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DE1011860B - Verfahren zur Herstellung von schwerschmelzenden Produkten, z.B. Calciumcarbid, im Schachtofen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von schwerschmelzenden Produkten, z.B. Calciumcarbid, im Schachtofen

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Publication number
DE1011860B
DE1011860B DEK19769A DEK0019769A DE1011860B DE 1011860 B DE1011860 B DE 1011860B DE K19769 A DEK19769 A DE K19769A DE K0019769 A DEK0019769 A DE K0019769A DE 1011860 B DE1011860 B DE 1011860B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
reaction
nozzle
oxygen
reaction mixture
calcium carbide
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEK19769A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Werner Wenzel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
KO WE NIEDERSCHACHTOFEN GES M
Ko-We Niederschachtofen GmbH
Original Assignee
KO WE NIEDERSCHACHTOFEN GES M
Ko-We Niederschachtofen GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by KO WE NIEDERSCHACHTOFEN GES M, Ko-We Niederschachtofen GmbH filed Critical KO WE NIEDERSCHACHTOFEN GES M
Priority to DEK19769A priority Critical patent/DE1011860B/de
Publication of DE1011860B publication Critical patent/DE1011860B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B32/00Carbon; Compounds thereof
    • C01B32/90Carbides
    • C01B32/914Carbides of single elements
    • C01B32/942Calcium carbide

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Carbon And Carbon Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von schwerschmelzenden Produkten, z. B. Calciumcarbid, im Schachtofen Es sind bereits verschiedene Verfahren zur Herstellung von Calciumcarbid bekannt, z. B, solche, bei denen das Calciumcarbid in flüssiger Form aus dem Reaktionsofen ausgetragen wird. Diese Verfahren erfordern einmal die Anwendung besonders hoher Temperaturen und haben außerdem den Nachteil, daß sich das flüssige Calciumcarbid unter Umständen mit der flüssigen Koksasche vermischt und so dessen Oualität herabsetzt. Bei einem anderen Verfahren zur Herstellung von Calciumcarbid wird das aus Kalk und Kohle bestehende Reaktionsgemisch, das lediglich den mittleren Ofenraum einnimmt und. von einer Kohlenschicht umgeben ist, durch eine Reaktionszone hindurchbewegt, die sich in der Nähe der Austrittsöffnungen von Düsen befindet, welche auf das das Kalk-Koks-Reaktionsgemisch umgebende kohlenstoffhaltige Brennmaterial gerichtet sind und durch die sauerstoffangereicherte Luft eingeblasen wird. Der Betrieb eines solchen Ofens leidet aber daran, daß sich im Bereich der Einblasdüsen leicht ein Block von Calciumcarbid bildet, der nur schwer oder gar nicht entfernbar ist und der unter Umständen ein so schnelles Nachrutschen von noch nicht ausreagiertem Beschickungsgut zur Folge hat, daß ein geregelter Ofengang verhindert und ein stetiges Ausbringen eines hochwertigen Produktes unmöglich. wird. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird gegenüber den Verfahren in Elektroöfen die für die Carbidherstellung erforderliche Temperatur auf thermischem Wege durch Verbrennung von Kohlenstoff mit Sauerstoff erzeugt. Durch 2ine vertikale, in der Reaktionszone endende Düse, die in der Reaktionsmischung entsprechend dem Ablauf der Reaktion nach oben bewegt wird oder an der sich bei feststehender Düse die Reaktionsmischung in Richtung der Düse abwärts bewegt, wird einem kohlenstoffhaltigenBrennmaterial, das von der eigentlichen Reaktionsmischung umgeben ist, Sauerstoff oder sauerstoffangereicherte Luft zugeführt.
  • Bei diesem Verfahren liefert die Verbrennung der Kohle mit dem Sauerstoff lediglich Kohlenoxyd als gasförmiges Verbrennungsprodukt. Die frei Zverdende Wärme wird auf das aus Calciumoxyd und Kohlenstoff bestehende Reaktionsgemisch übertragen, das sich in bekannterWeise gemäß derReaktionsgleichung Ca0+3 C=CaC2+CO umsetzt. Die gleiche Reaktion vollzieht sich. auch bei den zur Zeit großtechnisch ausgeübten Verfahren, wobei in Elektroäfen Reaktionstemperaturen oberhalb 2000° vorliegen. Wird die zur Carbidbildung erforderliche hohe Temperatur auf rein thermischem Wege erzeugt, so treten eine Reihe von Schwierigkeiten auf. Diese werden erfindungsgemäß dadurch überwunden, daß teils durch besondere Maßnahmen die Reaktionsbedingungen des Verfahrens den bei Elektroöfen herrschenden möglichst weitgehend angeglichen werden. Sofern dies nicht möglich ist, werden neue Wege beschritten, um das Verfahrensziel sicherzustellen. Die Merkmale des erfindungsgemäßen Verfahrens sind durch die folgenden Punkte charakterisiert: 1. Das Reaktionsgemisch aus Kalk und Kohle wird durch heiße Verbrennungsgase - gewonnen durch die Verbrennung von Brennstoffen mit Sauerstoffauf die Reaktionstemperatur erhitzt. Des weiteren wird die endotherme Wärme der Carbidbildungsreaktion an das Reaktionsgemisch durch die Verbrennungsgase übertragen.
  • 2. Die Reaktion findet teils im Temperaturbereich der Verflüssigung des gebildeten Calciumcarbids statt, teils darunter.
  • 3. Der Reaktionsraum enthält eine reine Kohlenoxydatmosphäre. Durch besondere Maßnahmen wird verhindert, daß die im Bereich der Sauerstoffblasdüse vorliegenden oxydierenden Gase (02,C 02 und H20) mit dem Reaktionsgemisch in Berührung kommen. Bereits kleine Gehalte der Gasatmosphäre an oxydierenden Bestandteilen würden eine Rückoxydation des gebildeten Calciumcarbids verursachen und die Qualität des erzeugten. Produktes verschlechtern.
  • 4. Das gebildete Calciumcarbid wird laufend aus dem Reaktionsraum entfernt, ohne daß eine Verflüssigung desselben notwendig ist oder ein Fließvorgang des verflüssigten Materials hervorgerufen, wird. Wegen des hohen Schmelzpunktes des Reaktionsproduktes bereitet die Abführung desselben in flüssiger Form erhebliche Schwierigkeiten. Das erfindungsgemäße Verfahren löst, diese Aufgabe auf neuartig=i Weise.
  • 5. Bei Verwendung von aschehaltiger Kohle als Brennstoff werden im Fall der Verbrennung der-Kohle mit reinem Sauerstoff die Temperaturen des Siedebeginns der -Aschenbestandteile überschritten. Eine Begrenzung der Verbrennungstemperatur ist erforderlich, damit keine Verstopfung des Ofens durch kondensierte Schlackendämpfe eintritt. Die Begrenzung der Verbrennungstemperatur erfolgt z. B. durch die geregelte Beigabe kleiner Mengen Kohlensäure bzw. Wasserdampf zum Sauerstoff.
  • Für die Durchführung des in den vorgenannten Punkten charakterisierten Prozesses wurde eine einfache Vorrichtung gefunden.
  • Der Grundgedanke derselben ist folgender: Es ist bei der Herstellung eines Produktes mit einem derartig hohen Schmelzpunkt, wie ihn das Calciumcarbid aufweist, nur scher möglich, wenn nicht unmöglich, das flüssige Produkt aus dem Reaktionsraum in flüssiger Form durch ein Abstichloch zu entfernen. Beim elektrischen Ofen wird der flüssige Abstich z. B. nur durch die in ihrer Anwendbarkeit auf den elektrischen Ofen beschränkte Hilfselektrode erreicht, die in das Abstichloch eingeführt wird und auf elektrischem Wege den Abstich zum Laufen bringt. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird das in dem Reaktionsraum erzeugte hochschmelzende Produkt dadurch aus dem Bereich hoher Temperatur entfernt, daß die durch die Temperatur im wesentlichen bestimmte Reaktionszone vom gebildeten Produkt wegverlegt wird, so daß das zunächst flüssige Produkt erstarrt und später im festen erkalteten Zustand entfernt werden kann. bzw. überhaupt nicht verflüssigt zu werden braucht. Für diesen Gedanken gibt es zwei Ausführungsformen. Die eine besteht darin, daß die Reaktionsmasse örtlich fixiert ist und die Reaktionszone allmählich durch die Masse hindurchwandert. Die andere Ausführungsform besteht darin, daß die Reaktionszone örtlich fixiert ist und die Reaktionsmasse durch denReaktionsraurn hindurchbewegt wird.
  • Die erste Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens ist in den Abb. 1 und 2 schematisch dargestellt. Auf einer Grundplatte sind Ringe aus einem hitzebeständigen Material 2 a, 2 b und 2 c aufgestellt. Die Ringe besitzen Durchtrittsöf£nungen 3 für die von innen nach außen strömenden- Verbrennungs- bzw. Reaktionsgase. In die Ringe 2 hinein ist zentral eine vertikal nach unten. gerichtete Einblasdüse 4 für den zuzuführenden Sauerstoff angeordnet. Die Düse 4 wird durch Wasser gekühlt. Um die Düse 4 herum wird durch einen Hilfszylinder 5 die Heizkohle geschüttet. Ringförmig um die Heizkohle wird mit Hilfe eines Hilfszylinders 6 das aus Kalk und Kohle bestehende Reaktionsgut geschüttet. In den. Ringraum zwischen dem Hilfszylinder 6 und den Außenringen 2 wird. Kalkstein geschüttet. Auf der Grundplatte steht demnach ein mittlerer Zylinder aus Heizkohle 7, um diesen herum ein Hohlzylinder aus dem Reaktionsgemisch 8 und um diesen herum ein Hohlzylinder aus Kalkstein 9. Durch die zentrale Düse- 4 wird Sauerstoff in die Heizkohle 7 eingeblasen und letztere verbrannt. Die Verbrennungsgase werden durch die Kohlensäule 7 hindurch im wesentlichen radial nach außen gedrückt, sie durchstreichen auf ihrem Wege nach außen den mit Reaktionsgemisch ausgefüllten Ringraum 8 und danach. den mit Kalkstein angefüllten äußeren Ringraum 9. Sie verlassen den Ofen durch die Gäsdurchtrittsöffnungen 3 der feuerfesten Ringe 2. Der Weg der Verbrennungsgase innerhalb des Heizkohlezylinders 7 ist so bemessen, daß beim Eintritt derselben in den mit Reaktionsgut angefüllten Ringraum 8 keine oxydierenden Gase, wie 02, C 02 und H2 O, mehr darin enthalten sind. Das sehr -heiße, im wesentlichen aus Kohlenmonoxyd bestehende Gas erhitzt bei seinem Durchtritt durch den Ringraum 8 das -darin befindliche Reaktionsgut und ermöglicht die Bildung des Calciumcarbids. Infolge der hohen Temperatur fällt das Calciumcarbid im wesentlichen in flüssiger Form an. In der Außenphase des mit dem Reaktionsgut angefüllten Ringraumes 8, wo die Temperatur unter Umständen nicht mehr füidas Schmelzen des Calciumcarbids ausreicht, kann die Bildung von Calciumcarbid auch durch Reaktion im festen Zustand zwischen Calciumoxyd und Kohle stattfinden. Beim Hindurchtreten der Gase durch den mit Rohkalk angefüllten Ringraum 9 findet eine starke Abkühlung der Gase durch die Austreibung der Kohlensäure aus dem Kalkstein statt. In dem Maße, wie vor der Mündung der Düse 4 die Heizkohle verbrannt wird- und sich geschmolzenes Calciumcarbid bildet, wird die Düse 4 nach oben gezogen, so daß dauernd frisches Reaktionsgut in den Bereich der hohen Reaktionstemperaturen vor die Düse gerät. Gleichzeitig mit der Düse 4 werden die- Trennringe bzw. Hilfszylinder 5 und 6 aufwärts gezogen und° dabei ständig mit den verschiedenen, zwischen diese einzuführenden Materialien, wie Kohle, Reaktionsgemisch und Kalkstein, gefüllt gehalten. Das unterhalb der Düse sich bildende flüssige Schmelzgut sammelt sich in einem Sumpf 10 unterhalb der Düsenmündung. Bei der Aufwärtsbewegung der Düse erstarrt die Schmelze und bildet einen zusammenhängenden Block 11, der von unten nach oben wächst. Nachdem die Düse 4 ihre oberste Stellung erreicht hat, wird der Sauerstoff abgestellt. Das Reaktionsgut kühlt danach langsam aus, wobei ein Temperaturausgleich zwischen der innersten, sehr heißen Zone und den äußeren, kälteren Zonen erfolgt. Dieser Temperaturausgleich, der sich über ein längere Zeit erstreckt, dient einem weiteren Ablauf der Bildungsreaktion des Calciumcarbids im festen Zustand und des weiteren der Calcin.ierung des Kalksteins in der Außenzone. Nachdem das Reaktionsgut weitgehend abgekühlt ist, werden die Ringe 2 entfernt. Der calcinierte Kalk 12 in der Außenzone kann dann leicht von dem Kernmaterial 11 aus erstarrtem und gesintertem Catciumcarbid getrennt werden. Der calcinierte Kalk 12 wird, mit Kohle vermischt, als Reaktionsgut weites verwendet. Der Calciumcarbidblock 11 wird als Fertigprodukt zerkleinert und seiner Verwendung zugeführt.
  • In Abb. 2 ist eine Einrichtung schematisch darge= stellt, die es ermöglicht, das bei der Verbrennung und bei der Carbidbildung entstehende heizwertreiche Gas zu gewinnen. Die Herstellung eines kohlenoxydreichen Gases als Nebenprodukt des Verfahrens muß als besonders vorteilhaft gewertet werden.
  • Abb. 2 enthält zunächst die wesentlichen Elemente, die auch in der Abb. 1 enthalten sind. In diesen Fall ist aber der von den Außenringen 2a, 2 b und 2 c gebildete Raum vollständig bis oben hin mit den verschiedenen, für die Durchführung des Prozesses erforderlichen Stoffen angefüllt. Bei der Füllung des Reaktionsgefäßes wird der Düsenkörper in seiner untersten Stellung belassen und werden die Ringe 5 und 6 unabhängig von diesem langsam bei ständiger Füllung mit den verschiedenen Stoffen nach oben gezogen, bis sie in die in der Abb.2 dargestellte End# Lage kommen. Danach wird mit dem Sauerstoffeinblasen begonnen und die Verbrennung der Kohle durch einen in der Nähe der Düsenöffnung zuvor angeordneten und mit dem einströmenden Sauerstoff unter Entflammung leicht reagierenden Stoff eingeleitet. Nach Maßgabe des Fortschreitens des Schmelzprozesses wird dann die Einblasedüse nach oben gezogen, bis sie in ihre obere Endstellung gelangt und der Sauerstoff wieder abgestellt wird. Das wesentliche Unterscheidungsmerkmal zwischen den Abb-. 1 und 2 ist die Glocke 17, die den Ofen umgibt. Diese im wesentlichen aus Eisenblech bestehende Glocke besitzt an ihrem Berührungskreis mit der Grundplatte eine Abdichtung, die hier z. B. in Form einer sandgefüllten Rille 18 dargestellt ist. Die vertikal bewegliche Düse 4 und 21 ist durch den Deckel der Glocke 17 hindurchgeführt und besitzt an ihrer Durchführungsstelle ebenfalls eine gasdichte Abdichtung 19. Seitlich an der Glocke ist ein Gasauslaß 20 angebracht, durch den das in der Reaktionsapparatur gebildete kohlenoxydreiche Gas aus dieser abgeführt und seiner Verwendung zugeleitet wird. Der Düsenkörper besteht im Fall der Abb.2 aus zwei konzentrischen Doppelrohren, von denen z. B. das innere, 4, mit Sauerstoff beaufschlagt ist, während durch das äußere, 21, Kohlenstaub bzw. Koksstaub eingeblasen wird. Nach Beendigung der Reaktion wird: die Glocke 17 hochgezogen, um die Ringe 2a, 2 b und 2 c entfernen und die Reaktionsprodukte gewinnen zu können. Für das Hochziehen der Glocke 17 sind z. B. an dem Deckel Hakenösen 22 angebracht.
  • Bei der zweiten Ausführungsform, bei der das Reaktionsgut durch den Reaktionsraum bewegt wird, wird die Einblasedüse 4 für den Sauerstoff festgehalten, während die gesamte Materialsäule abwärts bewegt wird. In der einfachsten Form kann diese z. B. so erfolgen, daß die Grundplatte in Abb. 1 beweglich ist und nach Maßgabe des Fortschreitens der Reaktion langsam nach unten bewegt wird. In der untersten Stellung wird die über der Grundplatte befindliche, aus Reaktionsgut bestehende Säule gekühlt und schließlich entfernt. Die Grundplatte wird dann wieder aufwärts bewegt, und der Prozeß beginnt von neuem. Besonders vorteilhaft ist es., das Verfahren durch ständiges Entfernen des Reaktionsgutes über der Grundplatte kontinuierlich zu gestalten.
  • In Abb. 3 ist das erfindungsgemäße kontinuierliche Verfahren schematisch dargestellt. Die Vorrichtung besteht aus einem mit Gasdurchtrittslöchern 3 versehenen Mantel 13, in dem die Sauerstoffeinblasdüse4 zentral angeordnet ist. Der Hilfszylinder 6 für das Einfüllen des Reaktionsgutes bzw. die Trennung des Reaktionsgutes vom Kalkstein ist in diesem Fall konisch nach unten verjüngt, um mehr Raum für die gleichmäßige Verteilung des Materials an der Oberfläche zur Verfügung zu haben. Aus dem gleichen Grund ist der Mantel 13 des Reaktionsgefäßes nach oben oberhalb. der Reaktionszone trichterförmig erweitert. Auf die Anwendung eines inneren Zylinders aus Heizkohle ist in diesem Fall verzichtet, da davon ausgegangen wurde, daß als Brennstoff Öl bzw. Heizgas verwendet wird und die Düse einen nicht näher dargestellten Intensivbrenner besitzt, der praktisch eine vollständige Verbrennung des Brennstoffes mit dem Sauerstoff mit kürzester Flamme zu einem reinen reduzierenden Gas ergibt. Um den mit Löchern 3 versehenen Teil des Mantels 13 ist ein ringförmiger Gassammelraum 14 gelegt, aus dem durch die Austrittsöffnung 20 das kohlenoxydreiche Gut ständig abgeführt und seiner Verwendung zugeleitet wird. Die Grundplatte hat in diesem Fall die Form eines eiidlosen Plattenbandes 15, das ständig langsam bewegt wird und das Reaktionsgut aus dem über ihr liegenden Schacht herausbefördert. Dies wird dadurch ermöglicht, daß sich zwischen dem Plattenband 15 und dem unteren Rand des Mantels des Reaktionsgefäßes 13 eine Austrittsöffnung 16 für das Reaktionsgut befindet. Das aus der Austrittsöffnung 16 ständig aus der Reaktionsapparatur abgeführte Reaktionsgut wird anschließend gekühlt, z. B. in einer wassergekühlten geneigten Kühltrommel, danach wird es durch Absiebung in stückiges Material. und feinkörniges bzw. pulverförmiges Material zerlegt. Das stückige Material ist geschmolzenes bzw. gesintertes Calciumcarbid, das direkt der Verwendung zugeführt wird. Das feinkörnige bzw. gepulverte Material wird mit Kohle vermischt und als Reaktionsgut erneut dem Verfahren unterworfen.
  • Das vorstehend beschriebene Verfahren kann in verschiedener Hinsicht abgeändert werden. An Stelle von stückiger Heizkohle kann z. B. ganz oder teilweise Kohlenstaub, Heizöl oder Heizgas verwendet werden. Letztere Brennstoffe werden gemeinsam mit dem Sauerstoff durch eine entsprechend ausgebildete Düse in die Reaktionssäule eingeblasen. Dem Brennstoff können temperaturbegrenzende Stoffe, wie z. B. Kohlensäure und/oder Wasserdampf, beigemischt werden. Sowohl der Brennstoff als auch das Reaktionsgemisch können in feinkörniger oder in stückiger Form zur Anwendung gelangen. Insbesondere kann das Reaktionsgemisch auch in Form von Mischbriketts aus Kalk und Kohle mit oder ohne Bindemittel zur Anwendung gelangen. Auf die Verwendung des mit Kalkstein angefüllten äußeren Ringraumes kann ganz oder teilweise verzichtet werden. Das in der Hauptsache aus Kohlenmonoxyd. bestehende Brenngas kann geeigneten Verwendungszwecken, z. B. als Heizgas oder als Rohstoff für Gassynthesen, zugeführt werden. Der fühlbare Wärmeinhalt des Verbrenungsgases kann nutzbar gemacht werden, z. B. zur Vorwärmung der Verbrennungsmedien. Zur Kühlung des Reaktionsgutes nach dem Durchlaufen desselben durch den Reaktionsraum kann kaltes Kühlgas in dasselbe eingeblasen werden, z. B. kaltes Kohlenmonoxyd. Die Erfindung erstreckt sich nicht nur auf die Herstellung von Calciumcarbid. Nach dem gleichen oder entsprechend modifizierten Verfahren können auch andere Produkte hergestellt werden, deren gemeinsames Kennzeichen ein hoher Schmelzpunkt ist, so daß ihre Gewinnung in flüssigem Zustand Schwierigkeiten bereiftet. Als solche Produkte kommen die meisten Carb,ide, wie. z. B. Titancarbid oder Aluminiurncarbid, in Frage; des weiteren verschiedene Metallegierungen, wie Eisen-Wolfram-, Eisen-Molybdän-Legierungen USW.

Claims (8)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von schwer schmelzenden Produkten, z. B. Calciumcarbid, im Schachtofen, bei dem die zu ihrer Herstellung erforderliche Wärme durch Verbrennung eines kohlenstoffhaltigen Stoffes mit einem durch eine von oben nach unten gerichtete vertikale, in der Reaktionszone endende Düse zugeführten, im wesentlichen Sauerstoff enthaltenden Gas (Sauerstoff oder sauerstoffangereicherte Luft) erzeugt wird und das Reaktionsprodukt in festem Zustand aus dem Reaktionsraum ausgetragen wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Düse in der Reaktionsmischung entsprechend dem Ablauf der Reaktion nach oben bewegt wird oder die Reaktionsmischung in Richtung der feststehenden Düse entlang derselben abwärts bewegt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Reaktionsmischung zwecks Herstellung von Calciumcarbid aus Calciumoxyd bzw. -hydroxyd bzw. -carbonat und Kohle besteht und daß der Heizbrennstoff, sofern er flüssig, gasförmig oder staubförmig ist, gemeinsam mit dem sauerstoffhaltigen Gas eingeblasen wird und, wenn er in grobkörnigem festem Zustand vorliegt, ein Bestandteil der Reaktionsmischung ist.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß um die Düse ein Hohlzylinder aus Kohle bzw. Koks gelegt wird, dessen Wandstärke so groß ist, daß das die Düse durchströmende brermstofffreie Gas, nachdem es der restlosen Verbrennung des Koks- bzw. Koh,lezylinders an der Düsenmündung gedient hat, bei seinem Eintritt in die Reaktionszone praktisch keine oxydierenden Bestandteile mehr enthält.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß um die im wesentlichen zylindrische Säule aus Reaktionsgut eine Schicht aus Kalkstein gelegt ist.
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Reaktionsgut 'in Form von aus Kalk und Kohle bestehenden Bri-' ketts zur Anwendung gelangt.
  6. 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5,.' dadurch gekennzeichnet, daß dem Sauerstoff temperaturbegrenzende Mittel, wie z. B. Kohlensäure# und/oder Wasserdampf, beigemischt werden.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 1, 2, 3, 5 oder' 6, dadurch gekennzeichnet, daß es unter Verwendung' entsprechender Ausgangsmischungen der Herstellung anderer Carbide, wie z. B. Siliciumcarbid, dient.
  8. 8. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3 und 6 zur Herstellung von Metallegierungen, wie z. B. Eisen-Wolfram-Legierungen, dadurch gekennzeichnet, daß dem Reaktionsofen den herzustellenden Legierungen entsprechende Gemische zugeführt werden. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 143 872, 195 189; französische Patentschrift Nr. 1036 208; österreichische Patentschrift Nr. 1 140; britische Patentschrift Nr. 8 311 vom Jahre 18,99; R. T au s s i g : »Die Industrie des Kalziumkarbids«, Halle, 1930, S. 12 bis 21.
DEK19769A 1953-10-12 1953-10-12 Verfahren zur Herstellung von schwerschmelzenden Produkten, z.B. Calciumcarbid, im Schachtofen Pending DE1011860B (de)

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Citations (5)

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DE143872C (de) *
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AT1140B (de) * 1899-02-20 1900-04-10 W Prof Dr Borchers
GB189908311A (en) * 1899-04-20 1900-06-20 John Bilbie Improvements in the Manufacture of Carburet of Calcium.
FR1036208A (fr) * 1950-07-04 1953-09-04 Basf Ag Procédé pour la production de carbure de calcium

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