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DE10113450A1 - Verfahren zur trassengleichen grabenlosen Verlegung von Neurohrleitungen und Vorrichtung hierzu - Google Patents

Verfahren zur trassengleichen grabenlosen Verlegung von Neurohrleitungen und Vorrichtung hierzu

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Publication number
DE10113450A1
DE10113450A1 DE2001113450 DE10113450A DE10113450A1 DE 10113450 A1 DE10113450 A1 DE 10113450A1 DE 2001113450 DE2001113450 DE 2001113450 DE 10113450 A DE10113450 A DE 10113450A DE 10113450 A1 DE10113450 A1 DE 10113450A1
Authority
DE
Germany
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pipe
tool
new
old
old pipe
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE2001113450
Other languages
English (en)
Inventor
Gunter Huettner
Bernd Richter
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
HUETTNER BETEILIGUNGS und VERM
Original Assignee
HUETTNER BETEILIGUNGS und VERM
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Publication date
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Publication of DE10113450A1 publication Critical patent/DE10113450A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16LPIPES; JOINTS OR FITTINGS FOR PIPES; SUPPORTS FOR PIPES, CABLES OR PROTECTIVE TUBING; MEANS FOR THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16L55/00Devices or appurtenances for use in, or in connection with, pipes or pipe systems
    • F16L55/16Devices for covering leaks in pipes or hoses, e.g. hose-menders
    • F16L55/162Devices for covering leaks in pipes or hoses, e.g. hose-menders from inside the pipe
    • F16L55/165Devices for covering leaks in pipes or hoses, e.g. hose-menders from inside the pipe a pipe or flexible liner being inserted in the damaged section
    • F16L55/1658Devices for covering leaks in pipes or hoses, e.g. hose-menders from inside the pipe a pipe or flexible liner being inserted in the damaged section the old pipe being ruptured prior to insertion of a new pipe

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  • General Engineering & Computer Science (AREA)
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur trassengleichen grabenlosen Verlegung von Neurohrleitungen und eine Vorrichtung hierzu mit Entsorgung der Altrohrmaterialien und des überschüssigen Erdreichs. DOLLAR A Erfindungsgemäß wird ein Verfahren vorgeschlagen, bei dem ein mit einem Nachziehrohr verbundenes Werkzeug entlang einer Altrohrleitung unter Verwendung eines Gestänges oder eines Zugseiles gezogen wird und dabei mittels an diesem Werkzeug angeordneter Schneidmesser Erdreich abgebaut und die Altrohrleitung zerstört sowie der Abraum, bestehend aus Erdreich und Altrohrscherben, vom Inneren des Werkzeuges aufgenommen und entsorgt wird. DOLLAR A Die entsprechende Vorrichtung besteht aus einem mit Schneidmessern ausgestatteten angetriebenen Werkzeug, weist Durchtrittsöffnungen und rückseitig ein Anschlußstück zur Aufnahme eines Neurohres auf und ist mit einer Kupplung für den Antrieb versehen. Der Grundkörper entspricht einem beidseitig offenen Zylinder, mit einer in Zugrichtung als Schnittkante mit nach außen angefastem Schneidrand ausgebildeten Stirnseite. DOLLAR A Durch die Erfindung werden der Aufwand für derartige Verfahren reduziert und die seitliche Erdverdrängung vermieden.

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur trassengleichen grabenlosen Verlegung von Neurohrleitungen und eine Vorrichtung hierzu mit Entsorgung der Altrohrmaterialien und des überschüssigen Erdreichs.
Die grabenlose Verlegung für die Erneuerung von unterirdischen Rohren ist nicht neu und die Standardausrüstungen und -verfahren, die üblicherweise genutzt werden, sind wohl bekannt. Jedoch ist die Standardausrüstung für diese Verfahren sehr groß, sehr schwer und erfordert deshalb zusätzliche große Hochleistungs- Ausrüstung für den Transport zum, die Aufstellung am und die Nutzung am Einsatzort.
Es gibt verschiedene Antriebsmethoden, um ein Rohr zu bersten und/oder zu spalten und zu dehnen und ein neues Rohr durch ein vorhandenes Rohr zu ziehen. Die üblichen Verfahren nutzen große Seilwinden und/oder Stangenschieber oder -zieher, die hydraulisch betrieben werden. Oft wird zusätzlich ein pulsierendes pneumatisches Gerät zur Unterstützung des Vorantreibens des Rohrbrechgerätes eingesetzt. Die Winden gewährleisten eine kontinuierliche Bewegung während des Ziehens, während Stangenschieber/- zieher generell zyklisch bewegt werden, indem einem Zugvorgang das Hinzufügen oder Entfernen einer Stange folgt und dann der Rückzug und der erneute Vortrieb. Manchmal sind Stangenschieber zu Seilziehern umgewandelt, um die Notwendigkeit der Stangenentfernung zu vermeiden.
Winden und Stangenschieber/-zieher, die Zugkräfte von bis zu 75 Tonnen erzeugen, können selbst 2 bis 5 Tonnen wiegen und müssen gehandhabt und in Position zum Ziehen gebracht werden. Sie werden von entsprechenden Hochleistungsaggregaten wie Kranen, Trucks etc. angetrieben. Ebenso benötigen sie große Gruben, damit die Unterstützungsausrüstung genug Raum erhält, womit Verkehrsprobleme geschaffen und sogar Straßensperrungen erforderlich werden.
Ebenso bedeutet dies, daß nur große Unternehmen mit erheblichen Finanzresourcen sich die Ausrüstung, die zur Erneuerung von unterirdischen Rohren erforderlich ist, leisten können. Daher sind auch die Anschaffungs- und Instandhaltungskosten und die Preise für derartige Leistungen sehr hoch. Deshalb ist die Nutzung der bevorzugten Art des grabenlosen Verfahrens auf größere Rohre von städtischen oder Betriebseinrichtungen und Kanälen beschränkt und kann nur von großen Auftraggebern genutzt werden (siehe z. B. GSTT Informationen Nr. 9 - Instandhaltung von Deponieentwässerungsleitungen, Deponie Online - http:/ /www.deponie-stief.de).
Nachteilig bei der Anwendung der bekannten Berst- bzw. Rohrspaltverfahren ist neben den hohen Ausrüstungskosten für die Vorrichtungen jedoch auch der Umstand, daß insbesondere bei der Erneuerung von Sickerrohrleitungen und Dränagen verbleibende Altrohrscherben negativ auf die Funktion der Sickerwirkung wirken, da sie sich radial am Umfang des Neurohres ablagern. Zudem können ihre scharfen Kanten Beschädigungen des Neurohres bewirken.
Nicht selten sind die Altrohre kontaminiert, so daß das Verbleiben ihrer Scherben im Erdreich eine hohe Umweltbelastung und eine Gefahr für das Umfeld darstellt. Zugleich wird bei Rohren größeren Durchmessers infolge der stärkeren Wanddicken und des größeren zu verdrängenden Erdvolumens der Kraftaufwand für das Bersten sehr hoch, außerdem wirkt sich die erforderliche hohe Verdrängung negativ aus, indem Schäden an benachbarten Leitungen und Gebäuden sowie an der Oberfläche, insbesondere bei in diesem Bereich befindliche Straßen entstehen können.
Verfahren, die diese letztgenannten Nachteile vermeiden, wie z. B. mittels Einsatz von Schutzrohren (DE 198 59 928 C1) oder durch das Herausziehen des Altrohres und dessen Zerstörung in der Zielbaugrube (EP 0 969 155 A2) sind ebenfalls aufwendig und kostenintensiv.
Zur Vermeidung vorgenannter Nachteile wurden deshalb bereits Verfahren und Vorrichtungen zum Verlegen von Rohrleitungen mit Hilfe eines Werkzeuges, das in der Lage ist, eine im Erdreich verlegte Altleitung zu zerstören und gleichzeitig eine neue Rohrleitung einzuziehen, entwickelt.
So wird in WO 98/30350 ein Maulwurf beschrieben, der von einem Seil durch die zu zerstörende Altrohrleitung gezogen wird und der an seinem sich allgemein verjüngenden Körper ein oder mehrere rohrschneidende Räder und ein oder mehrere rohrtrennende Flossen oder Klingen aufweist. Ebenso wie nach US 4 983 071, wonach ein an einem zylinderförmigen, von einem Seil gezogenen Werkzeug mit einem konischen Spreizteil angebrachter einzelner radartiger Rohrschlitzer das Rohr anritzt und schwächt und eine ebenfalls an dem Werkzeug angeordnete Klinge das Rohr aufschneidet, welches anschließend durch das konische Spreizteil aufgeweitet wird, verbleibt das Altrohr im Erdreich, so daß diese Verfahren und Vorrichtung aus den vorgenannten Gründen insbesondere für die grabenlose Erneuerung von Sickerrohrleitungen und Dränagen ungeeignet sind.
In Weiterentwicklung der bereits wie vorstehend gezeigt bekannten grabenlosen Erneuerung von Altrohrleitungen durch eine Kombination von Schneiden und Verdrängen der Altrohre soll nach 199 41 536 C1 eine vorzugsweise seilgezogenene Vorrichtung, welche im wesentlichen aus einer Führungsspitze, Schneidmessern und einem Kupplungsstück besteht und bei der die Schneidmesser sternförmig um die Längsachse des Abbauwerkzeuges angeordnet sind, eingesetzt werden. Zwischen den einzelnen Schneidmessern sind Durchtrittsöffnungen für den aus den Scherben der alten Rohrleitung und dem umgebenden Erdreich bestehenden Abraum vorgesehen, so daß dieser in das Innere des Werkzeuges und des nachgezogenen Neurohres gelangt und dort von einem hierfür vorgesehenen Fangschlauch aufgenommen, gesammelt und schließlich entsorgt wird.
Obwohl mit dieser Vorrichtung und diesem Verfahren das Problem der grabenlosen Erneuerung von Rohrleitungen bei gleichzeitiger Abraumbeseitigung prinzipiell gelöst wird, verbleiben dennoch einige Nachteile, die mit der Anwendung dieser Lösung verbunden sind.
So wird durch die Anordnung der Messer an der Oberfläche des Abbauwerkzeuges und deren Dimensionierung weit mehr umgebendes Erdreich gelockert und beräumt, als für die Neurohrleitung erforderlich. Dies erfordert Vermörtelungsmaßnahmen zur Stabilisierung und ist mit dementsprechendem zusätzlichen Materialaufwand sowie weiteren Kosten verbunden. Die Vermörtelung bewirkt zudem einen Auftrieb, der zur Lageabweichung der Neurohrleitung führen kann.
Die zur Stabilisierung der Messer erforderlichen Versteifungsringe, die zusätzlich mit Schneidkanten versehen sind, vergrößern das Abbauvolumen des die Altrohrleitung umgebenden Erdreiches unnötigerweise, können in steinhaltigem Boden zu extremen Lageabweichungen führen und verkomplizieren die Herstellung des Abbauwerkzeuges ebenso wie der vorgesehene Trichter, der zur Sammlung des abgebauten Erdreiches und der Altrohrscherben im wesentlich geringer dimensionierten Innenraum des Nachziehrohres erforderlich ist.
Bei Rohren größerer Durchmesser und dadurch bedingter stärkerer Wanddicken muß das vorgeschlagene Abbauwerkzeug einschließlich seiner Messer und Versteifungsringe den Anforderungen entsprechend dimensioniert sein, was den Aufwand für seine Herstellung, seinen Transport und seine Handhabung ebenso wie den Bedarf an Material und den Aufwand zur Stabilisierung des Neurohres und seiner Umgebung infolge des zwangsläufig größeren Volumens des abgebauten Erdreiches erhöht und verteuert.
Deshalb liegt der vorliegenden Erfindung das technische Problem zugrunde, eine effektiv und kostengünstig herstellbare, mit geringem Aufwand transportier- und handhabbare Vorrichtung zu entwickeln, die es gestattet, die grabenlose Erneuerung von Rohrleitungen, insbesondere größerer Durchmesser, bei gleichzeitiger Zertrümmerung der Altrohre ohne seitliche Verdrängung des Erdreiches durchzuführen sowie die gleichlaufende Beseitigung der Altrohrscherben und des die Altrohrleitung umgebenden Erdreiches effektiver zu gestalten.
Dieses Problem wird nach vorliegender Erfindung durch ein Verfahren zur trassengleichen grabenlosen Verlegung von Neurohrleitungen mit Entsorgung der Altrohrmaterialien und des überschüssigen Erdreichs, bei dem ein mit einem Nachziehrohr verbundenes Werkzeug entlang einer Altrohrleitung unter Verwendung eines Gestänges oder eines Zugseiles gezogen wird und dabei mittels an diesem Werkzeug angeordneter Schneidmesser Erdreich abgebaut und die Altrohrleitung zerstört sowie der Abraum, bestehend aus Erdreich und Altrohrscherben, vom Inneren des Werkzeuges aufgenommen und entsorgt wird, gelöst.
Dabei wird beim Ziehen des Werkzeuges entlang des Altrohres zunächst das das Altrohr unmittelbar umgebende Erdreich in dem für das Neurohr erforderlichen Maß gelöst und nachfolgend das Altrohr schneidend zerstört, wobei der anfallende Abraum aus Erdreich und Altrohrscherben in das Innere des Werkzeuges und über das mit dem Werkzeug verbundene Neurohr mittels bekannter Verfahren wie z. B. unter Verwendung von Räumgeräten, Förderschnecken, Spülwasser, Druckluft oder ähnlichen ins Freie gelangt, wo er der Entsorgung zugeführt wird.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens besteht aus einem mit Schneidmessern ausgestatteten angetriebenen Werkzeug, weist Durchtrittsöffnungen und rückseitig ein Anschlußstück zur Aufnahme eines Neurohres auf und ist mit einer Kupplung für den Antrieb versehen. Dabei weist der Grundkörper die Form eines beidseitig offenen Zylinders mit einem Innendurchmesser, der größer als der Außendurchmesser des zu entsorgenden Rohres ist, auf, wobei die in Zugrichtung liegende Stirnseite des Zylinders als Schnittkante mit nach außen angefastem Schneidrand ausgebildet ist.
Die Schneidmesser innerhalb des Zylinders sind parallel zur Bewegungsrichtung des Werkzeuges radial zur Längsachse umlaufend, vorzugsweise sternförmig, und mit in Bewegungsrichtung gerichteten Messerkanten angeordnet.
Ein rechtwinklig zur Bewegungsachse, in einer Ebene mit den Schneidmessern vor dem Anschlußstück für das Neurohr angeordnetes, mittig in Längsachsenrichtung des Werkzeuges die Kupplung für den Antrieb aufweisendes Anschlagteil ist über seine Streben mit dazwischenliegenden Durchtrittsöffnungen mit dem Grundkörper verbunden und weist an seinen Strebenenden angeordnete Schneidmesser auf. Vorzugsweise hat das Anschlagteil zwei Streben, es kann aber auch eine kreuz- oder sternförmige Ausbildung erhalten, wodurch sich eine Integration aller Schneidmesser in die Strebenenden anbietet.
Durch die einfache Konstruktion mit wenigen Teilen läßt sich die Vorrichtung effektiv und kostengünstig auch für größere Rohrdurchmesser herstellen. Beim Transport sind keine besonderen Schutzmaßnahmen notwendig, da keine hervorstehenden Teile beschädigt werden könnten, insbesondere die empfindlichen Schneidmesser befinden sich im Inneren des Grundkörpers und sind so vor Beschädigung geschützt.
Da der Grundkörper das zu ersetzende Altrohr umfaßt und das das Altrohr umgebende Erdreich zunächst mittels seiner Schnittkante mit nach außen angefastem Schneidrand nur in dem zum Einführen des Neurohres erforderlichen Maß abbaut und in Richtung des Altrohres drückt, wird eine seitliche Verdrängung des Erdreichs mit den daraus resultierenden Nachteilen vermieden. Unter anderem birgt dies den Vorteil in sich, daß vorhandene Hausanschlußleitungen einfach grabenlos umgebunden werden, da negative Einflüsse auf die Anschlüsse durch die bei anderen Verfahren nicht vermeidbare Erdverdrängung nicht auftreten.
Die gleich darauf folgende Zertrümmerung des Altrohres mittels der unmittelbar nach dem Schneidrand in einem Abstand von bis zu ca. 20 cm zu diesem angeordneten Schneidmesser bewirkt, daß der Abraum in das Innere des Werkzeuges gelangt, wo er seiner Beseitigung zugeführt werden kann.
Vorteilhafterweise wird der Innenraum des Grundkörpers sich entgegengesetzt zur Bewegungsrichtung vom Maß des Außendurchmessers des Altrohres im Schneidmesserbereich auf das Maß des Innendurchmessers des Neurohres im Bereich des Anschlagteiles konisch verjüngend ausgebildet. Alternativ hierzu ist auch die Verwendung eines am Innendurchmesser umlaufenden konisch oder konkav ausgebildeten Differenzringes als Ganzes oder in Segmenten zwischen den Streben des Anschlagteiles möglich, so daß ein Rückstau des Abraumes ebenso wie durch die sich in Bewegungsrichtung verjüngend ausgebildeten Querschnitte der Streben des Anschlagteils vermieden werden kann.
Die Messerkanten der Schneidmesser können in bekannter Art und Weise in Bewegungsrichtung winklig zueinander, aber ebenso halbkreis- oder halbmondförmig ausgebildet sein und bestehen vorzugsweise aus gehärtetem Stahl, so daß auch die Rohrverbindungen zwischen zwei Altrohrabschnitten problemlos zerstört werden können, wobei die Altrohre aus Kunststoff, Steinzeug, unbewehrtem Beton, Asbestzement, Grauguß oder ähnlichen spröden oder weichen Materialien bestehen können.
Da es sich bei den Schneidmessern um Verschleißteile handelt, ist ihre auswechselbare Befestigung vorteilhaft.
Nachfolgend wird die Erfindung an Hand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert.
Hierbei zeigen:
Fig. 1 eine Schnittdarstellung eines zwischen zwei Arbeitsschächten liegenden Altrohres, das mittels eines gleichzeitig ein Neurohr einziehenden von einem aus Übersichtlichkeitsgründen nicht mit dargestellten Gestänge gezogenen Werkzeuges zerstört wird,
Fig. 2 eine Schnittdarstellung des Werkzeuges im Einsatz in der Schneidrandebene,
Fig. 3 eine Schnittdarstellung des Werkzeuges im Einsatz in der Ebene der Altrohr-Stirnkante,
Fig. 4 eine Darstellung des Werkzeuges in teilweisem Schnitt.
Wie in Fig. 1 dargestellt, wird nach dem erfindungsgemäßen Verfahren zur trassengleichen grabenlosen Verlegung von Neurohrleitungen mit Entsorgung der Altrohrmaterialien und des überschüssigen Erdreichs eines im Erdreich 1 verlegten Altrohres 2 dieses Altrohr 2 durch das mittels eines Anschlußstückes 3 mit einem Nachziehrohr 4 verbundene Werkzeug 5 mit an dem Grundkörper 6 dieses Werkzeuges 5 angeordneter Schnittkante 7 und Schneidmessern 8 zerstört. Dabei wird das aus Richtung der Zielbaugrube durch das vorhandene Altrohr 2 geschobene Gestänge mit der am Anschlagteil 9 des Werkzeuges 5 befestigten Kupplung 10 in einer Startbaugrube verbunden. Das Werkzeug 5 wird danach mit dem nach außen angefasten Schneidrand 11 seiner Schnittkante 7 umfassend auf das freigelegte Ende des Altrohres 2 angesetzt und danach in Richtung Zielbaugrube gezogen.
Beim Ziehen des Werkzeuges 5 entlang des Altrohres 2 wird zunächst das das Altrohr 2 unmittelbar umgebende Erdreich 1 in dem für das Neurohr 4 erforderlichen Maß, wie in Fig. 2 beispielhaft dargestellt, gelöst und nachfolgend das Altrohr 2 schneidend, wie aus Fig. 3 beispielhaft ersichtlich, zerstört, wobei der anfallende Abraum 12 aus Erdreich und Altrohrscherben in das Innere des Werkzeuges 5 und durch Durchtrittsöffnungen 13 zwischen Anschlagteil 9 und Grundkörper 5 über das mit dem Werkzeug 5 verbundene Neurohr 4 mittels hier nicht dargestellter Förderschnecke ins Freie gelangt, wo er der Entsorgung zugeführt wird.
Fig. 4 zeigt das zur Durchführung des Verfahrens vorgesehene Werkzeug 5, welches aus einem Grundkörper 6 besteht, der die Form eines beidseitig offenen Zylinders mit einem Innendurchmesser, der größer als der Außendurchmesser des Altrohres 2 ist, aufweist.
Die in Zugrichtung liegende Stirnseite des Grundkörpers 6 ist als Schnittkante 7 mit nach außen angefastem Schneidrand 11 ausgebildet.
Die Schneidmesser 8 innerhalb des Grundkörpers 6 sind parallel zur Bewegungsrichtung des Werkzeuges 5 vor dem Anschlußstück 3 für das Neurohr 4 radial zur Längsachse umlaufend, vorzugsweise sternförmig, und mit in Bewegungsrichtung gerichteten Messerkanten angeordnet.
Rechtwinklig zur Bewegungsachse vor dem Anschlußstück 3 für das Neurohr 4 ist mittig in Längsachsenrichtung des Werkzeuges 5 ein die Kupplung 10 für den Antrieb aufweisendes Anschlagteil 9 angeordnet und über seine Streben mit dazwischenliegenden Durchtrittsöffnungen 13 mit dem Grundkörper 6 verbunden. Das Anschlagteil 9 weist an seinen Strebenenden angeordnete Schneidmesser 8 auf, die in einer Ebene mit den restlichen Schneidmessern 8 liegen. Der Querschnitt der Streben des Anschlagteils 9 ist sich in Bewegungsrichtung verjüngend ausgebildet.
Vor dem Anschlußstück 3 für das Neurohr 4 sind am Innendurchmesser umlaufende konisch ausgebildete Differenzringsegmente 14 zwischen den Streben des Anschlagteiles 9 angeordnet, um Stauerscheinungen des Abraums 12 im Übergangsbereich vom Werkzeuginnenraum zum Neurohrinneren zu vermeiden.
Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt. An Stelle des Gestänges kann auch ein Zugseil oder eine Kette eingesetzt werden.
Die Ausbildung des Anschlagteiles kann auch mit kreuz- oder sternförmigen Streben, an deren Enden Schneidmesser angeordnet sind, erfolgen.
Die Messerkanten können sowohl geradlinig entgegen der Bewegungsrichtung ansteigend, als auch scherenförmig mit zwei Kanten oder geschwungen kreis- oder halbmondförmig ausgebildet sein.
Zusammenfassend wird festgestellt, daß mit dem erfindungsgemäßen Verfahren bei Anwendung der erfindungsgemäßen einfachen und kostengünstigen Vorrichtung die Nachteile der mit den bekannten Verfahren mehr oder weniger stark auftretenden seitlichen Erdverdrängung wirksam verhindert werden.
Aufstellung der verwendeten Bezugszeichen
1
Erdreich
2
Altrohr
3
Anschlußstück
4
Nachziehrohr
5
Werkzeug
6
Grundkörper
7
Schnittkante
8
Schneidmesser
9
Anschlagteil
10
Kupplung
11
Schneidrand
12
Abraum
13
Durchtrittsöffnungen
14
Differenzringsegment

Claims (11)

1. Verfahren zur trassengleichen grabenlosen Verlegung von Neurohrleitungen mit Entsorgung der Altrohrmaterialien und des überschüssigen Erdreichs, bei dem ein mit einem Nachziehrohr verbundenes Werkzeug verwendet wird, wobei mittels an diesem Werkzeug angeordneter Messer Erdreich abgebaut und die Altrohrleitung zerstört sowie der Abraum, bestehend aus Erdreich und Altrohrscherben, vom Inneren des Werkzeuges aufgenommen und entsorgt wird, dadurch gekennzeichnet, daß
das Werkzeug 5 wird mit dem nach außen angefasten Schneidrand 11 seiner Schnittkante 7 umfassend auf das freigelegte Ende des Altrohres 2 angesetzt wird,
beim Ziehen des Werkzeuges (5) entlang des Altrohres (2)
zunächst das das Altrohr (2) unmittelbar umgebende Erdreich (1) in dem für das Neurohr (4) erforderlichen Maß gelöst und
nachfolgend das Altrohr (2) schneidend zerstört wird,
wobei der anfallende Abraum (12) aus Erdreich und Altrohrscherben in das Innere des Werkzeuges (5) und
über das mit dem Werkzeug (5) verbundene Neurohr (4) mittels bekannter Verfahren ins Freie gelangt,
wo er der Entsorgung zugeführt wird.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, bestehend aus einem angetriebenen Werkzeug, dessen mit Messern ausgestatteter Grundkörper Durchtrittsöffnungen aufweist und rückseitig mit einem Anschlußstück zur Aufnahme eines Neurohres versehen ist, und das eine Kupplung für den Antrieb aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß
der Grundkörper (6) die Form eines beidseitig offenen Zylinders mit einem Innendurchmesser, der größer als der Außendurchmesser des Altrohres (2) ist, aufweist, wobei
die in Zugrichtung liegende Stirnseite des Grundkörpers (6) als Schnittkante (7) mit nach außen angefastem Schneidrand (11) ausgebildet ist,
die Schneidmesser (8) innerhalb des Grundkörpers (6) parallel zur Bewegungsrichtung des Werkzeuges (5) vor dem Anschlußstück (3) für das Neurohr (4) radial zur Längsachse umlaufend, vorzugsweise sternförmig, und mit in Bewegungsrichtung gerichteten Messerkanten angeordnet sind und
ein rechtwinklig zur Bewegungsachse, vor dem Anschlußstück (3) für das Neurohr (4) angeordnetes, mittig in Längsachsenrichtung des Werkzeuges (5) die Kupplung (10) für den Antrieb aufweisendes Anschlagteil (9) über seine Streben mit dazwischenliegenden Durchtrittsöffnungen (13) mit dem Grundkörper (6) verbunden ist und an seinen Strebenenden angeordnete Schneidmesser (8) aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Anschlußstück (3) für das Neurohr (4) ein am Innendurchmesser umlaufender konisch oder konkav ausgebildeter Differenzring (14) als Ganzes oder in Segmenten zwischen den Streben des Anschlagteiles (9) im Bereich der Durchtrittsöffnungen (13) angeordnet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Innendurchmesser des Grundkörpers (6) sich entgegengesetzt zur Bewegungsrichtung vom Maß des Außendurchmessers des Altrohres (2) im Messerbereich auf das Maß des Innendurchmessers des Neurohres (4) im Bereich des Anschlagteiles (9) konisch verjüngt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Messerkanten der Schneidmesser (8) in Bewegungsrichtung winklig zueinander ausgebildet sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Messerkanten der Schneidmesser (8) in Bewegungsrichtung halbkreis- oder halbmondförmig ausgebildet sind.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidmesser (8) auswechselbar sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt der Streben des Anschlagteils (9) sich in Bewegungsrichtung verjüngend ausgebildet ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Anschlagteil (9) zwei Streben aufweist und in einer Ebene mit den Schneidmessern (8) angeordnet ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Anschlagteil (9) kreuzförmige Streben aufweist und in einer Ebene mit den Schneidmessern (8) angeordnet ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Anschlagteil (9) sternförmige Streben aufweist.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN116733484A (zh) * 2023-06-16 2023-09-12 中铁工程装备集团有限公司 用于破碎管道的组合式刀盘及管道更新掘进机
CN116748272A (zh) * 2023-06-07 2023-09-15 中铁工程装备集团有限公司 管道破碎装置及管道更新掘进机

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3832214C1 (en) * 1988-09-22 1989-12-28 Reinhard Dipl.-Ing. 8070 Ingolstadt De Buechl Process for exchanging a buried pipeline, and apparatus for carrying out the process

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