DE10119841A1 - Verfahren zur Herstellung von Trägergerüsten für Elektroden galvanischer Elemente - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Trägergerüsten für Elektroden galvanischer ElementeInfo
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Abstract
Bei einem Verfahren zur Herstellung von Trägergerüsten für Elektroden galvanischer Elemente in Form von aus Streckmetall bestehenden Platten, bei dem ein Metallband in Transportrichtung mit Spaltschnitten versehen und im wesentlichen quer zu diesen Spaltschnitten gestreckt wird und durch Schnitte quer zur Transportrichtung unterteilt wird, wird das Streckmetall vor der Unterteilung im Schnittbereich flachgedrückt. Zur Elektrodenherstellung wird das Streckmetallband vor oder nach dem Einpastieren der aktiven Masse im Schnittbereich flachgedrückt. Bei mit einem Schutzpapier abgedeckten Band wird das Schutzpapier im flachgedrückten Bereich mittels eines auf diesen Bereich aufgebrachten Kunststoffmaterials verfestigt.
Description
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Trägergerüsten für die Elektro
den galvanischer Elemente in Form von aus Streckmetall bestehenden Platten, bei dem ein
Metallband in Transportrichtung mit Spaltschnitten versehen und im wesentlichen quer zu die
sen Spaltschnitten gestreckt wird und durch Schnitte quer zur Transportrichtung unterteilt wird.
Weiterhin sind Gegenstand der Erfindung Verfahren zur Herstellung von Elektroden mit derarti
gen Trägergerüsten sowie die Trägergerüste und Elektrodenplatten, die mit derartigen Verfah
ren hergestellt sind.
Der überwiegende Teil von galvanischen Elementen besitzt positive und negative Elektroden,
die durch Separatoren getrennt sind, wobei die Elektroden leitfähige Trägergerüste besitzen,
welche mit den eigentlichen aktiven Massen versehen sind.
Als Trägergerüst wird vielfach Streckmetallmaterial verwendet. Zur Herstellung solchen Ma
terials wird beispielsweise ein Metallband durch Messerwalzen transportiert und mit Spalt
schnitten in Transportrichtung versehen. Anschließend wird das geschnittene Band quer zur
Transportrichtung gestreckt. Im allgemeinen ist an wenigstens einem Längsrand ein maschen
loser Streifen vorhanden, der zur elektrischen Verbindung des Streckmetallgerüsts mit Polab
leitern dient bzw. aus dem gegebenenfalls Anschlussfahnen ausgestanzt werden. Aus dem
gestreckten Metallband werden durch Schnitte quer zur Transportrichtung Einzelplatten gebil
det, die anschließend pastiert und als fertige Elektroden zu Elektrodenblöcken oder Wickel
elektroden zusammengebaut werden, oder das Streckmetallband wird zuerst pastiert und dann
in Platten der gewünschten Größe geschnitten.
Zwischen positiven und negativen Elektroden derartiger galvanischer Elemente sind dünne Se
paratoren angeordnet. Durch den Trennschnitt bei der Herstellung von Platten aus dem
Streckmetallband entstehen scharfkantige offenliegende Ränder mit Metallspitzen, die eine
Durchstoßung des Separatormaterials verursachen können und damit zu einem Kurzschluss im
galvanischen Element führen.
Um derartige Durchstoßungen des Separatormaterials zu verhindern, werden spezielle Sepa
ratorkonstruktionen verwendet, die im Plattenrandbereich Verdickungen besitzen. Solche Sepa
ratoren sind beispielsweise aus dem Dokument EP 484295 B1 oder aus dem Dokument EP 899 801 A1
bekannt, wobei aus der Druckschrift EP 899 801 A1 auch das typische Bild üblicher
Streckmetallgerüste zu entnehmen ist.
Es hat sich allerdings gezeigt, dass derartige Maßnahmen nicht ausreichend sind, um Durch
stoßungen sicher zu verhindern.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Herstellungsverfahren für Streckmetall
trägergerüste bzw. für Elektroden mit Streckmetallträgergerüst anzugeben, durch welches
Trägergerüste und Elektroden bereitgestellt werden, bei denen Durchstoßungen des Separa
tormaterials an den Elektrodenrändern sicher vermieden werden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß beim eingangs genannten Verfahren durch die kenn
zeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Weitere Ausgestaltungen des Verfahrens,
Trägergerüste für Elektroden sowie Elektroden sind in den Unteransprüchen angegeben.
Erfindungsgemäß wird das Streckmetallband vor der Unterteilung in Einzelplatten im vorgese
henen Schnittbereich flachgedrückt und dann in diesem flachgedrückten Bereich geschnitten
bzw. abgelängt. Das Flachdrücken dieses Bereiches kann erfolgen beim noch nicht weiterbe
handelten Streckmetallband, oder es kann erfolgen, nachdem die aktive Masse bereits in das
Streckmetall band einpastiert wurde. Besonders vorteilhaft ist es, das Streckmetallband in die
sem Bereich, der später den seitlichen Plattenrand bildet, soweit zusammenzudrücken, bis die
ursprüngliche Materialdicke des Bandmaterials erreicht wird. Besonders vorteilhaft ist es, bei
der Verwendung von Bleistreckmetall, wie es für Bleiakkumulatoren verwendet wird, darüber
hinaus auch eine Umformung des Materials vorzunehmen und beispielsweise soweit flachzu
drücken, dass eine Dicke von ca. 10 bis 20% der ursprünglichen Materialdicke bzw. Stegdicke
erreicht wird.
Sofern beim Pastiervorgang die Elektrode beidseitig mit einem Schutzpapier abgedeckt wird, ist
es besonders vorteilhaft, nach dem Flachdrücken des Schnittbereichs, das in diesem Bereich
vorhandene Schutzpapier und einen kleinen Bereich seitlich dieses Schnittbereichs mit einem
Material zu behandeln, welches eine zusätzliche Verfestigung in dem geschnittenen Kantenbe
reich der Elektrode mit sich bringt. Dazu kann beispielsweise ein in einem Lösungsmittel ge
löster Kunststoff, ein Kunstharz oder ein Lack auf diesen Bereich aufgesprüht werden. Eine
solche Verfahrensweise erhöht den Schutz des Plattenrandes gegen Verbiegungen erheblich.
Geeignete Materialien für die streifenförmige Imprägnierung des Pastierpapiers sind Kunst
stoffe wie Polyester, Styrol, Polyisocyanat, Polyacryate, Silikonkautschuk oder Nitrolacke. Es
können auch Wassserglas oder in beispielsweise Toluol gelöstes Kolophonium verwendet wer
den. Die Trocknung kann gegebenenfalls durch Erwärmung oder durch UV-Bestrahlung be
schleunigt werden.
Zur Herstellung einer für Bleiakkumulatoren geeigneten Elektrode wird beispielsweise von ei
nem ca. 1 mm dicken Bleiband ausgegangen. Dieses wird partiell in Förderrichtung mit pa
rallelen versetzten Schnitten versehen, wobei mindestens einseitig ein nichtgeschlitzter Bereich
zur späteren elektrischen Verbindung mit anderen Elektroden verbleibt. Anschließend wird das
geschlitzte Band quer zur Förderrichtung gestreckt, das entstandene rautenförmige Gitterwerk
wird mit dem aktiven Material der negativen oder positiven Platte pastiert und unmittelbar da
nach beidseitig mit einer Schutzfolie, meist einem sich später in der Batteriesäure auflösendem
Papier, belegt. Das Band wird dann in längere Stücke, gegebenenfalls zur Anfertigung eines
Wickels, zusammen mit einem Separator und einer Elektrode der Gegenpolarität verarbeitet
oder in kurze Einzelelektroden geschnitten, wie sie in prismatischen Akkumulatorenzellen Ver
wendung finden.
Um freistehende Gitterenden an den Plattentrennkanten, die die seitlichen Ränder der so ent
stehenden Platten bilden, zu vermeiden, und um zu verhindern, dass Spitzen der Randstege
aus der Plattenebene gebogen werden können, werden die Streckmetallgitterstäbe, die eine
typische Querschnittsfläche von ca. 1 mm2 besitzen, bis auf ca. 0,1 mm flachgedrückt. Eine so
verformte, im Rand- bzw. Schnittbereich besonders weiche Gitterstegspitze, kann einen übli
chen Separator, der eine Folienstärke von 0,1 bis 0,2 mm besitzt, nicht mehr durchstoßen und
wird schon durch geringe beidseitig wirkende Führungskräfte daran gehindert, dauerhaft aus
der Plattenebene hinausgebogen zu werden. Um solche abgeplatteten Gitterstege entlang der
Plattenschnittkante herzustellen, ist eine Messerkonstruktion geeignet, die zunächst in einem
sehr eng begrenzten Teil der Schnittzone das Streckmetallgitter über die gesamte Bandbreite
bzw. Elektrodenhöhe stark quetscht und danach genau mittig schneidet. Um Justageprobleme
zu vermeiden, werden die Quetschvorrichtungen bzw. Quetschkanten zusammen mit dem
Schnittmesser auf einer gemeinsamen Welle montiert, sodass deren Teilung auf dem Umfang
einer Walze exakt der Länge der zu schneidenden Platte entspricht. Beim Flachdrücken hat
sich eine Pressung auf ca. 10 bis 20% der ursprünglichen Banddicke, bzw. bei aus 1 mm
dickem Bleiband hergestellten Elektroden, auf ca. 0,1 mm als ausreichend herausgestellt. Die
ses Flachdrücken erfolgt in einem Bereich von beidseitig je ca. 0,2 bis 0,3 mm von der Schnitt
kante.
Besonders vorteilhaft ist es, die nach dem Einbringen der aktiven Masse aufgebrachte Papier
schutzfolie innerhalb der späteren Schnittzone und ca. 3 bis 4 mm beiderseits der späteren
Schnittkante, mit einem Kunststoffmaterial zu verfestigen. Dazu kann beispielsweise ein wär
meaushärtender Kunststoff auf diesen Bereich gesprüht werden, oder es können Kunstharze
oder wasserhaltige Lacke verwendet werden, die nach dem Trocknen der Papierschutzfolie
diesem Bereich eine solche Festigkeit verleihen, dass ein zusätzlicher Verbiegeschutz für die
darunterliegenden abgeplatteten Gitterstäbe gegeben ist.
Im folgenden ist der Gegenstand der Erfindung anhand der Fig. 1 bis 3 erläutert. Fig. 1
zeigt einen Teil eines Streckmetallbandes, die Fig. 2 und 3 zeigen Querschnitte durch ein
solches Band.
Das Streckmetallband 1 ist erfindungsgemäß im Bereich der Schnittkante 2 flachgedrückt. Der
flachgedrückte Bereich 3 erstreckt sich auf ca. 0,2 mm bis 0,3 mm beidseitig der Schnittstelle 2.
Gemäß Fig. 2 ist das Streckmetallband 1 auf die Dicke des Bleibandes 4 flachgedrückt, ge
mäß Fig. 3 ist das Bleiband noch darüber hinaus verformt.
Elektrodenplatten mit erfindungsgemäß behandelten Plattenkanten können problemlos alle
folgenden Fertigungsprozesse durchlaufen, ohne dass die Gefahr einer Durchstoßung eines
dünnen Folienseparators besteht.
Claims (9)
1. Verfahren zur Herstellung von Trägergerüsten für Elektroden galvanischer Elemente, in
Form von aus Streckmetall bestehenden Platten, bei dem ein Metallband in Transportrich
tung mit Spaltschnitten versehen und im wesentlichen quer zu diesen Spaltschnitten ge
streckt wird und durch Schnitte quer zur Transportrichtung unterteilt wird, dadurch gekenn
zeichnet, dass das Streckmetall vor der Unterteilung im Schnittbereich flachgedrückt wird.
2. Verfahren zur Herstellung von Elektroden für galvanische Elemente mit einem Trägergerüst
aus Streckmetall, bei dem ein Metallband in Transportrichtung mit Spaltschnitten versehen
und im wesentlichen quer zu diesen Spaltschnitten gestreckt wird und in welches aktive
Masse einpastiert wird, und welches durch Schritte quer zur Transportrichtung unterteilt
wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Streckmetallband vor oder nach dem Einpastieren
der aktiven Masse im Schnittbereich flachgedrückt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Streckmetallband
auf die Dicke des Ursprungsbandmaterials zusammengedrückt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Streckmetallband
auf 10 bis 20% der Ursprungsdicke des Ursprungsmetallbands zusammengedrückt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das pastierte
Band mit Schutzpapier abgedeckt wird und das Schutzpapier im flachgedrückten Bereich
mittels eines auf diesen Bereich aufgebrachten Kunststoffmaterials verfestigt wird.
6. Trägergerüst für Elektrodenplatten galvanischer Elemente, hergestellt nach einem der Ver
fahren gemäß den Ansprüchen 1 bis 5.
7. Elektrodenplatte für galvanische Elemente, hergestellt nach einem der Verfahren gemäß
den Ansprüchen 1 bis 5.
8. Trägergerüst nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass es aus einer Bleilegierung
besteht.
9. Elektrodenplatte nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägergerüst aus
einer Bleilegierung besteht.
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Effective date: 20110729 |
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| R119 | Application deemed withdrawn, or ip right lapsed, due to non-payment of renewal fee |
Effective date: 20141101 |