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DE10121421A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Erkennen und Ausschneiden von Fremdstoffen in Fasermaterial - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Erkennen und Ausschneiden von Fremdstoffen in Fasermaterial

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Publication number
DE10121421A1
DE10121421A1 DE2001121421 DE10121421A DE10121421A1 DE 10121421 A1 DE10121421 A1 DE 10121421A1 DE 2001121421 DE2001121421 DE 2001121421 DE 10121421 A DE10121421 A DE 10121421A DE 10121421 A1 DE10121421 A1 DE 10121421A1
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DE
Germany
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fiber material
opening
sensor arrangement
air
fiber
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE2001121421
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English (en)
Inventor
Juerg Faas
Andreas Meyenhofer
Walter Kiechl
Christoph Schoenbaechler
Armin Jossi
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Maschinenfabrik Rieter AG
Jossi Holding AG
Original Assignee
Maschinenfabrik Rieter AG
Jossi Holding AG
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Publication date
Application filed by Maschinenfabrik Rieter AG, Jossi Holding AG filed Critical Maschinenfabrik Rieter AG
Priority to DE2001121421 priority Critical patent/DE10121421A1/de
Publication of DE10121421A1 publication Critical patent/DE10121421A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01GPRELIMINARY TREATMENT OF FIBRES, e.g. FOR SPINNING
    • D01G31/00Warning or safety devices, e.g. automatic fault detectors, stop motions
    • D01G31/003Detection and removal of impurities
    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01BMECHANICAL TREATMENT OF NATURAL FIBROUS OR FILAMENTARY MATERIAL TO OBTAIN FIBRES OF FILAMENTS, e.g. FOR SPINNING
    • D01B3/00Mechanical removal of impurities from animal fibres
    • D01B3/02De-burring machines or apparatus

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Preliminary Treatment Of Fibers (AREA)

Abstract

Es wird eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Erkennen und Ausscheiden von Fremdstoffen in Fasermaterial (1), insbesondere Rohbaumwolle, vorgestellt, wobei das Fasermaterial (1) in einem Pufferschacht (2) aufgestaut und auf diesem in Faserflocken aufgelöst in eine Förderstrecke abgegeben wird, in welcher das Fasermaterial (1) in wenigstens einer auf Fremdstoffe reagierenden Sensoranordnung (9) vorbeigeführt wird und dabei überwacht wird, wobei beim Erkennen eines Fremdstoffes die verunreinigte Teilmenge des Fasermaterials (1) bezogen auf die Förderrichtung stromabwärts ausgeschieden wird. Das erfindungsgemäße Verfahren zeichnet sich dadurch aus, daß dem Fasermaterial (1) in Förderrichtung stromaufwärts der Sensoranordnung (9) im Bereich der Fasermaterialauflösung Luft zugeführt wird zum Auflockern des Fasermaterials (1) und damit zum besseren Erkennen der Fremdstoffe in dem Fasermaterial (1) durch die Sensoranordnung (9).

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Erkennen und Ausscheiden von Fremdstoffen aus Fasermaterial, insbesondere Rohbaum­ wolle, bei dem das Fasermaterial in einem Pufferschacht aufgestaut und aus diesem in Faserflocken aufgelöst in eine Förderstrecke abgegeben wird, in welcher das Fasermaterial an wenigstens einer auf Fremdstoffe reagieren­ den Sensoranordnung vorbeigeführt wird und dabei überwacht wird, wobei beim Erkennen eines Fremdstoffes die verunreinigte Teilmenge des Faser­ materials bezogen auf die Förderrichtung stromabwärts ausgeschieden wird.
Insbesondere in Rohbaumwolle befinden sich Fremdstoffe, welche teilweise von der Pflanze selbst stammen, wie beispielsweise Trashteile, Samen und Nissen, aber auch Teile, welche durch die Ernte und den Transport des Fa­ sermaterials in das Fasermaterial gelangten, wie beispielsweise Metallteile oder Teile von Schnüren oder Verpackungen. Zum Erkennen und Ausschei­ den von derartigen Fremdstoffen im Fasermaterial sind bereits viele Verfah­ ren und Vorrichtungen bekannt. Derzeit bevorzugte Einrichtungen erkennen mittels eines oder mehrerer Sensoren den Fremdstoff und scheiden ihn an­ schließend durch Umlenken der verunreinigten Teilmenge mittels einer Klappe oder mittels eines Druckstoßes aus dem übrigen Faserstrom aus.
Aus der DE 195 16 568 A1 ist beispielsweise eine gattungsgemäße Vorrich­ tung gezeigt. Die Fremdstoffe werden mittels eines optischen Sensorsy­ stems erkannt und anschließend über eine Ausscheideeinrichtung ausge­ schieden. Dem optischen Sensorsystem ist eine Auflöseeinrichtung für das Fasermaterial vorgeschaltet, welches dazu dienen soll, das Fasermaterial, welches in einem Speiseschacht der Auflöseeinrichtung zugeführt wird, zu öffnen, so daß die Fremdstoffe freier sind und sich in dem Fasermaterial nicht unerkannt verbergen können.
Aus der EP 0 285 602 A1 ist eine weitere gattungsgemäße Vorrichtung be­ kannt, welche mittels einer Fächerwalze einen zugeführten Fasermaterial­ strom über eine Beruhigungsstrecke in einen Beschickungsschacht führt. Im Anschluß daran wird das so zugeführte Fasermaterial einer als Röntgenein­ richtung ausgebildeten Sensoreinrichtung zum Erkennen der Fremdstoffe zugeführt. Nach der Sensoreinrichtung werden die Fremdstoffe über eine angesteuerte Klappe in einen Sammelbehälter ausgeblasen.
Aus der EP 0 824 607 B1 ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Erken­ nen und Ausscheiden von Fremdstoffen in Fasermatarial bekannt. Das Fa­ sermaterial wird einem Förderkanal entnommen, indem es auf einer Sieb­ trommel abgelegt, dort vom Feinstaub gereinigt und dann mit Hilfe der Zen­ trifugalkraft und einer Zellradschleuse einem weiteren Förderkanal zugeführt wird. Zur Beschleunigung des Fasermaterials in diesem weiteren Förderka­ nal ist eine Zuluftöffnung vorgesehen. Einen Einfluß auf die gleichmäßige Abgabe des Fasermaterials von der Siebtrommel in die Zellradschleuse und von dort in den weiteren Förderkanal nimmt diese Zuluftöffnung jedoch nicht, da sie insbesondere von der Siebtrommel zu weit entfernt angeordnet ist.
Die bekannten Verfahren und Vorrichtungen haben den Nachteil, daß sie trotz einiger Bemühungen das Fasermaterial zu vereinzeln, es immer noch nicht optimal ermöglichen, daß das Fasermaterial ideal ausgebreitet wird, so daß eine Sensoreinrichtung Fremdstoffe zuverlässig erkennen kann. Die durch den Stand der Technik der Sensoreinrichtung zugeführten Faserfloc­ ken sind in starkem Maße unterschiedlich voluminös und werden der Sen­ soreinrichtung häufig schwallweise zugeführt. Durch diese unterschiedliche Dichte des der Sensoreinrichtung zugeführten Fasermaterials ist es für die Sensoreinrichtung äußerst schwierig, die Fremdstoffe zuverlässig zu erken­ nen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es somit, ein Verfahren und eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, mit welchem es ermög­ licht wird, Fasermaterial gleichmäßig einer Sensoreinrichtung zuzuführen, so daß die Erkennung von Fremdstoffen durch die Sensoreinrichtung mit weit­ gehend gleichbleibender Qualität ermöglicht wird.
Die Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren und eine Vorrichtung mit den Merkmalen der Ansprüche 1 bzw. 8.
Erfindungsgemäß wird das Fasermaterial entlang einer Förderstrecke an wenigstens einer auf Fremdstoffe reagierenden Sensoranordnung vorbei­ geführt und dabei überwacht. Wird ein Fremdstoff in dem Fasermaterial er­ kannt, so wird der Fremdstoff, meist zusammen mit einer bestimmten verun­ reinigten Teilmenge des Fasermaterials, in welchem der Fremdstoff häufig eingebettet ist, bezogen auf die Förderrichtung stromabwärts ausgeschie­ den. Zur besonders guten Vereinzelung des Fasermaterials, und damit das Fasermaterial möglichst gleichmäßig an der Sensoranordnung vorbeigeführt wird, ist vorgesehen, daß dem Fasermaterial in Förderrichtung stromauf­ wärts der Sensoranordnung Luft zugeführt wird. Durch diese, zusätzlich zu der üblichen Transportluft zugeführten Luft, wird das Lasermaterial aufgeloc­ kert. Damit können die Fremdstoffe in dem Fasermaterial durch die Sen­ soranordnung besser erkannt werden. Die zusätzliche Luft bewirkt, daß der Fasermaterialstrom beschleunigt wird und somit die Dichte des Fasermateri­ als im Bereich der Sensoranordnung verringert wird. Durch die geringere Dichte des Fasermaterials ist es für die Sensoranordnung einfacher möglich, das darin enthaltene Fremdmaterial zu erkennen.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn das Fasermaterial an der Sensoranord­ nung im freien Fall vorbeigeführt wird. Hierdurch hat das Fasermaterial be­ reits eine natürliche Geschwindigkeit, welche von dem zusätzlich zugeführ­ ten Luftstrom lediglich unterstützt werden muß. Das Fasermaterial und die darin enthaltenen Fremdstoffe können somit von der Sensoranordnung be­ sonders zuverlässig erfaßt werden.
Um eine gute und gleichmäßige Auflösung des Fasermaterials zu erhalten, ist es besonders vorteilhaft, wenn das Fasermaterial mittels einer Auflöse­ einheit aufgelöst wird. Das Fasermaterial wird dabei gleichmäßig aus einem Füll- oder Pufferschacht in beispielsweise einen Feinreinigerschacht, in wel­ chem die Sensoranordnung vorgesehen ist, zugeführt.
Vorteilhafterweise, da mit äußerst geringem konstruktiven Aufwand, wird die Luft mit Umgebungsdruck zugeführt. Hierzu ist es ausreichend, Öffnungen vorzusehen, durch welche Falschluft mit dem Fasermaterial vermischt wird. Dies ist häufig bereits ausreichend, um eine gleichmäßige Zuführung des Fasermaterials zu der Sensoranordnung zu bewirken.
Um das Fasermaterial zusätzlich zu beschleunigen und damit eine noch bessere Vergleichmäßigung zu erzielen, ist es besonders vorteilhaft, wenn die Luft als Druckluft zugeführt wird. Die Druckluft bewirkt eine zusätzliche Beschleunigung des Fasermaterials und damit eine Ausbreitung des Faser­ materials im Bereich der Sensoranordnung. Hierdurch wird die Dichte des gesamten Fasermaterials vor der Sensoranordnung verringert, wodurch die Sensoranordnung in der Lage ist, auch kleinere Fremdstoffe zu erfassen.
Durch die zuvor genannten Verfahren wird in vorteilhafter Weise das Faser­ material mittels der zugeführten Luft beschleunigt. Die Beschleunigung des Fasermaterials bewirkt zwar einerseits, daß die Sensoranordnung die Fremdstoffe schneller erfassen muß. Andererseits wurde jedoch erkannt, daß mit der modernen Sensortechnik dies kein Problem darstellt und es an­ dererseits aber möglich ist, die weniger dichten Faserflocken, welche an der Sensoranordnung vorbeigeführt werden, hinsichtlich der darin enthaltenen Fremdstoffe besser zu erfassen.
Eine erfindungsgemäße Vorrichtung erkennt und scheidet Fremdstoffe aus Fasermaterial, insbesondere Rohbaumwolle, aus. Die erfindungsgemäße Vorrichtung weist eine Auflöseeinheit sowie eine Förderstrecke für das Fa­ sermaterial auf. Die Sensoranordnung reagiert auf in dem Fasermaterial enthaltene Fremdstoffe und signalisiert dies einer Ausscheideeinrichtung. In der der Sensoranordnung nachfolgenden Ausscheideeinrichtung wird so­ dann zu dem Zeitpunkt, zu dem die erfaßten Fremdstoffe die Ausscheideein­ richtung passieren, die Ausscheideeinrichtung betätigt und führt die erkann­ ten Fremdstoffe beispielsweise in einen Sammelbehälter ab. Dies erfolgt, wie aus dem Stand der Technik bekannt, beispielsweise mittels Klappen und/oder Druckstößen.
Um die Erkennung und damit Ausscheidung der Fremdstoffe zu optimieren, ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß stromaufwärts der Sensoranordnung im Bereich der Fasermaterialauflösung eine Zuluftöffnung vorgesehen ist. Durch die Zuluftöffnung wird zusätzliche Luft dem Fasermaterial beige­ mischt. Hierdurch wird die Dichte des Fasermaterials im Bereich der Sen­ soranordnung verringert und damit der Sensoranordnung erleichtert, Fremd­ stoffe zu erkennen, da das Fasermaterial, welches der Sensoranordnung zugeführt wird dünner ist und somit die Fremdstoffe leichter zu erfassen sind.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Zuluftöffnung an einer Auflöseeinrich­ tung und/oder der Förderstrecke, insbesondere unmittelbar vor der Sen­ soranordnung angeordnet ist. Die Auflöseeinheit vereinzelt Fasermaterial, welches in einem Pufferschacht vor der Sensoranordnung aufgestaut wird, in einzelne Faserflocken. Der Luftstrom, welcher in diesem Bereich zugeführt wird, bewirkt und unterstützt die Flockenausblasung aus der Auflöseeinheit in einen Schacht, in welchem die Sensoranordnung sich befindet. Durch die erfindungsgemäße Vorrichtung wird eine hohe Luft- und Flockengeschwin­ digkeit bewirkt, welche die einzelnen Flocken weiter voneinander entfernt und gegebenenfalls sogar streckt, wodurch das Fremdmaterial besser sicht­ bar wird.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Auflöseeinheit eine Speisewalze mit einer Speisemulde und eine Auflösewalze aufweist. Wird die Zuluftöffnung zwischen der Speisewalze und der Auflösewalze, insbesondere anschlie­ ßend an die Speisemulde angeordnet, so wird die Auflösung des Fasermate­ rials in einzelne Faserflocken vorteilhaft unterstützt. Zusätzlich wird die Floc­ kengeschwindigkeit beim Austritt der Faserflocken aus der Auflöseeinheit deutlich erhöht, wodurch die Dichte des an der Sensoreinrichtung vorbei­ geführten Fasermaterials verringert wird.
Wird die Zuluftöffnung im Bereich der Auflösewalze angeordnet und ist sie insbesondere in Richtung auf die Sensoranordnung bzw. den auf die Sen­ soreinrichtung hin gerichteten Förderschacht angeordnet, so wird hier eben­ falls die Luft- und Flockengeschwindigkeit erhöht. Besonders vorteilhaft ist es, wenn diese Zuluftöffnung eine zusätzliche Zuluftöffnung ist, welche die Zuluftöffnung, welche sich im Bereich der Speisemulde befindet, unterstützt.
Häufig ist es ausreichend, wenn die Zuluftöffnung mit dem Umgebungsdruck verbunden ist. Das bedeutet, daß die Zuluftöffnung lediglich den Zutritt von Falschluft in die eigentliche Transportströmung ermöglicht. In einzelnen An­ wendungsfällen kann es aber auch besonders vorteilhaft sein, wenn die Zu­ luftöffnung an eine Druckluftquelle angeschlossen ist. Hierdurch wird die Strömungsgeschwindigkeit der Faserflocken zusätzlich erhöht.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist besonders vorteilhaft einsetzbar an einem Grob- und/oder Feinreiniger der Spinnereivorbereitung.
Vorteilhaft ist es weiterhin, wenn stromabwärts der Sensoreinrichtung eine Reinigungswalze angeordnet ist, mit welcher besonders feine Verunreini­ gungen, welche durch die Sensoranordnung nicht erkannt wurden, mecha­ nisch ausgereinigt werden.
Weitere Vorteile der Erfindung sind in dem nachfolgenden Ausführungsbei­ spiel beschrieben.
Es zeigt:
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Vor­ richtung in einem Feinreiniger.
In der einzigen Figur ist ein Anwendungsbeispiel der vorliegenden Erfindung bei einem Feinreiniger dargestellt. Fasermaterial 1 ist in einem Pufferschacht 2 aufgestaut. Das Fasermaterial 1 wird über eine nicht dargestellte, meist pneumatische Fasertransportleitung dem Pufferschacht 2 zugeführt. In dem Pufferschacht 2 wird das Fasermaterial 1 durch eine an seinem Ende ange­ ordnete Auflöseeinrichtung aufgestaut. Die Auflöseeinrichtung besteht aus einer Speisewalze 3, welche mit einer Speisemulde 4 zusammenwirkt sowie einer Auflösewalze 5. Die Speisewalze 3 und die Speisemulde 4 bilden eine Engstelle, durch welche durch Drehung der Speisewalze 3 Fasermaterial 1 der Auflösewalze 5 zugeführt wird. Die Speisewalze 3 dreht mit einer relativ geringen Drehzahl im Vergleich zur Auflösewalze 5. Hierdurch wird ein Ver­ einzeln des in dem Pufferschacht 2 aufgestauten Fasermaterials 1 zu Faser­ flocken bewirkt.
Zur erfindungsgemäßen Unterstützung der Auflösung des Fasermaterials 1 werden die in der Auflöseeinrichtung aufgelösten Faserflocken beschleunigt. Hierdurch ist eine Zuluftöffnung 6 vorgesehen. Die Zuluftöffnung 6 ist im Be­ reich der Speisemulde 4 angeordnet. Luft strömt aus der Zuluftöffnung 6 in den Bereich, in welchem das Fasermaterial 1 durch die Speisewalze 3 der Auflösewalze 5 vorgelegt wird. Die Luft bewirkt, daß das Fasermaterial 1 sehr schnell auf die Umfangsgeschwindigkeit der Auflösewalze 5 gebracht wird und somit eine hohe Geschwindigkeit erreicht. Die Zuluftöffnung 6 ist in dem hier ausgeführten Beispiel an die Umgebungsluft angeschlossen. In einer anderen Ausführung ist es jedoch auch möglich, die Zuluftöffnung 6 an eine Druckluftquelle anzuschließen, wodurch die Beschleunigung des Fa­ sermaterials 1 zusätzlich erhöht wird.
Nachdem das Fasermaterial 1 aus der Speisewalze 3 in die wesentlich schneller drehende Auflösewalze 5 übergeben wurde, wird das Fasermateri­ al nach Umlauf etwa einer halben Umdrehung der Auflösewalze 5 in einen Feinreinigerschacht 7 übergeben. Im Bereich der Übergabe des Fasermate­ rials 1 in den Feinreinigerschacht 7 ist eine weitere Zuluftöffnung 8 gestri­ chelt dargestellt. Über diese Zuluftöffnung 8, welche bei Bedarf zusätzlich oder alternativ zu der Zuluftöffnung 6 vorgesehen sein kann, wird wiederum Luft dem Fasermaterial 1 beigemischt. Diese Zuluftöffnung 8, welche vor­ zugsweise an eine Druckluftquelle angeschlossen ist, bewirkt eine zusätzli­ che Erhöhung der Luft-/Flockengeschwindigkeit, wodurch eine verbesserte Auflösung des Fasermaterials 1 und damit eine Vergleichmäßigung des Luft-/Flockenstromes erzeugt wird.
Dieser so vergleichmäßigte, relativ dünne Luft-/Flockenstrom, welcher aus der zugeführten Luft und dem Fasermaterial 1 besteht, wird an einer Sen­ soranordnung 9 im freien Fall, jedoch durch den Luftstrom zusätzlich be­ schleunigt vorbeigeführt. In der Sensoranordnung 9 ist in an sich bekannter Weise die Feststellung von Fremdmaterial mittels einer Vielzahl von Senso­ ren oder einer Röntgeneinrichtung möglich. Stromabwärts dieser Sen­ soranordnung 9 ist in dem Feinreinigerschacht 7 eine Druckluftdüse 10 vor­ gesehen. Wird von der Sensoranordnung 9 festgestellt, daß Fremdmaterial in den vorbeiströmenden Faserflocken enthalten ist, so wird zeitlich versetzt die Druckluftdüse 10 betätigt und mit dem dadurch erzeugten Druckluftstoß wird die das Fremdmaterial enthaltene Faserflocke in einen gegenüber der Druckluftdüse 10 angeordneten Sammelbehälter 11 befördert.
Feine Verunreinigungen, welche durch die Sensoranordnung 9 nicht erkannt werden konnten, werden in der anschließend angeordneten Reinigungswal­ ze 12 ausgereinigt. Hierzu ist eine Speisewalze 13 vorgesehen, welche mit der Reinigungswalze 12 zusammenwirkt und die aus dem Feinreiniger­ schacht 7 angelieferten Faserflocken der Reinigungswalze 12 und einem Rost 14 zuführen. In dem Rost 14 wird die feine Verunreinigung des Faser­ materials 1, beispielsweise Staub, abgeschieden und in einen nicht darge­ stellten Sammelbehälter abgeführt. Das nunmehr weitgehend gereinigte Fa­ sermaterial 1 wird anschließend über eine Fasertransportleitung 15 der wei­ teren Verarbeitung zugeführt.
Die Erfindung ist nicht auf die dargestellte Ausführung beschränkt. So ist eine weitere Einsatzmöglichkeit im Bereich von Grobreinigern in analoger Weise möglich. Die Zuluftöffnungen 6 und 8 können auch an anderen Stel­ len der Zuführleitungen des Fasermaterials 1 angeordnet sein. In jedem Fall muß jedoch dafür gesorgt sein, daß das Fasermaterial 1 im Bereich der Sensoranordnung eine hohe Geschwindigkeit aufweist, so daß das Faser­ material 1 eine relativ geringe durchschnittliche Dichte vor der Sensoranord­ nung 9 hat. Hierdurch ist in erfinderischer Weise die Erfassung der Fremd­ materialien in dem Luft-/Flockenstrom, welcher an der Sensoranordnung 9 entlanggeführt wird, optimal zu ermitteln. Darüber hinaus ist das Fasermate­ rial 1, welches mit dem Druckluftstoß zusammen mit dem Fremdmaterial in den Sammelbehälter 11 abgeführt wird, gering, so daß durch die vorliegende Erfindung nur relativ wenig gutes, nicht verunreinigtes Fasermaterial 1 ab­ geführt wird.

Claims (17)

1. Verfahren zum Erkennen und Ausscheiden von Fremdstoffen in Faser­ material (1), insbesondere Rohbaumwolle, bei dem das Fasermaterial (1) in einem Pufferschacht (2) aufgestaut und aus diesem in Faserfloc­ ken aufgelöst in eine Förderstrecke abgegeben wird, in welcher das Fasermaterial (1) an wenigstens einer auf Fremdstoffe reagierenden Sensoranordnung (9) vorbeigeführt wird und dabei überwacht wird, wo­ bei beim Erkennen eines Fremdstoffes die verunreinigte Teilmenge des Fasermaterials (1) bezogen auf die Förderrichtung stromabwärts aus­ geschieden wird, dadurch gekennzeichnet, daß dem Fasermaterial (1) in Förderrichtung stromaufwärts der Sensoranordnung (9) im Bereich der Fasermaterialauflösung Luft zugeführt wird zum Auflockern des Fa­ sermaterials (1) und damit zum besseren Erkennen der Fremdstoffe in dem Fasermaterial (1) durch die Sensoranordnung (9).
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Faser­ material (1) an der Sensoranordnung (9) im freien Fall vorbeigeführt wird.
3. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekenn­ zeichnet, daß das Fasermaterial (1) mittels einer Auflöseeinheit (3, 4, 5) aufgelöst wird.
4. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Luft an der Auflöseeinheit (3, 4, 5) zugeführt wird.
5. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Luft mit Umgebungsdruck zugeführt wird.
6. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Luft als Druckluft zugeführt wird.
7. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekenn­ zeichnet, daß das Fasermaterial (1) mittels der zugeführten Luft be­ schleunigt wird.
8. Vorrichtung zum Erkennen und Ausscheiden von Fremdstoffen in Fa­ sermaterial (1), insbesondere Rohbaumwolle, mit einer Auflöseeinheit (3, 4, 5) sowie einer Förderstrecke für das Fasermaterial (1), einer auf Fremdstoffe reagierenden Sensoranordnung (9) und einer Ausscheide­ einrichtung (10,11) zum Ausscheiden der von der Sensoranordnung (9) erkannten Fremdstoffe, insbesondere zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß stromaufwärts der Sensoranordnung (9) im Bereich der Fasermaterial­ auflösung eine Zuluftöffnung (6; 8) vorgesehen ist.
9. Vorrichtung nach dem vorherigen Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuluftöffnung (6; 8) an der Auflöseeinheit (3, 4, 5) angeordnet ist.
10. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Auflöseeinheit (3, 4, 5) im Anschluß an einen Puffer­ schacht (2) angeordnet ist.
11. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Auflöseeinheit (3, 4, 5) eine Speisewalze (3) mit einer Speisemulde (4) und eine Auflösewalze (5) aufweist.
12. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Zuluftöffnung (6; 8) zwischen der Speisewalze (3) und der Auflösewalze (5), insbesondere anschließend an die Speisemulde (4) angeordnet ist.
13. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Zuluftöffnung (6; 8), insbesondere eine zusätzliche Zuluftöffnung (8) im Bereich der Auflösewalze (5) angeordnet ist.
14. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Zuluftöffnung (6; 8) mit dem Umgebungsdruck ver­ bunden ist.
15. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Zuluftöffnung (6; 8) an eine Druckluftquelle ange­ schlossen.
16. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Vorrichtung an einem Grob- und/oder Feinreiniger angeordnet ist.
17. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekenn­ zeichnet, daß stromabwärts der Sensoranordnung (9) eine Reini­ gungswalze (12) angeordnet ist.
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