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DE10116327B4 - Schaltungsanordnung zum Steuern der Wortleitungen einer Speichermatrix - Google Patents

Schaltungsanordnung zum Steuern der Wortleitungen einer Speichermatrix Download PDF

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DE10116327B4
DE10116327B4 DE10116327A DE10116327A DE10116327B4 DE 10116327 B4 DE10116327 B4 DE 10116327B4 DE 10116327 A DE10116327 A DE 10116327A DE 10116327 A DE10116327 A DE 10116327A DE 10116327 B4 DE10116327 B4 DE 10116327B4
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Abstract

Schaltungsanordnung zum selektiven Umschalten der Wortleitungen (WL) einer Speichermatrix (10) zwischen einem Aktivierungspotential (H), welches den Zugriff auf an die betreffende Wortleitung angeschlossene Speicherzellen ermöglicht, und einem Deaktivierungspotential (L), welches den Zugriff auf besagte Speicherzellen sperrt,
mit einer Vielzahl von selektiv adressierbaren Treibern (20), deren jeder mit einem Eingangsanschluss (11) eines jeweils zugeordneten Exemplars der Wortleitungen (WL) verbunden ist, um als Antwort auf einen Auswahlbefehl den betreffenden Eingangsanschluss (11) auf das Aktivierungspotential (H) zu legen und als Antwort auf einen Deaktivierungsbefehl den betreffenden Eingangsanschluss (11) auf das Deaktivierungspotential (L) zu legen,
wobei an jede der Wortleitungen (WL) an mindestens einem vom Eingangsanschluss (11) entfernten Anschlusspunkt (12) eine jeweils zugeordnete Hilfsschaltung (50; 50a) angeschlossen ist, die einen Deaktivierungs-Hilfsschalter (51) enthält, der abhängig von einem zugeordneten Hilfsschaltsignal (S1, S2) eine niederohmig leitende Verbindung zwischen dem besagten Anschlusspunkt (12) und einer Quelle (61) des...

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zum Steuern der Wortleitungen einer Speichermatrix gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1. Bevorzugtes, jedoch nicht ausschließliches Anwendungsgebiet der Erfindung sind dynamische RAM-Speicher (sogenannte DRAMs).
  • In den üblichen digitalen Informationsspeichern bilden die Speicherzellen eine Matrix aus Zeilen und Spalten. Um eine Speicherzelle zum Auslesen oder Einschreiben anzuwählen, wird eine der betreffenden Zeile zugeordnete ”Wortleitung” aktiviert und eine der betreffenden Spalte zugeordnete ”Bitleitung” angesteuert. Das Aktivieren einer Wortleitung erfolgt durch Anlegen eines Aktivierungspotentials, welches die zugeordneten Speicherzellen so konditioniert, dass über die Bitleitungen auf sie zugegriffen werden kann, um Speicherinformation auszulesen oder einzuschreiben. Nach erfolgtem Lese- bzw. Schreibbetrieb an der Zeile wird die betreffende Wortleitung wieder deaktiviert, indem sie auf ein Deaktivierungspotential gebracht wird, welches die erwähnte Konditionierung der Speicherzellen wieder aufhebt.
  • Zum wahlweisen Aktivieren und Deaktivieren ist an jede Wortleitung ein zugeordneter Treiber angeschlossen. Die Auswahl des jeweiligen Treibers und somit der betreffenden Wortleitung erfolgt mittels eines Zeilenadressendecoders, der die Bits einer digitalen Zeilenadresse empfängt. Jeder Treiber ist im Prinzip eine Schalteinrichtung, die abhängig von Steuersignalen eine niederohmige Verbindung zwischen der betreffenden Wortleitung und wahlweise einer Quelle des Aktivierungspotentials oder einer Quelle des Deaktivierungspotentials herstellt.
  • In den meistüblichen Fällen sind die Treiber an einem der spaltenparallelen Ränder der Speichermatrix angeordnet und an die dort befindlichen ”Eingänge” der Wortleitungen angeschlossen. Wird an diesem Ort ein Signal eingespeist, so pflanzt sich dieses mit einer gewissen Ausbreitungsgeschwindigkeit längs der Leitung fort, denn die Leitung verhält sich, hauptsächlich wegen der verteilten Querkapazität in Verbindung mit dem Längswiderstand, wie eine RC-Verzögerungskette. Nach einem Umschalten des Potentials am Leitungseingang dauert es also mit wachsender Entfernung vom Eingang zunehmend länger, bis andere Orte der Leitung die volle Amplitude des neuen Potentials erreichen.
  • Diese Laufzeit limitiert die maximal mögliche Arbeitsgeschwindigkeit des Speichers. Bei üblicher Betriebsart wird nach einem Schreib- oder Lesezyklus das Deaktivierungspotential an die Wortleitungen gelegt, und mit einem nächsten Zyklus darf erst dann begonnen werden, wenn sich dieses Potential über die gesamte Länge der Wortleitungen eingestellt hat, auch der beim vorangegangen Zyklus ausgewählten Wortleitung, und demzufolge das abschließende Vorladen über die betreffenden Zeile erfolgen kann. Das hier einzuhaltende Intervall (”Row Precharge Time” oder abgekürzt ”TRP”) muss sich also nach der Signallaufzeit vom Eingang zum Ende der Wortleitung richten. Insbesondere bei großen Speichermatrizen mit entsprechend langen Wortleitungen werden die erwähnten laufzeitbedingten Intervalle zu einem Problem. Eine Vergrößerung der Treiberschaltungen kann hier keinen zeitlichen Vorteil bringen.
  • Einer Limitierung der Arbeitsgeschwindigkeit durch die Signallaufzeit auf der Wortleitung kann in bekannter Weise begegnet werden, indem man jeden Treiber in der Mitte der jeweiligen Wortleitung anordnet und anschließt, so dass die Laufzeit bis zum fernsten Punkt der Wortleitung halbiert wird. Ein weiterer bekannter Lösungsvorschlag ist das sogenannte ”Segmented-Wordline”-Konzept, welches im Prinzip eine noch feinere Unterteilung der Wortleitungslänge nutzt. Beide Konzepte erhöhen jedoch die Chipfläche deutlich. Platz beanspruchen nämlich nicht nur die Transistoren der Treiber selbst, sondern auch deren Zuleitungen, die in gebührendem Abstand voneinander und von den Elementen und Leitungen der Speichermatrix verlaufen müssen. Diese Zuleitungen müssen nämliche alle diejenigen Leitungen umfassen, welche sowohl die Auswahl der betreffenden Treibers steuern als auch die von den jeweiligen Treibern vorzunehmende Aktivierung oder Deaktivierung befehlen; hinzu kommen die Zuleitungen für das Aktivierungspotential und das Deaktivierungspotential. Alle diese Zuleitungen müssen jeweils zu den Orten der betreffenden Treiber geführt werden, teilweise als Bündel zunächst in Zeilenrichtung zum Ort der Treiber und dann in Spaltenrichtung entlang allen Treiberschaltungen.
  • Aus der EP 0 019 241 ist eine gattungsgemäße Schaltanordnung bekannt, bei der eine Hilfsschaltung, die bei Deaktivierung auf ein gesondertes Hilfsschaltsignal anspricht, das in zeitlicher Abstimmung mit einer Treiberansteuerung erzeugt und über eine gesonderte Zuleitung herangeführt wird.
  • Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, zumindest das befohlene Deaktivieren von Wortleitungen einer Speichermatrix beschleunigt durchzuführen. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Patentanspruch 1 beschriebene Schaltungsanordnung gelöst.
  • Die Erfindung wird demnach realisiert an einer Schaltungsanordnung zum selektiven Umschalten der Wortleitungen einer Speichermatrix zwischen einem Aktivierungspotential, welches den Zugriff auf an die betreffende Wortleitung angeschlossene Speicherzellen ermöglicht, und einem Deaktivierungspotential, welches den Zugriff auf besagte Speicherzellen sperrt, mit einer Vielzahl von selektiv adressierbaren Treibern, deren jeder mit einem Eingangsanschluss eines jeweils zugeordneten Exemplars der Wortleitungen verbunden ist und unter dem Ein fluss eines zugeordneten Auswahlsignals und eines Deaktivierungssignals steuerbar ist, um den betreffenden Eingangsanschluss auf das Aktivierungspotential zu legen, wenn das Auswahlsignal (AS) im wirksamen Zustand und das Deaktivierungssignal im unwirksamen Zustand ist, und um beim Wirksamwerden des Deaktivierungssignals den betreffenden Ein gangsanschluss (11) auf das Deaktivierungspotential (L) zu legen. Erfindungsgemäß ist dass an jede der Wortleitungen an mindestens einem vom Eingangsanschluss entfernten Anschlusspunkt eine jeweils zugeordnete Hilfsschaltung angeschlossen, die einen Deaktivierungs-Hilfsschalter enthält, der abhängig von einem zugeordneten Hilfsschaltsignal eine niederohmig leitende Verbindung zwischen dem besagten Anschlusspunkt und einer Quelle des Deaktivierungspotentials herstellt oder sperrt. Es ist eine Zeitsteuerschaltung vorgesehen, die das jeweilige Hilfsschaltsignal in einer derartigen zeitlichen Beziehung zum Deaktivierungssignal erzeugt, dass der Deaktivierungs-Hilfsschalter gesperrt ist, während der Treiber der zugeordneten Wortleitung den betreffenden Eingangsanschluss auf das Aktivierungspotential legt, und wieder leitend wird, sobald der Treiber durch das Wirksamwerden des Deaktivierungssignals den betreffenden Eingangsanschluss auf das Deaktivierungspotential legt.
  • Besondere Ausführungsformen und Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet. Neben der Lösung der gestellten Aufgabe hat die Erfindung den Vorteil, dass die Hilfsschaltungen an den entfernten Anschlusspunkten der Wortleitungen weit weniger Zuleitungen benötigen, als wenn man jeweils vollständige und selektiv adressierbare Treiber an diesen Anschlusspunkten vorsehen würde.
  • Die Erfindung wird nachstehend unter Bezugnahme auf die angefügten Zeichnungen erläutert.
  • 1 bis 4 zeigen Schaltbilder von vier verschiedenen Ausführungsformen einer Schaltungsanordnung, wobei 4 eine erfindungsgemäße Schaltungsanordnung zeigt.
  • 5 zeigt in einem Diagramm über einer gemeinsamen Zeitachse den zeitlichen Verlauf auf von Potentialen an verschiedenen Orten der Schaltungsanordnungen nach den 1 und 2.
  • 6 zeigt in einem Diagramm über einer gemeinsamen Zeitachse den zeitlichen Verlauf auf von Potentialen an verschiedenen Orten der Schaltungsanordnungen nach den 3 und 4.
  • In der 1 ist mit der Rahmenlinie 10 ein Teil des Umrisses einer Speichermatrix dargestellt, die in Zeilenrichtung (horizontal in der Zeichenebene) von einer Vielzahl von Wortleitungen WL und in Spaltenrichtung (vertikal) von einer Vielzahl von Bitleitungen durchzogen ist. Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind nur drei Exemplare der Wortleitungen in Form horizontaler Linien fragmentarisch eingezeichnet. Die quer dazu verlaufenden Bitleitungen sind nicht gezeigt. Nahe jeder Kreuzung einer Wortleitung WL mit einer Bitleitung befindet sich eine (nicht gezeigte) Speicherzelle, auf welche durch Ansteuerung der betreffenden Wortleitung und Bitleitung zugegriffen werden kann, um Information einzuschreiben oder auszulesen, wie allgemein bekannt.
  • In der folgenden Beschreibung und in den Zeichnungen ist den Bezugszeichen, welche zur Identifizierung der verschiedenen Signale und Schaltungselemente dienen, manchmal eine Ziffer in eckiger Klammer [] angefügt, welche die Nummer jeweils desjenigen Exemplars der Wortleitungen angibt, denen das betreffende Element oder Signal speziell zugeordnet ist.
  • Zum Ansteuern der Wortleitungen WL ist an einem Eingangsanschluss 11 am linken Ende jeder dieser Leitungen ein zugeordneter Wortleitungstreiber 20 angeschlossen. Die Treiber 20 sind herkömmlicher Bauart und alle gleich aufgebaut, deswegen genügt eine kurze Beschreibung und vereinfachte zeichnerische Darstellung nur eines Exemplars.
  • Demnach enthält jeder Treiber 20 einen P-Kanal-Feldeffekttransistor (P-FET) 21 und einen N-Kanal-Feldeffekttransistor (N-FET) 22. Die Source-Drain-Strecke (Kanal) des P-FET 21 führt vom Wortleitungsanschluss 11 zu einer gemeinsamen Aktivierungsleitung 23, welche über den Kanal eines P-FET 24 mit einer Quelle eines ersten Potentials H verbunden ist. Die zusammengeschalteten Gates des P-FET 21 und des N-FET 22 in jedem Treiber 20 empfangen über eine Auswahlleitung 27 ein diesem Treiber speziell zugeordnetes Auswahlsignal AS von einem Adressendecoder 30. Der Kanal des N-FET 22 in jedem Treiber 20 führt vom Wortleitungsanschluss 11 zu einer Quelle eines zweiten Potentials L. Parallel zu jedem N-FET 22 ist jeweils ein weiterer N-FET 25 geschaltet, und die Gates aller N-FETs 25 empfangen über eine gemeinsame Deaktivierungsleitung 26 ein Deaktivierungssignal DS von einer Zeitsteuerschaltung 40. Diese Zeitsteuerschaltung 40 liefert ferner ein Aktivierungssignal TS an das Gate jedes P-FET 24.
  • Das Potential H ist für die dargestellte Schaltung der ”hohe” Logikpegel (Binärwert 1), der das Aktivierungspotential für die Wortleitungen WL bildet und positiv gegenüber dem ”niedrigen” Logikpegel L (Binärwert 0) ist, der das Deaktivierungspotential für die Wortleitungen bildet. Die 5 zeigt über einer gemeinsamen Zeitachse und idealisiert den zeitlichen Verlauf der Potentialpegel für verschiedene Signale bzw. Schaltungspunkte, wobei der hohe Pegel oberhalb und der niedrige Pegel unterhalb der jeweiligen Mittellinie gezeichnet ist.
  • Im dargestellten Fall sind das Auswahlsignal AS und das Aktivierungssignal TS sogenannte ”low-aktive” Signale, d. h. ihr wirksamer Zustand ist der niedrige Pegel (L). Das Deaktivierungssignal DS ist ein ”high-aktives” Signal, d. h. sein wirksamer Zustand ist der hohe Pegel (H). Im Ruhezustand, vor dem Zeitpunkt t1 in 5, sind alle Auswahlsignale AS, das Aktivierungssignal TS und das Deaktivierungssignal DS hoch, d. h. AS und TS sind unwirksam und DS ist wirksam, so dass in allen Treibern der P-FET 21 gesperrt und die N-FETs 22 und 25 leitend sind und demzufolge alle Wortleitungen WL auf Deaktivierungspotential L liegen.
  • Zum Aktivieren einer Wortleitung wird zunächst, vor dem Zeitpunkt t1, die betreffende Wortleitungsadresse an den Adressendecoder 30 gelegt und dort decodiert. Nach Abschluss des Decodierungsvorgangs, also wenn die Adresse ”gültig” ist, schaltet der Adressendecoder 30 zum Zeitpunkt t2 das Auswahlsignal AS genau für denjenigen Treiber 20, welcher der adressierten Wortleitung WL zugeordnet ist, vom bisher hohen Pegel auf den niedrigen Pegel. Handelt es sich bei der adressierten Wortleitung z. B. um der erste Wortleitung WL[1], dann wird nur das Auswahlsignal AS[1] hoch, so dass der P-FET 21 nur des betreffenden Treibers 20[1] leitfähig und der zugeordnete N-FET 22 nichtleitend wird. Gleichzeitig oder besser kurz vorher, zum Zeitpunkt t1, bringt die Zeitsteuerschaltung 40 das Deaktivierungssignal DS auf niedrigen Pegel, so dass die N-FETs 25 aller Treiber sperren. Kurz nach dieser Sperrung bringt die Zeitsteuerschaltung 40 das Aktivierungssignal TS auf niedrigen Pegel, im dargestellten Fall zum Zeitpunkt t2, so dass der P-FET 24 leitend wird. Dies zieht den Eingangsanschluss 11[1] der adressierten Wortleitung WL[1] (und nur dieser Wortleitung) in Richtung auf das Aktivierungspotential H, das relativ schnell zum Zeitpunkt t3 erreicht wird, wie es die zugeordnete Wellenform für 11[1] in 5 zeigt.
  • Nach dem Schreib- oder Lesebetrieb an den mit der aktivierten Wortleitung WL verbundenen Speicherzellen, wird das Deaktivierungsintervall eingeleitet, indem zum Zeitpunkt t5 die Signale AS, TS und kurz danach, zum Zeitpunkt t6, auch das Signal DS wieder auf hohen Pegel gebracht werden, so dass die P-FETs 21 in allen Treibern 20 sperren und die N-FETs 22 und 25 in allen Treibern leitend werden. Dies zieht die Eingangsanschlüsse 11 aller Wortleitung zum L-Potential, das der bisher auf H-Pegel liegende Anschluss 11[1] relativ schnell zum Zeitpunkt t7 erreicht.
  • Die nunmehr vorhandene Situation entspricht dem Ruhezustand vor dem Zeitpunkt t1 und wird eine gewisse Dauer bis zu einem Zeitpunkt t1' aufrechterhalten, um den Precharge-Betrieb an den Bitleitungen durchzuführen, in Vorbereitung auf die nächste Wortleitungs-Aktivierung, z. B. die Aktivierung der zweiten Wortleitung WL[2]. Ab t1' folgt über die Zeitpunkte t2' bis t7' das gleiche Spiel, wie es vorstehend für die Zeitpunkte t2 bis t7 beschrieben wurde, nur dass statt des Signals AS[1] das Signal AS[2] wirksam ist und statt des Anschlusses 11[1] der Anschluss 11[2] auf H-Pegel gezogen wird, wie es die Wellenform für 11[2] in 5 zeigt.
  • Die bis hierher beschriebene Schaltungstechnik und Funktionsweise ist bekannt. Wie weiter oben erwähnt, kann es Probleme geben, weil es infolge Signalverzögerung entlang der Wortleitung WL eine gewisse Zeit dauert, bis sich ein am Anschlusspunkt 11 aufgeprägter Potentialwechsel an entfernten Orten der Wortleitung WL entwickelt hat. Dies ist in 5 veranschaulicht mit den Wellenform 12[1] und 12[2], welche den Potentialverlauf an entfernten Orten 12 der Wortleitungen WL[1] und WL[2] für den vorstehend beschriebenen Betrieb zeigen. Die betreffenden entfernten Orte 12[1] und 12[2] erreichen das volle Aktivierungspotential erst wesentlich später als die Eingangsanschlüsse 11[1] bzw. 11[2], im dargestellten Fall erst zu den Zeitpunkten t4 bzw. t4'. In ähnlicher Weise würden, wenn keine besonderen Vorkehrungen getroffen sind, die entfernten Orte das volle Deaktivierungspotential wesentlich verzögert gegenüber den die zugeordneten Eingangsanschlüsse erreichen, nämlich erst zu den Zeitpunkten t8 bzw. t8', wie es die gestrichelten Flanken in der 5 zeigen. Diese letztgenannte Verzögerung wird praktisch eliminiert durch die in der rechten Hälfte der 1 gezeigten Schaltungsmaßnahmen.
  • Gemäß der 1 ist an mindestens einem vom Eingangsanschluss 11 entfernten Punkt 12 jeder Wortleitung WL jeweils eine gesonderte Hilfsschaltung 50 angeschlossen, die einen steuerbaren Deaktivierungs-Hilfsschalter enthält, dessen Schaltstrecke zwischen dem Anschlusspunkt 12 und einer das Deaktivierungspotential L führenden Potentialleitung 61 liegt. Im dargestellten Fall ist diese Schaltstrecke gebildet durch den Kanal eines N-FET 51.
  • Beim Ausführungsbeispiel nach 1 sind die Gates der N-FETs 51 aller Hilfsschaltungen 50 mit einer gemeinsamen Steuerleitung 70 verbunden, über die ein Schaltsignal SS herangeführt wird. Dieses Schaltsignal SS kann wechseln zwischen einem ”wirksamen” hohen Pegel, der die N-FETs 51 der Hilfsschaltungen leitfähig macht, und einem niedrigen Pegel, der die N-FETs 51 sperrt. Das Schaltsignal SS wird von der Zeitsteuerschaltung 40 in einer derartigen zeitlichen Beziehung zum Deaktivierungssignal DS gesteuert, dass die N-FETs 51 in den Hilfsschaltungen 50 möglichst genau zu denjenigen Zeitpunkten t7 bzw. t7' leitend werden, zu dem die N-FETs 25 der Treiber 20 infolge hohen Pegels des Deaktivierungssignals DS leitend werden, und dass die N-FETs 51 nicht vor den Zeitpunkten t8 bzw. t8' gesperrt werden, also nicht früher als bis eine Zeitspanne verstrichen ist, die der Signallaufzeit auf den Wortleitungen WL vom jeweiligen Eingangsanschluss 11 zum Anschlusspunkt 12 entspricht. Somit wird bei einer gewünschten Deaktivierung auch jeder Anschlusspunkt 12 praktisch gleichzeitig wie der Eingangsanschluss 11 auf das L-Potential gezogen. Dies beschleunigt in der gewünschten Weise die Deaktivierung der Wortleitungen an Orten, die fern vom Eingangsanschluss liegen.
  • Bei der Ausführungsform nach 1 sollte der wirksame Zustand (hoher Pegel) des Schaltsignals SS an den Gates der P-FETs 51 der Hilfsschaltungen 50 spätestens dann wieder beendet sein, wenn der nächste Aktivierungszyklus mit dem Leitendwerden des P-FETs 21 in irgendeinem der Treiber 20 beginnt.
  • Bei der Anordnung nach 1 wird zu Beginn des Aktivierungsintervalls die jeweils ausgewählte Wortleitung WL am Eingangsanschluss über den zugeordneten P-FET 21 vom L-Poten tial auf festes H-Potential umgeschaltet, während die anderen Wortleitungen an ihren Eingangsanschlüssen über die dort leitend bleibenden N-FETs 22 auf L-Potential gehalten bleiben. An allen fernen Anschlusspunkten 12 erfolgt aber eine Abkoppelung des L-Potentials, wegen der Sperrung aller FETs 51, auch an den nichtaktivierten Wortleitungen. Die nichtaktivierten Wortleitungen sind somit an Orten, die fern der Eingangsanschlüsse 11 liegen, empfänglich für Störsignale, die unter anderem durch die kapazitive Wechselwirkung zwischen den Wortleitungen entstehen können. Insbesondere kann die Gefahr bestehen, dass die Umschaltflanken bei Aktivierung und Deaktivierung der jeweils ausgewählten Wortleitung zu vorübergehenden Potentialstößen auf nichtaktivierten Wortleitungen führen, am stärksten auf den der aktivierten Wortleitung benachbarten Exemplaren. Die 2 zeigt eine diese Störungen verhindernde Abwandlung der Anordnung nach 1.
  • Die Anordnung nach 2 unterscheidet sich von derjenigen nach 1 nur dadurch, dass nicht allen Wortleitungen dasselbe Schaltsignal SS zugeordnet wird, sondern dass stattdessen zwei getrennt erzeugte Schaltsignale S1 und S2 zwei verschiedenen ”disjunkten” Gruppen der Wortleitungen zugeordnet werden.
  • Das erste Schaltsignal S1 geht nur dann auf seinen unwirksamen niedrigen Pegel, wenn die Aktivierung irgendeiner Wortleitung ungerader Ordnungszahl beginnt, also einer der Wortleitungen WL[1], WL[3], usw. Das Signal S1 wird wieder auf den wirksamen hohen Pegel gebracht, sobald das anschließende Deaktivierungsintervall beginnt. Das Signal S1 wird über eine erste Steuerleitung 71 den N-FETs 51 der Hilfsschaltungen nur der besagten ”ungeraden” Wortleitungen angelegt. Das zweite Schaltsignal S2 geht nur dann auf seinen unwirksamen niedrigen Pegel, wenn die Aktivierung irgendeiner Wortleitung gerader Ordnungszahl beginnt, also die Aktivierung einer der Wortleitungen WL[2], usw. Das Signal S2 wird wieder auf den wirksamen hohen Pegel gebracht, sobald das anschließende Deaktivierungsintervall beginnt. Das Signal S2 wird über eine zweite Steuerleitung 72 den N-FETs 51 der Hilfsschaltungen nur der besagten ”geraden” Wortleitungen angelegt. Dies stellt sicher, dass bei Aktivierung irgendeiner beliebigen Wortleitung immer auf beiden Seiten das jeweils nächstbenachbarte Exemplar am Ort der entfernten Anschlusspunkte 12 auf L-Pegel gezwungen bleibt und somit eine Einkoppelung von Störsignalen vermieden wird.
  • Die Auswahl der Schaltsignale S1 und S2 kann von der Zeitsteuerschaltung 40 anhand der Wortleitungsadresse vorgenommen werden, wie es mit den Verbindungsleitungen 73 und 74 vom Adressendecoder 30 zur Zeitsteuerschaltung 40 in 2 symbolisiert ist. Der Vollständigkeit halber sind auch die Schaltsignale S1 und S2 im Diagramm der 5 in den beiden untersten Zeilen eingezeichnet, für den Fall, dass zunächst die erste Wortleitung WL[1] und dann die zweite Wortleitung WL[2] adressiert wird. Die 5 gilt mithin auch für die Ausführungsform nach 2, mit der Maßgabe, dass in 5 die Signale S1 und S2 an die Stelle des Signals SS treten.
  • Die Hilfsschaltungen 50 in den Schaltungsanordnungen nach den 1 und 2 können im Bedarfsfall mit zusätzlichen Komponenten bestückt werden, um nicht nur die Deaktivierung sondern auch die Aktivierung der Wortleitungen an entfernten Orten ihrer Länge beschleunigen. Bei üblicher Betriebsart einer Speichermatrix darf mit dem Schreiben von außen oder mit dem Lesen nach außen erst dann begonnen werden, wenn sich das an die ausgewählte Wortleitung WL gelegte Aktivierungspotential über die gesamte Länge dieser Leitung eingestellt hat. Dieses einzuhaltende Intervall zwischen dem Beginn der Wortleitungs-Aktivierung und dem Beginn der Bitleitungs-Ansteuerung (”RAS to CAS Delay” oder abgekürzt ”TRCD”) lässt sich verkürzen, wenn man dafür sorgt, dass mit Beginn eines Aktivierungsintervalls auch an den entfernten Anschlusspunkten 12 der ausgewählten Wortleitung eine unmittelbare Verbindung zum Aktivierungspotential H hergestellt wird. Die 3 zeigt diesbezügliche Schaltungsmaßnahmen.
  • Die Schaltungsanordnung nach 3 unterscheidet sich von derjenigen nach 1 nur durch Ergänzungen in den Hilfsschaltungen. Alle anderen Teile der Schaltungsanordnung, die mit den gleichen Bezugszahlen wie in 1 bezeichnet sind, sind genau so ausgebildet und arbeiten in der gleichen Weise, wie es oben anhand jener Figur beschrieben wurde. Dies gilt auch für den als Deaktivierungs-Hilfsschalter verwendeten N-FET 51.
  • In der Ausführungsform nach 3 enthält jede Hilfsschaltung 50a zusätzlich einen Aktivierungs-Hilfsschalter in Form eines P-FET 52, dessen Kanal zwischen dem Anschlusspunkt 12 der zugeordneten Wortleitung WL und einer das Aktivierungspotential H führenden zweiten Potentialleitung 62 liegt. Ein als Schwellenschalter ausgebildeter N-FET 53 fühlt an seinem Gate das Potential der Wortleitung am Anschlusspunkt 12 und wird leitfähig, sobald dieses Potential gegenüber dem L-Pegel um einen Bruchteil der Differenz zwischen L- und H-Pegel ansteigt. Die Source des N-FET 53 empfängt das gleiche Schaltsignal (SS in 3) wie das Gate des Deaktivierungs-Hilfsschalters 51, und sein Drain ist mit dem Gate des Aktivierungs-Hilfsschalters 52 verbunden. Der Drain des N-FET 53 ist außerdem über den Kanal eines weiteren P-FET 54 mit der H-Potentialleitung 62 verbunden. Das Gate des P-FET 54 ist mit dem Anschlusspunkt 12 der Wortleitung WL verbunden.
  • Der Betrieb der Schaltungsanordnung nach 3 wird nachstehend anhand des Zeitdiagramms nach 6 beschrieben. Dieses Diagramm entspricht demjenigen nach 5; anders ist nur der Zeitverlauf der ansteigenden Flanken des Potentials an den fernen Anschlusspunkten 12.
  • Vor Beginn eines Aktivierungsintervalls, z. B. vor dem Zeitpunkt t1 (oder t1'), ist das Schaltsignal SS auf hohem Pegel, so dass die N-FETs 51 aller Hilfsschaltungen 50a leiten und alle Wortleitungen WL auf L-Pegel zwingen, wie im Falle der 1. Der N-FET 53 ist gesperrt, und der P-FET 54 ist leitend, so dass der P-FET 52 an seinem Gate H-Potential von der Leitung 62 empfängt und gesperrt gehalten wird.
  • Zur Einleitung eines Aktivierungsintervalls, z. B. zum Zeitpunkt t1 (oder t1'), wird das Schaltsignal SS niedrig, so dass die N-FETs 51 aller Hilfsschaltungen 40a sperren, und kurz danach, zum Zeitpunkt t2 (oder t2'), wechselt der Eingangsanschluss 11 der jeweils ausgewählten Wortleitung, z. B. WL[1] (oder WL[2]), auf H-Potential, das er zum Zeitpunkt t3 (oder t3') erreicht. Am fernen Anschlusspunkt 12 steigt das Potential langsamer an, so dass es den vollen H-Pegel erst zum Zeitpunkt t4 (oder t4') erreichen würde, wie gestrichelt in 6 gezeigt, wenn die Hilfsschaltungen 50a nur den N-FET 51 enthalten würden. Im Falle der 3 wird jedoch der N-FET 53 bereits bei einem kleinen Potentialanstieg ΔV leitend, so dass er das niedrige Potential des Schaltsignals SS auf das Gate des P-FET 52 koppelt, der somit ebenfalls leitend wird und den Anschlusspunkt 12 schnell auf das H-Potential der Leitung 62 zieht. Spätestens hier wird der P-FET 54 gesperrt; bis zu diesem Zeitpunkt kann über den P-FET 54 und den N-FET 53 zwar ein Strom von der H-Potentialleitung 62 zur Schaltsignalleitung 70 fließen, der jedoch gering und von kurzer Dauer gehalten werden kann, indem man den P-FET 54 für deutlich geringeren Sättigungsstrom als den N-FET 53 dimensioniert.
  • Es ist vorteilhaft, die Ansprechschwelle ΔV des N-FET möglichst niedrig zu bemessen, z. B. durch eine entsprechend niedrige Bemessung der Einsatzspannung des N-FET 53, so dass der Anschlusspunkt 12 möglichst frühzeitig auf das H-Potential gezogen wird. Allerdings darf die Schwelle nicht so niedrig sein, dass bereits irgendwelche Rauscherscheinungen auf der Wortleitung zum Ansprechen des FET 53 führen.
  • Wenn zur Einleitung des Deaktivierungsintervalls das Schalt signal SS wieder auf hohes Potential geht, z. B. zum Zeitpunkt t6 (oder t6'), erfolgt durch das Leitendwerden der N-FETs 51 aller Hilfsschaltungen 40a wieder die beschleunigte Umschaltung der fernen Anschlusspunkte 12 auf L-Potential, in der gleichen Weise, wie es oben für die Schaltungsanordnung nach 1 beschrieben wurde. Hierdurch werden der N-FET 53 wieder gesperrt und der P-FET 54 wieder leitend, so dass das Gate des P-FET 52 auf H-Potential gezogen wird, wodurch dieser P-FET 52 sperrt. Nach Ablauf des Precharge-Intervalls kann des beschriebene Spiel mit Aktivierung einer anderen Wortleitung wiederholt werden.
  • Auch die Schaltungsanordnung nach 3 kann so modifiziert werden, dass sie mit mehr als einem einzigen Schaltsignal arbeitet, z. B. mit zwei getrennten Schaltsignalen S1 und S2, ähnlich wie die in 2 gezeigte Anordnung. Eine solche Variante ist in 4 gezeigt. Die Anordnung nach 4 unterscheidet sich von derjenigen nach 3 nur dadurch, dass nicht allen Wortleitungen dasselbe Schaltsignal SS zugeordnet wird, sondern dass stattdessen zwei getrennt erzeugte Schaltsignale S1 und S2 über getrennte Leitungen 71 und 72 den Hilfsschaltungen 50a verschiedener Gruppen der Wortleitungen zugeordnet werden. Das Muster dieser Zuordnung ist das gleiche wie in 2, und die Schaltsignale S1 und S2 werden in der gleichen Weise erzeugt und bewirken die gleichen Vorgänge, wie es oben anhand der 2 beschrieben wurde, so dass sich hier eine weitere Erläuterung erübrigt. Der Vollständigkeit halber sind die Schaltsignale S1 und S2 auch in den beiden untersten Zeilen des Zeitdiagramms der 6 eingezeichnet; dieses Diagramm gilt mithin auch für die Anordnung nach 4 mit der Maßgabe, dass die Signale S1 und S2 anstelle des Signals SS gelten.
  • Sowohl bei Verwendung der in den 1 und 2 gezeigten einfachen Hilfsschaltungen 50, welche nur die Deaktivierung beschleunigen, als auch bei Verwendung der in den 3 und 4 gezeigten ergänzten Hilfsschaltungen 50a, welche die Aktivierung und die Deaktivierung beschleunigen, können auch mehr als zwei getrennte Schaltsignale verwendet und einer entsprechenden Anzahl disjunkter Gruppen der Wortleitungen WL zugeteilt werden. Allgemein gesagt, wenn diese Anzahl gleich m ist und wenn man die Wortleitungen gemäß ihrer räumlichen Aufeinanderfolge in der Speichermatrix nummeriert, besteht jede dieser Gruppen aus Wortleitungen, deren Ordnungszahlen im Abstand m aufeinanderfolgen, so dass zwischen den Wortleitungen jeder Gruppe m – 1 andere Wortleitungen liegen. Jedes Schaltsignal (S1 bis Sm) wird dann so gesteuert, dass es nur dann auf seinen unwirksamen niedrigen Pegel geht, wenn die Aktivierung irgendeiner Wortleitung der zugeordneten Gruppe eingeleitet wird, und es wird wieder auf den wirksamen hohen Pegel gebracht, sobald das anschließende Deaktivierungsintervall eingeleitet wird. Dies stellt sicher, dass bei Aktivierung irgendeiner beliebigen Wortleitung immer auf beiden Seiten die m – 1 nächstbenachbarten Exemplare am Ort der entfernten Anschlusspunkte 12 auf L-Pegel gezwungen bleiben. In den Fällen der 2 und 4 ist m = 2. Je größer m ist, desto zuverlässiger ist der Schutz nichtaktivierter Wortleitungen vor einer Einkoppelung von Störsignalen aus der aktivierten Wortleitung.
  • Die vorstehende Beschreibung und auch die Zeitdiagramme beschreiben bzw. zeigen die Zeitlage des Deaktivierungssignals DS am Ort der Treiber 20 und die Zeitlage der Schaltsignale SS, S1 und S2 am Ort fern von den Treibern 20, dort wo sich die Hilfsschaltungen 50 bzw. 50a befinden. Bei der Erzeugung aller dieser Signale an ihrem Ursprung in der Zeitsteuerschaltung 40 müssen natürlich gewisse Verzögerungsunterschiede berücksichtigt werden. Die Ansprechzeit der Treiber 20 kann sich unterscheiden von der Ansprechzeit der Hilfsschaltungen 50 bzw. 50a, und die Signallaufzeit des Deaktivierungssignals DS zum Ort der Treiber 20 kann sich unterscheiden von der Laufzeit der Schaltsignale SS, S1 und S2 zu den Hilfsschaltungen 50 bzw. 50a. Je nach Größe dieser Unterschiede, die sich für jedes Schaltungsdesign experimentell oder rechnerisch oder durch Simulation ermitteln lassen, kann es erforderlich sein, die Schaltsignale gegenüber dem Deaktivierungssignal um ein gewisses Maß τ voreilen oder nacheilen zu lassen. Dieses Maß τ kann in der Zeitsteuerschaltung 40 programmiert werden oder durch Einfügung von entsprechend bemessenen Verzögerungsgliedern in die Steuerleitungen 70, 71 72 eingestellt werden, wie es gestrichelt mit den Elementen 80 in den 1, 2, 3 und 4 angedeutet ist.
  • Die in den Figuren gezeigten und vorstehend beschriebenen Schaltungsanordnungen sind nur Beispiele. Das Aktivierungssignal TS kann auch einfach eine invertierte Version des Deaktivierungssignals DS sein und den Treibern 20 direkt angelegt werden. Der hohe Pegel dieses Signals bildet dann die Quelle des H-Potentials für die Wortleitungen WL. Statt der gezeigten Treiberschaltungen 20 können auch andere Treibersysteme mit andersartiger Ansteuerung verwendet werden, beispielsweise Treiber ohne gesonderten Deaktivierungstransistor 25. Hierbei kann das Deaktivierungssignal DS den Gates der FETs 21 und 22 angelegt werden, und die Auswahlsignale AS können den von den Eingangsanschlüssen 11 abgewandten Enden der Kanäle der P-FETs 21 angelegt werden (ein gesondertes Aktivierungssignal kann dann entfallen, der hohe Pegel eines Auswahlsignals AS bildet dann die Quelle des H-Potentials für die Wortleitungen WL). Alternativ ist es auch möglich, die einzelnen Treiber 20 nur über das Auswahlsignal AS zu steuern, d. h. das den Gates der FETs 21 und 22 angelegte Auswahlsignal AS abhängig vom Deaktivierungssignal derart zu erzeugen, dass es mit dem Wirksamwerden des Deaktivierungssignals auf H-Pegel gezwungen wird und hierdurch den P-FET 21 sperrt und den N-FET 22 zur Deaktivierung der betreffenden Wortleitung leitend macht. Dies kann z. B. mittels einer geeigneten Logik im Adressendecoder 30 erfolgen, dem das Deaktivierungssignal DS zu diesem Zweck von der Zeitsteuerschaltung 40 zugeführt wird, um zumindest die jeweils betreffende Auswahlleitung 27 auf H-Pegel zu ziehen, gewünschtenfalls alle Auswahlleitungen gleichzeitig (sogenannter ”globaler Reset”). Auch hier kann auf ein gesondertes Aktivierungssignal TS an den Treibern 20 verzichtet werden, und die von den Eingangsanschlüssen 11 abgewandten Enden der Kanäle der P-FETs 21 können fest mit H-Potential zu verbunden werden.
  • Die Hilfsschaltungen 50 bzw. 50a können innerhalb der Speichermatrix in verbreiterten Lücken zwischen Bitleitungsgruppen untergebracht werden. Bei sehr langen Wortleitungen können in Abständen auch jeweils mehrere Hilfsschaltungen 50 bzw. 50a an jede Wortleitung angeschlossen sein, wobei alle Hilfsschaltungen jeweils derselben Wortleitung in gleicher Weise gesteuert werden, nötigenfalls mit zusätzlichen laufzeitkompensierenden Verzögerungsgliedern in den Steuerleitungsabschnitten zwischen den entlang der Wortleitung aufeinanderfolgenden Hilfsschaltungen.
  • Wie aus den 1 bis 4 ersichtlich ist, kommt man mit relativ wenigen Zuleitungen zum Ort der Hilfsschaltungen aus. Im Falle der 1 sind es nur zwei Zuleitungen, eine für das Schaltsignal SS und eine für das Deaktivierungspotential L. Im Falle der 3 ist nur noch eine weitere Zuleitung für das Aktivierungspotential H notwendig; man benötigt also nur drei Zuleitungen, wenn die Hilfsschaltungen sowohl die Deaktivierung als auch die Aktivierung beschleunigen sollen. Mit nur einer einzigen weiteren Zuleitung (zwei Schaltsignale statt nur einem Schaltsignal, gemäß den 2 und 4) gelingt bereits eine wirksame Störsignalunterdrückung auf den nichtaktivierten Wortleitungen. Eine noch bessere Störsignalunterdrückung ist selten erforderlich; nur wenn man sie dennoch wünscht, sind mehr Zuleitungen nötig, um m ≥ 2 Schaltsignale an ihre Zielorte zu führen, wie oben beschrieben.
  • 10
    Speichermatrix
    11
    Wortleitungs-Eingangsanschluss
    12
    entfernter Wortleitungs-Anschlusspunkt
    20
    Wortleitungstreiber
    21
    P-FET
    22
    N-FET
    23
    Aktivierungsleitung
    24
    P-FET
    25
    Deaktivierungstransistor (N-FET)
    26
    Deaktivierungsleitung
    27
    Auswahlleitung
    30
    Adressendecoder
    40
    Zeitsteuerschaltung
    50
    Hilfsschaltung
    50a
    Hilfsschaltung
    51
    Deaktivierungs-Hilfsschalter (N-FET)
    52
    Aktivierungs-Hilfsschalter (P-FET)
    53
    Schwellenschalter (N-FET)
    54
    Entladeschalter (P-FET)
    61
    L-Potentialleitung
    62
    H-Potentialleitung
    70
    Schaltsignalleitung
    71
    Schaltsignalleitung
    72
    Schaltsignalleitung
    73
    Verbindungsleitung
    74
    Verbindungsleitung
    80
    Verzögerungsglied
    AS
    Auswahlsignal
    DS
    Deaktivierungssignal
    SS
    Schaltsignal
    S1
    Schaltsignal
    S2
    Schaltsignal
    TS
    Aktivierungssignal
    WL
    Wortleitung

Claims (6)

  1. Schaltungsanordnung zum selektiven Umschalten der Wortleitungen (WL) einer Speichermatrix (10) zwischen einem Aktivierungspotential (H), welches den Zugriff auf an die betreffende Wortleitung angeschlossene Speicherzellen ermöglicht, und einem Deaktivierungspotential (L), welches den Zugriff auf besagte Speicherzellen sperrt, mit einer Vielzahl von selektiv adressierbaren Treibern (20), deren jeder mit einem Eingangsanschluss (11) eines jeweils zugeordneten Exemplars der Wortleitungen (WL) verbunden ist, um als Antwort auf einen Auswahlbefehl den betreffenden Eingangsanschluss (11) auf das Aktivierungspotential (H) zu legen und als Antwort auf einen Deaktivierungsbefehl den betreffenden Eingangsanschluss (11) auf das Deaktivierungspotential (L) zu legen, wobei an jede der Wortleitungen (WL) an mindestens einem vom Eingangsanschluss (11) entfernten Anschlusspunkt (12) eine jeweils zugeordnete Hilfsschaltung (50; 50a) angeschlossen ist, die einen Deaktivierungs-Hilfsschalter (51) enthält, der abhängig von einem zugeordneten Hilfsschaltsignal (S1, S2) eine niederohmig leitende Verbindung zwischen dem besagten Anschlusspunkt (12) und einer Quelle (61) des Deaktivierungspotentials (L) herstellt oder sperrt, und wobei eine Zeitsteuerschaltung (40) vorgesehen ist, die das jeweilige Hilfsschaltsignal (S1, S2) in einer derartigen zeitlichen Beziehung zum Deaktivierungsbefehl (DS) erzeugt, dass der Deaktivierungs-Hilfsschalter (51) gesperrt ist, während der Treiber (20) der zugeordneten Wortleitung (WL) den betreffenden Eingangsanschluss (11) auf das Aktivierungspotential (H) legt, und wieder leitend wird, sobald der Treiber (20) durch das Wirksamwerden des Deaktivierungsbefehls (DS) den betreffenden Eingangsanschluss (11) auf das Deaktivierungspotential (L) legt, dadurch gekennzeichnet, dass die Gesamtmenge der Wortleitungen (WL) in m ≥ 2 disjunkte Gruppen aufgeteilt ist, derart dass zwischen Wortlei tungen, die jeweils zur gleichen Gruppe gehören, m – 1 Wortleitungen liegen, die nicht zu dieser Gruppe gehören, und dass die Zeitsteuerschaltung (40) m getrennte Schaltsignale (S1, S2) erzeugt, deren jedes genau diejenigen Deaktivierungs-Hilfsschalter (51) steuert, die jeweils an ein und dieselbe Gruppe der Wortleitungen (WL) angeschlossen sind, und dass die Zeitsteuerschaltung (40) die Hilfsschaltsignale (S1, S2) abhängig von der Adressierung der Treiber (20) erzeugt, derart dass jedes Hilfsschaltsignal (S1, S2) die von ihm gesteuerten Deaktivierungs-Hilfsschalter (51) nur für die Dauer derjenigen Intervalle sperrt, in denen ein Treiber (20) den Eingangsanschluss (11) einer Wortleitung (WL) der betreffenden Gruppe auf das Aktivierungspotential (H) legt.
  2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jede Hilfsschaltung (50a) ferner eine Aktivierungs-Hilfsschalteinrichtung (5254) enthält, die das zugeordnete Hilfsschaltsignal (S1, S2) empfängt und in einen Bereitschaftszustand geht, wenn dieses Hilfsschaltsignal den Deaktivierungs-Hilfsschalter (51) sperrt, und dass die Aktivierungs-Hilfsschalteinrichtung (5254) in ihrem Bereitschaftszustand auf das Potential des entfernten Anschlusspunktes (12) anspricht, um eine niederohmige Verbindung zwischen diesem Anschlusspunkt (12) und einer Quelle (62) des Aktivierungspotentials (H) herzustellen, wenn das Potential des besagten Anschlusspunktes (12) vom Deaktivierungspotential (L) in Richtung zum Aktivierungspotential (H) um ein Schwellenmaß gleich einem Bruchteil der Differenz zwischen Deaktivierungs- und Aktivierungspotential angestiegen ist, und um diese niederohmige Verbindung wieder zu sperren, frühestens wenn eine Zeit verstrichen ist, die der Signallaufzeit über die Wortleitungen (WL) vom Eingangsanschluss (11) zum entfernten Anschlusspunkt (12) entspricht, und spätestens wenn das Hilfsschaltsignal (S1, S2) den Deak tivierungs-Hilfsschalter (51) in der betreffenden Hilfsschaltung (50a) leitend macht.
  3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Aktivierungs-Hilfsschalteinrichtung (5254) die von ihr hergestellte niederohmige Verbindung wieder sperrt, wenn das Hilfsschaltsignal (S1, S2) den Deaktivierungs-Hilfsschalter (51) in der betreffenden Hilfsschaltung (50a) leitend macht.
  4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Aktivierungs-Hilfsschalteinrichtung (5254) folgendes enthält: – einen Aktivierungs-Hilfsschalter (52), dessen Schaltstrecke zwischen dem entfernten Anschlusspunkt (12) und der Quelle (62) des Aktivierungspotentials (H) angeordnet ist, – einen Schwellenschalter (53), dessen Schaltstrecke zwischen einer das Schaltsignal führenden Leitung (70; 71; 72) und dem Steuereingang des Aktivierungs-Hilfsschalters (52) angeordnet ist und dessen Steuereingang mit dem entfernten Anschlusspunkt (12) verbunden ist, – und einen Entladeschalter (54), dessen Steuerstrecke zwischen dem Steuereingang des Aktivierungs-Hilfsschalters (52) und der Quelle (62) des Aktivierungspotentials (H) angeordnet ist und dessen Steuereingang mit dem entfernten Anschlusspunkt (12) verbunden ist, und dass der Schwellenschalter (53) nur dann leitend ist, wenn das Potential seines Steuereingangs das besagte Schwellenmaß erreicht oder überschreitet, und dass der Aktivierungs-Hilfsschalter (52) nur dann leitend ist, wenn sein Steuereingang das den Deaktivierungs-Hilfsschalter (51) sperrende Potential empfängt, und dass der Entladeschalter (54) nur dann leitend ist, wenn sein Steuereingang das Deaktivierungspotential empfängt.
  5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass alle Schalter (5154) in jeder Hilfsschaltung (50a) Feldeffekttransistoren sind.
  6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass in jeder Hilfsschaltung (50a) der den Entladeschalter (54) bildende Feldeffekttransistor für niedrigeren Sättigungsstrom ausgelegt ist als der den Aktivierungs-Hilfsschalter (52) bildende Feldeffekttransistor.
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