DE10121882A1 - Positionsmeldesystem für Alpinwintersportler - Google Patents
Positionsmeldesystem für AlpinwintersportlerInfo
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Abstract
In einem Positionsmeldesystem (P) für Alpinwintersportler (A) ist auf ein wenigstens eine standardisierte Schnee-Notfrequenz ausgelegter Sender (S), der mit handelsüblichen Lawinenverschütteten-Suchgeräten (P) kompatibel ist, als eigenständige, eigenversorgte Aktiv-Sicherheits-Kompakteinheit (K) ausgebildet und in einem Bekleidungsstück (12, 13) des Alpin-Wintersportlers (A), vorzugsweise in wenigstens einem Handschuh (H), unterbringbar.
Description
Die Erfindung betrifft ein Positionsmeldesystem für Alpinwintersportler, insbesondere
Snowboarder, Alpinskifahrer, Skitourengeher und dgl.
Das zuverlässigste und wohl am weitesten verbreitete Suchsystem für Snowboarder
und Skifahrer sind die sogenannten Lawinen-Piepser; etwas größer als eine Zigaret
tenpackung und ca. 300 g schwer. Der Lawinen-Piepser besteht aus Sendeteil,
Suchteil und Stromversorgung, und wird zwischen Sendebetrieb und Suchbetrieb um
geschaltet. Er hat einen relativ hohen Kauf oder Mietpreis und wird beim Sport in ei
ner Tasche der Bekleidung oder mittels eines Traggurts am Körper getragen, wobei er
ggfs. wegen seiner Größe, Härte und des Gewichts, z. B. einen Snowboarder, nicht
unbeträchtlich stören kann. Die Benutzung des Lawinen-Piepser-Sender ist einfach;
er braucht nur auf Sendebetrieb gestellt zu werden. Die Benutzung als Suchgerät er
fordert hingegen grundlegende Kenntnisse und erhebliches Geschick. Nicht jeder Al
pinwintersportler, der einen Lawinen-Piepser bei sich hat, wäre deshalb in der Lage,
einen Suchvorgang richtig und rasch genug durchzuführen. In der Mehrzahl der Fälle .
wird eine Suche ohnedies von mehreren, mit der Suchmethode vertrauten, speziell
geschulten Personen durchgeführt, weil der normale Alpinwintersportler damit über
fordert ist. Dies sind einige Gründe warum in der Praxis die meisten Individualsportler
wie Snowboarder keine Lawinen-Piepser benutzen und keinen Schutz haben. Es sind
fast ausschließlich Tourengeher, die sich des Lawinenpiepsers bedienen.
Vor dem die Attraktivität des herkömmlichen Lawinen-Piepsers für manche Alpin
sportler schmälernden Hintergrund der hohen Kosten, seiner Größe und seines Ge
wichts, der Erkenntnis, dass zur Suche ohnedies mehrere geschulte Personen zur
Stelle sein werden, und dem für einen einzelnen Sucher eventuellen Gefahrenmo
ment bei der Suche, besteht erheblicher Bedarf nach einem kostengünstigen und für
den Alpinwintersportler, gerade den Snowboarder komfortablen Positionsmeldesys
tem zu seiner eigenen Sicherheit. Ein solches Positionsmeldesystem soll den un
schätzbaren Vorteil der Lawinen-Piepser keinesfalls in Frage stellen, sondern eine
sinnvolle Alternative für den Sportler sein, die wegen eines günstigen Preises und hö
herem Benutzungskomforts von deutlich mehr Sportlern benutzt wird, als der her
kömmliche Lawinen-Piepser, andererseits aber dieselben Möglichkeiten des Gefun
denwerdens bietet. Die letzten drei Winter forderten extrem viele Opfer, besonders
unter Snowboardern. Dies unterstreicht die Notwendigkeit nach einem Positionsmel
desystem, das bereits systembedingt die Voraussetzung für eine weite Verbreitung
erfüllt.
Es gibt ferner Systeme zur Ortung verschütteter Personen, die jedoch mangels zu
verlässiger Praxistauglichkeit kaum benutzt werden. Gemäß DE 24 37 981 C wird die
Energieversorgung eines Senders durch Benetzen mit dem menschlichen Schweiß
nach Art einer Elektrolyse-Zelle betrieben, wobei die Energieversorgung mit einem
Oszillator im Skistiefel untergebracht wird. Gemäß DE 31 09 283 C wird ein Sende-
Empfänger mit Antenne und Stromversorgung in einen Skischuh integriert, wobei ein
Akku durch induktive Kopplung zwischen in den Schuhsohlen und den Skilaufflächen
positionierten Schleifen und Primärschleifen in Fußböden von Beförderungsmitteln o
der Aufenthaltsplätzen von Skisportlern geladen wird. Gemäß DE 27 07 793 A ist ein
Miniaturradiosender in einen Gürtel eingegliedert, der auch eine Antenne enthält.
Gemäß DE 75 00 177 U ist ein in die Schuhe eingelegter Dauer- oder Elektromagnet
zur Auffindung verschütteter Personen vorgeschlagen, der ein mit einer Sonde aufzu
suchendes magnetisches Feld erzeugt.
Die gestellte Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Der als Kompakteinheit ausgebildete und in einem Bekleidungsstück untergebrachte
Sender ist kostengünstiger und komfortabler zu nutzen als der herkömmliche Lawi
nen-Piepser. Dadurch ist eine Grundlage dafür geschaffen, dass wesentlich mehr AI
pinwintersportler diese Kompakteinheit nutzen als den Lawinen-Piepser. Einerseits
wird der Sportler diese kostengünstige und komfortable Möglichkeit zu seiner persön
lichen Sicherheit eher nutzen. Andererseits können Bekleidungshersteller mit entspre
chend ausgerüsteter Bekleidung indirekt dazu beitragen, die Zahl suchbarer Sportler
deutlich zu erhöhen. Insgesamt kann dies die Rate an früh genug gefundenen Ver
schütteten steigern, und auch das Einsatzfeld für die herkömmlichen Lawinen-Piepser
erweitern. Speziell der Snowboarder wird durch die Kompakteinheit bei der Ausübung
seines Sports nicht behindert. Da der Sender die standardisierte Schnee-Notfrequenz
nutzt, lässt sich ein Verschütteter von einem Suchtrupp oder einem einzelnen, mit ei
nem herkömmlichen Lawinen-Piepser ausgerüsteten Sucher genau so effektiv und
rasch finden wie ein mit einem Lawinen-Piepser ausgestatteter Verschütteter. Hinzu
kommt, dass bereits die Hersteller oder Vertreiber der Bekleidungsstücke eine opti
rriale Verwahrung der Kompakteinheit vorgeben, und auch so zum Komfort des
Sportlers beitragen. Die Kompakteinheit kann in jedem bei der Sportausübung getra
genen Bekleidungsstück untergebracht sein, der Vorzug ist jedoch der Oberbeklei
dung oder speziell den Handschuhen zu geben, die ebenfalls günstige Voraussetzun
gen zur Verwahrung bieten. Andererseits ist die Kompakteinheit frei erwerbbar, um
vom Sportler nach Bedarf benutzt zu werden. Die Kompakteinheit mit nur dem Sender
benötigt eine schwächere Stromversorgung als der Lawinen-Piepser, was entweder
besonders kleine und komfortable Abmessungen ermöglicht, oder die Kompakteinheit
für eine komplette Urlaubsdauer oder gegebenenfalls sogar eine Saison aktiviert hal
ten lässt. Aus psychologischen Gründen werden speziell Individualsportler auch des
halb zur Nutzung des Positionsmeldesystems positiv bestärkt, weil sie nicht dem
Druck unterliegen, eine Suche durchführen zu müssen, bei der sie ggfs. überfordert
sind. Insgesamt eröffnet das Suchsystem einen Weg zu einem umfassenderen, ver
besserten Sicherheitsstandard der Sportler, speziell auch der vielen Snowboarder, im
alpinen Gelände.
Zweckmäßig ist der Sender auf eine der beiden Schnee-Notfrequenzen, oder gleich
zeitig auf beide, oder wahlweise auf eine der beiden, ausgelegt, damit ein Suchtrupp
oder ein einzelner Sucher wie üblich vorgehen kann.
Besonders zweckmäßig ist die Kompakteinheit in einem Handschuh untergebracht. Im
freien Gelände, wo die größte Gefahr existiert, ist praktisch kein Alpinwintersportler
ohne Handschuhe unterwegs. Der Handschuh bietet neben seiner Schutz- und Wär
mefunktion genügend Möglichkeiten, die Kompakteinheit optimal komfortabel zu ver
wahren, da die Kompakteinheit klein genug ist. Der Handschuh bleibt im Regelfall bei
einem Unfall an der Hand und ermöglicht die gezielte Suche des Verschütteten. Es
könnten beide Handschuhe eine Kompakteinheit enthalten, um die Such-Effizienz mit
einem räumlichen Effekt zu erhöhen.
Im Regelfall hat der beim Alpinwintersport, z. B. beim Snowboarden, getragene Hand
schuh einen Stulpenbereich, um das Handgelenk abzudecken und das Eindringen
von Schnee zu verhindern. Der Stulpenbereich bietet oberhalb der Handwurzel eine
optimale Möglichkeit, die Kompakteinheit so unterzubringen, ohne den Sportler zu be
hindern. Die Handschuhe haben mindestens ein Festlegungssystem, damit sie beim
Sport nicht abgestreift werden, dies erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass ein Verun
fallter die Handschuhe anbehält. Snowboard-Handschuhe haben meist einen Klettrie
gel und ein selbsthaltendes Pull-Fit-System. Dadurch wird ein guter Sitz und auch die
Verwahrung der Kompakteinheit in der korrekten Lage sichergestellt.
Zweckmäßig ist die Kompakteinheit in einer verschließbaren Tasche des Handschuhs
angeordnet, so dass sich gegebenenfalls zum Trocknen des Handschuhs und zur
Wartung (Batteriewechsel, Funktionsprüfung und dgl.), entnehmen lässt, bzw. von ei
nem Handschuh in einen anderen einbringbar ist.
Vorteilhaft ist entweder die Tasche und/oder die Kompakteinheit mit einer stoß- oder
druckdämpfenden Auskleidung bzw. Umkleidung versehen, die einerseits dem Schutz
der Kompakteinheit und andererseits dem Schutz des Sportlers dient. Ein geeignetes
Material ist bekannt unter "Memory" oder "Flex-Form".
Im Hinblick auf die Sicherheit und zur Vermeidung einer Verletzungsgefahr sollte die
Kompakteinheit einen gerundeten Umriss ohne Ecken, und gegebenenfalls ohne
scharfe Kanten, aufweisen.
Möglich ist ferner, dass am Handschuh, z. B. an der Außenseite einer Fingerspitze
oder am Handrücken, eine Funktionsanzeige für die Kompakteinheit bzw. den Sender
vorgesehen oder einsehbar ist, so dass der Sportler weiß, dass der Sender funktio
niert.
Die Funktionsanzeige, vorzugsweise eine optische Funktionsanzeige, kann zweck
mäßig an der Kompakteinheit vorgesehen und durch einen vorbereiteten Bereich am
Handschuh eingesehen werden.
Ferner sollte der Handschuh einen sichtbaren Hinweis auf die Kompakteinheit aufwei
sen, damit der Sportler eher angehalten ist, die Kompakteinheit zu benutzen, falls er
die Absicht hat, sich im freien Gelände zu bewegen, bzw. den Sender auf Funktions
fähigkeit zu überprüfen.
Anhand der Zeichnung werden Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes er
läutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Perspektivansicht eines handelsüblichen Lawinen-Piepsers,
Fig. 2 eine Perspektivansicht einer nur einen Sender enthaltenden Kompakt
einheit eines Positionsmeldesystems,
Fig. 3 schematisch einen Alpinwintersportler, an dem mehrere Verwahrungs
möglichkeiten für die Kompakteinheit des Positionsmeldesystems ange
deutet sind,
Fig. 4 eine Schemaansicht eines Handschuhs als das Positionsmeldesystem,
und
Fig. 5 einen Querschnitt in der Schnittebene V-V in Fig. 4.
Ein herkömmlicher Lawinen-Piepser L in Fig. 1, z. B. das ORTOVOX VS-F2-Ver
schütteten-Suchgerät, enthält in einem Gehäuse 1 einen Empfänger E und einen
Sender S. Das Gehäuse 1 hat beispielsweise Abmessungen von ca. 20/80/120 mm
und ein Gewicht von ca. 300 g. An einem Anschluss 2 und einem Einschaltanschluss
4 ist ein Tragriemen 3 anbringbar. An dem Gehäuse 1 sind ein Richtungspfeil 5, ein
Stellknopf 6 zum Einstellen der Suchempfindlichkeit bzw. zum Umschalten zwischen
Sendebetrieb und Suchbetrieb und eine optische Funktionsanzeige 7 vorgesehen. Ein
Regler 8 ermöglicht ggfs. zusätzliche Einstellungen. Im Gehäuse 1 ist auch eine Bat
terie B zur Stromversorgung des Empfängers und des Senders E, S untergebracht.
Der Lawinen-Piepser L sendet und sucht auf wenigstens einer internationalen
Schnee-Notfrequenz (457 kHz und/oder 2275 kHz).
Der Lawinen-Piepser L wird am Körper getragen, entweder mittels des Tragriemens 2
oder in einer Tasche. Im Sendebetrieb gibt der Sender S ein vorzugsweise gerichtetes
Signal ab (z. B. in ellipsenförmigen Feldlinien). Im Suchbetrieb wird ein sendender La
winen-Piepser L mittels des Empfängers und anhand des gerichteten Signals gesucht,
wobei nach speziellen Suchmethoden vorgegangen und bei Annäherung an den Sen
der die Suchempfindlichkeit zurückgenommen wird. Es kann anhand der optischen
Anzeige, eines akustischen Suchsignals oder mittels Kopfhörer gesucht werden.
Fig. 2 zeigt eine Kompakteinheit K, in der nur ein Sender S enthalten ist, der mit dem
Lawinen-Piepser L kompatibel ist, indem dieser auf eine, wahlweise auf eine oder auf
beide Schnee-Notfrequenzen ausgelegt ist. Die Kompakteinheit K hat ein mit gerun
deter Kontur ohne Ecken oder scharfe Kanten ausgebildetes Gehäuse 9, das bei
spielsweise die Größe eines Streichholzbriefchens oder eines kleinen Taschenfeuer
zeugs hat, und dessen Gewicht nur einen Bruchteil des Gewichts des Lawinen-
Piepsers L beträgt. An der Kompakteinheit K ist eine optische Funktionsanzeige 11,
z. B. eine Leuchtdiode, sichtbar angebracht, und gegebenenfalls ein Ein- oder Aus
schalter 10. Ferner kann eine Richtantenne 14 im Gehäuse 9 untergebracht sein. Die
Kompakteinheit K verfügt über eine eigene Stromversorgung, z. B. eine Batterie B, ge
gebenenfalls eine oder mehrere Knopfzellen oder eine Mignon-Batterie (die aus
tauschbar ist). Gegebenenfalls ist der Ein- und Ausschalter 10 weggelassen und wird
der Sender permanent aktiviert gehalten. Die Kompakteinheit K ist Teil eines Positi
onsmeldesystems P (Fig. 3) für Alpinwintersportler A, und ist zu diesem Zweck in ei
nem Bekleidungsstück (Anorak 12, Skihose 13 oder in einem Handschuh H, d. h. ei
nem Fäustling oder Fingerhandschuh) verwahrt. Der Sender ist permanent oder nur
bei der Sportausübung aktiviert. Im Anorak 12 kann die Kompakteinheit K beispiels
weise an der Brust oder im Kragenbereich bzw. im Ärmelbereich (gestrichelt ange
deutet) verwahrt sein. In der Skihose 13 könnte die Kompakteinheit z. B. im Kniebe
reich, im Gürtelbereich oder im Saumbereich oberhalb des Skistiefels verwahrt sein.
Der Vorzug ist jedoch der Verwahrung der Kompakteinheit K in einem Handschuh H
zu geben. In jedem Fall sollte die Kompakteinheit K so verwahrt angeordnet sein,
dass sie vom Alpinwintersportler A bei der Sportausübung nicht als störend empfun
den wird, dabei jedoch unkompliziert auf Funktionsfähigkeit überprüfbar ist.
In Fig. 4 wird das Positionsmeldesystem P anhand eines Handschuhs H, hier eines
Fingerhandschuhs mit einem Stulpenbereich 16, z. B. eines Snowboard-Handschuhs,
erläutert. Der sich deutlich über das Handgelenk in Richtung zum Eilbogen erstre
ckende Stulpenbereich 16 ist beispielsweise durch ein Schließelement 17, beispiels
weise einen Klett- oder Druckknopfriegel fixierbar, und ggfs. zusätzlich mit einem Pull-
Fit-System F, das sich nicht unabsichtlich zu lösen vermag. Im Stulpenbereich 16 ist
außerhalb eines Greifbereichs 15 des Handschuhs eine Tasche T mit einem Ver
schluss 18 vorgesehen, in welcher die Kompakteinheit K untergebracht ist. Zweckmä
ßigerweise ist die optische Funktionsanzeige 11 der Kompakteinheit K von außen zu
inspizieren. Als Alternative könnte eine optische Funktionsanzeige 11' beispielsweise
an der Außenseite einer Fingerspitze des Handschuhs H vorgesehen sein, die über
eine entsprechende Leitung mit der Kompakteinheit K verbunden ist. Günstig ist es
ferner, am Handschuh H einen Hinweis 21 auf das Vorhandensein der Kompaktein
heit bzw. die Ausbildung des Handschuhs als Positionsmeldesystem P vorzusehen,
und zwar an gut einzusehender Stelle, beispielsweise am Handrücken oder am
Schließelement 17. Eine günstige Position der Kompakteinheit K wäre wie bei K' an
gedeutet oben an der Innenseite des Unterarms in etwa in Verlängerung der Dau
menwurzel.
Im Schnitt in Fig. 5 ist zu erkennen, dass die Kompakteinheit K in der Tasche T im
Stulpenbereich 16 in einer vorbestimmten Position gesichert verwahrt ist, und zwar
zwischen Schichten 22 des Handschuhs und so, dass sie ggfs. nach Öffnen des Ver
schlusses 18 entnehmbar ist. Mit C ist eine Auskleidung bzw. Umkleidung aus einem
zweckmäßigerweise zähelastischen, stoßdämpfenden bzw. punktelastischen Material
(Memory- oder Formflex-Werkstoff) angedeutet, die entweder auf der Kompakteinheit
K angeordnet und/oder im Inneren der Tasche T vorgesehen ist. Alternativ könnten
die Schichten 22 im Bereich der Tasche T aus solchem Material bestehen oder eine
entsprechende Auskleidung haben. Falls ein Ein- und Ausschalter 10 an der Kom
pakteinheit K vorgesehen ist, lässt sich dieser ggfs. sogar durch Druck auf eine
zweckmäßigerweise außen gekennzeichnete Stelle des Stulpenbereichs 16 bedienen.
Der Schalter 10 könnte sogar mit einem Druckknopf eines Druckknopf-Verschluss-
Riegels 17 des Handschuhs H betätigt werden. Die optische Funktionsanzeige 11 der
Kompakteinheit K ist durch einen Ausschnitt 19 der Umkleidung C und einen licht
durchlässigen Bereich 20 des Handschuhs H zu sehen. Der Bereich 20 könnte bei
spielsweise durch eine integrierte Kunststofffolie, vorzugsweise mit Lupeneffekt, ge
bildet sein. Ln aktiviertem Zustand sendet der Sender S auf einer der beiden Schnee-
Notfrequenzen oder sogar auf beiden, so dass ein mit dem Positionsmeldesystem
ausgestatteter Alpinwintersportler mittels jedes handelsüblichen Lawinen-Piepsers L
zu orten und zu suchen ist, genauso, als ob der Alpinwintersportler den üblichen La
winen-Piepser L gemäß Fig. 1 mitführen würde.
Obwohl dies nicht gezeigt ist, könnte der Handschuh H mit der verwahrten Kompakt
einheit so ausgebildet sein, dass der Sender stets aktiviert ist, sobald der Handschuh
Kontakt mit der Haut des Trägers hat. Dazu könnte ein einfacher, auf Hautkontakt an
sprechender Sensor in den Handschuh eingegliedert sein, der den Sender nur dann
ausschaltet, wenn beispielsweise eine vorbestimmte Zeit ohne Hautkontakt verstri
chen ist. Die Zeitspanne wird so gewählt, dass sie auf jeden Fall länger ist als kurz
zeitige, benutzungsbedingte Hautkontaktunterbrechungen. Damit das Positionsmel
desystem P in möglichst großem Umfang, z. B. auch von der Mehrzahl der Snowboar
der, benutzt wird, sollte die Kompakteinheit K nicht nur integriert in Bekleidungsstücke
bzw. Handschuhe, abgegeben werden, sondern auch für sich erhältlich sein, um dann
in einem der jeweils getragenen Bekleidungsstücke verwahrt zu werden.
Claims (10)
1. Positionsmeldesystem (P) für Alpinwintersportler (A), dadurch gekennzeichnet,
dass ein auf wenigstens eine standardisierte Schnee-Notfrequenz ausgelegter Sender
(S), der mit handelsüblichen Lawinenverschütteten-Suchgeräten (P) kompatibel ist, als eigenständige, eigenversorgte Aktiv-Sicherheits-Kompakteinheit (K) ausgebildet
und in einem Bekleidungsstück (12, 13) des Sportlers verwahrt unterbringbar ist.
2. Positionsmeldesystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Sen
der (S) der Kompakteinheit (K) auf eine Sendefrequenz von 457 kHz oder/und 2275
kHz ausgelegt ist.
3. Positionsmeldesystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die
Kompakteinheit (K) in wenigstens einem Handschuh (H) angeordnet ist. .
4. Positionsmeldesystem nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der
Handschuh (H) einen über das Handgelenk deutlich hinausgehenden Stulpenbereich
(16) hat, und dass die Kompakteinheit (K) im Stulpenbereich zwischen der Handwur
zel und dem Ellbogen des Sportlers untergebracht ist, und dass der Handschuh (H)
mit wenigstens einem Schließsystem (17, F) ausgestattet ist.
5. Positionsmeldesystem nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die
Kompakteinheit (K) in einer verschließbaren Tasche (T) des Handschuhs (H) in Ver
längerung der Daumenwurzel in Richtung Ellbogen angeordnet ist.
6. Positionsmeldesystem nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Tasche (T) und/oder die Kompakteinheit (K) mit
einer zähelastischen, d. h. z. B. stoßdämpfenden bzw. punktelastischen, Auskleidung
bzw. Umkleidung (C) versehen ist/sind.
7. Positionsmeldesystem nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Kompakteinheit (K) einen gerundeten Umriss
zumindest frei von Ecken und gegebenenfalls ohne Kanten aufweist.
8. Positionsmeldesystem nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass am
Handschuh (H) eine Funktionsanzeige (11, 11') für den Sender (S) der Kompaktein
heit (K) vorgesehen ist, vorzugsweise eine in den Handschuh (H) oder die Kompakt
einheit (K) integrierte optische Funktionsanzeige.
9. Positionsmeldesystem nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass am
Handschuh (H) ein lichtdurchlässig ausgebildeter oder ausgesparter Bereich (20) vor
gesehen ist, hinter dem die an der Kompakteinheit (K) vorgesehene, optische Funkti
onsanzeige (11) positioniert ist.
10. Positionsmeldesystem nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der
Handschuh (H) einen sichtbaren Hinweis (21) auf die Kompakteinheit (K) oder die Ta
sche (T) aufweist.
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