DE10123947A1 - Druckmittelbetätigbare Stelleranordnung - Google Patents
Druckmittelbetätigbare StelleranordnungInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine druckmittelbetätigbare Stellenanordnung mit einem in einem Stellerzylinder (4) geführten Arbeitskolben (2), der beidseitig mit Druck beaufschlagt ist. Um ein Auswandern des Arbeitskolbens (2) aus seiner Neutralstellung (x = 0) in Folge von Leckagen zu verhindern, wird eine Druckmittelfördereinrichtung (20) vorgeschlagen, die über eine Periode einer harmonischen Bewegung des Arbeitskolbens (2) der Seite des Arbeitskolbens (2), zu der er hin ausgewandert ist, ein Ausgleichsvolumen zuführt.
Description
Die Erfindung betrifft eine druckmittelbetätigbare
Stelleranordnung insbesondere zur Verwendung in einer Hub
schrauberrotorblattsteuerung nach dem Oberbegriff des
Hauptanspruchs.
Eine solche Stelleranordnung eignet sich insbesondere
zur Verwendung in einer Einzelblattsteuerung für Hubschrau
berrotorblätter, einer höherharmonischen Rotorblattsteue
rung oder auch in einem System zur aktiven Strukturanre
gung.
An derartige Stellersysteme werden sehr hohe Anforde
rungen bezüglich Gewicht, Bauraum und Leistungsbedarf ge
stellt. Dabei müssen jedoch hohe Kräfte übertragen werden
können, wobei eine hohe Stellgenauigkeit eingehalten werden
muß. Insbesondere bei einem Rotorkopf, bei dem jedem Rotor
blatt mindestens ein eigener Steller zugeordnet ist, ist zu
gewährleisten, daß eine einmal justierte Neutrallage sich
während des Betriebs nicht ändert. Da Leckagen in einem
hydraulischen Druckmittelsystem nie völlig zu verhindern
sind, sind Maßnahmen vorzusehen, die eine Einhaltung der
Neutralstellung gewährleisten. Bisherige Ansätze sehen
hierzu einen elektrohydraulischen Regelkreis vor. Bei die
sem wird die Position des Stellers ständig gemessen und mit
einer Soll-Position verglichen. Bei einer Soll-Abweichung
wird ein Stellsignal zur Ansteuerung eines Leckagenaus
gleichsventils ausgegeben, welches ein Druckmittelaus
gleichsvolumen zu- bzw. abführt. Ein solches Reglersystem
ist jedoch außerordentlich komplex. Für die Gewährleistung
der Sicherheit der elektronischen Systeme muß ein hoher
Aufwand betrieben werden.
In der DE G 89 09 165.5 ist eine druckmittelbetätigba
re Stelleranordnung für Rotorblätter gezeigt, bei dem ein
in einem Stellzylinder geführter Arbeitskolben beidseitig
mit Druck beaufschlagt ist und durch Druckmittelvolumen
ströme, die den beidseitig des Kolbens angeordneten Druck
mittelräumen zuführbar, bzw. entnehmbar sind, axial beweg
bar ist. Zur Erzeugung der Druckmittelvolumenströme ist
eine Verdrängungskörperanordnung vorgesehen, die mit einem
einstellbaren Steuerkurvensystem mit mehreren verstellbaren
Steuerkurvenelementen zusammenwirkt. Bei einer Drehung des
Rotors führen die Verdrängungskörper harmonische Hubbewe
gungen aus zur Erzeugung von Druckmittelvolumenströmen. Die
Druckmittelvolumenströme werden über ein Leitungssystem den
Stellern zugeführt. Die Steuerkurvenelemente des Steuerkur
vensystems werden dabei von entsprechend der Rotorblattan
ordnung winkelversetzt angeordneten Verdrängungskörpern
abgetastet, die den jeweiligen Rotorblättern zugeordnet
sind. Demnach ist also nicht jedem Steller ein unabhängiges
Steuersystem zugeordnet. Leckagen, die an den Stellern den
verschiedenen Rotorblättern verschiedene Werte einnehmen
können, können daher also nicht ohne weiteres von dem zent
ralen Gebersystem ausgeglichen werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine druck
mittelbetätigbare Stelleranordnung anzugeben, die eine ein
mal justierte Neutralstellung während des Betriebs mit ho
her Genauigkeit einhält.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine, auch
die Merkmale des kennzeichnenden Teils des Hauptanspruch
aufweisende, druckmittelbetätigbare Stelleranordnung ge
löst. Vorteilhafte Ausgestaltungen, sowie Verwendungen der
Erfindung, sind durch die Unteransprüche gegeben.
Eine Hin- und Herbewegung zwischen einer ersten Endla
ge und einer zweiten Endlage des im Stellerzylinder geführ
ten Arbeitskolbens setzt sich aus einer ersten und einer
zweiten Teilhubbewegung zusammen. Dabei entspricht eine
Hin- und Herbewegung von der Neutralstellung in Richtung
der ersten Endlage und zurück einer ersten Teilhubbewegung
und eine Hin- und Herbewegung von der Neutralstellung in
Richtung der zweiten Endlage und zurück einer zweiten Teil
hubbewegung. Der Arbeitskolben wird von zwei Seiten mit
Druck beaufschlagt, wobei jeder Seite ein Druckmittelraum
zugeordnet ist. Der erste Druckmittelraum weist in der ers
ten Endlage ein minimales Volumen auf und der zweite Druck
mittelraum in der zweiten Endlage.
Erfindungsgemäß ist nun eine Druckmittelfördereinrich
tung vorgesehen, die bei der ersten Teilhubbewegung des
Arbeitskolbens dem zweiten Druckmittelraum ein Druckmittel
volumen entnimmt und die bei der zweiten Teilhubbewegung
des Arbeitskolben dem zweiten Druckmittelraum ein Druckmit
telvolumen zuführt. Die von der Druckmittelfördereinrich
tung dem zweiten Druckmittelraum zugeführten bzw. entnomme
nen Druckmittelvolumina sind dabei so bemessen, daß die
selben Volumina zugeführt bzw. entnommen werden, solange
die harmonische Hubbewegung des Arbeitskolbens um die Neut
ralstellung herum erfolgt. Tritt eine Leckage auf, die ein
Auswandern des Arbeitskolbens aus der Neutralstellung zur
Folge hat, folgt daraus, daß die Amplitude einer Teilhubbewegung
vergrößert wird, während die Amplitude der anderen
Teilhubbewegung verkleinert wird. Die Beträge der geförder
ten Volumina sind abhängig von den Amplituden der Teilhub
bewegungen. Die Amplitudendifferenz zwischen den Teilhubbe
wegungen hat zur Folge, daß dem zweiten Druckmittelraum bei
aus der Neutralstellung ausgewandertem Arbeitskolben über
eine Periode Druckmittel zugeführt oder entnommen wird.
Hierdurch ist gewährleistet, daß die korrekte Neutralstel
lung von dem Steller wieder eingenommen wird.
Ist die Druckmittelfördereinrichtung mechanisch durch
Übertragungsmittel mit dem Arbeitskolben gekoppelt, kann
die von der Druckmittelfördereinrichtung aufgenommene Leis
tung direkt aus der Bewegung des Arbeitskolbens abgegriffen
werden. Es ist keine sonstige Steuer- oder Versorgungsein
richtung für die Druckmittelfördereinrichtung notwendig.
Die Stelleranordnung mit der Druckmittelfördereinrichtung
kann dann als quasi autarke, selbsteinstellende Baueinheit
verwendet werden, die sich sehr gut zum Einbau in ein dre
hendes System eines Hubschrauberhauptrotors eignet. Bei
einer Hubschrauberrotorblattsteuerung für mehrere, gleich
mäßig am Umfang einer Rotornabe angeordnete Rotorblätter,
ist in vorteilhafter Weise jedem Rotorblatt mindestens eine
erfindungsgemäße Stelleranordnung zugeordnet. Jede der
Stelleranordnungen hält ihre einmal eingestellte Neutral
stellung mit hoher Genauigkeit, weshalb eine Kombination
mit einem Gebersystem in Form einer hydraulischen Verdräng
ersteuerung, welche im Rotorkopf des Hubschraubers angeord
net ist, besonders vorteilhaft ist. Bezüglich des Aufbaus
und der Verschaltung der hydraulischen Verdrängersteuerung
wird auf die Eingangs erwähnte DE G 89 09 165 verwiesen,
deren Inhalt von der Offenbarung der vorliegenden Anmeldung
mit erfaßt werden soll.
Zwischen der Kolbenstangenanordnung des Arbeitskolbens
und den Rotorblättern des Rotorkopfes sind Übertragungsmit
tel vorgesehen, so daß die Einstellwinkelbewegung einge
steuert werden kann.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung
werden anhand der beiliegenden Zeichnungen erläutert.
Dabei zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer ersten
Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Stel
leranordnung,
Fig. 2 einen zeitlichen Verlauf einer Stellerbewe
gung und der zugeordneten Druckmittelvolu
menströme der Druckmittelfördereinrichtung
in Neutralstellung,
Fig. 3 einen zeitlichen Verlauf einer Stellerbewe
gung und der zugeordneten Druckmittelvolu
menströme der Druckmittelfördereinrichtung
bei einer Abweichung von der Neutralstellung
und
Fig. 4 eine schematische Darstellung einer zweiten
Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Stel
leranordnung.
In Fig. 1 ist mit 2 ein in einem Stellerzylinder 4
geführter Arbeitskolben bezeichnet. Dabei trennt der Ar
beitskolben 2 einen ersten Druckmittelraum D1 von einem
zweiten Druckmittelraum D2 in dem Stellerzylinder 4. Der
Druckmittelraum D2 ist über eine Leitung 6 mit einem steuerbaren,
hydraulischen Gebersystem 8 verbunden. Das hydrau
lische Gebersystem 8 kann aus einer steuerbaren Pumpe oder
aber in vorteilhafter Weise aus einer hydraulischen Ver
drängersteuerung bestehen, wie sie in der DE-G 89 09 165
offenbart ist. Der erste Druckmittelraum D1 ist über eine
Leitung 10 an eine Druckmittelquelle 12 mit wenigstens an
näherungsweise konstantem Druck angeschlossen, welches bei
spielsweise als druckgeregelte Pumpe ausgebildet sein kann.
Hierdurch ist eine hydraulische Vorspannung erzeugt, so daß
die Stelleranordnung in zwei Richtungen Kräfte aufnehmen
kann, obgleich nur der zweite Druckmittelraum D2 aktiv an
gesteuert wird. In Folge eines positiven Volumenstroms QP
vom Gebersystem 8 zum Druckmittelraum D2 führt der Arbeits
kolben 2 mit der Kolbenstange 14 eine Bewegung nach rechts
aus. Ein negativer Volumenstrom QP bewirkt eine Bewegung
des Arbeitskolbens 2 und der Kolbenstange 14 nach links.
Der Volumenausgleich des Druckmittelraums D1 erfolgt dabei
über die Leitung 10 zur Druckmittelquelle 12.
In Fig. 1 ist der Arbeitskolben 2 in seiner Neutral
stellung gezeigt, bei der die Auslenkung x gleich 0 ist.
Die Neutralstellung bildet die Mitte zwischen einer ersten
Endlage 16 und einer zweiten Endlage 18 zwischen denen der
Kolben axial bewegbar ist. In der ersten Endlage 16 weist
der erste Druckmittelraum D1 ein minimales Volumen auf und
in der zweiten Endlage 18 weist der Druckmittelraum D2 ein
minimales Volumen auf.
Zur Erläuterung der Erfindung wird eine Hin- und Her
berwegung von der Neutralstellung in Richtung der ersten
Endlage 16 und zurück als eine erste Teilhubbewegung und
eine Hin- und Herbewegung von der Neutralstellung in Richtung
der zweiten Endlage 18 als eine zweite Teilhubbewegung
bezeichnet.
Treten in dem mit dem Druckmittelraum D2 verbundenen
Druckmittelsystem aus dem System hinaustretende Leckagen
auf, führte das zu einer ungewollten Auswanderung des Ar
beitskolbens 2 nach links. Um dies zu vermeiden ist eine
Druckmittelfördereinrichtung 20 vorgesehen, die bei der
ersten Teilhubbewegung des Arbeitskolbens 2 dem zweiten
Druckmittelraum D2 ein Druckmittelvolumen entnimmt und die
bei der zweiten Teilhubbewegung des Arbeitskolbens 2 dem
zweiten Druckmittelraum D2 ein Druckmittelvolumen zuführt.
Solange der Arbeitskolben 2 eine harmonische Bewegung um
die Neutralstellung ausführt, sind die dem Druckmittel
raum D2 zugeführten bzw. entnommenen Volumina über eine
Periode der Bewegung des Arbeitskolbens 2 ausgeglichen.
Befindet sich der Arbeitskolben, bezogen auf die Neutral
stellung, während einer Periode zu weit rechts, so wird die
erste Teilhubbewegung mit einer vergrößerten Amplitude aus
geführt, während die zweite Teilhubbewegung mit einer ver
kleinerten Amplitude ausgeführt wird. Dies hat zur Folge,
daß die Druckmittelfördereinrichtung 20, über die volle
Periode gesehen, dem Druckmittelraum D2 ein Ausgleichsvolu
men entnimmt. Infolge dessen wird die Mittellage des Kol
bens in Richtung der Neutralstellung korrigiert.
Bei der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform wird
außerdem bei der ersten Teilhubbewegung des Arbeitskol
bens 2 dem ersten Druckmittelraum D1 ein Druckmittelvolu
men QD1 zugeführt und bei der zweiten Teilhubbewegung dem
ersten Druckmittelraum D1 ein Druckmittelvolumen entnommen,
wobei bei einer Abweichung von der Neutrallage über eine
Periode wiederum ein Ausgleichsvolumen gefördert wird, das
die Mittellage des Kolbens in Richtung Neutralstellung kor
rigiert.
Die Druckmittelfördereinrichtung 20 umfaßt einen ers
ten Förderzylinder 22 und einen zweiten Förderzylinder 24.
Ein Arbeitsvolumen V1 des ersten Förderzylinders 22 ist
durch eine Leitung 26 mit dem zweiten Druckmittelraum D2
verbunden. In der Leitung 26 ist ein Einwegeventil angeord
net, das in Richtung zum ersten Förderzylinder 22 durchläs
sig ist. Das Arbeitsvolumen V1 des ersten Förderzylin
ders 22 ist durch eine Leitung 29 auch mit dem ersten
Druckmittelraum D1 verbunden. In der Leitung 29 ist ein
vorgespanntes Einwegeventil 30 angeordnet, welches in Rich
tung weg von dem ersten Förderzylinder 22, hin zum Druck
mittelraum D1 durchlässig ist.
Ein Arbeitsvolumen V2 des zweiten Förderzylinders 24
ist durch eine Leitung 32 mit dem ersten Druckmittelraum D1
verbunden. In der Leitung 32 ist ein Einwegeventil 34 ange
ordnet, das in Richtung zum zweiten Förderzylinder 24
durchlässig ist. Die Leitung 36 verbindet das Arbeitsvolu
men V2 des zweiten Förderzylinders 24 mit dem zweiten
Druckmittelraum D2. In der Leitung 36 ist ein vorgespanntes
Einwegeventil 38 angeordnet, das in Richtung weg von dem
zweiten Förderzylinder 24 hin zum Druckmittelraum D2 durch
lässig ist. Die Vorspannung der vorgespannten Einwegeventi
le 30, 38 ist dabei so groß, daß sie nicht durch die in den
Druckmittelräumen D1, D2 vorherrschenden Druckniveaus über
wunden werden können.
Die Förderzylinder 22, 24 weisen jeweils einen Kol
ben 40, 42 auf. Die Stirnflächen 44, 46 dieser Kolben 40,
42 sind mit dem in den Förderzylindern 22, 24 vorherrschenden
Drücken beaufschlagt. Der Betrag der Stirnflächen 44,
46 ist wesentlich geringer als der Betrag der Stirnflä
che 48 des Arbeitskolbens 2. Ein vorteilhafter Wert für den
Betrag der Stirnflächen 44, 46 ist 3% des Betrags der
Stirnfläche 48. Hierdurch ist es möglich über die Stö
ßel 50, 52, die mit den Kolben 40, 42 verbunden sind bei
geringen Betätigungskräften hohe Drücke aufzubauen, die die
Vorspannung der vorgespannten Einwegeventile 30, 38 über
winden. Entsprechend dem Größenverhältnis der Stirnflächen
sind auch die Ausgleichsvolumenströme aus den Förderzylin
dern 22, 24 klein gegenüber den vom Gebersystem 8 erzeugten
Volumenströmen. Die Korrektur einer Abweichung des Arbeits
kolbens von der Neutralstellung erfolgt daher sehr feinfüh
lig und genau.
Während der ersten Teilhubbewegung, also während einer
Hin- und Herbewegung des Arbeitskolbens 2 von der Neutral
stellung in Richtung der ersten Endlage 16 ist der Kol
ben 40 des ersten Förderzylinders 22 an die Bewegung des
Arbeitskolbens 2 gekoppelt. Hierbei liegt der Stößel 50 mit
seinem linken Ende an der axialen Anschlagfläche 54 des
Mitnehmers 56 an. Der Mitnehmer 56 wird von dem auf den
Kolben 40 wirkenden Druck gegen die axiale Anschlagflä
che 54 gedrückt.
Während der Kolben 40 des ersten Förderzylinders 22
also der ersten Teilhubbewegung des Arbeitskolbens folgt,
ist der Kolben 42 des zweiten Förderzylinders 24 von der
Bewegung des Arbeitskolbens entkoppelt. Er verharrt in sei
ner rechten Endlage, wobei die axiale Anschlagfläche 58 des
Mitnehmers 60 abgehoben ist, also nicht mehr mit dem Stö
ßel 52 in Kontakt ist. Erst wenn der Arbeitskolben 2 wieder
seine Neutralstellung erreicht hat und von dort nach links
bewegt wird, liegt der Stößel 52 wieder an der axialen An
schlagfläche 58 an.
Während der zweiten Teilhubbewegung ist ganz entspre
chend der Kolben 42 des zweiten Förderzylinders 24 an die
Bewegung des Arbeitskolbens 2 gekoppelt, während der Kol
ben 40 des ersten Förderzylinders 22 entkoppelt ist.
Die Neutrallage des Arbeitskolbens 2 im Stellerzylin
der 4 kann auf einfache Weise dadurch justiert werden, daß
Einstellmittel zur Justage der Lage zwischen den Kolben 40,
42 der Förderzylinder 22, 24 und den axialen Anschlagflä
chen 54, 58 vorhanden sind. Hierzu ist die axiale Position
der Mitnehmer 56, 60 auf der Kolbenstange 14 einstellbar.
Alternativ können jedoch auch die Stößel 50, 52 in ihrer
Länge durch eine Gewindeverbindung oder dergleichen verän
derbar sein.
Eine derart mit Einstellmitteln versehene Stelleran
ordnung erlaubt eine sehr einfache Justage der Einstellwin
kel der einzelnen Rotorblätter eines Hubschrauberrotors
beim Tracking.
In Fig. 1 ist mit QD1 der Volumenstrom bezeichnet, der
dem ersten Druckmittelraum D1 von der Druckmittelförderein
richtung 20 zugeführt wird und mit QD2 der Druckmittelvolu
menstrom, der dem Druckmittelraum D2 von der Druckmittel
fördereinrichtung 20 zugeführt wird. Der Verlauf dieser
Druckmittelvolumenströme QD1, QD2 ist in Fig. 2 über eine
Periode t/T dargestellt. Der zeitliche Verlauf 62 der Aus
lenkung x des Arbeitskolbens 2 entspricht einer Sinusbewe
gung um die Neutralstellung x = 0. Von t/T = 0 bis
t/T = 0,5 führt der Arbeitskolben 2 seine erste Teilhubbewegung
aus. Von t/T = 0,5 bis t/T = 1 führt der Arbeitskol
ben seine zweite Teilhubbewegung aus. Von t/T = 0 bis
t/T = 0,25 fließt dem Druckmittelraum D1 ein positiver Vo
lumenstrom QD1 zu, der vom ersten Förderzylinder 22 her
kommt. Bei t/T = 0,25 beginnt der zweite Teil der ersten
Teilhubbewegung, bei dem der Förderzylinder 22 wieder mit
einem Druckmittelvolumenstrom -QD2 aus dem zweiten Druck
mittelraum D2 befüllt wird. Bezogen auf den Druckmittel
raum D2 entspricht dies einem negativen Volumenstrom QD2.
Während des ersten Teils der zweiten Teilhubbewegung
von t/T = 0,5 bis t/T = 0,75 wird dem Druckmittelraum D2
wieder ein positiver Druckmittelvolumenstrom QD2 zugeführt,
der vom zweiten Förderzylinder 24 her kommt. Während des
zweiten Teils der zweiten Teilhubbewegung von t/T = 0,75
bis t/T = 1 wird dem ersten Druckmittelraum D1 wieder ein
Druckmittelvolumenstrom QD1 entnommen, der zur Befüllung
des zweiten Förderzylinders 24 dient.
Wie in Fig. 2 zu erkennen ist, sind die zeitlichen
Integrale
gleich Null. Die den Druckmit
telräumen D1, D2 zu- bzw. abgeführten Druckmittelvolumina
sind also während einer Periode ausgeglichen, so daß die
Neutralstellung des Arbeitskolbens 2 erhalten bleibt.
Der in Fig. 3 gezeigte Verlauf 64 der Auslenkbewe
gung x des Arbeitskolbens 2 ist gegenüber dem Verlauf 62
(Fig. 2) um den Betrag Δx verschoben. Das heißt, die Mit
tellage des Arbeitskolbens 2 ist, bezogen auf die Darstel
lung Fig. 1, um den Betrag Δx gegenüber der Neutralstellung
nach rechts verschoben. Die Amplitude der ersten Teilhubbewegung
66 ist gegenüber dem Verlauf 62 um den Betrag Δx
größer, während die Amplitude 68 der zweiten Teilhubbewe
gung um den Betrag Δx kleiner ist. An den Verläufen der
Volumenströme QD1, QD2 ist erkennbar, daß im Mittel dem
Druckmittelraum D1 ein Ausgleichsvolumen zugeführt wird,
während dem Druckmittelraum D2 ein Ausgleichsvolumen ent
nommen wird. Dies spiegelt sich auch in der Darstellung der
zeitlichen Integrale
wieder. Diese Aus
gleichsvolumina bewirken, daß die Mittellage des Arbeits
kolbens 2, die bei dem Verlauf 64 bei Δx liegt, ein Stück
in Richtung der Neutralstellung (x = 0) verschoben wird.
Fig. 4 zeigt eine alternative Ausgestaltung der Erfin
dung, bei welcher die Leitung 29 mit einem Druckmittelre
servoir verbunden ist. Das hat zur Folge, daß die Druckmit
telfördereinrichtung 20 bei der ersten Teilhubbewegung des
Arbeitskolbens 2 dem Reservoir 70 ein Druckmittelvolumen QR
zuführt und bei der zweiten Teilhubbewegung des Arbeitskol
bens 2 dem Reservoir 70 ein Druckmittelvolumen QR entnimmt.
Bei dieser Ausgestaltung umfaßt die Druckmittelför
dereinrichtung 20 einen ersten Förderzylinder 22 und einen
zweiten Förderzylinder 24, wobei ein Arbeitsvolumen V1 des
ersten Förderzylinders 22 durch eine Leitung 26 mit einem
in Richtung zum ersten Förderzylinder 22 durchlässigen Ein
wegeventil 28 mit dem zweiten Druckmittelraum D2 und durch
eine Leitung 29 mit einem in Richtung weg von dem ersten
Förderzylinder 22 durchlässigen, vorgespannten Einwegeven
til 30 mit dem Reservoir 70 verbunden ist.
Das Arbeitsvolumen V2 des zweiten Förderzylinders 24
ist durch eine Leitung 32 mit einem in Richtung zum zweiten
Förderzylinder 24 durchlässigen Einwegeventil 34 mit dem
Reservoir 70 und durch eine Leitung 36 mit einem in Rich
tung weg von dem zweiten Förderzylinder 24 durchlässigen,
vorgespannten Einwegeventil 38 mit dem zweiten Druckmittel
raum D2 verbunden.
Bei dieser Ausgestaltung erfolgt die Korrektur der
Mittellage des Arbeitskolbens durch Zu- bzw. Abfuhr eines
Ausgleichsvolumens zum zweiten Druckmittelraum D2, während
das Volumen des ersten Druckmittelraums automatisch durch
die Druckmittelquelle ausgeglichen wird.
2
Arbeitskolben
4
Stellerzylinder
6
Leitung
8
Gebersystem
10
Leitung
12
Druckmittelquelle
14
Kolbenstange
16
erste Endlage
18
zweite Endlage
20
Druckmittelfördereinrichtung
22
erster Förderzylinder
24
zweiter Förderzylinder
26
Leitung
28
Einwegeventil
29
Leitung
30
vorgespanntes Einwegeventil
32
Leitung
34
Einwegeventil
36
Leitung
38
vorgespanntes Einwegeventil
40
Kolben
42
Kolben
44
Stirnfläche
46
Stirnfläche
48
Stirnfläche
50
Stößel
52
Stößel
54
Anschlagfläche
56
Mitnehmer
58
Anschlagfläche
60
Mitnehmer
62
Verlauf
64
Verlauf
66
Amplitude
68
Amplitude
70
Reservoir
Claims (13)
1. Druckmittelbetätigbare Stelleranordnung mit einem
in einem Stellerzylinder (4) geführten Arbeitskolben (2),
der einen ersten Druckmittelraum (D1) von einem zweiten
Druckmittelraum (D2) in dem Stellerzylinder (4) voneinander
trennt, und in Folge von Druckmittelvolumenströmen QP, die
den Druckmittelräumen (D1), (D2) zuführbar bzw. entnehmbar
sind, axial zwischen einer ersten Endlage (16) und einer
zweiten Endlage (18) bewegbar ist, wobei in der ersten End
lage (16) der erste Druckmittelraum (D1) ein minimales Vo
lumen aufweist und in der zweiten Endlage (18) der zweite
Druckmittelraum (D2) ein minimales Volumen aufweist, und
wobei vom Arbeitskolben (2) zwischen den beiden Endla
gen (16), (18) eine Neutralstellung (x = 0) einnehmbar ist,
wobei eine Hin- und Herbewegung von der Neutralstellung in
Richtung der ersten Endlage (16) und zurück einer ersten
Teilhubbewegung entspricht und eine Hin- und Herbewegung
von der Neutralstellung in Richtung der zweiten Endla
ge (18) und zurück einer zweiten Teilhubbewegung ent
spricht, dadurch gekennzeichnet, dass eine
Druckmittelfördereinrichtung (20) vorgesehen ist, die bei
der ersten Teilhubbewegung des Arbeitskolbens (2) dem zwei
ten Druckmittelraum (D2) ein Druckmittelvolumen (∫QD2) ent
nimmt und die bei der zweiten Teilhubbewegung des Arbeits
kolbens (2) dem zweiten Druckmittelraum (D2) ein Druckmit
telvolumen (∫QD2) zuführt wobei die zugeführten bzw. ent
nommenen Druckmittelvolumina von der Amplitude der jeweili
gen Teilhubbewegung abhängen.
2. Stelleranordnung nach Anspruch 1 dadurch ge
kennzeichnet, dass die Druckmittelförderein
richtung (20) bei der ersten Teilhubbewegung des Arbeits
kolbens (2) einem Reservoir (70) ein Druckmittelvolu
men (∫QR) zuführt und bei der zweiten Teilhubbewegung des
Arbeitskolbens (2) dem Reservoir (70) ein Druckmittelvolu
men (∫QR) entnimmt.
3. Stelleranordnung nach Anspruch 2, dadurch ge
kennzeichnet, dass die Druckmittelförderein
richtung (20) einen ersten Förderzylinder (22) und einen
zweiten Förderzylinder (24) umfasst, wobei ein Arbeitsvolu
men (V1) des ersten Förderzylinders (22) durch eine Lei
tung (26) mit einem in Richtung zum ersten Förderzylin
der (22) durchlässigen Einwegeventil (28) mit dem zweiten
Druckmittelraum (D2) und durch eine Leitung (29) mit einem
in Richtung weg von dem ersten Förderzylinder (22) durch
lässigen, vorgespannten Einwegeventil (30) mit dem Reser
voir (70) verbunden ist, und wobei ein Arbeitsvolumen (V2)
des zweiten Förderzylinders (24) durch eine Leitung (32)
mit einem in Richtung zum zweiten Förderzylinder (24)
durchlässigen Einwegeventil (34) mit dem Reservoir (70) und
durch eine Leitung (36) mit einem in Richtung weg von dem
zweiten Förderzylinder (24) durchlässigen, vorgespannten
Einwegeventil (38) mit dem zweiten Druckmittelraum (D2)
verbunden ist.
4. Stelleranordnung nach Anspruch 1 dadurch ge
kennzeichnet, dass die Druckmittelförderein
richtung (20) bei der ersten Teilhubbewegung des Arbeits
kolbens (2) dem ersten Druckmittelraum (D1) ein Druckmit
telvolumen (∫QD1) zuführt und bei der zweiten Teilhubbewegung
des Arbeitskolbens (2) dem ersten Druckmittelraum (D1)
ein Druckmittelvolumen (∫QD1) entnimmt.
5. Stelleranordnung nach Anspruch 4, dadurch ge
kennzeichnet, dass die Druckmittelförderein
richtung (20) einen ersten Förderzylinder (22) und einen
zweiten Förderzylinder (24) umfasst, wobei ein Arbeitsvolu
men (V1) des ersten Förderzylinders (22) durch eine Lei
tung (26) mit einem in Richtung zum ersten Förderzylin
der (22) durchlässigen Einwegeventil (28) mit dem zweiten
Druckmittelraum (D2) und durch eine Leitung (29) mit einem
in Richtung weg von dem ersten Förderzylinder (22) durch
lässigen, vorgespannten Einwegeventil (30) mit ersten
Druckmittelraum (D1) verbunden ist, und wobei ein Arbeits
volumen (V2) des zweiten Förderzylinders (24) durch eine
Leitung (32) mit einem in Richtung zum zweiten Förderzylin
der (24) durchlässigen Einwegeventil (34) mit ersten Druck
mittelraum (D1) und durch eine Leitung (36) mit einem in
Richtung weg von dem zweiten Förderzylinder (24) durchläs
sigen, vorgespannten Einwegeventil (38) mit dem zweiten
Druckmittelraum (D2) verbunden ist.
6. Stelleranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass Übertragungs
mittel (14), (56), (58) vorgesehen sind, die die Druckmit
telfördereinrichtung (20) mechanisch mit dem Arbeitskol
ben (2) koppeln.
7. Stelleranordnung nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die
Förderzylinder (22), (24) jeweils einen Kolben (40), (42)
aufweisen, welcher durch ein nach außen geführtes Betätigungsorgan
(50), (52) verschiebbar ist, wobei während der
ersten Teilhubbewegung des im Stellerzylinder (4) geführten
Arbeitskolbens (2) das Betätigungsorgan (50) des ersten
Förderzylinders (22) mit der Bewegung des Arbeitskol
bens (2) gekoppelt ist und das Betätigungsorgan (52) des
zweiten Förderzylinders (24) von der Bewegung des Arbeits
kolbens (2) entkoppelt ist, und während der zweiten Teil
hubbewegung des im Stellerzylinder (4) geführten Arbeits
kolbens (2) das Betätigungsorgan (52) des zweiten Förderzy
linders (24) mit der Bewegung des Arbeitskolbens (2) gekop
pelt ist und das Betätigungsorgan (50) des ersten Förderzy
linders (22) von der Bewegung des Arbeitskolbens (2) ent
koppelt ist.
8. Stelleranordnung nach Anspruch 7, dadurch ge
kennzeichnet, dass der Arbeitskolben (2) des
Stellerzylinders (4) mit einer Kolbenstangenanordnung (14,
56, 60) verbunden ist, die axiale Anschlagflächen (54, 58)
aufweist, welche den Betätigungsorganen (50, 52) der För
derzylinder zugeordnet sind, wobei jedes Betätigungsor
gan (50, 52) jeweils nur während einer Teilhubbewegung des
Arbeitskolbens (2) an einer der axialen Anschlagflä
chen (54, 58) anliegt und von dieser mitgenommen wird und
während der anderen Teilhubbewegung des Arbeitskolbens (2)
von ihr abhebt.
9. Stelleranordnung nach Anspruch 8, dadurch ge
kennzeichnet, dass Einstellmittel zur Justage
der Lage zwischen den Kolben (40), (46) der Förderzylin
der (22), (24) und den axialen Anschlagflächen (54), (58)
vorhanden sind.
10. Stelleranordnung nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der
erste Druckmittelraum (D1) durch eine Leitung (10) an eine
Druckmittelquelle (12) mit wenigstens annäherungsweise kon
stantem Druck angeschlossen ist, und der zweite Druckmit
telraum (D2) durch eine Leitung (6) mit einem steuerbaren
Gebersystem (8) verbunden ist.
11. Baueinheit, umfassend eine Stelleranordnung nach
einem der vorhergenden Ansprüche zum Einbau in ein drehen
des System eines Hubschrauberhauptrotors.
12. Hubschrauberrotorblatt-Steuerung für mehrere,
gleichmäßig am Umfang einer Rotornabe angeordnete Rotor
blätter, wobei jedem Rotorblatt mindestens eine Stelleran
ordnung oder eine Baueinheit nach einem der vorhergehenden
Ansprüche zugeordnet ist, wobei ein Gebersystem in Form
einer hydraulischen Verdrängersteuerung vorgesehen ist,
welche im Rotorkopf eines Hubschraubers angeordnet ist, und
wobei Übertragungsmittel vorgesehen sind, die die Kolben
stangenanordnung des Arbeitskolbens mit einem Hubschrauber
rotorblatt koppeln, zur Einsteuerung einer Einstellwinkel
bewegung des Hubschrauberrotorblatts.
13. Verwendung der Einstellmittel einer Stelleranord
nung nach Anspruch 6 zur Justage der Einstellwinkel der
Rotorblätter eines Hubschrauberrotors.
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