DE1012043B - Verfahren zum Aufbringen einer rutschfesten Unterlage auf einer Schuhkremdose und die Schuhkremdose selbst - Google Patents
Verfahren zum Aufbringen einer rutschfesten Unterlage auf einer Schuhkremdose und die Schuhkremdose selbstInfo
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Description
- Verfahren zum Aufbringen einer rutschfesten Unterlage auf einer Schuhkremdose und die Schuhkremdose selbst Es sind mit Treibmittel versehene flüssige Kunststoffe bekanntgeworden, die nach dem Aufstreichen auf eine Fläche und im ausgehärteten Zustand eine elastische und nach dem Rande hin dünn auslaufende Schicht mit porenfreier Oberfläche bilden. Man hat diese jedoch im wesentlichen nur in geschlossenell Formen verarbeitet oder in offenen Formen zur Herstellung von dicken Blöcken verwendet, welche später in diinne Schichten zerschnitten wurden. Die unporösen Randschichten mit nach außen abfallender Dicke galten als unvermeidbarer und nicht mehr vervendbarer Abfall.
- Es sind ferner rutschfeste Schuhkrenidosen bekanntgeworden, bei denen auf die Außenseite des Bodens Plättchen aus Schaumgummi oder Korkmasse aufgeklebt sind. Diese Plättchen sind in der oben angegebenen Weise aus größeren Blöcken geschnitten und weisen daher immer einen rechteckigen bzw. scharfkantigen Querschnitt auf. In diese scharfen Kanten und in die Poren solcher Plättchen dringen abel- sehr die kleinen Vorsprünge auf der Tischfläche ein, haken sich dort fest und lösen die aufgeklebten Plättchen ganz oder teilwei.se vom Boden der Dose ab. Nian kann diese Nachteile vermeiden, indem man die Plättchen so in tiefe Eindrückungen des Dosenbodens einklebt, daß sie n.ur ganz wenig frei herausragen. Das Einkleben der Plättchen in. solche besonderte Vertiefungen ist aber noch viel teurer, als es das Bekleben von Plättchen an beliebige Stellen des Dosenbodens ohnehin schon ist. Durch die Erfindung werden alle diese Nachteile auf einfache Weise vermilden.
- Die Erfindung besteht darin, daß der bekannte, mit Treibmittel versehene flüssige Kunststoff, der nach dem Aufstreichen auf eine Fläche und im a,usgehärteten Zustand eine elastische und nach seinen Rändern hin dünn auslaufende Schicht mit porenfreier Oberflache bildet, in dünner Schicht und vorzugsweise nur auf dem erhöhten Rande des Dosenbodens etwa durch Walzen aufgetragen und anschließend zum Zweck der Aushärtung einer kurzen Infrarotbestrahlung ausgesetzt wird. Dadurcll entsteht am Rande des Dosenbodens ein verhältnismäßig schmaler Ring aus porigem weichem Kunststoff von etwa halbmondförmigem Querschnitt, der ganz allmählich in die seitlichen Ränder des hochstehenden Blechrandes am D osenboden übergeht und deswegen die zufälligen ITnebenheiten des Tisches an seiner unporösen Oberfliche nach außen abgleiten läßt, ohne daß die Haftfläche auf Schub oder Abscheren beansprucht wird.
- Der mittlere Teil des Haftringquerschnittes ist durch die vornehmlich in der Mitte sich sammeln den Gasbläschen so hoch, daß er sich selbst großen Unebenheiten des Tisches anpaßt und daher nahezu eine saugerähnliche Wirkung auf die Tischplatte ausiibt.
- Durch den Zusatz des Treibmittels ist andererseits trotz der nicht unbeträchtlichen Höhe dieses Haftringes die im ungehärteten Zustande aufgetragene Menge an Kunststoff so gering, daß, wie die Praxis bewiesen hat, die Aufbringung eines solchen Ringes auf die iiblichen Schuhkremdosen einschließlich Lohn und Stromverbrauch für den Antrieb des Fließbandes und für die Infrarotlampen etwa ein Zehntel Pfennig kostet.
- Wenn die Dose aus einem glasähnlichen Werkstoff, wie Porzellan oder aus sonst einem Stoff besteht, auf welchem die Haftmasse nicht gut hält, ist die vorhergehende Auftragung einer dünnen Schicht schwarzen Einbrennlackes zu empfehlen, nach dessen Auftrocknen die oben beschriebene Haftfläche aufgetragen wird.
- Die Zeichnung gibt eine Schuhkremdose mit Haftflächen nach der Erfindung im Querschnitt wieder, und zwar zeigt Fig. 1 eine Schuhkremdose ohne Inhalt mit darüber befindlichem Deckel, Fig. 2 die linke untere Ecke dieser Dose im noch zeiten vergrößerten Maßstabe.
- Es ist 1 der Deckel und 2 der Behälter der Dose, deren Boden 3 am Rand einen erhöhten Rand 4 aufweist. Zur Aufnahme der Haftmasse 5 auf den Rand 4 werden nun die Behälter 2, mit dem Boden 3 nach oben gerichtet, auf ein Fließband gelegt und unter Auftragwalzen vorbeigeführt, die von einem Behälter aus mit flüssigem Kunstharz versorgt werden. Es bleibt dabei auf der Oberfläche des Randes 4 eine dünne Schicht Kunstharz zurück, die unter der nachfolgenden Einwirkung von Infrarotstrahlern den in Fig. 2 vergrößert dargestellten. halbmondförmigen Querschnitt erhält. Die Fig. 2 zeigt ferner, daß sich die Gasblasen 6 vorwiegend in der Mitte des Querschnittes bilden, während die Ränder 7 praktisch ohne Gasstlasen bleiben und dünn auslaufen.
- Die Außenhaut 8 des Ringes 5 weist keine Poren auf, so daß sich weder Staub. in den Poren des Kunststoffringes 5 festsetzen noch gar Unebenheiten auf der Oberfläche des Tisches darin festhaken oder gar den Ring 5 abreißen können.
- PATENTANSPROCHE: 1. Verfahren zum Aufbringen einer rutschfesten Unterlage auf einer Schuhkremldose, dadurch gekennzeichnet, daß eine an sich bekannte. mit einem Weichmacher, einem Stabilisator und einem Treibmittel versehene flüssige Kunststoffmasse zur Bildung von Flächen aufgetragen wird und anschließend einer kurzen Infrarotbestrahlung ausgesetzt wird.
- 2. Schuhkremdose mit rutschfester Unterlage, hergestellt nach dem Verfahren des Anspruches 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kunststoffmasse in dünner Schicht auf dem erhöhten Rand (4) des Dosenhodens (3) aufgebracht ist.
Claims (1)
- In Betracht gezogene Druckschriften: Belgische Patentschrift Nr. 517 854; Katalog Nr. 351, insbesondere S. 18 und 19 der Fa. Chemische Werke Hüls GmbH, Marl, Kreis Recklinghausen.
Priority Applications (1)
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| DE1012043B true DE1012043B (de) | 1957-07-11 |
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ID=7486340
Family Applications (1)
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE1184694B (de) | 1958-04-22 | 1964-12-31 | Werner & Mertz Gmbh | Rutschfeste Dose |
| DE19626940A1 (de) * | 1996-07-04 | 1998-01-08 | Otto Geb Kg | Kasten |
Citations (1)
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| BE517854A (de) * |
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1956
- 1956-01-28 DE DES47267A patent/DE1012043B/de active Pending
Patent Citations (1)
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