DE10110532A1 - Einrichtung zum Lagern eines ersten Bauteils, insbesondere einer Ölwanne, an einem zweiten Bauteil, insbesondere einem Motorblock einer Brennkraftmaschine - Google Patents
Einrichtung zum Lagern eines ersten Bauteils, insbesondere einer Ölwanne, an einem zweiten Bauteil, insbesondere einem Motorblock einer BrennkraftmaschineInfo
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Abstract
Einrichtung (1) zum Lagern eines ersten Bauteils, insbesondere einer Ölwanne, an einem zweiten Bauteil, insbesondere einem Motorblock einer Brennkraftmaschine, gekennzeichnet durch einen ersten Stützkörper (2), welcher über erste Verbindungsmittel (11) an dem ersten Bauteil festlegbar oder festgelegt ist, einen zweiten Stützkörper (3), welcher über zweite Verbindungsmittel an dem zweiten Bauteil festlegbar ist und welcher von dem ersten Stützkörper (2) beabstandet ist, und einen elastischen Körper (4), welcher ersten und zweiten Stützkörper (2, 3) flüssigkeitsdicht verbindet und den ersten Stützkörper (2) an dem zweiten Stützkörper (3) elastisch bewegbar festlegt.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Lagern eines ersten
Bauteils, insbesondere einer Ölwanne, an einem zweiten Bauteil, insbesondere
einem Motorblock einer Brennkraftmaschine.
Derartige Einrichtung werden bei Kraftfahrzeugmotoren seit langem verwendet.
Regelmäßig wird dabei die Ölwanne an dem Motorblock über Schrauben
festgelegt, wobei zwischen dem Rand der Ölwanne und dem Motorblock eine
Dichtung eingelegt ist. Eine derartige Befestigung der Ölwanne an dem
Motorblock hat zur Folge, dass die bei dem Betrieb der Brennkraftmaschine
auftretenden Schwingungen auf die Ölwanne übertragen werden. Dies führt
nicht nur zu einer hohen Belastung der die Ölwanne mit dem Motorblock
verbindenden Schrauben - eine entsprechend große Anzahl von entsprechend
dimensionierten Schrauben ist erforderlich, um die Ölwanne zuverlässig mit
dem Motorblock zu verbinden. Darüber hinaus führt die Übertragung der
Vibrationen auf die Ölwanne zu einer Verschlechterung des akustischen
Verhaltens der Brennkraftmaschine.
Aus der Schrift DE-OS 37 12 052 ist eine Einrichtung zur Befestigung der
Ölwanne an dem Block einer Brennkraftmaschine bekannt, die einen an einer
Fußschiene umlaufend ausgebildeten, leistenförmigen Sims aufweist, an
welchen die Ölwanne mit einer korrespondierend umlaufenden Anschlusskante
dicht anschließbar ist. Eine Verringerung der Übertragung von Vibrationen von
der Brennkraftmaschine auf die Ölwanne kann mit dieser Einrichtung, bei der
die Ölwanne direkt an dem Motorblock anliegt, nicht erreicht werden.
Weiterhin ist es bekannt, im Bereich der Anlage von Ölwanne und Motorblock
Gummielemente vorzusehen, wobei Ölwanne und Gummielement über
Schrauben mit dem Motorblock verspannt sind.
Es hat sich jedoch gezeigt, dass auch hierdurch keine Verringerung der
Übertragung von Vibrationen des Motors auf die Ölwanne in dem gewünschten
Maß erreicht wird.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung zum
Lagern eines ersten Bauteils, insbesondere einer Ölwanne, an einem zweiten
Bauteil, insbesondere einem Motorblock einer Brennkraftmaschine anzugeben,
bei der die Übertragung von Vibrationen des zweiten Bauteils auf das erste
Bauteil vermindert wird.
Diese Aufgabe wird gemäß der vorliegenden Erfindung bei einer
gattungsgemäßen Einrichtung gelöst durch einen ersten Stützkörper, welcher
über erste Verbindungsmittel an dem ersten Bauteil festlegbar oder festgelegt
ist, einen zweiten Stützkörper, welcher über zweite Verbindungsmittel an dem
zweiten Bauteil festlegbar und welcher von dem ersten Stützkörper
beabstandet ist, und einen elastischen Körper, welcher ersten und zweiten
Stützkörper flüssigdicht verbindet und den ersten Stützkörper an dem zweiten
Stützkörper elastisch bewegbar festlegt.
Durch die erfindungsgemäße Gestaltung kann eine erhebliche Reduktion der
Übertragung von Vibrationen vom Motor auf die Ölwanne erreicht werden. Dies
ermöglicht nicht nur die Anzahl der zweiten Verbindungsmittel zur reduzieren,
sondern verbessert auch den akustischen Einfluss der Ölwanne. Darüber
hinaus ist es mit der vorliegenden Erfindung möglich, eine akustische
Entkopplung zu erzielen, welche bereits bei sehr tiefen Frequenzen, selbst bei
Frequenzen kleiner als 180 Hz, einsetzt. Schließlich ermöglicht die vorliegende
Erfindung nicht nur eine Lagerung des ersten Bauteils an dem zweiten Bauteil,
sondern auch eine Abdichtung der beiden Bauteile gegeneinander.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass
erster und/oder zweiter Stützkörper im Wesentlichen steif ausgebildet sind
und insbesondere aus Metall bestehen. Hierdurch kann insbesondere eine
zuverlässige Festlegung und Abdichtung der erfindungsgemäßen Einrichtung
an dem ersten Bauteil beziehungsweise dem zweiten Bauteil erreicht werden.
Weiterhin hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn erster und/oder zweiter
Stützkörper als umlaufender Körper ausgebildet sind.
Erfindungsgemäß ist weiterhin vorgesehen, dass der insbesondere aus
Elastomer bestehende elastische Körper fest mit erstem und zweitem
Stützkörper verbunden ist. Auf diese Weise können die statischen Lager-
beziehungsweise Haltekräfte zwischen erstem und zweitem Stützkörper
übertragen werden. Dabei wird aufgrund der elastischen Eigenschaften des
elastischen Körpers einer Übertragung von Vibrationen zwischen den beiden
Stützkörpern und somit zwischen erstem Bauteil/Ölwanne und zweitem
Bauteil/Brennkraftmaschine entgegengewirkt.
Eine gute Abdichtung wird dadurch erreicht, dass im Bereich der Anlagefläche
von erstem Stützkörper zum ersten Bauteil eine oder mehrere Dichtlippen
vorgesehen sind, die insbesondere einstückig mit dem elastischen Körper
ausgebildet sind. Dabei hat es sich als vorteilhaft erwiesen, an dieser Stelle
zwei Dichtlippen vorzusehen. Durch diese Gestaltung wird auch eine Trennung
der Funktionen erreicht. Die Dichtlippe dichtet den ersten Stützkörper
gegenüber dem ersten Bauteil ab und wird bei der Montage der
erfindungsgemäßen Einrichtung zur Erzielung einer guten Abdichtung elastisch
verformt. Der elastische Körper hingegen, welcher den ersten und zweiten
Stützkörper verbindet, wird bei der Montag der erfindungsgemäßen Einrichtung
nicht verformt und ermöglicht daher eine verbesserte Entkopplung
beziehungsweise Schwingungsisolation zwischen erstem und zweitem Bauteil
und dies unabhängig von irgendwelchen Schraubenkräften.
Darüber hinaus ist vorteilhafterweise vorgesehen, dass im Bereich der
Anlagefläche vom zweiten Stützkörper zum zweiten Bauteil eine oder mehrere
Dichtlippen vorgesehen sind, die insbesondere einstückig mit dem elastischen
Körper ausgebildet sind. Hier hat es sich als hinreichend gezeigt, eine einzige
Dichtlippe vorzusehen, welche am inneren Rand des zweiten Stützkörpers
ausgebildet ist. Durch die einstückige Gestaltung des elastischen Körpers mit
den Dichtlippen wird die Herstellung vereinfacht.
Bei einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist es
vorgesehen, dass der erste Stützkörper winklig ausgebildet ist und einen
Verbindungsabschnitt, der sich im Wesentlichen senkrecht zur Dichtungsebene
erstreckt, sowie einen Stützabschnitt aufweist, der sich im Wesentlichen
parallel zur Dichtungsebene erstreckt. Mit Dichtungsebene ist dabei die Ebene
der Anlagefläche zwischen zweitem Bauteil und zweitem Stützkörper gemeint.
Durch diese Gestaltung des ersten Stützkörpers wird eine besonders hohe
Stabilität der erfindungsgemäßen Einrichtung aber auch eine zuverlässige
Isolation der Ölwanne gegenüber dem Motorblock erreicht.
Eine zuverlässige und kostengünstig herstellbare Verbindung zwischen erstem
Stützkörper und erstem Bauteil kann dadurch erreicht werden, dass die ersten
Verbindungsmittel als Laschen ausgebildet sind, welche in korrespondierende
Ausnehmungen des ersten Bauteils, insbesondere der Ölwanne, einführbar
sind.
Gemäß einer Weiterbildung dieses Erfindungsgedankens ist vorgesehen, dass
das erste Bauteil, insbesondere die Ölwanne, und der erste Stützkörper durch
Umbiegen der Laschen miteinander fest verbindbar sind, wodurch eine
formschlüssige Verbindung zwischen Ölwanne und erstem Stützkörper erreicht
werden kann.
Vorteilhafterweise sind die Laschen an dem ersten Stützkörper, insbesondere
dessen Verbindungsabschnitt, ausgebildet.
Die Montage wird dadurch erleichtert, dass die Laschen an der Biegestelle
einen Abschnitt mit verringertem Querschnitt aufweisen. Dies ermöglicht es die
zum Umbiegen der Laschen erforderlichen Biegekräfte zu reduzieren.
Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind
Ausnehmungen vorgesehen, welche sich durch den zweiten Stützkörper und
wenigstens einen Teil des elastischen Körpers erstrecken. Dies hat den Vorteil,
dass die Steifigkeit des elastischen Körpers angepasst werden kann, um die
Übertragung von Schwingungen des Motorblocks auf die Ölwanne zu
verringern. Insbesondere kann durch die Anpassung der Steifigkeit des
elastischen Körpers eine Schwingungsentkopplung in dem gewünschten
Frequenzbereich erreicht werden. Ein weiterer Vorteil der Ausnehmungen ist,
dass das Gewicht der erfindungsgemäßen Einrichtung reduziert wird.
Gemäß einer Weiterbildung dieses Erfindungsgedankens ist vorgesehen, dass
die Ausnehmungen zum Motorblock hin offen und gegenüber dem von der
Ölwanne umschlossenen Raum durch den elastischen Körper abgedichtet sind.
Eine weitere Verbesserung wird dadurch erreicht, dass die Ausnehmungen
derart ausgebildet sind, dass durch die Ausnehmungen ein Werkzeug
einführbar ist, um den ersten Stützkörper abzustützen. Dies ist insbesondere
bei der Montage von Vorteil, da beim Verbinden des ersten Stützkörpers mit
der Ölwanne (erstes Bauteil) ein Verbiegen des ersten Stützkörpers vermieden
werden kann. Dies gilt insbesondere bei der erfindungsgemäßen Gestaltung,
bei der der erste Stützkörper Laschen aufweist, welche zum Verbinden von
Ölwanne und erstem Stützkörper umgebogen werden.
Eine besonders gute Abstützung des ersten Stützkörpers bei der Montage kann
dadurch erreicht werden, dass wenigstens einige der Ausnehmungen
benachbart zu den ersten Verbindungsmitteln angeordnet sind.
Weiterhin ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass der zweite Stützkörper
Verbindungsöffnungen aufweist, durch die die Verbindungsmittel zum
Verbinden mit dem ersten Bauteil durchführbar sind. Als zweite
Verbindungsmittel können insbesondere Schrauben vorgesehen werden,
welche in den Motorblock eingeschraubt werden.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich darüber hinaus auf eine vormontierte
Ölwanneneinheit, welche eine Ölwanne aufweist, die mit einer Einrichtung
gemäß der vorhergehend beschriebenen Art verbunden ist. Eine solche
vormontierte Ölwanneneinheit erleichtert die Montage und verkürzt die
Montagezeit bei der Fertigstellung des Automobils.
Gemäß einer Weiterbildung dieses Erfindungsgedankens ist vorgesehen, dass
der erste Stützkörper ein Verbindungsflansch der Ölwanne ist.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist nachfolgend mit Bezug auf die
Zeichnung beschrieben.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Einrichtung,
Fig. 2 eine Explosionsdarstellung einer erfindungsgemäßen Einrichtung,
Fig. 3 einen Schnitt durch eine erfindungsgemäße Einrichtung entlang der Linie
A-A in Fig. 1,
Fig. 4 einen Schnitt durch eine erfindungsgemäße Einrichtung entlang der Linie
B-B in Fig. 1,
Fig. 5 einen Schnitt durch eine erfindungsgemäße Einrichtung entlang der Linie
C-C in Fig. 1,
Fig. 6 einen Schnitt durch eine erfindungsgemäße Einrichtung entlang der Linie
D-D in Fig. 1 und
Fig. 7 einen Schnitt durch eine erfindungsgemäße Einrichtung entlang der Linie
E-E in Fig. 1.
In den Figuren ist eine Einrichtung 1 zum Lagern eines als eine Ölwanne
ausgebildeten ersten Bauteils an einem als den Motorblock einer
Brennkraftmaschine ausgebildeten zweiten Bauteil dargestellt. Dabei ist in den
Figuren lediglich die Einrichtung 1, nicht jedoch das erste Bauteil (Ölwanne)
und das zweite Bauteil (Motorblock) dargestellt.
Die Einrichtung 1 weist einen ersten Stützkörper 2 und zweiten Stützkörper 3
auf. Der erste Stützkörper 2 kann über weiter unten näher beschriebene erste
Verbindungsmittel an dem ersten Bauteil festgelegt werden. Der zweite
Stützkörper 3 kann über nicht dargestellte zweite Verbindungsmittel an dem
zweiten Bauteil festgelegt werden.
Die erfindungsgemäße Einrichtung weist weiterhin einen elastischen Körper 4
auf, welcher den ersten und zweiten Stützkörper 2, 3 flüssigkeitsdicht verbindet
und den ersten Stützkörper 2 elastisch bewegbar an dem zweiten Stützkörper 3
festlegt.
Der erste Stützkörper 2 und zweite Stützkörper 3 sind als steife Körper
ausgebildet und bestehen aus Metall, vorzugsweise Stahl. Dabei sind erster
und zweiter Stützkörper als umlaufende Körper ausgebildet entlang einem in
sich geschlossenen Linienzug. Der aus Elastomer bestehende elastische
Körper 4 ist, wie insbesondere aus den Fig. 3 bis 7 ersichtlich ist, fest mit
erstem und zweitem Stützkörper 2, 3 verbunden. Lediglich in der
Explosionsdarstellung von Fig. 2 sind erster Stützkörper 2, elastischer Körper 4
und zweiter Stützkörper 3 gesondert voneinander dargestellt, um den Aufbau
der erfindungsgemäßen Einrichtung besser darstellen zu können. Die feste
Verbindung der elastischen Körpers 4 mit dem ersten Stützkörper 2 und dem
zweiten Stützkörper 3 wird dadurch erreicht, dass der elastische Körper 4 durch
Anvulkanisieren mit dem ersten Stützkörper 2 und dem zweiten Stützkörper 3
dauerfest verbunden ist. Somit bilden beim fertigen Produkt erster Stützkörper
2, zweiter Stützkörper 3 und elastischer Körper 4 eine Einheit.
Anders als in den Figuren dargestellt, kann der erste Stützkörper auch als ein
Verbindungsflansch der Ölwanne ausgebildet sein. Dieser kann insbesondere
durch einen umgebogenen Rand der Ölwanne erzeugt werden. Bei dieser
Ausgestaltung wird der elastische Körper 4 vorteilhafterweise durch
Anvulkanisieren direkt mit dm Verbindungsflansch verbunden.
Wie insbesondere aus den Fig. 3 bis 7 ersichtlich ist, ist im Bereich der
Anlagefläche 5 von erstem Stützkörper 2 zum ersten Bauteil ein oder mehrere
Dichtlippen 6 vorgesehen. Bei den in den Figuren dargestellten
Ausführungsformen sind dabei zwei Dichtlippen 6, 6' ausgebildet. Die
Dichtlippen bestehen wie der elastische Körper 4 aus Elastomer und sind
einstückig mit diesem ausgebildet.
Im Bereich der Anlagefläche 7 von zweitem Stützkörper 3 zum zweiten Bauteil
können gleichfalls ein oder mehrere Dichtlippen 8 vorgesehen werden, wobei
die in der Zeichnung dargestellte Ausführungsform nur eine einzige Dichtlippe 8
aufweist. Dabei ist die Dichtlippe 8 an dem inneren Rand des zweiten
Stützkörpers 3 angeordnet und steht elastisch verformbar über die
Anlagefläche 7 vor. Auch die Dichtlippe 8 ist einstückig mit dem elastischen
Körper 4 ausgebildet. Entsprechend können die Dichtlippe 8, der elastische
Körper 4 und die Dichtlippen 6, 6' besonders kostengünstig in einem einzigen
Arbeitsgang hergestellt werden.
Der erste Stützkörper 2 winklig ausgebildet und weist einen
Verbindungsabschnitt 9, der sich im Wesentlichen senkrecht zur
Dichtungsebene erstreckt, sowie einen Stützabschnitt 10 auf, welcher sich im
Wesentlichen parallel zur Dichtungsebene erstreckt. Vorliegend schließen
Verbindungsabschnitt 9 und Stützabschnitt 10 einen Winkel von etwa 90° ein.
Dabei weist der Verbindungsabschnitt 9 zum ersten Bauteil hin.
Insbesondere in den Fig. 2 und 4 lässt sich erkennen, wie erfindungsgemäß die
ersten Verbindungsmittel 11 näher ausgestaltet sind. Bei den
Verbindungsmitteln 11 handelt es sich bei den in den Figuren dargestellten
Ausführungsform um Laschen, welche in korrespondierende Ausnehmungen
der Ölwanne eingeführt werden können. Dabei erfolgt eine Verbindung
zwischen erstem Bauteil und erstem Stützkörper 2 durch Umbiegen der
Laschen nach dem Einführen in die korrespondierende Ausnehmungen des
ersten Bauteils. Dabei sind die Laschen 11 an dem Verbindungsabschnitt 9 des
ersten Stützkörpers 2 ausgebildet. Bei den Laschen 11 handelt es sich um
vorstehende Abschnitte des aus Metall gefertigten Verbindungsabschnitt 9. Um
das Umbiegen der Laschen zu erleichtern, kann vorgesehen sein, dass die
Laschen 11 an der Biegestelle 12 einen Abschnitt mit verringertem Querschnitt
aufweisen. Dies ist in Fig. 4 jedoch nicht dargestellt.
Weiterhin sind erfindungsgemäß Ausnehmungen 13 vorgesehen, welche sich
durch den zweiten Stützkörper 3 und wenigstens einen Teil des elastischen
Körpers 4 erstrecken. Bei der in den Figuren dargestellten Ausführungsform
sind die Ausnehmungen 13 zum Motorblock hin offen ausgebildet, jedoch
gegenüber dem von der Ölwanne umschlossenen Raum durch den elastischen
Körper 4 und die Dichtlippen 6, 6', 8 abgedichtet. Durch die Ausnehmungen in
dem elastischen Körper 4 kann dessen Steifigkeit gezielt beeinflusst werden.
Entsprechend kann die Elastizität zwischen erstem Stützkörper 2 und zweitem
Stützkörper 3 durch die Ausnehmungen 13 auf das gewünschte Maß eingestellt
werden, um insbesondere die Übertragung von Vibrationen zwischen
Motorblock und Ölwanne zu verringern und um eine akustische Entkopplung in
dem gewünschten Frequenzbereich zu erreichen.
Die Ausnehmungen 13 sind darüber hinaus derart ausgebildet, dass durch die
Ausnehmungen 13 ein Werkzeug einführbar ist, um den ersten Stützkörper 2
abzustützen. Hierzu sind einige der Ausnehmungen 13 jeweils benachbart zu
den als Laschen ausgebildeten ersten Verbindungsmitteln 11 angeordnet. Beim
Verbinden der erfindungsgemäßen Einrichtung 1 mit der Ölwanne (erstes
Bauteil) werden die Verbindungsmittel 11 in die korrespondierenden
Ausnehmungen der Ölwanne eingeführt. Beim Umbiegen der Laschen 11 wird
durch die Ausnehmungen 13 ein Werkzeug eingeführt, welches sich an dem
ersten Stützkörper 2, insbesondere dem Stützabschnitt 10 abstützt und die bei
Umbiegen der Laschen 11 auftretenden Kräfte ganz oder teilweise aufnimmt,
so dass insbesondere eine unzulässige Deformation des zweiten Stützkörpers
3 vermieden werden kann.
Weiterhin sind in dem zweiten Stützkörper 3 Verbindungsöffnungen 14
vorgesehen, durch die die zweiten Verbindungsmittel zum Verbinden mit dem
Motorblock (zweites Bauteil) durchführbar sind. Als Verbindungsmittel können
insbesondere Schrauben verwendet werden, die durch die
Verbindungsöffnungen 14 in den Motorblock eingeschraubt werden. Um dies
zu erleichtern, springt der erste Stützkörper 2 in dem Bereich, in dem die
Verbindungsöffnungen 14 angeordnet sind, zurück und ist um die
Verbindungsöffnung 14 herum geführt. Bei der in Figuren dargestellten
Ausführungsformen weist die Einrichtung 1 acht Verbindungsöffnungen 14
sowie siebenundfünfzig Ausnehmungen 13 auf, welche über den Umfang der
Einrichtung 1 verteilt angeordnet sind.
Darüber hinaus weist der zweite Stützkörper 3 einen umgebogenen Rand 15
auf, welcher an der Außenseite des zweiten Stützkörpers 3 umlaufend
angeordnet ist. Dabei weist der umgebogene Rand 15, welcher sich in etwa
senkrecht zur Anlagefläche 7 erstreckt, weg vom zweiten Bauteil.
Die Ausnehmungen 13 sind auch bei der Herstellung der erfindungsgemäßen
Einrichtung 1 von Bedeutung. Bei der Herstellung werden nämlich erster und
zweiter Stützkörper in eine Form eingelegt, wobei Haltezapfen vorgesehen
sind, welche sich durch die in dem zweiten Stützkörper 3 ausgebildeten
Ausnehmungen 13 erstrecken. Durch diese Haltezapfen wird der erste
Stützkörper 2 im gewünschten Abstand vom zweiten Stützkörper 3 gehalten.
Darauf wird Elastomer in die Form eingebracht, um den elastischen Körper 4
und die Dichtlippen 6, 6' und 8 zu formen. Dort, wo die Haltezapfen angeordnet
sind, bleiben beim Herausnehmen der erfindungsgemäßen Einrichtung 1 aus
der Form die Ausnehmungen 13 zurück.
Claims (18)
1. Einrichtung (1) zum Lagern eines ersten Bauteils, insbesondere einer
Ölwanne, an einem zweiten Bauteil, insbesondere einem Motorblock
einer Brennkraftmaschine, gekennzeichnet durch einen ersten
Stützkörper (2) welcher über erste Verbindungsmittel (11) an dem ersten
Bauteil festlegbar oder festgelegt ist, einen zweiten Stützkörper (3),
welcher über zweite Verbindungsmittel an dem zweiten Bauteil
festlegbar ist und welcher von dem ersten Stützkörper (2) beabstandet
ist, und einen elastischen Körper (4), welcher ersten und zweiten
Stützkörper (2, 3) flüssigkeitsdicht verbindet und den ersten Stützkörper
(2) an dem zweiten Stützkörper (3) elastisch bewegbar festlegt.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass erster
und/oder zweiter Stützkörper (2, 3) im wesentlichen steif ausgebildet
sind und insb. aus Metall bestehen.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass
erster und/oder zweiter Stützkörper (2, 3) als umlaufende Körper
ausgebildet sind.
4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
dass der insbesondere aus Elastomer bestehende elastische Körper (4)
fest mit erstem und zweitem Stützkörper (2, 3) verbunden ist.
5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
dass im Bereich der Anlagefläche (5) von erstem Stützkörper (2) zum
ersten Bauteil eine oder mehrere Dichtlippen (6, 6') vorgesehen sind, die
insbesondere einstückig mit dem elastischen Körper (4) ausgebildet
sind.
6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
dass im Bereich der Anlagefläche (7) von zweitem Stützkörper (3) zum
zweiten Bauteil eine oder mehrere Dichtlippen (8) vorgesehen sind, die
insbesondere einstückig mit dem elastischen Körper (4) ausgebildet
sind.
7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
dass der erste Stützkörper (2) winklig ausgebildet ist und einen
Verbindungsabschnitt (9), der sich im Wesentlichen senkrecht zur
Dichtungsebene erstreckt sowie einen Stützabschnitt (10) aufweist, der
sich im Wesentlichen parallel zur Dichtungsebene erstreckt.
8. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
dass die ersten Verbindungsmittel (11) als Laschen ausgebildet sind,
welche in korrespondierende Ausnehmungen des ersten Bauteils,
insbesondere der Ölwanne, einführbar sind.
9. Einrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das erste
Bauteil, insbesondere die Ölwanne und der erste Stützkörper (2) durch
Umbiegen der Laschen (11) miteinander fest verbindbar sind.
10. Einrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die
Laschen (11) an dem ersten Stützkörper (2), insbesondere dessen
Verbindungsabschnitt, ausgebildet sind.
11. Einrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, dass die Laschen (11) an der Biegestelle (12) einen
Abschnitt mit verringertem Querschnitt aufweisen.
12. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, dass Ausnehmungen (13) vorgesehen sind, welche sich
durch den zweiten Stützkörper (3) und wenigstens einen Teil des
elastischen Körpers (4) erstrecken.
13. Einrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die
Ausnehmungen (13) zum Motorblock hin offen und gegenüber dem von
der Ölwanne umschlossenen Raum durch den elastischen Körper (4)
abgedichtet sind.
14. Einrichtung nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass
die Ausnehmungen (13) derart ausgebildet sind, dass durch die
Ausnehmungen (13) ein Werkzeug einführbar ist, um den ersten
Stützkörper (2) abzustützen.
15. Einrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch
gekennzeichnet, dass wenigstens einige der Ausnehmungen (13)
benachbart zu den ersten Verbindungsmitteln (11) angeordnet sind.
16. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch
gekennzeichnet, dass der zweite Stützkörper (3) Verbindungsöffnungen
(14) aufweist, durch die die zweiten Verbindungsmittel zum Verbinden
mit dem zweiten Bauteil durchführbar sind.
17. Vormontierte Ölwanneneinheit, welche eine Ölwanne aufweist, die mit
einer Einrichtung (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche
verbunden ist.
18. Vormontierte Ölwanneneinheit nach Anspruch 17, dadurch
gekennzeichnet, dass der erste Stützkörper ein Verbindungsflansch der
Ölwanne ist.
Priority Applications (3)
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| DE2001110532 DE10110532A1 (de) | 2001-03-05 | 2001-03-05 | Einrichtung zum Lagern eines ersten Bauteils, insbesondere einer Ölwanne, an einem zweiten Bauteil, insbesondere einem Motorblock einer Brennkraftmaschine |
| DE50207150T DE50207150D1 (de) | 2001-03-05 | 2002-02-14 | Einrichtung zum Lagern eines ersten Bauteils, insbesondere einer Ölwanne, an einem zweiten Bauteil, insbesondere einem Motorblock einer Brennkraftmaschine |
| EP02003390A EP1239125B1 (de) | 2001-03-05 | 2002-02-14 | Einrichtung zum Lagern eines ersten Bauteils, insbesondere einer Ölwanne, an einem zweiten Bauteil, insbesondere einem Motorblock einer Brennkraftmaschine |
Applications Claiming Priority (1)
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