DE10114065A1 - Türschloß - Google Patents
TürschloßInfo
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Abstract
Ein Türschloß (10), beispielsweise zum Einbau in Kraftfahrzeugtüren, besitzt eine Sperrklinke (22), eine Drehfalle (14) und ein Entriegelungselement (34), mit Hilfe dessen die Sperrklinke (22) aus dem Eingriff mit der Drehfalle (14) ausrückbar ist. Um einen einfachen Aufbau zu ermöglichen, wird vorgeschlagen, die Sperrklinke (22) schwenkbar an einem Drehelement (18) zu lagern, das auf der gleichen Drehachse wie die Drehfalle (14) schwenkbar gelagert ist. Bei einem derartigen Türschloß läßt sich in besonders einfacher Weise eine Zuziehhilfe realisieren, deren Antrieb auf das Drehelement (18) wirkt, um die Drehfalle (14) von einer Vorratsstellung in die Hauptraststellung mitzunehmen.
Description
Die Erfindung befaßt sich mit einem Türschloß, insbesondere zum Einsatz in
Kraftfahrzeugtüren oder -hauben, mit einer Sperrklinke, einer Drehfalle und ei
nem Entriegelungselement, mit Hilfe dessen die Freigabe der Drehfalle bewirk
bar ist.
Bisher sind Lösungen üblich, bei welchen die Sperrklinke und die Drehfalle an
getrennten Lagerstellen an einem Gehäuse, Rahmen oder dergleichen gelagert
sind. Hierdurch kann sich ein erhöhter Montageaufwand ergeben und bei der
Herstellung des Gehäuses Rahmens oder dergleichen ist ein erhöhter Auf
wand erforderlich. Die getrennten Lagerstellen führen im allgemeinen auch zu
einem vergrößerten Platzbedarf bei der Ausbildung des Türschlosses.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein Türschloß zu
schaffen, dessen Aufbau gegenüber bekannten Lösungen vereinfacht ist.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch ein Türschloß der eingangs be
schriebenen Art gelöst, bei welchem die Sperrklinke schwenkbar an einem
Drehelement gelagert ist, das auf der gleichen Drehachse schwenkbar gelagert
ist, wie die Drehfalle.
Durch die erfindungsgemäße Lageranordnung der Sperrklinke, des Drehele
ments und der Drehfalle ergeben sich eine Vielzahl konstruktiver Möglichkeiten.
Zunächst ist darauf hinzuweisen, daß über das Drehelement die Sperrklinke
und die Drehfalle um eine gemeinsame Drehachse an dem Gehäuse, Rahmen
oder dergleichen des Türschlosses gelagert sind, so daß sich diesbezüglich ein
konstruktiv einfacherer Aufbau ergibt. Da die Einheit aus Drehelement und
Sperrklinke beispielsweise im verrasteten Zustand gemeinsam mit der Drehfalle
verschwenkt, läßt sich durch die gemeinsame Drehachse auch ein verringerter
Raumbedarf des Türschlosses erreichen.
Vorzugsweise sind in der mit der Drehfalle verriegelten Stellung der Sperrklinke
die Drehfalle und das Drehelement im wesentlichen drehstarr zueinander ge
meinsam in einer Hauptraststellung des Türschlosses einrastbar. Eine derartige
Lösung bedeutet eine Abkehr von dem bisher üblichen Prinhip, wonach die
Hauptraststellung des Türschlosses und die fast immer gewünschte Vorrast
stellung durch zwei unterschiedliche Relativpositionen zwischen der Sperrklinke
und der Drehfalle realisiert sind. Beispielsweise kann bei dem erfindungsgemä
ßen Türschloß entsprechend eine Relativbewegung bis zum Erreichen der Vor
raststellung erfolgen, in welcher die Sperrklinke mit einer entsprechenden
Rastnase der Drehfalle verrastet und anschließend werden die Sperrklinke, das
Drehelement und die Drehfalle gemeinsam in die Hauptraststellung verdreht.
Bei einer derartigen bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das
Drehelement zwischen einer ersten Stellung, die bei mit der Drehfalle verrie
gelter Sperrklinke eine Vorraststellung des Schlosses definiert, und einer zwei
ten Stellung verschwenkbar, die der Hauptraststellung des Schlosses ent
spricht.
Ein besonderer Vorteil des erfindungsgemäßen Türschlosses liegt bei einer
derartigen Ausbildung darin, daß mit minimalem Mehraufwand eine automati
sche Zuziehhilfe realisierbar ist, wobei in bevorzugter Weiterbildung der Erfindung
ein Antrieb mit dem Drehelement gekoppelt ist, mit Hilfe dessen die
Drehfalle bei eingerasteter Sperrklinke in die Hauptraststellung bewegbar ist.
Die funktionale Trennung von Vorrast- und Hauptraststellung hat ferner den
Vorteil, daß Hilfsöffnungen und normale Öffnungen durch Lösen der relativen
Verrastung zwischen der Sperrklinke und Drehfalle schnell und sicher auslös
bar sind, worauf später noch im Zusammenhang mit dem Entriegelungselement
eingegangen wird.
Um nicht nur eine Mitnahme der Drehfalle durch Verdrehen des Drehelements
mit der eingerasteten Sperrklinke zu ermöglichen, sondern im Falle eines fes
ten Zuschlagens beispielsweise einer Kraftfahrzeugtür oder eines Versagens
eines eventuell vorgesehenen Antriebs der Zuziehhilfe sicherzustellen, daß
auch das Drehelement in seine Endposition gelangt, ist vorzugsweise ein Mit
nehmer zwischen der Drehfalle und dem Drehelement vorgesehen, der für eine
Mitnahme des Drehelements bei einer Bewegung der Drehfalle in die Schließ
stellung sorgt, beispielsweise durch den Schließbügel einer Fahrzeugtür.
Vorzugsweise sind Federelemente vorgesehen, die nach dem Entriegeln der
Vorraststellung oder der Hauptraststellung die Drehfalle und/oder das Dreh
element in ihre Ausgangsstellungen bewegen.
Zweckmäßig kann es unter Umständen auch sein, zwischen der Sperrklinke
und dem Drehelement einer Feder vorzusehen, die auf die Sperrklinke eine
Kraft in Richtung der verriegelten Stellung mit der Drehfalle ausübt, um ein si
cheres Verrasten in der Vorrast- und/oder Hauptraststellung zu erreichen, wo
bei die Kraft in Richtung der verriegelten Stellung auch beispielsweise durch
das Entriegelungselement auf die Sperrklinke aufgebracht werden kann.
In einer bevorzugten Ausbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß das Entrie
gelungselement schwenkbar gelagert ist und die Sperrklinke beim Verschwenken
in die Entriegelungsstellung in eine Lage mitnimmt, in welcher sie außer
halb des Eingriffes der Drehfalle ist.
Eine derartige Ausbildung des Entriegelungselements hat den Vorteil, daß - wie
bereits angedeutet - allein durch Aufheben des Eingriffes zwischen Sperrklinke
und Drehfalle jederzeit ein Öffnen der Drehfalle ermöglicht ist, unabhängig da
von, ob es sich um einen regulären Öffnungsvorgang oder um eine Notöffnung
handelt, beispielsweise weil zwischen der Tür und dem Rahmen ein Gegen
stand verklemmt ist. Mit anderen Worten gesagt ist das Lösen der Drehfalle
jederzeit durch Entriegeln der Sperrklinke möglich, unabhängig davon, ob sich
die Einheit aus Sperrklinke, Drehelement und Drehfalle in einer der Vorrast
stellung, der Hauptraststellung oder einer Zwischenstellung entsprechenden
Drehwinkellage befindet.
Zur Erhöhung der Funktionssicherheit ist in weiterer bevorzugter Ausbildung
der Erfindung vorgesehen, daß die Sperrklinke an dem Entriegelungselement
geführt ist, beispielsweise in einer Kulisse in dem Entriegelungselement, in wel
che ein mit der Sperrklinke verbundener Führungsbolzen ragt. Die Kulisse sorgt
für eine in allen Stellungen genau definierte Lage der Sperrklinke mit Bezug auf
das Entriegelungselement und ermöglicht jederzeit ein Entriegeln der Sperrklin
ke durch Verschwenken des Entriegelungselements unabhängig von der Win
kelstellung der Einheit aus Drehelement und Sperrklinke. Damit kann zu jedem
Zeitpunkt ein Öffnungsvorgang auch zur hilfsweisen Öffnung während des Zu
ziehvorganges erfolgen.
Die bereits zuvor erwähnte Hauptraststellung, die durch ein Verrasten der ver
riegelten Einheit aus Sperrklinke, Drehelement und Drehfalle erreicht wird, ist in
einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung dadurch reali
siert, daß das Entriegelungselement mit der Sperrklinke und/oder dem Drehe
lement zur Definition dieser Hauptraststellung verrastbar ist. Damit kann durch
ein Betätigen des Entriegelungselements nicht nur die Verriegelung zwischen
der Sperrklinke und der Drehfalle aufgehoben werden, sondern auch die Ver
riegelung des Drehelements zur Definition der Hauptraststellung.
Eine besonders bevorzugte Ausgestaltung sieht dabei vor, daß die Raste zum
Verrasten des Entriegelungselements mit der Sperrklinke und/oder dem
Drehelement durch eine Knickstelle in der Führungskulisse gebildet ist, so daß
insoweit keine zusätzliche Elemente erforderlich sind. Je nach Geometrie kann
diese Raststelle durch eine Senke, Hinterschneidung, Radiusänderung oder
dergleichen der Führungskulisse realisiert sein, so daß durch die Selbsthem
mung des Führungsbolzens der Sperrklinke die Hauptraststellung sicher ge
halten wird.
Um einen sicheren Halt in der Schließstellung sicherzustellen, ist vorzugsweise
ein Federelemente vorgesehen, daß auf das Entriegelungselement eine Kraft
entgegen der Entriegelungsrichtung ausübt.
Eine weitere bevorzugte Maßnahme betrifft einen feststehenden Anschlag, der
in der Entriegelungsstellung zur Aufhebung der Verrastung der Sperrklinke mit
dem Entriegelungselement auf diese wirkt. Während durch Betätigen des Ent
riegelungselements zunächst die Verrastung zwischen der Sperrklinke und der
Drehfalle zum sicheren und schnellen Einleiten des Öffnungsvorganges erreicht
werden soll, ist es für die Funktionssicherheit des Schlosses notwendig, auch
die Verrastung zwischen dem Entriegelungselement und der Sperrklinke durch
das Betätigen des Entriegelungselements sicher aufheben zu können. Da im
Falle einer selbsthemmenden Verrastung, beispielsweise in einer entsprechend
geformten Führungskulisse, unter Umständen ein Aufheben durch Verschwen
ken des Entriegelungselements allein nicht immer sicher gewährleistet ist, wozu
auch Verschleiß und Verschmutzung beitragen können, dient der Anschlag als
zusätzliche Sicherheit zum unterstützenden Ausrücken der Sperrklinke aus der
Verrastung mit dem Entriegelungselement.
Unterstützend kann es hierbei ferner zweckmäßig sein, wenn die Drehfalle ei
nen Nocken aufweist, der beim Verschwenken in ihre geöffnete Stellung auf
das Entriegelungselement zur Freigabe der Sperrklinke wirkt. Durch diese
Maßnahme kann auch der notwendige Hub zum Entriegeln des Türschlosses
verringert werden, da durch das Verschwenken des Entriegelungselements
lediglich noch die Sperrklinke aus der Drehfalle ausgerückt werden muß, wäh
rend anschließend die Drehfalle das Entriegelungselement durch ihre Feder
vorbelastung weiter nach außen verschwenkt, um das Aufheben der Verra
stung zwischen Sperrklinke und Entriegelungselement zu unterstützen oder
überhaupt erst auszulösen.
Nachfolgend wird anhand der beigefügten Zeichnungen näher auf ein Ausfüh
rungsbeispiel der Erfindung eingegangen. Es zeigen:
Fig. 1 eine Prinzipskizze eines Türschlosses in geöffneter Stellung;
Fig. 2 eine Darstellung des Türschlosses nach Fig. 1 beim Erreichen der
Vorraststellung;
Fig. 3 eine Darstellung des Schlosses nach Fig. 1 in der Verriegelungs
stellung;
Fig. 4 eine Einzelheit aus Fig. 3;
Fig. 5 eine Darstellung des Türschlosses nach Fig. 1 zu Beginn des Öff
nungsvorganges;
Fig. 6 eine Darstellung des Türschlosses nach Fig. 1 während des Auf
schnappens der Drehfalle;
Fig. 7 eine Darstellung des Türschlosses während eines Hilfsöffnungsvor
ganges.
In Fig. 1 ist der Aufbau eines Türschlosses 10 schematisch skizziert. Das Tür
schloß besitzt ein Gehäuse 12, das beispielsweise mit einer Fahrzeugtür verschraubt
ist. An dem Gehäuse 12 ist eine Drehfalle 14 schwenkbar gelagert,
die mit einem beispielsweise an der Karosserie vorgesehenen Schließbügel
zusammenwirkt und in der Schließstellung (siehe Fig. 3) die Tür geschlossen
hält und in ihrer geöffneten Stellung (siehe Fig. 6) den Schließbügel freigibt. Die
Drehfalle 14 ist mit Hilfe einer Feder (nicht gezeigt) in Richtung ihrer geöffneten
Stellung (d. h. im Gegenuhrzeigersinn im Sinne der Darstellung) vorbelastet, so
daß die Drehfalle 14 nach erfolgter Freigabe selbsttätig aufspringt.
Auf der Drehachse 16 der Drehfalle 14 ist ferner ein Drehelement 18 gelagert,
an welchem über ein Gelenk 20 eine Sperrklinke 22 schwenkbar gelagert ist.
Die Sperrklinke 22 besitzt eine Rastnase 24, die mit einem Vorsprung bzw.
Nocken 26 der Drehfalle 14 verrastbar ist, wobei durch eine Beschränkung des
möglichen Drehwinkels des Drehelements 18 durch ein Ende 28 einer Füh
rungsnut 30 in dem Gehäuse 12, das mit einem mit dem Drehelement 18 in
Verbindung stehenden Bolzen 32 zusammenwirkt, bei eingerasteter Sperrklinke
22 eine Vorraststellung (siehe auch Fig. 2) definierbar ist. Auch auf das Drehe
lement 18 wirkt ein vorbelastetes Federelement (nicht erkennbar), wodurch es
in freigegebenem Zustand in die Vorraststellung bewegt wird, wobei sich der
Bolzen 32 an das Ende 28 der Führungsnut 30 anlegt.
Das Türschloß 10 läßt sich auf besonders einfache Weise mit einer motori
schen Zuziehhilfe kombinieren, die das Drehelement 18 aus der Vorraststellung
in eine Hauptraststellung bewegen kann (im Sinne der Darstellung im Uhrzei
gersinn), wobei die verrastete Sperrklinke 22 über den Nocken 26 die Drehfalle
14 in ihre Schließstellung (siehe Fig. 3) mitnimmt. Andererseits ist zwischen der
Drehfalle 14 und dem Drehelement 18 ein Mitnehmer (nicht sichtbar) vorgese
hen, mit Hilfe dessen die Drehfalle 14 bei fehlender, nicht aktivierter oder de
fekter Zuziehhilfe das Drehelement in die Hauptraststellung mitnehmen kann,
wenn sie durch den Schließbügel beispielsweise beim festen Zuschlagen der
Tür mitgenommen wird.
Die Hauptraststellung ist durch eine Verrastung zwischen der Sperrklinke 22
und einem ebenfalls an dem Gehäuse 12 schwenkbar gelagerten Entriege
lungselement 34 ausgebildet, worauf später noch im Detail eingegangen wird.
Die Sperrklinke 22 verfügt über einen Mitnehmerbolzen 36, der in einer Füh
rungskulisse 38 geführt ist, die in dem Entriegelungselement 34 ausgespart ist.
Die Führungskulisse 38 ist so ausgebildet, daß sie ein Verschwenken des
Drehelements zwischen der Vorrast- und Hauptraststellung ermöglicht, ohne
daß die Sperrklinke radial nach außen verschwenkt wird, d. h. die Sperrklinke
22 bleibt beim Verschwenken im mit der Drehfalle verrasteten Zustand.
Die Hauptraststellung ist durch einen Knick 40 in der Führungskulisse 38 reali
siert, aufgrund dessen das Entriegelungselement 34 unter der Last einer Vor
spannfeder (nicht gezeigt) im Gegenuhrzeigersinn im Sinne der Darstellung
verschwenkt, so daß der Mitnehmerbolzen 36 unter der Wirkung der Rück
stellfeder des Drehelements 18 selbsthemmend in dem Knick 40 zur Anlage
kommt und dadurch die Hauptraststellung definiert ist.
Ausgehend von der in Fig. 1 gezeigten, durch Verschwenken des Entriege
lungselements 34 im Uhrzeigersinn im Sinne der Darstellung entriegelten Stel
lung des Türschlosses 10 wird in Fig. 2-6 ein Schließ- und Öffnungszyklus des
Türschlosses 10 dargestellt.
Während im geöffneten Ausgangszustand die Rastnase 24 auf der Umfangs
fläche der Drehfalle 14 ruht und daher das Drehelement 18 bezüglich der
Drehfalle 14 nicht drehstarr verriegelt ist, kann beim Schließen der Fahrzeugtür
der relativ zur Drehfalle 14 bewegte Schließbügel letztere im Uhrzeigersinn im
Sinne der Darstellung mitnehmen, bis die Sperrklinke 22 unter der Wirkung der
Vorspannfeder des Entriegelungselements 34, die über die Wandung der Füh
rungskulisse 38 und den Mitnehmerbolzen 36 auf die Sperrklinke 22 wirkt, mit
ihrer Rastnase 24 radial nach innen über den Vorsprung bzw. Nocken 26
schnappen. Die dadurch erreichte Vorraststellung, in welcher die Tür ohne Be
tätigung des Entriegelungshebels bereits nicht mehr geöffnet werden kann, ist
in Fig. 2 dargestellt.
In dieser Vorraststellung kann mit Hilfe eines Mikroschalters (nicht gezeigt) die
motorische Zuziehhilfe aktiviert werden, die auf das Drehelement 18 wirkt und
über die verrastete Sperrklinke 22 die Drehfalle 14 im Uhrzeigersinn im Sinne
der Darstellung in die Hauptraststellung mitnimmt. In dieser Hauptraststellung
rückt das Entriegelungselement 34 unter der Wirkung seiner Vorspannfeder mit
dem Knick 40 der Führungskulisse 38 vor den Mitnehmerbolzen 36 und hindert
dadurch die verrastete Einheit aus Sperrklinke 22, Drehelement 18 und Dreh
falle 14 am erneuten Aufschnappen. Eine Einzelheit der durch den Knick 40
gebildeten Hinterschneidung der Führungskulisse 38 ist in Fig. 4 dargestellt.
Bei einem regulären Öffnungsvorgang der Tür durch Betätigen eines Türgriffes
wird das Entriegelungselement 34 gegen die Last seiner Vorspannfeder im
Uhrzeigersinn verschwenkt, wodurch die Führungskulisse 38 über den Mitneh
merbolzen 36 eine Mitnahme der Sperrklinke 22 radial nach außen erfolgt, so
daß die Rastnase 24 aus dem Eingriff des Nockens 26 gelangt (siehe Fig. 5).
Die Drehfalle 14 ist nunmehr frei, unter der Wirkung ihrer Vorspannfeder aufzu
schnappen und den Schließbügel freizugeben, so daß die Tür geöffnet werden
kann. Beim Aufschnappen der Drehfalle 14 drückt der Nocken 26 das Entrie
gelungselement 34 zusätzlich nach außen, so daß auch die Freigabe der durch
den Knick 40 im Zusammenwirken mit dem Mitnehmerbolzen 36 geschaffenen
Hauptraststellung sichergestellt wird.
Unterstützt wird die Aufhebung der Hauptraststellung durch einen Anschlag 42,
an welchen sich die Sperrklinke 22 anlegt, so daß sie an einem weiteren Ver
schwenken gemeinsam mit dem Entriegelungselement 34 gehindert ist und ein
Ausrücken des Mitnehmerbolzens 36 aus dem Knick 40 unter allen Umständen
gewährleistet ist. Nach dem Ausrücken bewegt die Rückstellfeder des Drehelements
18 dieses im Gegenuhrzeigersinn, so daß wiederum die in Fig. 1 ge
zeigte Ausgangsstellung erreicht wird, wobei die Lage der Drehfalle 14 in Fig. 1
nicht dem vollständig aufgeschnappten Zustand mit freiem Schließbügel, son
dern einer bereits leicht eingedrehten Stellung entspricht, beispielsweise bei
angelehnter Fahrzeugtür. Entscheidend ist, daß beim Öffnungsvorgang zu
nächst die relative Verrastung zwischen dem Drehelement und der Drehfalle
aufgehoben wird und erst nachträglich eine Aufhebung auch der durch den
Knick 40 in der Führungskulisse 38 definierten Hauptraststellung bewirkt wird.
Diese Konzeption hat auch den Vorteil, daß durch einfaches Betätigen des Ent
riegelungselements 34 in jeder beliebigen Stellung des Türschlosses, also bei
spielsweise auch während eines motorischen Zuziehvorgangs zwischen der
Vorraststellung und der Hauptraststellung (siehe Fig. 7) ein Hilfsöffnungsvor
gang möglich ist, der zu einer sofortigen Freigabe der Drehfalle und damit ei
nem Aufspringen des Türschlosses führt. Hierdurch kann eine eventuelle Ver
letzungsgefahr bei eingeklemmten Fingern minimiert werden und auch im Falle
von verklemmten Gegenständen zwischen Tür und Türrahmen bietet diese
schnelle Öffnungsmöglichkeit den Vorteil, daß Beschädigungen des Antriebes
durch Überlastung nahezu ausgeschlossen werden können.
Claims (16)
1. Türschloß, insbesondere zum Einbau in Kraftfahrzeugtüren oder -hauben,
mit einer Sperrklinke (22), einer Drehfalle (14) und einem Entriegelungs
element (34), mit Hilfe dessen die Freigabe der Drehfalle (14) bewirkbar
ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrklinke (22) schwenkbar an
einem Drehelement (18) gelagert ist, das auf der gleichen Drehachse wie
die Drehfalle (14) schwenkbar gelagert ist.
2. Türschloß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der mit der
Drehfalle (14) verriegelten Stellung der Sperrklinke (22) die Drehfalle (14)
und das Drehelement (18) im wesentlichen drehstarr zueinander gemein
sam in einer Hauptraststellung des Türschlosses einrastbar sind.
3. Türschloß nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das
Drehelement (18) zwischen einer ersten Stellung, die bei mit der Drehfalle
(14) verriegelter Sperrklinke (22) eine Vorraststellung des Türschlosses
definiert, und einer zweiten Stellung verschwenkbar ist, die der Haupt
raststellung des Türschlosses entspricht.
4. Türschloß nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein
Antrieb mit dem Drehelement (18) gekoppelt ist, mit Hilfe dessen die
Drehfalle (14) bei eingerasteter Sperrklinke (22) in die Hauptraststellung
bewegbar ist.
5. Türschloß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, daß ein Mitnehmer zwischen der Drehfalle (14) und dem
Drehelement (18) vorgesehen ist, der für ein Mitnehmen des Drehele
ments (18) bei einer Bewegung der Drehfalle (14) in die Schließstellung
sorgt.
6. Türschloß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, daß ein Federelement vorgesehen ist, das auf die Dreh
falle (14) eine Kraft in Öffnungsrichtung ausübt.
7. Türschloß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, daß ein Federelement vorgesehen ist, das auf das
Drehelement (18) eine Kraft in Richtung der geöffneten Stellung bzw. der
Vorraststellung ausübt.
8. Türschloß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, daß zwischen der Sperrklinke (22) und dem Drehelement
(18) ein Federelement vorgesehen ist, das auf die Sperrklinke (22) eine
Kraft in Richtung der mit der Drehfalle (14) verrasteten Stellung ausübt.
9. Türschloß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Entriegelungselement (34) schwenkbar gelagert
ist und die Sperrklinke (22) beim Verschwenken in die Entriegelungsstel
lung in eine Lage mitnimmt, in welcher sie außerhalb des Eingriffes der
Drehfalle (14, 26) ist.
10. Türschloß nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperr
klinke (22, 36) an dem Entriegelungselement (34, 38) geführt ist.
11. Türschloß nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperr
klinke (22, 36) in einer Kulisse (38) in dem Entriegelungselement (34) ge
führt ist.
12. Türschloß nach einem der Ansprüche 2 bis 11, dadurch gekennzeich
net, daß das Entriegelungselement (34) mit der Sperrklinke (22) und/oder
dem Drehelement (18) zur Definition der Hauptraststellung verrastbar ist.
13. Türschloß nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß Rastmittel
zum Verrasten des Entriegelungselements (34) mit der Sperrklinke (22)
durch eine Knickstelle (40) in der Führungskulisse (38) gebildet sind.
14. Türschloß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, daß ein Federelement vorgesehen ist, das auf das Entrie
gelungselement (34) eine Kraft entgegen der Entriegelungsrichtung aus
übt.
15. Türschloß nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeich
net, daß ein feststehender Anschlag (42) vorgesehen ist, der in der Ent
riegelungsstellung zur Aufhebung der Verrastung des Entriegelungsele
ments (34) mit der Sperrklinke (22) auf letztere wirkt.
16. Türschloß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Drehfalle (14) einen Nocken (26) aufweist, der
beim Verschwenken in die geöffnete Stellung auf das Entriegelungsele
ment (34) zur Freigabe der Sperrklinke (22) wirkt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10114065A DE10114065A1 (de) | 2001-03-21 | 2001-03-21 | Türschloß |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10114065A DE10114065A1 (de) | 2001-03-21 | 2001-03-21 | Türschloß |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10114065A1 true DE10114065A1 (de) | 2002-11-14 |
Family
ID=7678579
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE10114065A Withdrawn DE10114065A1 (de) | 2001-03-21 | 2001-03-21 | Türschloß |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10114065A1 (de) |
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