DE10109608A1 - Tampon-Primärverpackung - Google Patents
Tampon-PrimärverpackungInfo
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Abstract
Die Erfindung beschreibt eine Tampon-Primärverpackung, mit einem Tampon für die Frauenhygiene oder für medizinische Zwecke, der einen zylindrischen absorbierenden Kern aufweist, an dessen einem Ende ein Rückholfaden vorgesehen ist, und der formschlüssig von einer Verpackung umgeben ist, welche mittels eines Aufreißstreifens zu öffnen ist, der die Verpackung in Umfangsrichtung in zwei Verpackungshüllen teilt, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufreißstreifen eine Breite aufweist, die zumindest 25% der Länge des zylindrischen absorbierenden Kerns beträgt.
Description
Die Erfindung betrifft eine Tampon-Primärverpackung, mit einem Tampon für die Frauenhy
giene oder für medizinische Zwecke, der einen zylindrischen, absorbierenden Kern aufweist,
an dessen einem Ende ein Rückholfaden vorgesehen ist, und der formschlüssig von einer
Verpackung umgeben ist, welche mittels eines Aufreißstreifens zu öffnen ist, der die Verpac
kung in Umfangsrichtung in zwei Verpackungshüllen teilt.
Eine solche Tampon-Primärverpackung ist auf dem Markt erhältlich. Die Verpackung aus
Folie umgibt dabei den absorbierenden Kern mitsamt dem Rückholfaden im wesentlichen
luftdicht. Der Tampon ist dabei in die Folie eingeschlagen, wobei in axialer Richtung ein frei
liegender Randbereich gebildet wird. Hintergreift der Benutzer nun mit dem Finger eine
durch das Ende des Aufreißstreifens und die Verpackungsfolie gebildete Aufreißlasche, so
läßt sich ein Aufreißsfreifen mittig am Tampon abziehen. Die Verpackungshüllen, die die
beiden Enden des Tampons umgeben, können dann vom Benutzer nacheinander abgestreift
werden.
Bei einer Tampon-Primärverpackung, mit einer Länge des zylindrischen, absorbierenden
Kerns von etwa 50 mm, beträgt die Breite des Aufreißsfreifens etwa 8 mm, so daß, nachdem
dieser entfernt ist, noch etwa 80% der Länge des Tampons geschützt liegen.
Die DE 197 53 665 C2 beschreibt einen Tampon, bei dem die Oberflächenbehandlung eines
ganz oder teilweise thermoplastischen, nicht gewebten Abdeckmaterials durch Kalandrieren
unter dem Einfluß von Hitze und Druck eine Glättung des Tampons hervorruft, so daß der
Tampon auch vor und nach den Tagen stärkerer Menstruation oder beim Auftreten nur gerin
ger, vaginaler Ausscheidungen leichter und angenehmer in die Vagina eingeführt und auch
wieder entfernt werden kann.
Die WO 99/0096 offenbart Tampons, bei denen der absorbierende Kern mit einer ihn zumin
dest teilweise umgebenden, durchlochten Kunststoffolie versehen ist. Diese Kunststoffolie hat
eine relativ glatte Oberfläche, so daß auch hier das Einführen des Tampons beispielsweise in
die Vagina spürbar angenehmer wird.
Es hat sich nun gezeigt, daß die bisher bei der Tampon-Primärverpackung verwendete Ver
packung insbesondere für diesen mit der Kunststoffolie versehenen Tampon und für den das
thermoplastische Abdeckmaterial aufweisenden Tampon nicht mehr verwendbar ist. Die Ver
packungshüllen an den Enden des Tampons lassen sich nur schwer abziehen. Das Problem
verstärkt sich noch, wenn der Tampon in seiner Einzelverpackung über längere Zeit erhöhter
Feuchtigkeit und/oder erhöhter Temperatur ausgesetzt war. Unter solchen Bedingungen sind
die Verpackungen auch bei einem Tampon aus unbehandelten Nonwoven-Materialien schwe
rer zu entfernen.
Es ist die Aufgabe der Erfindung, eine verbesserte Tampon-Primärverpackung zur Verfügung
zu stellen, dessen Verpackung sich leicht lösen läßt und dabei den bisherigen Schutz einer
Verpackung bietet.
Diese Aufgabe wird mit einer Tampon-Primärverpackung nach Anspruch 1 gelöst. Vorteil
hafte Ausgestaltungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, daß die Verpackung so gestaltet ist, daß der Aufreißstreifen
eine Breite aufweist, die zumindest 25% der Länge des zylindrischen, absorbierenden Kerns
beträgt. Es wird der Aufreißstreifen somit stark verbreitert; die Breite beträgt im allgemeinen
etwas mehr als 50% des Aufreißstreifens bei einer konventionellen Tampon-
Primärverpackung.
Bevorzugt ist weiter, wenn der Aufreißstreifen aus der Mittellage am Tampon in Richtung auf
das den Rückholfaden aufweisende Ende versetzt ist, beispielsweise um mindestens 5% der
Gesamtlänge des Tampons, weiter bevorzugt um mindestens 10% der Gesamtlänge des
Tampons. Die Größe des Versetzungsbetrages wird dabei zweckmäßigerweise mit der Breite
des Aufreißstreifens abgestimmt. An dem Ende des Tampons, das den Rückholfaden auf
weist, verbleibt dann nur eine relativ kleine Verpackungshülle, die trotz der zwischen der
Kunststoffolie und dem Verpackungsmaterial wirkenden Kräfte gewaltfrei abzuziehen ist. Die
Verpackungshülle am vorderen, diesem gegenüberliegenden Ende läßt sich aufgrund der Ko
nizität des Tampons leichter abstreifen.
Bevorzugt liegt die Breite des Aufreißstreifens zwischen 25% und 70%, weiter bevorzugt
zwischen 45% und 55% der Länge des zylindrischen, absorbierenden Kerns.
Es kann weiter vorgesehen sein, daß die Verpackung zumindest in dem Bereich, der das dem
Rückholfaden gegenüberliegende Ende umgibt, mit einer Rauhigkeit vermittelnden Schicht
versehen ist, damit das Abnehmen der hier vorgesehenen Verpackungshülle weiter erleichtert
wird. Eine ähnliche Schicht kann, falls gewünscht, auch an dem den Rückholfaden aufwei
senden Ende vorgesehen sein.
Es kann auch vorgesehen werden, die Verpackung auf der dem Tampon zugewandten Fläche
mit einem Gleitmittel zu beschichten.
Die Verpackung besteht bevorzugt aus Polypropylenfolie oder Zellglasfolie.
Besonders geeignet ist die Verpackung in einer Tampon-Primärverpackung gemäß der Erfin
dung für den Tampon, dessen absorbierender Kern mit einer ihn zumindest teilweise umge
benden, durchlochten Kunststoffolie versehen ist, die sich bis an das oder nahe an das mit
dem Rückholfaden versehende Ende erstreckt, aber auch für einen Tampon, dessen absorbie
render Kern mit einer reibungsmindernden Beschichtung versehen ist.
Um das kontrollierte Reißen des Aufreißstreifens zu ermöglichen, können an der sich in
axialer Richtung des Tampons erstreckenden, frei liegenden Kante der Verpackung zwei beab
standete Einschnitte vorgesehen sein, die eine Aufreißhilfe für den Aufreißstreifen bilden.
Bevorzugt ist zwischen den Einschnitten eine Aufreißlasche gebildet.
Im folgenden soll die Erfindung anhand der beigefügten Zeichnungen näher beschrieben wer
den. Es zeigt:
Fig. 1 eine Seitenansicht eines Tampons mit durchlochter Kunststoffolie;
Fig. 2 eine Seitenansicht einer Tampon-Primärverpackung gemäß der vorliegenden
Erfindung, und
Fig. 3 Schaubilder (a) bis (d), die Gewichtsveränderungen und Kraft zum Entfernen
der Verpackungshüllen bei einem Tampon nach Fig. 1 zeigen, wobei zwischen
einer herkömmlichen Verpackung und einer Verpackung, wie bei der
vorliegenden Erfindung verwendet, verglichen wird;
Fig. 4 eine schematische Darstellung der frei liegenden Kante der Verpackung mit
Einschnitten als Aufreißhilfe;
Fig. 5 eine schematische Darstellung der frei liegenden Kante der Verpackung, wobei
am Aufreißstreifen eine Aufreißlasche gebildet ist, und
Fig. 6 eine Modifikation des Aufreißstreifens mit Aufreißlasche in einer Darstellung
ähnlich der der Fig. 5.
Fig. 1 zeigt in Seitenansicht einen Tampon, wie er beispielsweise aus der WO 99/00096 be
kannt ist. Es ist ein im wesentlichen zylinderförmiger, absorbierender Kern 12 aus flüssig
keitsabsorbierendem Material vorgesehen, der an einem Ende einen Rückholfaden 16 auf
weist. Der absorbierende Kern 12 ist mit einer durchlochten Kunststoffolie 14 fast über seine
gesamte Länge versehen. Die Kunststoffolie 14 hat eine relativ glatte Oberfläche; die Löcher
besorgen den Transport von Flüssigkeit ins Tamponinnere, wo sie vom absorbierenden Kern
12 aufgenommen wird. Anstelle der Kunststoffolie 4 kann auch eine Beschichtung vorge
nommen worden sein, wie sie in der DE 197 53 665 C2 beschrieben ist. Die Erfindung ist
nicht auf die Anwendung bei derartigen Tampons beschränkt; sie kann auch mit Tampons
verwendet werden, die zumindest im Oberflächenbereich aus lediglich unbehandelten Non
woven-Materialien bestehen.
Fig. 2 zeigt einen Tampon 10 in einer Verpackung, wobei ein Aufreißstreifen 22 vom Tam
pon 10 abgezogen ist. Die Tamponspitze liegt weiterhin geschützt in einer Verpackungshülle
20; der Rückholfaden 16 ist aufgewickelt und befindet sich zusammen mit dem ihm zugeord
neten Ende des Tampons 10 in einer Verpackungshülle 24. Der Aufreißstreifen 22 ist aus der
Mittellage auf dem Tampon 10 versetzt, und zwar zum mit dem Rückholfaden 16 versehenen
Ende hin. Wenn die Länge des Tampons 10 mit d1 + d2 + d3 bezeichnet ist, wobei d1 die
Länge der Verpackungshülle 20 ist, d2 die Breite des Aufreißstreifens 22 und d3 die Länge
der Verpackungshülle 24, dann ist bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform d1 < d3.
Weiter ist die Breite d2 des Aufreißsfreifens 22 etwa 50% der Länge des Tampons 10. Bei
einer speziellen Ausführungsform ist d1 = 16 mm, d2 = 24 mm und d3 = 10 mm.
In einer Gegenüberstellung zeigen die Fig. 3(a) und 3(b) die Gewichtssveränderung bei
einer Tampon-Primärverpackung gemäß der vorliegenden Erfindung über die Zeit, wenn die
Tampon-Primärverpackung einer erhöhten Temperatur von 60°C bzw. einer erhöhten Tem
pertatur von 40°C bei 90% Luftfeuchtigkeit über 30 Tage ausgesetzt wird.
Fig. 3(a) zeigt, daß bei lediglich Temperaturerhöhung das Gewicht der herkömmlichen
Tampon-Primärverpackung abnimmt, bei Temperaturerhöhung mit gleichzeitig hoher Luft
feuchtigkeit jedoch eine deutliche Zunahme zu beobachten ist. Dasselbe Verhalten zeigt Fig.
3(b) für die Tampon-Primärverpackung gemäß der Erfindung. Die Schutzfunktion der Ver
packung geht somit bei einer Tampon-Primärverpackung gemäß der vorliegenden Erfindung
nicht verloren.
Die Fig. 3(c) und 3(d) zeigen für die konventionelle Tampon-Primärverpackung und für
die Tampon-Primärverpackung gemäß der Erfindung, wie zu jeweils gewählten Zeitpunkten
der Kraftaufwand zum Entfernen des Aufreißstreifens bzw. der Verpackungshüllen zu be
werten ist. Für die konventionelle Tampon-Primärverpackung sind im Vergleich zu der Tam
pon-Primärverpackung gemäß der Erfindung Kräfte erforderlich, die um den Faktor 3 bis et
wa 7 höher liegen als die Kräfte bei der Tampon-Primärverpackung gemäß der vorliegenden
Erfindung, wobei aus Schaubild 3(d) insbesondere deutlich wird, daß diese Kräfte auch über
einen langen Zeitraum von 30 Tagen etwa auf ihrem gleichen, niedrigen Wert bleiben.
Fig. 4 zeigt in schematischer Darstellung die frei liegende Kante einer Verpackung für einen
Tampon, wobei von der Kante relativ kurze Einschnitte 26, 28 ausgehen, die in der prakti
schen Ausführungsform etwa 1-2 mm lang sind. Diese Einschnitte 26, 28 dienen als Aufreiß
hilfe für den Aufreißstreifen 22, so daß dieser sich kontrolliert und weitgehend definiert von
den Verpackungshüllen 20, 24 trennt.
Fig. 5 zeigt eine Ausgestaltung, bei der am Aufreißstreifen 22 eine Aufreißlasche 30 vorge
sehen ist, deren Kontur bogenförmig gekrümmt ist und in die frei liegende Kante der Verpac
kung an den Einschnitten 26, 28 mündet. Diese Aufreißlasche 30 hilft dem Benutzer, den
Aufreißstreifen 22 von der Verpackung abzuheben.
Eine Modifikation der Aufreißlasche 30 ist in Fig. 6 gezeigt. Die bogenförmige Kontur
mündet hier nicht in die frei liegende Kante; vielmehr wird in Verlängerung der Einschnitte 26, 28
die Aufreißlasche 30 aus der Verpackung herausgeführt, wodurch das Hintergreifen der Auf
reißlasche 30 bzw. der Aufreißstreifen 22 erleichtert wird.
Die in der vorstehenden Beschreibung, in der Zeichnung sowie in den Ansprüchen offenbar
ten Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination für
die Verwirklichung der Erfindung wesentlich sein.
Claims (10)
1. Tampon-Primärverpackung, mit einem Tampon für die Frauenhygiene oder für medi
zinische Zwecke, der einen zylindrischen, absorbierenden Kern aufweist, an dessen ei
nem Ende ein Rückholfaden vorgesehen ist und der formschlüssig von einer Verpac
kung umgeben ist, welche mittels eines Aufreißstreifens zu öffnen ist, der die Verpac
kung in Umfangsrichtung in zwei Verpackungshüllen teilt, dadurch gekennzeichnet,
daß der Aufreißsfreifen (22) eine Breite (d2) aufweist, die zumindest 25% der Länge
(d1 + d2 + d3) des zylindrischen, absorbierenden Kerns (12) beträgt.
2. Tampon-Primärverpackung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Auf
reißstreifen (22) aus der Mittellage am Tampon (10) in Richtung auf das den Rückhol
faden (16) aufweisende Ende versetzt ist.
3. Tampon-Primärverpackung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite
(d2) des Aufreißstreifens (22) zwischen 25% und 70%, bevorzugt zwischen 45%
und 55%, der Länge des zylindrischen, absorbierenden Kerns (12) beträgt.
4. Tampon-Primärverpackung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ver
packung (20, 22, 24) zumindest in dem Bereich (20), der das dem Rückholfaden (16)
gegenüberliegende Ende umgibt, mit einer Rauhigkeit vermittelnden Schicht versehen
ist.
5. Tampon-Primärverpackung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ver
packung (20, 22, 24) auf der dem Tampon (10) zugewandten Fläche mit einem Gleit
mittel beschichtet ist.
6. Tampon-Primärverpackung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ver
packung (20, 22, 24) aus Polypropylenfolie oder Zellglasfolie besteht.
7. Tampon-Primärverpackung nach einem des Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeich
net, daß der absorbierende Kern (12) mit einer ihn zumindest teilweise umgebenden,
durchlochten Kunststoffolie (14) versehen ist, die sich bis an das oder nahe an das mit
dem Rückholfaden (16) versehende Ende erstreckt.
8. Tampon-Primärverpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeich
net, daß der absorbierende Kern (12) mit einer reibungsmindernden Beschichtung ver
sehen ist.
9. Tampon-Primärverpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeich
net, daß an der sich in axialer Richtung des Tampons (10) erstreckenden, frei liegenden
Kante der Verpackung (20, 22, 24) zwei beabstandete Einschnitte (26, 28) vorgesehen
sind, die eine Aufreißhilfe für den Aufreißstreifen bilden.
10. Tampon-Primärverpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeich
net, daß zwischen den Einschnitten (26, 28) eine Aufreißlasche (30) gebildet ist.
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