DE10109559C2 - Verfahren und Kommunikationsvorrichtung zum Übertragen einer Datenmenge bei begrenzt möglicher Übertragungsdauer in einem Funk-Kommunikationssystem - Google Patents
Verfahren und Kommunikationsvorrichtung zum Übertragen einer Datenmenge bei begrenzt möglicher Übertragungsdauer in einem Funk-KommunikationssystemInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Übertragen
einer Datenmenge bei begrenzt möglicher Übertragungsdauer in
einem Kommunikationssystem mit den oberbegrifflichen Merkma
len des Patentanspruchs 1 bzw. eine Kommunikationsvorrichtung
mit Einrichtungen zum Durchführen eines solchen Verfahrens.
Bei digitalen Funk-Kommunikationssystemen, beispielsweise den
Mobilfunksystemen GSM (Global System for Mobile Communicati
ons) oder UMTS (Universal Mobile Telecommunications System),
werden Informationen wie beispielsweise Sprache, Bild
information oder andere Daten mit Hilfe von elektromagne
tischen Wellen über Funkschnittstellen übertragen. Die Funk
schnittstellen dienen jeweils als eine Verbindung zwischen
einer Basisstation und einer Vielzahl von Teilnehmer
stationen, wobei die Teilnehmerstationen beispielsweise Mo
bilstationen oder ortsfeste Funkstationen sein können.
Bei Funksystemen mit hoher Datenrate wie z. B. gemäß dem Hi
perlan/2-Standard oder gemäß IEEE 802.11 ist aufgrund der ge
ringen Reichweite eine 100%ige Flächenabdeckung meist nicht
möglich. Die Übertragung von Daten muss daher beendet, sein,
bevor ein mobiler Teilnehmer mit seiner Teilnehmerstation den
Empfangs-/Sendebereich des hochratigen Funksystems verläßt.
Wenn eine Teilnehmerstation den Bereich einer Funkzelle ver
läßt wird in den heutigen Funkzugangsnetzen bei sich überlap
penden Funkzellen eine Übergabe (Handover) durchgeführt.
In der EP 1 047 275 A1 wird ein Verfahren zur Datenübertragung
in einem System bestehend aus einem GSM- und einem UMTS-Netz
beschrieben. Zur netzseitigen Bestimmung des Übertragungs
zeitpunktes und der zu verwendenden Datenrate wird eine Mo
bilstation, welche die Übertragung von Daten anfordert, in
eine Gruppe eingeteilt, wobei Vorhersagen für die Wege der
Mobilstationen einer Gruppe durch die Netze aufgestellt wur
den.
Bei Lücken zwischen den einzelnen Funkzellen muss die Funk
verbindung unterbrochen und in der neuen Funkzelle vollstän
dig neu aufgebaut werden (Re-Establishment oder Call-Set-Up).
Nach dem Neuaufbau muss ein hinsichtlich Zeit und Ressourcen
aufwendiger Abgleich erfolgen, bei dem der Daten sendenden
Station mitgeteilt wird, welche Daten empfangen wurden bzw.
noch zu übertragen sind.
In der Veröffentlichung "Bounds on File Delivery Delay in an
Infostations System" von A. L. Iacono und C. Rose, erschienen
in Proceedings in Vehicular Technology Conference (VTC 2000),
IEEE, 2000, Vol. 3, S. 2295-2299, wird ein Netzwerk aus Info
stationen vorgestellt, welche in kleinen, nicht zusammenhän
genden Funkzellen Daten mit hoher Rate an Mobilstationen ü
bertragen. Hierbei wird der Fall betrachtet, dass die Daten
rate zwischen den Infostationen und dem Kernnetz deutlich ge
ringer ist als diejenige zwischen den Infostationen und den
Mobilstationen, so dass sämtliche einer Infostation zur Ver
fügung stehende Informationen an die jeweilige Mobilstation
gesendet werden können, bevor diese die Funkzelle verlässt.
Im Bereich der Übertragung von Daten, die aus dem Internet
abgerufen werden, wird derzeit ein Verfahren diskutiert, bei
dem eine Teilnehmerstation, die sich schnell durch verschie
dene, nicht zusammenhängende Funkzellen bewegt, in einer ers
ten Zelle Daten aus dem Internet anfordert. In einem weiteren
Schritten werden die angeforderten Daten jeweils den Sende
einrichtungen der Funkzellen zur Übertragung übermittelt,
durch die sich die Teilnehmerstation momentan bzw. nach einer
Verbindungsunterbrechung als nächstes bewegt. Die Lieferung
der Daten soll dabei gemäß dem Internet-Protokoll (IP) erfol
gen.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Verfahren bzw.
eine Kommunikationsvorrichtung zum Übertragen einer Datenmen
ge bei begrenzt möglicher Übertragungsdauer vor einem Verbin
dungsabbruch in einem Funk-Kommunikationssystem vorzuschla
gen.
Diese Aufgabe wird durch das Verfahren mit den Merkmalen des
Patentanspruchs 1 bzw. die Kommunikationsvorrichtung mit den
Merkmalen des Patentanspruchs 13 gelöst. Vorteilhafte Verwen
dungen des Verfahrens und der Kommunikationsvorrichtung sind
Gegenstand der Patentansprüche 14 und 15.
Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand von abhängigen
Ansprüchen.
Die voraussichtliche Dauer der begrenzten Sendezeit zu
bestimmen, ermöglicht Datenmengen mittels des Verfahrens in
kleinere Datenmengen aufzuteilen und zu verschiedenen Zeiten
über räumlich getrennte, disjunkte Funkzellen von bzw. zu ei
ner mobilen Station zu übertragen. Wenn die Aufenthaltszeit
der mobilen Station in einer ersten Funkzelle nicht aus
reicht, um die gesamte Datenmenge innerhalb dieser Funkzelle
zu übertragen, können die restlichen Daten somit ohne Mehr
fach-Versendungen gleicher Daten mittels des Verfahrens auch
in einer disjunkten Funkzelle übertragen werden.
Die voraussichtliche Dauer der begrenzten Sendezeit zu
bestimmen, ermöglicht gemäß einem auch eigenständig vorteil
haften Aspekt die Übertragung der Datenmenge nur zu beginnen,
wenn die Datenmenge in der begrenzten Sendezeit vollständig
übertragen werden kann. Dadurch werden Systemressourcen ge
schont und Mehrfachübertragungen der selben Daten vermieden.
Die restliche Teil-Datenmenge zusammen mit Informationen über
diese Daten, Zwischen-Netzstationen und/oder Absender
und/oder Empfänger der Datenmenge oder restlichen Teil-
Datenmenge an Netzstationen mit späteren Verbindungen weiter
zuleiten ermöglicht eine einfache Verwaltung eines solchen
Verfahrens zum Übertragen von Teil-Datenmengen mittels ande
rer Basisstationen zu späteren Zeitpunkten an räumlich ent
fernten Orten.
Die begrenzte Sendezeit wird zweckmäßig aus zumindest zwei
Teil-Sendezeiten zusammengesetzt, die Sendebereichen ver
schiedener Netzstationen zugeordnet werden.
Von der Station oder einer Netzeinrichtung die Sendebereiche
mit der nächsten sicheren oder wahrscheinlichen Möglichkeit
zum Aufbau einer Verbindung zum Übertragen von Daten mitge
teilt, bestimmt oder geschätzt zu bekommen, ermöglicht eine
Abschätzung der dortigen verfügbaren Aufenthalts- und Sende
zeiten.
Die voraussichtliche Übertragungsdauer für die noch zu über
tragende Teil-Datenmenge und/oder die voraussichtliche Dauer
der verbleibenden begrenzten Sendezeit regelmäßig oder auf
grund vorbestimmter Ereignisse zu aktualisieren, ermöglicht
eine Anpassung an sich ändernde Bedingungen. So ändern sich
bei in Kraftfahrzeugen mitbewegten mobilen Stationen deren
Geschwindigkeiten bereits im Bereich einer einzigen Funkzel
le, wenn diese eine Stadt und eine in diese hineinführende
Autobahn überdeckt sehr stark, so dass Anpassungen der ur
sprünglichen Berechnungen für die Durchführung des Verfahrens
notwendig werden können.
Die voraussichtliche Übertragungsdauer für die noch zu über
tragende Teil-Datenmenge und/oder die voraussichtliche Dauer
der verbleibenden begrenzten Sendezeit mittels aktueller, er
mittelter und/oder vorgegebener Daten und/oder Bewegungs- und
Positionsdaten zu bestimmen oder zu schätzen liefert zuver
lässigere Daten als bei der Verwendung rein statistischer Pa
rameter. Dies gilt insbesondere auch für die Bestimmung der
voraussichtlichen Übertragungsdauer und/oder die voraussicht
liche Sendezeit mittels bekannter oder übermittelter Daten
über nächste mögliche Sendebereiche.
Die Verwendung von Prioritätsdaten kann einerseits verwendet
werden, um einen Dienst zur Übertragung großer Datenmengen
hoch zu bewerten und bevorzugt Kapazitäten zuzuweisen. Ande
rerseits kann aber auch eine Herabstufung vorgenommen werden,
um z. B. Echtzeit-Dienste gegenüber Datendiensten zu bevorzu
gen. Insbesondere Datendienste mit der Möglichkeit, Teil-
Datenmengen in einer disjunkten Funkzelle oder zu einem spä
teren Zeitpunkt nach dem Aus- und erneuten Einbuchen übertra
gen zu lassen, können hinsichtlich der Priorität gegenüber
herkömmlichen Datendiensten, bei denen eine vollständige Da
tenübertragung zwingend erforderlich ist, herabgestuft wer
den.
Ein Grundgedanke des Verfahrens beinhaltet in vorteilhafter
Weise die Fortführung der Übertragung der "restlichen" Daten
anteile einer aufgeteilten Datenmenge über die nächsten Netz
stationen bzw. Zugriffspunkte. Ein Spezialfall wäre, jedoch
ohne einen erneuten Verbindungsaufbau, der Handover derzeit
bekannter Funksysteme, wenn sich benachbarte Funkzellen über
lappen. Das Verfahren stellt eine Erweiterung des klassischen
Handover-Ansatzes auf nicht benachbarte Funkzellen dar.
Weiterhin dient das Verfahren zur Optimierung der Kapazität
einer Funkzelle. Ferner kann die Teilnehmer-/Dienstedichte
optimiert werden. Beliebige Datenvolumen können unabhängig
von der aktuellen Kapazität einer Zelle und der Verweildauer
übertragen werden. Optimiert werden kann das Verfahren u. a.
durch eine adaptive Anpassung an unterschiedliche Topologien,
wobei auch eine Anpassung an wechselnde Bewegungswahrschein
lichkeiten der mobilen Teilnehmer möglich ist.
Das hier beschriebene Verfahren erlaubt somit die Datenüber
tragung sofort nach Eintritt in die nächste, nicht unmittel
bar an die verlassene Funkzelle angrenzende Funkzelle, fort
zuführen. Ergänzend erlaubt das Verfahren die flexible Hand
habung von Diensten unterschiedlicher Datenrate mit dem Ziel,
die Teilnehmer-/Dienstedichte im Bereich einer Funkzelle zu
erhöhen. Zudem vermeidet das Verfahren die sinnlose Übertra
gung von Daten und Dateien wenn der Teilnehmer die Zelle ver
läßt, bevor die Datenmenge vollständig übertragen werden
kann.
Die Daten von einer der ortsfesten Stationen zu der mobilen
Station zu übertragen und dort zwischenzuspeichern und die
zwischengespeicherten Daten später nach dem Erreichen eines
Kommunikationsbereichs, der einer zweiten der ortsfesten Sta
tionen zugeordnet ist, dieser zweiten ortsfesten Station von
der mobilen Station zu übertragen, ermöglicht das Einrichten
von Kurierdiensten für Daten, die zwischen disjunkten Zellen
zu übertragen sind. In eigenständiger erfinderischer Ausges
taltung kann ein solcher Kurierdienst für Daten auch ohne
zwingende Abschätzung bzw. Bestimmung von verfügbaren be
grenzten Sendezeiten oder übertragbaren Datenmengen durchge
führt werden.
Ein Ausführungsbeispiel wird nachfolgend anhand der Zeichnung
näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine einfache Form eines Funk-Kommunikationsnetzes
mit zeitlich versetzten Kommunikationsverbindungen
zwischen einer Teilnehmerstation und zwei Netzsta
tionen,
Fig. 2 ein Ablaufdiagramm eines Verfahrens zum Übertragen
einer Datenmenge in einem solchen System und
Fig. 3 ein anderes beispielhaftes Szenario.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, ist das nachfolgend beschriebene
Verfahren insbesondere in einem Kommunikationssystem, z. B.
einem Mobilfunksystem gemäß den GSM- oder UMTS-Standard an
wendbar. Das beispielhaft dargestellte Mobilfunksystem weist
eine Vielzahl von Netzelementen auf, insbesondere netzseitig
Mobilvermittlungsstellen MSC, Einrichtungen RNM zum Zuteilen
von funktechnischen Ressourcen sowie Basisstationen BS1, BS2
als Sende-/Empfangseinrichtungen und teilnehmerseitig in der
untersten Hierarchieebene als Sende-/Empfangseinrichtungen
Teilnehmerstationen MS.
Die Mobilvermittlungsstellen MSC, die untereinander vernetzt
sind und von denen hier nur eine dargestellt ist, stellen den
Zugang zu einem Festnetz oder einem anderen Funknetz her.
Weiterhin sind diese Mobilvermittlungsstellen MSC mit jeweils
zumindest einer Einrichtung RNM zum Zuteilen von funktechni
schen Ressourcen verbunden. Jede dieser Einrichtungen RNM er
möglicht wiederum eine Verbindung zu zumindest einer Basis
station BS1, BS2. Eine solche Basisstation BS1, BS2 kann über
eine Funkschnittstelle V1 bzw. V2 eine Verbindung zu Teilneh
merstationen, z. B. mobilen Stationen MS oder anderweitigen
mobilen und stationären Endgeräten aufbauen. Durch jede Ba
sisstation BS1, BS2 wird zumindest eine Funkzelle Z1 bzw. Z2
gebildet. Übertragungen in Abwärtsrichtung DL (Downlink) erfolgen
von der Basisstation BS1 bzw. BS2 zur mobilen Station
MS, Übertragungen in Aufwärtsrichtung UL (Uplink) in umge
kehrter Richtung. Weiterhin ist ein Organisationskanal (FACH
oder BCCH: Broadcast Control CHannel) dargestellt, der zur
Übertragung von Nutz- und Signalisierungsinformationen mit
einer definierten Sendeleistung von jeder der Basisstationen
BS1, BS2 für alle mobilen Stationen MS im Bereich der Funk
zelle Z1 bzw. Z2 bereitgestellt wird.
Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel weisen die Teil
nehmerstation MS und/oder eine Netzstation, wie die Basissta
tion BS1, Speicher und Steuereinrichtungen Y bzw. X auf, in
denen Daten D, Parameter oder Rechenvorschriften für deren
Verwaltung und Steuerung hinterlegt sind.
In Fig. 1 ist die Netzsituation zu zwei Zeitpunkten t1 bzw.
t2 dargestellt. Zum ersten Zeitpunkt t1 befindet sich die
Teilnehmerstation MS im Bereich der ersten Basisstation BS1
bzw. deren Funkzelle Z1. Über die Verbindung V1 soll eine be
stimmte Datenmenge D aus dem Netz zur Teilnehmerstation MS
übertragen werden.
Die erforderliche Übertragungsdauer tD zur vollständigen Ü
bertragung der Datenmenge D zur Teilnehmerstation MS in der
ersten Funkzelle Z1 ist jedoch kürzer als die Verweildauer
bzw. begrenzte Sendezeit tS1 der Teilnehmerstation MS in die
ser Funkzelle Z1.
Die Teilnehmerstation MS bewegt sich nach Ablauf der Verweil
dauer tS1 aus der ersten Funkzelle Z1 in Richtung der zweiten
Funkzelle Z2. Da sich die beiden Funkzellen Z1 und Z2 nicht
überlappen, wird die Verbindung vom Netz zur Teilnehmerstati
on MS vollständig abgebrochen. Nach dem Eintreffen der Teil
nehmerstation MS in der zweiten Funkzelle Z2 wird über die
Verbindung V2 eine erneute Übertragungsverbindung zwischen
Netz und Teilnehmerstation MS aufgebaut. Die Teilnehmerstation
MS verweilt in dieser zweiten Funkzelle Z2 über eine zwei
te Verweildauer bzw. begrenzte Sendezeit tS2.
Bei dem nachfolgend beschriebenen Verfahren wird die Daten
übertragung direkt nach dem Aufbau der Verbindung V2 wieder
aufgenommen. Dabei wird in vorteilhafter Weise ohne einen Ab
gleich der bereits übertragenen Datenanteile direkt mit der
Übertragung der noch nicht übertragenen restlichen Datenan
teile Di begonnen.
Das Verfahren basiert zweckmäßigerweise auf einer intelligen
ten Vorhersage der erforderlichen Gesamt-Übertragungsdauer tD
der angeforderten Datenmenge D unter Einbeziehung der voraus
sichtlichen Verweildauer tS1, tS2 in den Funkzellen Z1
und/oder Z2. Außerdem basiert das Verfahren auf der Vorhersa
ge wo und wann sich die Teilnehmerstation MS nach dem Verlas
sen des aktuellen Funkbereichs bzw. der aktuellen Funkzelle
Z1 befindet.
Ein weiterer zweckmäßiger Aspekt des Verfahrens beinhaltet
die Initialisierung einer fortgesetzten Datenübertragung
(concatenated data transfer) unter Einbeziehung weiterer
Zugriffspunkte (AP: Access Points), wie vorliegend der Basis
stationen BS2, und eventuell eines vertikalen Handovers zu
anderen Funksystemen wie z. B. von GSM zu UMTS.
Nachfolgend werden anhand von drei Szenarien bevorzugte Funk
tionen des auch in Fig. 2 skizzierten Verfahrens beschrieben.
Das erste Szenario stellt eine isolierte Funkzelle Z dar,
nach deren Verlassen die Teilnehmerstation MS keine Aussicht
auf das Erreichen derselben oder einer anderen Funkzelle in
nerhalb einer maximal tolerierbaren Zeit hat. Die Übertragung
restlicher Datenmengen ist daher innerhalb der tolerierbaren
Zeit nicht möglich.
In der isolierten Funkzelle Z wird mit der zur Verfügung ste
henden Datenrate die erforderlichen Sendedauer tD für die zu
übertragende Datenmenge D abgeschätzt. Außerdem wird die zu
erwartende Verweildauer bzw. begrenzte Sendezeit tS in der
Funkzelle Z abgeschätzt. Danach wird abgeschätzt, ob die zu
übertragende Datenmenge D in der verfügbaren Sendezeit tS ü
bertragen werden kann, d. h. ob Dt < tS ist. Ist dies nicht
der Fall, wird die Übertragung automatisch storniert und da
mit die Luftschnittstelle entlastet.
Werden bereits Daten der Datenmenge D übertragen, so kann ei
ne solche Übertragung zweckmäßigerweise auch nach einer aktu
alisierten verkürzten Sendezeitabschätzung tS abgebrochen
werden. Vorteilhafterweise wird dazu abhängig von der bereits
übertragenen Teil-Datenmenge Di eine Schwelle zur Vermeidung
eines unter Umständen nicht erforderlichen Abbruchs aufgrund
zeitlicher Schwankungen der Sendebedingungen gesetzt. Dadurch
wird eine Übertragung bei einer bereits großen übertragenen
Teil-Datenmenge Di nur dann abgebrochen, wenn die Wahrschein
lichkeit entsprechend groß ist, das nach der erfolgten Aktua
lisierung das Verhältnis der noch verfügbaren Sendezeit tS1
zu der noch benötigten Sendezeit tDi voraussichtlich tatsäch
lich nicht ausreicht.
Beim zweiten Szenario, bei dem sich zwei oder mehr Zellen Z
direkt berühren oder überschneiden, wird beim Wechsel von ei
ner Zelle in die benachbarte Zelle zweckmäßigerweise eine für
sich bekannte Übergabe (Handover) durchgeführt.
Das dritte Szenario betrifft Funkzellen Z1, Z2 mit vorteil
hafterweise gleicher Technologie, wobei sich die Funkzellen
Z1 und Z2 nicht überlappen (Disjunkte Funkzellen). Sind die
Funkzellen des gleichen Funksystems disjunkt, so kann kein
Handover innerhalb dieses durchgeführt werden. Sind mehrere
Funkzellen Z1, Z2 derart deutlich voneinander getrennt, so
kann kein üblicher Handover durchgeführt werden. Ein Verbindungsabbau
und ein erneuter Verbindungsaufbau sind erforder
lich.
Nachfolgend wird angenommen, dass kann die momentane erste
Basisstation BS1 die gesamte Datenmenge trotz höchst mögli
cher Datenrate nicht übertragen kann, d. h. es gilt tD < tS.
Jedoch soll die nach entsprechenden Kriterien festlegbare
ausreichende Wahrscheinlichkeit bestehen, dass sich die Teil
nehmerstation MS zu einem tolerierbar späteren Zeitpunkt in
diese Funkzelle Z1 oder in eine andere Funkzelle Z2 begibt.
Dann wird bestimmt, ob die in all diesen Funkzellen Z1,
Z2, . . . dieser und insgesamt verfügbare Sendezeit tS (tS = tS1
+ tS2 + .tSi . . .) ausreicht, um die gesamte Datenmenge D zu ü
bertragen, d. h. ob gilt tD < tS(Gesamt).
Falls ja, so wird die Datenmenge D in Teil-Datenmengen Di,
hier Di und D(i + 1) aufgeteilt. Dabei entspricht die erste
Teil-Datenmenge Di der Datenmenge die in der ersten begrenz
ten Sendezeit tS1 in der momentanen Funkzelle Z1 voraussicht
lich übertragen werden kann, d. h. der Bedingung tDi ≦ tS1 ge
nügt. Diese erste Teil-Datenmenge Di wird daraufhin im Uplink
oder Downlink über die erste Funkschnittstelle V1 übertragen.
Zumindest die restliche Teil-Datenmenge D(i + 1) wird in der
die Daten bereitstellenden Speichereinrichtung X bzw. Y oder
einer entsprechend ausgebildeten Netzeinrichtung gespeichert.
Mit der Übertragung dieser restlichen Teil-Datenmenge D(i + 1)
wird gewartet, bis eine neue geeignete Verbindung mit einer
ausreichenden Sendezeit tS(i + 1) zu deren Übertragung aufge
baut wurde.
Vorteilhafterweise wird in regelmäßigen Abständen oder nach
Veränderung der Bedingungen, die für die Abschätzung der er
forderlichen Übertragungsdauer tD oder der verfügbaren Sende
zeit tS zugrunde lagen/liegen, eine erneute Abschätzung aller
Parameter vorgenommen. Dadurch ist insbesondere eine Neueinteilung
der Teil-Datenmengen Di, D(i + 1), . . . entsprechend neu
bestimmter Sendezeiten tSi, tS(i + 1), . . . möglich.
Bei diesem dritten Szenario leitet die erste Basisstation BS1
der aktuellen ersten Funkzelle Z1 somit eine fortzusetzende
bzw. verkettete Datenübertragung ("concatenated data trans
fer") ein und verweist die Teilnehmerstation MS nach Ablauf
der verfügbaren begrenzten ersten Sendezeit tS1 an die nächs
te Basisstation BS2. Nach dem Eintritt in den Erfassungsbe
reich einer weiteren Basisstation BS2 kann die Datenübertra
gung direkt nahtlos fortgeführt werden. Der Teilnehmer erhält
somit über die erste Verbindung V1 nicht seine maximal ange
forderte Datenrate, um die Übertragung der tatsächlich über
tragbaren Daten Di innerhalb der Verweildauer innerhalb der
Funkzelle Z1 zu garantieren.
Insbesondere kann bei einem solchen Verfahren auch die maxi
mal mögliche bzw. zulässige Datenrate herabgesetzt werden, um
andere Verbindungen auf der Funkschnittstelle nicht zu behin
dern. Die aktuell ausgehandelte Datenrate zwischen Teilneh
merstation MS und Basisstation BS1 bzw. BS2 wird vorteilhaft
erweise aufgrund der aktuellen oder erwarteten Belastung der
Funkzelle so eingestellt, dass die Teilnehmer/Dienstedichte
maximiert wird. Um dies zu erreichen, können die Teilnehmer
station MS, die Basisstation BS1 und/oder eine Netzsteuerein
richtung eine verkettete Datenübertragung einleiten.
Andere Teilnehmerstationen/Dienste können aber optional auch
mit einer niedrigen Priorität eingestuft werden, wenn eine
angeforderte Datenübertragung zwischen der Teilnehmerstation
MS und den absehbar verfügbaren Basisstationen BS nicht mög
lich wäre.
Aufgrund einer hohen Belastung in der aktuellen Funkzelle Z1
kann die Teilnehmerstation MS mangels Kapazität für die Über
tragung der Datenmenge aber auch direkt zur Übertragung der
gewünschten Daten auf andere, weniger belastete Zellen verwiesen
werden. Der Verweis bzw. die Datenübertragung wird
durch die Basisstation BS1 der aktuellen Funkzelle Z1 initi
iert. Auch dafür kann zur Reduzierung des Verwaltungsaufwan
des eine verkettete Datenübertragung eingeleitet werden, ob
wohl die erste Teil-Datenmenge Di tatsächlich eine Nullmenge
ist.
Nachfolgend werden einzelne Aspekte einer solchen fortzuset
zenden Datenübertragung näher erläutert.
Zwei Informationen sind für die verkettete Datenübertragung
von hervorzuhebender Bedeutung, nämlich einerseits die poten
tielle Verweildauer bzw. maximal begrenzt verfügbare Sende
zeit tS und andererseits eine Schätzung oder Ermittlung der
Folge-Funkzellen, in denen sich die betreffende Teilnehmer
station voraussichtlich aufhalten wird.
Die potentielle Verweildauer tS1 innerhalb der aktuellen
Funkzelle Zi (i = 1, 2, 3, . . .) kann z. B. auf der Schätzung der
Geschwindigkeit der Teilnehmerstation MS aus Kanalschätzungen
von deren Empfänger oder von netzseitigen Empfängern basie
ren. Möglich ist auch die alleinige oder zusätzliche Verwen
dung von Daten eines GPS-Empfängers (GPS: Global Positioning
System), der in der Teilnehmerstation MS integriert oder mit
dieser verbunden ist. Weiterhin können die derart bestimmte
maximale begrenzte Sendezeit tS1 verlängernde Einflüsse be
rücksichtigt werden, z. B. eine Schätzung der Verweildauer
aufgrund von Ampelphasen oder Ortsdurchfahrten eines Kraft
fahrzeugs mit reduzierter Geschwindigkeit. Für letzteres ist
insbesondere eine Kopplung mit Navigationssystemen eines
Kraftfahrzeugs vorteilhaft, zumal derzeitige Navigationssys
teme zumeist mit einem GPS-Empfänger ausgestattet sind. Die
Kopplung kann z. B. über eine Kabel- oder Infrarot-
Schnittstelle zwischen Navigationssystem und Teilnehmerstati
on MS erfolgen. Berücksichtigt werden können auch Gewohnhei
ten des Besitzers der Teilnehmerstation MS. Einprogrammiert
oder automatisch durch das System selbst bestimmt werden kann
beispielsweise eine täglich gewählte Fahrtroute zwischen Woh
nung und Arbeitsstätte.
Die Schätzung der Folge-Funkzelle (Z2) bzw. Folge-Funkzellen
kann vorteilhafterweise auf Basis des a priori Wissens über
die Topologie der Umgebung erfolgen. An einer Straßenkreuzung
gibt es z. B. nur eine bestimmte Anzahl von Möglichkeiten, die
durch Einbahnstraßen usw. noch weiter eingeschränkt werden.
Verwendet werden können aber auch Informationen über die ge
plante oder momentan zurückgelegte Route die durch ein Navi
gationssystem übermittelt werden können. Diese Schätzung der
Folge-Funkzelle(n) Z2 ist insbesondere zweckmäßig, um die
Verweildauer tS(i + 1) darin abschätzen zu können, so dass die
letztendlich verfügbare Gesamt-Sendezeit tS abschätzbar wird.
Stellen die Teilnehmerstation MS, die Basisstation BS1 oder
eine entsprechend eingerichtete Netzeinrichtung fest, dass
die gesamte Datenmenge D nicht während der Verweildauer tS in
der momentanen Funkzelle Z1 übertragen werden kann, so über
mittelt die Basisstation BS1 an die Basisstation BS2 der po
tentiell "nächsten" Funkzelle bzw. Folge-Funkzelle die Daten,
die für eine kontinuierliche Fortführung der Datenübertragung
nötig sind. Dadurch kann die Übertragung sofort fortgesetzt
werden, wenn die Teilnehmerstation MS die Folge-Funkzelle Z2
erreicht hat.
Für Fälle, in denen die Bestimmung oder Abschätzung der Fol
ge-Funkzelle Z2 falsch war oder aber auch bei einer zu großen
Anzahl möglicher Folge-Funkzellen kann auch vorgesehen wer
den, dass die Übertragung der erforderlichen Daten zu der
neuen Aufenthalts-Basisstation BS2 erst nach dem dortigen
Einbuchen der Teilnehmerstation MS erfolgt.
Bei der Übergabe von einer ersten Basisstation BS1 zu einer
anderen, zweiten Basisstation BS2 kann durch die vorherige
zusammen mit der noch zu übertragenden restlichen Teil-
Datenmenge Di ein Datensatz mit übergeben werden, in dem zusätzliche
Informationen enthalten sind. Solche zusätzlichen
Informationen können z. B. sein die voraussichtliche Ein
trittszeit der Teilnehmerstation MS im Bereich der anderen
Basisstation BS2, die dortige abgeschätzte Verweildauer
tS(i + 1), die voraussichtliche Fahrroute des Teilnehmers bzw.
der Teilnehmerstation MS, die Identität des Teilnehmers, die
Anzahl der Datenpakete und/oder die erforderliche Dienstegüte
(QoS: Quality of Service).
Der Datensatz beschreibt somit vorteilhafterweise ein ganzes
Dienste- bzw. Service-Profil das alle erforderlichen und
nützlichen Informationen enthält. Dieser Datensatz wird vom
System, insbesondere der jeweils momentan zuständigen Basis
station BS entsprechend aktualisiert und wiederum zur nächs
ten Basisstation BS übertragen, um diese informieren, damit
die dort nötigen Schritte eingeleitet werden können.
In einer Zelle mit hoher Verkehrslast besteht vorteilhafter
weise die Möglichkeit, dass mehrere Teilnehmerstationen MS
den Dienst zur verketteten Datenübertragung verwenden wollen.
Zur Regelung bei begrenzter Kapazität können die Teilnehmer
stationen über Prioritätslisten verwaltet werden. Die verge
benen Prioritäten könnten automatisch als Funktion verschie
dener Parameter, wie z. B. der Verweildauer in einer Funkzel
le oder einer Kombination von QoS, verwendetem Dienst und Ge
schwindigkeit innerhalb der Funkzelle bestimmt werden.
Noch zu übertragende Teil-Datenmengen Di und Informationen
zur Verwaltung und Steuerung eines solchen Verfahrens können,
wie auch aus Fig. 3 ersichtlich, über einen Kanal des eigenen
Funksystems, vorteilhafterweise mit Reichweitenerhöhung durch
Erweiterungspunkte EP (Extension Point) oder Richtantennen,
über ein flächendeckendes Funksystem wie z. B. UMTS/GSM oder
leitungsgebunden übertragen werden.
Das Verfahren kann dahingehend erweitert werden, dass auch
die Teilnehmerstation MS eines in eine Funkzelle Z2 einfahrenden
Fahrzeugs Informationen an die Basisstation BS2 der
betretenen Funkzelle Z2 übergibt. Die Teilnehmerstation MS
versieht in diesem Fall Daten-Kurierdienste zwischen den Ba
sisstationen BS1, BS2, die auf ihrem Weg liegen.
Die Topologie des Netzes, d. h. hier der Standort Basisstati
onen BS1, BS2 zueinander, kann entweder über eine zentrale
Verwaltung, z. B. den Netzbetreiber, in die Basisstationen
BS1, BS2 geladen werden, oder selbständig erlernt und abge
glichen werden. Hierzu speichert und/oder übergibt die Teil
nehmerstation MS der Basisstation BS2 über die zuvor verlas
sene Funkzelle Z1 Informationen, z. B. Basisstations-Nummer,
GPS-Position usw.
Durch eventuell von der vorherigen Basisstation BS1 übergebe
ne bzw. durch die Teilnehmerstation MS beim letzten Kontakt
selbst gesetzten Zeitmarken können die Fahrzeuggeschwindig
keit und indirekt der Verkehrsfluß bestimmt werden. Durch die
Verknüpfung von real bewegter Teilnehmerstation MS und den
Daten, die mit den Basisstationen BS1, BS2 ausgetauscht wer
den, können Profile über die Verkehrssituation erstellt wer
den. Je nach Jahres- bzw. Tageszeit ergeben sich andere Be
wertungsmuster bzw. Verkehrsflüsse der Teilnehmerstation MS,
aus denen über statistische Verfahren Eintreffwahrscheinlich
keiten ermittelt werden können. Die Eintreffwahrscheinlich
keiten bzw. die statistischen Daten über die Verkehrsflüsse
können bei entsprechender Auslegung des Funknetzes auch an
die Steuerinstanzen übermittelt werden, die dann die Daten
flüsse (Routing) entsprechend konditionieren. Es ist bei
spielsweise sehr wahrscheinlich, dass der Feierabendverkehr
aus der Stadt herausfließt und dabei bevorzugt bestimmte
Straßen belegt und Seitenstraßen meidet. Insbesondere kann
die Belastung eines "Hot-Spots" auf andere Zellen "ver
schmiert" werden.
Gemäß der in Fig. 3 dargestellten Ausführungsform bewegt sich
ein Teilnehmer mit seinem Laptop als Teilnehmerstation bzw.
mobiles Terminal MT in seinem Kraftfahrzeug entlang einer
viel befahrenen Straße. In der Nähe einer Ampel befindet sich
das mobile Terminal MT im Bereich einer Hiperlan2-Funkzelle
mit einem Zugriffspunkt H2-AP1. Der Zugriffspunkt H2-AP1
nimmt Kontakt mit dem mobilen Terminal MT auf und will die
Voranzeigen aktueller Kinofilme entsprechend einem geschlos
senen Servicevertrag auf das mobile Terminal MT herunterla
den. Beim Erreichen der Funkzelle ist die Ampel bereits eini
ge Sekunden auf Rot. Aufgrund der abgeschätzten, restlichen
Verweildauer an der Ampel bzw. in der Funkzelle und der zur
Verfügung stehenden Datenrate, ermittelt der Zugriffspunkt
H2-AP1 die Datenmenge, die innerhalb seines Funkbereichs an
das mobile Terminal MT übertragen werden kann. Ebenso erkennt
der Zugriffspunkt H2-AP1 aufgrund der Straßenlage drei be
nachbarte Funkzellen an den nächsten Ampeln, die von dem mo
bilen Terminal MT angefahren werden können. Durch die Infor
mation des Navigationssystems im Kraftfahrzeug des Teilneh
mers erfährt der Zugriffspunkt H2-AP1 durch eine entsprechen
de Mitteilung die Route, auf der sich das mobile Terminal MT
bewegen wird. Der Zugriffspunkt H2-AP1 benachrichtigt, z. B.
über eine stark gerichtete Hiperlan2-Funkverbindung, die zu
sätzlich noch durch einen Extension Point H2-EP verlängert
wird, den vom Teilnehmer als nächstes angefahrenen Zugriffs
punkt H2-AP2. Trifft der Teilnehmer mit dem mobilen Terminal
MT im Erfassungsbereichs des Zugriffspunkt H2-AP2 ein, wird
die Datenübertragung fortgesetzt. Hier wiederholt sich für
verbleibende Restdaten die weitere Prozedur analog zu
Zugriffspunkt H2-AP1.
Theoretisch könnte der Extension Point EP die Versorgung des
mobilen Terminals MT über die Reichweite des Zugriffspunkts
H2-AP1 hinaus aufrechterhalten. Doch würde dies die Kapazität
der Funkzelle des Zugriffspunkts H2-AP1 reduzieren. Im vor
stehenden Beispiel braucht daher über den Extension Point EP
nur eine schmalbandige Signalisierung durchgeführt zu werden.
Ein Vorteil des beschriebenen EP-Szenarios besteht auch dar
in, dass keinerlei Gebühren für die Nutzung eines weiteren
Dienstes, wie z. B. UMTS, anfallen.
Claims (15)
1. Verfahren zum Übertragen einer Datenmenge beim Vorliegen
von disjunkten Funkzellen von einer Netzeinrichtung (X; Y)
über zumindest eine Netzstation (BS1; BS2) von oder zu einer
Station (MS; MT), wobei nur eine begrenzte Sendezeit in den
disjunkten Funkzellen verfügbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die voraussichtliche Übertragungsdauer für die zu ü bertragende Datenmenge bestimmt oder geschätzt wird,
dass die voraussichtliche Dauer der begrenzten Sendezeit bestimmt oder geschätzt wird,
dass eine Entscheidung über die Behandlung der zu übertra genden Datenmenge abhängig davon erfolgt, ob die Datenmenge in der begrenzten Sendezeit vollständig übertragen werden kann.
dass die voraussichtliche Übertragungsdauer für die zu ü bertragende Datenmenge bestimmt oder geschätzt wird,
dass die voraussichtliche Dauer der begrenzten Sendezeit bestimmt oder geschätzt wird,
dass eine Entscheidung über die Behandlung der zu übertra genden Datenmenge abhängig davon erfolgt, ob die Datenmenge in der begrenzten Sendezeit vollständig übertragen werden kann.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem
dann, wenn die erste oder eine Summe begrenzter Sendezeiten kleiner als die erforderliche Übertragungsdauer ist, die Da tenmenge derart in Teil-Datenmengen aufgeteilt wird,
dass in der bzw. den begrenzten Sendezeiten zumindest eine der Teil-Datenmengen vollständig übertragen wird und eine o der mehrere weitere Datenmengen nach erneutem Aufbau einer Verbindung (V2) in einer späteren Sendezeit übertragen wer den.
dann, wenn die erste oder eine Summe begrenzter Sendezeiten kleiner als die erforderliche Übertragungsdauer ist, die Da tenmenge derart in Teil-Datenmengen aufgeteilt wird,
dass in der bzw. den begrenzten Sendezeiten zumindest eine der Teil-Datenmengen vollständig übertragen wird und eine o der mehrere weitere Datenmengen nach erneutem Aufbau einer Verbindung (V2) in einer späteren Sendezeit übertragen wer den.
3. Verfahren nach Anspruch 2, bei dem
die restliche/restlichen Teil-Datenmengen zusammen mit Infor
mationen über diese Daten, über Zwischen-Netzstationen (BS2)
und/oder über Absender und/oder über Empfänger der Datenmenge
an Netzstationen (BS2) mit zeitlich späteren Verbindungen
(V2) weitergeleitet werden.
4. Verfahren nach einem vorstehenden Anspruch, bei dem
die Übertragung der Datenmenge nur erfolgt, wenn die Datenmenge
in der begrenzten Sendezeit vollständig übertragen wer
den kann.
5. Verfahren nach einem vorstehenden Anspruch, bei dem
die begrenzte Sendezeit aus zumindest zwei Teil-Sendezeiten
zusammengesetzt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, bei dem
die Teil-Sendezeiten Sendebereichen (Z1, Z2) verschiedener
Netzstationen (BS1, BS2) zugeordnet werden.
7. Verfahren nach einem vorstehenden Anspruch, bei dem
die Entscheidung unter Berücksichtigung einer Toleranz bei
der Bestimmung bzw. Abschätzung der begrenzten Sendezeit
und/oder der erforderlichen Übertragungsdauer erfolgt.
8. Verfahren nach einem vorstehenden Anspruch, bei dem
von der Station (MS; MT) oder einer Netzeinrichtung (BS1) der
Sendebereich/die Sendebereiche (Z2) mit der nächsten sicheren
oder wahrscheinlichen Möglichkeit zum Aufbau einer Verbindung
(V2) zum Übertragen von Daten mitgeteilt, bestimmt oder ge
schätzt werden.
9. Verfahren nach einem vorstehenden Anspruch, bei dem
die voraussichtliche Übertragungsdauer für die noch zu über
tragende Teil-Datenmenge und/oder die voraussichtliche Dauer
der verbleibenden begrenzten Sendezeit regelmäßig oder auf
grund vorbestimmter Ereignisse aktualisiert wird.
10. Verfahren nach einem vorstehenden Anspruch, bei dem
die voraussichtliche Übertragungsdauer für die noch zu über
tragende Teil-Datenmenge und/oder die voraussichtliche Dauer
der verbleibenden begrenzten Sendezeit mittels aktueller, er
mittelter und/oder vorgegebener Daten und/oder Bewegungs- und
Positionsdaten bestimmt oder geschätzt werden.
11. Verfahren nach einem vorstehenden Anspruch, bei dem
die voraussichtliche Übertragungsdauer für die noch zu über
tragende Teil-Datenmenge und/oder die voraussichtliche Dauer
der verbleibenden begrenzten Sendezeit mittels bekannter
und/oder übermittelter Daten über nächste mögliche Sendebe
reiche (Z2) bestimmt oder geschätzt werden.
12. Verfahren nach einem vorstehenden Anspruch, bei dem
die voraussichtliche Übertragungsdauer für die noch zu über
tragende Teil-Datenmenge und/oder die voraussichtliche Dauer
der verbleibenden begrenzten Sendezeit und/oder die Auftei
lung der Datenmenge in Teil-Datenmengen unter Anwendung von
Priorisierungdaten bestimmt oder geschätzt werden.
13. Kommunikationsvorrichtung für ein Kommunikations
system mit zumindest einer Netzstation (BS1, BS2) zum Über
tragen einer Datenmenge von oder zu einer mobilen Station
(MS; MT),
gekennzeichnet durch
zumindest eine Bestimmungseinrichtung (X; Y) zum Bestimmen und/oder Abschätzen der voraussichtlich verfügbaren Sendezei ten mehrerer getrennter Verbindungen (V1, V2) und der voraus sichtlich erforderlichen Übertragungsdauer für die Datenmenge und
eine Koordinierungseinrichtung (X; Y) zum Aufteilen der Da tenmenge in Teil-Datenmengen und zum Koordinieren und/oder zum Zuweisen der Teil-Datenmengen zu den verfügbaren Sende zeiten.
zumindest eine Bestimmungseinrichtung (X; Y) zum Bestimmen und/oder Abschätzen der voraussichtlich verfügbaren Sendezei ten mehrerer getrennter Verbindungen (V1, V2) und der voraus sichtlich erforderlichen Übertragungsdauer für die Datenmenge und
eine Koordinierungseinrichtung (X; Y) zum Aufteilen der Da tenmenge in Teil-Datenmengen und zum Koordinieren und/oder zum Zuweisen der Teil-Datenmengen zu den verfügbaren Sende zeiten.
14. Verwendung eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1-
12 oder der Kommunikationsvorrichtung nach Anspruch 13 in mo
bilen Stationen (MS; MT) und netzseitigen Stationen (BS1,
BS2) eines zellularen Funk-Kommunikationssystems.
15. Verwendung eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1-
12 oder der Kommunikationsvorrichtung nach Anspruch 13 oder
14 in mobilen Stationen (MS; MT) und ortsfesten Stationen
(BS1, BS2) zum Übertragen von Daten, wobei
die Daten von einer ersten der ortsfesten Stationen (BS1) zu der mobilen Station (MS; MT) übertragen und dort zwischen gespeichert werden und
die zwischengespeicherten Daten später nach dem Erreichen eines Kommunikationsbereichs (Z2), der einer zweiten der ortsfesten Stationen (BS2) zugeordnet ist, dieser zweiten ortsfesten Station (BS2) von der mobilen Station (MS; MT) ü bertragen werden.
die Daten von einer ersten der ortsfesten Stationen (BS1) zu der mobilen Station (MS; MT) übertragen und dort zwischen gespeichert werden und
die zwischengespeicherten Daten später nach dem Erreichen eines Kommunikationsbereichs (Z2), der einer zweiten der ortsfesten Stationen (BS2) zugeordnet ist, dieser zweiten ortsfesten Station (BS2) von der mobilen Station (MS; MT) ü bertragen werden.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE10109559A DE10109559C2 (de) | 2001-02-28 | 2001-02-28 | Verfahren und Kommunikationsvorrichtung zum Übertragen einer Datenmenge bei begrenzt möglicher Übertragungsdauer in einem Funk-Kommunikationssystem |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10109559A DE10109559C2 (de) | 2001-02-28 | 2001-02-28 | Verfahren und Kommunikationsvorrichtung zum Übertragen einer Datenmenge bei begrenzt möglicher Übertragungsdauer in einem Funk-Kommunikationssystem |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10109559A1 DE10109559A1 (de) | 2002-09-05 |
| DE10109559C2 true DE10109559C2 (de) | 2003-12-18 |
Family
ID=7675756
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE10109559A Expired - Fee Related DE10109559C2 (de) | 2001-02-28 | 2001-02-28 | Verfahren und Kommunikationsvorrichtung zum Übertragen einer Datenmenge bei begrenzt möglicher Übertragungsdauer in einem Funk-Kommunikationssystem |
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| Country | Link |
|---|---|
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|---|---|---|---|---|
| DE10222583A1 (de) * | 2002-05-22 | 2003-12-24 | Siemens Ag | Verfahren und Vorrichtung zur Mobilitätssteuerung in einem Kommunikationssystem |
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Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB2322262A (en) * | 1996-12-24 | 1998-08-19 | Lucent Technologies Inc | Mobile base station |
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-
2001
- 2001-02-28 DE DE10109559A patent/DE10109559C2/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (2)
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|---|---|---|---|---|
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| EP1047275A1 (de) * | 1999-04-21 | 2000-10-25 | Motorola, Inc. | Vorrichtung und Verfahren zur Datenkommunikation in einem Zellularen Kommunikationsnetzwerk |
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| IACONO, A.L. (u.a.): Bounds on File Delivery Delay in an Infostations System. In: Proceedings of Vehicular Technology Conference (VTC 2000), IEEE, 2000, Vol. 3, S. 2295-2299 * |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| DE10109559A1 (de) | 2002-09-05 |
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