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DE10113113A1 - Nitratreduktion durch SO¶2¶ - Google Patents

Nitratreduktion durch SO¶2¶

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DE10113113A1
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DE
Germany
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reactor
nitrate
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gas
acid
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DE10113113A
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Juergen Heuser
Werner Verhoeven
Domien Sluyts
Gabriel Denecker
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Bayer AG
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    • C01CAMMONIA; CYANOGEN; COMPOUNDS THEREOF
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren, in welchem nitrathaltige (verunreinigte) Lösungen mit SO¶2¶-Gas in Anwesenheit von mindestens äquimolaren Mengen NH¶4¶·+· reduziert werden.

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren, in welchem nitrathaltige (verunreinigte) Lösungen mit SO2-Gas in Anwesenheit von mindestens äquimolaren Mengen NH4 + reduziert werden.
Nitrate wie z. B. Ammoniumnitrat sind Düngemittel, die in der Landwirtschaft einge­ setzt werden. Nitrate entstehen auch bei chemischen Prozessen. Nitrate gelangen teilweise in Flüsse und verursachen dort Überdüngung. Seitens der Behörden wird heute das Einleiten von nitratenthaltenden Abwässern deswegen untersagt. Üblicherweise werden Nitrate, die in chemischen Anlagen in verschiedenen Prozessen, z. B. bei Nitrierungen oder bei der Hydroxylaminherstellung nach Raschig entstehen, in biologischen Kläranlagen durch angepasste Fahrweise in einer Denitrifikation in Stickstoff umgesetzt. Zur Reduktion des Nitrat-Sauerstoffs müssen hierbei aber organische Substanzen hinzugegeben werden. Die Folge der biolo­ gischen Aktivität ist jedoch, dass ein Wachstum des Belebtschlammes entsteht, der mit Eindickern, Zentrifugen, Flokkulationsmitteln und Trocknem entfernt werden muss. Die Vernichtung von Nitrat auf diesem Weg ist nicht nur aufwendig, sondern auch oft schwer zu handhaben, weil geringe Mengen Giftstoffe die biologische Aktivität zerstören können. Auch sind verhältnismäßig geringe Schwankungen in der Nitratfracht für eine vollständige Umsetzung problematisch. Andere Methoden zur Entfernung der Nitratmengen sind z. B. Destillation und Extraktion (Ullmanns Encyclopedia of Industrial Chemistry (1991) A 17 Seite 324-325; EP-A 0 396 790). Hierbei kann zwar das Nitrat aus einem bestimmten Produktionsstrom entfernt werden, jedoch entstehen als Extraktionsrückstand (im Falle von Extraktion) oder als Destillationsrückstand (im Falle der Destillation) verunreinigte Nebenprodukte, die nochmals aufwendig behandelt werden müssen.
Aufgabe war es nun, ein alternatives, technisch einfaches Verfahren zu finden, dass es erlaubt Nitrate und auch organische und anorganische Stickstoffverbindungen weitestgehend, bevorzugt vollständig, zu entfernen.
Die Aufgabe wurde gelöst durch ein Verfahren, das Nitrate auf chemischem Wege zu Stickstoff umsetzt. Auf diese Weise entstehen z. B. bei Caprolactamanlagen, die Hydroxylamin nach den Raschig-Verfahren als Rohstoff einsetzen, keine nitrat- haltigen Abwässer mehr, da eine Ammonsulfatlösung hinterbleibt, die zu Dünge­ mittel verarbeitet werden kann.
Gegenstand der Anmeldung ist ein, bevorzugt kontinuierliches, Verfahren, bei dem in einem Reaktor einkommende Lösungen, die Nitrate und/oder organische und an­ organische Stickstoffverbindungen enthalten, mit SO2 Gas in der Anwesenheit von mindestens äquimolaren Mengen NH4-Salz bevorzugt vollständig (bis zu einem Restgehalt von < 10 ppm) in Gegenwart von Schwefelsäure umgesetzt werden, wobei die Temperatur größer 65°C, bevorzugt größer 70°C und niedriger als die Siede­ temperatur gehalten wird und die Konzentration an Schwefelsäure (bezogen auf H2O) in der entstandenen Reaktormischung im Bereich 40 bis 75 Gew.-%, bevor­ zugt 55 bis 70 Gew.-% liegt.
Es ist schon lange aus Literatur bekannt (z. B. Bleikammerverfahren Gmelins Hand­ buch, Vol. 9, S. 426), dass durch Stickstoffoxide SO2 zu Schwefelsäure in der Gas­ phase umgesetzt werden kann. Ullmanns Encyclopädie, Vol. A25, S. 676 ff. be­ schreibt z. B. ein Verfahren, bei dem man SO2 in der Gasphase zu H2SO4 aufoxidiert mit Hilfe von nitrosen Gasen bei der Herstellung von H2SO4. Erfindungsgemäß erfolgt eine Reduktion von NO3 - und anderen Stickstoffverbindungen durch Oxida­ tion von SO2 hingegen in Lösung, die unter erfindungsgemäßen Bedingungen voll­ ständig und verfahrenstechnisch anwendbar abläuft.
Erfindungsgemäß wird bevorzugt in einen Reaktor zu einer nitrathaltigen Lösung, die bevorzugt 0,1 bis 20 Gew.-% Nitrat, äußerst bevorzugt 2 bis 15 Gew.-% enthält, ein Ammoniumsalz, bevorzugt Ammoniumsulfat, zugegeben und zwar in einer Stoff­ menge, die gleich oder größer, bevorzugt 1,5 bis 2 mal so groß ist wie die Stoff­ menge an Nitrat.
Diese einkommende Lösung wird mit einer Säure, bevorzugt Schwefelsäure, ange­ säuert und zwar so dass die Säurekonzentration bezogen auf dem Wassergehalt der Reaktorlösung 40 bis 75 Gew.-%, bevorzugt 55 bis 70 Gew.-% ist.
Die Lösungstemperatur wird auf mindestens 65°C, bevorzugt < 70°C, gebracht.
Im Reaktor, bevorzugt durch den Boden, wird ein SO2-Strom bevorzugt fein verteilt zudosiert. Der SO2-Strom enthält bevorzugt 1 bis 100 Gew.-%, äußerst bevorzugt 5 bis 20 Gew.-% SO2. Vom Boden des Reaktors wird die von Nitrat gereinigte Reaktormischung batchweise oder kontinuierlich abgepumpt.
Bevorzugt wird, um einen guten Kontakt zu gewährleisten und eine gute SO2-Gas- Ausbeute zu gewährleisten eine Kolonne, bevorzugt Rieselkolonne mit Füllkörper auf den Reaktor aufgesetzt. Durch Umpumpen des Reaktorinhalts durch die Kolonne können die entweichenden Gase längere Zeit in Kontakt mit der Flüssigkeit gehalten werden.
Bevorzugt kann im Umpumpkreis ein Wärmetauscher und eine Säuredosierung eingebaut werden um die Reaktion optimal zu steuern.
Weiterer Gegenstand der Anmeldung sind auch die erfindungsgemäß gereinigten Abwässer und das entstehende Amoniumsulfat.
Beispiel 1
Bei der Verbrennung von Ammoniak zur Herstellung von Ammoniumnitrit entstehen kleine Mengen Salpetersäure als Kondensat. Diese Säure wird mit Ammoniak neu­ tralisiert so dass eine 15%ige Ammoniumnitratlösung entsteht. Diesem Lösungs­ strom wird eine Menge Ammoniumsulfat zudosiert, so dass eine Lösung von 15% Ammoniumnitrat und 35% Ammoniumsulfat entsteht. Zu 200 g dieser Lösung wird 91,5 g konzentrierte Schwefelsäure hinzugefügt. Die Temperatur wird auf 85°C eingestellt. Anschließend wird 100% SO2-Gas durchgeblasen. Zunächst bilden sich nitrose Gase, wobei die Temperatur sich auf 98°C erhöht. Nach 1 Stunde und 10 Minuten enthält die Lösung nur noch 0,23 Gew.-% Nitrat.
Vergleichsbeispiel 2
In einer Lösung wie Beispiel 1 wird anstelle von 91,5 g konzentrierter Schwefelsäure nur 36 g hinzugefügt. Die Temperatur wird auf 85°C erhöht und SO2 durchgeblasen. Dies führte zu keinem Nitratabbau. Ebenso entstehen keine nitrosen Gase und es ent­ steht auch kein Temperaturanstieg.
Vergleichsbeispiel 3
Der gleiche Versuch wie im Vergleichsbeispiel 2 gezeigt, wurde wiederholt, aber anstelle 85°C wurde die Temperatur auf 55°C eingestellt. Nach einer Stunde war der Nitratgehalt unverändert.
Eine bevorzugte Ausführungsform ist das Verfahren in einen Vorreaktor ablaufen zu lassen. Dadurch können Effekte von störenden Substanzen, die die Reaktionsge­ schwindigkeit negativ beeinflussen (Kochstöße verursachen, oszillierende Reak­ tionen entstehen, Reaktionen gehemmt werden), vermieden werden, da die das Ver­ fahren störenden Substanzen (wie z. B. Sulfaminsäure, Carbaminsäure, Harnstoff etc.) durch nitrose Gase, bereits in der oberen Kolonne abreagieren.
Die bei der Reaktion entstehenden nitrose Gase können aus dem Abgas durch übliche Methoden, z. B. durch Waschen entfernt werden.
Weiterer bevorzugter Gegenstand dieser Erfindung ist, dass auf den eigentlichen Reaktor, der beliebig konstruiert sein kann, ein Vorreaktor aufgesetzt wird und zu der schon angesäuerten zu reinigende Lösung so viel Sulfaminsäure und/oder Carbamate und/oder Harnstoff zudosiert wird, so dass die Reaktormischung 0,01-5 Gew.-%, bevorzugt 0,01-3 Gew.-%, Sulfaminsäure und/oder Carbaminsäure und/oder Harn­ stoff in Summe enthält. Die nitrose Gase werden dann quantitativ vernichtet. Die zudosierten Substanzen werden im unteren Bereich vollständig wegreagiert.
Unter Sulfaminsäure wird erfindungsgemäß verstanden: Sulfaminsäure oder ihre Salze oder ihre Amide. Unter Carbaminsäure wird erfindungsgemäß verstanden, die Säure, ihre Salze oder ihre Amide.
Weiterer Gegenstand ist ein Verfahren, wobei die Abgase von Reaktor in einem Vorreaktor im Gegenstrom mit der einkommenden Lösung in Kontakt gebracht und der einkommenden Lösung soviel an Sulfaminsäure, Carbamat oder Harnstoff zudosiert wird, dass die Reaktormischung 0,01 bis 5 Gew.-% aus diesen Substanzen in Summe enthält.
Reaktor und Vorreaktor können beliebig konstruiert sein und übliche verwendete Reaktoren darstellen wie z. B. Rührkessel, Kolonnen, Umpumpreaktor, bevorzugt einen Umpumpreaktor mit aufgesetzter Kolonne. Diese Kolonne ist bevorzugt eine gefüllte Kolonne. Als Füllung können sowohl Füllkörper oder strukturierte Packungen sein.
Dieser Vorreaktor hat den weiteren Vorteil dass die Reduktion im eigentlichen Reaktor wesentlich gleichmäßiger abläuft. So werden alle Substanzen, die mit dem gebildeten Nitrit in Reaktion treten vorab schon eliminiert. In nitrathaltigen Abfall­ ströme können Amine, Azide, Amide, Hydroxylamin, Hydrazin, Carbamate, Harn­ stoff, Sulfaminsäure vorkommen. Für alle diese Substanzen ist diese Variante mit doppelter Kolonne sinnvoll um eine gut steuerbare kontinuierlich ablaufende Reaktion zu gewährleisten.
Beispiel 4
In einer kontinuierlichen Anlage werden 3000 g/h einer bei 90°C gesättigten Ammonsulfatlösung, die 9,04% Nitrat, 2,7% Sulfaminsäure und 146 mg/l TOC (Total Organic Carbon) enthält eingeleitet. Vorab werden 600 g Schwefelsäure zu­ dosiert. Diese Mischung wird zunächst im Vorreaktor, in diesem Beispiel einer Rieselkolonne, eingeführt. Die Kolonne (Vorresktor) ist so konstruiert, dass die Flüssigkeit bevorzugt zugepumpt wird und ein Teilstrom, dem eigentlichen Reaktor, der aus Behälter mit aufstehender Kolonne, bevorzugt Rieselkolonne besteht, zuge­ führt wird.
Die nitrosen Gase reagieren nach Durchlauf der beiden Rieselkolonnen vollständig ab. Die Sulfaminsäure am Anfang der zweiten Kolonne wird auf 1,6 Gew.-% redu­ ziert. Im Reaktor werden weitere 898 g 96%ige Schwefelsäure pro Stunde zudosiert. Die Reaktortemperatur beträgt 100°C. Ein 17%iges SO2-Gas wird im Reaktor unter dem Flüssigkeitslevel mittels Fritten fein in der Lösung dispergiert. Die Reduktion startet sofort und braune nitrose Gase und gebildeter Stickstoff aus der Ammonnitrit- Spaltung durchlaufen die vorher genannten Kolonnen. Die Menge SO2 die zudosiert wird ist 271 g/h. Das überschüssige SO2 wird in einem Gaswäscher in Ammon­ bisulfit umgesetzt. Dieses Produkt kann als Wertstoff recycelt werden. Die Reaktionslösung wird aus dem Reaktor abgepumpt und mit Ammoniakwasser neutra­ lisiert. Diese Lösung kann eingedampft werden und zur Ammonsulfatherstellung verwendet werden. Diese gereinigte Lösung enthält noch 0,5% Nitrat, < 30 ppm Sulfaminsäure und 93 mg/l TOC (Total Organic Carbon).
Vergleichsbeispiel 5
Der gleiche Versuch, wie vorher beschrieben wird mit nur einer Kolonne durchge­ führt. Die Ammonsulfatlösung enthielt 10,6% Nitrat, 2,15% Sulfaminsäure und 245 mg/l TOC. Keine Reaktion tritt auf. Nach einer Stunde SO2-Einblasung startet die Reaktion sehr kräftig und drückt teilweise die anwesende Flüssigkeit in die Kolonne. Nach einigen Minuten vermindert sich die Reaktionsgeschwindigkeit um anschließend wiederum kräftig anzuziehen. Diese oscillierende Bewegung wird durch die bevorzugte Ausführungsform Vorreaktor mit Reaktor verhindert.
Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens sind:
  • 1. Entfernen verschiedener Stickstoffverbindungen, sowie Nitrite, Hydroxyl­ amin und organische und anorganische N-Verbindungen.
  • 2. Durch die Reaktionsbedingungen werden gleichzeitig organische und anorga­ nische Stickstoffverbindungen vernichtet. Andere organische Verunreinigun­ gen haben keinen negativen Einfluss auf die Reaktion. Durch das stark oxi­ dative Medium entstehen Stickstoffoxide, die dazu beitragen die hemmenden Komponenten zu vernichten.
  • 3. Die gereinigte Lösung kann mit Ammoniak zu Ammonsulfat neutralisiert werden, welches als Düngemittel verwendet werden kann.

Claims (10)

1. Verfahren, in welchem in einem Reaktor einkommende Lösungen, die Nitrate und/oder organische und anorganische Stickstoffverbindungen enthalten, mit SO2-Gas in der Anwesenheit von mindestens äquimolaren Mengen NH4-Salz (bezogen auf Nitrat) in Gegenwart von Schwefelsäure umgesetzt werden, wo­ bei die Temperatur größer 65°C und niedriger als die Siedetemperatur ge­ halten wird und die Konzentration an Schwefelsäure (bezogen auf H2O) in der Reaktormischung im Bereich 40 bis 75 Gew.-% liegt.
2. Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei die Reaktormischung 0,1 bis 20 Gew.-% Nitrat enthält.
3. Verfahren gemäß einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, wobei das Verfahren kontinuierlich durchgeführt wird.
4. Verfahren gemäß einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, wobei das SO2-Gas durch den Reaktor geblasen wird.
5. Verfahren gemäß einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, wobei das SO2-Gas durch den Boden des Reaktors geblasen wird.
6. Verfahren gemäß einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, wo­ bei die Abgase von Reaktor in einem Vorreaktor im Gegenstrom mit der ein­ kommenden Lösung in Kontakt gebracht werden und der einkommenden Lösung soviel an Sulfaminsäure und/oder Carbaminsäure und/oder Harnstoff zudosiert wird, dass die Reaktormischung 0,01 bis 5 Gew.-% an diesen Sub­ stanzen in Summe enthält.
7. Verfahren gemäß einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, zur Reinigung von nitrathaltigen Abwässern.
8. Verfahren gemäß einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, zur Reinigung von Abwässern, die bei der Caprolactamherstellung anfallen.
9. Abwässer, behandelt gemäß Anspruch 1 bis 8.
10. Ammonsulfat, hergestellt gemäß einem oder mehrerer der vorangegangenen Ansprüche.
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