DE10122585A1 - Einrichtung zur Drehmomentübertragung mit Spielausgleich - Google Patents
Einrichtung zur Drehmomentübertragung mit SpielausgleichInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Drehmomentübertragung und axialen Sicherung eines ersten und eines zweiten drehmomentführenden Bauteils (30, 40). Das zweite Bauteil besteht vorteilhafterweise aus einer Scheibe (40), welche mit auf ihrem Umfang verteilten Aussparungen (42) derart auf die axialen Vorsprünge (33) eines ersten Bauteils (30) aufgesetzt werden kann, dass die Vorsprünge (33) des ersten Bauteils (30) aus den Aussparungen (42) der Scheibe (40) axial hervorstehen und dass auf die hervorstehenden Vorsprünge (33) des ersten Bauteils (30) ein vorzugsweise kreisringförmiges Bauteil (20) derart aufgesetzt werden kann, dass das erste Bauteil (30) mit dem kreisringförmigen Bauteil (20) an deren Berührfläche unlösbar verbunden werden kann.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einrichtung
zur Drehmomentübertragung und gleichzeitigen axialen Siche
rung zweier drehmomentführender Bauteile nach dem Oberbeg
riff des Hauptanspruches.
Im folgenden werden die aus der älteren deutschen
Schrift P 199 61 988.3 bekannten Anordnungen zur Drehmo
mentübertragung zwischen zwei drehmomentführenden Bauteilen
erläutert.
Die Fig. 1 zeigt eine bekannte Einrichtung, bei wel
cher der Drehmomentübertrag zwischen einem Hohlrad und ei
nem Mitnahmeteil, in der Form eines Zylinders einer Lamel
lenkupplung (nicht näher dargestellt) erfolgt, wobei im
Zylinder in an sich bekannter Weise ein Kolben axial ver
schiebbar gelagert ist, der in bezug auf den Zylinder durch
eine ringförmige Dichtung abgedichtet ist. Zur Drehmoment
übertragung sind das Hohlrad und der Zylinderrücken des
Zylinders an ihren aneinanderliegenden Flächen verschweißt.
Ein Nachteil einer solchen Lösung besteht darin, dass ein
Zwangslauf zwischen dem Hohlrad und dem Zylinder besteht
und kein tangentialer, radialer und axialer Spielausgleich
möglich sind.
Die Fig. 2 zeigt eine weitere bekannte Anordnung zur
Drehmomentübertragung zwischen einem Hohlrad und einem Mit
nahmeteil. Hier ist im Hohlrad, an der dem Mitnahmeteil
zugewandten Seite, eine Kronenverzahnung angeordnet, in
welche die Zähne des Mitnahmeteiles in axialer Richtung
eingesteckt werden. In axialer Richtung wird das Mitnahmeteil
durch einen Sprengring in der dargestellten Weise ge
sichert. Eine solche Lösung bedarf erhöhten axialen Bau
raum, da die Nut für den Sprengring dementsprechend lange
Zähne der Kronenverzahnung benötigt. Außerdem ist ein zu
sätzliches Bauteil in der Form des Sprengringes erforder
lich, wodurch die Herstellung der Einrichtung verteuert
wird. Diese Lösung lässt jedoch in der gewünschten Weise
einen gewissen tangentialen, radialen und axialen Spielaus
gleich zu.
Fig. 3 und 4 zeigen eine Anordnung, welche aus der äl
teren deutschen Schrift P 199 61 988.3 bekannt ist. Hier
wird mit Hilfe eines kreisringförmigen Segmentringes die
Verbindung realisiert. Dieser Ring weist entlang seines
Umfanges voneinander beabstandete zahnförmige Vorsprünge in
axialer Richtung auf. Diese werden in die Lücken eines
zweiten Bauteils so eingesetzt, dass sie eine ebene Fläche
des benachbarten ersten Bauteiles berühren. An dieser Be
rührfläche ist der Ring an das erste Bauteil beispielsweise
durch eine Verschweißung befestigbar. Dadurch wird in der
gewünschten Weise ein gewisser tangentialer, radialer und
axialer Spielausgleich ermöglicht. Bei dieser Bauform wer
den allerdings sehr hohe Ansprüche an die Schweißnaht ge
stellt, welche das gesamte Drehmoment übertragen muss. Der
Ring ist deswegen sehr hoch beansprucht und muss eine aus
reichende Dicke besitzen, um eine entsprechende Verschwei
ßung zu ermöglichen und der auftretenden Belastung standzu
halten. Dies bedeutet wiederum, dass ein erhöhter axialer
Bauraum notwendig ist.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht
darin, eine Einrichtung zur gleichzeitigen Drehmomentüber
tragung und axialer Sicherung zweier drehmomentführender
Bauteile zu schaffen, die eine relativ einfache Verbindung
der beiden Bauteile ermöglicht und dabei einen tangentia
len, radialen und axialen Spielausgleich zulässt. Außerdem
soll der axiale Bauraum verringert werden.
Die Aufgabe wird durch eine Vorrichtung zur Drehmo
mentübertragung gelöst, die neben den Merkmalen des Ober
begriffs auch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des
Hauptanspruches aufweist.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe mittels eines noch
näher zu beschreibenden kreisringförmigen Elementes dadurch
gelöst, dass dieses so auf eine vorhandene Kronenverzahnung
eines ersten Bauteiles aufgesetzt wird, dass die durch die
Lücken eines zweiten Bauteiles herausragenden Zähne der
Kronenverzahnung des ersten Bauteiles von dem kreisringför
migen Element berührt werden. An dieser Berührfläche kann
das kreisringförmige Element mit einem ersten Bauteil vor
zugsweise durch eine Verschweißung verbunden werden. Da
durch wird erreicht, dass einerseits das gewünschte Drehmo
ment übertragen werden kann und andererseits ein definier
tes Spiel in radialer, axialer und tangentialer Richtung
ermöglicht wird. Es besteht außerdem keine Gefahr, dass
sich ein für die Verbindung notwendiger Sprengring lösen
kann. Da keine Nut für einen Sprengring eingearbeitet wer
den muss, kann die Höhe der Zähne und somit der benötigte
axiale Bauraum verringert werden, da nur die Dicke des
zweiten Bauteiles sowie das definierte axiale Spiel berück
sichtigt werden muss.
Durch die unlösbare Verbindung des erfindungsgemäßen
Kreisringes mit der Kronenverzahnung des ersten Bauteils
wird diese außerdem versteift. Dadurch kann die Verzahnung
schwächer ausgelegt werden und es wird neben Material auch
weiterer Bauraum gespart.
Das erfindungsgemäße kreisringförmige Bauelement ist
vorteilhafterweise durch eine einfache Stanzoperation her
stellbar. Dabei muss das Bauteil in einer ersten Ausfüh
rungsform bei der Montage auch nicht ausgerichtet werden.
Im Vergleich mit dem Segmentring aus der älteren deutschen
Schrift P 199 61 988.3 ist es bei der erfindungsgemäßen
Lösung egal, mit welcher Seite der Kreisring an dem ersten
Bauteil zur Anlage kommt. Vorteilhafte Ausgestaltungen der
Erfindung gehen aus den Unteransprüchen hervor.
Im folgenden werden die Erfindung und deren Ausges
taltungen im Zusammenhang mit den Figuren näher erläu
tert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine bekannte Art der Drehmomentübertragung
zwischen zwei Bauteilen, wobei die Bauteile
stumpf aneinander verschweißt sind,
Fig. 2 eine weitere bekannte Art der Drehmoment
übertragung zwischen zwei Bauteilen, wobei
das eine Bauteil in eine Kronenverzahnung
des anderen Bauteils eingreift und zur axia
len Sicherung ein zusätzlicher Sprengring
vorgesehen ist,
Fig. 3 eine weitere bekannte Art der Drehmoment
übertragung zwischen zwei Bauteilen, wobei
die Verbindung mittels eines Segmentringes
realisiert ist,
Fig. 4 eine Ansicht entsprechend der Linie I-I der
Fig. 3,
Fig. 5 eine perspektivische Darstellung eines vor
teilhaften Ausführungsbeispieles der erfin
dungsgemäßen Lösung,
Fig. 6 eine Schnittdarstellung der erfindungsgemä
ßen Lösung,
Fig. 7 eine Ansicht entsprechend der Linie II-II
der Fig. 6,
Fig. 8 eine Ansicht entsprechend der Linie III-III
der Fig. 7 und
Fig. 9 eine weiter Ausführungsbeispiel der erfin
dungsgemäßen Lösung.
Wie in Fig. 5 dargestellt, besteht das erfindungsgemä
ße Bauteil 20 vorteilhafterweise aus einem flachen Kreis
ring.
Das erste Bauteil 30 weist in vorteilhafter Weise die
Form eines Hohlrades 30 auf, an dessen einer Seite in axia
ler Richtung eine Kronenverzahnung 31 angebracht ist. Die
Kronenverzahnung 31 ist gemäß Fig. 5 einem zweitem Bau
teil 40 und dem Ring 20 zugewandt.
Das zweite Bauteil 40 weist in vorteilhafter Weise die
Form einer Scheibe 40 auf. Die Scheibe 40 besitzt gemäß
Fig. 5 in Umfangsrichtung gleichmäßig beabstandete Ausspa
rungen 42 auf. Diese Aussparungen werden vorzugsweise durch
eine einfache Stanzoperation gefertigt. In diese Aussparun
gen 42 können die Zähne 33 der Kronenverzahnung 31 des
Hohlrades 30 aufgenommen werden.
Für die erfindungsgemäße Verbindung zweier drehmoment
führender Bauteile werden die Zähne 33 des Hohlrades 30 in
die Lücken 42 der Scheibe 40 eingeführt. An die Scheibe 40
ist wie in Fig. 6 dargestellt eine Abtriebswelle 43 ange
bracht. Dabei wird die der Kronenverzahnung 31 zugewandten
Seite der Scheibe 40 in Fig. 5 durch die Seite 41 darge
stellt. Auf die Stirnflächen 34 der Zähne 33 des Hohlra
des 30, welche aus den Lücken 42 der Scheibe 40 herausste
hen, wird in axialer Richtung der Ring 20 angelegt. An die
ser Berührfläche wird der Ring 20 mit dem Hohlrad 30 unlös
bar verbunden. Dies wird vorteilhafter Weise durch eine
Schweißverbindung realisiert, was gemäß Fig. 8 durch eine
Schweißnaht 24 dargestellt ist.
Das Drehmoment führende Hohlrad 30 überträgt also
durch den Eingriff der Kronenverzahnung 31 in die Ausspa
rungen 42 der Scheibe 40 das angelegte Drehmoment auf die
Scheibe 40. An diese Scheibe 40 ist wie in Fig. 6 darge
stellt eine Abtriebswelle 43 angebracht.
Gemäß Fig. 7 wird die Scheibe 40 auf die Zähne 33 des
Hohlrades 30 aufgesetzt. Hier besteht die Möglichkeit, ein
tangentiales Spiel ST sowie ein radiales Spiel SR zu be
rücksichtigen.
Gemäß Fig. 8 wird zur axialen Sicherung der Bautei
le 30 und 40 das Bauelement 20 in axialer Richtung so auf
die aneinander anliegenden Bauteile 30 und 40 aufgesetzt,
dass der Ring 20 an den Stirnflächen 34 der Zähne 33 an
liegt. Dabei besteht die Möglichkeit, ein axiales Spiel SA
zu berücksichtigen.
Die eigentliche Befestigung des Bauelementes 20 an dem
Bauteil 40 erfolgt dann durch eine unlösbare Befestigungs
operation, vorzugsweise durch Verschweißen. Insbesondere
kommt dafür das kostengünstige Kondensations-Entladungs
schweißen (KE-Schweißen) in Frage, wobei auch andere
Schweißverfahren möglich sind. In bestimmten Anwendungsfäl
len ist es auch denkbar, die Befestigung durch Verkleben
auszuführen.
In Fig. 9 wird eine weiter vorteilhafte Ausgestaltung
der erfindungsgemäßen Lösung dargestellt. An ein kreisring
förmiges Bauteil 20. sind entlang seines Umfangs in gleich
mäßigem Abstand voneinander rippenförmige Erhebungen 23
ausgebildet. Diese Rippen 23 können durch eine Prägeopera
tion aus dem ringförmigen Bauelement 20 in axialer Richtung
zu einer Seite hin ausgestellt werden. Diese Seite wird in
Fig. 9 durch die Seite 21 dargestellt und ist auf das erste
Bauteil 30 hin ausgerichtet. Durch die Prägung der Rip
pen 23 in den Ring 20 bilden sich an dem Ring 20 auf der
zweiten Seite 22 Vertiefungen 25 aus. Die Rippen 23 können
bei einer Schweißoperation, insbesondere bei dem Kondensa
tions-Entladungsschweissen als Schweißmaterialvorrat ver
wendet werden, wobei gemäß Fig. 8 eine Schweißnaht 24 ge
bildet wird.
1
Hohlrad
2
Fläche
3
Mitnahmeteil
4
Fläche
5
Kolben
6
Dichtung
7
Kronenverzahnung
8
Zähne
9
Sprengring
10
Segmentring
11
Vorsprünge
12
Bauteil
13
Schweißnaht
20
Ring
21
Fläche
22
Fläche
23
Rippen
24
Schweißnaht
25
Vertiefungen
30
Hohlrad
31
Kronenverzahnung
33
Zähne
34
Fläche
40
Scheibe
41
Fläche
42
Aussparungen
43
Abtriebswelle
SR radiales Spiel
ST tangentiales Spiel
SA axiales Spiel
SR radiales Spiel
ST tangentiales Spiel
SA axiales Spiel
Claims (4)
1. Einrichtung zur Drehmomentübertragung und axialen
Sicherung eines ersten (30) und eines zweiten (40) drehmo
mentführenden Bauteils, dadurch gekennzeich
net, dass das zweite Bauteil (40) mit auf seinen Um
fang verteilten Aussparungen (42) derart auf die axialen
Vorsprünge (33) eines ersten Bauteils (30) aufgesetzt wer
den kann, dass die Vorsprünge (33) des ersten Bauteils (30)
aus den Aussparungen (42) des Bauteils (40) axial hervor
stehen und dass auf die hervorstehenden Vorsprünge (33) des
ersten Bauteils (30) ein vorzugsweise kreisringförmiges
Bauteil (20) derart aufgesetzt werden kann, dass das erste
Bauteil (30) mit dem kreisringförmigen Bauteil (20) an de
ren Berührfläche unlösbar verbunden werden kann.
2. Einrichtung, nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, dass die Aussparungen (42) der
Scheibe (40) sowie die Vorsprünge (33) des ersten Bau
teils (30) entlang ihres Umfangs gleichmäßig voneinander
entfernt sind.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, dass das kreisringförmige
Bauteil (20) in axialer Richtung ausgeprägte rippenförmige
Erhebungen (23) aufweist, welche beim Anlegen an das erste
Bauteil (30) die Stirnflächen der Vorsprünge (34) berühren
und als Schweißmittelvorrat verwendet werden können.
4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da
durch gekennzeichnet, dass das erste Bau
teil (30) aus einem Hohlrad (30) besteht und an das zweite
Bauteil (40) eine Abtriebswelle (43) befestigt wird.
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