DE1011630B - Einstellbare Grenzwert-Meldevorrichtung mit mechanischer Kontaktgabe fuer Messgeraete und Registriervorrichtungen - Google Patents
Einstellbare Grenzwert-Meldevorrichtung mit mechanischer Kontaktgabe fuer Messgeraete und RegistriervorrichtungenInfo
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Description
- Einstellbare Grenzwert-Meldevorriditung mit mechanischer Kontaktgabe für Meßgeräte und Registriervorrichtungen Zur Meldung des Uber- bzw. Unterschreitens von Grenzwerten sind Meldevorrichtungen an Meßgeräten und Registriervorrichtungen bekannt, die mit fotoelektrischen, bolometrischen und mechanischen Kontaktvorrichtungen arbeiten. Während für Meldevorrichtungen mit fotoelektrischer und bolometrischer Kontaktgabe ein erheblicher Aufwand erforderlich ist, besitzen die Meldevorrichtungen mit mechanischer Kontaktgabe, da sie mit Anschlagkontakten arbeiten, den Nachteil, daß eine Anzeige und Aufzeichnung von ober- bzw. unterhalb der eingestellten Grenzwerte liegenden Meßgrößen, die oft von großem Interesse sein können, nicht möglich ist.
- Die Erfindung bezweckt, all diese Nachteile durch Verwendung einer einstellbaren Grenzwert-Meldevorrichtung mit mechanischer Kontaktgabe zu beheben. Bei einer Grenzwert-Meldevorrichtung, deren bewegliche Meldekontaktteile auf einem Kreis verstellbar angeordnet sind, werden erfindungsgemäß die Meldekontakte bei Über- bzw. Unterschreiten des entsprechenden Grenzwertes der Meßgröße durch eine radial wirkende Kraftkomponente mittels auf dem Zeiger gelagerter und über den beweglichen Teil des Meldekontaktes hinweggleitender Andrückrollen od. dgl. betätigt, ohne daß hierdurch der Zeiger bei seiner Bewegung über den Grenzwert hinaus beeinflußt wird.
- Die Erfindung ist an Hand der Zeichnungen an einem Ausführungsbeispiel erläutert. In den Zeichnungen stellt dar Fig. 1 schaubildlich ein Meßwerk mit den Meldekontakten zum Melden des Überschreitens eines oberen bzw. eines unteren Grenzwertes und Fig. 2 die Schaltung der von den Meldekontakten gesteuerten Relais.
- In Fig. 1 ist mit 1 das Gehäuse des eigentlichen Meßwerkes bezeichnet, auf dem eine aus einem Flacheisen 2 und zwei U-förmig gebogenen Winkelblechen3 und 4 bestehende Tragvorrichtung aufgebaut ist. An dieser Tragvorrichtung sind in Achsrichtung des Meßwerkes zwei U-förmige Hebel 5 und 6 schwenkbar gelagert, die an ihren freien Schenkeln die aus Blattfedern bestehenden Meldekontakte 7 und 8 tragen. Jedem Meldekontakt ist ein mit 9 bzw. 10 bezeichneter Abwurfkontakt zugeordnet, der in Richtung des Zeigerausschlags von der Mitte aus gesehen kurz vor dem zugehörigen Meldekontakt angeordnet ist. Die zusammengehörigen Melde- und Abwurfkontakte liegen übereinander in einer Ebene und auf einem Kreis um die Meßwerksachse. Mit 11 ist der Zeiger des Meßwerkes bezeichnet, auf dem ein doppel-T-förmiges Lagerteil 12 befestigt ist, in dem die Achse 13 eines schwenkbaren U-förmigen Führungsstückes 14 für den Schreibarm 20 einer Registriervorrichtung gelagert ist. In dem Lagerteil 12 ist außerdem die Achse 15 von zwei Andrückrollen für die Melde- bzw.
- Abwurfkontakte gelagert.
- Bei einem Ausschlag des Zeigers über den Grenzwert hinaus gleiten die Andrückrollen über die beweglichen Teile der Melde- bzw. Abwurfkontakte und wirken dabei mit einer radialen Kraftkomponente auf diese beweglichen Teile ein. Die Kontakte sind so ausgebildet, daß sie von den Andrückrollen nur kurzzeitig betätigt werden, und zwar wird bei einem Ausschlag von der Mitte aus zunächst der Abwurfkontakt 9 bzw. 10 geschlossen und dieser Kontakt bereits wieder geöffnet, wenn beim weiteren Ausschlag des Zeigers die eigentlichen Meldekontakte 7 bzw. 8 geschlossen werden. Da nur eine ganz kurzzeitige Konta.;tbetätigung stattfindet und hierfür nur eine geringe Kraft von den Andrückrollen aufzubringen ist, findet nur eine unwesentliche Beeinflussung des Meldegliedes durch diese Kontaktgabe statt. Der Ausschlag des Zeigers über die Grenzwerte hinaus wird durch die Kontaktvorrichtung nicht behindert.
- Die zusammengehörigen Abwurf- und Meldekontakte sind je für sich getrennt von dem zweiten Paar Abwurf- und Meldekontakten einstellbar, und zwar dadurch, daß mittels der Einstellhebel 16 und 17 die die Kontakte tragenden Hebel 5 und 6 um die Meßwerksachse geschwenkt werden. Auf jedem der Einstellhebel ist ein Stift 18 bzw. 19 befestigt, der in eine Aussparung der Hebel 5 und 6 eingreift.
- Zu einer Meldevorrichtung mit zwei Meldekontakten (Maximum- und Minimummeldung) gemäß Fig. j gehört eine Relaisanordnung, die gemäß Fig. 2 aus drei Relais besteht, und zwar je einem Relais 24 bzw. C für die beiden Meldekontakte 7 und 8 und einem gemeinsamen Abwurfrelais B für die beiden Abwurfkontakte 9 und 10. Bei Ausrüstung eines Meßwerkes mit nur einem Meldekontakt sind nur zwei Relais erforderlich.
- Bei Verwendung der Meldevorrichtung zur Maximum- und Minimummeldung ist die Arbeitsweise wie folgt.
- Bei Annäherung der Meßgröße an den oberen Grenzwert wird zunächst der Abwurfkontakt 9 des Masimummeldekontaktsatzes geschlossen. Da im Stromkreis des Abwurfrelais B noch ein offener Arbeitskontakt a2 des Relais A liegt und der Abwurfkontakt 9 bereits wieder geöffnef wird, bevor der zugehörige Meldekontakt 7 geschlossen wird, bleibt das Relais B unerregt. Erreicht dann der Meßwert den oberen Grenzwert, so wird der eigentliche Meldekontakt 7 geschlossen. Das Relais A zieht an, und parallel zum Meldekontakt 7 wird ein Haltekontakt al geschlossen. Durch diesen Haltekontakt a1 wird erstens der Kontakt 7 entlastet und zweitens nach Öffnen des Kqntaktes 7 das Relais A gehalten. Gleichzeitig werden die Arbeitskontakte a2 und a3 geschlossen. Der Kontakt a2 bereitet den Stromkreis des Abwurfrelais B vor und der Kontakt a3 schließt den eigentlichen Signalstromkreis. Solange der Meßwert nun oberhalb des eingestellten oberen Grenzwertes liegt, bleibt der Signalstromkreis geschlossen, ohne daß das Meßglied beeinflußt wird. Der Signalstromkreis wird erst dann wieder geöffnet, wenn der Meßwert unter den eingestellten oberen Grenzwert fällt. Beim Rückgang des Meßwertes wird zunächst der Meldekontakt 7 geschlossen, was jedoch ohne Wirkung bleibt, da das Relais A noch erregt ist. Wird nun der Abwurfkontakt 9 geschlossen, so spricht das Relais B an, da der Kontakt a2 geschlossen ist. Der Ruhekontakt b3 wird geöffnet, infolgedessen fällt das Relais A ab und wirft gleichzeitig durch Öffnen seines Arbeitskontaktes a2 das Relais B mit ab. Damit ist die Meldung endgültig aufgehoben, und die Meldevorrichtung ist in der Ruhelage.
- Die Meldung für den unteren Grenzwert erfolgt durch das Zusammenarbeiten der Relais C und B in entsprechender Weise wie die Meldung für den oberen -Grenzwert-durch das Zusammenarbeiten der Relais A und B.
- Durch Anordnung zusätzlicher Kontakte innerhalb der Relaisanordnung kann die Meldevorrichtung auch zur Regelung von Meßgrößen verwendbar gemacht werden.
Claims (9)
- PATENTANSPRUCHE: 1. Einstellbare Grenzwertmeldevorrichtung mit mechanischer Kontaktgabe für Meßgeräte und Registriervorrichtungen, bei welcher die beweglichen Teile der Meldekontakte auf einem Kreis verstellbar angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Meldekontakte bei Über- bzw. Unterschreiten des entsprechenden Grenzwertes der Meßgröße durch eine radial wirkende Kraftkomponente mittels auf dem Zeiger gelagerter und über den beweglichen Teil des Meldekontaktes hinweggleitender Andrückrollen od. dgl. betätigt werden, ohne daß hierdurch der Zeiger bei seiner Bewegung über den Grenzwert hinaus beeinflußt wird.
- 2. Meldevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Meldekontakt nur im Augenblick des Über- bzw. Unterschreitens des Grenzwertes geschlossen ist und dabei die Einschaltung des Warnsignalstromkreises bewirkt und daß der Warnsignalstromkreis mittels Relais geschlossen gehalten wird, solange die Meßvorrichtung einen größeren bzw. kleineren Wert hat, als der Einstellung des Meldekontaktes entspricht.
- 3. Meldevorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Meldekontakt (7, 8) ein Abwurfkontakt (9 bzw. 10) zugeordnet ist, der in Richtung der Zeigerbewegung von der Nullage aus gesehen kurz vor dem Meldekontakt angeordnet ist.
- 4. Meldevorrichtung nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Meldekontakt gegenüber dem zugeordneten Abwurfkontakt so weit versetzt angeordnet ist, daß beide niemals gleichzeitig geschlossen sind.
- 5. Meldevorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Melde- und Abwurfkontakte auf verschiedene Grenzwerte einstellbar sind.
- 6. Meldevorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, mit Maximum- und Minimumkontakt, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Meldekontakt ein bei seiner Betätigung denWarnsignalstromkreis schließendes Melderelais zugeordnet ist und von den Maximum-und Minimum-Abwurfkontakten ein gemeinsames Abwurfrelais gesteuert wird.
- 7. Meldevorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Maximum- und Minimumkontakte getrennt auf verschiedene Grenzwerte einstellbar sind.
- 8. Meldevorrichtung nach Anspruch 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Melderelais (z. B. A) bei seinem Ansprechen sich von einem vom Meldekontakt (7) unabhängigen, über einen Ruhekontakt (b3) des Abwurfrelais (B) verlaufenden Haltestromkreis legt und durch Schließen eines Hil-fskontaktes (a2) den Erregerstromkreis für das Abwurfrelais vorbereitet, der beim Rückgang des Zeigers geschlossen wird, worauf durch Öffnen des Ruhekontaktes (b3) der Haltestromkreis des Melderelais (A) unterbrochen wird.
- 9.. Meldevorrichtung nach Anspruch t bis 8, gekennzeichnet durch zusätzliche Kontakte innerhalb der Relaisanordnung für eine Verwendung der Vorrichtung zum Regeln von Meßgrößen.In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 746 817, 851 694; ATM I 04-2 vom November 1949.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEL15393A DE1011630B (de) | 1953-04-30 | 1953-04-30 | Einstellbare Grenzwert-Meldevorrichtung mit mechanischer Kontaktgabe fuer Messgeraete und Registriervorrichtungen |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1011630B true DE1011630B (de) | 1957-07-04 |
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
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Citations (2)
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|---|---|---|---|---|
| DE746817C (de) * | 1935-11-27 | 1944-08-25 | Landis & Gyr Ag | Maximumtarifzaehler zur Verrechnung elektrischer Energie nach dem Grundgebuehrentarif |
| DE851694C (de) * | 1943-12-28 | 1952-10-06 | Landis & Gyr Ag | Maximumzeiger mit Signalkontakt an einem eine Verbrauchsmenge kontrollierenden Messinstrument |
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1953
- 1953-04-30 DE DEL15393A patent/DE1011630B/de active Pending
Patent Citations (2)
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