DE10115950C1 - Verfahren und Vorrichtung zur Entschärfung von Munition - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Entschärfung von MunitionInfo
- Publication number
- DE10115950C1 DE10115950C1 DE2001115950 DE10115950A DE10115950C1 DE 10115950 C1 DE10115950 C1 DE 10115950C1 DE 2001115950 DE2001115950 DE 2001115950 DE 10115950 A DE10115950 A DE 10115950A DE 10115950 C1 DE10115950 C1 DE 10115950C1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- charge
- ammunition
- shell
- casing
- explosive
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Fee Related
Links
- 239000002360 explosive Substances 0.000 title claims abstract description 40
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 15
- 238000006243 chemical reaction Methods 0.000 claims description 19
- 239000000463 material Substances 0.000 claims description 3
- 238000004200 deflagration Methods 0.000 claims description 2
- 230000009969 flowable effect Effects 0.000 claims 2
- 210000003608 fece Anatomy 0.000 claims 1
- 238000005336 cracking Methods 0.000 abstract 1
- 238000013467 fragmentation Methods 0.000 abstract 1
- 238000006062 fragmentation reaction Methods 0.000 abstract 1
- 230000000977 initiatory effect Effects 0.000 description 5
- 238000009413 insulation Methods 0.000 description 4
- 239000002245 particle Substances 0.000 description 4
- 238000005474 detonation Methods 0.000 description 3
- 230000001960 triggered effect Effects 0.000 description 3
- 239000012634 fragment Substances 0.000 description 2
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 2
- 206010024769 Local reaction Diseases 0.000 description 1
- 241001296096 Probles Species 0.000 description 1
- 238000007664 blowing Methods 0.000 description 1
- 230000015556 catabolic process Effects 0.000 description 1
- 230000007423 decrease Effects 0.000 description 1
- 230000007613 environmental effect Effects 0.000 description 1
- 230000003116 impacting effect Effects 0.000 description 1
- 210000004072 lung Anatomy 0.000 description 1
- 230000000116 mitigating effect Effects 0.000 description 1
- 230000035515 penetration Effects 0.000 description 1
- 230000001681 protective effect Effects 0.000 description 1
- 230000035945 sensitivity Effects 0.000 description 1
- 230000035939 shock Effects 0.000 description 1
- 230000007704 transition Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
- F42B33/00—Manufacture of ammunition; Dismantling of ammunition; Apparatus therefor
- F42B33/06—Dismantling fuzes, cartridges, projectiles, missiles, rockets or bombs
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Manufacturing & Machinery (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Drilling And Exploitation, And Mining Machines And Methods (AREA)
- Portable Nailing Machines And Staplers (AREA)
Abstract
Zur Räumung von Munition wird vorgeschlagen, zuerst die Hülle bzw. Verdämmung, die den unempfindlichen Sprengstoff umgibt, mittels einer leistungsreduzierten Ladung aufzuschneiden, in Bruchstücke zu zerlegen oder zu zermürben und dann mittels einer konventionellen Hohlladung mit einstellbarer Leistung den Sprengstoff zu einer deflagrativen Reaktion anzuregen.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Entschärfung von Munition
unter Verwendung einer Hohlladung, deren Leistung geeignet ist, die Hülle der zu ent
schärfenden Munition zu durchbrechen und eine Reaktion mit niedrigem Reaktionslevel bis
maximal zur Deflagration des Sprengstoffes zu erzeugen. Eine derartige Hohlladung ist aus
der DE 36 23 240 C1 bekannt geworden (Explosive Ordnance Disposal, kurz EOD genannt).
Die Durchschlagsleistung dieser Hohlladung kann erfindungsgemäß so eingestellt wer
den, dass der Stachel zwar die Hülle der zu entschärfenden Munition durchschlägt, aber die
Leistung nach erfolgtem Durchschlag der Hülle nicht mehr zur Initiierung der Sprengladung
ausreicht. Es entsteht allenfalls noch eine Reaktion mit niedrigem Reaktionslevel bis maximal
zur Deflagration. Durch die entstandene Öffnung kann der Sprengstoff gefahrlos entnom
men werden oder abbrennen. Das beschriebene Entschärfungsverfahren nützt die soge
nannte "Low Order Technique".
Es ist ebenso bekannt, Munition nach der "High Order Technique" zu entsorgen, bei dem
die Ladung detonativ umgesetzt wird. Mit welchem Verfahren die Munition unschädlich
gemacht wird, hängt im wesentlichen von folgenden Faktoren ab: Sprengladung der Muni
tion, Verdämmung/Hülle der Munition, Größe der Munition und vorgegeben Umweltbe
dingungen. Teilweise sind diese Faktoren messtechnisch erfassbar. Somit können Einstel
lungen von Parametern entsprechend der messtechnisch erfassbaren Faktoren vorgenom
men werden.
Die heute zunehmend verwendeten Sprengstoffe tendieren immer mehr zur Unempfind
lichkeit bezüglich der Initiierung (Insensitive High Explosive, kurz IHE genannt). Damit wird
aber auch die Bandbreite des auf die Sprengladung anwendbaren Energieeintrags immer
kleiner, innerhalb dessen eine deflagrative Reaktion ausgelöst werden kann ohne dass der
zur Detonation führende Schwellwert erreicht wird. Eine wesentliche Rolle spielt hierbei
auch die Verdämmung/Hülle der Sprengladung. Bei IHE-Ladungen liegt diese Schwelle
relativ hoch. Somit kann es passieren, dass mit einer herkömmlichen EOD-Ladung lediglich
ein Loch in die zu entschärfende Munition geschossen wird ohne dass es zu einer Reaktion
kommt. Erhöht man den Stimulus der EOD-Ladung nur geringfügig, so wird eine Detonation
ausgelöst, da der Übergangsbereich sehr schmal sein kann.
Die Verdämmung/Hülle wirkt beim Beschuss mit Partikeln wie Projektilen oder Splittern wie
folgt. Die Hülle bremst natürlich die auftreffenden Partikel ab. Diese koppeln aber Stoss
wellen in die Hülle ein, die vorauslaufen und die die Empfindlichkeit der Sprengladung be
einflussen. Stark verdämmte Sprengladungen haben deshalb eine zumeist höhere Initiier
schwelle als unverdämmte. Es kommt auch darauf an, ob die Hülle die Sprengladung voll
ständig umschließt oder ob Öffnungen oder Risse in der Hülle vorhanden sind. Versuche
haben gezeigt, dass der Druck, der sich mit der beginnenden Reaktion aufbaut, die Hülle an
den bezeichneten Schwachstellen zum Bersten bringt. Als Folge davon nimmt die Intensität
der Reaktion nicht weiter zu, so dass keine Detonation erfolgt, oder die Sprengladung wird
ganz oder teilweise aus der sich ergebenden Öffnung der Hülle gedrückt und kann im Frei
en abbrennen.
Die Größe der Sprengladung zeigt folgenden Einfluss: je größer die Sprengladung dimensi
oniert ist, desto mehr verhält sie sich wie eine mit Verdämmung ausgestattete Ladung. Da
mit werden lokal anlaufende Reaktionen unterstützt, so dass große Ladungen zu stärkeren
Reaktionen bis hin zur Detonation neigen. Bei sehr kleinen Ladungen hingegen reicht die
Anlaufstrecke nicht aus, so dass diese meist nur Reaktionen gemäß der Low Order Techni
que aufweisen.
Als Ergebnis der vorgenannten Ausführungen zeigt sich, dass große Kampfmittel mit einer
IHE-Sprengladung und einer starken Verdämmung am schwersten zu entschärfen sind. Die
Verwendung einer ausreichend dimensionierten EOD-Hohlladung sichert die Durchdrin
gung der Hülle der zu entschärfenden Munition. Nähert man sich hierbei aber der kritischen
Initiierungsgrenze, können einmal entfachte Reaktionen schnell gefährlich anwachsen bis
die Ladung vollständig detoniert. Hieraus leitet sich die Aufgabe der vorliegenden Erfindung
ab, ein Entschärfungskonzept zu entwickelt, bei dem die Verkettung der beschriebenen
Risikofaktoren (IHE-Ladung, Verdämmung, Größe der Ladung) unterbunden wird.
Diese Aufgabe wird durch das in den Ansprüchen beschriebene Verfahren und die dazu
gehörende Vorrichtung auf einfache Weise gelöst. In den nachgeordneten Ansprüchen sind
jeweils vorteilhafte Ausgestaltungen angegeben.
Der besondere Vorteil der Erfindung ist darin zu sehen, dass die in der ersten Phase der
Entschärfung erzeugten Bruchstellen in der Hülle der Sprengladung für die entscheidende
Druckentlastung sorgen. In der zweiten Phase kann dann die im Low Order Modus initiierte
Sprengladung durch die entstandenen Öffnungen in der Hülle entweichen und deflagrativ
abbrennen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird nachfol
gend beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 das Funktionsprinzip des Verfahrens und der Vorrichtung zur Entschärfung proble
matischer Munition,
Fig. 2 verschiedene Ausführungsformen von Ladungen, die der Schwächung/Öffnung der
Hülle der zu entschärfenden Munition dienen.
In der Fig. 1 ist eine zu entschärfende Munition 3 dargestellt, die eine Sprengladung 4 und
eine diese umgebende Hülle bzw. Verdämmung 2 aufweist. Bisher war es üblich, in einer
entsprechenden Entfernung eine Hohlladung 1 auf die Munition 3 zu richten, deren Leis
tung so abgestimmt war, dass die Hülle 2 durchschlagen wurde und anschließend gerade
noch soviel Energie vorhanden war, dass der Sprengstoff zu einer deflagrativen Reaktion
veranlasst werden konnte (Low Order Technique). Diese Art von Ladung wurde unter der
Bezeichnung Explosive Ordnance Device, kurz EOD bekannt. Unter Berücksichtigung der
eingangs beschriebenen Problematik heute üblicher Munition kann diese Methode nicht
mehr mit hoher Sicherheit zu einer ungefährlichen Entschärfung führen. Deshalb wird er
findungsgemäß vorgeschlagen, benachbart zur EOD 1 eine weitere Ladung 5 anzubringen,
die geeignet ist, die Hülle bzw. Verdämmung 2 der Sprengladung 4 aufzubrechen oder zu
mindest zu zermürben. Die Zündung dieser Ladung 5 erfolgt unmittelbar vor der Zündung
der EOD 1. Damit wird erreicht, dass Bruchstellen in der Hülle 2 geschaffen werden, die für
eine Druckentlastung sorgen, oder die es ermöglichen, dass die ganze Sprengladung durch
den Druck aus den derartigen Öffnungen gestoßen wird. Die Auslösung der Zündung bei
der Ladungen erfolgt über ein in der Figur nicht dargestelltes Zündsystem, das zunächst die
Ladung 5 zur Erzeugung von Bruchstellen zum Zeitpunkt t1 und darin die EOD-Ladung 1
zum Zeitpunkt t2 zündet. Der übliche zeitliche Abstand liegt in der Größenordnung von 100 µs.
Dadurch wird erreicht, dass die Hülle 2 gerade aufgebrochen ist und auch noch nicht
zerfällt, bevor die Ladung 1 die Sprengladung 4 zu einer deflagrativen Reaktion anregt. Um
eine gegenseitige Beeinflussung der beiden Ladungen so weit wie möglich auszuschließen,
wird zwischen den beiden Ladungen ein Schutzelement 8 angeordnet.
Unter der Voraussetzung, dass die Hülle 2 vor dem Einsatz der EOD-Ladung geschwächt
worden ist, können hier konventionelle EOD-Hohlladungen Verwendung finden. Die Erfah
rung mit konventionellem Räumgerät zeigt, dass anlaufende höherwertige Reaktionslevel
mit einer starken Druckbildung verbunden sind, so dass sich die entstandenen Bruchstellen
schnell öffnen und die Reaktionsintensität wieder reduzieren. In einigen Fällen können so
gar die gesamte Sprengladung oder zumindest Teile davon ausgestoßen werden und im
Freien gefahrlos abbrennen.
Die Lage und Größe der Öffnungen bzw. Schnitte in der Hülle 2 können je nach Art der
Munition gewählt werden. Während in Fig. 1 ein asymmetrischer Schnitt am Umfang der
Hülle erzeugt würde, ist es bei größeren Munitionen sinnvoll, den Schnitt etwa mittig anzu
legen und damit die Munition zu teilen. Dabei ist es zweckmäßig oder sogar notwendig,
eine oder mehrere zusätzliche EOD-Hohlladungen 1 anzubringen um eine zuverlässige
Räumung zu erzielen. Diese zusätzlichen Hohlladungen 1 werden zum gleichen Zeitpunkt t2
gezündet. Andere Anordnungen von Schnitten bzw. Öffnungen sind möglich und im Rahmen
der Erfindung nicht ausgeschlossen. Die Auswahl ist jeweils von der Form der Munition
und von deren Lage und Zugänglichkeit abhängig.
Die Fig. 2 zeigt Beispiele von Ladungen 5 zur Erzeugung von Bruchstellen oder Öffnungen in
der Hülle 2. Die erste Variante der Ladung 5a stellt eine ringförmige über der Hülle 2 ange
ordnete Schneidladung dar. Ein Schneidschnursystem ist in der Lage, die Ladungshülle 2
auseinanderzuschneiden oder zumindest Öffnungen in die Hülle 2 zu schneiden. Hierbei
muss die Energie des schneidenden Stachels weit unter der Initiierschwelle der Sprengla
dung 4 angesiedelt sein. Der Schnitt kann beispielsweise die Ladungshülle 2 komplett in
zwei Teile (360°) teilen oder auch nur zum Teil (z. B. 180°) öffnen. Dies ist in der Regel von
der Zugänglichkeit der Munition her vorbestimmt. Ein Rundumschnitt sollte in vorteilhafter
Weise an einer besonders geeigneten Stelle stattfinden (beispielsweise stirnseitig), um der
Sprengladung die Möglichkeit zu geben, durch den bei der Reaktion erzeugten Druck ganz
aus der Hülle austreten zu können. Bei sehr langen Ladungen bietet sich die Möglichkeit an,
die Ladung durch einen oder mehrere Schnitte zu teilen.
Die zweite Variante verdeutlicht die Möglichkeit, mit einem sogenannten weichen Stachel
die Hülle 2 aufzutrennen und gegebenenfalls sogar in die Sprengladung einzudringen. Hier
zu sind Hohlladungen 5b bekannt (z. B. DE 198 09 179 C1), deren Auskleidung einen Flüs
sigkeitsvorrat enthält. Der damit erzeugte Flüssigkeitsstachel weist einen relativ niedrigen
Energieeintrag in die Sprengladung auf, da die Dichte und Festigkeit des Stachels im Ver
gleich zu anderen üblichen Auskleidungsmaterialien niedrig ist. Mittels geschickter Anord
nungen können hiermit größere Öffnungen in die zu entschärfende Munition bis in den
Sprengstoff hinein geschnitten werden und so das Ausblasen des Druckes oder sogar das
Ausstoßen des Sprengstoffes unterstützt werden.
Eine weitere Möglichkeit besteht in der Erzeugung eines Partikelschauers mit einer großflä
chig wirksamen Splitterladung 5c. Hiermit kann die Hülle 2 an einer oder mehreren Stellen
in ausreichendem Umfang beaufschlagt werden. Dabei entstehen entweder Bruchstellen
oder flächige Zermürbungen der Hülle 2. Auch hier gilt, dass die Energie jedes einzelnen
der Partikel unterhalb der Initiierungsschwelle des Sprengstoffes 4 bleiben muss.
Claims (11)
1. Verfahren zur Entschärfung von Munition unter Verwendung einer Hohlladung (1),
deren Leistung geeignet ist, die Hülle (2) der zu entschärfenden Munition (3) zu
durchbrechen und eine Reaktion mit niedrigem Reaktionslevel bis maximal zur De
flagration des Sprengstoffes (4) zu erzeugen, dadurch gekennzeichnet, dass
zuerst eine Ladung (5) zur Erzeugung von Bruchstellen in der Hülle (2) der Munition (3) und die Hohlladung (1) zur Entschärfung an der zu entschärfenden Munition (3) positioniert werden,
dann als erstes die Ladung (5) zur Erzeugung von Bruchstellen und nach einer ein stellbaren Verzögerungszeit (Δt) die Hohlladung zur Entschärfung gezündet werden.
zuerst eine Ladung (5) zur Erzeugung von Bruchstellen in der Hülle (2) der Munition (3) und die Hohlladung (1) zur Entschärfung an der zu entschärfenden Munition (3) positioniert werden,
dann als erstes die Ladung (5) zur Erzeugung von Bruchstellen und nach einer ein stellbaren Verzögerungszeit (Δt) die Hohlladung zur Entschärfung gezündet werden.
2. Verfahren zur Entschärfung von Munition nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, dass die Ladung (5) zur Erzeugung von Bruchstellen einen oder mehrere Schnitte
oder Öffnungen in der Hülle (2) der zu entschärfenden Munition (3) erzeugt.
3. Verfahren zur Entschärfung von Munition nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, dass die Ladung (5) zur Erzeugung von Bruchstellen die Hülle (2) der
Munition (3) in Stücke teilt.
4. Verfahren zur Entschärfung von Munition nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis
3, dadurch gekennzeichnet, dass die Ladung (5) zur Erzeugung von Bruchstellen
die Hülle (2) der Munition (3) zumindest bereichsweise zermürbt.
5. Vorrichtung zur Entschärfung von Munition unter Verwendung einer Hohlladung (1),
deren Leistung geeignet ist, die Hülle der zu entschärfenden Munition zu durchbre
chen und eine Reaktion mit niedrigem Reaktionslevel bis maximal zur Deflagration des
Sprengstoffes zu erzeugen, dadurch gekennzeichnet, dass benachbart zur Hohlla
dung (1) eine Ladung (5) zur Erzeugung von Bruchstellen angeordnet ist und dass die
Hohlladung (5) nach Ablauf einer einstellbaren Verzögerungszeit (Δt) nach der La
dung (5) gezündet wird.
6. Vorrichtung zur Entschärfung von Munition nach Anspruch 5, dadurch gekenn
zeichnet, dass sich die Ladung (5) zumindest teilweise über den Umfang der zu ent
schärfenden Munition (3) erstreckt.
7. Vorrichtung zur Entschärfung von Munition nach Anspruch 5 oder 6, dadurch ge
kennzeichnet, dass die Ladung als Schneidschnurladung (5a) ausgeführt ist.
8. Vorrichtung zur Entschärfung von Munition nach Anspruch 5 oder 6, dadurch ge
kennzeichnet, dass die Ladung als Hohlladung (5b) ausgeführt ist, deren Ladungs
hohlraum mit fließfähigem Material (7) gefüllt ist.
9. Vorrichtung zur Entschärfung von Munition nach Anspruch 5, dadurch gekenn
zeichnet, dass die Ladung als großflächig wirksame Splitterladung (5c) ausgebildet
ist, die an wenigstens einer Stelle der Hülle (2) der zu entschärfenden Munition positi
onierbar ist.
10. Vorrichtung zur Entschärfung von Munition nach Anspruch 5. dadurch gekenn
zeichnet, dass die Ladung (5) einen Ladungshohlraum in der Form einer die zu ent
schärfende Munition zumindest teilweise umgebende Rinne (6) aufweist, welche mit
fließfähigem Material gefüllt ist.
11. Verwendung der Ladung nach einem der vorhergehenden Ansprüche zur Entschär
fung unempfindlicher Munition (Insensitive High Explosive - Munition) unter Vermei
dung deren detonativer Umsetzung.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2001115950 DE10115950C1 (de) | 2001-03-30 | 2001-03-30 | Verfahren und Vorrichtung zur Entschärfung von Munition |
| CH2952002A CH695428A8 (de) | 2001-03-30 | 2002-02-20 | Verfahren und Vorrichtung zur Entschärfung von Munition |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2001115950 DE10115950C1 (de) | 2001-03-30 | 2001-03-30 | Verfahren und Vorrichtung zur Entschärfung von Munition |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10115950C1 true DE10115950C1 (de) | 2002-06-06 |
Family
ID=7679791
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2001115950 Expired - Fee Related DE10115950C1 (de) | 2001-03-30 | 2001-03-30 | Verfahren und Vorrichtung zur Entschärfung von Munition |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH695428A8 (de) |
| DE (1) | DE10115950C1 (de) |
Cited By (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US8082846B2 (en) | 2002-08-12 | 2011-12-27 | Qinetiq Limited | Temperature responsive safety devices for munitions |
| US8616131B2 (en) | 2007-07-25 | 2013-12-31 | Qinetiq Limited | Rupturing devices |
| EP2416107A4 (de) * | 2009-03-31 | 2014-05-14 | Kobe Steel Ltd | Sprengbearbeitungsverfahren und sprengbearbeitungsvorrichtung |
| EP2629047A4 (de) * | 2010-10-13 | 2014-05-21 | Kobe Steel Ltd | Sprengbearbeitungsverfahren und sprengbearbeitungsvorrichtung |
| DE102014014332B3 (de) * | 2014-10-01 | 2016-03-17 | TDW Gesellschaft für verteidigungstechnische Wirksysteme mbH | Vorrichtung und Verfahren zur kontrollierten Splitterbildung mittels temperaturaktivierbarer Kerbladungen |
| US9470493B2 (en) | 2009-10-30 | 2016-10-18 | Bae Systems Bofors Ab | Method for combating explosive-charged weapon units, and projectile designed for the same |
| CN114791244A (zh) * | 2022-03-31 | 2022-07-26 | 江苏西顿科技有限公司 | 一种弹药自动拆解装置 |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102013106335A1 (de) * | 2013-06-18 | 2014-12-18 | Atlas Elektronik Gmbh | Abstandselement, Hohlladungskörper und Sprengsatz sowie zugehöriger Bausatz |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3623240C1 (en) * | 1986-07-10 | 1987-10-15 | Messerschmitt Boelkow Blohm | Shaped charge for disarming ammunition |
-
2001
- 2001-03-30 DE DE2001115950 patent/DE10115950C1/de not_active Expired - Fee Related
-
2002
- 2002-02-20 CH CH2952002A patent/CH695428A8/de not_active IP Right Cessation
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3623240C1 (en) * | 1986-07-10 | 1987-10-15 | Messerschmitt Boelkow Blohm | Shaped charge for disarming ammunition |
Cited By (9)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US8082846B2 (en) | 2002-08-12 | 2011-12-27 | Qinetiq Limited | Temperature responsive safety devices for munitions |
| US8616131B2 (en) | 2007-07-25 | 2013-12-31 | Qinetiq Limited | Rupturing devices |
| EP2416107A4 (de) * | 2009-03-31 | 2014-05-14 | Kobe Steel Ltd | Sprengbearbeitungsverfahren und sprengbearbeitungsvorrichtung |
| US9470493B2 (en) | 2009-10-30 | 2016-10-18 | Bae Systems Bofors Ab | Method for combating explosive-charged weapon units, and projectile designed for the same |
| EP2629047A4 (de) * | 2010-10-13 | 2014-05-21 | Kobe Steel Ltd | Sprengbearbeitungsverfahren und sprengbearbeitungsvorrichtung |
| US9027453B2 (en) | 2010-10-13 | 2015-05-12 | Kobe Steel, Ltd. | Blast treatment method and blast treatment device |
| DE102014014332B3 (de) * | 2014-10-01 | 2016-03-17 | TDW Gesellschaft für verteidigungstechnische Wirksysteme mbH | Vorrichtung und Verfahren zur kontrollierten Splitterbildung mittels temperaturaktivierbarer Kerbladungen |
| US9982979B2 (en) | 2014-10-01 | 2018-05-29 | TDW Gesellschaft fuer verteidgungstechnische Wirksysteme mbH | Device and method for controlled fragmentation by means of temperature-activatable notch charges |
| CN114791244A (zh) * | 2022-03-31 | 2022-07-26 | 江苏西顿科技有限公司 | 一种弹药自动拆解装置 |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CH695428A5 (de) | 2006-05-15 |
| CH695428A8 (de) | 2006-07-14 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE4240084A1 (de) | Tandemgefechtskopf mit piezoelektrischen Aufschlagzündern | |
| DE3137855C2 (de) | ||
| DE3443093A1 (de) | Lithotripter | |
| EP2239536B1 (de) | Einstellbares Zündsystem für einen Gefechtskopf | |
| DE10115950C1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Entschärfung von Munition | |
| WO2019048914A1 (de) | Vollmantel-sicherheitsgeschoss, insbesondere für mehrzweckanwendungen | |
| EP0435083B1 (de) | Einstellbarer Abstandshalter auf einem Hohlladungsgefechtskopf, umschaltbar für Tiefen- oder Seitenwirkung | |
| DE102013011404B4 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Leistungssteuerung eines Wirksystems | |
| DE1910779C3 (de) | Hohlladung | |
| DE3049082C2 (de) | Sicherungseinrichtung für einen Zünder | |
| EP1108973B1 (de) | Zündeinrichtung | |
| DE2854851A1 (de) | Kombinationszuender fuer geschosse | |
| DE102014014332B3 (de) | Vorrichtung und Verfahren zur kontrollierten Splitterbildung mittels temperaturaktivierbarer Kerbladungen | |
| EP2154470A1 (de) | Umschaltbare zylindrische Wirkladung | |
| DE2847548A1 (de) | Elektrischer geschosszuender | |
| DE102005031588B3 (de) | Dosierbare Ladung eines Gefechtskopfes | |
| DE590542C (de) | Panzergeschoss | |
| CH660627A5 (de) | Hohlladung. | |
| DE3544528C1 (en) | Tandem charge system having integrated protection elements | |
| WO2010003858A1 (de) | Verfahren zur vorbereitung von hohlladungen zum transport, welches eine sichere versendung ermöglicht | |
| DE10223334B4 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Räumung von Munition | |
| DE3603610C1 (de) | Flugkörper mit einer Tandemladung | |
| DE102021002470B4 (de) | Skalierbares Wirksystem und Gefechtskopf | |
| DE10058325B4 (de) | Räumvorrichtung für eine Haftmine | |
| DE3619127C1 (de) | Hohlladungsgeschoß |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8100 | Publication of patent without earlier publication of application | ||
| D1 | Grant (no unexamined application published) patent law 81 | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: EADS DEUTSCHLAND GMBH, 85521 OTTOBRUNN, DE |
|
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: TDW GESELLSCHAFT FUER VERTEIDIGUNGSTECHNISCHE WIRKS |
|
| 8320 | Willingness to grant licences declared (paragraph 23) | ||
| R119 | Application deemed withdrawn, or ip right lapsed, due to non-payment of renewal fee | ||
| R119 | Application deemed withdrawn, or ip right lapsed, due to non-payment of renewal fee |
Effective date: 20141001 |