1260360A3 (de) | 2004-01-07 |
| CN1256238C (zh) | 2006-05-17 |
| HK1051991A1 (en) | 2003-08-29 |
| JP2003054148A (ja) | 2003-02-26 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP0963839B1 (de) | Druckmaschine und Druckverfahren | |
| DE60213335T2 (de) | Bildaufzeichnungsverfahren und Vorrichtung | |
| DE19612927B4 (de) | Druckmaschine und Bilderzeugungsverfahren für eine Druckmaschine | |
| DE10004997A1 (de) | Druckverfahren und -maschine | |
| EP0262475A2 (de) | Druckmaschine | |
| DE10360108A1 (de) | Herstellung einer wiederverwendbaren Druckform | |
| EP2308682B1 (de) | Verfahren zum Erzeugen eines drucktechnischen Merkmals auf einem Substrat eines Druckprodukts | |
| DE19819571A1 (de) | Wertdokument mit Sicherheitselement | |
| EP0279066A2 (de) | Druckmaschine | |
| EP0352612B1 (de) | Verfahren zur Herstellung einer Druckform | |
| DE102006025897A1 (de) | Druckwerk mit einem in Umfangsrichtung Formzylinderabschnitte aufweisenden Formzylinder | |
| DE10119368B4 (de) | Verfahren zum Variieren der Farbdichte des Volltons beim Druck innerhalb einer Rotationsdruckmaschine | |
| EP1260360B1 (de) | Verfahren zum Aufbringen von Druckfarben auf einen Bedruckstoff | |
| EP0363932B1 (de) | Druckform | |
| DE3911934C2 (de) | Offsetdruckform und Verfahren zur Herstellung dieser Druckform | |
| EP1348547B1 (de) | Verfahren zur Erhaltung von Bildinformation einer bebilderten Druckform | |
| EP4045322B1 (de) | Intaglio-tiefdruckmaschine und verfahren zum aufbringen von zumindest einem druckfluid auf zumindest ein substrat | |
| DE102016002454A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung für den Tiefdruck | |
| DE10025996C1 (de) | Intaglio-Druckmaschine | |
| DE4137629C2 (de) | Druckmaschine mit elektrochemisch veränderbarer Druckform | |
| DE10311514A1 (de) | Verfahren zum Betreiben eines Offset-Druckwerks und Offset-Druckwerk | |
| HK1051991B (en) | Printing method and device | |
| EP1308307A2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur integrierten Druckformerzeugung in einer Verarbeitungsmaschine | |
| DE3911933A1 (de) | Vorrichtung zur herstellung einer druckform und hiermit hergestellte druckform | |
| EP0947346A1 (de) | Druckverfahren und Vorrichtung zur Durchführung dieses Druckverfahrens |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OM8 | Search report available as to paragraph 43 lit. 1 sentence 1 patent law | ||
| 8141 | Disposal/no request for examination |