DE10114308A1 - Zahnstangen-Hilfskraftlenkung - Google Patents
Zahnstangen-HilfskraftlenkungInfo
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Abstract
Eine Zahnstangen-Hilfskraftlenkung, insbesondere für Kraftfahrzeuge, weist einen Elektromotor (8) und eine Zahnstange (3) auf, die mit gelenkten Rädern in Wirkverbindung steht. Zur Wandlung der Drehbewegung des Elektromotors (8) in eine Axialbewegung der Zahnstange (3) steht ein Antriebselement (12) des Elektromotors (8) in Triebverbindung mit der Zahnstange (3). Zur Wandlung der Drehbewegung in eine Axialbewegung ist ein Rollengewindetrieb (13) vorgesehen.
Description
Die Erfindung betrifft eine Zahnstangen-Hilfskraftlen
kung, insbesondere für Kraftfahrzeuge gemäß dem Ober
begriff von Anspruch 1.
Eine gattungsgemäße Zahnstangen-Hilfskraftlenkung ist
aus der EP 0 366 691 B1 bekannt.
Bei der gattungsgemäßen Hilfskraftlenkung wird die
Handlenkung durch einen Elektromotor unterstützt, der
mit der Zahnstange in Triebverbindung steht. Der Elek
tromotor dient dabei zur Servounterstützung der her
kömmlichen Lenkvorrichtung; bei der in üblicher Weise
ein Lenkwunsch von einem Lenkhandrad über eine Lenk
spindel auf ein Ritzel übertragen wird, das die Zahn
stange betätigt.
Zwischen dem Lenkspindelanschluß und dem Ritzel ist
eine Drehmoment-Meßeinrichtung eingebaut. Die Drehmo
ment-Meßeinrichtung erfaßt das Relativmoment zwischen
dem Lenkspindelanschluß und dem Ritzel und steuert
über einen Elektronik-Baustein den Antrieb des Elek
tromotors. Zur Wandlung der Drehbewegung in eine
Axialbewegung wird dabei ein Kugelumlaufgewinde einge
setzt.
Aus der Praxis sind außerdem Lenkungen bekannt, die,
insbesondere bei großen Lenkkräften und hohen Len
kachslasten einen Elektromotor aufweisen, der die
Zahnstange zentrisch umschließt. Hierzu wird ebenfalls
ein Kugelumlaufmechanismus eingesetzt, der direkt auf
die Schubstange wirkt. Diese Anordnungen werden auch
häufig bei Steer-by-wire und Hinterachslenksystemen
verwendet.
Bei den bekannten Zahnstangen-Hilfskraftlenkungen wird
der Kugeldurchmesser des Kugelumlaufgetriebes durch
die erforderlichen Axialkräfte bestimmt. Die Steigung
des Kugelumlaufgetriebes ergibt sich dabei aus dem Ku
geldurchmesser und das Drehmoment zur Erzeugung der
Axialkräfte wird durch die Steigung bestimmt. Infolge
dessen kann die Steigung nicht beliebig klein ausge
legt werden und der Elektromotor muß ein entsprechend
hohes Drehmoment zur Verfügung stellen können. In
nachteilhafter Weise wird somit das erforderliche
Drehmoment und folglich die Auslegung, Größe und die
Kosten des Elektromotors durch den Kugeldurchmesser
des Kugelumlaufgetriebes bestimmt. Dies macht ein ent
sprechendes Volumen des Elektromotors erforderlich,
der folglich auch einen entsprechenden Einbauraum be
nötigt. Ein derartiger Einbauraum steht jedoch auf
grund der verschiedenen anderen, in diesem Bereich an
geordneten Aggregate nur selten zur Verfügung.
Zum weiteren Stand der Technik wird ferner auf die
EP 0 101 579 B1 und die FR 2 596 722 A1 verwiesen.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde,
die Nachteile des Standes der Technik zu lösen, insbe
sondere eine Zahnstangen-Hilfskraftlenkung zu schaf
fen, die eine Übersetzung zur Wandlung der Drehbewe
gung in eine Axialbewegung unabhängig von Axialkräften
und geometrischen Gegebenheiten ermöglicht, und die
eine bezüglich Leistung, Wirkungsgrad, Größe und Ko
sten optimierte Auslegung des Elektromotors ermög
licht.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die kenn
zeichnenden Merkmale des Hauptanspruchs gelöst.
Dadurch, daß zur Wandlung der Drehbewegung des Elek
tromotors in eine Axialbewegung der Zahnstange ein
Rollengewindetrieb vorgesehen ist, kann die Überset
zung zur Wandlung der Drehbewegung in eine Axialbewe
gung unabhängig von den Axialkräften und geometrischen
Gegebenheiten gewählt werden. In nicht naheliegender
Weise hat der Erfinder die Vorzüge des Einsatzes eines
Rollengewindetriebes, wie er beispielsweise in dem
SKF-Rollengewindegetriebe-Katalog 3793 T beschrieben
ist, für den Einsatz in Zahnstangen-
Hilfskraftlenkungen erkannt. Durch die unabhängig von
Tragfähigkeit und Geometrie des Getriebes frei wählba
re Übersetzung kann die Auslegung des Elektromotors
bezüglich Leistung, Wirkungsgrad und Kosten optimiert
werden.
Dadurch, daß sich mit dem erfindungsgemäßen Einsatz
des Rollengewindegetriebes wesentlich größere Überset
zungen darstellen lassen, kann das vom Elektromotor
aufzubringende Drehmoment deutlich reduziert werden.
Erfindungsgemäß kann ferner vorgesehen sein, daß ein
Rotor des Elektromotors kraftschlüssig mit dem An
triebselement verbunden ist.
Durch die kraftschlüssige Verbindung zwischen dem Ro
tor des Elektromotors und dem Antriebselement entsteht
in vorteilhafter Weise beim Überschreiten eines be
stimmten Drehmoments z. B. am mechanischen Endanschlag
des Zahnstangen-Lenkgetriebes ein Schlupf, wodurch die
mechanischen Teile vor übermäßiger Belastung geschützt
werden. Darüber hinaus können Fluchtungs- und Tole
ranzfehler, die beispielsweise durch verschiedene La
gerungen entstehen, ausgeglichen werden.
Von Vorteil ist es, wenn das Antriebselement als Mut
terteil ausgebildet ist, das mittels einem kraft
schlüssigen Verbindungselement mit einer Antriebswelle
des Elektromotors in Verbindung steht und das kraft
schlüssige Verbindungselement als wellenförmiges
Federelement ausgebildet ist.
Ein wellenförmiges Federelement ist besonders kosten
günstig herstellbar und handhabbar.
In einer Ausführungsform kann vorgesehen sein, daß der
Rollengewindetrieb mit Rollenrückführung ausgebildet
ist. Eine Ausgestaltung des Rollengewindetriebs mit
Rollenrückführung eignet sich in besonderem Maße für
kleine Übersetzungen.
In einer alternativen Ausgestaltung kann vorgesehen
sein, daß der Rollengewindetrieb ohne Rollenrückfüh
rung ausgebildet ist.
Der Rollengewindetrieb kann in einer weiteren Variante
als Planeten-Wälz-Getriebe ausgebildet sein.
In besonders vorteilhafter Weise läßt sich mit einem
Planeten-Wälz-Getriebe jede beliebige Übersetzung rea
lisieren, da die Planeten im Vergleich zu einem her
kömmlichen Rollengewindetrieb einen Freiheitsgrad mehr
ermöglichen und prinzipiell sogar negative Übersetzun
gen, d. h. eine Drehrichtungsumkehr realisierbar ist.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der
Erfindung ergeben sich aus den weiteren Unteransprü
chen und aus dem nachfolgend anhand der Zeichnung
prinzipmäßig beschriebenen Ausführungsbeispiel
Es zeigt
Fig. 1 einen Schnitt durch eine erfindungsgemäße
Zahnstangen-Hilfskraftlenkung; und
Fig. 2 einen Teilschnitt gemäß der Linie II-II der
Fig. 1 mit einer rohrförmigen Weiterbildung
einer Antriebswelle, einem Federelement, ei
nem Mutterteil und einer Gewindespindel.
Fig. 1 zeigt eine Zahnstangen-Hilfskraftlenkung mit
einem Zahnstangen-Lenkgetriebe 1, das ein Antriebsrit
zel 2 und eine Zahnstange 3 aufweist. Das Antriebsrit
zel 2 steht dabei in üblicher Weise in Eingriff mit
der Zahnstange 3.
Wie ebenfalls aus Fig. 1 ersichtlich, ist das An
triebsritzel 2 über einen Lenkspindelanschluß 4 mit
einer nicht näher dargestellten Lenkhandhabe zur Über
mittlung eines Lenkwunsches verbunden. Die Zahnstange
3 ist in bekannter Weise über ein Lenkgestänge 5 und 6
mit nicht näher dargestellten Rädern verbunden.
Zwischen dem Lenkspindelanschluß 4 und dem Antriebs
ritzel 2 ist eine Drehmoment-Meßeinrichtung 7 einge
baut, die das Relativmoment zwischen dem Lenkspin
delanschluß 4 und dem Antriebsritzel 2 erfaßt. Anhand
des erfaßten Relativmoments wird über einen nicht dar
gestellten Elektronikbaustein ein Elektromotor 8 ge
steuert.
Wie in Fig. 1 erkennbar, ist die Zahnstange 3 in einem
Bereich 9 als Gewindespindel 10 ausgebildet. Die Ge
windespindel 10 bildet dabei gemeinsam mit rollenför
migen Wälzelementen 11 und einem Antriebselement 12
des Elektromotors 8 ein Rollengewindetrieb 13. Die Ge
windespindel 10 steht über die rollenförmigen Wälzele
mente 11 mit dem Antriebselement 12 des Elektromotors
8 in trieblicher Verbindung.
Durch den derart gebildeten Rollengewindetrieb 13 läßt
sich die Drehbewegung des Elektromotors 8 einfach und
zuverlässig in eine Axialbewegung der Zahnstange 3 um
wandeln.
In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist das An
triebselement des Elektromotors 8 als Mutterteil 12
ausgebildet, das mittels einem kraftschlüssigen Ver
bindungselement 14 mit einer Antriebswelle 15 des
Elektromotors in Verbindung steht. Die Antriebswelle
15 ist dabei drehfest mit einem Rotor 16 verbunden.
Wie aus Fig. 1 und Fig. 2 ersichtlich, ist das kraft
schlüssige Verbindungselement 14 zwischen dem Mutter
teil 12 und einer rohrförmigen Weiterbildung 17 der
Antriebswelle 15 angeordnet. Dabei ist das kraft
schlüssige Verbindungselement in dem dargestellten
Ausführungsbeispiel als wellenförmiges Federelement 14
(Fig. 2) ausgebildet. Durch eine Ausbildung als wel
lenförmiges Federelement 14 wird eine besonders vor
teilhafte, zuverlässige und konstruktiv einfach zu er
stellende kraftschlüssige Verbindung zur Übertragung
des Drehmoments zwischen dem Mutterteil 12 und dem Ro
tor 16 des Elektromotors 8 erstellt. Zum einen ent
steht dadurch beim Überschreiten eines bestimmten
Drehmoments z. B. am mechanischen Endanschlag des Zahn
stangen-Lenkgetriebes 1 ein Schlupf zwischen dem Mut
terteil 12 und dem Rotor 16, wodurch mechanische Teile
vor übermäßiger Belastung bzw. Beschädigung geschützt
werden. Zum anderen können Fluchtungs- und Toleranz
fehler zwischen dem Mutterteil 12, welches über die
rollenförmigen Wälzelemente 11 gelagert ist, und einer
Lagerung 18 der Antriebswelle 15 ausgeglichen werden.
In alternativen Ausführungsformen kann der Rollenge
windetrieb 13 mit oder ohne Rollenrückführung ausge
bildet sein. Bezüglich einem hohen Freiheitsgrad und
der Möglichkeit, eine beliebige Übersetzung wählen zu
können, hat sich eine Ausbildung des Rollengewinde
triebs als Planeten-Wälz-Getriebe 13 als besonders
vorteilhaft herausgestellt. Rollerigewindetriebe bzw.
Planeten-Wälz-Getriebe 13 sind prinzipiell bekannt und
beispielsweise in dem SKF-Rollengewindegetriebe-
Katalog 3793 T beschrieben.
Claims (11)
1. Zahnstangen-Hilfskraftlenkung, insbesondere für
Kraftfahrzeuge, mit einem Elektromotor und mit ei
ner Zahnstange, die mit gelenkten Rädern in Wirk
verbindung steht, wobei zur Wandlung der Drehbewe
gung des Elektromotors in eine Axialbewegung der
Zahnstange ein Antriebselement des Elektromotors
in Triebverbindung mit der Zahnstange steht,
dadurch gekennzeichnet, daß
zur Wandlung der Drehbewegung in eine Axialbewe
gung ein Rollengewindetrieb (13) vorgesehen ist.
2. Zahnstangen-Hilfskraftlenkung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Rollengewindetrieb (13) rollenförmige Wälzele
mente (11) aufweist, die eine triebliche Verbin
dung zwischen dem Antriebselement (12) des Elek
tromotors (8) und der Zahnstange (3) bilden.
3. Zahnstangen-Hilfskraftlenkung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Zahnstange (3) im Bereich der rollenförmigen
Wälzelemente (11) als Gewindespindel (10) ausge
bildet ist.
4. Zahnstangen-Hilfskraftlenkung nach Anspruch 1, 2
oder 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
ein Rotor (16) des Elektromotors (8) kraftschlüs
sig mit dem Antriebselement (12) verbunden ist.
5. Zahnstangen-Hilfskraftlenkung nach einem der An
sprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Antriebselement als Mutterteil (12) ausgebil
det ist, das mittels einem kraftschlüssigen Ver
bindungelement (14) mit einer Antriebswelle (15)
des Elektromotors (8) in Verbindung steht.
6. Zahnstangen-Hilfskraftlenkung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Antriebswelle (15) drehfest mit dem Rotor (16)
des Elektromotors (8) verbunden ist.
7. Zahnstangen-Hilfskraftlenkung nach Anspruch 5 oder
6,
dadurch gekennzeichnet, daß
das kraftschlüssige Verbindungselement als Feder
element (14) ausgebildet ist.
8. Zahnstangen-Hilfskraftlenkung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Federelement (14) wellenförmig ausgebildet
ist.
9. Zahnstangen-Hilfskraftlenkung nach einem der An
sprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Rollengewindetrieb (13) mit Rollenrückführung
ausgebildet ist.
10. Zahnstangen-Hilfskraftlenkung nach einem der An
sprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Rollengewindetrieb (13) ohne Rollenrückführung
ausgebildet ist.
11. Zahnstangen-Hilfskraftlenkung nach einem der An
sprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Rollengewindetrieb als Planeten-Wälz-Getriebe
(13) ausgebildet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2001114308 DE10114308A1 (de) | 2001-03-23 | 2001-03-23 | Zahnstangen-Hilfskraftlenkung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2001114308 DE10114308A1 (de) | 2001-03-23 | 2001-03-23 | Zahnstangen-Hilfskraftlenkung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10114308A1 true DE10114308A1 (de) | 2001-08-16 |
Family
ID=7678733
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2001114308 Withdrawn DE10114308A1 (de) | 2001-03-23 | 2001-03-23 | Zahnstangen-Hilfskraftlenkung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10114308A1 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2006111456A1 (de) * | 2005-04-19 | 2006-10-26 | Zf Lenksysteme Gmbh | Servolenkung mit elastisch gelagertem kugelumlauf-spindel-getriebe |
| WO2019242963A1 (de) * | 2018-06-18 | 2019-12-26 | Zf Friedrichshafen Ag | Steer-by-wire-lenkung mit einem spindelantrieb |
| US12060114B2 (en) | 2018-08-16 | 2024-08-13 | Thyssenkrupp Presta Ag | Steering gear for a steer-by-wire steering system |
| US12103604B2 (en) | 2018-08-21 | 2024-10-01 | Thyssenkrupp Presta Ag | Steer-by-wire steering gear having a hollow shaft motor and a ball screw drive |
-
2001
- 2001-03-23 DE DE2001114308 patent/DE10114308A1/de not_active Withdrawn
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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