DE10116867A1 - Blattbildungsvorrichtung zum Bilden einer Faserstoffbahn - Google Patents
Blattbildungsvorrichtung zum Bilden einer FaserstoffbahnInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Blattbildungsvorrichtung (1) zum Bilden einer Faserstoffbahn (2), insbesondere einer Papier- oder Kartonbahn, aus einer Faserstoffsuspension (3), welche ein Langsieb (4), einen Stoffauflauf (5) zum Zuführen der Faserstoffsuspension (3) auf eine Vorentwässerungsstrecke (V) und einen in Sieblaufrichtung (S) sich an die Vorentwässerungsstrecke (V) anschließenden ersten Entwässerungsabschnitt (E1), die beide durch einen im Wesentlichen horizontal verlaufenden, im Wesentlichen ebenen Abschnitt des Langsiebs (4) gebildet sind, aufweist. DOLLAR A Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass am Ende des ersten Entwässerungsabschnitts (E1) mindestens ein gekrümmter Sauger (10) zur weiteren Entwässerung der Faserstoffbahn (2) angeordnet ist, der zudem das Langsieb (4) in einen zweiten Entwässerungsabschnitt (E2) unter einem Schrägungswinkel (alpha) zum ebenen Abschnitt des Langsiebs (4) überführt.
Description
Die Erfindung betrifft eine Blattbildungsvorrichtung zum Bilden einer Faserstoff
bahn, insbesondere einer Papier- oder Kartonbahn, aus einer Faserstoffsuspen
sion, welche ein Langsieb, einen Stoffauflauf zum Zuführen der Faserstoffsuspen
sion auf eine Vorentwässerungsstrecke und einen in Sieblaufrichtung sich an die
Vorentwässerungsstrecke anschließenden ersten Entwässerungsabschnitt, die
beide durch einen im wesentlichen horizontal verlaufenden, im wesentlichen
ebenen Abschnitt des Langsiebs gebildet sind, aufweist.
Die Formier- und Entwässerungseinheit einer solchen Blattbildungsvorrichtung
wird in Fachkreisen als Langsiebformer oder als Fourdrinier-Former bezeichnet.
Ein derartiger Langsiebformer einer Papiermaschine ist beispielsweise aus der
deutschen Offenlegungsschrift DE 31 42 054 A1 (PB 06611 DE) bekannt. Der
offenbarte Langsiebformer besteht aus einer Vorentwässerungsstrecke, in welche
ein Stoffauflauf eine Faserstoffsuspension zuführt, drei Abschnitten mit ver
schiedenen Formier- und Entwässerungselementen und einer Saugwalze
(Führungswalze), die in einen Abnahmebereich samt Pickup-Walze (Saugpress
walze) mit geführtem Filz führt. Im Bereich der Saugwalze wird das Langsieb von
einem im wesentlichen horizontalen, im wesentlichen ebenen Verlauf in einen
schräg nach unten geneigten, im wesentlichen ebenen Verlauf überführt.
Nachteilhaft an der Verwendung einer Saugwalze in Bereich eines Langsiebfor
mers sind die hohen Anschaffungs- und Betriebskosten. Die jeweiligen Anschaf
fungskosten in Höhe von ca. 1 Mio. DM müssen sowohl für die Betriebs- als auch
die mindestens eine Reservewalze aufgebracht werden. Überdies gestaltet sich
die Absaugung der jeweiligen Saugwalze aufwendig und bedingt dadurch hohe
Betriebskosten durch erhöhte Energie- und Instandhaltungskosten. Zusätzlich
verursacht die Rinne zur Saugwalze mit Doppelbeschaberung nicht unerheblich
hohe Kosten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine im Vergleich zum bekannten
Stand der Technik kostengünstigere Blattbildungsvorrichtung zu schaffen, die je
doch keinerlei Nachteile hinsichtlich erreichbarer Produktqualität und Runnability
aufweist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass am Ende des ersten
Entwässerungsabschnitts mindestens ein gekrümmter Sauger zur weiteren Ent
wässerung der Faserstoffbahn angeordnet ist, der zudem das Langsieb in einen
zweiten Entwässerungsabschnitt unter einem Schrägungswinkel zum ebenen Ab
schnitt des Langsiebs überführt.
Durch diesen gekrümmten Sauger wird die teuere Saugwalze mit vorgenannten
Kosten gänzlich ersetzt. Zudem wird aufgrund der konstruktiven Ausgestaltung
des gekrümmten Saugers das Langsieb in gewohnter Weise schräg nach unten
zur einen Filz führenden Pickup-Walze geführt. Letztlich erhöht auch der ge
krümmte Sauger aufgrund seiner Besaugung merklich den Trockengehalt der Fa
serstoffbahn.
Unter auslegungs- und prozesstechnischen Aspekten nimmt der Schrägungswin
kel einen Wert zwischen 5° und 60°, vorzugsweise zwischen 10° und 45°, an und
der gekrümmte Sauger weist einen Krümmungsradius von 500 mm bis 5.000 mm,
vorzugsweise von 1.500 mm bis 4.000 mm, auf. Diese Schrägungswinkel und
Krümmungsradii gewährleisten, dass die Faserstoffbahn von der im wesentlichen
horizontalen Bewegung prozesssicher und schnell in eine schräg nach unten ver
laufende Bewegung geführt werden kann. Zudem ergeben sich noch Vorteile hin
sichtlich der räumlichen Anforderungen.
Der gekrümmte Sauger weist vorteilhafterweise eine Vielzahl an Saugerleisten mit
einer Leistenbreite von 25 mm bis 50 mm, vorzugsweise von 30 mm bis 40 mm,
und mit einem Leistenabstand von 20 mm bis 30 mm auf. Diese Dimensionsbe
reiche haben sich in der Praxis bereits vielfach bewährt.
Um noch den Trockengehalt der Faserstoffbahn weiters zu erhöhen, ist dem ge
krümmten Sauger im zweiten Entwässerungsabschnitt mindestens ein weiterer
Sauger, vorzugsweise ein Flachsauger und/oder ein HiVac-Sauger, zur weiteren
Entwässerung der Faserstoffbahn in Sieblaufrichtung nachgeordnet.
Auch der weitere Sauger weist vorteilhafterweise eine Vielzahl an Saugerleisten
mit einer Leistenbreite von 10 mm bis 35 mm, vorzugsweise von 15 mm bis 25 mm,
und mit einem Leistenabstand von 10 mm bis 25 mm auf. Diese Dimen
sionsbereiche haben sich, wie bereits oben erwähnt, in der Praxis bereits vielfach
bewährt.
Um nun ein sicheres Überführen der Faserstoffbahn in die anschließende Pres
senpartie zu gewährleisten, sind dem weiteren Sauger auf der gegenüberliegen
den Seite des Langsiebs mindestens eine Randbändel-Abtrenneinrichtung, eine
einen Filz führende Pickup-Walze und auf der anliegenden Seite mindestens ein
Randbändel-Sauger in Sieblaufrichtung nachgeordnet. Die genannten Einrich
tungen stellen sicher, dass eine beschnittene Faserstoffbahn mit bestmöglich er
zeugter Qualität, mit einer guten Runnability und zu günstigen Kosten in die Pres
senpartie überführt wird.
Zur größtmöglichen Vermeidung eines Verschleisses sowohl am Langsieb als
auch an den Saugern und den daraus entstehenden Kosten weisen vorzugsweise
alle Sauger vom Langsieb berührte Keramikoberflächen, vorzugsweise aus fein
kornstabilisiertem Aluminiumoxid (Al2O3) oder aus Siliziumkarbid (SiC), auf. Diese
Keramikoberflächen samt ihren Vorteilen zählen zum Stand der Technik und
haben sich in der Vergangenheit bestens bewährt.
Um einen ausreichenden Trockengehalt der Faserstoffbahn bis zur Abnahme der
selben an der Pickup-Walze zu erzielen, sind vorzugsweise alle Sauger mit einem
von mindestens einer Vakuumquelle erzeugten Vakuum von -0,2 bar bis -0,6 bar,
vorzugsweise von -0,4 bar bis -0,55 bar, beaufschlagt. Überdies sind diese Va
kuumbereiche noch kostengünstig herzustellen.
Weiterhin ist es von Vorteil, wenn vorzugsweise alle Vakua in den Saugern mittels
mindestens einer Regel/Steuereinheit individuell regel/steuerbar sind. Denn durch
diese Einstellbarkeit können die Sauger individuell auf die jeweiligen Prozesse
samt Anforderungen justiert werden.
In besonderer Ausgestaltung ist auf der von den Saugern abgewandten Seite der
Faserstoffbahn mindestens ein umlaufendes Deckband vorgesehen, das die
betreffende Seite der Faserstoffbahn zumindest teilweise abdeckt. Aufgrund
dieser Ausbildung ergibt sich auf einfache und zuverlässige Weise bei deutlich
geringerer erforderlicher Vakuumkapazität ein höherer Trockengehalt in der Fa
serstoffbahn. Die nachfolgenden Prozessschritte, wie insbesondere das Nass
pressen und das Trocknen, werden optimal unterstützt.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist das Deckband zumindest im wesent
lichen luftundurchlässig, wobei die Luftundurchlässigkeit des Deckbands in einem
Bereich von etwa 0 cfm bis etwa 100 cfm und vorzugsweise in einem Bereich von
0 cfm bis 30 cfm liegt.
Als Deckband kommen vom Prinzip her beispielsweise sämtliche in der Papier
technik bekannte und angewandte Bandkonstruktionen sowie Folien und Metall
bänder in Betracht. Dazu zählen beispielsweise Transferbänder, modifizierte
Pressfilze, modifizierte Nass- und Trockensiebe und/oder dergleichen. In vorteil
hafter Ausführung ist der über die Pickup-Walze geführte Filz als Deckband aus
gebildet.
Um nun auch schon im ersten Entwässerungsabschnitt eine Trocknung (effiziente
Entwässerung) der Faserstoffbahn zu erzielen, weist er eine Vielzahl an Entwäs
serungsleisten auf, die mittels nachgiebiger Elemente, vorzugsweise Federn oder
pneumatischer Druckkissen, abgestützt und mit einer wählbaren Kraft unterseitig
gegen das Langsieb andrückbar sind.
Die Trocknungsleistung wird weiterhin verbessert, wenn auf der den Entwäs
serungsleisten abgewandten Seite der Faserstoffbahn ein Entwässerungskasten
mit einem endlos umlaufenden, die Faserstoffbahn berührenden Sieb (Obersieb)
und mit starr im Entwässerungskasten angebrachten Leisten, die gegen das
Obersieb drücken, angeordnet sind.
Zudem wird die Trocknung (effiziente Entwässerung) der Faserstoffbahn im ersten
Entwässerungsabschnitt verbessert, wenn er oberseitig mindestens ein Entwäs
serungselement samt dazugehöriger Führungsfläche und mindestens zwei ihm
zugeordnete Umlenkelemente aufweist.
Das Entwässerungselement ist bevorzugterweise eine offene Walze mit einem
Durchmesser von 500 mm bis 1.500 mm, vorzugsweise von 750 mm bis 1.250 mm,
da sie eine rotierende Arbeitsfläche aufweist und zudem kostengünstig her
stellbar und betreibbar ist.
Die Trocknungsleistung wird weiterhin verbessert, wenn einerseits die offene
Walze im Bereich ihrer Führungsfläche mindestens eine Saugkammer aufweist
und andererseits auf der dem Entwässerungselement abgewandten Seite des
Langsiebs mindestens eine Unterdruckzone angeordnet ist.
Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und nachstehend noch zu er
läuternden Merkmale der Erfindung nicht nur in der jeweils angegebenen Kombi
nation, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar
sind, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteran
sprüchen und der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele
unter Bezugnahme auf die Zeichnung.
Es zeigen
Fig. 1 eine schematisierte Seitenansicht der erfindungsgemäßen
Blattbildungsvorrichtung;
Fig. 2 und 3 schematisierte Teilseitenansichten von zwei weiteren erfin
dungsgemäßen Blattbildungsvorrichtungen; und
Fig. 4 und 5 schematisierte Seitenansichten von zwei weiteren erfin
dungsgemäßen Blattbildungsvorrichtungen.
Die Fig. 1 zeigt eine schematisierte Seitenansicht einer Blattbildungsvorrichtung
1 zum Bilden einer Faserstoffbahn 2, insbesondere Papier- oder Kartonbahn, aus
einer Faserstoffsuspension 3, welche ein Langsieb 4, einen Stoffauflauf 5 mit
einer lediglich schematisch dargestellten Stoffauflaufdüse 5.1 zum Zuführen der
Faserstoffsuspension 3 auf eine Vorentwässerungsstrecke V und einen in Sieb
laufrichtung S (Pfeil) sich an die Vorentwässerungsstrecke V anschließenden
ersten Entwässerungsabschnitt E1, die beide durch einen im wesentlichen hori
zontal verlaufenden, im wesentlichen ebenen Abschnitt des Langsiebs 4 gebildet
sind, aufweist. Das Langsieb 4 wird von mindestens einer Siebantriebswalze 6
angetrieben und mittels einer zu Beginn der Vorentwässerungsstrecke V ange
ordneten Brustwalze 7 und mehrerer im Sieblauf angeordneter Umlenkwalzen 8
geführt. Im Bereich der Vorentwässerungsstrecke V sind bekannte Entwäs
serungsvorrichtungen, wie zum Beispiel Siebtische 9, Foils, Saugkästen oder der
gleichen, angeordnet. Die dargestellte Blattbildungseinrichtung 1 wird im Regelfall
mit einer Sieblaufgeschwindigkeit von 400 m/s bis 1.500 m/s, vorzugsweise von
600 m/s bis 1.200 m/s, betrieben.
Erfindungsgemäß ist nun vorgesehen, dass am Ende des ersten Entwässerungs
abschnitts E1 mindestens ein gekrümmter Sauger 10 zur weiteren Entwässerung
der Faserstoffbahn 2 angeordnet ist, der zudem das Langsieb 4 in einen zweiten
Entwässerungsabschnitt E2 unter einem Schrägungswinkel α zum ebenen Ab
schnitt des Langsiebs 4 überführt.
Der Schrägungswinkel α nimmt einen Wert zwischen 5° und 60°, vorzugsweise
zwischen 10° und 45°, an.
Der gekrümmte Sauger 10 weist einen Krümmungsradius RK von 500 mm bis
5.000 mm, vorzugsweise von 1.500 mm bis 4.000 mm, und eine Vielzahl an Sau
gerleisten 11, Regelfall zwischen 6 und 11 Saugerleisten, mit einer Leistenbreite
von 25 mm bis 50 mm, vorzugsweise von 30 mm bis 40 mm, und mit einem Leis
tenabstand von 20 mm bis 30 mm aufweist. Da Saugerleisten dem Fachmann
allgemein bekannt sind, wird von deren detaillierten Darstellung Abstand genom
men. Ferner können die Saugerleisten in ihrer Gesamtheit selbstverständlich
unterschiedliche Leistenbreiten annehmen.
Weiterhin ist vorgesehen, dass dem gekrümmten Sauger 10 im zweiten Entwäs
serungsabschnitt E2 mindestens ein weiterer Sauger 12, vorzugsweise ein Flachsauger
und/oder ein HiVac-Sauger, zur weiteren Entwässerung der Faserstoff
bahn 2 in Sieblaufrichtung S (Pfeil) nachgeordnet ist.
Dieser weitere Sauger 12 weist wiederum eine Vielzahl an Saugerleisten 13 mit
einer Leistenbreite von 10 mm bis 35 mm, vorzugsweise von 15 mm bis 25 mm,
und mit einem Leistenabstand von 10 mm bis 25 mm auf. Da Saugerleisten dem
Fachmann allgemein bekannt sind, wird von deren detaillierten Darstellung Ab
stand genommen. Ferner können die Saugerleisten in ihrer Gesamtheit selbstver
ständlich unterschiedliche Leistenbreiten annehmen.
Dem weiteren Sauger 12 sind auf der gegenüberliegenden Seite des Langsiebs 4
mindestens eine bekannte Randbändel-Abtrenneinrichtung 14, eine einen Filz 15
führende Pickup-Walze 16 und auf der anliegenden Seite mindestens ein be
kannter Randbändel-Sauger 17 in Siebfaufrichtung S (Pfeil) nachgeordnet. Die
Randbändel-Abtrenneinrichtung 14 trennt mindestens einen nicht dargestellten
Randelbändel von der Faserstoffbahn 2 ab, wobei anschließend die mindestens
einseitig beschnittene Faserstoffbahn 2 vom über die Pickup-Walze 16 geführten
Filz 15 mit Hilfe eines in der Pickup-Walze 16 wirkenden Unterdrucks vom Lang
sieb 4 abgenommen wird. Der von der Faserstoffbahn 2 abgetrennte Randbändel
wird mittels des Randbändel-Saugers 17 an das Langsieb 4 angesaugt und ein
wenig später in bei Ablösung vom Langsieb 4 in den Ausschussbehälter (Pulper)
18 befördert und in der Herstellungsprozess zurückbefördert.
Zum Zwecke der größtmöglichen Vermeidung eines Verschleisses weisen vor
zugsweise alle Sauger 10, 12 vom Langsieb 4 berührte Keramikoberflächen 19,
vorzugsweise aus feinkornstabilisiertem Aluminiumoxid (Al2O3) oder aus Silizium
karbid (SiC), auf.
Weiterhin sind vorzugsweise alle Sauger 10, 12 mit einem von mindestens einer
nicht dargestellten, durch die Pfeile angedeuteten Vakuumquelle 20 erzeugten
Vakuum von -0,2 bar bis -0,6 bar, vorzugsweise von -0,4 bar bis -0,55 bar, beauf
schlagt. Bevorzugterweise sind vorzugsweise alle Vakua in den Saugern 10, 12
mittels mindestens einer an sich bekannten und damit nicht dargestellten Re
gel/Steuereinheit individuell regel/steuerbar.
Überdies ist vorgesehen, dass der erste Entwässerungsabschnitt E1 eine Vielzahl
an Entwässerungsleisten 21 aufweist, die mittels nachgiebiger Elemente 22, vor
zugsweise Federn oder pneumatischer Druckkissen, abgestützt und mit einer
wählbaren Kraft unterseitig gegen das Langsieb 4 andrückbar sind.
Die Fig. 2 und 3 zeigen schematisierte Teilseitenansichten von zwei weiteren
erfindungsgemäßen Blattbildungsvorrichtungen 1, die im Prinzip entsprechend der
Blattbildungseinrichtung 1 der Fig. 1 aufgebaut sind.
Erfindungsgemäß ist nun vorgesehen, dass auf der von den Saugern 10, 12 ab
gewandten Seite der Faserstoffbahn 2 mindestens ein umlaufendes Deckband 23
vorgesehen ist, das die betreffende Seite der Faserstoffbahn 2 zumindest teil
weise abdeckt.
Das Deckband 23 zumindest im wesentlichen luftundurchlässig, wobei die Luftun
durchlässigkeit des Deckbands 23 in einem Bereich von etwa 0 cfm bis etwa 100 cfm
und vorzugsweise in einem Bereich von 0 cfm bis 30 cfm liegt.
In Fig. 2 ist der über die Pickup-Walze 16 geführte Filz 15 als Deckband 23 aus
gebildet, wohingegen in Fig. 3 ein separates Deckband 23 Verwendung findet,
wobei das separate Deckband 23 als Bandkonstruktion sowie Folie oder Metall
band ausgebildet sein kann.
Die Fig. 4 und 5 zeigen schematisierte Seitenansichten von zwei weiteren er
findungsgemäßen Blattbildungsvorrichtungen 1, die ähnlich der der Fig. 1 sind.
Deshalb wird für die allgemeine Beschreibung der Fig. 4 und 5 auf die Fig. 1
verwiesen.
In Fig. 4 ist nun erfindungsgemäß vorgesehen, dass auf der den Entwäs
serungsleisten 21 abgewandten Seite der Faserstoffbahn 2 ein Entwässerungs
kasten 24 mit einem endlos umlaufenden, die Faserstoffbahn 2 berührenden Sieb
25 (Obersieb) und mit starr im Entwässerungskasten 24 angebrachten Leisten 26,
die gegen das Obersieb 25 drücken, angeordnet sind. Ein derartiger Entwäs
serungskasten 24 ist in der deutschen Offenlegungsschrift DE 40 05 420 A1
(PB 04713 DE) der Anmelderin offenbart; der Inhalt dieser Offenlegungsschrift wird
hiermit zum Gegenstand dieser Beschreibung gemacht.
Dagegen ist in Fig. 5 erfindungsgemäß vorgesehen, dass der erste Entwäs
serungsabschnitt E1 oberseitig mindestens ein Entwässerungselement 27 samt
dazugehöriger Führungsfläche 28 und mindestens zwei ihm zugeordnete Um
lenkelemente 29.1, 29.2 aufweist.
Bevorzugterweise ist das Entwässerungselement 27 eine offene Walze 30 mit
einem Durchmesser D von 500 mm bis 1.500 mm, vorzugsweise von 750 mm bis
1.250 mm, die vorzugsweise im Bereich ihrer Führungsfläche 28 mindestens eine
Saugkammer 31 aufweist.
Überdies ist auf der dem Entwässerungselement 27 abgewandten Seite des
Langsiebs 4 mindestens eine Unterdruckzone 32, ausgestaltet in bekannter
Weise, angeordnet, wobei in Fig. 5 insgesamt drei Unterdruckzonen nebenein
ander angeordnet sind.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass durch die Erfindung eine Blattbildungs
vorrichtung der eingangs genannten Art geschaffen wird, die im Vergleich zum
bekannten Stand der Technik kostengünstiger geschaffen ist, jedoch keinerlei
Nachteile hinsichtlich erreichbarer Produktqualität und Runnability aufweist.
1
Blattbildungsvorrichtung
2
Faserstoffbahn
3
Faserstoffsuspension
4
Langsieb
5
Stoffauflauf
5.1
Stoffauflaufdüse
6
Siebantriebswalze
7
Brustwalze
8
Umlenkwalze
9
Siebtisch
10
Gekrümmter Sauger
11
,
13
Saugerleiste
12
Sauger
14
Randbändel-Abtrenneinrichtung
15
Filz
16
Pickup-Walze
17
Randbändel-Sauger
18
Ausschussbehälter
19
Keramikoberfläche
20
Vakuumquelle
21
Entwässerungsleiste
22
Nachgiebiges Element
23
Deckband
24
Entwässerungskasten
25
Sieb (Obersieb)
26
Leiste
27
Entwässerungselement
28
Führungsfläche
29.1
,
29.2
Umlenkelement
30
Offene Walze
31
Saugkammer
32
Unterdruckzone
D Durchmesser
E1 Erster Entwässerungsabschnitt
E2 Zweiter Entwässerungsabschnitt
RK
D Durchmesser
E1 Erster Entwässerungsabschnitt
E2 Zweiter Entwässerungsabschnitt
RK
Krümmungsradius
S Sieblaufrichtung
V Vorentwässerungsstrecke
α Schrägungswinkel
S Sieblaufrichtung
V Vorentwässerungsstrecke
α Schrägungswinkel
Claims (20)
1. Blattbildungsvorrichtung (1) zum Bilden einer Faserstoffbahn (2), insbe
sondere einer Papier- oder Kartonbahn, aus einer Faserstoffsuspension (3),
welche ein Langsieb (4), einen Stoffauflauf (5) zum Zuführen der Faserstoff
suspension (3) auf eine Vorentwässerungsstrecke (V) und einen in Sieblauf
richtung (S) sich an die Vorentwässerungsstrecke (V) anschließenden ersten
Entwässerungsabschnitt (E1), die beide durch einen im wesentlichen hori
zontal verlaufenden, im wesentlichen ebenen Abschnitt des Langsiebs (4)
gebildet sind, aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass
am Ende des ersten Entwässerungsabschnitts (E1) mindestens ein ge
krümmter Sauger (10) zur weiteren Entwässerung der Faserstoffbahn (2)
angeordnet ist, der zudem das Langsieb (4) in einen zweiten Entwäs
serungsabschnitt (E2) unter einem Schrägungswinkel (α) zum ebenen Ab
schnitt des Langsiebs (4) überführt.
2. Blattbildungsvorrichtung (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Schrägungswinkel (α) einen Wert zwischen 5° und 60°, vorzugsweise
zwischen 10° und 45°, annimmt.
3. Blattbildungsvorrichtung (1) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
der gekrümmte Sauger (10) einen Krümmungsradius (RK) von 500 mm bis
5.000 mm, vorzugsweise von 1.500 mm bis 4.000 mm, aufweist.
4. Blattbildungsvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der gekrümmte Sauger (10) eine Vielzahl an Saugerleisten (11) mit einer
Leistenbreite von 25 mm bis 50 mm, vorzugsweise von 30 mm bis 40 mm,
und mit einem Leistenabstand von 20 mm bis 30 mm aufweist.
5. Blattbildungsvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
dem gekrümmten Sauger (10) im zweiten Entwässerungsabschnitt (E2) min
destens ein weiterer Sauger (12), vorzugsweise ein Flachsauger und/oder
ein HiVac-Sauger, zur weiteren Entwässerung der Faserstoffbahn (2) in
Sieblaufrichtung (S) nachgeordnet ist.
6. Blattbildungsvorrichtung (1) nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
der weitere Sauger (12) eine Vielzahl an Saugerleisten (13) mit einer Leis
tenbreite von 10 mm bis 35 mm, vorzugsweise von 15 mm bis 25 mm, und
mit einem Leistenabstand von 10 mm bis 25 mm aufweist.
7. Blattbildungsvorrichtung (1) nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
dem weiteren Sauger (12) auf der gegenüberliegenden Seite des Langsiebs
(4) mindestens eine Randbändel-Abtrenneinrichtung (14), eine einen Filz
(15) führende Pickup-Walze (16) und auf der anliegenden Seite mindestens
ein Randbändel-Sauger (17) in Sieblaufrichtung (S) nachgeordnet sind.
8. Blattbildungsvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
vorzugsweise alle Sauger (10, 12) vom Langsieb (4) berührte Keramikober
flächen (19), vorzugsweise aus feinkornstabilisiertem Aluminiumoxid (Al2O3)
oder aus Siliziumkarbid (SiC), aufweisen.
9. Blattbildungsvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
vorzugsweise alle Sauger (10, 12) mit einem von mindestens einer Vakuum
quelle (20) erzeugten Vakuum von -0,2 bar bis -0,6 bar, vorzugsweise von -
0,4 bar bis -0,55 bar, beaufschlagt sind.
10. Blattbildungsvorrichtung (1) nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
vorzugsweise alle Vakua in den Saugern (10, 12) mittels mindestens einer
Regel/Steuereinheit individuell regel/steuerbar sind.
11. Blattbildungsvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
auf der von den Saugern (10, 12) abgewandten Seite der Faserstoffbahn (2)
mindestens ein umlaufendes Deckband (23) vorgesehen ist, das die be
treffende Seite der Faserstoffbahn (2) zumindest teilweise abdeckt.
12. Blattbildungsvorrichtung (1) nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Deckband (23) zumindest im wesentlichen luftundurchlässig ist.
13. Blattbildungsvorrichtung (1) nach Anspruch 11 oder 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Luftundurchlässigkeit des Deckbands (23) in einem Bereich von etwa 0 cfm
bis etwa 100 cfm und vorzugsweise in einem Bereich von 0 cfm bis 30 cfm
liegt.
14. Blattbildungsvorrichtung (1) nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
der über die Pickup-Walze (16) geführte Filz (15) als Deckband (23) ausge
bildet ist.
15. Blattbildungsvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der erste Entwässerungsabschnitt (E1) unterseitig eine Vielzahl an Entwäs
serungsleisten (21) aufweist, die mittels nachgiebiger Elemente (22), vor
zugsweise Federn oder pneumatischer Druckkissen, abgestützt und mit
einer wählbaren Kraft unterseitig gegen das Langsieb (4) andrückbar sind.
16. Blattbildungsvorrichtung (1) nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet, dass
auf der den Entwässerungsleisten (21) abgewandten Seite der Faserstoff
bahn (2) ein Entwässerungskasten (24) mit einem endlos umlaufenden, die
Faserstoffbahn (2) berührenden Sieb (Obersieb) (25) und mit starr im Ent
wässerungskasten (24) angebrachten Leisten (26), die gegen das Obersieb
(25) drücken, angeordnet ist.
17. Blattbildungsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, dass
der erste Entwässerungsabschnitt (E1) oberseitig mindestens ein Entwäs
serungselement (27) samt dazugehöriger Führungsfläche (28) und mindes
tens zwei ihm zugeordnete Umlenkelemente (29.1, 29.2) aufweist.
18. Blattbildungsvorrichtung (1) nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Entwässerungselement (27) eine offene Walze (30) mit einem Durch
messer (D) von 500 mm bis 1.500 mm, vorzugsweise von 750 mm bis 1.250 mm,
ist.
19. Blattbildungsvorrichtung (1) nach Anspruch 18,
dadurch gekennzeichnet, dass
die offene Walze (30) im Bereich ihrer Führungsfläche (28) mindestens eine
Saugkammer (31) mit mittels mindestens einer Regel/Steuereinheit re
gel/steuerbarem Vakuum aufweist.
20. Blattbildungsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 17 bis 19,
dadurch gekennzeichnet, dass
auf der dem Entwässerungselement (27) abgewandten Seite des Langsiebs
(4) mindestens eine Unterdruckzone (32) mit mittels mindestens einer Re
gel/Steuereinheit regel/steuerbarem Vakuum angeordnet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2001116867 DE10116867A1 (de) | 2001-04-04 | 2001-04-04 | Blattbildungsvorrichtung zum Bilden einer Faserstoffbahn |
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| DE2001116867 DE10116867A1 (de) | 2001-04-04 | 2001-04-04 | Blattbildungsvorrichtung zum Bilden einer Faserstoffbahn |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10116867A1 true DE10116867A1 (de) | 2002-10-10 |
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Family Applications (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE10116867A1 (de) |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| EP2418319A1 (de) | 2010-08-11 | 2012-02-15 | Voith Patent GmbH | Schüttelvorrichtung zum Hin- und Herbewegen einer Walze entlang einer Achsen derselben |
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| WO2012020044A1 (de) | 2010-08-11 | 2012-02-16 | Voith Patent Gmbh | Schüttelvorrichtung |
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