DE10112500A1 - Elektrohydraulische Antriebseinheit - Google Patents
Elektrohydraulische AntriebseinheitInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine elektrohydraulische Antriebseinheit mit einem Elektromotor (1) und einer davon angetriebenen hydraulischen Pumpe (4). Zwecks Erweiterung des Einsatzbereiches ist erfindungsgemäß in den Elektromotor (1) zumindest ein weiterer Elektromotor (2) integriert, der mit mindestens einer weiteren hydraulischen Pumpe (5) in Antriebsverbindung steht. Die erste und/oder die zweite hydraulische Pumpe (4; 5) sind/ist bevorzugt zumindest teilweise in den ersten und/oder zweiten Elektromotor (1; 2) integriert. Die Pumpen (4, 5) können als Zahnradpumpen, insbesondere Zahnringpumpen, ausgebildet sein und einen gemeinsamen Ansaugkanal (13) aufweisen. Die Elektromotoren (1, 2) sind bevorzugt ölgekühlt. Hierbei ist radial zwischen einer Hohlwelle (3) des ersten Elektromotors (1), in der sich der zweite Elektromotor (2) befindet, und einem Gehäuse (16) des zweiten Elektromotors (2) ein Kühlkanal (17) gebildet, der an eine Eingangs- (18) und an eine Ausgangsöffnung (19) angeschlossen ist, die mit einem hydraulischen Kreislauf in Verbindung stehen.
Description
Die Erfindung betrifft eine elektrohydraulische Antriebseinheit mit einem Elektromotor
und einer davon angetriebenen hydraulischen Pumpe.
Derartige Antriebseinheiten werden beispielsweise in Flurförderzeugen eingesetzt.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Antriebseinheit der ein
gangs genannten Art zur Verfügung zu stellen, die einen erweiterten Einsatzbereich
aufweist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass in den Elektromotor
zumindest ein weiterer Elektromotor integriert ist, der mit mindestens einer weiteren
hydraulischen Pumpe in Antriebsverbindung steht.
Die erfindungsgemäße Antriebseinheit stellt mindestens zwei voneinander unabhängi
ge Förderströme zur Verfügung, die verschiedenen Verbrauchern zugeführt werden
können. In den zugehörigen hydraulischen Kreisen sind dabei unterschiedliche Drücke
möglich.
Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind/ist die erste und/oder die
zweite hydraulische Pumpe zumindest teilweise in den ersten und/oder zweiten
Elektromotor integriert.
Besonders ist günstig ist es dabei, wenn die beiden hydraulischen Pumpen in einem
seitlichen Abschlussdeckel angeordnet sind.
Zweckmäßigerweise sind die beiden Pumpen parallel zueinander angeordnet, wobei
die erste Pumpe eine mit dem ersten Elektromotor verbundene hohle Pumpenwelle
aufweist, in der eine mit dem zweiten Elektromotor verbundene Pumpenwelle der
zweiten Pumpe angeordnet ist.
Die Pumpen sind mit Vorteil als Zahnradpumpen, insbesondere Zahnringpumpen, aus
gebildet.
Eine Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die beiden Pumpen einen gemein
samen Ansaugkanal aufweisen.
Bezüglich der Anordnung des zweiten Elektromotors ist es günstig, wenn der erste
Elektromotor einen außenliegenden Stator und einen innenliegenden Rotor umfasst,
wobei der Rotor eine Hohlwelle aufweist, in der sich der zweite Elektromotor befindet.
Sofern die Elektromotoren ölgekühlt sind, ergeben sich Vorteile in Bezug auf eine hohe
Leistungsdichte und eine geringe Geräuschentwicklung der erfindungsgemäßen
Antriebseinheit.
Hierbei ist gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung radial zwischen der
Hohlwelle des ersten Elektromotors und einem Gehäuse des zweiten Elektromotors ein
Kühlkanal gebildet, der an eine Eingangs- und an eine Ausgangsöffnung angeschlos
sen ist, die mit einem hydraulischen Kreislauf in Verbindung stehen.
Zweckmäßigerweise steht die Eingangsöffnung mit einer Rücklaufleitung eines hydrau
lischen Verbrauchers in Verbindung, der an eine der Pumpen angeschlossen ist, und
steht die Ausgangsöffnung mit einem Ansaugkanal der Pumpe in Verbindung.
Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die erste Pumpe ein größeres
Fördervolumen als die zweite Pumpe aufweist. Diese Konstruktion ist besonders
geeignet für Verbraucher mit stark voneinander abweichendem Mengenbedarf.
Hierbei ist es möglich, beide Pumpen für die unterschiedlichen Verbraucher einer
Arbeitshydraulik einzusetzen. Eine andere günstige Ausgestaltung sieht vor, dass die
erste Pumpe an eine Arbeitshydraulik und die zweite Pumpe an eine Lenkhydraulik
einer fahrbaren Arbeitsmaschine angeschlossen ist. Damit ist sichergestellt, dass die
Lenkhydraulik stets ausreichend mit Drucköl versorgt wird. Ein gesondertes
Prioritätsventil, wie es bei Antriebseinheiten des Standes der Technik mit nur einem
Elektromotor und nur einer Pumpe verwendet wird, ist dabei nicht erforderlich.
Die erfindungsgemäße Antriebseinheit ist besonders gut für eine Arbeitsmaschine
geeignet, die als Flurförderzeug ausgebildet ist, wobei die Arbeitshydraulik Hub- und
Neigezylinder aufweist.
Sofern bei dieser Anwendung beide Pumpen für die Versorgung der Arbeitshydraulik
genutzt werden, kann z. B. die Pumpe mit größerem Fördervolumen an die Hub- und
die Neigehydraulik angeschlossen werden, während die kleinere Pumpe der Versor
gung z. B. eines Seitenschiebers dient.
Eine Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die Elektromotoren als Drehstrom
motoren ausgebildet sind. Drehstrommotoren sind wartungsfrei und ermöglichen auf
einfache Weise eine Energie-Rückgewinnung. So kann bei Einsatz der Erfindung in
Gabelstaplem Hubenergie zurückgewonnen werden, indem beim Absenken der Hub
zylinder die zugeordnete erste Pumpe angetrieben wird und dabei der damit gekoppel
te erste Elektromotor generatorisch wirksam ist.
Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden anhand eines in den Figuren
schematisch dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Dabei zeigt
Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine erfindungsgemäße Antriebseinheit und
Fig. 2 einen vergrößerten Ausschnitt aus Fig. 1.
Die erfindungsgemäße Antriebseinheit ist als Doppelpumpenaggregat ausgebildet, das
beispielsweise in einem Gabelstapler zum Einsatz kommen kann.
Radial innerhalb eines ersten Elektromotors 1 ist ein zweiter Elektromotor 2 angeord
net. Dieser befindet sich in einer Hohlwelle 3 des innenliegenden Rotors des ersten
Elektromotors 1.
Die beiden Elektromotoren 1 und 2 treiben zwei Pumpen 4 und 5 an, die im vorliegen
den Ausführungsbeispiel als Zahnradpumpen (Zahnringpumpen) ausgeführt und in
einem seitlichen Abschlussdeckel 6 der Antriebseinheit parallel zueinander angeordnet
sind. Hierbei ist die erste Pumpe 4 axial und radial vollständig in die Antriebseinheit
integriert.
Die zweite Pumpe 5 befindet sich im vorliegenden Ausführungsbeispiel in einer seit
lichen Ausbuchtung des Abschlussdeckels 6, ist also axial nicht vollständig in die
Antriebseinheit integriert. Selbstverständlich ist es auch möglich, die zweite Pumpe 5
ebenfalls vollständig zu integrieren und den Abschlußssdeckel 6 bündig auszubilden.
Die erste Pumpe 4 steht mit der Hohlwelle 3 des ersten Elektromotors 1 in Antriebs
verbindung und weist eine hohle Pumpenwelle 4a auf. In der hohlen Pumpenwelle 4a
der ersten Pumpe 4 ist eine Pumpenwelle 5b der zweiten Pumpe 5 angeordnet, die
von dem zweiten Elektromotor 2 angetrieben wird.
Die Antriebsverbindung zwischen dem Elektromotor 1 und der hohlen Pumpenwelle 4a
besteht aus einer Scheibe 7, die mit der Hohlwelle 3 des ersten Elektromotors 1 ver
bunden und mittels eines Wälzlagers 8 auf dem Abschlussdeckel 6 gelagert ist.
Da der zweite Elektromotor 2 auf der rotierenden Scheibe 7 abgestützt ist, befindet
sich zwischen einem zum Abschlussdeckel 6 der Antriebseinheit benachbarten Lager
schild 9 des zweiten Elektromotors 2 und der Scheibe 7 ein Wälzlager 10. Ein auf der
entgegengesetzten Seite des Elektromotors 2 angeordnetes Lagerschild 11 ist mit
einem in der Figur rechten Abschlussdeckel 12 der Antriebseinheit fest verbunden.
Die beiden Pumpen 4 und 5 weisen einen gemeinsamen Ansaugkanal 13 auf und zwei
voneinander getrennte Druckkanäle 14 und 15. Die erste Pumpe 4 verfügt über ein
größeres Fördervolumen als die zweite Pumpe 5 und ist an eine Arbeitshydraulik ange
schlossen, beispielsweise Hub- und Neigezylinder einer Hubhydraulik eines Gabel
staplers. Die zweite Pumpe 5 dient bevorzugt der Versorgung einer hydraulischen
Lenkung oder weiterer Nebenverbraucher.
Radial zwschen der Hohlwelle 3 des ersten Elektromotors 1 und einem Gehäuse 16
des zweiten Elektromotors 2 ist ein ringzylindrischer Kühlkanal 17 gebildet, der wesent
licher Bestandteil einer Ölkühlung der beiden Elektromotoren 1 und 2 ist. Hierbei ist
eine im Abschlussdeckel 12 und dem Lagerschild 11 angeordnete Eingangsöffnung 18
des Kühlkanals 17 an eine Rücklaufleitung eines oder mehrerer Verbraucher ange
schlossen.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich, ist eine Ausgangsöffnung 19 des Kühlkanals 17 in der
Scheibe 7 vorgesehen und steht mit einem Kanal 20 in Verbindung, der an den An
saugkanal 13 angeschlossen ist. Mit Hilfe von Hydrauliköl, das durch die Eingangs
öffnung 18, den Kühlkanal 17 und die Ausgangsöffnung 19 fließt, werden die beiden
Elektromotoren 1 und 2 gekühlt. Selbstverständlich ist es auch möglich, eine Steue
rung der Elektromotoren 1 und 2 zu kühlen. Dabei ist die Steuerung zweckmäßiger
weise an die Antriebs angeflanscht, so dass die Ölkühlung der Elektromotoren 1 und 2
die Steuerung mitkühlt.
Claims (14)
1. Elektrohydraulische Antriebseinheit mit einem Elektromotor und einer davon an
getriebenen hydraulischen Pumpe, dadurch gekennzeichnet, dass in den
Elektromotor (1) zumindest ein weiterer Elektromotor (2) integriert ist, der mit
mindestens einer weiteren hydraulischen Pumpe (5) in Antriebsverbindung steht.
2. Elektrohydraulische Antriebseinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die erste und/oder die zweite hydraulische Pumpe (4; 5) zumindest teilweise
in den ersten und/oder zweiten Elektromotor (1; 2) integriert sind/ist.
3. Elektrohydraulische Antriebseinheit nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
dass die beiden hydraulischen Pumpen (4, 5) in einem seitlichen Abschlussdeckel
(6) angeordnet sind.
4. Elektrohydraulische Antriebseinheit nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
dass die beiden Pumpen (4, 5) parallel zueinander angeordnet sind, wobei die
erste Pumpe (4) eine mit dem ersten Elektromotor (1) verbundene hohle Pumpen
welle (4a) aufweist, in der eine mit dem zweiten Elektromotor (2) verbundene
Pumpenwelle (5a) der zweiten Pumpe (5) angeordnet ist.
5. Elektrohydraulische Antriebseinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, dass die Pumpen (4, 5) als Zahnradpumpen, insbesondere Zahn
ringpumpen, ausgebildet sind.
6. Elektrohydraulische Antriebseinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, dass die beiden Pumpen (4, 5) einen gemeinsamen Ansaugkanal
(13) aufweisen.
7. Elektrohydraulische Antriebseinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, dass der erste Elektromotor (1) einen außenliegenden Stator und
einen innenliegenden Rotor umfasst, wobei der Rotor eine Hohlwelle (3) aufweist,
in der sich der zweite Elektromotor (2) befindet.
8. Elektrohydraulische Antriebseinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, dass die Elektromotoren (1, 2) ölgekühlt sind.
9. Elektrohydraulische Antriebseinheit nach Anspruch 7 und Anspruch 8, dadurch
gekennzeichnet dass radial zwischen der Hohlwelle (3) des ersten Elektromotors
(1) und einem Gehäuse (16) des zweiten Elektromotors (2) ein Kühlkanal (17) ge
bildet ist, der an eine Eingangs- (18) und an eine Ausgangsöffnung (19) ange
schlossen ist, die mit einem hydraulischen Kreislauf in Verbindung stehen.
10. Elektrohydraulische Antriebseinheit nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
dass die Eingangsöffnung (18) mit einer Rücklaufleitung eines hydraulischen Ver
brauchers in Verbindung steht, der an eine der Pumpen (4; 5) angeschlossen ist,
und die Ausgangsöffnung (19) mit einem Ansaugkanal (13) der Pumpe (4; 5) in
Verbindung steht.
11. Elektrohydraulische Antriebseinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, dass die erste Pumpe (4) ein größeres Fördervolumen aufweist
als die zweite Pumpe (5).
12. Elektrohydraulisches Antriebseinheit nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
dass die erste Pumpe (4) an eine Arbeitshydraulik und die zweite Pumpe (5) an
eine Lenkhydraulik einer fahrbaren Arbeitsmaschine angeschlossen ist.
13. Elektrohydraulische Antriebseinheit nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet,
dass die Arbeitsmaschine als Flurförderzeug ausgebildet ist und die Arbeits
hydraulik Hub- und Neigezylinder aufweist.
14. Elektrohydraulische Antriebseinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch
gekennzeichnet, dass die Elektromotoren (1, 2) als Drehstrommotoren ausgebildet
sind.
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Legal Events
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| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: LINDE MATERIAL HANDLING GMBH & CO. KG, 63743 A, DE |
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| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: LINDE MATERIAL HANDLING GMBH, 63743 ASCHAFFENB, DE |
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| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
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| R119 | Application deemed withdrawn, or ip right lapsed, due to non-payment of renewal fee | ||
| R082 | Change of representative |
Representative=s name: PATENTSHIP PATENTANWALTSGESELLSCHAFT MBH, DE |
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| R082 | Change of representative |
Representative=s name: PATENTSHIP PATENTANWALTSGESELLSCHAFT MBH, DE |