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Die
Erfindung betrifft ein Vermessungsinstrument mit optischem Entfernungsmesser.
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Ein
herkömmliches
Vermessungsinstrument wie eine Gesamtstation hat eine Funktion zum
Messen der Entfernung zwischen zwei Punkten und des Horizontal- und des Vertikal-Winkels.
Ein solches Vermessungsinstrument misst die Entfernung zwischen
zwei Punkten mit einem Entfernungsmesser, üblicherweise einem elektronischen
Entfernungsmesser, kurz EDM, der in dem Vermessungsinstrument enthalten
oder an diesem angebracht ist.
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Der
elektronische Entfernungsmesser enthält einen optischen Entfernungsmesser,
der die Entfernung aus der Phasendifferenz oder der Zeitdifferenz
zwischen auf ein Zielobjekt projizierten Messlicht und internem
Referenzlicht berechnet. Der optische Entfernungsmesser enthält eine
Sendeoptik, die das Messlicht über
ein Objektiv eines eine Komponente des elektronischen Entfernungsmessers
bildenden Zielfernrohrs auf das Zielobjekt sendet, und eine Empfangsoptik,
die das an dem Objekt reflektierte Licht empfängt. Die Empfangsoptik enthält ein wellenlängenselektives
Filter, welches das Messlicht, das an dem Zielobjekt reflektiert
wird und anschließend
durch das Objektiv des Zielfernrohrs tritt, auf ein Lichtempfangselement
reflektiert. Das Messlicht und das interne Referenzlicht treffen
während
des Betriebs des optischen Entfernungsmessers abwechselnd auf das
Lichtempfangselement.
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Um
die Genauigkeit des optischen Entfernungsmessers durch Erhöhung des
Signal/Rausch-Verhältnisses
des empfangenen Lichtsignals zu verbessern, ist es von Vorteil,
wenn das Lichtempfangselement lediglich das Messlicht und das interne
Referenzlicht empfängt.
In herkömmlichen
Vermessungsinstrumenten, in denen ein elektronischer Entfernungsmesser
untergebracht ist, kommt es jedoch häufig vor, dass Umgebungslicht über das
Okular des Zielfernrohrs in letzteres gelangt. Dies ist die Hauptursache
für die
Verschlechterung der Genauigkeit des optischen Entfernungsmessers.
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Aus
der Druckschrift
DE
197 27 988 A1 ist ein Vermessungsinstrument bekannt, das
ein Zielfernrohr mit einem Okular zum Anvisieren eines Objektes
und einen optischen Entfernungsmesser umfasst. Der Entfernungsmesser
enthält
eine Sendeoptik, die Messlicht über
das Zielfernrohr auf das Objekt sendet, eine Empfangsoptik, die
das an dem Objekt reflektierte Licht empfängt, und ein Lichtempfangselement,
welches das an dem Objekt reflektierte und von der Empfangsoptik
empfangene Messlicht empfängt.
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In
der Druckschrift
DE
28 24 582 C3 ist eine Lichtschranke beschrieben, die mit
einer unsichtbares Licht aussendenden Diode arbeitet. Diese Lichtschranke
weist eine Justiervorrichtung auf, mit der ein die Diode enthaltenes
Gehäuse
und ein von der Diode bestrahlter Reflektor aufeinander ausgerichtet werden
können.
Diese Justiervorrichtung arbeitet mit Umgebungslicht, das in das
Gehäuse
eintritt, und dort ein reelles Bild des Reflektors erzeugt. Das
Gehäuse
wird so lange verschwenkt, bis dieses reelle Bild in Übereinstimmung
mit einem Fadenkreuz gebracht ist.
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Unter
Berücksichtigung
des oben erläuterten Problems
liegt die Aufgabe der Erfindung darin, ein Vermessungsinstrument
mit optischem Entfernungsmesser anzugeben, bei dem Umgebungslicht,
das über
das Okular des Zielfernrohrs in letzteres gelangt, sich nicht nachteilig
auf die Genauigkeit des optischen Entfernungsmessers auswirkt.
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Die
Erfindung löst
diese Aufgabe durch die Gegenstände
der unabhängigen
Ansprüche.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
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Die
Erfindung wird im Folgenden an Hand der Figuren näher erläutert. Darin
zeigen:
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1 ein
erstes Ausführungsbeispiel
eines erfindungsgemäßen elektronischen
Entfernungsmessers,
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2 eine
Schärfenerfassungsvorrichtung und
ein Porroprisma in Blickrichtung des in 1 gezeigten
Pfeils II,
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3 eine
Objektivlinse des Zielfernrohrs in Blickrichtung der in 1 gezeigten
Pfeile III zur Erläuterung
der relativen Anordnung zweier an der Objektivlinse festgelegter
Pupillenbereiche, eines Lichtsende/Empfangsspiegels und eines Lichtempfangsleiters,
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4 eine
Vorderansicht eines in 1 gezeigten wellenlängenselektiven
Filters in Blickrichtung der in 1 dargestellten
Pfeile IV,
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5 eine
Darstellung ähnlich
der nach 1 mit einem zweiten Ausführungsbeispiel
des erfindungsgemäßen elektronischen
Entfernungsmessers,
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6 eine
Vorderansicht einer in 5 gezeigten Schärfeneinstelllinse
in Blickrichtung der in 1 dargestellten Pfeile VI,
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7 eine
Draufsicht auf einen in 5 gezeigten Lichtempfangsspiegel
mit an diesem befestigter Lichtabschirmmaske,
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8 eine
Darstellung ähnlich
der nach 5 zur Illustration eines Strahlengangs
des Umgebungslichtes, das über
das Okular in das Zielfernrohr gelangt, und
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9 eine
Draufsicht auf eine Lichtabschirmmaske und ein längliches Maskenhalteelement,
das in dem Strahlengang zwischen dem Okular des Zielfernrohrs und
einem in 5 gezeigten Lichtempfangselement
angeordnet ist.
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1 zeigt
ein erstes Ausführungsbeispiel eines
erfindungsgemäßen elektronischen
Entfernungsmessers. Dieser elektronische Entfernungsmesser enthält ein Autofokus-Entfernungsmesssystem
und kann in einem Vermessungsinstrument wie einer Gesamtstation
untergebracht oder an diesem montiert sein. Zunächst wird der Gesamtaufbau
des elektronischen Entfernungsmessers erläutert.
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Der
elektronische Entfernungsmesser hat ein Zielfernrohr 10 und
einen optischen Entfernungsmesser 20. Wie in 1 gezeigt,
enthält
das Zielfernrohr 10 eine Objektivlinse 11, ein
Porroprisma 12 als Aufrichtoptik, eine Bildebenenplatte
(Fadenkreuzplatte) 13 und ein Okular 14, die in
dieser Reihenfolge vom Objekt her betrachtet, d.h. in 1 von
links nach rechts, angeordnet sind. An der Bildebenenplatte 13 ist
ein Fadenkreuz 15 vorgesehen. Die Objektivlinse 11 ist
längs ihrer
optischen Achse geführt. Das
Bild eines Zielobjektes 16, das durch die Objektivlinse 11 erzeugt
wird, kann präzise
auf die der Objektivlinse 11 zugewandte Vorderfläche der
Bildebenenplatte 13 fokussiert werden, indem die axiale
Position der Objektivlinse 11 in Abhängigkeit der Entfernung des
Zielobjekts 16 bezüglich
des Zielfernrohrs 10 eingestellt wird. Der Benutzer des
Vermessungsinstruments visiert über
das Okular 14 ein vergrößertes Bild
des Zielobjekts an, das auf die Bildebenenplatte 13 fokussiert
ist.
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Der
elektronische Entfernungsmesser hat hinter der Objektivlinse 11 des
Zielfernrohrs 10 einen Lichtsende/Empfangsspiegel 21 und
ein wellenlängenselektives
Filter 22, die in dieser Reihenfolge vom Objekt her betrachtet
angeordnet sind. Der Sende/Empfangsspiegel 21 und das wellenlängenselektive
Filter 22 bilden optische Elemente der Empfangsoptik des
optischen Entfernungsmessers 20. Der Sende/Empfangsspiegel 21 besteht
aus einem Parallelplattenspiegel, dessen Vorderfläche und
dessen hierzu parallele Rückfläche auf
der optischen Achse der Objektivlinse 11 angeordnet sind.
Die der Objektivlinse 11 zugewandte Vorderfläche des
Parallelplattenspiegels 21 ist als Lichtsendespiegel 21a ausgebildet,
während
die dem wellenlängenselektiven
Filter 22 zugewandte Rückfläche des
Parallelplattenspiegels 21 als Lichtempfangsspiegel 21b ausgebildet
ist.
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Der
optische Entfernungsmesser 20 hat ein Lichtaussendeelement 23,
z.B. eine Laserdiode, das Licht (Messlicht) einer bestimmten Wellenlänge aussendet.
Das von dem Lichtaussendeelement 23 abgegebene Messlicht
trifft über
eine Kollimatorlinse 24 und einen festen Spiegel 25 auf
den Sendespiegel 21a. Das Messlicht wird an dem Sendespiegel 21a längs der
optischen Achse der Objektivlinse 11 auf das Zielobjekt 16 hin
reflektiert. Die Kollimatorlinse 24, der feste Spiegel 25 und
der Sendespiegel 21a (Sende/Empfangsspiegel 21)
bilden optische Elemente einer Sendeoptik (Transmissionsoptik) des optischen
Entfernungsmessers 20.
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Das
Messlicht, das an dem Zielobjekt 16 reflektiert wird und
dann durch die Objektivlinse 11 tritt, wird an dem wellenlängenselektiven
Filter 22 zurück auf
den Empfangsspiegel 21b reflektiert. Der Empfangsspiegel 21b reflektiert
dann das auf ihn treffende Messlicht auf eine Eintrittsfläche 26a eines
lichtempfangenden Lichtleiters 26, der im Folgenden als Lichtempfangsleiter
bezeichnet wird. Eine Lichtleiterhalterung 27 hält das mit
der Eintrittsfläche 26a versehene
Eintrittsende des Lichtempfangsleiters 26. Die Lichtleiterhalterung 27 ist über eine
nicht dargestellte Befestigungsvorrichtung, die sich in dem Raum
hinter der Objektivlinse 11 befindet, zusammen mit dem
Sende/Empfangsspiegel 21 unbeweglich gehalten.
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Der
elektronische Entfernungsmesser hat zwischen dem Lichtaussendeelement 23 und
dem festen Spiegel 25 in einem Entfernungsmessstrahlengang
einen Umschaltspiegel 28 und ein erstes ND-Filter 29.
Das von dem Lichtaussendeelement 23 abgegebene Messlicht
trifft auf den festen Spiegel 25, wenn der Umschaltspiegel 28 aus
dem Strahlengang zwischen der Kollimatorlinse 24 und dem
festen Spiegel 25 zurückgezogen
ist. Dagegen wird das von dem Lichtaussendeelement 23 abgegebene
Licht als internes Referenzlicht an dem Umschaltspiegel 28 direkt
auf die Eintrittsfläche 26a des
Lichtempfangsleiters 26 reflektiert, wenn sich der Umschaltspiegel 28 in
dem Strahlengang zwischen der Kollimatorlinse 24 und dem
festen Spiegel 25 befindet. Das erste ND-Filter 29 dient
dazu, die Menge des auf das Zielobjekt 16 treffenden Messlichtes
einzustellen.
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Der
elektronische Entfernungsmesser hat zwischen einer Austrittsfläche 26b des
Lichtempfangsleiters 26 und einem Lichtempfangselement 31 eine
Kondensorlinse 32, ein zweites ND-Filter 33 und ein
Bandpassfilter 34, die in der genannten Reihenfolge von
der Austrittsfläche 26b zum
Lichtempfangselement 31 hin angeordnet sind. Das Lichtempfangselement 31 ist
an eine arithmetische Steuerschaltung (Steuerung) 40 angeschlossen.
Die arithmetische Steuerschaltung 40 ist verbunden mit
einem Stellglied 41, das den Umschaltspiegel 28 verstellt, und einer
Anzeigevorrichtung, .z.B. einem LCD-Feld, das die berechnete Entfernung
anzeigt.
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Bekanntlich
arbeitet ein Entfernungsmesser wie der optische Entfernungsmesser 20 in
zwei verschiedenen Betriebszuständen:
In einem Zustand wird das von dem Lichtaussendeelement 23 abgegebene
Messlicht dem festen Spiegel 25 zugeführt. In dem anderen Zustand
wird das gleiche Licht als internes Referenzlicht direkt der Eintrittsfläche 26a des Lichtempfangsleiters 26 zugeführt. Die
beiden eben genannten Zustände
sind durch den Umschaltzustand des Umschaltspiegels 28 festgelegt,
der über das
Stellglied 41 von der arithmetischen Steuerschaltung 40 gesteuert
wird. Wie oben erläutert,
wird das dem festen Spiegel 25 zugeführte Messlicht über den Sendespiegel 21a und
die Objektivlinse 11 auf das Zielobjekt 16 projiziert.
Das an dem Zielobjekt 16 reflektierte Messlicht trifft über die
Objektivlinse 11, das wellenlängenselektive Filter 22 und
den Empfangsspiegel 21b auf die Eintrittsfläche 26a.
Das Lichtempfangselement 31 empfängt dann sowohl das Messlicht,
das an dem Zielobjekt 16 reflektiert wird und schließlich auf
die Eintrittsfläche 26a trifft,
als auch das interne Referenzlicht, das der Eintrittsfläche 26a direkt über den
Umschaltspiegel 28 zugeführt wird. Die arithmetische
Steuerschaltung 40 erfasst die Phasendifferenz zwischen
projiziertem Licht und reflektiertem Licht sowie die Anfangsphase
des internen Referenzlichtes oder die Zeitdifferenz zwischen projiziertem
Licht und reflektiertem Licht, um so die Entfernung des elektronischen
Entfernungsmessers von dem Zielobjekt zu berechnen. Die berechnete Entfernung
wird dann an der Anzeigevorrichtung 42 dargestellt. Die
Entfernungsberechnung aus dem Phasenunterschied zwischen projiziertem
Licht und reflektiertem Licht sowie der Anfangsphase des internen
Referenzlichtes oder aus der Zeitdifferenz zwischen projiziertem
Licht und reflektiertem Licht ist aus dem Stand der Technik bekannt.
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Das
Porroprisma 12 hat eine Strahlteilerfläche, die das eintretende Lichtbündel in
zwei Lichtbündel
aufspaltet, von denen eines auf eine der Phasendifferenzerfassung
dienende AF-Sensoreinheit (Schärfenertassungsvorrichtung) 50,
im Folgenden kurz als AF-Sensor bezeichnet, zuläuft, während das andere auf das Okular 14 zuläuft. Zwischen
dem Porroprisma 12 und der AF-Einheit 50 ist eine
Refe renzbildebene 51 ausgebildet, die in einer Position
angeordnet ist, die optisch äquivalent
zu der Position ist, in der sich das Fadenkreuz 15 der
Bildebenenplatte 13 befindet. Die AF-Einheit 50 erfasst
den Fokussierzustand, d.h. den Defokuswert und die Richtung der Fokusverschiebung,
in der Referenzbildebene 51. In 2 sind die
AF-Einheit 50 und das Porroprisma 12 dargestellt.
Die AF-Einheit 50 enthält
eine Kondensorlinse 52, ein Paar Separatorlinsen 53 und
ein Paar Zeilensensoren 54, z.B. Mehrsegment-CCD-Sensoren,
die hinter den Separatorlinsen 53 angeordnet sind. Die
beiden Separatorlinsen 53 sind um die Basislänge voneinander
beabstandet. Das in der Referenzbildebene 51 erzeugte Bild
des Zielobjekts 16 wird durch die beiden Separatorlinsen 53 in
zwei Bilder getrennt, die auf den beiden Zeilensensoren 54 erzeugt
werden. Die Zeilensensoren 54 enthalten jeweils eine Anordnung
fotoelektrischer Wandlerelemente. Jedes dieser fotoelektrischen
Wandlerelemente wandelt das empfangene Licht eines Bildes in elektrische
Ladungen, die integriert, d.h. gesammelt werden, und gibt die integrierte
elektrische Ladung als AF-Sensordaten an die arithmetische Steuerschaltung 40 aus.
Die arithmetische Steuerschaltung 40 berechnet in einer
vorgegebenen Defokusoperation einen Defokuswert in Abhängigkeit
eines Datenpaars von AF-Sensordaten, das ihr von dem Paar Zeilensensoren 54 zugeführt wird.
In einer Autofokusoperation steuert die Steuerschaltung 40 die
Objektivlinse 11 entsprechend dem berechneten Defokuswert über einen
in 1 gezeigten Linsenantrieb 43 so an, dass
auf das Zielobjekt scharfgestellt wird. Die Defokusoperation ist
aus dem Stand der Technik bekannt. Ein AF-Schalter 44 zum
Starten der AF-Operation
und ein Entfernungsmessschalter 45 zum Starten der Entfernungsmessung
sind an die arithmetische Steuerschaltung 40 angeschlossen.
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Die
AF-Einheit 50 erfasst den Scharfstellzustand aus den beiden
Bildern, die auf den beiden Zeilensensoren 54 erzeugt werden.
Die beiden Bilder werden dabei von zwei Lichtbündeln erzeugt, die durch die
zwei verschiedene, auf der Objektivlinse 11 festgelegte
Pupillenbereiche 11A und 11B treten. Die Form
jedes Pupillenbereichs 11A und 11B ist dabei durch
die Form der Blende festgelegt, die auf einer zugehörigen Separatormaske 55 eines
Maskenpaars ausgebildet ist. Die beiden Separatormasken 55 sind zwischen
der Kondensorlinse 52 und den beiden Separatorlinsen 53 in
der Nähe
der Separatorlinsen 53 angeordnet.
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3 zeigt
die relative Anordnung der beiden Pupillenbereiche 11A und 11B sowie
die relative Anordnung des Sende/Empfangsspiegels 21 und des
Lichtempfangsleiters (Lichtleiterhalterung 27) des optischen
Entfernungsmessers 20. Die Positionen, die Formen und die
Richtungen der beiden Pupillenbereiche 11A und 11B sind
durch die Kondensorlinse 52, die beiden Separatorlinsen 53,
die beiden Separatormasken 55 und die Anordnung der fotoelektrischen
Wandlerelemente jedes Zeilensensors 54 so festgelegt, dass
sie den Autofokus-Leistungsanforderungen
genügen.
Die Richtungen der beiden Pupillenbereiche 11A und 11B,
d.h. ihre Ausrichtung relativ zur Mitte der Objektivlinse 11,
sind dabei so festgelegt, dass eine einfache Scharfeinstellung auf das
Zielobjekt 16 möglich
ist.
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Ein
Merkmal des erfindungsgemäßen elektronischen
Entfernungsmessers mit dem oben erläuterten Aufbau besteht darin,
dass im Zentralbereich des wellenlängenselektiven Filters 22 eine
Lichtabschirmmaske 60 (vgl. 1 und 4)
befestigt ist, die verhindert, dass Umgebungslicht, z.B. direktes oder
reflektiertes Sonnenlicht, über
das Okular 14 in das Zielfernrohr 10 gelangt und
schließlich
auf das Lichtempfangselement 31 trifft. 8 zeigt
einen Strahlengang eines solchen Umgebungslichts. Die Lichtabschirmmaske 60 ist
so an dem wellenlängenselektiven
Filter 22 befestigt, dass sie auf der optischen Achse zwischen
dem Okular 14 und dem Lichtempfangselement 31 angeordnet
ist und so das aus dem Okular 14 ankommende Licht sperrt.
Für das
aus dem Okular 14 ankommende Licht ist es deshalb unmöglich, zu
dem Lichtempfangselement 31 zu gelangen. Das Lichtabschirmelement 60 muss lediglich
so ausreichend groß bemessen
sein, dass es das aus dem Okular 14 ankommende Licht sperrt, ohne
dabei die beiden Pupillenbereiche 11A und 11B zu
stören.
Das Lichtabschirmelement 60 besteht vorzugsweise aus einem
opaken Material, das kein Licht durchkommen lässt. Das wellenlängenselektive
Filter 22 kann dabei mit einem solchen opaken Material
beschichtet oder angestrichen sein, um so die Lichtabschirmmaske 60 an
dem Zentralbereich des Filters 22 zu fixieren, wie in den 1 und 4 gezeigt
ist. Das aus dem Okular 14 ankommende Licht kann jedoch
zu einem gewissen Maße
auch dann von dem Lichtabschirmelement 60 gesperrt werden,
wenn dieses aus einem transluzenten Material besteht, das die ankommende
Lichtmenge verringert. Alternativ kann die Lichtabschirmmaske als
Filter ausgebildet sein, das Licht in einem bestimmten Wellenlängenbereich,
der von dem Lichtempfangselement 31 erfasst wird, nicht
durchlässt.
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Der
elektronische Entfernungsmesser mit dem oben erläuterten Aufbau führt eine
Entfernungsmessung in nachfolgend erläuterter Weise durch.
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Im
ersten Schritt visiert der Benutzer mit dem Zielfernrohr 10 das
Zielobjekt 16 so an, dass die optische Achse des Zielfernrohrs 10 im
Wesentlichen in einer Linie mit dem Zielobjekt 16 ausgerichtet
ist, während
er das Zielobjekt 16 durch einen nicht dargestellten Kollimator
betrachtet, der an dem Zielfernrohr 10 angebracht ist.
Im zweiten Schritt drückt
der Benutzer den AF-Schalter 44, um die oben erläuterte Autofokusoperation
durchzuführen,
mit der die Objektivlinse 11 in ihre Schärfenposition
relativ zu dem Zielobjekt 16 bewegt wird. Im dritten Schritt
stellt der Benutzer bei auf das Zielobjekt 16 scharfgestelltem Zielfernrohr 10 die
Ausrichtung des Zielfernrohrs 10 so ein, dass das durch
das Okular 14 betrachtete Fadenkreuz 15 genau
auf das Zielobjekt 16 zentriert ist. Dabei blickt der Benutzer
in das Okular 14. Im vierten Schritt drückt der Benutzer den Entfernungsmessschalter 45,
um die oben erläuterte
Operation zur Entfernungsmessung durchzuführen, wobei die berechnete
Entfernung an der Anzeigevorrichtung 42 angezeigt wird.
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In
der Entfernungsmessoperation wird Umgebungslicht, das über das
Okular 14 in das Zielfernrohr 10 gelangt, durch
die Lichtabschirmmaske 60 gesperrt und trifft so nicht
auf das Lichtempfangselement 31. Das Umgebungslicht hat
so keine nachteilige Wirkung auf die Genauigkeit des optischen Entfernungsmessers.
Das Messlicht, das an dem Zielobjekt 16 reflektiert wird
und anschließend
durch die Objektivlinse 11 tritt, wird teilweise durch
den Sende/Empfangsspiegel 21 gesperrt, so dass der übrige Teil
des Messlichtes an dem wellenlängenselektiven
Filter 22 außer
an dessen Zentralbereich, an dem die Lichtabschirmmaske 60 befestigt
ist, reflektiert wird. Das Messlicht, das auf das wellenlängenselektive
Filter 22 trifft, erfährt
so keine Störung
durch die Lichtabschirmmaske 60. Da die Lichtabschirmmaske 60 ferner
so angeordnet ist, dass sie die beiden verschiedenen Pupillenbereiche 11A und 11B nicht
stört,
erfährt
auch die Autofokusfunktion der AF-Einheit 50 keine Störung durch
die Lichtabschirmmaske 60. Da die Lichtabschirmmaske 60 ferner
nur einen kleinen Bereich auf der optischen Achse des Zielfernrohrs 10 einnimmt,
geht von ihr keine nachteilige Wirkung auf die auf das Okular 14 bezogene
Sehleistung des Zielfernrohrs 10 aus.
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Wie
aus dem vorstehend Erläuterten
hervorgeht, wird das Umgebungslicht, das über das Okular 14 in
das Zielfernrohr 10 gelangt, daran gehindert, auf das Lichtempfangselement 31 zu
treffen. Dabei tritt keine nachteilige Wirkung auf die Autofokusfunktion
der AF-Einheit 50 oder die Sehleistung des Zielfernrohrs
auf, da die Lichtabschirmmaske 60 im Zentralbereich des
wellenlängenselektiven
Filters 22 angeordnet ist.
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5 zeigt
ein zweites Ausführungsbeispiel des
erfindungsgemäßen elektronischen
Entfernungsmessers. In dem zweiten Ausführungsbeispiel ist zwischen
der Objektivlinse 11 und dem Porroprisma 12 (AF-Einheit 50)
eine Schärfeneinstelllinse 18 mit
negativer Brechkraft angeordnet, während die Objektivlinse 11 stationär ausgebildet
ist. Bei dem optischen Entfernungsmesser 20 nach 5 ist
die Brennweite der Objektivlinse 11 vorzugsweise kurz, so
dass die Sammeleffizienz bezogen auf das von dem optischen Entfernungsmesser 20 ausgesendete Licht,
das an dem Zielobjekt 16 reflektiert wird, erhöht ist.
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In
dem zweiten Ausführungsbeispiel
des elektronischen Entfernungsmessers ist die Lichtabschirmmaske 60 im
Zentralbereich der der Objektivlinse zugewandten Vorderfläche der
Schärfeneinstelllinse 18 befestigt,
wie in 6 gezeigt ist.
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Der
elektronische Entfernungsmesser gemäß zweitem Ausführungsbeispiel
ist im Grunde wie der gemäß erstem
Ausführungsbeispiel
ausgebildet, abgesehen davon, dass die Scharfeinstellung in der Weise
erfolgt, dass die Schärfeneinstelllinse 18 längs ihrer
optischen Achse bewegt wird. Wie auch in dem ersten Ausführungsbeispiel
ist in dem zweiten Ausführungsbeispiel
das über
das Okular 14 in das Zielfernrohr 10 gelangende
Umgebungslicht daran gehindert, auf das Lichtempfangselement 31 zu
treffen.
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In
den beiden oben erläuterten
Ausführungsbeispielen
ist die Lichtabschirmmaske 60 an dem wellenlängenselektiven
Filter 22 bzw. der Schärfeneinstelllinse 18 befestigt.
Die Lichtabschirmmaske 60 kann jedoch auch an anderer Stelle
befestigt sein, beispielsweise an dem Empfangsspiegel 21b des Sende/Empfangsspiegels 21,
wie in 7 gezeigt ist. Die an dem Empfangsspiegel 21b befestigte Lichtabschirmmaske 60 kann
kleiner ausgebildet sein, wenn sie an einer Stelle an dem Empfangsspiegel 21b ausgebildet
ist, die dem Okular 14 am nächsten ist.
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Wie
durch den schraffierten Bereich in 8 angedeutet,
wird das Umgebungslicht, das über
das Okular 14 in das Zielfernrohr 10 gelangt,
ausgehend von dem Okular 14 auf den Sende/Empfangsspiegel 21 hin
gebündelt.
Je näher
die Lichtabschirmmaske an dem Okular 14 angeordnet ist,
desto größer muss sie
deshalb bemessen sein. Zu beachten ist jedoch, dass die Breite der
Lichtabschirmmaske 60 um so kleiner sein muss, je näher sich
das optische Element, an dem die Lichtabschirmmaske 60 befestigt ist,
an dem Okular 14 befindet, da der Abstand der beiden Strahlengänge der
beiden Lichtbündel,
die jeweils durch einen der beiden Pupillenbereiche 11A und 11B treten,
mit Annäherung
der beiden Lichtbündel
an das Okular 14 abnimmt. Unter angemessener Berücksichtigung
der vorstehend genannten Umstände
kann die Lichtabschirmmaske jedoch an einem beliebigen optischen
Element befestigt werden, dass sie sich zwischen dem Okular 14 und
dem Lichtempfangselement 31 befindet. Anstatt die Lichtabschirmmaske
an einem optischen Element zu befestigen, kann sie auch an einem
länglichen
Halteteil 61 (vgl. 9) gehalten
sein, dass sich in dem Strahlengang zwischen Okular 14 und
Lichtempfangselement 31 befindet.
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Die
Erfindung stellt also ein Vermessungsinstrument mit optischem Entfernungsmesser
bereit, bei dem das Umgebungslicht, das über das Okular in das Zielfernrohr
gelangt, die Genauigkeit des optischen Entfernungsmessers nicht
beeinflusst.