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Die Erfindung betrifft ein Verfahren
zum Verschließen
von Behältern,
insbesondere Flaschen oder Dosen, gemäß Oberbegriff des Anspruchs
1 sowie eine Vorrichtung zum Verschließen von Behältern gemäß Obergriff des Anspruchs 21.
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Verfahren und Vorrichtungen der hier
angesprochenen Art sind bekannt. Es ist insbesondere bekannt, beim
Verschließen
von Behältern
Verschlüsse einzusetzen,
die eine Dichtungseinlage und ein Verschlusselement, beispielsweise
eine Verschlusskappe aufweisen. Nach dem Befüllen des Behälters wird zunächst die
Dichtungseinlage auf dessen Mündungsbereich
aufgesetzt und dann erst die Verschlusskappe, die dann die Dichtungseinlage
auf dem Mündungsbereich
fixiert. Diese Vorgehensweise wird deshalb gewählt, weil beim Aufsetzen der Verschlusskappe
ohne das vorherige Aufsetzen einer Dichtungseinlage häufig Sauerstoff
in das Innere des Behälters
eingebracht wird, was zu einer Gefährdung der Haltbarkeit des
Behälterinhalts
führt.
Häufig ist
es vorgekommen, dass die Dichtungseinlage beim Verschließvorgang
verrutscht ist, so dass trotz allem beim Aufsetzen der Verschlusskappe
noch Sauerstoff in das Innere des Behälters eingebracht wurde.
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Aufgabe der Erfindung ist es daher,
ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Verschließen von Behältern zu schaffen, die ein
Verrutschen der Dichtungseinlage beim Verschließvorgang erschweren.
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Zur Lösung dieser Aufgabe wird ein
Verfahren zum Verschließen
von Behältern
vorgeschlagen, das die in Anspruch 1 genannten Merkmale aufweist. Es
zeichnet sich dadurch aus, dass nach dem Aufsetzen der Dichtungseinlage
auf den Mündungsbereich des
zu verschließenden
Behälters
dessen Innenraum mit einem Unterdruck beaufschlagt wird, so dass
die Dichtungseinlage sicher gehalten wird, bis sie endgültig durch
das Verschlusselement fixiert wird. Es ist damit praktisch ausgeschlossen,
dass beim Aufsetzen des Verschlusselements, insbesondere einer Verschlusskappe,
Sauerstoff in das Innere des Behälters
eingeschleppt wird.
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Besonders bevorzugt wird eine Ausführungsform
des Verfahrens, die sich dadurch auszeichnet, dass der Unterdruck
auf einfache Weise erzeugt wird: Der Behälter wird nach dem Befüllen reversibel
verformt und dann erst wird die Dichtungseinlage aufgesetzt. Beim
Verformen des Behälters wird
Luft aus dessen Mündung
ausgepresst. Danach wird die Verformung zumindest teilweise wieder
aufgehoben, wodurch im Inneren des Behälters ein Unterdruck erzeugt
wird, mit dessen Hilfe die Dichtungseinlage auf dem Mündungsbereich
festgehalten, quasi festgesaugt wird. Auch ohne irgendwelche besondere
Befestigungsmittel oder Haltevorrichtungen findet die Dichtungseinlage
auf dem Mündungsbereich
des Behälters
sicheren Halt, so dass der weitere Verschließvorgang problemlos ausführbar ist.
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Weiterhin wird eine Ausführungsform
des Verfahrens bevorzugt, bei dem vorgesehen ist, den Behälter, zumindest
dessen Mündungsbereich
nach dem Aufsetzen der Dichtungseinlage zu reinigen. Während dieses
Verfahrensschrittes wird die Dichtungseinlage durch den Unterdruck
sicher auf den Mündungsbereich
gehalten und kann nicht verrutschen. Dadurch kann kein Reinigungsmittel
in das Innere des Behälters
dringen. Überdies
wird der unmittelbar an die Dichtungseinlage angrenzende Mündungsbereich
des Behälters
effektiv gereinigt, so dass beim Aufsetzen des Verschlusselements,
insbesondere einer Verschlusskappe, keine Inhaltsreste im Mündungsbereich
zwischen Verschlusselement und Behälteraußenfläche eingeschlossen werden, die
einen Benutzer gefährden
könnten.
Außerdem wird
vermieden, dass der Verschluss am Behälter festklebt und sich dadurch
hohe Öffnungswerte
ergeben, das heißt
hohe Kräfte
beim Öffnen
des Behälters.
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Weitere Ausführungsformen des Verfahrens ergeben
sich aus den übrigen
Unteransprüchen.
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Zur Lösung der genannten Aufgabe
wird außerdem
eine Vorrichtung vorgeschlagen, die die in Anspruch 21 genannten
Merkmale aufweist. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass ein mit dem
zu befüllenden
Behälter
zusammenwirkendes Verformungselement vorgesehen ist. Dieses dient
dazu, den Behälter
nach dem Befüllen
so zu verformen, dass das eingeschlossene Volumen reduziert wird. Wird
die Verformung nach dem Aufsetzen einer Dichtungseinlage auf den
Mündungsbereich
des Behälters
wieder aufgehoben, wird der oben genannte Unterdruck aufgebaut.
Es stellt sich im übrigen
sowohl bei dem Verfahren als auch bei der Vorrichtung noch der zusätzliche
Vorteil ein: Beim Verformen des Behälters wird der zwischen Mündungsbereich
und Füllgut
vorhandene Luftraum, der so genannte Kopfraum reduziert oder gar
ganz beseitigt, so dass hier noch vorhandener Sauerstoff aus dem
Inneren des Behälters
verdrängt
wird. Nach dem Aufsetzen der Dichtungseinlage und nach der zumindest
teilweisen Aufhebung der Verformung entsteht im Mündungsbereich
ein Unterdruck, der die Dichtungseinlage dichtend auf den Mündungsbereich
festsaugt, so dass kein Sauerstoff mehr in das Innere des Behälters eindringen
kann.
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Weitere Ausgestaltungen der Vorrichtung
ergeben sich aus den übrigen
Unteransprüchen.
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Die Erfindung wird im folgenden anhand
der Zeichnung, die eine Figur umfasst, erläutert. Diese zeigt eine Prinzipskizze
eines zu befüllenden
Behälters
in Seitenansicht mit einem darüber
angeordneten Verschluss in Explosionsdarstellung.
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Bei dem in Seitenansicht dargestellten
Behälter 1 handelt
es sich beispielhaft um eine Flasche mit einem Schraubverschluss.
Diese weist einen Mündungsbereich 3 auf.
Unterhalb des Mündungsbereichs
auf der Außenfläche des
Behälters 1 befinden
sich Gewindevorsprünge 7,
die ein Außengewinde
bilden. Unterhalb der Gewindevorsprünge 7 ist auf der
Außenfläche 5 des
Behälters 1 ein
umlaufender Kragen 9 vorgesehen, der unter anderem dazu
dient, die Flasche beim Befüllen
zu ergreifen und zu fixieren.
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Oberhalb des Mündungsbereichs 3 ist
ein Verschluss 11 dargestellt, der eine Dichtungseinlage 13 und
ein als Verschlusskappe ausgebildetes Verschluss element 15 umfasst.
Dieses weist einen Boden 17 auf, von dem ein ringförmiger Mantel 19 ausgeht,
auf dessen Innenseite hier angedeutete Gewindevorsprünge 21 zur
Bildung eines Innengewindes vorgesehen sind. Sie sind so ausgelegt,
dass sie mit den Gewindevorsprüngen 7 auf
der Außenfläche 5 des
Behälters 1 kämmen und
zusammenwirken.
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Am unteren Rand des Mantels 19 ist
ein üblicher, über Stege 23 mit
dem Mantel 19 verbundener Garantiering 25 vorgesehen,
der beim ersten Öffnen des
Behälters 1,
also beim ersten Abschrauben des Verschlusses 11, aufgesprengt
wird, so dass ein Verbraucher Manipulationen am Verschluss des Behälters erkennen
kann.
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Die Dichtungseinlage 13 kann
als flache Scheibe ausgebildet sein, die so groß gewählt ist, dass sie den Mündungsbereich 3 des
Behälters 1 vollständig überspannt
und vorzugsweise noch etwas über
diesen rundum vorspringt. Die als Verschlusselement 15 vorgesehene
Verschlusskappe ist ihrerseits so ausgebildet, dass sie über die
Dichtungseinlage 13 und über den Mündungsbereich 3 aufgesetzt
und auf geeignete Weise, hier durch die Gewindevorsprünge 7 und 21 am
Behälter 1 befestigt wird.
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Bei dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel
ist die Dichtungseinlage 13 speziell ausgebildet. Sie weist
einen zylindrischen Ansatz 27 auf, dessen Größe so gewählt ist,
dass sich die Dichtungseinlage 13 beim Aufsetzen auf den
Mündungsbereich 3 sicher
hält. Der
zylindrische Ansatz 27 wird von einem hier horizontal verlaufenden
Ring 29 umgeben, der oben auf dem Rand 31 des
Mündungsbereichs 3 aufliegt.
Schließlich
entspringt außen
am Ring 29 ein nach unten abgewinkelter Randbereich 33,
der einen an den Mündungsbereich 3 angrenzenden
Bereich der Außenfläche 5 überspannt,
wenn die Dichtungseinlage 13 auf den Behälter 1 aufgesetzt
wird. Es ist also bei einer derartigen Ausgestaltung der Dichtungseinlage 13 möglich, beim
Aufsetzen der Dichtungseinlage 13 sowohl eine Innendichtung
durch den Ansatz 27 sicherzustellen, als auch eine Seitendichtung
durch den Randbereich 33. Schließlich kann noch im oberen Bereich
des Randes 31 des Behälters
eine Dichtung gewährleistet
werden, die als Top-Side-Seal bezeichnet wird.
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Die in der Figur dargestellte Dichtungseinlage 13 hat
also eine Halteeinrichtung dadurch, dass der zylindrische Ansatz 27 vorgesehen
ist. Zusätzlich hält sich
die Dichtungseinlage 13 auch noch durch den umlaufenden
Randbereich 33, so dass insbesondere bei ausgeprägtem Randbereich 33 auf
den zylindrischen Ansatz 27 verzichtet werden könnte.
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Die Dichtungseinlage 13 kann
auch einen relativ dünnen,
den Mündungsbereich 3 horizontal überspannenden
Bereich umfassen, der von einem Dichtring umgeben wird. Dieser stellt
eine Außendichtung
des Mündungsbereichs 3 des
Behälters 1 sicher,
wenn das Verschlusselement 15 aufgesetzt wird. Der Dichtring
weist hier eine Höhe
auf, die ein Mehrfaches der Dicke des den Mündungsbereich 3 überspannenden
Bereichs der Dichtungseinlage aufweist, und eine Dicke, die ebenfalls
größer ist
als die Dicke in dem vom Dichtring eingeschlossenen Bereich.
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Der hier dargestellte Behälter 1 weist
eine übliche
Flaschenform auf. Die Außenfläche 5 umfasst
hier einen zylindrischen Wandbereich 35, der bis zum Boden 37 der
Flasche beziehungsweise des Behälters 1 reicht.
Die Ausgestaltung des Behälters 1 ist
von untergeordneter Bedeutung. Wesentlich ist, dass er zumindest
bereichsweise aus einem reversibel verformbaren Material besteht.
In der Figur ist mit durchgezogenen Linien die unverformte Gestalt
des Behälters 1 dargestellt
und mit gestrichelten Linien 39 ein Zustand, in dem der
Wandbereich 35 durch von außen wirkende Kräfte, die
durch einen Pfeil 41 angedeutet sind, verformt ist.
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Wesentlich ist bei der hier vorgesehen
Verformung, dass das Volumen des Innenraums 43 des Behälters 1 reduziert
wird.
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In der Figur ist durch eine gestrichelte
Linie 45 das Niveau angedeutet, das eine in den Behälter 1 eingefüllte Substanz
bei unverformtem Wandbereich 35 einnimmt. Durch eine gepunktete
Linie 47 ist angedeutet, dass bei verformten Wandbereich 35 das
Niveau sich in Richtung des Mündungsbereichs 3 verlagert.
Der Freiraum zwischen Mündungsbereich 3 und
der in den Behälter
eingefüllten
Substanz, der sogenannte Kopfraum, wird also beim Verformen des
Behälters 1,
nämlich
beim Eindrücken
des Wandbereichs 35, reduziert. Es ist dabei möglich, die Verformung
so auf den Füllgrad
des Behälters 1 abzustimmen,
dass das Niveau der in den Behälter 1 eingebrachten
Substanz den Mündungsbereich 3 erreicht,
dass also das Kopfvolumen auf Null reduziert wird.
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Die Verformung des Behälters 1 kann
auf verschiedene Weise erfolgen. Bei einer Vorrichtung zum Verschließen von
Behältern
kann also ein Verformungselement 47 vorgesehen werden,
das, wie durch einen Pfeil 49 angedeutet, gegenüber dem
Behälter 1 verlagerbar
ist und bei Bedarf auf dessen Außenwand, hier also auf den
Wandbereich 35, einwirkt und diesen Richtung des Pfeils 41 verformt.
Wie letztlich die Verformung bewirkt wird, ist nicht von entscheidender
Bedeutung. Es ist also möglich,
den Behälter 1 innerhalb
einer Abfüllanlage
an einer feststehenden Schiene mit einem Vorsprung entlangzuführen, der
in die Bewegungsbahn des Behälters 1 ragt und
dessen Wandbereich 35 verformt. Um Reibungskräfte zu vermeiden,
kann das Verformungselement 47 sowohl in dem feststehenden
als auch in dem beweglichen Fall als Rolle ausgebildet sein.
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Wie die Bewegung des Verformungselements 47 bewirkt
wird, ist für
das Verfahren zum Verschließen
von Behältern
von untergeordneter Bedeutung. Es ist also möglich, das Verformungselement 41 mit
einem geeigneten Bewegungsantrieb zu koppeln, sei es einem Exzenter
oder einem elektrischen Antriebsmotor. Denkbar sind auch pneumatische oder
hydraulische Antriebsmittel, die das Verformungselement 47 entsprechend
dem Pfeil 49 hin und her bewegen.
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Im folgenden wird auf das Verfahren
zum Verschließen
von Behältern
näher eingegangen.
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Der Behälter 1 wird mit einer
beliebigen Substanz gefüllt,
die in einer Flüssigkeit
bestehen kann aber auch in einem Feststoffe umfassenden Gut, das vorzugsweise
rieselfähig
ist. Die Befüllung
des Behälters 1 erfolgt
beispielsweise bis zum Erreichen der gestrichelten Linie 45.
Nun wird der Behälter 1 reversibel
verformt. In der Figur ist beispielhaft dargestellt, dass der Wandbereich 35 mit
Hilfe eines Verformungselements 47 eingedrückt wird,
so dass sich das Volumen des Innenraums 43 reduziert und
das obere Niveau der eingefüllten
Substanz beispielsweise die gepunktete Linie 47 erreicht.
Damit reduziert sich das zwischen dem Inhalt und dem Mündungsbereich 3 liegende
Volumen, das sogenannte Kopfvolumen. Es ist auch möglich, den
Behälter 1 soweit
zu verformen, dass der Behälterinhalt
den Mündungsbereich 3 erreicht.
Bei Flüssigkeiten
kann diese auch bei der Verformung des Behälters aus dem Mündungsbereich
austreten. Bei kohlensäurehaltigem
Inhalt, beispielsweise bei Bier, wird vorzugsweise dafür gesorgt,
dass der Schaum, der eingefüllten
Flüssigkeit
aus dem Mündungsbereich 3 austritt
und damit eine den Mündungsbereich 3 überragende
Schaumkrone bildet. Damit wird sichergestellt, dass Sauerstoff aus
dem Kopfvolumen verdrängt
und beim Aufsetzen einer Dichtungseinlage kein Sauerstoff in das Innere
des Behälters
eingebracht wird.
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Nun wird die Dichtungseinlage 13 auf
den Mündungsbereich 3 aufgesetzt
und die Verformung des Behälters 1 zumindest
teilweise rückgängig gemacht,
indem die auf den Behälter 1 wirkenden
Verformungskräfte
reduziert oder aufgehoben werden. Durch die Elastizität und die
Rückstellkraft
der reversibel verformten Behälterwand
wird nun ein Unterdruck aufgebaut, der die Dichtungseinlage sicher
auf dem Mündungsbereich 3 hält, auch
wenn diese als flache Scheibe ausgebildet ist und damit nicht so konturiert
ist, wie es bei dem in der Figur dargestellten Ausführungsbeispiel
der Fall ist. Nun wird das Verschlusselement 15, hier also
die Verschlusskappe auf den Behälter 1 aufgesetzt,
wodurch die Dichtungseinlage 13 sicher auf dem Mündungsbereich 3 fixiert
wird.
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Bei dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel
wird der Unterdruck im Innenraum des Behälters 43 nach dem
Aufsetzen der Dichtungseinlage 13 dadurch aufgebaut, dass
eine reversible Verformung nach Abschluss des Mündungsbereichs 3 durch
das Dichtungselement 13 zumindest teilweise wieder aufgehoben
wird und durch die Kraft der in ihre Ursprungslage zurückfedernden
Wandbereiche 35 ein Unterdruck aufgebaut wird. Der Unterdruck
im Behälter 1 kann
auch durch Abkühlen
einer erwärmten,
in den Behälter
eingebrachten Substanz, erzeugt werden. Es ist jedoch möglich, durch
einen hier nicht dargestellten separaten Zugang zum Innenraum 43 im Behälter 1 beispielsweise
mittels einer geeigneten Unterdruckquelle einen Unterdruck aufzubauen, nachdem
die Dichtungseinlage 13 aufgesetzt wurde. Die anhand der
Figur erläuterte
Vorgehensweise, nämlich
die Verformung des Behälters
vor dem Aufsetzen der Dichtungseinalge 13, ist jedoch besonders
einfach und kostengünstig
realisierbar.
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Dadurch, dass die Dichtungseinlage 13 durch
den Unterdruck sicher auf dem Mündungsbereich 3 des
Behälters 1 gehalten
wird, ist es möglich, nach
Aufsetzen der Dichtungseinlage 13 einen Reinigungsvorgang
durchzuführen,
der den Behälter 1 beziehungs weise
dessen Außenfläche 5 zumindest nahe
des Mündungsbereichs 3 zu
reinigen. In der Figur ist eine Reinigungsdüse 51 angedeutet,
mit der eine Reinigungsflüssigkeit
auf den Behälter 1,
insbesondere auf die den Mündungsbereich 3 umgebenden
Bereiche, hier Gewindevorsprünge 7,
aufgesprüht
werden kann. Die Reinigungsflüssigkeit
kann natürlich
auch von oben oder von mehreren Seiten aufgesprüht werden.
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Wesentlich ist, dass durch den Reinigungsvorgang
Inhaltsstoffe insbesondere aus dem Mündungsbereich 3 beziehungsweise
von der Außenfläche 5 im
Bereich der Gewindevorsprünge 7 entfernt werden,
so dass diese beim Aufsetzen eines als Verschlusskappe ausgebildeten
Verschlusselements 15 nicht eingeschlossen werden und verderben
können. Außerdem kann
dann die Verschlusskappe nicht am Behälter festkleben.
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Der in den Behälter 1 eingefüllte Inhalt
wird sich also bei dem hier beschriebenen Verfahren durch eine besondere
Haltbarkeit auszeichnen. Zum einen wird durch die Verformung des
Behälters 1 das auch
als Kopfraum bezeichnete Kopfvolumen zumindest teilweise möglicherweise
sogar auf Null reduziert, so dass sich im Innenraum 43 kein
Sauerstoff mehr befindet. Dies führt
zu einer verbesserten Haltbarkeit. Dadurch, dass Inhaltsstoffe vom
Mündungsbereich
beziehungsweise von der diesen umgebenden Außenfläche 5 entfernt werden,
können
sich auch keine Bakterien oder Pilze bilden, die nach dem ersten Öffnen des
Behälters 1 dessen
Inhalt oder aber einen Verbraucher gefährden. Außerdem wird ein Verkleben des
Verschlusses mit dem Behälter vermieden, so
dass sich auch keine erhöhten Öffnungswerte
ergeben.
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Insbesondere bei dünnwandigen
Behältern 1 ist
es vorteilhaft, wenn diese nach dem Verschließen durch einen Überdruck
im Innenraum 43 stabilisiert werden. Es ist daher möglich, vor
dem Aufsetzen der Dichtungseinlage 13 beispielsweise flüssigen Stickstoff
einzubringen, der nach dem endgültigen
Verschließen
des Behälters 1 ein
vergrößertes Stickstoff-Volumen
und einen Innendruck zur Verfügung stellt,
der den Behälter 1 stabilisiert.
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Es ist bei kohlensäurehaltigem
Inhalt des Behälters 1 stattdessen
oder zusätzlich
möglich,
den Behälter 1 nach
dem Befüllen
zu rütteln
oder zu schütteln
oder auf sonstige Weise dessen Inhalt in Bewegung zu versetzen,
um durch austretendes CO2 einen erhöhten Innendruck
im Behälter 1 zu
schaffen.
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Wesentlich ist, dass der Behälter 1 hier
nur beispielhaft als Flasche dargestellt ist. Es ist sehr wohl möglich, auch
den Mündungsbereich 3 einer Dose
mit Hilfe des hier beschriebenen Verfahrens und der hier erläuterten
Vorrichtung zu verschließen. Nach
dem Befüllen
der Dose wird eine an deren Mündungsbereich
angepasste Dichtungseinlage aufgebracht, die dann durch ein Verschlusselement
sicher gehalten wird. Dabei kann dann die Dose nach Einbringen des
Inhalts und vor Aufsetzen der Dichtungseinlage verformt werden,
um in einem weiteren Verfahrensschritt durch Aufhebung der Verformung
die Dichtungseinlage festzusaugen. Auch hier ist es möglich, auf
andere Weise einen Unterdruck im Inneren der Dose aufzubauen, der
dann die Dichtungseinlage während
des weiteren Verfahrens hält
und auch einen zwischengeschobenen Reinigungsschritt ermöglicht,
ohne dass die Dichtungseinlage verschoben und der Inhalt des Behälters gefährdet wird.
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Der Wert des Unterdrucks, also die
die Dichtungseinlage haltende Saugkraft und/oder dessen Einwirkungsdauer,
kann an den Verschließvorgang angepasst
werden. Der Unterdruck kann durch unterschiedlich starke Verformung
und/oder eine Veränderung
des Gasvolumens im Kopfraum variiert werden, um die Haltekräfte, die
die Dichtungseinlage auf den Mündungsbereich
des Behälters
halten, an verschiedene Einsatzfälle
anpassen zu können.
Die Einwirkungsdauer des Unterdrucks hängt von der Temperatur und/oder
vom Kohlensäuregehalt
des in den Behälter
eingebrachten Inhaltsstoffs ab. Bei stark kohlensäurenhaltigen
Getränken
muss der Unterdruck so stark gewählt
werden, dass aus der Flüssigkeit
austretendes CO2 nicht dazu führt, dass
die Dichtungseinlage keinen sicheren Halt mehr auf dem Behälter findet.
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Das Material der Dichtungseinlage 13 kann frei
gewählt
werden. Es ist also möglich,
eine flache Kunststoffscheibe oder eine geformte Dichtungseinlage
in einem beliebigen Formverfahren herzustellen, wie sie in der Figur
dargestellt ist. Dabei können
zum Beispiel Spritzgieß-
und Druckgussverfahren eingesetzt werden, aber auch Stanz- und/oder
Prägeverfahren.
Um eine optimale Abdichtung der Dichtungseinlage zu gewährleisten,
wird vorzugsweise ein Kunststoffmaterial gewählt, das sich dich tend an den Mündungsbereich 3 eines
Behälters
anlegen kann beziehungsweise durch das Verschlusselement 15 dichtend
angepresst wird. Wesentlich ist aber, dass bereits bei dem aufgebauten
Unterdruck eine derartige Dichtwirkung erzeugt wird, dass der Unterdruck nicht
zu schnell abgebaut wird und keine Haltekräfte mehr gegeben sind.
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Die Dichtungseinlage kann bei entsprechender
Wahl des Materials für
den Behälter 1 auch
aus Metall bestehen öder
aber aus einem Kombinationsmaterial, nämlich aus einer Metallplatte,
die zumindest auf der dem Mündungsbereich 3 zugewandten Seite
mit Kunststoff beschichtet ist.
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Das Verschlusselement 15 kann
in einem weiten Rahmen variiert werden. Bei dem in der Figur dargestellten
Ausführungsbeispiel
wurde von einem Schraubverschluss ausgegangen. Dabei können sowohl
Kunststoffverschlüsse
als auch Metallverschlüsse
eingesetzt werden, die entweder vorgeformt und aufgeschraubt werden
oder aber ohne ein ausgebildetes Gewinde aufgesetzt und dann einem Verformungsvorgang
unterworfen werden, in dem ein Gewinde angerollt wird. Hier als
Verschlusselement 15 eingesetzte Schraubverschlüsse können auch aus
Metall, insbesondere Aluminium, hergestellt sein und einen Garantiering 25 aufweisen,
der beispielsweise aus Kunststoff besteht.
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Sehr wohl können hier als Verschlusselemente 15 auch
Kronkorken, Twist-off-® oder Schnapp-Verschlüsse oder
dergleichen eingesetzt werden, oder aber an den Mündungsbereich
des Behälters 1 angeformte
Verschlüsse,
die beispielsweise aus Metallfolie bestehen und beim ersten Öffnen abgerissen
und auch als Aufreißverschlüsse bezeichnet
werden.
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Wesentlich ist für die Verschlüsse 11 der
hier angesprochenen Art, dass sie ein hier als Dichtungseinlage 13 bezeichnetes
separates Dichtungselement aufweisen, das zunächst auf den Mündungsbereich 3 eines
Behälters
aufgesetzt und dort festgesogen wird. Damit ist es möglich, den
nun vorverschlossenen Behälter 1 im
Mündungsbereich 3 zu
reinigen und erst dann das beispielsweise als Verschlusskappe ausgebildete
Verschlusselement 15 aufzusetzen. Die Haltekräfte, die
auf die Dichtungseinlage 13 wirken, können dadurch verstärkt werden,
dass ein Verschluss 11 verwendet wird, der im Endbereich
seines Mantels 19 eine verlagerbare Dichtungseinlage 13 hält. Nach
dem ersten Aufsetzen kann dann das als Verschlusskappe ausgebildete
Verschlusselement 15 auf den Behälter 1 aufgebracht,
insbesondere aufgeschraubt werden. Dichtungseinlage und Verschlusselement
sind damit auch hier als getrennte Teile ausgebildet, doch wird
die Dichtungseinlage hier von der Verschlusskappe zumindest während einer
ersten Funktionsstellung des Verschlusses gehalten.
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Vorzugsweise ist das Verschlusselement 15 bei
allen Ausführungsbeispielen
des Verschlusses 11 so ausgelegt, dass es die Dichtungseinlage 13 nach dem
Verschließen
des Behälters 1 sicher
hält, so dass
beim Abnehmen des Verschlusses 11 auch die Dichtungseinlage 13 vom
Mündungsbereich 3 des Behälters 1 entfernt
wird.
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Form und Ausgestaltung des Behälters 1 sind
also nach den hier vorliegenden Erläuterungen frei wählbar. Wesentlich
ist, dass zumindest zeitweise ein Unterdruck im Innenraum 43 des
Behälters 1 aufgebaut
werden kann. Wird also von außen
ein Unterdruck in das Innere des Behälters 1 eingeleitet, müssen dessen
Wände so
stabil sein, dass sie bei Anlegen des Unterdrucks sich nicht ohne
weiteres verformen und damit keine Saugkraft mehr zum Halten der
Dichtungseinlage 13 auf dem Mündungsbereich 3 aufgebaut
werden kann. Werden Behälter
eingesetzt, die zumindest reversibel verformbare Wandbereiche aufweisen,
so ist auch hier sicherzustellen, dass die Rückstellkräfte der verformten Wandbereiche 35 groß genug
sind, um im Mündungsbereich 3 durch
den Unterdruck eine Saugkraft aufzubauen, die die Dichtungseinlage 13 halten
kann.