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Die
Erfindung betrifft einen Mehrwellenmotor gemäß der im Oberbegriff der Ansprüche 1 und
7 angegebenen Art, sowie einen Stellantrieb gemäß der im Oberbegriff des Anspruches
33 angegebenen Art.
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Ein
gattungsgemäßer, sämtliche
Merkmale des Oberbegriffs der Ansprüche 1 und 7 aufweisender-Mehrwellenmotor
ist aus der
WO 00/05803
A1 bekannt. Der Mehrwellenmotor umfasst eine Anzahl von
elektrischen Spulen, die mit einem oder mehreren Statorkernteilen
zusammenwirken, wobei zumindest zwei Permanentmagnetrotoren eine
Spule gemeinsam aufweisen. Der magnetische Fluss einer Spule hat
dabei die Möglichkeit über zwei
geschlossene Magnetkreise mit je zwei Luftspalten zu verlaufen.
Die beiden Magnetkreise gehören
zu unterschiedlichen Motorwellen. Zur Gewährleistung eines ausreichenden
magnetischen Flusses über
den jeweils aktiven Permanentmagnetrotor ist die Spule entsprechend
größer auszulegen.
Die einzelnen Statorteile des bekannten Mehrwellenmotors sind unterschiedlich
ausgebildet, wodurch sich die Teilezahl erhöht. Dadurch ist die Bewicklung
und Montage relativ umständlich.
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Aus
der
US 5,539,584 A ist
eine Antriebseinheit für
eine Kraftfahrzeug-Außenspiegelanordnung bekannt.
Die gattungsgemäße, sämtliche
Merkmale des Oberbegriffs des Anspruchs 33 aufweisende Antriebseinheit
umfasst zwei beliebige Antriebsmotoren, die in einem Stellantrieb
mit einem zumindest zweiteiligen Gehäuse auf einem Träger montiert
angeordnet sind, wobei die Drehachsen der Antriebsmotoren winklig
aufeinander stehen.
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Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist es, einen Mehrwellenmotor und einen
Stellantrieb bereitzustellen, die möglichst einfach und aus wenigen
Teilen aufgebaut sind und die ohne getriebliche Mittel für winklig
aufeinander stehende Antriebsaufgaben geeignet sind.
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Diese
Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale der Ansprüche 1, 7
und 33 in Verbindung mit ihren Oberbegriffsmerkmalen gelöst.
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Erfindungsgemäß ist für den Mehrwellenmotor
vorgesehen, dass Drehachsen zumindest zweier Permanentmagnetrotoren
und/oder Ebenen, zu denen diese Drehachsen jeweils winklig angeordnet sind
und in denen jeweils zumindest ein Statorteil liegt, entsprechend
winklig aufeinander stehen. Dadurch sind keine aufwendigen getrieblichen
Maßnahmen
nötig,
um winklig aufeinander stehende Ausgangswellen bei einem Stellantrieb
zu erreichen. Insbesondere bei Anwendungen bei denen keine Selbsthemmung
vorhanden sein darf, um den Antriebsmotor kupplungsfrei von einem
Stellglied aus zurückdrehen
zu können,
hat die genannte Lösungen eindeutige
Vorteile, z.B. gegenüber
einer Schneckengetriebelösung.
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Für den Stellantrieb
ist erfindungsgemäß vorgesehen,
dass zumindest ein Gehäuseteil
mit einer Sollknickstelle, einem Gelenk oder einer Sollbruchstelle
versehen ist, wobei die Sollknickstelle etc. des Gehäuseteils
mit der Sollknickstelle des Trägers
fluchtet oder dass das Gehäuse
selbst der Träger
ist.
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Die
Unteransprüche
bilden vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung.
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In
der Praxis werden häufig
rechtwinklig aufeinanderstellende Drehachsen benötigt, z. B. beim Antrieb von
Luftrichtungssteuereinrichtungen einer Luftausgangsdüse im Kraftfahrzeug.
Für solche
Anwendungsfälle
ist es zweckmäßig wenn
die Drehachsen zumindest zweier Permanentmagnetrotoren und/oder
Ebenen zu denen diese Drehachsen jeweils rechtwinklig sind, zumindest
annähernd
rechtwinklig aufeinander stehen. Da bei Luftrichtungssteuereinrichtungen
nur ein geringes Moment zu ihrer Verstellung notwendig ist, können gering
untersetzende Untersetzungsgetrieben eingesetzt oder auf Untersetzungsgetriebe
völlig
verzichtet werden.
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Sollen
Antriebsmotoren z. B. nach der
DE 199 09 227 A1 verwendet werden, dann benötigt der Mehrwellenmotor
zumindest vier Statorteile und drei Statorspulen.
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Besonders
vorteilhaft ist es, möglichst
viele Gleichteile zu verwenden, insbesondere durch identisch ausgebildete
Statorteile. Dennoch sind unterschiedliche Mehrwellenmotoranordnungen
mit diesen gleich gestalteten Teilen möglich.
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Die
Grundform der Statorteile kann U-förmig, E-förmig oder Kammförmig ausgebildet
sein. Diese Grundformen sind auch miteinander kombinierbar, wodurch
noch mehr Varianten herstellbar sind.
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Das
Grundkonzept von später
gezeigten Ausführungsbeispielen
ist aus der
DE 199
09 227 A1 bekannt. Hierbei sind die Statorteile vorzugsweise U-förmig ausgebildet
und weisen zwei Statorpolschenkel auf, die durch ein Statorjoch
miteinander verbunden sind, wobei Enden der Statorpolschenkel Hauptpole
des Mehrwellenmotors bilden. Dieses Motorkonzept hat sich in der
Praxis bewährt.
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Für eine einfache
Montierbarkeit ist es bei einigen Ausführungen des Mehrwellenmotors
wichtig, dass die Querschnittsfläche
der Enden der Statorpolschenkel kleiner oder gleich der Querschnittsfläche der
Statorpolschenkel ist. Dadurch ist es möglich Spulen in einem ersten
Schritt zu wickeln und die Statorteile anschließend darin zu montieren. Aus dem
gleichen Grund sind auch Statorpolschenkel vogesehen, die vom Statorjoch
bis zum Ende der Schenkel einen geradlinigen Verlauf aufweisen.
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Der
Fertigungsaufwand und die Montage ist dadurch vereinfacht, dass
eine Spule über
zwei Statorteile gewickelt wird. Dies ist auch möglich, wenn diese beiden Statorteile
rechtwinklig aufeinander stehen und dabei aneinander anliegen.
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Um
weitere Varianten darzustellen können Spulen
auch über
ein Statorjoch eines ersten Statorteils und über einen Statorpolschenkel
eines weiteren Statorteils gewickelt sein. Dabei ist es allerdings günstiger
den Statorpolschenkel erst nach dem Wickelvorgang zu montieren,
weil sonst aufwändige
Wickelverfahren eingesetzt werden müssten.
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Es
ist auch denkbar eine Spule über
je einen Statorpolschenkel zweier Statorteile zu wickeln bzw. die
Statorteile mit ihren Statorpolschenkeln nach dem Wickeln darin
zu montieren.
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Die
gleichen Vorteile wie bei der U-förmigen Ausführung der Statorteile ist auch
bei Verwendung von E- bzw. Kamm-förmigen Statorteilen vorhanden. Durch
Kombination dieser mit U-förmigen
Statorteilen ergeben sich weitere Ausführungsvarianten des Mehrwellenmotors.
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Auch
E- bzw. Kamm-förmigen
Statorteilen können
identisch ausgebildet sein, wenn z.B. vier E- bzw. Kamm-förmige Statorteile
für den
Aufbau eines Mehrwellenmotors benötigt werden.
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Wie
aus der
DE 199 09
227 A1 bekannt erhöhen
Zusatzpole, die aus weichmagnetischen Blechen bestehen und so zwischen
den Statorpolschenkeln angeordnet und geformt sind, dass Teile des
magnetischen Flusses von den Statorpolschenkeln zu entsprechenden
Rotorpolen führbar
sind, in erster Linie das Selbsthaltemoment des Motors. Die Statorteile
selbst können
aus geschichteten Blechpaketen bestehen oder als Sinterteil ausgeführt sein.
Bei Sinterteilen ist es auch möglich
ein Statorteil mit z.B. vier Statorpolschenkeln auszubilden, wobei
jeweils ein Paar von Statorpolschenkeln zum übrigen Paar winklig, insbesondere
rechtwinklig ist.
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Zweckmäßigerweise
ist jede Spule auf einem Isolierstoffkörper gewickelt. Dabei kann
auch ein gemeinsamer Isolierstoffkörper mehrere Spulen tragen.
Insbesondere für
die Bewicklung der Statorteile und der Isolierstoffkörper ist
es sinnvoll Baugruppen aus zumindest zwei Statorteilen und einem
Isolierstoffkörper
zu fügen,
die dann als kompaktes Bauteil in einem Vorgang in einer Wickelvorrichtung
mit zumindest zwei Statorspulen versehen werden können. Gebräuchliche
Isolierstoffkörper
weisen meist einen U-förmigen
Querschnitt auf, mit einstückigen Schnappmitteln
an ihren Enden. Diese Schnappmittel hintergreifen die Statorteile,
so dass eine ausreichend feste Verbindung entsteht.
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Nach
einer besonders vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung werden
die Statorteile zunächst
bewickelt und anschließend
abgeknickt. Dies ist dadurch möglich,
dass der Isolierstoffkörper,
der die Statorteile für
die Bewicklung zu einer Baugruppe zusammenhält mit zumindest einer Sollknickstelle, einem
Gelenk oder einer Sollbruchstelle versehen ist. Um trotzdem eine
ausreichende Festigkeit des isolierstoffkörpers zu gewährleisten,
ist vorgesehen den Isolierstoffkörper
mit durchbrechbaren, enffernbaren oder sonst manipulierbaren Versteifungsmitteln
auszubilden die zumindest während
der Bewicklung der Baugruppe aus Statorteilen und Isolierstoffkörper dafür sorgt,
dass kein vorzeitiges Abknicken möglich ist. Nach dem Wickelvorgang
werden diese Versteifungsmittel durchbrochen, entfernt oder so manipuliert,
dass sie dem Abknicken nicht mehr entgegenwirken können.
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Um
die Spannungsversorgung der abzuknickenden Statorpulen zu ermöglichen
sind leitende Mittel vorgesehen, die in Form von Drahtbrücken, an- oder
eingespritzten oder montierten Leitblechen ausgebildet sind, wobei
es insbesondere auf Verformbarkeit dieser leitenden Mittel ankommt.
Die leitenden Mittel sollen zumindest die Sollknick, Gelenk oder Sollbruchstelle
elektrisch überbrücken, sie
kann aber auch dazu dienen eine direkte elektrische Verbindung zu
einem Steckeranschluss herzustellen.
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Da
in der Regel zumindest zwei mit je einem Isolierstoffkörper versehenen
Statorbaugruppen vorhanden sind, ist es hilfreich diese nach der
Bewicklung auf einen Träger
zu montieren. Dadurch wird eine genaue räumliche Zuordnung der Statorteile
untereinander und zum Permanentmagnetrotor erreicht. Auch Lager
für die
Permanentmagnetrotoren können
im Träger
integriert sein. Um trotz des Trägers
noch eine winklige Anordnung des Mehrwellenmotors, insbesondere
dessen Rotorachsen zu erreichen, kann es vorteilhaft sein, wenn
auch der Träger mit
einer Sollknickstelle, einem Gelenk oder einer Sollbruchstelle versehen
ist. Der Träger
besteht dabei vorzugsweise aus einem spritzgusstechnisch verarbeitbaren
Kunststoffmaterial. Dies erleichtert die Anpassung an anspruchsvollere
geometrische Bedingungen. Grundsätzlich
kann der Träger
auch aus einer gewöhnlichen
flächigen
Leiterplatte bestehen. Die Sollknickstellen etc. der Isolierstoffkörper und des
Trägers
sollten miteinander fluchtend ausgeführt sein, um ein genaues Abknicken
zu ermöglichen. Vorzugsweise
sollte die Knicklinie daher teilweise von den Isolierstoffkörpern und
teilweise vom Träger eingenommen
werden. Auf die Sollknickstelle etc. im Träger kann aber ggf. verzichtet
werden, wenn der Träger
sich nur maximal bis zur Knickstelle etc. der Isolierstoffkörper erstreckt.
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Alternativ
oder zusätzlich
zu den Leitenden Elementen im oder an den Isolierstoffkörpern kann auch
der Träger
in gleicher Weise mit entsprechenden leitenden Elementen ausgestattet
sein, wobei diese leitenden Mittel auch hierbei verformbar sein müssen.
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Um
eine kompakte Einheit zu erhalten, die auch vor Umwelteinflüssen geschütz ist,
soll der Mehrwellenmotor in einem mehrteiligen Gehäuseangeordnet
und darin befestigt sein. Es kann, ähnlich, wie aus der
DE 199 09 227 A1 bekannt,
ein Motorgehäuseteil,
ein Getriebegehäuseteil
und eine Zwischenplatte vorgesehen sein. Vorzugsweise übernimmt
die Zwischenplatte dann auch die Funktion des Trägers.
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Es
ist auch möglich
zumindest ein Gehäuseteil
mit einer Sollknickstelle, einem Gelenk oder einer Sollbruchstgelle
zu versehen, wobei die Sollknickstelle, eine Gelenkachse oder die
Sollbruchstelle insbesondere mit der Sollknickstelle des Isolierstoffkörpers und/oder
der Sollknickstelle des Träges
fluchten sollen. Bei dieser Ausführung
ist ein fertig montierter und in einem Gehäuse angeordneter und befestigter Mehrwellenmotor
noch um einen beliebigen Winkel abknickbar und den gegebenen Einbaubedingungen am
Stellglied bzw. den Stellgliedern anpassbar.
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Es
ist auch denkbar, dass ein Mehrwellenmotor mehrfach abknickbar ist.
Vorteilhaft ist dabei jeweils die Möglichkeit mit nur einem Stecker,
also einer elektrischen Schnittstelle für alle Antriebsaufgaben auszukommen.
Auch die Anzahl der Permanentmagnetrotoren ist zumindest theoretisch
beliebig wählbar.
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Um
ein Abknicken des Gehäuses
zu ermöglichen,
dürfen
keine geometrischen Hindernisse vorhanden sein. Deshalb sollte das
Gehäuse
im Bereich der Sollknickstelle, bzw. des Gelenks oder der Sollbruchstelle
tailliert ausgebildet sein. Zusätzlich
ist ein an den Knickwinkel angepasster Freiraum erforderlich der
an die Sollknickstelle etc. anschließen sollte. Vorzugsweise ist
der Freiraum durch zwei um 45° geneigte
Gehäusewandungen
begrenzt.
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Um
eine genaue und bleibende Lagezuordnung der Gehäusebereiche beiderseits der
Sollknickstelle, etc. zu gewährleisten
sind Rastmittel und Führungen
vorgesehen. Diese sind vorzugsweise einstückig mit dem jeweiligen Gehäuseteil
ausgebildet.
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Um
den Wickelvorgang so einfach wie möglich zu gestalten und um alle
Statorspulen einer Baueinheit aus Statorteilen und einem Isolierstoffkörper gleichzeitig
wickeln zu können,
ist vorgesehen dass Anschlussstellen an den Isolierstoffkörpern vorgesehen
sind, die im nicht abgeknickten Zustand voneinander den gleichen
Abstand, wie die Statorspulen, aufweisen, wobei sowohl die Anschlussstellen
als auch die Statorspulen zueinander äquidistand angeordnet sind.
Als Anschlussteilen dienen parallel angeordnete Kontaktstifte.
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Zwischen
den Gehäuseteilen
untereinander bzw. zwischen den Gehäuseteilen und dem Träger bzw.
der Zwischenplatte kann eine Dichtung vorgesehen sein, soweit dies
erforderlich ist. Auch bei höheren
Anforderungen an die Dichtheit, ist daher ein Abknicken des Mehrwellenmotors
möglich.
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Der
Mehrwellenmotor kann je nach äußerer Beschaltung
sowohl als Schritt- als auch als bürstenloser Motor betrieben
werden. Ggf. können
unterschiedliche Permanentmagnetrotoren des gleichen Mehrwellenmotors
auch entsprechend unterschiedlich betrieben werden.
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Ausführungsbeispiele
der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert. Es
zeigen:
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1 eine
erste Ausführungsform
eines Mehrwellenmotor,
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2 eine
Draufsicht auf die erste Ausführungsform
des Mehrwellenmotors,
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3 eine
zweite Ausführungsform
des Mehrwellenmotors,
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4 eine
Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Mehrwellenmotors
und
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5 einen
Mehrwellenmotor auf einem Träger
montiert,
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6 einen
abknickbaren Mehrwellenmotor,
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7a und 7b eine
Schnittdarstellung eines abknickbaren Mehrwellenmotors,
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8 eine
dreidimensionale Darstellung eines Isolierstoffkörpers,
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9a, 9b, 9c einen
Permanentmagnetrotor, und
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10 eine
Wickeleinrichtung.
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1 zeigt
eine erste Ausführungsform
eines Mehrwellenmotors 1 mit zwei Permanentmagnetrotoren 3,
vier U-förmigen Statorteilen 6,
die identisch ausgebildet sind, drei Statorspulen 13, die
auf jeweils einen Isolierstoffkörper 11 aus
Kunststoffmaterial gewickelt sind. Die U-förmigen Statorteile bestehen
aus je zwei Statorpolschenkel 7, deren Enden Hauptpole 15 bilden.
Die Statorpolschenkel 7 werden durch ein Statorjoch 9 miteinander
verbunden. Die Statorteile 6 sind aus gestanzten Blechen
paketiert, z.B. Stanzpaketiert. Die Statorjoche 9 zweier
Statorteile 6 liegen eng aneinander an und sind rechtwinklig zueinander
angeordnet. Ein Spulenträger 11 so
dimensioniert, dass eine Aus nehmung beide Statorteile aufnehmen
kann. Die Statorspule 13, die über beide Statorteile 6 gewickelt
ist, ist weist die doppelte Windungszahl der beiden übrigen Spulen 13 auf.
Die beiden Permanentmagnetrotoren 3 stehen rechtwinklig
aufeinander.
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2.
zeigt eine Draufsicht auf die erste Ausführungsform des Mehrwellenmotors,
mit den Statorteilen 6 und seinen Statorpolschenkeln 7,
den Permanentmagnetrotoren 3, den Isolierstoffkörpern 11,
den Statorspulen 13.
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Eine
zweite Ausführungsform
eines Mehrwellenmotors zeigt 3, mit den
aus Statorpolschenkeln 7 und dem Statorjoch 9 bestehenden U-förmigen Statorteilen 6,
wobei die Enden der Statorpolschenkel 7 in Form von (Haupt-)Polen 15 ausgebildet
sind. Eine der Statorspulen 13 ist hierbei um einen Statorpolschenkel 7 eines
ersten Statorteils 6 und um das Statorjoch 9 eines
zweiten Statorteils 6 gewickelt. Eine weitere Statorspule
ist um rechtwinklig zueinander angeordnete Statorjoche zweier Statorteile
gewickelt. Die Statorteile sind im vorliegenden Beispiel in Form
von paketierte Blechlamellen ausgeführt.
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Die
in den 1 bis 3 dargestellten Ausführungsformen
sind nicht Teil der Erfindung und dienen lediglich zur Erklärung der
Erfindung.
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Eine
Ausführungsform
der Erfindung zeigt 4, bei der Kamm-förmige Statorteile 6 Verwendung
finden. Hierdurch lassen sich wie gezeigt zwei Reihen mit jeweils
drei Permanentmagnetrotoren herstellen. Die An zahl der Permanentmagnetrotoren ist
theoretisch beliebig wählbar.
Auf den Statorjochen 9 sind vorzugsweise einteilige Isolierstoffkörper 11 angeordnet,
die mit drei Statorspulen bewickelt sind. Neben den Hauptpolen 15 an
den Enden der äußeren Statorpolschenkel 7 und
mittleren Statorpolschenkel 8, sind Zusatzpole 14 vorhanden,
die aus weichmagnetischen Blechteilen bestehen und jeweils mit einem
der Hauptpole 15 über
Flussleiter verbunden sind. Die Drehachsen 4 der Permanentmagnetrotoren 3 einer
Reihe sind parallel zueinander angeordnet und rechtwinklig zu den
Drehachsen 4 der Permanentmagnete einer zweiten Reihe.
Drei Statorspulen 13 sind um jeweils zwei Statorjoche 9 zweier
Kamm-förmiger
Statorteile 6 gewickelt. Der zugeordnete Isolierstoffkörper ist
dementsprechend angepasst. Da der magnetische Fluss zwei mögliche Wege
nehmen kann, von denen beide die gleiche Reluktanz aufweisen, müssen die
Statorspulen entsprechend größer ausgelegt
sein.
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5 zeigt
einen Mehrwellenmotor 1 auf einen Zwischenplatte 19 montiert.
Die Zwischenplatte dient zusammen mit einem Motorgehäuseteil 18 und einem
Getriebegehäuseteil 20 das
Gehäuse
des Mehrwellenmotors 1. Die Zwischenplatte beinhaltet auch
einen Stecker 22 mit leitenden Elementen 23. Das
in 5 gezeigte Beispiel verdeutlicht, die Schwierigkeit
bei einem abgewinkelten Mehrwellenmotor einfache Gehäuseteile
unter Berücksichtigung einer
einfachen Montage, einheitlicher Montagerichtung und geringer Teileanzahl
zu verwirklichen.
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6 zeigt
eine besonders vorteilhafte und bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung, ohne die oben genannten Nachteile. Der Mehrwellenmotor 1 besteht
aus einem zweiteiligen Gehäuse
(nicht dargestellt), einer Zwischenplatte 19, auf der zwei
Baugruppen 34, bestehend aus je einem mit drei Statorspulen 13 bewickelten
Isolierstoffkörper 11 befestigt
sind. Die Befestigung auf der Zwischenplatte kann durch Nieten,
Heißverprägen, Stecken
(kraftschlüssig),
Schnappen etc. erfolgen. Die beiden Isolierstoffkörper 11 sind
durch leitende Elemente 23, die in Form von Kontaktstiften
in entsprechende Ausnehmungen gesteckt sind mechanisch miteinander
verbunden. Die leitenden Elemente 23 verbinden die Statorspulen 13 elektrisch
mit dem Stecker 22. In den Isolierstoffkörpern 11 sind
Anschlussstellen 12 in Form von Kontaktstiften parallel
zueinander eingesteckt. An diesen Anschlussstellen 12 werden
die Statorwicklungen 13 beim Wickelvorgang angeschlagen.
Um alle (drei) Statorspulen 13 einer Baugruppe 34 gleichzeitig
wickeln und anschlagen zu können
sind die Anschlussstellen 12 und die Statorspulen 13 gleich
weit voneinander entfernt und untereinander äquidistant angeordnet. Die
Verbindung der Statorspulen 13 mit den leitenden Elementen 23 kann
direkt oder beim Wickeln durch den Wickeldraht hergestellt werden.
Es ist auch denkbar, dass in oder an der Zwischenplatte 19 Leitbleche
vorhanden sind, die eine Verbindung zwischen den Anschlussstellen 12 und
den leitenden Elementen 23 herstellen. Hierbei können Klemm-Schneid-Verbindungen,
aber auch Lötverbindungen
etc. eingesetzt werden. Die Isolierstoffkörper 11 und die Zwischenplatte 19 (Träger) weisen
Sollknickstellen 33, 33' auf, die miteinander fluchten.
Nach der Bewicklung der Baugruppen 34 und der Montage auf
die Zwischenplatte und ins Gehäuse
wird der Mehrwellenmotor 1 entlang der Sollknickstelle
abgeknickt. Die Lagerstellen der Permanentmagnetrotoren befinden
sich vorzugsweise in den Gehäuseteilen.
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7a und 7b zeigt
eine Schnittdarstellung eines abknickbaren Mehrwellenmotors 1,
mit einem Gehäuse 17,
einem als Zwischenplatte 19 ausgebildeten Träger, auf
dem beiderseits einer Sollknickstelle 33 Statorteile 6 montiert
sind. Wie beispielhaft dargestellt, kann je ein Untersetzungsgetriebe 40a, 40b im
Gehäuse 17 angeordnet
sein. In der Zwischenplatte sind leitende Mittel 36' eingebettet, die
elektrisch leitende Verbindungen über die Sollknickstelle 33 darstellen.
Das Gehäuse 17 besteht aus
zwei Formhälften,
einem Motorgehäuseteil 18 und
einem Getriebegehäuseteil 20.
Das Motorgehäuseteil 18 und
das Getriebegehäuseteil 20 bestehen aus
je zwei zueinander nicht starr ausgebildeten Gehäusebereichen 18a, 18b, 20a, 20b die
zumindest über
Filmscharniere oder ähnliches
(Sollknickstelle) miteinander verbunden sind (nicht dargestellt).
Das Getriebegehäuseteil 20 ist
mit schrägen
Wandungen 41a, 41b ausgebildet, die hier um 45° geneigt
sind. Durch die schrägen
Wandungen 41a, 41b wird ein Freiraum geschaffen,
der für
ein Abknicken des gesamten Gehäuses 17 mit
dem Mehrwellenmotor 1 notwendig ist. Um eine definierte
Positionierung der Getriebegehäusebereiche 20a, 20b zueinander
zu gewährleisten
sind Führungen 39a, 39b vorgesehen, die
ineinander greifen könnnen.
Rastmittel 38 (nur teilweise zu erkennen) dienen dazu die
abgeknickte Lage zu sichern. In 7b ist
ein bereits abgeknickter Mehrwellenmotor 1 dargestellt.
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8 zeigt
eine dreidimensionale Darstellung eines Isolierstoffkörpers 11,
mit Aufnahmen 42 für
Statorteile, Rasthaken 43 zum Halten der Statorteile (nicht
dargestellt), Versteifungsmittel 37, Spulenaufnahmen 44 und
einer Sollknickstelle 33. Die Versteifungsmittel 37 sind
in diesem Beispiel so ausgeführt,
dass sie leicht entfernbar sind, z. B. durch abbrechen oder abschneiden.
Die Sollknickstelle 33 ist etwas abgesetzt angeordnet,
damit sie mit den Sollknickstellen der Zwischenplatte und des Gehäuses fluchten
kann.
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In
den 9a, 9b, 9c ist
ein Permanentmagnetrotor 3 dargestellt, bestehend aus einem
Rotorkörper 29,
mit einer Nabe 28, einer Rotorwelle 24, einem
Ritzel 25, einer Lageraufnahme 30, die vorzugsweise
auf einer feststehenden Achse gelagert wird, die mit dem Getriebegehäuseteil 20 verbunden
ist, einem Rückschlussring 16,
einem Permanentmagnetring 27, der so magnetisiert ist,
dass zehn alternierende Rotorpole 2 entstehen, die abwechselnd
radial nach außen
bzw. radial nach innen magnetisiert sind, wie in 9c deutlich
zu erkennen ist (Ringsegment mit zwei Rotorpolen 2). Die
Rotorwelle 24 erstreckt sich von einem durch das Motorgehäuseteil 18 begrenzten
Motorraum in einen durch das Getriebegehäuseteil 20 begrenzten
Getrieberaum, wo das Ritzel 25 z.B. in ein mehrstufiges
Stirnradgetriebe eingreift.
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Wickelverfahren
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Für die Bewicklung
der Statorteile 6 eignet sich z. B. die Ausführung aus
den 6 und 7. Vorzugsweise
erfolgt die Bewicklung dergestalt, dass die einzelnen Statorteile 6 mit
dem Isolierstoffkörper 11 versehen
werden, der gewöhnlich über die
Satorteile 6 gesteckt und per Schnappverbindung darauf
fixiert ist. Die Statorteile 6 bilden zusammen mit dem
Isolierstoffkörper 11 die
Baugruppe 34. Diese Baugruppe 34 wird auf eine
Wickelvorrichtung 31 befestigt (10) und
ein Wickeldraht 26 wird an einer Anschlussstelle 12 (hier
in Form von Kontaktstiften), die auch ein Bestandteil eines der
leitenden Elemente 23 sein kann, angeschlagen. Es wird
aber bevorzugt die Anschlussstellen 12 im Wickelkörper 11 äquidistant anzuordnen,
um den Wickelvorgang so einfach wie möglich durchführen zu
können.
Dabei werden mehrere Wickeldrähte 26 über Drahtführungshülsen 32 geführt und
zunächst
gleichzeitig an den zugeordneten Anschlussstellen 12 angeschlagen,
dann wird ein Teil der Wickelvorrichtung 31, der das Statorteil 6 aufnimmt,
in eine schnelle Drehung versetzt und der Wickeldraht 26 einfach
aufgespult. Bei zwei, drei oder noch mehr Statorspulen erfolgt dann
ein gleichzeitiges Bewickeln aller Statorspulen 13. Dadurch
wird eine erhebliche Verkürzung
der Taktraten erreicht. Sobald die Spulenkörper 11 bewickelt
sind, werden die zweiten Enden der Statorpulen 13 jeweils
an eine weitere Anschlussstelle 12 angeschlagen. Die so
bewickelten Statorteile 6 sind als kompakte Baugruppe 34 einfach
zu handhaben und leicht zu montieren.
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- 1
- Mehrwellenmotor
- 2
- alternierende
Pole
- 3
- Permanentmagnetrotor
- 4
- Drehachse
- 6,
6'
- Statorteile
- 7
- Statorpolschenkel
(äußere)
- 8
- mittlerer
Statorpolschenkel
- 9
- Statorjoch
- 11
- Isolierstoffkörper
- 12
- Anschlussstellen
- 13
- Statorspulen
- 14
- Zusatzpole
- 15
- Hauptpole
- 16
- Rückschlussring
- 17
- Gehäuse
- 18
- Motorgehäuseteil
- 19
- Zwischenplatte
- 20
- Getriebegehäuseteil
- 22
- Stecker
- 23
- leitende
Elemente
- 24
- Rotorwelle
- 25
- Ritzel
- 26
- Wickeldraht
- 27
- Permanentmagnetring
- 28
- Nabe
- 29
- Rotorkörper
- 30
- Lageraufnahme
- 31
- Wickelvorrichtung
- 32
- Drahtführungshülsen
- 33,
33', 33''
- Sollknickstelle
- 34
- Baugruppe
(Isolierstoffkörper
+ zwei Statorteile)
- 36,
36'
- leitende
Mittel
- 37
- Versteifungsmittel
- 38
- Rastmittel
- 39a,
39b, 40a
- Führungen
- 40b
- Untersetzungsgetriebe
- 41a,
41b
- schräge Wandung
- 42
- Aufnahmen
- 43
- Rasthaken
- 44
- Spulenaufnahme