DE10112947A1 - Verfahren zur Auswertung von Schichtbildern - Google Patents
Verfahren zur Auswertung von SchichtbildernInfo
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Auswertung von Schichtbildern (A, B, C, D, E), die aus Ebenen unterschiedlicher Tiefen in der Fokussierrichtung z von einem Objekt mikroskopisch aufgenommen werden. DOLLAR A Dabei ist jedes Schichtbild (A, B, C, D, E) aus einer Vielzahl von Bildpunkten (A¶ij¶, B¶ij¶, C¶ij¶, D¶ij¶, E¶ij¶) zusammengesetzt; für jeden Bildpunkt (A¶ij¶, B¶ij¶, C¶ij¶, D¶ij¶, E¶ij¶) oder für Bildbereiche, die aus mehreren solcher Bildpunkte (A¶ij¶, B¶ij¶, C¶ij¶, D¶ij¶, E¶ij¶) bestehen, wird ein Intensitätswert bestimmt, die Intensitätswerte für jeweils in z-Richtung übereinander liegende Bildpunkte (A¶ij¶, B¶ij¶, C¶ij¶, D¶ij¶, E¶ij¶) oder Bildbereiche werden miteinander verknüpft, es wird ein für diese Bildpunkte (A¶ij¶, B¶ij¶, C¶ij¶, D¶ij¶, E¶ij¶) oder Bildbereiche charakteristischer Parameter ermittelt und in ein Raster eingeordnet, das dem Raster der Bildpunkte (A¶ij¶, B¶ij¶, C¶ij¶, D¶ij¶, E¶ij¶) entspricht. DOLLAR A Damit lassen sich beispielsweise Informationen über die Topographie des Objektes gewinnen und darstellen.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Auswertung
von Schichtbildern, die aus Ebenen unterschiedlicher Tiefen
in Fokussierrichtung z von einem Objekt mikroskopisch auf
genommen werden.
Bei der Scanning-Mikroskopie wird ein zu untersuchendes Ob
jekt unter definierten Meßlichtbedingungen punktweise abge
tastet. Dabei wird für jeden einzelnen Objektpunkt die In
tensität des Meßlichtes erfaßt und ein Äquivalent des In
tensitätswertes jeweils einem Bildpunkt eines Bildes zuge
ordnet.
In der Regel werden auf diese Weise aus mehreren unter
schiedlichen Ebenen in Fokussierrichtung, die meist der z-
Richtung entspricht, Bilder eines Objektraumes bzw. Bilder
aus unterschiedlichen Objekttiefen erzeugt. Aus den gemes
senen Intensitätswerten lassen sich dann Informationen über
Eigenschaften des untersuchten Objektes erhalten. Bei
spielsweise können so Informationen über die Oberflächen
feinstruktur oder über den Schichtaufbau eines Objektes ge
wonnen werden. Dies ist unter anderem bei der Inspektion
von Halbleiterbauelementen, insbesondere Wafern, von Inter
esse.
Konfokale Scanning-Mikroskope, die im Bereich des hierzu
nutzbaren sichtbaren Lichts oder im nahen UV-Bereich arbei
ten, sind bereits allgemein bekannt. Die Bildaufnahme er
folgt dort beispielsweise mittels einer Nipkow-Scheibe. Ein
solches konfokales Scanning-Mikroskop ist in dem deutschen
Patent 195 11 937 beschrieben.
Bei polychromatischen konfokalen Scanning-Mikroskopen wird
zur Aufnahme der Schichtbilder die Bandbreite des sichtba
ren Lichts mit seinen unterschiedlichen Wellenlängen ge
nutzt, wobei das Licht verschiedener Wellenlängen auf un
terschiedlich tief gelegene Beobachtungsebenen abgebildet
wird. In diesem Fall können Intensitätswerte aus den unter
schiedlichen Ebenen mit einem Meßvorgang erfaßt werden.
Abweichend hiervon ist es aber auch möglich, die Schicht
bilder mit monochromatischen konfokalen Scanning-Mikrosko
pen oder mit Laser-Scanning-Mikroskopen aufzunehmen. Hierzu
wird nacheinander auf die einzelnen Ebenen fokussiert und
dabei jeweils die Intensität des Meßlichtes erfaßt.
Von diesem Stand der Technik ausgehend liegt der Erfindung
die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Verfahren zur Aus
wertung der bei der Scanning-Mikroskopie gewonnenen
Schichtbilder anzugeben, mit dem sich präzise Informationen
über Objekteigenschaften in effizienter Weise erhalten las
sen.
Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren der eingangs
genannten Art, bei dem jedes Schichtbild (A, B, C, D, E)
aus einer Vielzahl von in einem Raster angeordneten Bild
punkten (Aij, Bij, Cij, Dij, Eij) zusammengesetzt ist, für je
den Bildpunkt (Aij, Bij, Cij, Dij, Eij) oder für aus mehreren
dieser Bildpunkte (Aij, Bij, Cij, Dij, Eij) bestehende Bildbe
reiche ein Intensitätswert bestimmt wird, die Intensitätswerte
für jeweils in z-Richtung übereinander liegende Bild
punkte (Aij, Bij, Cij, Dij, Eij) oder Bildbereiche nach vorge
gebenen Kriterien miteinander verknüpft werden, dabei ein
für diese Bildpunkte (Aij, Bij, Cij, Dij, Eij) oder Bildberei
che charakteristischer Parameter ermittelt wird und die auf
diese Bildpunkte (Aij, Bij, Cij, Dij, Eij) oder Bildbereiche
bezogenen Parameter den Elementen eines Rasters zugeordnet
werden, das dem Raster der Bildpunkte (Aij, Bij, Cij, Dij,
Eij) in einem Schichtbild (A, B, C, D, E) entspricht.
Unter den Bildpunkten (Aij, Bij, Cij, Dij, Eij) sind bei
spielsweise die Pixel oder Subpixel eines LC-Displays zu
verstehen; demzufolge können Bildbereiche mehrere benach
barte Pixel oder Subpixel eines solchen Displays umfassen.
Mit anderen Worten: die Bildpunkte (Aij, Bij, Cij, Dij, Eij)
sind die kleinsten Einheiten, auf denen Bildinformationen
dargestellt bzw. mit denen Bildinformationen detektiert
werden können, während die vorgenannten Bildbereiche in ih
rer flächigen Ausdehnung größer sind, als die Bildpunkte
(Aij, Bij, Cij, Dij, Eij). Dabei können die Bildbereiche in
den unterschiedlichen, in z-Richtung übereinander liegenden
Ebenen unterschiedlich groß sein, d. h. sie können in unter
schiedlichen Ebenen aus verschiedenen Anzahlen von Bild
punkten (Aij, Bij, Cij, Dij, Eij) bestehen. Die Größe der
Bildbereiche ist beispielsweise von der Defokussierung bei
der Ermittlung der Meßwerte abhängig. Der Übersichtlichkeit
halber wird die Erfindung im folgenden lediglich anhand der
Bewertung einzelner Bildpunkte (Aij, Bij, Cij, Dij, Eij) er
läutert.
Über die vorgegebenen Kriterien lassen sich für jeden auf
genommenen Objektpunkt bzw. für die nahe Umgebung des Ob
jektpunktes bestimmte Eigenschaften des Objektes an dieser
Stelle ermitteln. Beispielsweise können aus den Intensi
tätswerten Informationen über die Geometrie der Objektober
fläche oder über die Geometrie einer Grenzfläche abgeleitet
werden. Durch die gezielte Verdichtung oder Selektion sol
cher Informationen läßt, sich dann ein der Rasterstruktur
der Schichtbilder gleichartiges Datenfeld erzeugen, das
beispielsweise bildlich dargestellt werden kann.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird für
die übereinanderliegenden Bildpunkte der Extremalwert der
Intensitätswerte bestimmt. Zu dem extremalen Intensitäts
wert wird eine die Position in z-Richtung kennzeichnende
Größe ermittelt und dem charakteristischen Parameter zuge
ordnet. Damit wird anhand eines der übereinanderliegenden
Objektpunkte, dessen Position in der z-Richtung bekannt
ist, das Schichtbild bestimmt, das an dieser Stelle die ma
ximale Intensität aufweist.
Aus der Intensität kann auf das Vorliegen einer Grenz- bzw.
Oberflächenschicht geschlossen werden, so daß ein aus den
charakteristischen Parametern zusammengesetztes Bild ent
steht. Dieses Bild repräsentiert eine Darstellung der Ober
flächentopographie des zu untersuchenden Objektes oder auch
der Topographie einer Grenzschicht mit einem bestimmten Re
flexionsverhalten.
Vorzugsweise wird für die in den einzelnen Bildebenen über
einanderliegenden Bildpunkte eine Approximationskurve für
den Verlauf der Intensität erzeugt, welche die Intensitäts
werte dieser Bildpunkte als Stützstellen aufweist. Für den
Extremalwert der Approximationskurve innerhalb eines Tie
fenbereichs wird eine die Position in z-Richtung kennzeich
nende Größe ermittelt und dem charakteristischen Parameter
zugeordnet. Diese Vorgehensweise erlaubt eine genauere Be
stimmung der Lage des Intensitätsmaximums, das sich für ei
nen Objektpunkt auch zwischen der z-Position zweier benach
barter Schichtbilder befinden kann. Hierdurch wird eine be
sonders hohe Auflösung in z-Richtung erzeugt.
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
wird dem charakteristischen Parameter der Extremalwert der
Intensitätswerte der übereinanderliegenden Bildpunkte zuge
ordnet, ohne daß es auf die z-Position ankäme. Die charak
teristischen Parameter für die einzelnen Objektpunkte re
präsentieren somit eine Information über das örtliche Re
flexionsverhalten des untersuchten Objektes.
Vorzugsweise wird dem charakteristischen Parameter der Ex
tremalwert einer Approximationskurve in dem durch die
Schichtbilder repräsentierten Objekthöhenbereich zugeord
net, welche die Intensitätswerte der übereinanderliegenden
Bildpunkte als Stützstellen aufweist. Auf diese Weise läßt
sich für die einzelnen Objektpunkte das lokale Intensitäts
maximum besonders genau bestimmen.
Die für Erzeugung der Approximationskurve verwendeten ma
thematischen Verfahren sind allgemein bekannt und bedürfen
hier keiner näheren Erläuterung. Wesentlich ist jedoch, daß
für sämtliche Objektpunkte der charakteristische Parameter
anhand des gleichen Kriteriums, d. h. anhand der gleichen
Approximationsvorschrift gewonnen wird.
Für eine besonders hohe Genauigkeit der Auswertung hat es
sich als vorteilhaft erwiesen, den Funktionstyp der Appro
ximationskurve in einem Kalibrierverfahren zu ermitteln.
Hierdurch werden insbesondere auch die apparativen Eigen
schaften des optischen Systems, das zur Generierung der
Schichtbilder verwendet wird, berücksichtigt. Die zugrunde
zu legende Kalibrierkurve kann experimentell ermittelt oder
nach theoretischen Gesichtspunkten berechnet werden.
Die Rasterstruktur der Elemente wird an die Struktur der
Bildpunkte der Schichtbilder angepaßt, um ein möglichst ge
naues, aussagekräftiges Ergebnis zu erhalten. Bei der Scan
ning-Mikroskopie werden für die Generierung der Bildinfor
mationen bzw. Intensitätswerte in der Regel CCD-Kameras
verwendet. Dementsprechend ist es besonders vorteilhaft,
wenn die Rasterstruktur der Elemente, denen die charakteri
stischen Parameter für die einzelnen Objektpunkte zugewie
sen werden, aus Zeilen und Spalten besteht.
In einer weiteren, vorteilhaften Ausgestaltung der Erfin
dung sind die Schichtbilder in untereinander gleichbeab
standeten Objektebenen aufgenommen. Dies hat den Vorteil,
daß bei der Auswertung der in den einzelnen Objektebenen
übereinanderliegenden Bildpunkte, insbesondere bei der Be
stimmung der Approximationskurven und deren Maximum, der
Rechenaufwand klein bleibt.
Selbstverständlich ist es aber auch möglich, der Auswertung
Schichtbilder zugrunde zu legen, die aus Objektebenen mit
unterschiedlichen Abständen zueinander stammen. Letzteres
kann insbesondere dann vorteilhaft sein, wenn sich die Ge
nerierung gleichbeabstandeter Schichtbilder als schwierig
erweist. In diesem Fall muß eine zusätzliche Abstandsinfor
mation bei der Auswertung mit berücksichtigt werden.
Bei optischen Systemen, die beispielsweise zur Generierung
der Schichtbilder verwendet werden, hängt die Auflösung un
ter anderem von der Wellenlänge des Meßlichtes ab. Werden
die Schichtbilder mit Meßlicht unterschiedlicher Wellenlän
ge erzeugt, so besitzen diese in z-Richtung eine unter
schiedliche Auflösung.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind da
her die Intensitätswerte der Schichtbilder auf ein mono
chromatisches Licht bezogen. Damit wird eine gleichmäßige
Auflösung über den insgesamt zu untersuchenden Objektraum
sowohl in z-Richtung als auch in einer xy-Ebene senkrecht
zur z-Richtung erzielt. Derartige Schichtbilder lassen sich
beispielsweise mit einem monochromatischen konfokalen Scan
ning-Mikroskop oder auch mit einem Laser-Scanning-Mikroskop
gewinnen.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbei
spieles näher erläutert. Die zugehörige Zeichnung zeigt in
Fig. 1 eine schematische Darstellung von übereinander lie
genden Schichtbildern, die jeweils eine Vielzahl von Bild
punkten aufweisen, denen Intensitätswerte zugeordnet sind.
Mit einem konfokalen Scanning-Mikroskop werden von einem zu
untersuchenden Objektraum für jeweils unterschiedliche Ob
jekttiefen in z-Richtung mehrere Schichtbilder erzeugt. Das
hierzu verwendete Scanning-Mikroskop sei beispielsweise ein
konfokales Scanning-Mikroskop, das mit Meßlicht im UV-
Bereich betrieben wird. Der Wellenlängenbereich des Meß
lichtes ist hierbei sehr klein, so daß für die einzelnen
Schichtbilder in der z-Richtung mehrere separate Aufnahmen
im Rahmen einer Fokus-Serie aufgenommen werden müssen. Die
se Schichtbilder sind in Fig. 1 schematisch dargestellt und
mit A, B, C, D und E bezeichnet. Die Anzahl der Schichtbil
der ist nicht auf die in Fig. 1 gezeichnete Anzahl be
schränkt, sondern im wesentlichen frei wählbar.
Jedes der dargestellten Schichtbilder A, B, C, D, E besitzt
eine Rasterstruktur mit einer Vielzahl von Bildpunkten, die
in Zeilen i und Spalten j angeordnet sind. In Fig. 1 sind
die übereinanderliegenden Bildpunkte Aij, Bij, Cij, Dij, Eij
für einen Objektbereich dargestellt, der sich in z-Richtung
über die Tiefe erstreckt, die der Summe aus den Abständen
dAB bis dDE entspricht.
Jedem dieser Bildpunkte Aij, Bij, Cij, Dij, Eij ist ein Inten
sitätswert zugeordnet, der bei der Generierung des jeweili
gen Schichtbildes A, B, C, D, E an einer Empfangseinrich
tung des Scanning-Mikroskops gemessen wurde. Üblicherweise
ist diese Empfangseinrichtung eine Matrix einer CCD-Kamera.
Anstelle des vorgenannten, im UV-Bereich betriebenen konfo
kalen Scanning-Mikroskops kann auch ein konfokales Scan
ning-Mikroskop verwendet werden, das mit einem monochroma
tischen Meßlicht betrieben wird. In diesem Fall wird für
sämtliche Schichtbilder A, B, C, D, E in der z-Richtung ei
ne sehr gleichmäßige Auflösung erreicht. Alternativ kann
auch ein Laser-Scanning-Mikroskop eingesetzt werden.
In sämtlichen Fällen, in denen die Schichtbilder A, B, C,
D, E nacheinander aufgenommen werden, indem auf unter
schiedliche Objektebenen der z-Richtung fokussiert wird,
wird überdies der Abstand dAB, dBC, dCD bzw. dDE zwischen je
weils benachbarten Schichtbildern festgehalten. Alternativ
hierzu kann auch der Abstand von einem vorgegebenen Refe
renzpunkt (zeichnerisch nicht dargestellt) bis zu jedem
einzelnen Schichtbild A, B, C, D, E bzw. zur zugehörigen
Objektebene aufgezeichnet werden.
Weiterhin ist denkbar, die Schichtbilder A, B, C, D, E mit
tels eines breitbandigen, polychromatischen konfokalen
Scanning-Mikroskops zu erzeugen, bei dem die Fokussierung
in z-Richtung über eine Wellenlängenselektion vorgenommen
wird. Das ist in analoger Weise aber auch beim Betrieb des
konfokalen Scanning-Mikroskops im sichtbaren Spektral
bereich des Lichtes möglich, sofern das sich dabei erge
bende Bild nach Farbwerten zerlegt wird, denen Tiefeninfor
mationen zugeordnet sind.
Die in den einzelnen Schichtbildern A, B, C, D, E für die
Bildpunkt Aij, Bij, Cij, Dij, Eij aufgezeichneten Intensitätswerte
können nun zum Zwecke der Gewinnung von Informationen
über Objekteigenschaften in unterschiedlicher Art und Weise
ausgewertet werden, wie nachfolgend näher erläutert wird.
Zur Darstellung der Topographie des untersuchten Objektes
wird aus den Schichtbildern ein "Best-Fokus-Bild" gene
riert. Hierzu wird der Effekt ausgenutzt, daß sich bei ei
ner Fokussierung des Scanning-Mikroskops auf eine Grenzflä
che ein deutlicher Intensitätspeak einstellt. Dieser ist
insbesondere an der Objektoberfläche besonders deutlich
ausgeprägt. Bei teiltransparenten Körpern können überdies
weniger stark ausgeprägte Neben-Intensitätspeaks auftreten.
Zur Generierung des "Best-Fokus-Bildes" werden jeweils die
übereinander liegenden Bildpunkte der Schichtbilder, d. h.
die Bildpunkte mit gleichem Index, nach einem vorgegebenen
Kriterium unter Generierung eines charakteristischen Para
meters ausgewertet. Im Ausführungsbeispiel ist das Kriteri
um eine ihrem Typ nach vorgegebene Approximationskurve, mit
welcher in dem durch die Schichtbilder A, B, C, D und E re
präsentierten Objekttiefenbereich der Intensitätsverlauf
angenähert bzw. angefittet wird.
Die an den einzelnen Bildpunkten Aij, Bij, Cij, Dij, Eij ge
messenen Intensitätswerte bilden dabei die Stützstellen der
Approximationskurve. Bei der Parametrisierung der Approxi
mationskurve werden überdies die Abstände dAB, dBC, dCD und
dDE zwischen den Schichtbildern A, B, C, D, E in der z-
Richtung berücksichtigt. Sofern diese Abstände dAB, dBC, dCD,
dDE für sämtliche benachbarte Schichtbilder A, B, C, D, E
gleich groß sind, kann dies bereits in der Funktionsvorschrift
berücksichtigt werden, so daß die Approximations
kurve allein anhand der Intensitätswerte parametrisiert
werden kann.
Für die Approximationskurve wird innerhalb des vorgenannten
Objekttiefenbereichs der Extremalwert der Intensität be
stimmt und zu diesem Extremalwert die zugehörige Position
in der z-Richtung ermittelt.
Damit wird ein Wertpaar aus einem Wert für die Intensität
und einer z-Größe erhalten. Soll nun das "Best-Fokus-Bild"
generiert werden, so wird dem charakteristischen Parameter
diese z-Größe und ein Element einer Rasterstruktur zugeord
net, die der Rasterstruktur der Bildpunkte Aij, Bij, Cij,
Dij, Eij in einem Schichtbild A, B, C, D, E gleichartig ist.
Auf diese Weise lassen sich über sämtliche Indizes die cha
rakteristischen Parameter bestimmen und in einem Datenfeld
zusammenfassen. Dieses Datenfeld wird dann als "Best-Fokus-
Bild", das ein synthetisches Bild ist, beispielsweise visu
ell dargestellt.
Aufgrund der Ähnlichkeit der Rasterstruktur mit derjenigen
der Bildpunkte Aij, Bij, Cij, Dij, Eij ergibt sich dann ein
Bild, das eine skalierte topographische Information ent
hält. Da die Stützung der dargestellten Information auf
tatsächlich vermessenen Objektpunkten beruht, erhält man im
Unterschied zu konfokalen Scanning-Mikroskopen, bei denen
eine chromatische Beobachtung vorgenommen wird, eine quan
titative Skalierung.
Die vorstehend genannten Approximationskurven können für
die einzelnen Bildpunkte Aij, Bij, Cij, Dij, Eij und damit für
die korrespondierenden Objektpunkte auch hinsichtlich des
Extremalwertes der Intensität ausgewertet und zu einem syn
thetischen Bild zusammengefaßt werden. In diesem Fall wird
dem charakteristischen Parameter jeweils der maximale In
tensitätswert der Approximationskurve in dem durch die
Schichtbilder A, B, C, D, E repräsentierten Objekttiefenbe
reich zugewiesen. Das synthetische Bild gibt dann eine
Isodosisverteilung der extremalen Intensität an, die weiter
ausgewertet werden kann.
Bei strukturierten Oberflächen, bei denen sich verschiedene
Materialien in ihrem Reflexionsverhalten unterscheiden,
können so die Materialien und damit die Strukturierungsebe
nen entsprechend dargestellt werden. Zum Zwecke der Quanti
fizierung der so erzeugten synthetischen Bilder wird gege
benenfalls vorher eine Kalibrierung an einer Fläche mit ei
ner konstanten Reflektivität, z. B. einem Spiegel, durchge
führt.
In einer vereinfachten Abwandlung der vorgenannten Verfah
rensschritte wird auf die Generierung einer Approximations
kurve verzichtet. Vielmehr wird zum Zwecke der Darstellung
der Topographie in Form eines "Best-Fokus-Bildes" dem cha
rakteristischen Parameter eines Objektpunktes jeweils un
mittelbar die z-Größe desjenigen Schichtbildes A, B, C, D,
E zugewiesen, an dem für die übereinanderliegenden Bild
punkte Aij, Bij, Cij, Dij, Eij das Intensitätsmaximum festge
stellt wird.
Für die Darstellung der Isointensitätsflächen wird dem cha
rakteristischen Parameter aus den übereinanderliegenden
Bildpunkten Aij, Bij, Cij, Dij, Eij hingegen unmittelbar der
maximale Intensitätswert zugewiesen.
Wird mit dem vorstehend beschriebenen Verfahren ein
Schichtsystem untersucht, das mehrere Schichten der glei
chen Beschaffenheit und Reflektivität aufweist, so können
das "Best-Fokus-Bild" und die Isointensitätsflächendarstel
lung gemeinsam zur Informationsgewinnung herangezogen wer
den, um beispielsweise Isodosisverteilungen auf Tiefen
strukturierungen darzustellen und so die Strukturierung des
Schichtsystems aufzulösen.
Weiterhin können, beispielsweise durch einen Abgleich mit
Referenzkurven, zusätzliche Informationen über Eigenschaf
ten des Objektes aus den Approximationskurven oder Bewer
tungsfunktionen abgeleitet werden. Anhand der Bestimmung
von Nebenmaxima kann beispielsweise bei wenigstens teilwei
se transparenten Objekten auf innerhalb des Objektes lie
gende Grenzschichten geschlossen werden. Ist das zu vermes
sende Objekt in seiner Struktur grundsätzlich bekannt, so
kann anhand der auf diese Weise festgestellten Intensitäts
abweichungen auf Fehlstellen geschlossen werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann sowohl im Auflicht- als
auch im Durchlichtbetrieb ausgeführt werden.
A, B, C, D, E Schichtbilder
Aij
Aij
, Bij
, Cij
, Dij
, Eij
, Bildpunkte
i Zeilen
j Spalten
dAB
i Zeilen
j Spalten
dAB
, dAC
, dCD
, dDE
Abstände
Claims (10)
1. Verfahren zur Auswertung von Schichtbildern (A, B, C,
D, E), die aus Ebenen unterschiedlicher Tiefen in der
Fokussierrichtung z von einem Objekt mikroskopisch auf
genommen werden,
wobei jedes Schichtbild (A, B, C, D, E) aus einer Viel zahl von in einem Raster angeordneten Bildpunkten (Aij, Bij, Cij, Dij, Eij) zusammengesetzt ist,
für jeden Bildpunkt (Aij, Bij, Cij, Dij, Eij) oder für aus mehreren dieser Bildpunkte (Aij, Bij, Cij, Dij, Eij) be stehende Bildbereiche ein Intensitätswert bestimmt wird,
die Intensitätswerte für jeweils in z-Richtung überein ander liegende Bildpunkte (Aij, Bij, Cij, Dij, Eij) oder Bildbereiche nach vorgegebenen Kriterien miteinander verknüpft werden,
dabei ein für diese Bildpunkte (Aij, Bij, Cij, Dij, Eij) oder Bildbereiche charakteristischer Parameter ermit telt wird und
die auf diese Bildpunkte (Aij, Bij, Cij, Dij, Eij) oder Bildbereiche bezogenen Parameter den Elementen eines Rasters zugeordnet werden, das dem Raster der Bildpunk te (Aij, Bij, Cij, Dij, Eij) in den Schichtbildern (A, B, C, D, E) entspricht.
wobei jedes Schichtbild (A, B, C, D, E) aus einer Viel zahl von in einem Raster angeordneten Bildpunkten (Aij, Bij, Cij, Dij, Eij) zusammengesetzt ist,
für jeden Bildpunkt (Aij, Bij, Cij, Dij, Eij) oder für aus mehreren dieser Bildpunkte (Aij, Bij, Cij, Dij, Eij) be stehende Bildbereiche ein Intensitätswert bestimmt wird,
die Intensitätswerte für jeweils in z-Richtung überein ander liegende Bildpunkte (Aij, Bij, Cij, Dij, Eij) oder Bildbereiche nach vorgegebenen Kriterien miteinander verknüpft werden,
dabei ein für diese Bildpunkte (Aij, Bij, Cij, Dij, Eij) oder Bildbereiche charakteristischer Parameter ermit telt wird und
die auf diese Bildpunkte (Aij, Bij, Cij, Dij, Eij) oder Bildbereiche bezogenen Parameter den Elementen eines Rasters zugeordnet werden, das dem Raster der Bildpunk te (Aij, Bij, Cij, Dij, Eij) in den Schichtbildern (A, B, C, D, E) entspricht.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
für jeweils übereinanderliegende Bildpunkte (Aij, Bij,
Cij, Dij, Eij) oder Bildbereiche zunächst der Extremal
wert der Intensitätswerte bestimmt wird, dann zu diesem
extremalen Intensitätswert eine die Position in z-
Richtung kennzeichnende Größe bestimmt und diese dem
charakteristischen Parameter als Wert zugeordnet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
für jede der Tiefen in Fokussierrichtung z, in der ein
Schichtbild (A, B, C, D, E) gewonnen wird, eine Appro
ximationskurve für einen Intensitätsverlauf erzeugt
wird, wobei die Intensitätswerte der übereinanderlie
genden Bildpunkte (Aij, Bij, Cij, Dij, Eij) oder Bildbe
reiche als Stützstellen dienen, hiernach der Extremal
wert der Approximationskurve bestimmt wird, dann zu
diesem Extremalwert eine die Position in z-Richtung
kennzeichnende Größe bestimmt und diese dem charakteri
stischen Parameter als Wert zugeordnet wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
dem charakteristischen Parameter der Extremalwert der
Intensitätswerte der übereinanderliegenden Bildpunkte
(Aij, Bij, Cij, Dij, Eij) oder Bildbereiche zugeordnet
wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
dem charakteristischen Parameter der Extremalwert einer
Approximationskurve innerhalb des durch die Schichtbil
der (A, B, C, D, E) repräsentierten Objekthöhenberei
ches zugeordnet wird, wobei die Approximationskurve die
Intensitätswerte der übereinander liegenden Bildpunkte
(Aij, Bij, Cij, Dij, Eij) oder Bildbereiche als Stützstel
len aufweist.
6. Verfahren nach Anspruch 3 oder 5, dadurch gekennzeich
net, daß der Funktionstyp der Approximationskurve in
einem Kalibrierverfahren ermittelt wird.
7. Verfahren nach einem der vorgenannten Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die Rasterstruktur aus Zeilen
und Spalten besteht.
8. Verfahren nach einem der vorgenannten Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die in z-Richtung gemessenen
Abstände zwischen den Ebenen, aus denen die Schichtbil
der (A, B, C, D, E) aufgenommen werden, gleich groß
sind.
9. Verfahren nach einem der vorgenannten Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß sich die Intensitätswerte auf
monochromatisches Licht beziehen.
10. Verfahren nach einem der vorgenannten Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die Intensitätswerte für die
Bildpunkte (Aij, Bij, Cij, Dij, Eij) oder Bildbereiche mit
einem konfokalen Scanning-Mikroskop mit Nipkow-Scheibe
oder einem Laser-Scanning-Mikroskop gewonnen werden.
Priority Applications (5)
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