DE1012331B - Schaltungsanordnung zur UEbertragung einer Vielzahl von auswaehlbaren Steuerbefehlen ueber eine vieradrige Leitung mittels Gleichstrom - Google Patents
Schaltungsanordnung zur UEbertragung einer Vielzahl von auswaehlbaren Steuerbefehlen ueber eine vieradrige Leitung mittels GleichstromInfo
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- H04M15/10—Metering calls from calling party, i.e. A-party charged for the communication
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Description
DEUTSCHES
In der Fernmeldetechnik tritt des öfteren das Bedürfnis auf, über eine bestimmte Zahl von Leitungen
eine Vielzahl von auswählbaren Steuerbefehlen zu übertragen, wobei durch geeignete Verwendung dieser
Adern sichergestellt werden muß, daß die Übertragung der Steuerbefehle, deren Anzahl die Zahl der vorhandenen
Leitungen um ein Vielfaches übersteigt, stets eindeutig ist. Schaltungsanordnungen, die diese Übertragung
sicherstellen, sind vielfach bekannt, doch haben alle diese Anordnungen den Nachteil, daß man
entweder die Erde als Hilfssteuerleitung heranziehen muß oder aber gezwungen ist, an der Sendestelle
unterschiedliche Gleichstrom- oder Wechselstrom-Widerstände an die verfügbaren Steuerleitungen anzuschalten,
um mit diesen Widerständen in der Empfangsstelle ganz bestimmte Strom- und Spannungszustände
zu erzeugen, die den jeweils zu übertragenden Schaltbefehl kennzeichnen. Außerdem ist es
l>ekannt, an der Sendestelle unterschiedliche Spannungsquellen vorzusehen und durch Auswahl dieser
Spannungsquellen zusammen mit einer geeigneten Auswahl der zur Übertragung benutzten Steueradern
die unterschiedliche Kennzeichnung der verschiedenen Steuerbefehle vorzunehmen. Werden für diesen Zweck
Wechselströme unterschiedlicher Frequenz verwendet, so ergibt sich an der jeweiligen Sendestelle ein großer
Aufwand in Form von unterschiedlichen Frequenzgeneratoren, die eine besondere Stromversorgung an
der Sendeeinrichtung erforderlich machen. Wenn man aber, wie es ebenfalls schon bekannt ist, die einzelnen
Kriterien sowohl durch die zur Übertragung verwendete Leitung als auch die unterschiedliche Stromrichtung
über diese Leitung kennzeichnet und auf diese Weise mit einer einfachen Gleichstromquelle an Stelle
unterschiedlicher Wechselstromgeneratoren auskommt, so ist es erforderlich, den einzelnen Leitungen je zwei
Kennzeichnungsrelais und je ein Hilfsrelais zuzuordnen, so daß bei vier Leitungen bereits zwölf Relais
erforderlich werden. Außerdem müssen auch in diesem Fall die einzelnen Leitungen bereits in der Sendestelle
mit unterschiedlichem Potential versehen werden, d. h., es muß in der Sendestelle eine Stromquelle vorhanden
sein, die es gestattet, an jede der Leitungen entweder Plus- oder Minuspotential anzuschalten. Entsprechend
benötigt auch die Empfangsstelle Einrichtungen zur Lieferung der entsprechenden Gegenpotentiale. Will
man eine dieser Stromquellen einsparen, so müssen besondere Verbindungsleitungen zwischen der Sendestelle
und der Empfangsstelle vorhanden sein, d. h., man muß außer den eigentlichen Kennzeichnungsleitungen
noch zwei Stromversorgungsleitungen verlegen, die die Plusklemme der Sendestelle mit der
Plusklemme der Empfangsstelle und die Minusklemme der Sendestelle ebenfalls mit der Minus-Schaltungsanordnung
zur Übertragung
einer Vielzahl von auswählbaren
Steuerbefehlen über eine vieradrige
Leitung mittels Gleichstrom
Anmelder:
Telefonbau und Normalzeit G. m. b. H.(
Frankfurt/M., Mainzer Landstr. 136-142
Frankfurt/M., Mainzer Landstr. 136-142
Dipl.-Ing. Norbert Kleber, München,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
klemme der Empfangsstelle verbinden. Dieser große Aufwand bei den bekannten Einrichtungen wird durch
die Erfindung, die sich wie diese auf eine Schaltungsanordnung zur Übertragung einer Vielzahl von auswählbaren
Steuerbefehlen über eine vieradrige Leitung unter Verwendung von Gleichstrom bezieht, dadurch
vermieden, daß in der Empfangsstelle je ein mit jeweils einer Spannungsquelle unterschiedlicher Spannungshöhe
und Polung in Reihe liegendes neutrales Relais in zwei der Leitungsadern geschaltet wird und
diese Adern über diese Spannungsquelle derart miteinander sowie mit den anderen beiden je ein polarisiertes
Relais enthaltenden Leitungsadern verbunden sind, daß bei einer in der Sendestelle durch die Betätigung
der Auswahlschaltmittel erfolgenden wahlweisen Kurzschließung zweier oder mehrerer dieser
Adern die in diese Adern geschalteten neutralen und/ oder polarisierten Relais durch ihre jeweils unterschiedliche
kombinatorische Erregung den zu übertragenden Steuerbefehl kennzeichnen.
Die Bezugnahme auf die Verlegung von vier Kennzeichnungsleitungen zwischen der jeweiligen Sendestelle
und jeweiligen Empfangsstelle gründet sich darauf, daß das Bestreben besteht, zur Anpassung der
Übertragungsgüte auch im Fernsprechverkehr Teilnehmerleitungen bis zu den Sprechstellen vieradrig
auszubilden. In diesem Falle wird die Sendestelle durch die Sprechstelle dargestellt, und zur Übertragung
der Steuerbefehle, die die Sprechstelle abgibt, dient die vorhandene vieradrige Teilnehmeranschlußleitung,
über die durch entsprechende Tastenbetätigung an der Sprechstelle zehn Steuerbefehle übertragen
werden, die die Ziffern 1 bis 0 markieren. Damit das Ansprechen der polarisierten Relais von
der jeweiligen Spannungshöhe unabhängig ist, werden
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.weiterhin den polarisierten Empfangsrelais spannungsabhängige
Widerstände parallel geschaltet.
In der Zeichnung ist die Erfindung in ihren Grundzügen dargestellt. Eine Sendestelle ,S1 ist mit einer
Empfangsstelle B durch die vier Leitungsadern a, b, c
und d verbunden. In der Sendestelle befinden sich Tasten Tl bis Tit), bei deren Betätigung jeweils zwei
oder drei auswählbare Leitungen kurzgeschlossen werden. Die Beschränkung auf zehn zu übertragende ,
Steuerbefehle ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel willkürlich, denn es kann leicht eingesehen werden,
daß über diese zehn Möglichkeiten hinaus die Erfindung noch die Übertragung einer bedeutend größeren
Zähl von Steuerbefehlen gestattet, wenn man die beim Ausführungsbeispiel nicht benutzten, aber vorhandenen
Möglichkeiten zur Adernauswahl heranzieht.
In der Empfangsstelle sind in die einzelnen Steuerleitungen Empfangsrelais A, B, C und D geschaltet.
Die Relais A und B sind neutrale Relais und die Relais C und D polarisierte Relais. Mit dem Empfangsrelais^
liegt die BetriebsspannungsquelleBa mit einer
Potentialhöhe von beispielsweise 60 V in Reihe, während das Relais B mit einer Hilfsspannungsquelle Ba'
von etwa 30 V in Reihe liegt, deren Polung der Polung der Betriebsspannungsquelle Ba entgegengerichtet
ist. Hinter dem jeweiligen Batterieausgang bzw. hinter den Ausgängen der beiden polarisierten
Relais C und D sind alle vier Übertragungsadern miteinander verbunden.
Wird an der Sendestelle die Taste T1 geschlossen,
so erfolgt in der Empfangsstelle die Erregung der Relais A und B, weil die beiden Batterien Ba und Ba' in
diesem Fall in Reihe geschaltet sind. Bei Kurzschließen der Adern α und c durch Betätigen der Taste
T2 erfolgt die Erregung des Relais A sowie die Erregung
des polarisierten Relais C, das seinen Anker in eine ganz bestimmte Zeichenlage umlegt. Die Betätigung
der TasteTZ führt in gleicherweise zur Erregung
der Relais A und D, wobei die Erregungsrichrung des polarisierten Relais D derjenigen des Relais
C bei Betätigen der Taste T2 entspricht. Wird
die Taste T 4 betätigt, so erfolgt eine Erregung des Relais B und eine Erregung des Relais C, doch legt
dieses infolge der umgekehrten Polung der Batterie Ba' seinen Anker nunmehr in anderer Richtung am '·
als bei Verwendung der Betriebsspannungsquelle Ba. Wird die Taste T 5 betätigt, so erfolgt die Erregung V
der Relais B und D, wobei die letztere Erregung wiederum durch die Batteriepolung der Hilfsbatterie ■'·
Ba' bestimmt wird.
Bei Betätigen der Taste T6 werden die Relais A1 C
und D erregt, während bei einer Betätigung der Taste T 7 die Relais B, C und D ansprechen. Die Umschlagsrichtung der Relais C und D ist aber bei der Betätig;■: ·
gung der Taste T7 eine andere als bei Betätigen cteü'l'
Taste T 6, weil in dem einen Fall als StromquölhilKe-ti
Batterie Ba und im anderen Fall die Batterie Β·£ίί\
dient. Wird die Taste Γ 8 betätigt, so erfolgt durch1*
Kurzschließen der Adern α und c eine Erregung der \"
Relais A und C, des letzteren in der durch die Batterie :
Ba bedingten Richtung und durch Kurzschließen der Adern b und d eine Erregung der Relais B und D.
Wird die Taste T 9 betätigt, so sprechen die Relais A,
B und C an, wobei die Erregungsrichtung des letzteren ;
Relais durch die Batterie Ba bestimmt wird. Wird
schließlich die Taste T10 betätigt, so sprechen die Relais A1 B und D an; die Polung der Batterie Ba ist
wiederum für die Erregungsrichtung des polarisierten;; Relais D maßgebend. Damit ergeben sich zunächst'ti
folgende zehn Kombinationsmoglichkeiten: ίΐί
| Betätigte Taste | Beim Teilnehmer kurzgeschlossene Adern |
Im Empfänger betätigte Relais |
|
| 1. | Tl | ab | A1 B |
| 2. | T2 | ac | A, C- |
| 3. | T3 | ad | A1 D- |
| 4. | Γ4 | bc | B1 C+ |
| 5. | T5 | bd | B1 D + |
| 6. | T6 | acd | A1 C-, D- |
| 7. | T7 | bed | B1 C+, D+ |
| 8. | Γ8 | ac, bd | A1 C-, B, D + |
| 9. | abc | A1 B1 C- | |
| 10. | TlO | abd | A1 B1 D- |
Die weiteren Möglichkeiten lassen sich unschwer aus der Zeichnung selbst ableiten.
Da die polarisierten Relais mit unterschiedlichen Spannungen betrieben werden·, sind ihnen spannungsabhängige
Widerstände parallel geschaltet.
Die Auswertung der durch die unterschiedliche Erregung der Relais A1 B1 C und D gekennzeichneten,
von der Sendestelle 6" zur Empfangsstelle B übertragenen
Steuerbefehle kann durch Kontakte dieser Relais in irgendeiner bekannten Anordnung, beispielsweise
durch den Aufbau einer Kontaktpyramide, erfolgen. Je nachdem, welche Relais bei der Betätigung
einer Auswahltaste T1 bis T10 an der Sendestelle erregt
werden, würde über eine solche Kontaktpyramide eine ganz bestimmte Klemme mit Potential versehen
werden und dadurch den zu übertragenden Schaltvorgang kennzeichnen. Da derartige Auswerteeinrichtungen
bekannt sind und nicht zum Gegenstand der Erfindung gehören, wurde auf ihre Darstellung im
Rahmen der vorliegenden Erfindung verzichtet.
Claims (2)
1. Schaltungsanordnung zur Übertragung eifter ."
Vielzahl von auswählbaren Steuerbefehlen über eine vieradrige Leitung mittels in der Empfangsstelle
an die Leitung angelegten Gleichstrom, dadurch gekennzeichnet, daß in der Empfangsstelle1
(E) je ein mit jeweils einer Spannungsquelle (Ba, ■:
Ba') unterschiedlicher Spannungshöhe und Polling:■ *
in Reihe liegendes neutrales Relais (A, B) in zwei» i
der Leitungsadern (a, b) geschaltet wird und diese "
Adern über diese Spannungsquelle derart mitein- :
ander sowie mit den anderen beiden je ein poläri- '"■'.;.
siertes Relais (C, D) enthaltenden Leitungsaderh;:;:;
(c, d) verbunden sind, daß bei einer in der Sewte-1! [
stelle (S) durch die Betätigung der Auswählschalt*-
mittel (Tl, T2 ... ΓΙΟ) erfolgenden wahlweisen
Kurzschließung zweier oder mehrerer dieser Adern die in diese Adern geschalteten neutralen und/oder
polarisierten Relais durch ihre jeweils unterschiedliche kombinatorische Erregung den zu übertragenden
Steuerbefehl kennzeichnen.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß den polarisierten
Empfangsrelais spannungsabhängige Widerstände parallel geschaltet sind.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift S 42671 VIIIa/21a3;
I. Kleemann, Grundzüge der Fernmeldetechnik, München u. Berlin, 1943, S. 192.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET12097A DE1012331B (de) | 1956-04-13 | 1956-04-13 | Schaltungsanordnung zur UEbertragung einer Vielzahl von auswaehlbaren Steuerbefehlen ueber eine vieradrige Leitung mittels Gleichstrom |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET12097A DE1012331B (de) | 1956-04-13 | 1956-04-13 | Schaltungsanordnung zur UEbertragung einer Vielzahl von auswaehlbaren Steuerbefehlen ueber eine vieradrige Leitung mittels Gleichstrom |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1012331B true DE1012331B (de) | 1957-07-18 |
Family
ID=7546912
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DET12097A Pending DE1012331B (de) | 1956-04-13 | 1956-04-13 | Schaltungsanordnung zur UEbertragung einer Vielzahl von auswaehlbaren Steuerbefehlen ueber eine vieradrige Leitung mittels Gleichstrom |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1012331B (de) |
-
1956
- 1956-04-13 DE DET12097A patent/DE1012331B/de active Pending
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| None * |
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