DE10115490C1 - Verfahren und Vorrichtung zum Eichen einer Überfahrwaage - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Eichen einer ÜberfahrwaageInfo
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Abstract
Verfahren sowie eine Vorrichtung zum Eichen einer Überfahrwaage mit mehreren in Fahrtrichtung beabstandeten aktiven Meßstrecken, wobei die Achsen eines Fahrschemels eines Referenz-Fahrzeuges stillstehend so auf der Überfahrwaage positioniert werden, daß die einzelnen Achsen und deren Räder jeweils im Bereich einer aktiven Meßstrecke auf der Überfahrwaage aufliegen, der so positionierte Fahrschemel mittels der Überfahrwaage statisch verwogen wird, anschließend die Überfahrwaage mit dem bereits statisch verwogenen Fahrschemel des Referenz-Fahrzeuges überfahren wird und die Eichung der Überfahrwaage durch Abgleich des bei der dynamischen Verwiegung angezeigten Gewichts mit dem bei der statischen Verwiegung der gleichen Einheit ermittelten Gewicht erfolgt, wobei beim statischen Verwiegen des Referenz-Fahrzeuges fahrzeugseitig die Last jeder Achse bzw. jedes Rades des Fahrschemels ermittelt und die Eichung der Überfahrwaage für den dynamischen Wiegebetrieb durch Abgleich des bei der dynamischen Verwiegung an jeder Meßstrecke angezeigten Gewichts mit dem bei der statischen Verwiegung an jeder Meßstrecke fahrzeugseitig ermittelten Gewicht erfolgt.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren sowie eine Vorrichtung zum Eichen einer
Überfahrwaage.
Überfahrwaagen, sei es für Straßenfahrzeuge oder für Schienenfahrzeuge, in
letzterem Fall eingebaut in den von dem Schienenfahrzeug zu befahrenden
Schienenstrang, führen eine dynamische Verwiegung durch, das heißt eine Ver
wiegung eines Fahrzeuges, während der das zu verwiegende Fahrzeug relativ zur
Waage in Bewegung ist.
Gegenüber den in der Vergangenheit benutzten statischen Verwiegungen mit Hilfe
einer Wiegebrücke, die so groß ist, daß ein gesamtes Fahrzeug darauf Platz fin
det, weisen derartige Überfahrwaagen für eine dynamische Verwiegung den Vor
teil auf, daß sie nur geringe Länge besitzen müssen, da bei der Überfahrt jedes
einzelnen Fahrschemels dessen Gewicht Achs- oder Fahrschemel-weise durch
dynamische Verwiegung ermittelt wird.
Insbesondere in Form von Schienen-Überfahrwaagen können solche Überfahr
waagen an einem bestehenden Schienenstrang mit relativ begrenztem Aufwand
nachgerüstet werden, indem - jeweils an beiden Schienen - zusätzlich aktive Meßstrecken
ausgebildet werden durch zwei in Längsrichtung der jeweiligen Schiene
beabstandete Sensoren, die die Durchbiegung dieses Schienenstückes messen
und daraus das belastende Gewicht einer Achse oder eines Laufwerkes bzw. ei
nes Drehschemels einer Transporteinheit ermitteln.
Die Überfahrwaage weist bei Achsweiser Verwägung mehrere solcher aktiver
Meßstrecken auf. Die über eine in der Regel elektronische Auswerteschaltung
miteinander gekoppelt sind, so daß die Überfahrwaage in der Lage ist, nach
Überfahren eines z. B. kompletten Zuges das Gewicht einer Transporteinheit und
dass Gesamtgewicht des Zuges auszuwerfen.
Die Länge der aktiven Meßstrecken, also der Abstand, der die aktive Meßstrecke
bildenden beiden Sensoren entspricht dabei maximal dem Abstand, insbesondere
dem lichten Abstand, zweier Schwellen, die als Auflagepunkte für die jeweilige
Schiene dienen. Dabei darf aus Sicherheitsgründen der Abstandes der Schwellen
gegenüber dem üblichen Abstand nicht wesentlich vergrößert werden.
Die Überfahr-Waage kann aber auch eine Messestrecke für Laufwerks-weise
Verwägung aufweisen. Die Länge dieser Messstrecke entspricht dabei mindestens
dem Abstand der Achsen eines Fahrschemels. Bei dieser Bauart von Überfahr-
Waagen und Wäge-Zellen sind Wäge-Zellen zwischen Schwelle und Schiene oder
in der Schwelle angeordnet, also die Schwellen als Wäge-Schwellen ausgebildet.
Insbesondere sind dabei alle Schwellen über die gesamte Längserstreckung der
Überfahr-Waage als derartige Wäge-Schwellen ausgebildet, so dass der Bereich
jeder einzelnen solcher Wäge-Schwellen im Rahmen der vorliegenden Anmeldung
ebenfalls als separate Messstrecke betrachtet werden kann.
Zu diesem Zweck wurde bereits in der DE 199 25 891 vorgeschlagen, der Über
fahrwaage für den dynamischen Verwiegebetrieb mittels Überfahren zu eichen
durch eine statische Verwiegung, also indem ein Referenzfahrzeug ganz oder mit
wenigstens einem Fahrschemel (Drehgestell) ruhig, also nicht fahrend, auf die
Überfahrwaage gestellt wird, so daß die Räder der einzelnen Achsen im Bereich
der Meßstrecken der Überfahrwaage stehen, und das dabei statisch ermittelte
Gewicht dieses Fahrschemels bzw. ganzen Referenzfahrzeuges als Vorgabe für
die spätere Angleichung des Ergebnisses bei der dynamischen Verwiegung des
selben Fahrzeuges zu verwenden.
Allerdings wurde dabei naturgemäß nur die bei der statischen Verwiegung als
Summe aller Meßstellen, also das Gesamtgewicht aller Achsen eines z. B. ge
meinsam statisch verwogenen Fahrschemels, auch mit dem dynamisch ermittelten
Gesamtgewicht derselben Einheit verglichen. Ein Einzelvergleich der Meßergeb
nisse der einzelnen Meßstellen, z. B. also pro Rad oder pro Achse, zwischen dy
namischer und statischer Verwiegung erfolgte dabei nicht.
Dies hat sich aus Gründen der Genauigkeit als nicht ausreichend erwiesen, da
selbst bei einem in Fahrt absolut gleichmäßig belasteten Referenzfahrzeug bzw.
Eich-Fahrzeug die Achslast oder auch die Radlast jedes einzelnen Rades bzw.
jeder einzelnen Achse nicht gleich ist.
Unter Radlast bzw. Achslast wird dabei für den Zweck der vorliegenden Anmel
dung diejenige Last, also das Gewicht, verstanden, mit welcher diese Achse bzw.
dieses Rad auf die Schiene drückt, mithin also das Gewicht der Achse bzw. des
Rades selbst einschließlich der darauf lastenden Gewichte.
Darüber hinaus ist zwar in Colijn, "Series on bulk materials handling", vol. 1, Nr. 1,
1975, ein Verfahren zum dynamischen Verwiegen auf einer Überfahrwaage ange
geben, beider als Referenzwert das gemessene Gewicht verwendet wird, das in
einem vorhergehenden statischen Wiegevorgang ermittelt wurde. Hier ist jedoch
nicht einmal etwas darüber ausgesagt, ob dies mit der selben Waage (Überfahr
waage) oder mit einer speziell für statische Gewichtsbestimmungen ausgelegten
anderen Waage erfolgt.
Erst recht ist nichts darüber offenbart, wie bei der statischen Verwiegung das Ge
wicht erfasst wird, insbesondere ob das Gewicht achsweise erfasst wird. Außer
dem wird bei dem statischen Wiegevorgang ein einzelner Wagen gewogen, und
danach die dynamische Überfahrwaage zehnmal mit einem Zug von zehn mitein
ander gekoppelten Wägen überfahren.
Die unterschiedlichen, auch bei gleichmäßiger Belastung des Referenzfahrzeu
ges, von den Rädern in die Schienen und damit in die Meßstrecken eingebrachten
Belastungen haben ganz verschiedene Ursachen:
Zum einen ergeben sich bereits unterschiedliche Lasteinbringungen, wenn der Bereich der Meßstrecken nicht absolut horizontal - sowohl in Längsrichtung als auch in Querrichtung - steht, und damit auch das darauf lastende Referenzfahr zeug nicht absolut horizontal steht.
Zum einen ergeben sich bereits unterschiedliche Lasteinbringungen, wenn der Bereich der Meßstrecken nicht absolut horizontal - sowohl in Längsrichtung als auch in Querrichtung - steht, und damit auch das darauf lastende Referenzfahr zeug nicht absolut horizontal steht.
Weitere Ursachen können in einer de Facto nicht gleichmäßigen Lastverteilung
auf dem Referenzfahrzeug bestehen, beispielsweise durch nachträgliche Ge
wichtsveränderungen wie Umwelteinflüsse (Luftfeuchtigkeit, Regen, Sonne,
Schnee, Frost etc.) die unterschiedlich über die Länge des Referenzfahrzeuges
einwirken oder auch unterschiedlich starker am Referenzfahrzeug aufgetretener
Verschleiß und damit Gewichtsverlust.
Ebenso ist die Lasteinbringung in die Meßstrecken ungleichmäßig aufgrund ferti
gungsbedingter Streuung und wegen der elastischen Bettung des Gleises bzw.
des Gleisrostes. Außerdem können die Meßstrecken realisierenden Sensoren als
auch der damit verbundenen Auswerteeinheit bzw. der dorthin führenden daten
technischen Verbindung dazu führen, daß die einzelnen Meßstrecken bei der sta
tischen Verwiegung trotz gleicher Belastung unterschiedliche, statisch ermittelte,
Meßergebnisse anzeigen. Gleiches gilt für die Überfahr-Waagen mit Laufwerks
weiser Verwägung von Fahrzeugen.
Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren sowie eine
Vorrichtung zur Verfügung zu stellen, die es erlaubt, das Eichen einer für die dy
namische Verwiegung vorgesehenen Überfahrwaage mittels einer vorherigen sta
tischen Verwiegung eines Referenzfahrzeuges, dessen Gewicht besonders genau
bekannt ist, auf derselben Überfahrwaage zu verbessern.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der Ansprüche 1, 2 und 10, 11 gelöst.
Vorteilhafte Ausführungsformen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Im folgenden wird speziell eine Schienen-Überfahrwaage beschrieben und ge
zeichnet, ohne den Schutzumfang hierauf zu beschränken. Das hier unter Schutz
gestellte Verfahren bzw. Vorrichtung ist analog auch für Straßen-Überfahr-
Waagen realisierbar.
Ein Problem der bisherigen statischen Verwiegung bestand darin, daß zum einen
nur das Gesamtgewicht des Referenzfahrzeuges bekannt war, nicht jedoch die
Kraft auf den einzelnen Auflagepunkten, also Kontaktpunkten der Räder zu den
Schienen. Darüber hinaus ist selbst das Gesamtgewicht, wie bereits erwähnt z. B.
durch Witterungseinflüsse, nicht exakt bekannt bzw. unterliegt großen Schwan
kungen, die weit über die zulässigen Grenzwerte hinausgehen. Dies ergaben um
fangreiche Versuche.
Damit war in der Vergangenheit auch nicht bekannt, welche Last tatsächlich auf
jeder der einzelnen Meßstrecken bzw. Wiegeschwellen lastet, und somit konnte
auch bereits die Relevanz der statisch ermittelten Gewichtswerte der einzelnen
Meßstrecken nicht auf ihre Richtigkeit überprüft werden, was natürlich auch den
Abgleich mit der späteren dynamischen Verwiegung im hohen Maße negativ be
einflußt.
Wird dagegen fahrzeugseitig während oder unmittelbar vor der statischen Verwie
gung des Referenzfahrzeuges die von jeder Achse bzw. von jedem Rad getragene
Last des Fahrschemels als jeweils einzelne Referenzlast ermittelt, so kann da
durch einerseits das statisch ermittelte Wiegeergebnis jeder Meßstrecke bzw.
Wiegeschwelle für dieses Rad bzw. diese Achse abgeglichen werden, und bei
dem anschließenden Überfahren der gesamten Meßstrecke mit diesem Refe
renzfahrzeug kann der bei dynamischer Verwiegung von jeder der Meßstrecken
ermittelte Meßwert derselben Achse oder desselben Rades, das ja alle Meßstrec
ken derselben Schiene nacheinander überfährt, ermittelt und hieran angeglichen
werden.
Dies kann bei einer Schienen-Überfahrwaage für jede der Meßstellen bzw. Wie
geschwellen entlang jeder der beiden Schienen separat geschehen - wobei einer
Meßstrecke immer ein Rad des Fahrschemels zugeordnet ist, welches auf der
Meßstrecke im statischen Verwiegebetrieb steht - oder es können die auf gleicher
Längsposition angeordneten Meßstrecken beider Schienen meßtechnisch zu einer
Einheit zusammengefaßt werden, und damit auch die beiden auf der gleichen
Längsposition und damit einer Achse liegenden Räder.
Die fahrzeugseitige Ermittlung der von jedem einzelnen Rad bzw. von jeder ein
zelnen Achse in die Schiene und damit die dortige Meßstrecke eingebrachte Bela
stung erfolgt vorzugsweise durch Anordnung von Fahrzeug-Wiegevorrichtungen,
bei achsweiser Betrachtung zwischen jeder Achse und dem darauf ruhenden Rest
des Referenzfahrzeuges bzw. bei radmäßiger Betrachtung zwischen jedem Rad
und dem darauf ruhenden Rest des Referenzfahrzeuges. Ähnliches gilt auch für
Laufwerks-weise Betrachtung. Damit wird derjenige Teil des Referenzfahrzeuges,
der gewichtsmäßig am ehesten einer Veränderung unterliegen kann, direkt im
Fahrzeug und zeitlich während oder unmittelbar vor oder nach der statischen Ver
wiegung und auch der dynamischen Verwiegung direkt statisch gewogen.
Weiterhin sind die Gewichte der Achsen bzw. der einzelnen Räder, also der nicht
von der fahrzeugseitigen Wiegevorrichtung gewogenen Teile, bekannt, die erfah
rungsgemäß nur geringen Gewichtsschwankungen unterliegen.
Auf diese Art und Weise kann - jeweils zeitaktuell - die durch jedes einzelne Rad
bzw. jede einzelne Achse in die Meßstrecke eingebrachte Belastung genau er
mittelt werden.
Hieran werden bei der statischen Verwiegung die von den einzelnen Meßstrecken
ermittelten Gewichtswerte entweder einzeln angeglichen, oder die von den einzel
nen Meßstrecken, z. B. entlang einer der Schienen, ermittelten Gewichtswerte
werden in ihren Relationen zueinander zwar unverändert gelassen, in der absolu
ten Höhe jedoch so verändert, daß sie im Durchschnitt mit den fahrzeugseitig er
mittelten analogen Gewichten übereinstimmen.
Bei der anschließenden dynamischen Verwiegung des Referenzfahrzeuges wer
den die für ein und dasselbe Rad bzw. dieselbe Achse von den unterschiedlichen
Meßstrecken ermittelten dynamischen Gewichtswerte auf den absoluten Wert der
tatsächlichen Belastung eingestellt und/oder auch wiederum so verändert, daß die
Relation der von den einzelnen Meßstrecken ermittelten dynamischen Gewichts
werte derjenigen der von den Meßstrecken ermittelten statischen Gewichtswerte
entspricht.
Die Relation der von den einzelnen Meßstrecken sowohl statisch als auch dyna
misch ermittelten Gewichtswerte kann für die spätere regelmäßige Überprüfung
der Überfahrwaage, sowohl für deren statischen als auch deren dynamischen
Wägebetrieb, dahingehend benutzt werden, daß dann zur Überprüfung auch an
dere als das Referenzfahrzeug statisch und/oder dynamisch verwogen werden
können und dabei die Einhaltung der ursprünglich bei der Eichung vorhandenen
Relationen zwischen den Meßwerten der einzelnen Meßstellen überprüft wird,
entweder im Falle eines einzelnen zu verwiegenden Objektes oder auch nur als
statistischer Wert über eine größere Menge von Wiegevorgängen.
Dies beruht auf der Überlegung, daß entlang einer Überfahrwaage die hinterein
ander angeordneten Meßstrecken zumindest keine gleichmäßige unzulässige
Veränderung erfahren, sondern Veränderungen durch Alterungsprozesse der ein
zelnen Sensoren, Beschädigungen der Sensoren, Absenken von einzelnen
Schwellen oder ähnliches und damit ungleichmäßig über die Länge der Überfahr
waage auftreten werden, was durch eine derartige Überprüfung feststellbar ist.
Hinsichtlich der Relation der von den einzelnen Meßstrecken - statisch oder dy
namisch - ermittelten Gewichtswerte wird natürlich angestrebt, bei einem gleich
mäßig beladenen Referenzfahrzeug, also bei theoretisch gleich hohen Radlasten
bzw. Achslasten, die auf die Schiene wirken, auch eine Relation der entsprechen
den Meßwerte von 1 : 1 . . ., also gleichlautende Anzeigen zu erhalten.
Dabei muß berücksichtigt werden, daß sowohl die statische als auch die dynami
sche Verwiegung und auch die entsprechenden Eichvorgänge mit unterschiedlich
schweren Referenzfahrzeugen, also mit Referenzfahrzeugen, die unterschiedlich
stark mit Zusatz-Referenzgewichten bzw. Eichgewichten beladen sind, durchge
führt wird.
Bei einem Fahrschemel mit z. B. drei Achsen ist - bei in Längsrichtung betrachtet
gleichmäßiger Belastung des Fahrschemels - in der Regel dennoch keine gleich
hohe Krafteinleitung bei allen drei Achsen bzw. sechs Rädern in die Schienen zu
erwarten, da der Fahrschemel eine in sich relativ starre, also nicht optimal biege
weiche, Konstruktion ist und bei verschieden großen Abständen zwischen z. B.
Ladefläche einerseits und Auflagepunkt des Rades auf der Schiene andererseits
bei den einzelnen Rädern bzw. Achsen keine so große Durchbiegung erfolgt, die
diese Unterschiede ausgleicht. Es werden also in der Regel ohne zusätzliche
Maßnahmen unterschiedliche Radlast bzw. Achslasten vom selben Fahrschemel
an den unterschiedlichen Achsen in die Schienen eingeleitet und dementspre
chend an den einzelnen Meßstrecken auch unterschiedliche Meßwerte angezeigt.
Um hierbei gleich hohe Werte zu erzielen, kann unterschiedlich vorgegangen wer
den:
- a) Die einzelnen Meßwerte werden durch entsprechenden Eingriff in die Aus werteeinheit oder auf andere Art und Weise auf dasselbe Niveau gebracht. Das Problem der unterschiedlich hohen Krafteinleitungen in die Schienen an den un terschiedlichen Meßstrecken wird dadurch jedoch nicht behoben.
- b) Bei den einzelnen Rädern bzw. Achsen des Fahrschemels wird eine Hö henausgleichsvorrichtung zwischen Rad und Aufbau, insbesondere Ladefläche, des Referenzfahrzeuges bzw. dessen Fahrschemel eingebaut, beispielsweise in Form eines vertikal wirkenden Hydraulikzylinders. Durch Verändern der Höhe zwi schen Aufbau und Rad, also durch Einbringen von Hydraulikmedium in den Hy draulikzylinder oder Ablassen von dort, kann erreicht werden, daß jede Achse bzw. jedes Rad die gleiche Kraft in die Schiene einbringt.
- c) Ein analoger Höhenausgleich kann statt auf Seiten des Referenzfahrzeuges auf Seiten des Schienenstranges vorgenommen werden, beispielsweise indem Distanzelemente zwischen Schiene und den Schwellen eingebracht werden oder auf andere Art und Weise die Höhe der Lauffläche der Schiene im Bereich der einen oder mehreren Meßstrecken gegenüber dem Untergrund so verändert wird, so daß die durch das Referenzfahrzeug über die einzelnen Räder bzw. Achsen in die Lauffläche der Schienen eingebrachten Belastungen jeweils gleich hoch wer den.
Dabei wird bei einer neu errichteten Schienen-Überfahrwaage so vorgegangen,
daß die dort verbauten Sensoren bezüglich der Einbausituation nicht vorkalibriert
sind, und erst eingestellt werden müssen.
In der Regel geschieht dies dadurch, daß - in der Regel im dynamischen Verwie
ge-Betrieb, also mittels Überfahren durch das Referenzfahrzeug - eine Grobkali
brierung der Meßstrecken vorgenommen wird, indem die dabei angegebenen,
aufgrund der Nichtkalibrierung noch grob unterschiedlichen Meßwerte grob auf
den Soll-Anzeigewert aufgrund des bekannten Gewichts des Referenzfahrzeuges
eingestellt werden.
Anschließend wird dieses Referenzfahrzeug statisch wie vorbeschrieben durch
Aufstellen der einzelnen Räder bzw. Achsen des Fahrschemels die einzelnen
Meßstrecken und damit die gesamte Überfahrwaage für den statischen Verwiege-
Betrieb geeicht, was bekanntermaßen beinhaltet, daß bei mehrfacher Wiederho
lung dieses Vorganges ein reproduzierbares, innerhalb vorgegebener Grenzwerte
liegendes, Ergebnis erzielt werden muß.
Anschließend erfolgt eine dynamische Eichung der Überfahrwaage, also mittels
Überfahren durch das Referenzfahrzeug. Diese drei Stufen werden für unter
schiedliche Beladungen des Referenzfahrzeuges mittels Eichgewichten, also un
terschiedlichen Gesamtgewichten des Referenzfahrzeuges, durchgeführt.
Die notwendige Feinkalibrierung der Meßstrecken, erzielt durch eine der drei vor
beschriebenen Möglichkeiten (meßtechnische Anpassung der Meßstrecken an
einander oder Höhenveränderung fahrzeugseitig oder schienenseitig) oder eine
Mischung dieser drei Methoden kann zwar nach einer eventuell stattfindenen
Grobkalibrierung, jedoch noch vor der nachfolgenden Feinkalibrierung, in jedem
Fall also vor den Eichprozeduren, durchgeführt werden.
Eine Ausführungsform gemäß der Erfindung ist im folgenden beispielhaft anhand
der Figuren näher beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1a Seitenansicht einer Schienen-Überfahrwaage, starres Chassis
Fig. 2a Seitenansicht der analogen Waage, variables Chassis
Fig. 1b1, 1b2 die Ansicht der Waage gemäß Fig. 1a in Fahrtrichtung,
Fig. 2b1, 2b2 die Ansicht der Waage gemäß Fig. 2a in Fahrtrichtung,
Fig. 3 ein Meßdiagramm für statische Verwiegung.
Die Fig. 1a1 zeigt die Überfahrwaage 1 in der Seitenansicht. Dabei ist die zu der
sichtbaren Schiene 7 der Fig. 1a parallel laufende andere Schiene 7' des gleichen
Schienenstranges ebenso wie die sichtbare Schiene 7 mit aktiven Meßstrecken
2a, b, c und Sensoren 6, 6* ausgestattet, und zwar parallel zu den dargestellten
Meßstrecken bzw. Sensoren, also in Fahrtrichtungen 10 an jeweils analog gleicher
Position, wie die Längsansicht der Fig. 1b1 und 1b2 nahelegt.
Die Überfahrwaage 1 besteht somit aus einem Abschnitt eines Schienenstranges,
wobei in oder an den Schienen 7, 7', insbesondere in oder an dem vertikalen Steg
des jeweiligen Schienenprofiles, in Fahrtrichtung 10 beabstandet jeweils zwei
Sensoren 6, 6* an der gleichen Schiene zu einem Sensorpaar zusammengefasst
sind, die gemeinsam eine aktive Meßstrecke 2a,b . . . bilden.
Da sich die zusammengehörigen Sensoren 6, 6* jeweils gemeinsam zwischen
einem Paar von die Schiene 7, 7' abstützenden Schwellen 8 befinden, über wel
che der Schienenstrang auf dem Untergrund 9 gelagert ist, ist die Länge einer sol
chen aktiven Meßstrecke 2a,b . . . maximal der lichte Abstand oder der Mittenab
stand zweier benachbarten Schwellen 8.
Dabei überlappen sich die einzelnen Meßstrecken 2a, 2b in Längsrichtung nicht.
Wenn dagegen die Sensoren z. B. in den Schwellen bzw. zwischen Schienen 7
und Schwellen 8 über den gesamten Bereich der Überfahrwaage bei jeder
Schwelle angeordnet sind, würde zwar die einzelne Schwelle bzw. Wägezelle
ebenfalls jeweils eine Meßstrecke darstellen, diese Meßstrecken überlappen sich
dann jedoch, da ein Rad, welches z. B. zwischen zwei Schwellen auf der Schiene
aufliegt, eine Belastung an den Wägezellen beider benachbarter Schwellen dar
stellt und darüber hinaus in der Regel auch noch bei ihren weiter entfernten
Schwellen.
Der Abstand der Achsen 4a, b, c des Fahrschemels 5, welcher insbesondere nicht
nur Teil eines Referenzfahrzeuges (Eichnormal) 20, sondern selbst das gesamte
Referenzfahrzeug 20 ist, entspricht den Abständen der Meßstrecken 2a, b, c zumindest
so weitgehend, daß jedes der Räder 3a, b . . . jeweils im Meßbereich der
zugehörigen Meßstrecke 2a, b . . . bei der statischen Verwiegung liegt und auf ins
besondere jeder der Meßstrecken 2a, b, c auch ein Rad bzw. eine Achse des Re
ferenzfahrzeuges 20 lastet.
Unter Eichnormal wird dabei der Abgleich des tatsächlichen Gewichts des Refe
renzfahrzeuges, und zwar in mehreren Gewichtsklassen, also mit unterschiedlich
starker Beladung durch Gewichte, mit einem sehr genau geeichten Referenzge
wicht verstanden. Das so hinsichtlich seines Gewichts genau bestimmte Refe
renzfahrzeug kann damit selbst als Referenz-Gewicht bei einem Eichvorgang die
nen.
Dabei ist es ausreichend, wenn - bei achsweiser Betrachtung - zwischen jeder
Achse 4 und dem darüberliegenden Teil des Referenzfahrzeuges 20 eine Fahr
zeugwägevorrichtung 12 angeordnet ist, wie in Fig. 1b1 dargestellt. Zwar wird zu
dem von dieser Fahrzeugwägevorrichtung 12 angezeigen Gewicht meßtechnisch
das darunter liegende Gewicht der Achse 4 mit den Rädern 3a, 3a' hinzuaddiert,
jedoch ist die Verteilung dieser Achslast auf die beiden Auflagepunkte der Räder
3a, 3a' auf den Schienen 7, 7' nicht bekannt.
Dagegen zeigt Fig. 1b2 eine radweise Lösung, bei der also zwischen jedem Rad
3a, 3a' und dem darauf lastenden Rest 20' des Referenzfahrzeuges 20 eine Fahr
zeugwägevorrichtung 12a, a' vorhanden ist. Da in diesem Fall das Gewicht des
einzelnen Rades 3a, 3a' bzw. der dieses Rad tragenden Teile des Referenzfahr
zeuges 20, welches unterhalb der jeweiligen Wägevorrichtung 12a, b liegt und von
dieser nicht mitgewogen wird, bekannt ist, sind die Radlasten der einzelnen Räder
3a, 3a' auf den Schienen 7, 7' bekannt.
Damit ist eine statische Verwiegung des gesamten Fahrschemels 5, insbesondere
des gesamten Referenzfahrzeuges 20, möglich, welches eine vorzugsweise so
wohl in Längsrichtung 10 als auch in Querrichtung gleichmäßige Beladung auf
weist, welche auch eine gleichmäßige Beaufschlagung jedes der Räder 3a, 3a',
3b, 3b' bewirken sollte, indem dieser Fahrschemel 5 auf der Überfahrwaage 1 in
der dargestellten Position stillsteht und statisch verwogen werden kann, wofür eine
Verschaltung der Meßstrecken 2a, b . . . der Überfahrwaage 1 in einem statischen
Betriebsmodus notwendig ist, was insbesondere über eine Auswertungseinheit 11
erfolgt, mit der alle Sensoren aller Meßstrecken verbunden sind.
Insbesondere kann mittels der gleichen Auswerteeinheit 11 auch eine Verschal
tung der Sensoren zum Zwecke einer dynamischen Verwiegung also während des
Überfahrens eines Schienenfahrzeuges, durchgeführt werden, wobei dann die
Auswerteeinheit das Gesamtgewicht eines über die Überfahrwaage 1 gefahrenen
Zuges, also einer Mehrheit von Fahrgestellen bzw. Wagons, auswirft.
Selbstverständlich werden die Gewichte bzw. Signale der in beiden Schienen 7, 7'
angeordneten Sensoren 6 und Meßstrecken 2, 2' in die Auswerteeinheit 11 einge
geben, wie in Fig. 1b dargestellt.
In den Fig. 1a bzw. 1b1 und 1b2 ist von einer starren Konstruktion des Chas
sis des Referenzfahrzeuges 20 ausgegangen. Das bedeutet, daß eine Höhenver
änderung zwischen dem Kontaktpunkt zwischen Rad 3 und Schiene 7, also der
Lauffläche 14 der Schiene im Bereich des Rades 3, und dem Aufbau, insbesonde
re der Ladefläche, des Referenzfahrzeuges 20 nur aufgrund der elastischen
Durchbiegung des stählernen Chassis gegeben ist, und damit nur in sehr be
schränktem Umfang.
Im Gegensatz dazu ist bei den analogen Darstellungen der Fig. 2a und 2b1,
2b2 eine Höhenausgleichsvorrichtung 13 bzw. 13a, 13a' zwischen jeweiliger Ach
se und dem Aufbau des Referenzfahrzeuges 20 bzw. dem Rad 3a, 3a' und dem
jeweiligen darauf lastenden Aufbau des Referenzfahrzeuges 20 vorhanden.
Die Höhenausgleichsvorrichtung 13 besteht aus einem vertikal zwischen Rad und
Chassis angeordneten Hydraulikzylinder, so daß durch Einpressen oder Ablassen
von Hydraulikflüssigkeit in den Zylinder die Höhenlage des Rades relativ zum Auf
bau verändert werden kann.
Wie in Fig. 2a dargestellt, ist es ausreichend, wenn eine solche Höhenausgleichs
vorrichtung an allen Achsen des Fahrschemels 5 bis auf eine Achse vorhanden
ist, da nur die Verstellung der Höhenlage der einzelnen Achsen relativ zueinander
von Bedeutung ist.
Bei gleichmäßiger Beladung des Referenzfahrzeuges bzw. Fahrschemels 5 und
horizontaler Meßstrecke, also Schienen, werden die Höhenausgleichsvorrichtun
gen 13 so eingestellt, daß jede Achse bzw. jedes Rad eine gleich hohe Kraft bei
statischer Verwiegung in die Schiene 7 und damit die jeweilige Meßstrecke 2a, 2b,
. . . einleitet. Aus diesem Grund ist jeder Höhenausgleichsvorrichtung 13 eine Fahr
zeug-Wiegevorrichtung 12 zugeordnet.
Im Gegensatz zu dieser achsweisen Betrachtung gemäß Fig. 2b1, bei der pro
Achse nur eine Fahrzeugwiegevorrichtung 12 und nur eine Höhenausgleichsvor
richtung 14 vorhanden ist, ist bei der radweisen Betrachtung gemäß Fig. 2b2 bei
jeder der mit Höhenausgleichsvorrichtungen 14 ausgestatteten Achse pro Rad 3a
bzw. 3a' nicht nur eine Fahrzeugwägevorrichtung 12a, 12a', sondern auch eine
Höhenausgleichsvorrichtung 14b, 14b' vorhanden. Dementsprechend wird bei
Einstellung des Druckes in den Höhenausgleichsvorrichtungen mit dem Ziel mit
Druckmedium beaufschlagt, bei beiden auf gleicher Längsposition, also quasi eine
Achse bildenden, Rädern 3a, 3a' den gleichen Anzeigewert bei den Fahrzeug-
Wägeeinrichtungen 12a, 12a' zu erreichen.
Fig. 3 zeigt ein Meßdiagramm für die drei Meßstrecken nur einer der beiden
Schienen bei der statischen Verwiegung. Dabei werden für die drei Räder 3a, b, c
über die Fahrzeug-Wiegevorrichtungen 12a, b, c die von diesen Rädern in die
Schiene eingebrachten Lasten unter Hinzuaddierung der unterhalb der Fahrzeug
wiegevorrichtung 12 liegenden und damit nicht mitgewogenen Gewichtsanteile
bestimmt in Form der fahrzeugseitig ermittelten Radlasten A*, B*, C*.
Gleichzeitig werden mit Hilfe des statischen Wiegemodus durch die drei zugeord
neten Meßstrecken 2a, b, c, Meßstrecken-Meßwerte A, B, C des selben Refe
renzfahrzeuges 20 ermittelt. Diese decken sich naturgemäß nicht mit den fahrzeugseitig
ermittelten Gewichten A*, B*, C*, sollten jedoch in aller Regel unterein
ander (A: B: C:) die gleichen Relationen besitzen wie die fahrzeugseitig ermittelten
Gewichtswerte (A*: B*: C*:).
Sofern dies der Fall ist, werden die Meßstrecken-Meßwerte A, B, C jeweils um den
gleichen Faktor verändert und dadurch der zunächst statische Wiegemodus der
Überfahrwaage geeicht, indem die meßstreckenseitigen Meßwerte den tatsächli
chen, fahrzeugseitig ermittelten Meßwerten angeglichen werden.
Sollten die Relationen der meßstreckenseitig ermittelten Meßwerte A: B: C: eine
unterschiedliche Relation gegenüber der Relation der fahrzeugseitigen Meßwerte
besitzen, können die Relationen der meßstreckenseitig ermittelten Meßwerte auch
untereinander gleich gelassen werden, und um einen Faktor erhöht werden, der
die meßstreckenseitigen Meßwerte im Durchschnitt auf die Höhe der tatsächli
chen, fahrzeugseitig ermittelten Gewichte bringt.
In gleicher Weise können zusätzlich oder auch statt dessen mit den im statischen
Zustand fahrzeugseitig ermittelten Meßwerten die bei dynamischer Verwiegung
meßstreckenseitig ermittelten Meßwerte verglichen werden, wobei wiederum die
selben Möglichkeiten zur Angleichung der meßstreckenseitigen Meßwerte an die
tatsächlichen fahrzeugseitig ermittelten Meßwerte besteht.
Sollte sich in der Zukunft herausstellen, daß sich ein bestimmter der Meßstrec
kenseitigen Meßwerte so verändert, daß die Relation A: B: C unter den meßstrec
kenseitigen Meßwerten über einen vorgegebenen Toleranzwert hinaus verändert
wird, so deutet dies eine Veränderung in der entsprechenden Meßstrecke, in die
sem Fall b, an und erfordert dort eine Nachbesserung oder Reparatur, entweder
mechanisch durch z. B. Zwischenlegen von Distanzplatten oder meßtechnische
Kompensierung des entsprechenden meßstreckenseitigen Meßwertes in der Aus
werteschaltung, um den meßstreckenseitig veränderten Meßwert 8' auf dessen
meßstreckenseitigen Sollwert B zu bringen.
1
Überfahrwaage
2
a, b, c Meßstrecke
3
a, b, c Rad
4
a, b Achse
5
Fahrschemel
6
Sensor
7
Schiene
8
Schwelle
9
Untergrund
10
Fahrtrichtung
11
Auswertungseinheit
12
Fahrzeug-Wiegevorrichtung
13
Höhenausgleichs-Vorrichtung
14
Lauffläche
20
' Rest
Claims (14)
1. Verfahren zum Eichen einer Überfahrwaage, insbesondere einer Schie
nenfahrzeug-Überfahrwaage, die mehrere in Fahrtrichtung (10) beabstandete akti
ve Meßstrecken (2a, 2b, . . .) umfaßt,
wobei
- a) die Achsen (4a, b, c) eines Fahrschemels (5) eines Referenz-Fahrzeuges (20) stillstehend so auf der Überfahrwaage (1) positioniert werden, daß die ein zelnen Achsen (4a, b, c) und deren Räder (3a, b, c) jeweils im Bereich einer aktiven Meßstrecke (2a, b, c) auf der Überfahrwaage (1) aufliegen,
- b) der so positionierte Fahrschemel (5) mittels der Überfahrwaage (1) statisch verwogen wird,
- c) anschließendes die Überfahrwaage (1) mit dem bereits statisch verwogenen Fahrschemel des Referenz-Fahrzeuges (20) überfahren wird und
- d) die Eichung der Überfahrwaage (1) durch Abgleich des bei der dynamischen Verwiegung angezeigten Gewichtes mit dem bei der statischen Verwiegung der gleichen Einheit ermittelten Gewicht erfolgt,
- 1. beim statischen Verwiegen des Referenzfahrzeuges (20) fahrzeugseitig die Last jeder Achse (4a, 4b, . . .) bzw. jedes Rades (3a, 3b, . . .) des Fahrsche mels (5) ermittelt und
- 2. die Eichung der Überfahrwaage für den dynamischen Wiegebetrieb durch Abgleich des bei der dynamischen Verwiegung an jeder Meßstrecke (2a, 2b, . . .) angezeigten Gewichts mit dem bei der statischen Verwiegung an jeder Meßstrecke fahrzeugseitig ermittelten Gewicht erfolgt.
2. Verfahren zum Eichen einer Überfahrwaage, insbesondere einer Schie
nenfahrzeug-Überfahrwaage, die mehrere in Fahrtrichtung (10) beabstandete akti
ve Meßstrecken (2a, 2b, . . .) umfaßt,
wobei
- a) die Achsen (4a, b, c) eines Fahrschemels (5) eines Referenz-Fahrzeuges (20) stillstehend so auf der Überfahrwaage (1) positioniert werden, daß die ein zelnen Achsen (4a, b, c) und deren Räder (3a, b, c) jeweils im Bereich einer aktiven Meßstrecke (2a, b, c) auf der Überfahrwaage (1) aufliegen,
- b) der so positionierte Fahrschemel (5) mittels der Überfahrwaage (1) statisch verwogen wird,
- c) anschließendes die Überfahrwaage (1) mit dem bereits statisch verwogenen Fahrschemel des Referenz-Fahrzeuges (20) überfahren wird und
- d) die Eichung der Überfahrwaage (1) durch Abgleich des bei der dynamischen Verwiegung angezeigten Gewichtes mit dem bei der statischen Verwiegung der gleichen Einheit ermittelten Gewicht erfolgt,
- 1. beim statischen Verwiegen des Referenzfahrzeuges (20) fahrzeugseitig die Last jeder Achse (4a, 4b, . . .) bzw. jedes Rades (3a, 3b, . . .) des Fahrsche mels (5) ermittelt und
- 2. mit den beim statischen Verwiegen des Referenzfahrzeuges messstrecken seitig ermittelten Lasten jeder Achse (4a, 4b, . . .) bzw. jedes Rades (3a, 3b, . . .) des Fahrschemels (5) verglichen werden und
- 3. die messstreckenseitig ermittelten Werte den fahrzeugseitig ermittelten Werten angepasst werden.
3. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Anpassen der Werte durch
rechnerische Anpassung dieser Werte, oder/und
Höhenausgleich zwischen dem Rad bzw. der Achse und dem Aufbau des Referenzfahrzeuges, insbesondere hydraulischen Höhenausgleich, und/oder
durch Höhenausgleich der Lauffläche der Schiene gegenüber dem Unter grund, insbesondere durch Unterlegen von Distanzelementen zwischen Schwelle und Schiene, erfolgt.
rechnerische Anpassung dieser Werte, oder/und
Höhenausgleich zwischen dem Rad bzw. der Achse und dem Aufbau des Referenzfahrzeuges, insbesondere hydraulischen Höhenausgleich, und/oder
durch Höhenausgleich der Lauffläche der Schiene gegenüber dem Unter grund, insbesondere durch Unterlegen von Distanzelementen zwischen Schwelle und Schiene, erfolgt.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
bei einer Schienenfahrzeug-Überfahrwaage die in Schienenrichtung auf gleicher
Längsposition liegenden Meßstrecken (2a, b) und damit auf gleicher Achse (4a, b)
liegenden Räder (3a, a', b, b') jeweils meßtechnisch als eine Einheit betrachtet
werden.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
die fahrzeugseitige Ermittlung der Lasten erfolgt durch Anordnung wenigstens je
einer Fahrzeugwiegevorrichtung (12a, 12b, . . .) zwischen jeder Achse (4a, 4b, . .)
und dem Rest (20') des Referenzfahrzeuges sowie Berechnung der Ist-Achslast
aus dem Meßergebnis der jeweiligen Fahrzeugwiegevorrichtung (12a, 12b, 12c,
. . .) und Addition des bekannten Gewichts der Achse abwärts von der jeweiligen
Fahrzeugwiegevorrichtung (12a, 12b, . . .).
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
die fahrzeugseitige Ermittlung der Lasten radvereinzelt als Radlast erfolgt, und
insbesondere eine Fahrzeugwiegevorrichtung (12a, 12a', 12b, 12b') zwischen je
dem Rad (3a, 3a', 3b, 3b') und dem Rest (20') des Referenzfahrzeuges (20) ange
ordnet ist und bei der Berechnung der Ist-Radlast das Rad-vereinzelte Gewicht
der Achse (4a, 4b, . . .) hinzuaddiert wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
beim Abgleich der durch die Meßstrecke ermittelten Gewichte mit den fahrzeug
seitig ermittelten Gewichten für jede Meßstrecke einzeln deren Meßwert an den
fahrzeugseitig ermittelten Meßwert angeglichen wird.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
beim Abgleich der durch die Meßstrecken ermittelten Gewichte mit den fahrzeug
seitig ermittelten Gewichten die Relationen der durch die einzelnen Meßstrecken
ermittelten Meßwerte zueinander unverändert gelassen wird, jedoch deren Abso
lutwerte jeweils um den gleichen Faktor zur Angleichung an die fahrzeugseitig er
mittelten Gewichte erhöht wird.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
zur laufenden Überprüfung der Meßgenauigkeit der Überfahrwaage im dynami
schen Verwiegebetrieb
nach der Eichung für die dynamische Verwiegung mittels Überfahren das Gewicht eines Rades bzw. einer Achse an den unterschiedlichen Meßstrec ken (2a, 2b, . . .) der Überfahrwaage (1) ermittelt und die Relation der so er mittelten Meßwerte für dieselbe Achse ermittelt wird, und
später die Relationen der durch die unterschiedlichen Meßstrecken festge stellten Gewichte derselben Achse eines anderen Fahrzeuges mit der an fänglichen Relation verglichen werden, und
bei signifikanter Abweichung einzelner Meßwerte über einen Toleranzwert hinaus die Relation dieses Meßwertes, also dieser Meßstrecke, kompensiert oder eine Neueichung der Überfahrwaage (1) durchgeführt wird.
nach der Eichung für die dynamische Verwiegung mittels Überfahren das Gewicht eines Rades bzw. einer Achse an den unterschiedlichen Meßstrec ken (2a, 2b, . . .) der Überfahrwaage (1) ermittelt und die Relation der so er mittelten Meßwerte für dieselbe Achse ermittelt wird, und
später die Relationen der durch die unterschiedlichen Meßstrecken festge stellten Gewichte derselben Achse eines anderen Fahrzeuges mit der an fänglichen Relation verglichen werden, und
bei signifikanter Abweichung einzelner Meßwerte über einen Toleranzwert hinaus die Relation dieses Meßwertes, also dieser Meßstrecke, kompensiert oder eine Neueichung der Überfahrwaage (1) durchgeführt wird.
10. Eichvorrichtung, bestehend aus
einer Überfahrwaage (1), insbesondere Schienenfahrzeug-Überfahrwaage, mit mehreren in Fahrtrichtung (10) beabstandeten aktiven Meßstrecken, die eine Justiervorrichtung für die Gewichtsanzeige der dynamischen Verwie gung umfassen und außer zur dynamischen Verwiegung auch zur statischen Verwiegung geeignet sind, und
einem Referenzfahrzeug mit wenigstens einem Fahrschemel (5) und wenig stens zwei Achsen (2a, 2b),
dadurch gekennzeichnet, daß
im Referenzfahrzeug (20) zwischen jeder Achse und dem darauf lastenden Teil des Aufbaus des Referenzfahrzeuges eine Fahrzeugwiegevorrichtung (12a, 12b, . . .) angeordnet ist, die den darauf lastenden Teil des Gewichts des Aufbaus mißt, und
der unterhalb dieser Fahrzeug-Wiegevorrichtung (12a, 12b), liegende und von dieser nicht mitgewogene Teil des Referenzfahrzeuges (20), also ins besondere die jeweilige Achse (4a, 4b, . . .), hinsichtlich ihres Gewichts be kannt ist.
einer Überfahrwaage (1), insbesondere Schienenfahrzeug-Überfahrwaage, mit mehreren in Fahrtrichtung (10) beabstandeten aktiven Meßstrecken, die eine Justiervorrichtung für die Gewichtsanzeige der dynamischen Verwie gung umfassen und außer zur dynamischen Verwiegung auch zur statischen Verwiegung geeignet sind, und
einem Referenzfahrzeug mit wenigstens einem Fahrschemel (5) und wenig stens zwei Achsen (2a, 2b),
dadurch gekennzeichnet, daß
im Referenzfahrzeug (20) zwischen jeder Achse und dem darauf lastenden Teil des Aufbaus des Referenzfahrzeuges eine Fahrzeugwiegevorrichtung (12a, 12b, . . .) angeordnet ist, die den darauf lastenden Teil des Gewichts des Aufbaus mißt, und
der unterhalb dieser Fahrzeug-Wiegevorrichtung (12a, 12b), liegende und von dieser nicht mitgewogene Teil des Referenzfahrzeuges (20), also ins besondere die jeweilige Achse (4a, 4b, . . .), hinsichtlich ihres Gewichts be kannt ist.
11. Eichvorrichtung, bestehend aus
einer Überfahrwaage (1), insbesondere Schienenfahrzeug-Überfahrwaage, mit mehreren in Fahrtrichtung (10) beabstandeten aktiven Meßstrecken, die eine Justiervorrichtung für die Gewichtsanzeige der dynamischen Verwie gung umfassen und außer zur dynamischen Verwiegung auch zur statischen Verwiegung geeignet sind, und
einem Referenzfahrzeug mit wenigstens einem Fahrschemel (5) und wenig stens zwei Achsen (2a, 2b),
dadurch gekennzeichnet, daß
im Referenzfahrzeug (20) zwischen jeder Achse und dem darauf lastenden Teil des Aufbaus des Referenzfahrzeuges eine Höhenausgleichsvorrich tung (13a, 13b, . . .) angeordnet ist, die die Höhe zwischen dem jeweiligen Rad bzw. der Achse und dem Aufbau des Referenzfahrzeuges verändern kann.
einer Überfahrwaage (1), insbesondere Schienenfahrzeug-Überfahrwaage, mit mehreren in Fahrtrichtung (10) beabstandeten aktiven Meßstrecken, die eine Justiervorrichtung für die Gewichtsanzeige der dynamischen Verwie gung umfassen und außer zur dynamischen Verwiegung auch zur statischen Verwiegung geeignet sind, und
einem Referenzfahrzeug mit wenigstens einem Fahrschemel (5) und wenig stens zwei Achsen (2a, 2b),
dadurch gekennzeichnet, daß
im Referenzfahrzeug (20) zwischen jeder Achse und dem darauf lastenden Teil des Aufbaus des Referenzfahrzeuges eine Höhenausgleichsvorrich tung (13a, 13b, . . .) angeordnet ist, die die Höhe zwischen dem jeweiligen Rad bzw. der Achse und dem Aufbau des Referenzfahrzeuges verändern kann.
12. Eichvorrichtung nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Höhenausgleichsvorrichtung (13a, 13b, . . .) eine hydraulische Höhenaus
gleichsvorrichtung (13a, 13b, . . .) ist.
13. Eichvorrichtung nach einem der vorhergehenden Vorrichtungsansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
Fahrzeug-Wiegevorrichtungen (12) und/oder Höhenausgleichsvorrichtungen (13a,
13b, . . .) zwischen jedem Rad (3a, 3a', 3b, 3b, 3b', . . .) und dem darauf lastenden
Teil des Aufbaus des Referenzfahrzeuges (20) angeordnet ist und der Gewichtsanteil
des darunter liegenden Teiles der Achse insbesondere des jeweiligen Ra
des (3a, 3a', . . .) bekannt ist.
14. Eichvorrichtung nach einem der vorhergehenden Vorrichtungsansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Fahrzeug-Wiegevorrichtungen (12a, 12b, . .) und/oder Höhenausgleichsvor
richtungen (13a, 13b, . . .) wenigstens für den Fall der statischen Verwiegung des
Referenzfahrzeuges auf der Überfahrwaage (1) mit der Auswertungseinheit (11)
zum Zwecke des Datenaustausches in Verbindung stehen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10115490A DE10115490C1 (de) | 2001-03-29 | 2001-03-29 | Verfahren und Vorrichtung zum Eichen einer Überfahrwaage |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10115490A DE10115490C1 (de) | 2001-03-29 | 2001-03-29 | Verfahren und Vorrichtung zum Eichen einer Überfahrwaage |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10115490C1 true DE10115490C1 (de) | 2002-06-06 |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE10115490A Expired - Fee Related DE10115490C1 (de) | 2001-03-29 | 2001-03-29 | Verfahren und Vorrichtung zum Eichen einer Überfahrwaage |
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|---|---|
| DE (1) | DE10115490C1 (de) |
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- 2001-03-29 DE DE10115490A patent/DE10115490C1/de not_active Expired - Fee Related
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