DE10108955A1 - Verfahren zum Ermitteln des Verschleissgrades einer Linsenanordnung in einem Laserbearbeitungskopf sowie Laserbearbeitungskopf - Google Patents
Verfahren zum Ermitteln des Verschleissgrades einer Linsenanordnung in einem Laserbearbeitungskopf sowie LaserbearbeitungskopfInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Ermitteln des Verschleißgrades einer Linsenanordnung (11) in einem zur Bearbeitung eines Werkstücks (14) mit einem Laserbearbeitungsstrahl (12) dienenden Laserbearbeitungskopf, mit folgenden Schritten: Erfassen einer von der Linsenanordnung (11) bewirkten Streustrahlung mit einer Sensoranordnung (18, 21), die außerhalb eines Bearbeitungsstrahlengangs (12, 15) angeordnet ist, um ein der Intensität der Streustrahlung entsprechendes Ausgangssignal zu erzeugen, und Vergleichen des der Intensität der Streustrahlung entsprechenden Ausgangssignals mit einem Referenzsignal, um ein dem Verschleißgrad entsprechendes Überwachungssignal zu liefern. Auf diese Weise läßt sich unabhängig von der Art der Laserbearbeitung auch während des Bearbeitungsvorgangs der Verschleißgrad der Linsenanordnung ermitteln, um bei Erreichen der Verschleißgrenze rechtszeitig die Abschaltung der Laserbearbeitung, insbesondere die Abschaltung des Lasers, zu veranlassen.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Ermitteln des Verschleißgrades
einer Linsenanordnung in einem Laserbearbeitungskopf sowie einen
Laserbearbeitungskopf.
Bei der Lasermaterialbearbeitung wird der Laserbearbeitungsstrahl
häufig mit einer Linse oder Linsenanordnung gebündelt, um die zur Mate
rialbearbeitung, beispielsweise zum Schweißen oder Schneiden erforder
liche Energiedichte zu erzielen. Nach einer gewissen Gebrauchszeit ver
schleißen die Linsen durch Einbrand von Metallspritzern, durch Beschä
digung der Beschichtungen oder durch Alterung des Linsenmaterials, was
zu einer erhöhten Absorption der Laserstrahlung in der Linsenanordnung
führt. Infolge einer dadurch bewirkten Erwärmung der Linse kann es zu
deren Zerstörung kommen.
Insbesondere bei den mit CO2-Lasern eingesetzten ZeSe-Linsen ist die
Zerstörung einer Linse immer mit der Gefahr einer Kontamination der
Laserbearbeitungsanlage mit giftigem Staub verbunden.
Deshalb werden die Linsen meist vorzeitig ausgetauscht, um einer Zerstö
rung der Linsen im laufenden Betrieb vorzubeugen. Dies ist jedoch keine
befriedigende Lösung des Problems, da die Linsen nicht über ihre gesamte
mögliche Lebensdauer eingesetzt werden können.
Um die Linsen möglichst lange nutzen zu können, wurde bereits ein
Verfahren zur Ermittlung des Verschleißgrades einer Linsenanordnung in
einem Laserbearbeitungskopf vorgeschlagen (DE 197 09 473 C1), bei dem
die erforderliche Einstechzeit zum Durchstechen eines Werkstücks
mittels eines Laserstrahls gemessen wird und die gemessene Einstechzeit
mit einer vorbestimmten Referenzzeit verglichen wird, um ein den
Verschleißgrad anzeigendes Signal zu erzeugen. Mit diesem bekannten
Verfahren läßt sich also vor jedem Laserschneiden der Verschleißgrad der
Linsenanordnung überprüfen, um gegebenenfalls einen Austausch der
Linsenanordnung zu veranlassen.
Während des Bearbeitungsvorgangs selbst ist jedoch keine Überwachung
des Schleiß grades möglich. Außerdem läßt sich dieses bekannte Verfah
ren, das eine erheblich längere Einsatzzeit der Linsenanordnung ermög
licht, nicht bei Laserbearbeitungen einsetzen, bei denen kein Ein- oder
Durchstechen eines Werkstücks erfolgt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein weiteres Verfahren zum
Ermitteln des Verschleißgrades einer Linsenanordnung in einem Laserbe
arbeitungskopf bereitzustellen, das unabhängig von der Art der Laserbe
arbeitung auch während des Bearbeitungsvorgangs den Verschleißgrad
der Linsenanordnung ermitteln kann, um bei Erreichen der Verschleiß
grenze rechtzeitig die Abschaltung der Laserbearbeitung, insbesondere
die Abschaltung des Lasers veranlassen zu können. Daneben liegt der Er
findung die Aufgabe zugrunde, einen für die Durchführung dieses Verfah
rens geeigneten Laserbearbeitungskopf bereitzustellen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch das Verfahren nach Anspruch
1 und den Laserbearbeitungskopf nach Anspruch 9 gelöst.
Erfindungsgemäß ist es also vorgesehen, daß die von der Linsenanord
nung bewirkte Streustrahlung erfaßt wird, um ein der Größe dieser Strah
lung entsprechendes Ausgangssignal zu erzeugen, das mit einem Refe
renzsignal verglichen wird, um ein dem Verschleißgrad entsprechendes
Überwachungssignal zu liefern. Das Überwachungssignal kann dabei ein
Alarmsignal sein, das das Erreichen der Verschleißgrenze anzeigt, oder
ein geeignetes Ausgangssignal, das zum Erkennen des Verschleißgrades
ausgewertet wird.
Mit der Erfassung der Streustrahlung wird eine Änderung der optischen
Abbildungseigenschaften der Linsenanordnung festgestellt, durch die auf
den Verschleiß der Linse geschlossen werden kann. Mit zunehmenden
Verschleiß entstehen mehr und mehr Streuzentren in und auf der Linsen
anordnung, die zu einer erhöhten Streustrahlung führen. Darüber hinaus
fokussiert eine defekte Linse den Laserbearbeitungsstrahl nicht mehr in
der gewünschten Weise sondern lenkt einen größeren Teil in den Randbe
reich eines fokussierten Strahlkegels ab, als es bei einer intakten Linse der
Fall wäre.
Um von der Wellenlänge der jeweils verwendeten Laserquelle unabhängig
zu sein wird gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung zum
Erfassen der Streustrahlung deren thermische Wirkung gemessen. Hierzu
ist vorzugsweise vorgesehen, daß die Temperatur eines strahlungsabsor
bierenden Elements gemessen wird, das außerhalb eines Bearbeitungs
strahlengangs angeordnet ist, um das der Intensität der Streustrahlung
entsprechende Ausgangssignal zu erzeugen.
Um den Einfluß einer statischen Temperatur des Laserbearbeitungskop
fes kompensieren zu können, ist nach einer besonders vorteilhaften
Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, daß neben der Temperatur des
strahlungsabsorbierenden Elements die Temperatur des Laserbearbei
tungskopfes gemessen wird, und eine Temperaturdifferenz zwischen dem
strahlungsabsorbierenden Element und dem Laserbearbeitungskopf be
stimmt wird, um ein Temperaturdifferenzsignal zu erzeugen, das als der
Intensität der Streustrahlung entsprechendes Ausgangssignal dient, wo
bei der zeitliche Verlauf des Temperaturdifferenzsignals erfaßt wird, um
einen Anstieg der Temperaturdifferenz zwischen strahlungsabsorbieren
dem Element und Laserbearbeitungskopf zu ermitteln, der mit einem Refe
renzwert verglichen wird. Auf diese Weise läßt sich der Anstieg der Diffe
renz zwischen den Temperaturen des strahlungsabsorbierenden Elements
und des Laserbearbeitungskopf, der durch die thermische Wirkung der
Streustrahlung hervorgerufen wird, als Kriterium für das Erreichen der
Verschleißgrenze und damit zur Abschaltung des Lasers nutzen.
Eine zweckmäßige Ausgestaltung der Erfindung zeichnet sich dadurch
aus, daß das Referenzsignal, mit dem das der Intensität der Streustrah
lung entsprechende Ausgangssignal verglichen wird, durch Kalibrierung
mit einem ordnungsgemäß eingerichteten Bearbeitungsvorgang ermittelt
wird, wobei das jeweilige Referenzsignal aus einer Vielzahl von Referenzsignalen
entsprechend dem jeweils ablaufenden Bearbeitungsvorgang
und entsprechend dem jeweils aktuellen Bearbeitungszeitpunkt inner
halb des ablaufenden Bearbeitungsvorgangs ausgewählt wird. Es wird al
so der zeitliche Verlauf der Erwärmung des strahlungsabsorbierenden
Elements mit einem Referenzverlauf verglichen.
Auf diese Weise läßt sich die Abhängigkeit der Erwärmung des strahlungs
absorbierenden Elements und des Laserbearbeitungskopfs vom spezifi
schen Bearbeitungsprozeß kompensieren. Durch die Kalibrierung mit
einem ordnungsgemäß eingerichteten Bearbeitungsvorgang läßt sich
beim laufenden Bearbeitungsvorgang eine zuverlässige Verschleißüber
wachung durchführen, da der Einfluß von Faktoren wie Laserleistung,
Arbeitsgasvolumenstrom, Reflektionseigenschaften des zu bearbeitenden
Materials und der Zeitverlauf des Bearbeitungsvorgangs selbst praktisch
vollständig kompensiert werden können.
Bei einer besonders zweckmäßigen Weiterbildung der Erfindung ist vorge
sehen, daß ein Arbeitsgasdruck gemessen wird, um einen Einfluß einer
Arbeitsgasströmung auf die Erfassung der Streustrahlung berücksichti
gen zu können. Hierdurch läßt sich nicht nur der Volumenstrom des Ar
beitsgases zusätzlich überwachen, um dessen Einfluß auf die Erwärmung
des strahlungsabsorbierenden Elements bzw. des Laserbearbeitungs
kopfs berücksichtigen zu können, sondern es ist auch möglich, Störungen
der Arbeitsgaszufuhr zu erfassen.
Erfindungsgemäß ist bei einem Laserbearbeitungskopf, der ein Gehäuse
und eine darin vorgesehene Linsenanordnung zum Fokussieren eines
Laserbearbeitungsstrahls aufweist, zur Durchführung der erfindungsge
mäßen Verfahrens eines Sensoranordnung vorgesehen, die außerhalb
eines Bearbeitungsstrahlengangs angeordnet ist, um von der Linsenan
ordnung bewirkte Streustrahlung zu erfassen.
Obwohl es grundsätzlich denkbar ist, von der Linse entgegen der Licht
richtung des Bearbeitungsstrahles zurückgestreute Laserstrahlung zu
erfassen, ist bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung
vorgesehen, daß die Sensoranordnung in Lichtrichtung hinter der zu
überwachenden Linsenanordnung außerhalb eines Strahlkegelbereichs
des Bearbeitungsstrahlengangs angeordnet ist.
Um die thermische Wirkung der Streustrahlung auszuwerten, umfaßt die
Sensoranordnung ein strahlungsabsorbierendes Element und wenigstens
einen Temperaturfühler, der ein der Temperatur des strahlungsabsorbie
renden Elements entsprechendes Temperatursignal liefert.
Um die allgemeine Erwärmung des Laserbearbeitungskopfes in der Bear
beitungsumgebung berücksichtigen zu können, und so die durch die
Streustrahlung bewirkte Erwärmung sicher zu erfassen, ist bei einer
zweckmäßigen Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, daß ein Refe
renztemperaturfühler am Gehäuse angeordnet ist, der ein der Temperatur
des Laserbearbeitungskopfes im Bereich der Sensoranordnung entspre
chendes Temperatursignal liefert.
Um eine möglichst schnelle Reaktion auf einen Linsendefekt zu ermögli
chen, ist es vorteilhaft, wenn das strahlungsabsorbierende Element eine
dem Bereich des Strahlkegels umschließende dünnwandige Sensorhülse
mit kleiner Masse ist, wobei die Sensorhülse vorteilhafterweise eine Laser
strahlung absorbierende Beschichtung aufweist. Dabei sind auf der Au
ßenseite der Sensorhülse eine Mehrzahl von Temperaturfühlern angeord
net, die vorzugsweise gleichmäßig über den Umfang der Sensorhülse ver
teilt sind.
Um eine zusätzliche Überwachung des Arbeitsgasdrucks zu ermöglichen,
ist vorteilhafterweise vorgesehen, daß die Sensorhülse um einen Arbeits
gaskanal herum, durch den der Laserbearbeitungsstrahl geführt ist, so
angeordnet ist, daß sie durch einen sie beaufschlagenden Arbeitsgas
druck verformbar ist, und das an der Sensorhülse zumindest ein deren
Verformung erfassender Fühler angeordnet ist.
Zum Erfassen der Verformung der Sensorhülse können dabei ein oder
mehrere Dehnungsmeßstreifen vorgesehen sein. Es ist jedoch auch
möglich, einen oder mehrere kapazitive Abstandsfühler anzuordnen.
Um eine Engstelle für die Randstrahlung des fokussierten Strahlkegels zu
schaffen, durch die eine besonders wirksame Erfassung der Streustrah
lung ermöglicht wird, ist bei einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfin
dung vorgesehen, daß die Sensorhülse zu ihrer Achse hin so ausgebaucht
ist, daß sie eine sich dicht an den Bereich des Strahlkegels anschmiegende
Einschnürung bildet.
Die Erfindung wird im folgenden beispielsweise anhand der Zeichnung
näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine stark vereinfachte schematische Darstellung eines erfindungs
gemäßen Laserbearbeitungskopfes,
Fig. 2 eine teilweise geschnittene Darstellung eines Montagerings mit
einer darin angeordneten Sensorhülse zur Erfassung von Streustrahlung,
und
Fig. 3 ein vereinfachtes schematisches Blockdiagramm einer Signalverar
beitungsanordnung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfah
rens.
In den verschiedenen Figuren der Zeichnung sind einander entsprechende
Bauteile mit gleichen Bezugszeichen versehen.
Wie in Fig. 1 rein schematisch dargestellt ist, ist in einem Gehäuse 10
eines Laserbearbeitungskopfes eine Linsenanordnung 11 vorgesehen, die
eine oder mehrere Linsen umfaßt und einen Laserbearbeitungsstrahl 12 in
einen Arbeitspunkt 13 fokussiert, der auf einem zu bearbeitenden Werk
stück 14 liegt. Ein von der Linse oder Linsenanordnung fokussierter
Strahlkegel 15 des Laserbearbeitungsstrahls 12 wird durch eine Schneid-
oder Bearbeitungsdüse 16 hindurch geführt, durch die auch ein unter
Druck stehendes Arbeitsgas in den Bereich des Arbeitspunktes 13 geleitet
wird. Zwischen der Bearbeitungsdüse 16 und dem Gehäuse 10 des Laser
bearbeitungskopfes ist in einem schematisch angedeuteten Montagering
17 als strahlungsabsorbierendes Element für die von der Linsenanord
nung 11 bewirkten Streustrahlung eine dünnwandige Sensorhülse 18 mit
geringer Masse angeordnet, die einen Bereich des Strahlkegels 15 um
schließt. Die Sensorhülse 18 weist dabei eine zur Hülsenachse 19 hin ge
krümmte Innenkontur oder Ausbauchung 20 auf, um eine Engstelle für die
Randstrahlung des fokussierten Strahlkegels 15 zu bilden. Durch diese
stahlfallenartige Profilierung der Sensorhülse 18 läßt sich die von der Lin
senanordnung 11 bewirkte Streustrahlung besonders gut erfassen.
Die Sensorhülse 18 besteht dabei zweckmäßigerweise aus einem Material
mit guten Strahlungsabsorptionseigenschaften, kann aber auch zusätz
lich noch mit einer gut strahlungsabsorbierenden Beschichtung versehen
sein. Beim Einsatz einer gut strahlungsabsorbierenden Beschichtung
kann das Hülsenmaterial jedoch auch im Hinblick auf seine Wärmekapazi
tät, seine Wärmeleitfähigkeit und seine mechanischen Eigenschaften frei
gewählt werden.
Auf der Außenseite der Sensorhülse 18 sind ein oder mehrere Temperatur
fühler 21, von denen nur einer dargestellt ist, angeordnet, um durch
Erfassen der Temperatur der Sensorhülse 18 die thermische Wirkung der
Laserstreustrahlung zu messen. Wenn mehrere Temperaturfühler 21
vorgesehen sind, so sind diese zweckmäßigerweise in Umfangsrichtung
gleichmäßig verteilt an der Sensorhülse 18 angebracht. Über eine Leitung
22 sind der oder die Temperaturfühler 21 mit einer Erfassungseinrichtung
23 verbunden, so daß die von dem oder den Temperaturfühlern 21 geliefer
ten Temperatursignale als der der Streustrahlung entsprechende Aus
gangssignale erfasst und gesammelt werden können.
Da die dünnwandige Sensorhülse 18 auch vom Schneidgasdruck beauf
schlagt und damit verformt wird, kann aus ihrer Verformung der Schneidgasdruck
ermittelt werden. Zu diesem Zweck ist als Verformungsfühler
beispielsweise ein Dehnungsmeßstreifen 24 auf die Außenseite der
Sensorhülse 18 aufgeklebt, dessen Ausgangssignal über eine Leitung 25
an die Erfassungseinrichtung 23 geliefert wird. Anstelle eines Dehnungs
meßstreifens 24 könnte auch ein anderer Verformungsfühler, beispiels
weise ein kapazitiver Abstandssensor vorgesehen sein. Obwohl nur ein
einziger Dehnungsmeßstreifen 24 in der Zeichnung dargestellt ist, können
auch mehrere Dehnungsmeßstreifen 24 oder kapazitive Abstandsfühler
vorgesehen sein, die dann zweckmäßigerweise gleichmäßig über den
Umfang der Sensorhülse 18 verteilt angeordnet sind.
Um den Einfluß der Temperatur des Laserbearbeitungskopfes zu kompen
sieren ist im inneren Bereich des Laserbearbeitungskopfes, beispielsweise
im inneren Bereich des Montagerings 17 ein weiterer Temperaturfühler 26
angeordnet, dessen einer Temperatur des Laserbearbeitungskopfes ent
sprechendes Temperatursignal als Ausgangssignal über eine Leitung 27
an die Erfassungseinrichtung 23 geliefert wird.
Die von den Temperaturfühlern 21, 26 und den Dehnungsmeßstreifen 24
gelieferten Ausgangssignale, die der Sensorhülsentemperatur, der Laser
bearbeitungskopftemperatur und dem Arbeitsgasdruck entsprechen,
werden von der Erfassungeinrichtung 23 gesammelt und an ein Auswerte
gerät 28 übertragen, das die Meßsignale überwacht, und bei auftretenden
Fehlern bzw. beim Erreichen der Verschleißgrenze der Linsenanordnung
entsprechende Alarmmeldungen an eine übergeordnete Maschinensteue
rung 29 liefert. Der Maschinensteuerung 29 können aber auch die
Meßsignale zur weiteren Auswertung übermittelt werden.
Um den Verschleißgrad der Linse oder Linsenanordnung 11 zu ermitteln,
wird im einfachsten Fall das vom Temperaturfühler 21 gelieferte Aus
gangssignal, das der Temperatur der Sensorhülse 18 entspricht, mit einer
Referenztemperatur verglichen, das durch eine Kalibrierung mit einem
ordnungsgemäß eingerichteten Bearbeitungsvorgang ermittelt wurde. Die
Referenztemperatur stellt dabei beispielsweise den zulässigen Höchstwert
der Sensorhülsentemperatur dar, die die Sensorhülse 18 auch bei langen
Bearbeitungsvorgängen erreichen kann, wenn der Verschleiß der Linsen
anordnung 11 noch unterhalb der höchst zulässigen Verschleißgrenze
liegt.
Erreicht die Sensorhülsentemperatur die Referenztemperatur, so wird als
Überwachungssignal ein Alarmsignal an die Maschinensteuerung 29
ausgegeben, die dann den Bearbeitungsvorgang unterbricht, den Laser
abschaltet und ein Anzeigesignal ausgibt, das einer Bedienungsperson
anzeigt, das die Linsenanordnung 11 aufgrund des Erreichens der
Verschleißgrenze ausgetauscht werden muß.
Das Austauschen der Linsenanordnung kann gegebenenfalls auch
automatisch ausgeführt werden, indem die verschlissene Linsenanord
nung 11 an einem hierfür vorgesehenen Werkzeugmagazinplatz abgelegt
wird, während eine neue Linsenanordnung 11 von einem anderen Maga
zinplatz entnommen und eingesetzt wird.
Da auch durch eine Verwechselung des Linsentyps, durch eine Verwech
selung der Einbaulage oder eine zu tief eingestellte Fokuslage eine starke
Erwärmung der Sensorhülse 18 bewirken kann, kann bei dem erfindungs
gemäßen Laserbearbeitungskopf durch Überwachung der Sensor
hülsentemperatur auch eine fehlerhafte Justierung oder Auswahl der
Linsenanordnung 11 erkannt werden, so daß durch rechtzeitiges Abschal
ten des Lasers der Laserbearbeitungskopf vor einer Beschädigung durch
den Laserstrahl gewahrt werden kann.
Um zwischen dem Erreichen der Verschleißgrenze der Linsenanordnung
11 und eine Fehljustierung bzw. einem Fehleinbau der Linsenanordnung
11 unterscheiden zu können, kann vorgesehen sein, daß die Zeit zwischen
Einschalten des Lasers und Erreichen der Referenztemperatur festgestellt
wird, um in dem Fall, daß diese Zeit kürzer ist als eine vorgegebene Refe
renzzeit auf eine Fehljustierung bzw. einen Fehleinbau zu schließen,
während in dem Fall, daß die Zeit bis zum Erreichen der Referenztemperatur
größer als die Referenzzeit ist, auf das Erreichen der Verschleißgrenze
geschlossen wird.
Bei einem anderen Ausführungsbeispiel der Erfindung wird der zeitliche
Verlauf der Sensorhülsentemperatur mit einem zeitlichen Referenztempe
raturverlauf für den jeweiligen spezifischen Bearbeitungsvorgang vergli
chen, der durch einen Kalibrierung mit einem fehlerfreien Bearbeitungs
vorgang ermittelt wurde. Hierzu wird in Abhängigkeit von dem jeweiligen
Bearbeitungsvorgang, der durch die Bearbeitungsart, also Schneiden oder
Schweißen, das zu bearbeitende Material, die Materialdicke sowie die
Dauer des Bearbeitungsvorgangs bestimmt ist, der zeitliche Temperatur
verlauf der Sensorhülsentemperatur ermittelt und gespeichert. Während
des normalen Bearbeitungsbetriebs wird dann der aktuelle zeitliche
Temperaturverlauf mit dem Referenzverlauf verglichen, und falls die
Abweichung des aktuellen Temperaturverlaufs größer als ein geeigneter
Toleranzwert ist, wird ein entsprechendes Fehlersignal erzeugt und vom
Auswertegerät 28 an die Maschinensteuerung geliefert. Auch hierbei
können neben dem Linsenverschleiß wiederum falsche Einbaulage und
Fehljustierung erkannt werden.
Da sich die Sensorhülse 18 nicht nur infolge der Streustrahlung von der
Linsenanordnung 11 erwärmt sondern auch mit dem Laserbearbeitungs
kopf in Wärmekontakt steht, so daß eine Erwärmung des Laserbearbei
tungskopfes einen Temperaturanstieg der Sensorhülse 18 bewirkt, wird
bei einem anderen Ausführungsbeispiel der Erfindung die Temperaturdif
ferenz zwischen der Sensorhülsentemperatur und einer vom Temperatur
fühler 26 erfaßten Temperatur des Laserbearbeitungskopfes festgestellt.
Bei der Auswertung der Temperaturdifferenz kann einerseits der zeitliche
Verlauf der Temperaturdifferenz mit einem Referenzverlauf verglichen
werden, der wiederum durch eine geeignete Kalibrierung ermittelt wurde,
um das Erreichen der Verschleißgrenze oder Fehljustierungen der
optischen Elemente zu erkennen.
Besonders vorteilhaft ist es jedoch, wenn nicht die Temperaturdifferenz
selbst mit einem Referenzwert verglichen wird, sondern die Änderung der
Temperaturdifferenz so daß ein schneller Anstieg der Sensorhülsentempe
ratur erkannt werden kann, der als Indiz für einen Linsendefekt herange
zogen werden kann.
Mit Hilfe der Verformungsfühler läßt sich der Arbeitsgasdruck im Laserbe
arbeitungkopf erfassen und überwachen, so daß bei einer Abweichung des
Arbeitsgasdrucks vom Sollwert ein entsprechendes Fehlersignal erzeugt
werden kann, aufgrund dessen eine entsprechende Anzeige für einen Ma
schinenbediener generiert wird. Das Drucksignal läßt sich aber auch nut
zen, um eine Kühlung der Sensorhülse 18 durch den Arbeitsgasstrom
während der Messung der thermischen Wirkung der Streustrahlung ab
schätzen zu können, so daß deren Einfluß auf die Messung berücksichtigt
werden kann.
Claims (19)
1. Verfahren zum Ermitteln des Verschleißgrades einer Linsenanord
nung (11) in einem zur Bearbeitung eines Werkstücks (14) mit einem
Laserbearbeitungsstrahl (12) dienenden Laserbearbeitungskopf, mit
folgenden Schritten:
- - Erfassen einer von der Linsenanordnung (11) bewirkten Streustrah lung, um ein der Intensität der Streustrahlung entsprechendes Ausgangs signal zu erzeugen, und
- - Vergleichen des der Intensität der Streustrahlung entsprechenden Ausgangssignals mit einem Referenzsignal, um ein dem Verschleißgrad entsprechendes Überwachungssignal zu liefern.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum
Erfassen der Streustrahlung deren thermische Wirkung gemessen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Temperatur eines strahlungsabsorbierenden Elements (18) gemessen
wird, daß außerhalb des Bearbeitungsstrahlengangs (12, 15) angeordnet
ist, um das der Intensität der Streustrahlung entsprechende Ausgangs
signal zu erzeugen.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
neben der Temperatur des strahlungsabsorbierenden Elements (18) die Temperatur des Laserbearbeitungskopfes gemessen wird, und
eine Temperaturdifferenz zwischen dem strahlungsabsorbierenden Element (18) und dem Laserbearbeitungskopf bestimmt wird, um ein Temperaturdifferenzsignal zu erzeugen, das als der Intensität der Streu strahlung entsprechendes Ausgangssignal dient.
neben der Temperatur des strahlungsabsorbierenden Elements (18) die Temperatur des Laserbearbeitungskopfes gemessen wird, und
eine Temperaturdifferenz zwischen dem strahlungsabsorbierenden Element (18) und dem Laserbearbeitungskopf bestimmt wird, um ein Temperaturdifferenzsignal zu erzeugen, das als der Intensität der Streu strahlung entsprechendes Ausgangssignal dient.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der zeitli
che Verlauf des Temperaturdifferenzsignals erfaßt wird, um einen Anstieg
der Temperaturdifferenz zwischen strahlungsabsorbierendem Element
und Laserbearbeitungskopf zu ermitteln, der mit einem Referenzwert
verglichen wird.
6. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß das Referenzsignal, mit dem das der Intensität der
Streustrahlung entsprechende Ausgangssignal verglichen wird, durch
Kalibrierung mit einem ordnungsgemäß eingerichteten Bearbeitungsvor
gang ermittelt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das jewei
lige Referenzsignal aus einer Vielzahl von Referenzsignalen entsprechend
dem jeweils ablaufenden Bearbeitungsvorgang und entsprechend dem
jeweils aktuellen Bearbeitungszeitpunkt innerhalb des ablaufenden Bear
beitungsvorgangs ausgewählt wird.
8. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß ein Arbeitsgasdruck gemessen wird, um einen
Einfluß einer Arbeitsgasströmung auf die Erfassung der Streustrahlung
zu berücksichtigen.
9. Laserbearbeitungskopf mit
einem Gehäuse (10),
einer in dem Gehäuse (10) vorgesehenen Linsenanordnung (11) zum Fokusieren eines Laserbearbeitungsstrahls (12) und
einer Sensoranordnung (18, 21), die außerhalb eines Bearbeitungs strahlengangs (12, 15) angeordnet ist, um von der Linsenanordnung (11) bewirkte Streustrahlung zu erfassen.
einem Gehäuse (10),
einer in dem Gehäuse (10) vorgesehenen Linsenanordnung (11) zum Fokusieren eines Laserbearbeitungsstrahls (12) und
einer Sensoranordnung (18, 21), die außerhalb eines Bearbeitungs strahlengangs (12, 15) angeordnet ist, um von der Linsenanordnung (11) bewirkte Streustrahlung zu erfassen.
10. Laserbearbeitungskopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Sensoranordnung (18, 21) in Lichtrichtung hinter der zu überwa
chenden Linsenanordnung (11) außerhalb eines Strahlkegelbereichs des
Bearbeitungsstrahlengangs (12, 15) angeordnet ist.
11. Laserbearbeitungskopf nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Sensoranordnung ein strahlungsabsorbierendes
Element (18) und wenigstens einen Temperaturfühler (21) umfaßt, der ein
der Temperatur des strahlungsabsorbierenden Elements (18) entsprechendes
Temperatursignal liefert.
12. Laserbearbeitungskopf nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Referenztemperaturfühler (26) am Gehäuse (10) angeordnet ist,
der ein der Temperatur des Laserbearbeitungskopfes im Bereich der
Sensoranordnung (18, 21) entsprechendes Temperatursignal liefert.
13. Laserbearbeitungskopf nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekenn
zeichnet, daß das strahlungsabsorbierende Element eine den Bereich
eines Strahlkegels (15) umschließende dünnwandige Sensorhülse (18) mit
kleiner Masse ist.
14. Laserbearbeitungskopf nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet,
daß die Sensorhülse (18) eine laserstrahlungabsorbierende Beschichtung
aufweist.
15. Laserbearbeitungskopf nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekenn
zeichnet, daß auf der Außenseite der Sensorhülse (18) eine Mehrzahl von
Temperaturfühlern (21) angeordnet ist, die gleichmäßig über den Umfang
der Sensorhülse (18) verteilt sind.
16. Laserbearbeitungskopf nach Anspruch 13, 14 oder 15, dadurch
gekennzeichnet, daß die Sensorhülse (18) um einen Arbeitsgaskanal
herum, durch den der Laserbearbeitungsstrahl (12, 15) geführt ist, so
angeordnet ist, daß sie durch einen sie beaufschlagenden Arbeitsgas
druck verformbar ist, und das an der Sensorhülse (18) zumindest ein
deren Verformung erfassender Fühler (24) angeordnet ist.
17. Laserbearbeitungskopf nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet,
daß zum Erfassen der Verformung der Sensorhülse (18) ein oder mehrere
Dehnungsmeßstreifen (24) vorgesehen sind.
18. Laserbearbeitungskopf nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet,
daß zum Erfassen der Verformung der Sensorhülse (18) ein oder mehrere
kapazitive Abstandsfühler vorgesehen sind.
19. Laserbearbeitungskopf nach einem der Ansprüche 13 bis 18,
dadurch gekennzeichnet, daß die Sensorhülse (18) zu ihrer Hülsenachse
(19) hin so ausgebaucht ist, daß sie eine sich dicht an den Bereich des
Strahlkegels (15) anschmiegende Einschnürung bildet.
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Applications Claiming Priority (1)
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