DE10114812C1 - Abrollstapler - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf einen Abrollstapler zum Stapeln von textilen Flächengebilden. Der Abrollstapler umfaßt hierzu einen Transferbandförderer und einen sich in Transportrichtung daran anschließenden Stapeltisch. Um den Abrollstapler konstruktiv zu vereinfachen, ist vorgesehen, daß der Transferbandförderer in vertikaler Richtung maschinenfest angeordnet ist, während der zugehörige Stapeltisch je nach der anwachsenden Stapelhöhe absenkbar ist.
Description
Die Erfindung betrifft einen Abrollstapler zum Aufeinanderstapeln von insbesondere textilen
Flächengebilden, mit einem Maschinenrahmen, wenigstens einem angetriebenen Transfer
bandförderer und wenigstens einem sich in Transportrichtung an das Abgabeende des
Transferbandförderers anschließenden Stapeltisch, welcher synchron mit der Transportge
schwindigkeit des Transferbandförderers in und/oder entgegen der Transportrichtung
antreibbar ist, wobei der vertikale Abstand zwischen dem Abgabeende des Transferband
förderers und der Oberseite des Stapeltisches in Abhängigkeit der momentanen Stapelhöhe
veränderbar ist, und wobei ferner im Bereich des Abgabeendes des Transferbandförderers
Teileerkennungssensoren zur Erzeugung eines Startsignals für die Bewegung
des Stapeltisches vorliegen.
Derartige Abrollstapler sind aus der Praxis bekannt. Sie finden Verwendung in Schneiderei
manufakturen und dienen dort hauptsächlich zum Stapeln sog. fixierter Teile, Textilzu
schnitte, die mit einem Verstärkungsgewebe oder -vlies versehen sind. Bei einem bekann
ten Abrollstapler sind mehrere Transferbandförderer seitlich nebeneinander angeordnet,
wobei jedem Transferbandförderer ein eigener Stapeltisch nachgeordnet ist. Die Stapelti
sche sind unterhalb des Transferbandförderers in Transportrichtung verschiebbar. In der
Ausgangsstellung sind die Stapeltische unterhalb des Transferbandförderers angeordnet.
Sobald die Teileerkennungssensoren die Vorderkante eines zu stapelnden textilen Zu
schnittes auf dem Transferbandförderer erkennen, wird der Stapeltisch in Transportrichtung
des Transferbandes verschoben, so daß der Textilzuschnitt über das Abgabeende des
Transferbandes abgerollt auf den sich in Transportrichtung bewegenden Stapeltisch abge
legt wird. Sobald die Teileerkennungssensoren die Endkante des textilen Zuschnittes er
kennen, wird die Vorwärtsbewegung des Stapeltisches, eventuell zeitverzögert, beendet.
Die Stapeltische werden dann mittels eines eigenen Antriebs, nämlich einem Druckluftzylin
der in die Ausgangsstellung zurückgeschoben. Der oben beschriebene Vorgang wird über
holt, so daß auf dem Stapeltisch mehrere Textilzuschnitte aufeinander liegen. Da die Ober
seite des Stapeltisches zum positionsgenauen Ablegen möglichst dicht unterhalb des Abga
beendes des Transferbandförderers positioniert sein sollte, entsteht das Problem, daß nach
mehreren abgelegten textilen Zuschnitten der Stapel mit dem Transferband kollidieren
könnte. Um dies zu verhindern, ist bei dem bekannten Abrollstapler der Transferbandförderer
schwenkbar angeordnet, so daß das Abgabeende angehoben werden kann. Durch diese
schwenkbare Anordnung ist es möglich, für die nebeneinander angeordneten Transferbän
der einen gemeinsamen Antrieb zu verwenden.
Aus der DE 43 28 460 A1 ist ein
Transferförderband bekannt, das einen in der Höhe zu verändernden
Stapeltisch und Teileerkennungssensoren aufweist.
Aufgabe der vorliegenden Erfingung ist es, einen Abrollstapler der eingangs genannten Art
unter Beibehaltung der Funktionalität des bekannten Abrollstaplers trotz verbesserter Abla
gequalität im Aufbau zu vereinfachen und damit kostengünstiger zu gestalten.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß der Stapeltisch absenkbar ist und daß der vertikale
Abstand der Oberseite des Stapeltisches zum Abgabeende des Transferbandförderers
durch Absenken des Stapeltisches in Abhängigkeit der Stapelhöhe erfolgt, wobei das Abga
beende des Transferbandförderers in vertikaler Richtung maschinenrahmenfest angeordnet
ist, und daß quer zur Transportrichtung mehrere Teileerkennungssensoren vorliegen, die
ebenfalls maschinenrahmenfest angeordnet sind.
Durch diese Lösung wird die Funktionalität des bekannten Abrollstaplers in vollem Umfange
beibehalten. Darüber hinaus können sämtliche Teileerkennungssensoren maschinrahmen
fest, also an einem einzigen Träger angeordnet werden. Bei dem bisherigen Abrollstapler
war es bei parallel nebeneinander angeordneten Transferbandförderern hingegen notwen
dig, die Teileerkennungssensoren an jedem einzelnen Abgabeende eines Transferbandes
vorzusehen.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform kann der Transferbandförderer mit lediglich einem
sich über die gesamte Breite erstreckenden Transferband versehen sein, wobei über die
gesamte Breite mehrere einzeln bewegbare und einzeln absenkbare Stapeltische vorgese
hen sind. Während bei dem bisher bekannten Abrollstapler jedem einzelnen Stapeltisch ein
einzelner Transferbandförderer zugeordnet war, wobei die Breite des Transferbandes und
die Breite des Stapeltisches aufeinander abgestimmt sein mußten, ist dies beider bevor
zugten Ausführungsform entbehrlich, ohne daß die Funktionalität des Abrollstaplers darunter
leidet. Der Abrollstapler ist daher leicht umrüstbar, indem einfach bei den einzelnen Stapelti
schen größere oder kleinere Tischplatten aufgeschraubt werden.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind die Teileerkennungssensoren an
einer sich quer zur Transportrichtung des Transferbandes erstreckenden Traverse ange
bracht. Somit können sämtliche Sensoren auf einer einzigen Traverse vorgesehen sein; sie
können quer zur Transportrichtung entlang der Traverse verschoben und festgelegt werden.
Diese Anordnung hat den Vorteil, daß bei komplizierten Textilzuschnitten die Teileerken
nungssensorden dichter zusammengeschoben werden können, um den Anfang eines zu
stapelnden textilen Zuschnittes genauer erfassen zu können.
Bevorzugt ist, wenn die Traverse hinter dem Abgabeende des Transferbandförderers ange
ordnet ist und einen Durchtrittsschlitz zum Hindurchtreten der zu stapelnden Flächengebilde
aufweist. Bei dieser Anordnung ist es gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
auf einfache Weise möglich, den Durchtrittsschlitz oben und unten durch sich gegenüberlie
gende Spiegel zu begrenzen, wobei die Teileerkennungssensoren aus einer gerichteten
Lichtquelle und einem lichtempfindlichen Empfänger bestehen, so daß der von der Licht
quelle ausgesandte Lichtstrahl zwischen den Spiegeln reflektiert wird, bevor er auf den
Empfänger trifft. Das durch den Durchtrittsschlitz hindurchtretende Flächengebilde unter
bricht zumindest einen reflektierten Teilstrahl des Lichtstrahls, was durch den Empfänger
erkannt wird. Je nachdem, in welchem Winkel Lichtquelle und Empfänger zu der Oberfläche
der Spiegel angeordnet sind, kann eine sehr feine oder auch gröbere Rasterung erreicht
werden, die je nach zu stapelnden Teilen ausgewählt werden kann.
Bevorzugt dabei ist, wenn über die Breite des Transferbandförderers mindestens so viele
Lichtquellen und Empfänger wie Stapeltische vorgesehen sind, damit für jeden einzelnen
Stapeltisch ein Teilerkennungssensor vorgesehen ist.
Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung sind zum Absenken der Stapeltische Abstands
fühler vorgesehen, die den Abstand zwischen der Oberseite eines auf einem Stapeltisch
liegenden Stapels von Flächengebilden und einem maschinenrahmenfesten Bezugspunkt
erfassen und bei Unterschreiten eines vorbestimmten Mindestabstandes ein Signal zum
Absenken des zugehörigen Stapeltisches geben. Derartige optische Abstandsfühler sind
bekannt; sie messen die Lichtintensität des auf eine Oberfläche geworfenen und reflektier
ten Lichts. Durch diese Weiterbildung wird sichergestellt, daß der Abstand des zuoberst lie
genden Flächengebildes zum Transferbandförderer stets konstant bleibt. Besonders günstig
ist es, wenn der Abstandsfühler an der Unterseite der Traverse angeordnet ist. Auf diese
Weise können sämtliche Sensoren bzw. Fühler an derselben Traverse vorgesehen sein,
was den Austausch und die Wartung wie auch die Verkabelung der Abstandsfühler beson
ders einfach macht.
Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung haben nicht nur die einzelnen Transferbandförde
rer einen gemeinsamen Antrieb sondern auch die Stapeltische für die horizontale Bewegung
in bzw. entgegen der Transportrichtung. In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung
handelt es sich hierbei um denselben Antrieb wie für die Transferbandförderer.
Vorteilhaft ist es, wenn der gemeinsame Antrieb mehrere Riementriebe umfaßt, die eine
gemeinsame Antriebswelle aufweisen und jeweils einen separaten, dem jeweiligen Stapel
tisch zugeordneten Kupplungsschlitten, der in Abhängigkeit des von dem zugehörigen Tei
leerkennungssensors gegebenen Startsignal über einen Stellantrieb mit einem Riementrum
verbindbar ist. Die Riementriebe laufen synchron mit den Transferbandförderern um, wobei
der Antrieb der einzelnen Stapeltische einfach dadurch erfolgt, daß der Stellantrieb in Ab
hängigkeit des über den Teilerkennungssensors verursachten Startsignals den Kupplungs
schlitten mit dem jeweiligen Riementrum verbindet. Der Rücktransport des Stapeltisches in
die Ausgangsstellung erfolgt auf einfache Weise dadurch, daß der Stellantrieb den Kupp
lungsschlitten mit dem anderen Riementrum verbindet.
In vorteilhafter Weise weisen die Kupplungsschlitten eine Klemmkupplung auf mit einem
zwischen beiden Riementrums liegenden, quer zur Längsrichtung der Riementrums beweg
baren Kupplungsklotz und mit die Riementrums von außen umgreifenden Klemmbacken.
Besonders bevorzugt ist hierbei, daß der Kupplungsklotz schwenkbar gelagert ist und der
den Kupplungsklotz bewegende Stellantrieb ein Druckluftzylinder ist, wobei der Kupplungs
klotz je nach Schwenklage den Kupplungsschlitten entweder mit dem einen oder dem ande
ren Riementrum kuppelt oder in einer neutralen Stellung beide Riementrums freigibt. Das
Kuppeln erfolgt dadurch, daß der Kupplungsklotz den jeweiligen Riementrum gegen die die
Riementrums von außen umgreifenden Klemmbacken drückt.
Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung ist vorgesehen, daß die Kupplungsschlitten auf
Schienen laufen, die quer zur Transportrichtung im Maschinenrahmen verschieb- und festlegbar
sind. Dadurch kann der Abrollstapler auf einfache Weise an unterschiedliche Breiten
der zu stapelnden Flächengebilde angepaßt werden, was die Funktionalität des Abrollstap
lers erhöht.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform weisen die Stapeltische Spindelhubzylinder auf,
die nicht nur die Höhenverstellbarkeit der Stapeltische ermöglichen sondern zugleich auch
den alleinigen Tischfuß für die Tischplatte des Stapeltisches bilden. Eine Veränderung der
Größe des Stapeltisches erfordert daher lediglich, daß die Tischplatte ausgetauscht wird.
Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand einer Zeichnung näher
erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 den Abrollstapler in einer Seitenansicht,
Fig. 2 einen Teil des Abrollstaplers in einer Draufsicht,
Fig. 3 das Detail III aus Fig. 1,
Fig. 4 eine Ansicht entlang der Linie IV-IV aus Fig. 1,
Fig. 5 das Detail V aus Fig. 1,
Fig. 6-8 in einer schematischen Seitenansicht die Funktionsweise des Abrollstaplers gemäß
Fig. 1 und
Fig. 9 in einer schematischen Draufsicht die Funktionsweise des Abrollstaplers aus Fig. 1.
Der Abrollstapler 1 umfaßt einen Maschinenrahmen 2, einen Transferbandförderer 3 und
einen Stapeltisch 4.
Der Transferbandförderer 3 umfaßt eine Antriebswelle 5 und an seinem Abgabeende 6 eine
Umlenkwelle 7. Zwischen Antriebswelle 5 und Umlenkwelle 7 ist ein sich über die gesamte
Maschinenbreite erstreckendes Transferband 8 aufgespannt. Die Antriebswelle 5 ist über
einen Antriebsriemen 9 mit einem Elektromotor 10 verbunden. Sowohl die Antriebswelle 5
als auch die Umlenkwelle 7 sind maschinenrahmenfest gelagert. Wie besser aus den Fig. III
und IV hervorgeht, ist am Abgabeende des Transferbandförderers 3 eine sich quer über den
Maschinenrahmen 2 erstreckende Traverse 11 vorgesehen. Die Traverse 11 umfaßt einen
Durchtrittsschlitz 12 für die vom Transferband abgegebenen und auf dem Stapeltisch zu
stapelnden textilen Flächengebilde 13. Obere und untere Innenseite des Durchtrittsschlitzes
12 sind jeweils durch streifenförmige Spiegel 14 und 15 begrenzt. Der untere Spiegel 14
kann sich bei dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel über die gesamte Maschinenbreite
erstrecken. Der obere Spiegel ist in einzelne Abschnitte 15 und 15' unterteilt, wobei diese
Abschnitte auf Lücke angeordnet sind. In den Lücken sind Sender und Empfänger einer
Lichtschranke vorgesehen. Genaugenommen handelt es sich um eine Lichtquelle 16 und
um einen Empfänger 17. Wie besonders gut aus Fig. 4 ersichtlich ist, wird von der Licht
quelle 16 aus ein Lichtstrahl auf den unteren Spiegel 14 gerichtet, der zwischen dem Spie
gel 14 und den Spiegelabschnitten 15, 15' mehrfach reflektiert, bevor er auf den Empfänger
17 trifft. Sowohl die Lichtquelle 16 als auch der Empfänger 17 können in ihrer Neigung ver
stellt werden. Es ist ferner möglich, die Lichtquelle 16 und dem Empfänger 17 in Längsrich
tung der Traverse zu verschieben und festzulegen. Ebenso ist es möglich, die einzelnen
Spiegelabschnitte 15, 15' auszutauschen und zu verschieben.
Die Traverse kann insgesamt aus dem Maschinenrahmen ausgebaut werden. Auf der Un
terseite der Traverse 11 bzw., wie in Fig. 3 zu ersehen ist, an deren Hinterkante ist ferner
ein Abstandsfühler 18 angebracht, der auf die Oberseite der Tischplatte 19 des Stapelti
sches 4 gerichtet ist. Dieser Abstandsfühler 18 mißt den Abstand zwischen einem auf dem
Stapeltisch liegenden textilen Flächengebilde 13 und der Traverse. Die Funktionsweise im
einzelnen wird später noch erläutert.
Der Aufbau des bzw. der Stapeltische 4 wird im folgenden anhand der Fig. 1, 2 und 5
näher erläutert. Die Stapeltische 4 weisen eine Tischplatte 19 auf, die von einer Hubsäule
20 getragen werden. Die Hubsäule umfaßt einen Spindelantrieb, der hier nicht näher darge
stellt ist. In Fig. 1 ist die Tischplatte 19 in ausgezogener Linie in ihrer Ausgangsstellung dargestellt.
In dieser Stellung befindet sich der Stapeltisch unterhalb des Transferbandförde
rers. Die Tischplatte 19 kann abgesenkt werden. Diese abgesenkte Stellung der Tischplatte
ist in strichpunktierter Linie dargestellt, wobei die Hubsäule in dieser Stellung in durchgezo
gener Linie hergestellt ist.
Ferner kann der Stapeltisch 4 in Transportrichtung des Transferbandförderers hin und her
bewegt werden. Die diesbezügliche Endstellung ist auf der rechten Seite der Fig. 1 darge
stellt und zwar einmal in der oberen Position in strichpunktierter Linie und einmal in der ab
gesenkten Stellung, ebenfalls in strichpunktierter Linie.
Die Hubsäule 20 des Stapeltisches ist auf einem Kupplungsschlitten 21 montiert. Dieser
Kupplungsschlitten weist Führungsrollen 22 auf, die mit im Maschinenrahmen gehaltenen
Führungsschienen 23 zusammenwirken. Diese Führungsschienen 23 sind quer zur Trans
portrichtung im Maschinenrahmen verstellbar gehalten.
Zum Antrieb des Stapeltisches in horizontaler Richtung ist ein Riementrieb 24 vorgesehen,
der eine Antriebswelle 25, eine Umlenkwelle 26 und einen Riemen 27 aufweist. Die An
triebswelle 25 wird durch den Antriebsriemen 9 des Elektromotors 10 angetrieben, der auch
den Transferbandförderer 3 antreibt (vgl. Fig. 6). Der Riemen 27 läuft somit synchron mit
dem Transferband 8.
Wie aus Fig. 9 ersichtlich ist, sind mehrere Riemen 27, 27' und 27" vorgesehen, wobei jeder
Riemen 27 einem Stapeltisch 4, 4' und 4" zugeordnet ist. Sämtliche Riementriebe weisen
eine gemeinsame Antriebswelle 25 auf, wie ebenfalls gut aus Fig. 2 ersichtlich ist. Zum An
trieb des Kupplungsschlitten 21 in Transportrichtung sind Klemmbacken 28 vorgesehen, die
den oberen und den unteren Riementrum 29 bzw. 30 von außen umgreifen. An dem die
beiden Klemmbacken 28 haltenden Träger ist ein Kupplungsklotz 31 um eine Achse 32
schwenkbar gelagert. Der Kupplungsklotz 31 wird über einen in Fig. 5 nur schematisch dar
gestellten Druckluftzylinder 33 angesteuert. Er kann aus der in Fig. 5 gezeigten neutralen
Stellung nach oben geschwenkt werden, wo der Kupplungsklotz 31 mit der Klemmbacke 28
zusammen mit dem oberen Riementrum 29 einklemmt; er kann aber auch nach unten ge
schwenkt werden, wodurch dann der untere Riementrum 30 eingeklemmt wird. Je nachdem,
mit welchem Riementrum der Schlitten gekoppelt ist, fährt der Kupplungsschlitten in oder
entgegen der Transportrichtung des Transferbandes.
Im folgenden wird die Funktionsweise der Erfindung näher erläutert. Hierzu dienen insbe
sondere die Fig. 6 bis 9.
In der in Fig. 6 gezeigten Ausgangsstellung befindet sich der Stapeltisch 4 unterhalb des
Transferbandförderers 3. Der Kupplungsklotz 31 befindet sich in neutraler Stellung. Werden
nun textile Flächengebilde 13 auf das Transferband 8 aufgelegt, werden diese bis zum Ab
gabeende 6 des Transferbandförderers gefördert und passieren dann den Durchtrittsschlitz
12 in der Traverse 11. Dabei wird von der Vorderkante der textilen Flächengebilde der zwi
schen den Spiegeln 14 und 15 reflektierte Lichtstrahl unterbrochen, was ein Startsignal für
die Bewegung des Stapeltisches 4 in Transportrichtung auslöst. Dieses Startsignal hat zur
Folge, daß der Kupplungsklotz 31 über den Druckluftzylinder 33 nach oben verschwenkt
wird und den Kupplungsschlitten 21 mit dem oberen Riementrum 29 verbindet. Der Rie
mentrieb 24 nimmt somit den Kupplungsschlitten und auch damit den Stapeltisch in Trans
portrichtung mit. Das textile Flächengebilde wird somit auf den sich synchron mit dem
Transferband bewegenden Stapeltisch bzw. auf dessen Tischplatte 19 abgelegt. Sobald das
hintere Ende des textilen Flächengebildes 13 die Lichtschranke 14, 15, 16, 17 passiert, wird
ein Umkehrsignal gegeben, welches veranlaßt, daß der Stapeltisch in umgekehrter Richtung
zurück in die Ausgangsstellung gefahren wird. Hierzu schwenkt der Druckluftzylinder 33 den
Kupplungsklotz 31 nach unten, so daß der Kupplungsschlitten 21 nun mit dem unteren Rie
mentrum 30 des Riementriebs 24 verbunden ist. Der Stapeltisch fährt in die Ausgangsposi
tion zurück. Sobald das nächste Flächengebilde den Durchtrittsschlitz erreicht, wird der
oben beschriebene Vorgang wiederholt.
Bei jedem der oben beschriebenen Stapelvorgänge erfaßt der Abstandsfühler 18 den Ab
stand zwischen des zuoberst auf dem Stapeltisch 4 liegenden Flächengebildes und der Tra
verse. Dieses Signal wird verwendet, um den Stapeltisch nach unten abzusenken, und zwar
in dem gleichen Maße wie der Stapel auf dem Stapeltisch wächst. Dies ist in Fig. 8 schema
tisch dargestellt.
Fig. 9 zeigt nun, wie mittels eines einzigen Transferbandförderers 3 mehrere Stapeltische
bedient werden können.
Da die einzelnen Stapeltische über getrennt angesteuerte Kupplungen und auch getrennt
angesteuerte Hubsäulen verfügen, sind sowohl die vertikalen Bewegungen als auch die Hin-
und Herbewegungen in und entgegen der Transportrichtung unabhängig voneinander, ob
wohl die Riementriebe 24 aller Stapeltische über eine gemeinsame Antriebswelle 25 ange
trieben werden. Wie die Fig. 9 zeigt, ist es daher möglich, daß beispielsweise der dort dar
gestellte linke Stapeltisch 4 gerade, nachdem ein textiles Flächengebilde 13 abgelegt wur
de, wieder zurück in die Ausgangsstellung fährt, während der mittlere Stapeltisch 4' bereits
auf dem Weg in die Ausgangsstellung ist. Der rechte Stapeltisch 4" hingegen fährt noch in
Transportrichtung; auf ihm wird gerade noch ein textiles Flächengebilde 13 abgelegt. Der
Abrollstapler ermöglicht es auf diese Weise trotz einfacher konstruktiver Gestaltung, ver
schiedene Flächengebilde unabhängig voneinander zu stapeln. Es ist auch erkennbar, daß
der Abrollstapler auf einfache Weise umgebaut werden kann und mit weiteren Stapeltischen
versehen werden kann. In gleicher Weise ist es möglich, Stapeltische auszubauen oder
auch die Stapeltische durch Anbringen größerer oder kleinerer Tischplatten zu verändern.
Schließlich ist es auch möglich, mehrere Stapeltische antriebsmäßig zu koppeln, und zwar
sowohl was die horizontale Bewegung als auch die Absenkung anbetrifft.
Claims (14)
1. Abrollstapler zum Stapeln von insbesondere textilen Flächengebilden, mit einem Ma
schinenrahmen (2), wenigstens einem angetriebenen Transferbandförderer (3) und min
destens einem sich an ein Abgabeende (6) des Transferbandförderers (3) anschließen
den Stapeltisch (4, 4', 4") welcher synchron mit der Bandgeschwindigkeit des Transfer
bandförderers (3) in und/oder entgegen der Transportrichtung bewegbar ist, wobei der
vertikale Abstand zwischen dem Abgabeende (6) des Transferbandförderers (3) und der
Oberseite des Stapeltischs (4) in Abhängigkeit von der momentanen Stapelhöhe verän
derbar ist und wobei ferner zum Erfassen der auf dem Transferbandförderer transpor
tierten Flächengebilde (13) Teileerkennungssensoren (14, 15, 16, 17) zum Erzeugen ei
nes Startsignals für die Bewegung des Stapeltisches (4) vorliegen, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Stapeltisch (4) absenkbar ist und daß der vertikale Abstand der Ober
seite des Stapeltisches (4) zum Abgabeende (6) des Transferbandförderers (3) durch
Absenken des Stapeltisches (4) in Abhängigkeit der Stapelhöhe erfolgt, wobei das Ab
gabeende (6) des Transferbandförderers (3) in vertikaler Richtung maschinenrahmenfest
angeordnet ist, und daß quer zur Transportrichtung mehrere Teileerkennungssensoren
(14, 15, 16, 17) vorliegen, die ebenfalls maschinenrahmenfest angeordnet sind.
2. Abrollstapler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Transferbandförderer
mit lediglich einem sich über die gesamte Breite erstreckenden Transferband (8) vorge
sehen ist, und daß über die gesamte Breite mehrere einzeln bewegbare und einzeln ab
senkbare Stapeltische (4, 4', 4") vorgesehen sind.
3. Abrollstapler nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Teileerken
nungssenoren (14, 15, 16, 17) an einer sich quer zur Transportrichtung des Transfer
bandes (8) erstreckenden Traverse (11) angebracht sind.
4. Abrollstapler nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Traverse (11) hinter dem Abgabeende (6) des Transferbandförderers (3) angeordnet ist.
5. Abrollstapler nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Traverse (11) einen Durchtrittsschlitz (12) zum Hindurchtreten der zu stapelnden Flä
chengebilde (13) aufweist.
6. Abrollstapler nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der
Durchtrittsschlitz (12) oben und unten durch sich gegenüberliegende Spiegel (14, 15)
begrenzt ist und die Teileerkennungssensoren eine gerichtete Lichtquelle (16) und einen
lichtempfindlichen Empfänger (17) umfassen, wobei der von der Lichtquelle (16) ausge
sendete Lichtstrahl zwischen den Spiegeln (14, 15) reflektiert wird, bevor er auf den
Empfänger (17) trifft und wobei das Flächengebilde (13) beim Durchtritt durch den
Schlitz (12) zumindest einen reflektierten Teilstrahl des Lichtstrahls unterbricht.
7. Abrollstapler nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß über
die Breite des Transferbandförderers (3) mindestens so viele Lichtquellen und Empfän
ger (16, 17) wie Stapeltische (4, 4', 4") vorgesehen sind.
8. Abrollstapler nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß zum
Absenken der Stapeltische (4) Abstandsfühler (18) vorgesehen sind, die den Abstand
zwischen der Oberseite eines auf dem Stapeltisch (4) liegenden Stapels von Flächenge
bilden (13) und einem maschinenrahmenfesten Bezugspunkt erfassen und die bei Un
terschreiten eines vorbestimmten Abstandes ein Signal zum Absenken des zugehörigen
Stapeltisches (4) geben.
9. Abrollstapler nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Ab
standsfühler (18) an der Unterseite und/oder Rückseite der Traverse (11) angeordnet
sind.
10. Abrollstapler nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die
Stapeltische (4) einen gemeinsamen Antrieb (Antriebswelle 25) für die Bewegung in
Transportrichtung aufweisen.
11. Abrollstapler nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der
gemeinsame Antrieb mehrere Riementriebe (24) umfaßt, die eine gemeinsame Antriebswelle
(25) aufweisen und jeweils einen separaten, dem jeweiligen Stapeltisch (4)
zugeordneten Kupplungsschlitten (21) umfassen, der in Abhängigkeit des von dem zu
gehörigen Teileerkennungssensor (14, 15, 16, 17) erzeugten Startsignals über einen
Stellantrieb (33) mit einem Riementrum (29, 30) verbindbar ist.
12. Abrollstapler nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die
Kupplungsschlitten (21) eine Klemmkupplung aufweisen mit einem zwischen beiden
Riementrums (29, 30) liegenden, quer zur Längsrichtung der Riementrums bewegbaren
Kupplungsklotz (31) und mit die Riementrums (29, 30) von außen umgreifenden Klemm
backen (28).
13. Abrollstapler nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der
Kupplungsklotz (31) schwenkbar gelagert ist und daß der den Kupplungsklotz (31) be
wegende Stellantrieb ein Druckluftzylinder (33) ist, wobei der Kupplungsklotz (31) je
nach Schwenklage den Kupplungsschlitten (21) entweder mit dem einen oder dem an
deren Riementrum (29, 30) kuppelt oder in einer neutralen Stellung beide Riementrums
(29, 30) freigibt.
14. Abrollstapler nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die
Stapeltische (4) Hubsäulen (20) mit einem Spindelantrieb umfassen.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10114812A DE10114812C1 (de) | 2001-03-26 | 2001-03-26 | Abrollstapler |
| IT2002PN000017A ITPN20020017A1 (it) | 2001-03-26 | 2002-03-19 | Dispositivo distenditore impilatore |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10114812A DE10114812C1 (de) | 2001-03-26 | 2001-03-26 | Abrollstapler |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10114812C1 true DE10114812C1 (de) | 2002-08-22 |
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ID=7679086
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE10114812A Expired - Fee Related DE10114812C1 (de) | 2001-03-26 | 2001-03-26 | Abrollstapler |
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10114812C1 (de) |
| IT (1) | ITPN20020017A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN112960451A (zh) * | 2021-04-22 | 2021-06-15 | 洛阳金特立机械科技有限公司 | 一种皮革输送调节式码垛机 |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4328460A1 (de) * | 1993-08-24 | 1995-03-02 | Meyer Herbert Gmbh Co Kg | Verfahren und Anordnung zum Abstapeln flächiger Werkstücke |
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2001
- 2001-03-26 DE DE10114812A patent/DE10114812C1/de not_active Expired - Fee Related
-
2002
- 2002-03-19 IT IT2002PN000017A patent/ITPN20020017A1/it unknown
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4328460A1 (de) * | 1993-08-24 | 1995-03-02 | Meyer Herbert Gmbh Co Kg | Verfahren und Anordnung zum Abstapeln flächiger Werkstücke |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN112960451A (zh) * | 2021-04-22 | 2021-06-15 | 洛阳金特立机械科技有限公司 | 一种皮革输送调节式码垛机 |
| CN112960451B (zh) * | 2021-04-22 | 2024-02-20 | 洛阳金特立机械科技有限公司 | 一种皮革输送调节式码垛机 |
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| Publication number | Publication date |
|---|---|
| ITPN20020017A1 (it) | 2003-09-19 |
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