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DE10109496A1 - Hydrodynamische Kopplungseinrichtung - Google Patents

Hydrodynamische Kopplungseinrichtung

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Publication number
DE10109496A1
DE10109496A1 DE2001109496 DE10109496A DE10109496A1 DE 10109496 A1 DE10109496 A1 DE 10109496A1 DE 2001109496 DE2001109496 DE 2001109496 DE 10109496 A DE10109496 A DE 10109496A DE 10109496 A1 DE10109496 A1 DE 10109496A1
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DE
Germany
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friction
counter
coupling device
turbine wheel
hydrodynamic coupling
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE2001109496
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English (en)
Inventor
Christoph Sasse
Thomas Bauer
Peter Frey
Ruthard Knoblach
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ZF Friedrichshafen AG
Original Assignee
ZF Sachs AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by ZF Sachs AG filed Critical ZF Sachs AG
Priority to DE2001109496 priority Critical patent/DE10109496A1/de
Publication of DE10109496A1 publication Critical patent/DE10109496A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16HGEARING
    • F16H45/00Combinations of fluid gearings for conveying rotary motion with couplings or clutches 
    • F16H45/02Combinations of fluid gearings for conveying rotary motion with couplings or clutches  with mechanical clutches for bridging a fluid gearing of the hydrokinetic type
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16HGEARING
    • F16H45/00Combinations of fluid gearings for conveying rotary motion with couplings or clutches 
    • F16H45/02Combinations of fluid gearings for conveying rotary motion with couplings or clutches  with mechanical clutches for bridging a fluid gearing of the hydrokinetic type
    • F16H2045/0273Combinations of fluid gearings for conveying rotary motion with couplings or clutches  with mechanical clutches for bridging a fluid gearing of the hydrokinetic type characterised by the type of the friction surface of the lock-up clutch
    • F16H2045/0284Multiple disk type lock-up clutch

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Mechanical Operated Clutches (AREA)

Abstract

Eine hydrodynamische Kopplungseinrichtung, insbesondere Drehmomentwandler oder Fluidkupplung, umfasst: eine Gehäuseanordnung (12), ein in der Gehäuseanordnung (12) vorgesehenes Turbinenrad (30), eine Überbrückungskupplungsanordnung (46), durch welche wahlweise eine Drehmomentübertragungsverbindung zwischen dem Turbinenrad (30) und der Gehäuseanordnung (12) herstellbar ist, wobei die Überbrückungskupplungsanordnung (46) umfasst: wenigstens zwei mit einer Baugruppe von Gehäuseanordnung (12) und Turbinenrad (30) drehbare Reiborgane (56, 58), zwischen jeweils zwei Reiborganen (56, 58) wenigstens ein mit der anderen Baugruppe von Gehäuseanordnung (12) und Turbinenrad (30) drehbares Gegen-Reiborgan (68), welches in Reibflächenbereichen (80, 82) desselben in Anlagekontakt mit Reibflächenbereichen der Reiborgane (56, 58) bringbar ist. Das Gegen-Reiborgan (68) weist bei wenigstens einem seiner Reibflächenbereiche (80, 82) wenigstens im Bereich seiner Oberfläche ein Material auf, das eine höhere Wärmeleitfähigkeit als Stahl aufweist.

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft eine hydrodynamische Kopplungsein­ richtung, insbesondere Drehmomentwandler oder Fluidkupplung, umfas­ send eine Gehäuseanordnung, ein in der Gehäuseanordnung vorgesehenes Turbinenrad, eine Überbrückungskupplungsanordnung, durch welche wahl­ weise eine Drehmomentübertragungsverbindung zwischen dem Turbinenrad und der Gehäuseanordnung herstellbar ist, wobei die Überbrückungskupp­ lungsanordnung umfasst: wenigstens zwei mit einer Baugruppe von Ge­ häuseanordnung und Turbinenrad drehbare Reiborgane, zwischen jeweils zwei Reiborganen wenigstens ein mit der anderen Baugruppe von Gehäu­ seanordnung und Turbinenrad drehbares Gegen-Reiborgan, welches in Reibflächenbereichen desselben in Anlagekontakt mit Reibflächenbereichen der Reiborgane bringbar ist.
Aus der WO 00/031 58 ist eine hydrodynamische Kopplungseinrichtung in Form eines hydrodynamischen Drehmomentwandlers bekannt. Bei diesem hydrodynamischen Drehmomentwandler sind zwei in Form von reibschei­ benartigen Lamellen bereitgestellte Reiborgane mit dem Turbinenrad zur gemeinsamen Drehung gekoppelt. Diese beiden Lamellen liegen zwischen einem Kupplungskolben und einem Bereich der Gehäuseanordnung, wobei sowohl am Kupplungskolben als auch an diesem Bereich der Gehäusean­ ordnung jeweilige Reibflächen vorgesehen sind, mit welchen entsprechende Reibflächen an den beiden Lamellen in Anlagekontakt bringbar sind. Ferner ist zwischen den beiden als Lamellen ausgebildeten Reiborganen als wei­ teres mit der Gehäuseanordnung zur gemeinsamen Drehung gekoppeltes Gegen-Reiborgan eine ringscheibenartig ausgebildete Reibplatte vorgese­ hen. Diese wird bei der Verlagerung des Kupplungskolbens zwischen den beiden lamellenartig ausgebildeten Reiborganen gepresst. An den beiden Reiborganen bzw. Lamellen sind beidseits jeweils Reibbeläge vorgesehen, so dass diese mit dem Kupplungskolben bzw. der Gehäuseanordnung einerseits und dem ringscheibenartigen Gegen-Reiborgan andererseits in Reibkontakt treten können. Dies bedeutet letztendlich, dass im Bereich der Reiborgane die dort vorgesehenen Reibflächenbereiche jeweils durch Ober­ flächenbereiche der Reibbeläge gebildet sind, während im Bereich der Gegen-Reiborgane, d. h. dem Kupplungskolben, dem ringscheibenartigen und zwischen den beiden Reiborganen liegenden Bauteil und der Gehäuse­ anordnung jeweils Metalloberflächen die Reibflächenbereiche bilden.
Bei einer derartig ausgebildeten hydrodynamischen Kopplungseinrichtung besteht grundsätzlich das Problem, dass bei im Schlupfbetrieb der Über­ brückungskupplungsanordnung entstehender Reibwärme insbesondere in dem zwischen den beiden lamellenartig ausgebildeten Reibelementen liegenden ringscheibenartig ausgebildeten Gegen-Reibelement eine ver­ gleichsweise große thermische Belastung auftritt. Dies liegt zum einen daran, dass dieses Bauteil an einem Großteil seiner Oberfläche reibmäßig beaufschlagt wird, so dass eine Wärmeabfuhr aus diesem Bauteil nur schlecht möglich ist. Auch ist es hinsichtlich seiner Abmessung, insbeson­ dere seiner Dicke, deutlich kleiner dimensioniert als beispielsweise der Kupplungskolben oder die Gehäuseanordnung in dem reibmäßig beauf­ schlagten Bereich, so dass auch hier eine Wärmeverteilung in einem größe­ ren Volumenbereich nicht möglich ist. Auf Grund der im Reibbetrieb nicht gleichmäßigen Erwärmung der involvierten Komponeten oder Komponeten­ bereiche können lokale Überhitzungen entstehen, so dass trotz der Tat­ sache, dass andere Bereiche thermisch nicht überlastet sind, in diesem überhitzten Bereich eine Beschädigung bzw. ein Ausfall der gesamten Überbrückungskupplungsanordnung induziert werden kann.
Aus der DE 41 35 631 A1 ist eine hydrodynamische Kopplungseinrichtung mit einer Überbrückungskupplungsanordnung bekannt, bei welcher ein ringscheibenartiges Gegen-Reibelement mit der Gehäuseanordnung drehbar verbunden ist. Dieses ringscheibenartige Gegen-Reibelement liegt zwischen einem wiederum lamellenartig ausgebildeten Reibelement und einem Kupp­ lungskolben, welcher hier letztendlich als mit dem lamellenartig ausgebil­ deten Reibelement gemeinsam drehbares weiteres Reibelement zu betrach­ ten ist. Auch bei dieser Anordnung kann in dem nicht mit Reibbelägen versehenen ringscheibenartigen Gegenreibelement das vorangehend ange­ sprochene Problem der lokalen Überhitzung auf Grund der vergleichsweise schlechten Wärmeabführmöglichkeit entstehen.
Die DE 98 26 351 A1 offenbart eine hydrodynamische Kopplungseinrich­ tung in Form eines hydrodynamischen Drehmomentwandlers, bei welchem sowohl der Kupplungskolben als auch ein Widerlagerelement mit der Ge­ häuseanordnung drehbar verbunden ist. Zwischen diesen beiden Organen liegen zwei mit dem Turbinenrad zur gemeinsamen Drehung gekoppelte lamellenartig ausgebildete und Reibbeläge tragende Reiborgane. Zwischen diesen beiden Reiborganen wiederum liegt ein ringscheibenartig ausgebil­ detes Gegen-Reiborgan, das zusammen mit dem Widerlagerelement und dem Kupplungskolben und einem weiteren, unmittelbar angrenzend an den Kupplungskolben liegenden ringscheibenartig ausgebildeten Gegen-Reibor­ gan mit der Gehäuseanordnung drehbar ist. Insbesondere im Bereich des zwischen den beiden Reiborganen liegenden ringscheibenartigen Gegen- Reiborgans besteht auch bei dieser Anordnung die Gefahr einer lokalen Überhitzung auf Grund der vergleichsweise schlechten Wärmeabfuhr aus diesem Bereich.
Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine gattungsgemäße hydro­ dynamische Kopplungseinrichtung derart weiterzubilden, dass durch im Bereich der Überbrückungskupplungsanordnung erzeugte Wärme die Gefahr einer lokalen Überhitzung verringert bzw. ausgeschlossen werden kann.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird diese Aufgabe gelöst durch eine hydrodynamische Kopplungseinrichtung, insbesondere Drehmomentwandler oder Fluidkupplung, umfassend eine Gehäuseanordnung, ein in der Gehäu­ seanordnung vorgesehenes Turbinenrad, eine Überbrückungskupplungs­ anordnung, durch welche wahlweise eine Drehmomentübertragungsver­ bindung zwischen dem Turbinenrad und der Gehäuseanordnung herstellbar ist, wobei die Überbrückungskupplungsanordnung umfasst: wenigstens zwei mit einer Baugruppe von Gehäuseanordnung und Turbinenrad dreh­ bare Reiborgane, zwischen jeweils zwei Reiborganen wenigstens ein mit der anderen Baugruppe von Gehäuseanordnung und Turbinenrad drehbares Gegen-Reiborgan, welches in Reibflächenbereichen desselben in Anlage­ kontakt mit Reibflächenbereichen der Reiborgane bringbar ist.
Dabei ist erfindungsgemäß dann vorgesehen, dass das Gegen-Reiborgan bei wenigstens einem seiner Reibflächenbereiche wenigstens im Bereich seiner Oberfläche ein Material aufweist, das eine höhere Wärmeleitfähigkeit als Stahl aufweist.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird also zumindest in einem Teil des reibmäßig besonders beaufschlagten Bereichs eines Gegen-Reiborgans ein Material mit höherer Wärmeleitfähigkeit eingesetzt, als das für derartige Bauteile bisher verwendete Stahl-Material, welches im Allgemeinen eine Wärmeleitfähigkeit im Bereich von 45 W/mK (15 W/mK für V2A-Stahl) aufweist. Durch den Einsatz eines Materials mit höherer Wärmeleitfähigkeit kann die in diesen reibmäßig beaufschlagten und dabei erwärmten Berei­ chen erzeugte Wärme verbessert und schneller abgeführt werden, so dass dadurch eine lokale Überhitzung vermieden werden kann.
Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass das wenigstens eine Gegen- Reiborgan im Bereich wenigstens eines Reibflächenbereichs desselben mit dem Material beschichtet ist. Eine weiter verbesserte Wärmeabfuhr kann dadurch erlangt werden, dass das wenigstens eine Gegen-Reiborgan im Wesentlichen vollständig mit dem Material beschichtet ist.
Bei einer alternativen Ausgestaltungsform kann des Weiteren vorgesehen sein, dass das wenigstens eine Gegen-Reiborgan im Wesentlichen voll­ ständig aus dem Material gebildet ist.
Um bei der erfindungsgemäßen hydrodynamischen Kopplungseinrichtung aus dem Bereich eines Gegen-Reiborgans bzw. der reibmäßig beaufschlag­ ten Oberflächen desselben die Wärme sehr schnell abführen zu können, kann beispielsweise vorgesehen sein, dass das Material eine Wärmeleitfä­ higkeit im Bereich von wenigstens 150 W/mK, vorzugsweise wenigstens 250 W/mK, am meisten bevorzugt wenigstens 300 W/mK, aufweist. Vorzugsweise kann als derartiges Material Kupfer (Cu) oder Kupfer enthal­ tendes Material eingesetzt werden.
Ferner kann die erfindungsgemäße hydrodynamische Kopplungseinrichtung derart aufgebaut sein, dass wenigstens zwei Reiborgane Reibscheiben­ elemente umfassen und dass wenigstens ein Gegen-Reiborgan ein Gegen- Reibscheibenelement umfasst, wobei vorzugsweise an den Reiborganen Reibbeläge zur Anlage an dem wenigstens einen Gegen-Reiborgan vor­ gesehen sind. Dabei kann vorzugsweise weiter vorgesehen sein, dass die wenigstens zwei Reibscheibenelemente mit dem Turbinenrad drehbar sind.
Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend mit Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen detailliert beschrieben. Es zeigt:
Fig. 1 eine Teil-Längsschnittansicht einer hydrodynamischen Kopp­ lungseinrichtung in Form eines hydrodynamischen Drehmo­ mentwandlers;
Fig. 2 eine vergrößerte Detailansicht eines Teils der hydrodyna­ mischen Kopplungseinrichtung gemäß Fig. 1.
Bevor nachfolgend detailliert auf die erfindungsgemäßen Maßnahmen eingegangen wird, wird mit Bezug auf die Fig. 1 allgemein der Aufbau einer hydrodynamischen Kopplungseinrichtung der gattungsgemäßen Art be­ schrieben.
Die in Form eines hydrodynamischen Drehmomentwandlers 10 ausgebil­ dete hydrodynamische Kopplungseinrichtung umfasst eine allgemein mit 12 bezeichnete Gehäuseanordnung. Die Gehäuseanordnung 12 wiederum umfasst einen Gehäusedeckel 14, der in seinem zentralen Bereich mit einer Gehäusenabe 53 verbunden ist, welche einen Lagerzapfen 16 trägt, und der über eine Ankoppelanordnung 18 an eine Antriebswelle, beispielsweise Kurbelwelle einer Brennkraftmaschine, angebunden werden kann. Im radial äußeren Bereich ist mit diesem Gehäusedeckel 14 eine Pumpenradschale 20 beispielsweise durch Verschweißung fest verbunden. Die Pumpenrad­ schale 20 ist in ihrem radial äußeren Bereich ausgebaucht und trägt dort eine Mehrzahl von Pumpenradschaufeln 22. In ihrem radial inneren Bereich ist die Pumpenradschale 20 mit einer zu einer Drehachse A konzentrisch angeordneten Pumpenradnabe 24 fest verbunden. Die Pumpenradschale 20 bildet zusammen mit der Pumpenradnabe 24 und den Pumpenradschaufeln 16 im Wesentlichen ein allgemein mit 26 bezeichnetes Pumpenrad.
Im Inneren 28 der Gehäuseanordnung 12 ist ein Turbinenrad 30 angeord­ net. Dieses Turbinenrad 30 umfasst eine Turbinenradschale 32, die an ihrem radial äußeren, ausgebauchten Bereich eine Mehrzahl von Turbinen­ radschaufeln 34 trägt. Im inneren Bereich ist die Turbinenradschale 32 mit einer Turbinenradnabe 36 verbunden. Über die Turbinenradnabe 36 ist ein nicht dargestelltes Antriebsglied, beispielsweise eine Getriebeeingangs­ welle, durch den erfindungsgemäßen Drehmomentwandler 10 zur Drehung antreibbar.
Zwischen dem Pumpenrad 26 und dem Turbinenrad 30 liegt ein Leitrad 38. Dieses umfasst eine Mehrzahl von Leitradschaufeln 40, die auf einem Leitradring 42 getragen sind. Der Leitradring 42 ist über eine allgemein mit 44 bezeichnete Freilaufanordnung auf einem nicht dargestellten und zur Pumpenradnabe 24 und der ebenfalls nicht dargestellten Abtriebswelle konzentrischen und zwischen diesen beiden Bauelementen angeordneten Stützelement derart getragen, dass er um die Drehachse A in einer Rich­ tung drehbar, gegen Drehung in der anderen Richtung jedoch blockiert ist.
Der Drehmomenwandler 10 weist ferner eine Überbrückungskupplungs­ anordnung 46 auf. Diese umfasst einen Kupplungskolben 48, der über eine Mitnahmeanordnung 50 an der Gehäusenabe 52 drehfest, bezüglich dieser jedoch axial verlagerbar gehalten ist. An der Turbinenradschale 32 ist ein Mitnehmerring 52 drehfest angebracht. Mit diesem Mitnehmerring 52 sind über entsprechende Verzahnungen zwei im Wesentlichen ringartige Lamel­ len als Reiborgane 56, 58 drehfest verbunden. Jede dieser Lamellen trägt zwei Reibbeläge 60, 62, 64, 66. Der Reibbelag 60 der dem Gehäusedeckel 14 am nächsten liegenden Lamelle 56 ist in Reibanlage an einem gegen­ über liegenden Innenoberflächenbereich des Gehäusedeckels 14 bringbar, und der Reibbelag 66 der dem Kupplungskolben 48 am nächsten liegenden Lamelle 58 ist in Reibanlage mit einem entsprechenden Reibflächenbereich des Kupplungskolbens 48 bringbar. Zwischen diesen beiden als Lamellen ausgebildeten und mit dem Turbinenrad 30 drehbaren Reiborganen 56, 58 liegt ein im Wesentlichen ringscheibenartig ausgebildetes Gegen-Reiborgan 68. Dieses ist über einen weiteren mit Verzahnung versehenen Mitnehmer­ ring 70 drehfest an die Gehäuseanordnung 12 bzw. den Gehäusedeckel 14 angekoppelt und kann in seinem radial äußeren Bereich in den den Reibbe­ lägen 62, 64 gegenüber liegenden Reiboberflächenbereichen in Anlagekon­ takt mit diesen Reibbelägen 62, 64 gebracht werden.
Durch Erhöhung des Fluiddrucks in dem im Wesentlichen zwischen dem Kupplungskolben 48 und der Pumpenradschale 20 gebildeten Raumbereich 72 bezüglich des Fluiddrucks, welcher in dem im Wesentlichen zwischen dem Kupplungskolben 48 und dem Gehäusedeckel 14 gebildeten Raumbe­ reich 74 vorgesehen ist, wird der Kupplungskolben 48 in Richtung auf den Gehäusedeckel 14 zu gepresst. Dabei kommen die einander gegenüber liegenden Reibflächenbereiche des Kupplungskolbens 48, der Lamellen 56, 58 bzw. der Reibbeläge 60, 62, 64, 66 derselben, der im Wesentlichen das Gegen-Reiborgan 68 bildenden Gegen-Reibscheibe und des Gehäusedeckels 14 in Reibwechselwirkung, so dass über die Überbrückungskupplungs­ anordnung 46 ein Drehmoment vom Gehäusedeckel 14 bzw. der Gehäu­ seanordnung 12 auf das Turbinenrad 30 übertragen werden kann.
Es sei darauf hingewiesen, dass vorangehend lediglich der prinzipielle Aufbau einer hydrodynamischen Kopplungseinrichtung insofern beschrieben worden ist, als er für das Verständnis der vorliegenden Erfindung relevant ist. Es ist selbstverständlich, dass in verschiedensten Bereichen andere Ausgestaltungen vorgesehen sein können.
Der Bereich der Überbrückungskupplungsanordnung 46 der erfindungs­ gemäßen hydrodynamischen Kopplungseinrichtung 10 ist in Fig. 2 ver­ größert dargestellt. Man erkennt dort die reibmäßig mit den Reibbelägen 62, 64 der Lamellen bzw. Außenlamellen 56, 58 zusammenwirkenden Reibflächenbereiche 80, 82 der Gegen-Reibscheibe 68. Gemäß den Prinzi­ pien der vorliegenden Erfindung wird die im Schlupfbetrieb in diesen Reib­ flächenbereichen 80, 82 erzeugte Wärme aus dem Gegen-Reiborgan bzw. der Gegen-Reibscheibe 68 dadurch verbessert abgeführt, dass diese aus einem Material gebildet ist, das eine sehr hohe Wärmeleitfähigkeit aufweist. Als derartiges Material kommt beispielsweise Kupfer in Frage, das eine Wärmeleitfähigkeit von etwa 384 W/mK (bei 20°C) aufweist und somit eine deutlich bessere Wärmeleitfähigkeit hat als der herkömmlicherweise eingesetzte Stahl, dessen Wärmeleitfähigkeit im Bereich von einigen 10 W/mK liegt. Bei reibmäßiger Beaufschlagung der Gegen-Reibscheibe kann die in dieser erzeugte Wärme dann verbessert und schneller zu den nicht reibmäßig beaufschlagten Volumenbereichen bzw. Oberflächenbereichen geleitet werden und von diesen über die im Inneren der Gehäuseanordnung 12 enthaltene Flüssigkeit abgeführt werden.
Die Auswahl des für die Gegen-Reibscheibe 68 eingesetzten Materials hängt selbstverständlich auch von der mechanischen Beanspruchung ab. So ist es beispielsweise auch möglich, Kupferlegierungen oder andere Materialien mit hoher Wärmeleitfähigkeit und hoher mechanischer Stabilität einzusetzen. Auch ist es beispielsweise möglich, als Körpermaterial für die Gegen-Reibscheibe 68 Stahlmaterial einzusetzen und dieses beispielsweise in einem Galvanisierungsverfahren mit einem Material mit hoher Wärmeleit­ fähigkeit, also beispielsweise mit Kupfer, zu beschichten. Aufgrund der leichteren Herstellbarkeit und der verbesserten Wärmeabführkapazität wird hierbei die Gegen-Reibscheibe vorzugsweise in ihren gesamten Oberflä­ chenbereichen mit diesem Material beschichtet.
Durch den Einsatz eines Materials, durch das sehr schnell Wärme aus denjenigen Bereichen abgeführt wird, in denen im Schlupfbetrieb bzw. im Überbrückungsbetrieb eine reibmäßige Beaufschlagung vorliegt, kann das Entstehen von lokalen Überhitzungen in der Gegen-Reibscheibe 68 weit­ gehend ausgeschlossen werden, wobei hier von besonderer Bedeutung ist, dass an den beiden Lamellen 56, 58 die Reibbeläge 62 bzw. 64 vorge­ sehen sind und dass die für derartige Reibbeläge eingesetzte Materialien vergleichsweise schlechte Wärmeleiter sind, so dass eine Wärmeabfuhr über die Reibbeläge 62, 64 nur in geringem Umfang stattfinden wird.
Es sei darauf hingewiesen, dass die Prinzipien der vorliegenden Erfindung, also der Einsatz eines sehr gut Wärme leitenden Materials bei einem reib­ mäßig beaufschlagten Organ in einer Überbrückungskupplung, auch dann Anwendung finden kann, wenn mehr als die zwei dargestellten Außen­ lamellen 56, 58 bzw. mehr als die eine dargestellte Innenlamelle bzw. Gegen-Reibscheibe 68 zum Einsatz kommen. Letztendlich kann die vor­ liegende Erfindung dann Anwendung finden, wenn ein reibmäßig beauf­ schlagtes Bauteil mit seiner Oberfläche reibend wirksam wird, ohne daran spezielle Reibbeläge bereitzustellen. Insbesondere ist jedoch der Einsatz dann von Vorteil, wenn, wie vorangehend bereits ausgeführt, die Reib­ wechselwirkung dieses besonders beanspruchten Bauteils mit Reibbelägen stattfinden wird, die vergleichsweise schlecht Wärme leiten.

Claims (8)

1. Hydrodynamische Kopplungseinrichtung, insbesondere Drehmo­ mentwandler oder Fluidkupplung, umfassend:
eine Gehäuseanordnung (12),
ein in der Gehäuseanordnung (12) vorgesehenes Turbinenrad (30),
eine Überbrückungskupplungsanordnung (46), durch welche wahlweise eine Drehmomentübertragungsverbindung zwi­ schen dem Turbinenrad (30) und der Gehäuseanordnung (12) herstellbar ist,
wobei die Überbrückungskupplungsanordnung (46) umfasst:
wenigstens zwei mit einer Baugruppe von Gehäuseanordnung (12) und Turbinenrad (30) drehbare Reiborgane (56, 58),
zwischen jeweils zwei Reiborganen (56, 58) wenigstens ein mit der anderen Baugruppe von Gehäuseanordnung (12) und Turbinenrad (30) drehbares Gegen-Reiborgan (68), welches in Reibflächenbereichen (80, 82) desselben in Anlagekontakt mit Reibflächenbereichen der Reiborgane (56, 58) bringbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass das Gegen-Reiborgan (68) bei wenigs­ tens einem seiner Reibflächenbereiche (80, 82) wenigstens im Be­ reich seiner Oberfläche ein Material aufweist, das eine höhere Wär­ meleitfähigkeit als Stahl aufweist.
2. Hydrodynamische Kopplungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Gegen-Reiborgan (68) im Bereich wenigstens eines Reibflächenbereichs (80, 82) des­ selben mit dem Material beschichtet ist.
3. Hydrodynamische Kopplungseinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Gegen-Reiborgan (68) im Wesentlichen vollständig mit dem Material beschichtet ist.
4. Hydrodynamische Kopplungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Gegen-Reiborgan (68) im Wesentlichen vollständig aus dem Material gebildet ist.
5. Hydrodynamische Kopplungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Material eine Wärmeleitfähigkeit von wenigstens 150 W/mK, vorzugsweise wenigstens 250 W/mK, am meisten bevorzugt wenigstens 300 W/mK, aufweist.
6. Hydrodynamische Kopplungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Material Kupfer (Cu) ist oder enthält.
7. Hydrodynamische Kopplungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei Reiborgane (56, 58) Reibscheibenelemente umfassen und dass wenigstens ein Gegen- Reiborgan (68) ein Gegen-Reibscheibenelement umfasst, wobei vorzugsweise an den Reiborganen (56, 58) Reibbeläge (60, 62, 64, 66) zur Anlage an dem wenigstens einen Gegen-Reiborgan (62) vorgesehen sind.
8. Hydrodynamische Kopplungseinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens zwei Reibscheiben­ elemente mit dem Turbinenrad (30) drehbar sind.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102014224332A1 (de) * 2014-11-28 2016-06-02 Zf Friedrichshafen Ag Drehschwingungsdämpfungsanordnung für den Antriebsstrang eines Fahrzeugs

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