DE1011042B - Schutzschalteinrichtung fuer Starkstromkabel - Google Patents
Schutzschalteinrichtung fuer StarkstromkabelInfo
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-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02H—EMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
- H02H7/00—Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions
- H02H7/005—Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions for remote controlled apparatus; for lines connecting such apparatus
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Description
Sicherheitseinrichtungen für Starkstromkabel, insbesondere im Untertagebetrieb, verwenden häufig die
den Kabeln beigelegten Hilfsleitungen als Übertragungselemente für einen Hilfsstromkreis, wobei die
Hilfsleiter an die Unterspannungswicklung eines Transformators angeschlossen werden, der oberspannungsseitig
direkt mit der Energiequelle verbunden ist. An dem der Energiequelle abgewandten Ende des
Kabels werden die Hilfsleiter durch eine Gleichrichteranordnung miteinander verbunden. Im Zuge eines
Hilfsleiters ist hierbei weiterhin die Wicklung eines Gleichstromrelais für das mittelbare Einschalten des
Kabels und ein Schalter zum Schließen des Hilfsstromkreises vorgesehen.
Die vorerwähnten Einrichtungen haben den Nachteil, daß bei Auftreten eines Fehlers zwischen einem
Hauptleiter und einem Hilfsleiter die Gleichrichteranordnung
an eine Spannung gelegt wird, die sie beschädigen kann. Eine Auslegung der Gleichrichteränordnung
für eine höhere Spannung, wodurch'man der Gefahr" einer Beschädigung durch zu hohe Spannungen
begegnen könnte, hat den Nachteil, daß· der Schwellwert der Gleichrichteranordnung erhöht-wird,
was wiederum eine Erhöhung der Spannung' auf der Unterspannungsseite des Transformators erfordert..
Die Verwendung hoher Spannungen für Hilfsstrpmkreise
ist aber wegen der damit verbundenen Gefahr s'
im Untertagebetrieb unerwünscht.
Die neue Anordnung beseitigt die vorerwähnten Nachteile. Ihr Wesen besteht darin, daß zum Einschalten
des Kabels ein Tastschalter dient, der in seiner Ruhestellung die Gleichrichteranordnung überbrückt
und zum Aufschalten der Wechselstromquelle auf das Kabel kurzzeitig geöffnet wird, so daß einerseits
bei Fehlern zwischen den Hilfsleitern, infolge der hierdurch bedingten Überbrückung der Gleichrichteranordnung,
das gleichstromempfindliche Relais keine oder eine zu geringe Gleichstromkomponente
erhält und so das Aufschalten der Wechselstromquelle auf das Kabel verhindert und daß andererseits — abgesehen
vom Einschaltvorgang — die Gleichrichteranordnung überbrückt ist und dadurch bei Fehlern
zwischen den Hilfsleitern und Hauptleitern geschützt ist.
Zur näheren Erläuterung der neuen Sicherheitseinrichtung wird auf die Zeichnung Bezug genommen;
sie zeigt ein Schaltschema der Fernschalteinrichtung in Verbindung mit einem Leitungswächter zur Überwachung
von Starkstromkabeln auf innere und äußere Fehler. In der Zeichnung sind mit 1 die Zuleitungen
U, V, W der Drehstromenergiequelle bezeichnet, die über die Kontakte des Schützes 2 an das Kabel 3 angeschlossen
werden. Die Hauptleiter R, S, T des Kabels 3 führen zu einem Verbraucher 4. Die Wicklung
S chutzs ehalt einrichtung
für Starkstromkabel
für Starkstromkabel
Anmelder:
Siemens-Schuckertwerke
Aktiengesellschaft,
Berlin und Erlangen,
Erlangen, Werner-von-Siemens-Str. 50
-Dipl.-Ing. Alfred Lackner, Erlangen,
ist als Erfinder- genannt worden
ist als Erfinder- genannt worden
des Schützes 2 ist einmal direkt mit dem Häuptleiter
V der Energiequelle verbunden und zum anderen über den Kontakt α des Relais 5 an den Hauptleiter W angeschlossen.
Mit dem Hauptleiter V und dem Hauptleiter W ist ebenfalls die Oberspannungswicklung
eines Hilfstransformators 6, der mit zwei Sekundärwicklungen 6 a und 6 b ausgestattet ist, verbunden.
An die Sekundärwicklung 6a ist der Eingang einer Gleichrichteranordnung 7 angeschlossen, deren Ausgang
einmal direkt und zum anderen über den Kontakt b des Relais 5 an den Eingang einer Widerstandsbrücke angeschlossen ist. Diese Widerstandsbrücke
wird gebildet aus den Widerständen 8, 9 und 10 und — über den Kontakt c — aus einer Reihenschaltung,
bestehend aus dem Überwachungsleiter ÜL (Hilfsleiter) des Kabels 3, ferner aus einem Ausschalter 11,
aus einem Widerstand 12 sowie aus einer durch einen Tastschalter 13 (Öffner) überbrückten Gleichrichteranordnung
14 und aus dem Schutzleiter SL (Hilfsleiter). Am Ausgang der Widerstandsbrücke liegt die
Gleiclarichteranordnung 15, die die Ausschaltwicklung 16 a des Relais 16 speist. Die Einschaltwicklung 16 b
des Relais 16 ist einmal mit der Sekundärwicklung 6b des Hilfstransformators 6 direkt verbunden und zum
anderen im geöffneten Zustand des Schützes 2 über den Kontakte des Relais 5 an den Überwachungsleiter
angeschlossen und bildet mit dem Ausschalter 11, dem Widerstand 12 und der durch einen Tastschalter überbrückten
Gleichrichteranordnung 14, ferner mit dem Schutzleiter SL und der Sekundärwicklung 6 b, einen
geschlossenen Wechselstromkreis.
709 550/327
1 Oil
Die bisher beschriebene Schaltung stellt einen Auszug
aus einem Schaltschema für einen Leitungswächter dar, und zwar so weit, als er zum Verständnis
der erfindungsgemäßen Einrichtung notwendig ist.
Die Einrichtung arbeitet wie folgt: Bei geöffnetem Relais 5 und geöffnetem Schütz 2 und bei fehlerfreiem
Kabel fließt bei offenem Tastschalter 13 und geschlossenem Schalter 11 durch die Einschaltwicklung 16 b
■des Relais 16 ein Gleichstrom. Er bewirkt, daß der
Einschaltkontakt des Relais 16 in die -Einstellung ge- ίο
bracht wird-, der somit den Gleichstromkreis für die Wicklung des Relais 5 schließt. Das Relais 5 geht in
Selbsthaltung über den Kontakt d und schließt ebenfalls seinen Kontakt α und dadurch den Stromkreis
für die Wicklung des Schützes 2. Das Kabel 3 wird *5
dadurch an die Drehstromenergiequelle angeschlossen. Bei einem Fehler zwischen dem Überwachungsleiter ÜL und dem Schutzleiter SL wird die Widerstandsmeßbrücke
durch Überbrückung des Widerstandes 12 verstimmt, wodurch über die Gleichrichteranordnung
15 die Ausschaltwicklung 16 α erregt wird, so daß nacheinander das Relais 5 und das Schütz 2
geöffnet werden. Bei einem bestehenden Fehler zwischen Überwachungsleiter und Schutzleiter im ausgeschalteten
Zustand des Kabels 3 fließt auch bei offenem Tastschalter 13 in der Wicklung 16 b kein
Gleichstrom, so daß das Relais 16 nicht ansprechen kann. Durch einen Fehler zwischen einem Hauptleiter
des Kabels 3 und einem Hilfsleiter im eingeschalteten Zustand des Kabels 3 wird aber auch die Gleichrichteranordnung
14 nicht beschädigt, da diese durch den Tastschalter 13 überbrückt ist. Durch öffnen des
im Betrieb geschlossenen Schalters 11 kann das Schütz 2 geöffnet werden.
Die neue Fernschalteinrichtung eignet sich besonders in Verbindung mit einem Leitungswächter für
die Überwachung von Kabeln im Untertagebetrieb. Sie ist aber auch als Einzeleinrichtung ausführbar
und läßt sich vorteilhaft auch in chemischen und sonstigen Anlagen verwenden, die eine erhöhte Sicherheit
bezüglich auftretender Fehler im Leitungssystem erfordern.
Claims (3)
1. Sicherheitseinrichtung für Starkstromkabel mit zwei Hilfsleitern, bei der über diese Hilfsleiter
und über eine Gleichrichteranordnung und ein gleichstromempfindliches, zum mittelbaren
Auf schalten der Wechselstromquelle auf das Kabel dienendes Hilfsrelais ein an einer Wechselspannung
liegender Überwachungskreis gebildet ist, ■ dadurch gekennzeichnet, daß zum Einschalten des
Kabels ein Tastschalter dient, der in seiner Ruhestellung die Gleichrichteranordnung überbrückt
und zum Aufschalten der Wechselstromquelle auf das Kabel kurzzeitig geöffnet wird, so daß einerseits
bei Fehlern zwischen den Hilfsleitern, infolge der hierdurch bedingten Überbrückung der
Gleichrichteranordnung, das gleichstromempfindliche Relais keine oder eine zu geringe Gleichstromkomponente
erhält und so das Aufschalten ' der Wechselstromquelle auf das Kabel verhindert
und daß andererseits — abgesehen vom Einschalt Vorgang — die Gleichrichteranordnung überbrückt
ist und dadurch bei Fehlern zwischen den Hilfsleitern und Hauptleitern geschützt ist.
2. Sicherheitseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die durch den Tastschalter
überbrückte Gleichrichteranordnung und die zwei Hilfsleiter im eingeschalteten Zustand
des Kabels als Schaltungselemente einer Fehlermeßschaltung mitverwendet sind.
3. Sicherheitseinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Fehlermeßschaltung
eine Widerstandsbrücke vorgesehen ist, deren einer Brückenzweig aus dem ersten Hilfsleiter
und einem Brückenwiderstand, ferner aus der durch den Tastschalter überbrückten Gleichrichteranordnung
und aus dem zweiten Hilfsleiter besteht.
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Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 709 550/327 6.57
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES41819A DE1011042B (de) | 1954-12-04 | 1954-12-04 | Schutzschalteinrichtung fuer Starkstromkabel |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES41819A DE1011042B (de) | 1954-12-04 | 1954-12-04 | Schutzschalteinrichtung fuer Starkstromkabel |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1011042B true DE1011042B (de) | 1957-06-27 |
Family
ID=7484118
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES41819A Pending DE1011042B (de) | 1954-12-04 | 1954-12-04 | Schutzschalteinrichtung fuer Starkstromkabel |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1011042B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1051367B (de) * | 1957-05-20 | 1959-02-26 | Licentia Gmbh | Schutzschaltung fuer Beleuchtungsanlagen, insbesondere fuer Betriebe unter Tage |
-
1954
- 1954-12-04 DE DES41819A patent/DE1011042B/de active Pending
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1051367B (de) * | 1957-05-20 | 1959-02-26 | Licentia Gmbh | Schutzschaltung fuer Beleuchtungsanlagen, insbesondere fuer Betriebe unter Tage |
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