DE10106119A1 - Stromübertragungsanordnung - Google Patents
StromübertragungsanordnungInfo
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf eine Stromübertragungsanordnung für elektrische Maschinen, umfassend eine Welle (22) mit von dieser ausgehenden und diese koaxial umgebenden elektrisch leitenden Schleifelemente (12, 14, 16, 18) und auf diese sich abstützenden Kohlebürsten, wobei verschiedene elektrische Phasen mit elektrisch gegeneinander isolierten Schleifelementen über zu Wicklungen der elektrischen Maschine führende Strombahnen verbunden sind. Um sicherzustellen, dass Temperaturschwankungen die Stromübertragung nicht negativ beeinflussen, wird vorgeschlagen, dass die Schleifelemente aus Kohlenstoffmaterial bestehende oder diese enthaltende Scheibenelemente sind.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Stromübertragungsanordnung für elektrische Maschinen,
insbesondere Generatoren von z. B. Windkraftanlagen, umfassend eine Welle mit von dieser
ausgehenden und diese koaxial umgebenden elektrisch leitenden Schleifelementen und auf
diese sich abstützenden Kontaktelementen wie Kohlebürsten, wobei verschiedene elektrische
Phasen mit elektrisch gegeneinander isolierten Schleifelementen über zu Wicklungen der
elektrischen Maschine führende Strombahnen wie Leiterbolzen oder -stangen verbunden sind.
Bei elektrischen Maschinen wie Generatoren oder Elektromotoren kann der Strom über
Schleifringe an Kohlebürsten übertragen werden, die sich auf erstere abstützen. Bei den
Schleifringen werden üblicherweise solche aus Metall benutzt, das den Abrieb der Kohlebür
sten bestimmt. Um den Abrieb zu reduzieren, können Kohlebürsten imprägniert werden.
Bekannte Schleifringanordnungen für elektrische Maschinen sind z. B. der DE 23 43 769 C2,
DE-PS 87 52 35, DD 248 909 A1, DE 32 30 298 A1 oder DE-AS 11 84 412 zu entnehmen.
Bei großen elektrischen Maschinen wie Generatoren in Windkraftanlagen ist darauf zu achten,
dass einerseits der Verschleiß so gering wie möglich gehalten wird und andererseits im Falle
einer Wartung oder des Austausches von Elementen eine einfache Handhabung gegeben ist.
Bei den bekannten Systemen werden bei der Verwendung von Kohleschleifringen diese durch
Kleben, durch Schrumpfen oder durch Klemmen auf einem Basisträger fixiert. Da die Kohle
und der Träger unterschiedliche Ausdehnungskoeffizienten aufweisen, ist nicht in allen Fällen
eine sichere Stromübertragung gewährleistet. Zudem garantieren geklebte und geschrumpfte
Verbindungen keine Langlebigkeit. Außerdem fordern die bekannten Klemmverbindungen
zusätzliche Verschraubungen, um eine gleichmäßige Flächenpressung zu erzielen. Dies ist
insbesondere im Bereich der Kohleschleifringsysteme recht aufwendig.
Unabhängig hiervon muss sichergestellt werden, dass durch Abrieb entstehender Kohlestaub
nicht zu Kurzschlüssen führt. Da bei der bekannten Anordnung die Welle an einem Ende
gelagert ist, ist eine konstruktiv aufwendige Führung und Lagerung erforderlich, um eine
gewünschte Schwingungsstabilität sicherzustellen.
Der vorliegenden Erfindung liegt das Problem zu Grunde, eine Stromübertragungsanordnung
der eingangs genannten Art so weiterzubilden, dass eine sichere Stromübertragung stets
gewährleistet ist. Nach einem weiteren Aspekt soll sichergestellt sein, dass die Anordnung
eine hohe Schwingungsstabilität aufweist. Auch soll mit konstruktiv einfachen Maßnahmen
die Möglichkeit geschaffen werden, eine Änderung der Stromübertragungsbereiche vor
zunehmen. Ferner soll sichergestellt sein, dass anfallender Kohlestaub die elektrische Funk
tionstüchtigkeit nicht beeinträchtigt.
Zur Lösung des der Erfindung zu Grunde liegenden Hauptproblems ist vorgesehen, dass die
Schleifelemente aus Kohlenstoffmaterial bestehende oder dieses enthaltende Scheibenelemente
sind.
Abweichend von vorbekannten Konstruktionen wird nicht ein Kohleschleifring benutzt, der
auf einem Träger aufgebracht wird. Vielmehr wird ein aus einheitlichem Material bestehendes
Scheibenelement benutzt, das aus üblichen zur Übertragung von Strömen verwendeten
Materialien wie Kohlenstoff, Graphit, Kohlenstoffgraphit oder Metallgraphit bestehen kann.
Da das Scheibenelement aus einem einheitlichen Material besteht, können keine unterschied
lichen Ausdehnungskoeffizienten auftreten, die zu einer Beeinträchtigung der Stromübertragung
führen.
Insbesondere und in hervorzuhebender Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass das
Scheibenelement mit Durchbrechungen versehen ist, wobei in zumindest einer eine Buchse
im Passsitz eingefügt ist, die zu beiden Seitenflächen des Scheibenelementes vorsteht. Durch
die zumindest eine Buchse wird einer der Strombolzen oder -stangen geführt, über den bzw.
die der Strom über die Kohlescheibe abgeleitet werden soll.
Des Weiteren ist vorgesehen, dass entlang jeder Seitenfläche des Scheibenelementes eine
flächig an der Seitenfläche anliegende aus elektrisch leitendem Material bestehende Kontakt
platte mit Durchbrüchen verläuft, von denen eine von der Buchse bzw. von über die Seiten
flächen vorstehenden Stirnrandabschnitten dieser durchsetzt sind. Dabei sollten die Stirnrand
abschnitte der Buchse in die Durchbrechungen der Kontaktplatten eingepasst wie eingepresst
sein.
Mit anderen Worten ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass in das aus Kohlenstoffmaterial
bestehende Scheibenelement die z. B. aus Kupfer bestehende Buchse mit genau definiertem
Passmaß eingepasst ist. Die Buchse steht an jeder Seite des Scheibenelementes um ein Maß
über, das dem Plattenelement - auch Bordscheibe genannt - in seiner Dicke entspricht. Auf
die vorstehenden Abschnitte der Buchse werden sodann beidseitig die Plattenelemente bzw.
Bordscheiben mit gleichem Bohrbild und mit Passmaß gepresst.
Selbstverständlich können in einer Bordscheibe auch mehr als eine Buchse insbesondere im
Passsitz eingepasst sein.
Des Weiteren ist vorgesehen, dass die Kontaktplatte einen umlaufenden abgewinkelten Rand
aufweist, der in eine entsprechende umlaufende Nut in der Seitenfläche des Scheibenelemen
tes eingreift.
Die Hülsen bzw. Buchsen und/oder die Kontaktplatten sollten aus Kupfer bestehen oder
dieses enthalten. Des Weiteren ist vorgesehen, dass das Scheibenelement im Kontaktbereich
zu der Buchse bzw. den Buchsen und/oder Kontaktplatten mit elektrisch leitendem Material
versehen wie verkupfert, insbesondere spritzverkupfert ist. Hierdurch wird zusätzlich eine
sichere Stromübertragung gewährleistet.
Damit ein hinreichender elektrisch leitender Kontakt zwischen den stromführenden Leiterbol
zen bzw. -stangen und den Buchsen sichergestellt ist, sieht ein weiterer Vorschlag der Erfin
dung vor, dass die stromführenden Leiterbolzen oder -stangen über Lamellenkontakte mit den
Buchsen verbunden sind, über die eine Stromübertragung zu den Scheibenelementen erfolgt.
Durch die erfindungsgemäße Lehre erfolgt ein definierter und temperaturunabhängiger
Stromübergang bei geringsten Übergangswiderständen von der Kontakt- oder Kohlebürsten
lauffläche über die vorzugsweise verkupferten Seitenflächen des Scheibenelementes wie der
Kohlescheibe zu den Plattenelementen wie Bordscheiben, der eingepressten vorzugsweise aus
Kupfer bestehenden Buchse und über den Lamellenkontakt zu dem Stromübertragungsbolzen
bzw. der Stromübertragungsstange. Somit ist bei stark schwankender Belastung und damit
großen Temperaturschwankungen in der Kontaktscheibe gewährleistet, das ständig ein
definierter Stromübergang erfolgt.
Nach einem selbständig Schutz genießenden Vorschlag der Erfindung ist vorgesehen, dass der
Zwischenraum zwischen den mit verschiedenen elektrischen Phasen verbundenen Scheiben
elementen vollflächig abgedeckt ist. Insbesondere ist der Zwischenraum durch einen umfangs
seitig umlaufende Rippen aufweisenden Isolierkörper abgedeckt. Dabei können die Rippen
unterschiedliche Durchmesser aufweisen, wobei insbesondere eine Rippe im Mittenbereich
des Isolierkörpers verläuft, deren Durchmesser größer als der Durchmesser übriger Rippen ist.
Hierdurch wird eine Art Trennwand gebildet, durch die zusätzlich sichergestellt ist, dass
Kohlestaub nicht zu elektrischen Störungen führen kann. Der Isolierkörper selbst besteht
insbesondere aus Kunststoffmaterial wie Glasfaserkunststoffisoliermaterial.
Auch zeichnet sich die erfindungsgemäße Lehre durch einen selbständig Schutz genießenden
Vorschlag dadurch aus, dass die Welle zweiseitig gelagert ist, insbesondere in ihrem jeweili
gen Endbereich. Dabei kann die Welle in Stirnwänden eines Gehäuses gelagert sein, das die
Stromübertragungsanordnung aufnimmt. In dem Gehäuse kann des Weiteren ein Wärme
tauscher wie Flächenkühler vorgesehen sein. Dabei können zu dem Wärmetauscher führende
Leitungen mit einem Kühlkreislauf der elektrischen Maschine selbst verbunden sein. Alterna
tiv besteht die Möglichkeit, dass die Leitungen mit einem internen Kühlkreislauf verbunden
sind. Insoweit wird jedoch auf hinreichende Kühlsysteme verwiesen.
Schließlich zeichnet sich die Erfindung ebenfalls eigenerfinderisch dadurch aus, dass eine die
Welle, die Scheibenelemente und die Leiterbolzen oder -stangen umfassende Einheit modular
aufgebaut ist. Dabei kann eine Phase der elektrischen Maschine mit mehreren unmittelbar
nebeneinander auf der Welle angeordneten Scheibenelementen verbunden sein. Somit wird
ein System zur Verfügung gestellt, das für mehrere Stromübertragungsbereiche verwendet
werden kann. So kann z. B. zur Stromübertragung von 500 A jeweils ein Scheibenelement
pro Phase benutzt werden, wohingegen z. B. bei einer Stromübertragung von 800 A jeweils
zwei Scheibenelemente pro Phase auf der Welle angeordnet werden.
Durch die erfindungsgemäße Lehre wird eine Stromübertragungsanordnung insbesondere
bestimmt für Windgeneratoren zur Verfügung gestellt, die hohe Standzeiten und damit eine
Minimierung von Wartungs- und Servicezeiten bietet. Dabei ist die Kontaktscheibeneinheit
komplett austauschbar und regenerierbar. Durch die geschlosene Bauweise, also das voll
ständige Abdecken des Zwischenraums zwischen den Kontaktscheiben wird eine Kompaktheit
der Anordnung ermöglicht, die zu einer Kostenreduzierung insbesondere für die weiteren
notwendigen Baugruppen wie Kühlung und Gehäuse führt.
Weitere Einzelheiten, Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich nicht nur aus den
Ansprüchen, den diesen zu entnehmenden Merkmalen - für sich und/oder in Kombination -,
sondern auch aus der nachfolgenden Beschreibung von der Zeichnung zu entnehmenden
bevorzugten Ausführungsbeispielen.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht durch eine Stromübertragungsanordnung einer elektrischen
Maschine,
Fig. 2 die Stromübertragungsanordnung nach Fig. 1 im Längsschnitt,
Fig. 3 eine Prinzipdarstellung einer in einem Gehäuse angeordneten Stromübertra
gungsanordnung,
Fig. 4 eine Seitenansicht eines Schleifelementes,
Fig. 5 einen Schnitt entlang der Linie A-A in Fig. 4,
Fig. 6 eine Draufsicht auf das Schleifelement gemäß Fig. 4,
Fig. 7 eine Seitenansicht eines Plattenelementes,
Fig. 8 einen Querschnitt durch das Plattenelement gemäß Fig. 7,
Fig. 9 eine Seitenansicht eines Isolierkörpers und
Fig. 10 einen Schnitt entlang der Linie B-B in Fig. 9.
In den Figuren werden Elemente einer Stromübertragungsanordnung für einen Generator einer
Windkraftmaschine beschrieben, ohne dass hierdurch die Erfindung eingeschränkt werden
soll. Vielmehr gilt die erfindungsgemäße Lehre auch für sonstige Stromübertragungsan
ordnungen, die für elektrische Maschinen bestimmt sind.
Um die in der Wicklung eines Generators erzeugte Spannung bzw. den Strom abzuleiten, ist
eine Stromübertragungsanordnung vorgesehen, die einen Schleifelementkörper 10 umfasst,
von dem über nicht dargestellte Kohlebürsten in gewohnter Weise Strom abgeleitet wird. Im
Ausführungsbeispiel handelt es sich um einen Drehstromgenerator, bei dem die Phasen T, S
und R jeweils mit einem Schleifelement 12, 14, 16 verbunden sind. Das verbleibende vierte
Schleifelement 18 ist der Nullleiter, der auf Massepotential liegt, also auf dem Potential einer
Welle 18, von dem die Schleifelemente 12, 14, 16, 18 ausgehen.
Erfindungsgemäß sind die Schleifelemente 12, 14, 16, 18 Scheibenelemente aus Kohlenstoff
material wie Graphit, Kohlenstoffgraphit, Metallgraphit oder sonstigen im Bereich der Strom
übertragung bekannten Kohlenstoffmaterialien.
Ein entsprechendes Scheibenelement - nachstehend vereinfacht Kohlescheibe genannt - ist in
den Fig. 4 bis 6 dargestellt. Die Kohlescheibe 22 weist eine Zylinderform auf, wobei dessen
Umfangsfläche 24 Kontakt- oder Gleitfläche für eine nicht dargestellte Kohlebürste ist, über
die Strom abgeführt wird. Dabei kann die Kohlescheibe peripher geschlitzt sein, wie dies
auch von üblichen Schleifringen her bekannt ist.
Die Kohlescheibe 22 weist Durchbrechungen - nachstehend Bohrungen genannt - auf, und
zwar eine zentrale Bohrung 26 für die Welle 20 sowie Bohrungen 28, 30, 32 eines ersten
Durchmessers und Bohrungen 34, 36, 38 eines vorzugsweise hiervon abweichenden Durch
messers.
Des Weiteren ist in jeder Seitenfläche 40, 42 beabstandet zur Gleitfläche 24 eine konzentrisch
zur Kohlescheibenlängsachse 44 umlaufende Nut 46, 48 vorgesehen.
In zumindest eine der Bohrungen 28, 30, 32 insbesondere größeren Durchmessers wird mit
genau definiertem Passmaß eine Buchse aus elektrisch leitendem Material, insbesondere
Kupferbuchse eingepasst wie eingepresst. Eine Buchse 50 ist gestrichelt in Fig. 5 eingezeich
net. Die entsprechende Buchse 50 steht mit einem Maß H über die jeweilige Seitenfläche 40,
42 der Kohlescheibe 22 vor. Auf den Seitenflächen 40, 42 der Vollkohlescheibe 22 wird
sodann jeweils flächig eine als Bordscheibe zu bezeichnende Kontaktplatte 52 angeordnet, die
das gleiche Bohrbild wie die Kohlescheibe 52 aufweist und mit Passmaß auf die die Seiten
flächen 40, 42 überragenden Randabschnitte 54, 56 der Buchse oder Hülse 50 aufgepresst
werden. Dabei beträgt die Dicke der Kontaktplatte 52 dem Maß H der Hülse 50, um deasdie
se über die Seitenflächen 40, 42 vorsteht.
Da die Bohrungen der Kontaktplatte 52 mit denen der Kohlescheibe 22 übereinstimmen,
werden entsprechende Bezugszeichen benutzt.
Des Weiteren weist die Kontaktplatte 52 einen umlaufenden randseitigen seitlich abragenden
Steg 58 auf, der an die Nut 46 bzw. 58 in den Seitenflächen 40, 42 der Kohlescheibe 22
angepasst ist, so dass bei auf den Seitenflächen 40, 42 anliegenden Kontaktplatten 52, 54 die
abgewinkelten Ränder, also die stegförmigen Abschnitte 58 in die Nuten 46, 48 eingreifen.
Die Bohrungen 34, 36, 38 werden sodann von elektrisch isolierten bzw. aus elektrisch
isolierendem Material bestehenden Befestigungs- bzw. Spannbolzen 60 durchsetzt, über die
die Schleifscheiben 12, 14, 16, 18 mit zwischen diesen verlaufenden Isolierkörpern 62, 64,
66, 68 zwischen Flanschscheiben 70, 72 festgezogen und gespannt werden. Hierzu geht der
zumindest endseitig ein Gewinde aufweisende Befestigungsbolzen 60 von einem der Flansch
scheiben - im Ausführungsbeispiel von der Flanschscheibe 72 - aus und ist in dieser z. B.
festgeschraubt, um auf gegenüberliegender Seite über Schrauben 74, 76, 78 angezogen zu
werden. Um die erforderliche Vorspannung zu erhalten, ist zwischen den Schrauben 74, 76,
78 und Bodenfläche eines von dem Bolzen 60 durchsetzten in der Flanschscheibe 74 vorhan
denen Aussparung 80 ein Federelement wie Tellerfederpaket 82 angeordnet.
Im Ausführungsbeispiel werden Bohrungen 28, 30, 32 größeren Durchmessers von Strombah
nen in Form von Leiterbolzen 84 durchsetzt, wobei jeweils ein zu einer der Phasen T, S bzw.
R der Wicklungen des Generators führender Leiterbolzen 84 mit einer der Kohlescheiben 12,
14, 16 elektrisch leitend verbunden und gegenüber den verbleibenden elektrisch isoliert ist.
Im Ausführungsbeispiel ist der Leiterbolzen 84 mit der Kohlescheibe 14 elektrisch leitend
verbunden. Folglich befindet sich in der entsprechenden Bohrung die im Passitz eingepasste
Buchse 50, wobei der Leiterbolzen 84 mit der Buchse 50 über einen aus der Hochspannungs
technik bekannten Lamellenkontakt 86 elektrisch leitend verbunden ist.
Die mit den Phasen T, S bzw. R verbundenen Kontaktscheiben 12, 14, 16 sind untereinander,
zur tragenden Welle 20 sowie gegenüber der an Masse liegenden Kohlescheibe 18 sowie im
Ausführungsbeispiel gegenüber der Flanschscheibe 72 über die Isolierkörper 62, 64, 66, 68
elektrisch isoliert. Der grundsätzliche Aufbau der Isolierkörper 62, 64, 66, 68 wird anhand
eines Isolierkörpers 88 in den Fig. 9 und 10 näher erläutert. Der Isolierkörper 88, der
insbesondere aus Kunststoffmaterial wie Glasfaserkunststoffisoliermaterial besteht, weist eine
Scheibenform mit Durchbrechungen 90, 92, 94, 96, 98, 100, 102 auf, die beim montierten
Schleifelementenkörper 10 fluchtend zu den Bohrungen 26, 28, 30, 32, 34 36, 38 verlaufen,
also sowohl von der Welle 22 als auch von den Befestigungsbolzen 60 als auch den Leiter
bolzen 84 durchsetzt sind. Umfangsseitig weist der Isolierkörper 38 quer zu dessen Längs
achse 104 verlaufende Rippen 106, 108 auf, wobei die im Mittenbereich verlaufende Rippe
108 einen größeren Außendurchmesser aufweist. Die mittlere Rippe 108 stellt dabei quasi
eine Trennwand zwischen den angrenzenden auf unterschiedlichen Potentialen liegenden
Elementen dar, d. h. einerseits zwischen der Flanschscheibe 72 und der Kohleplatte 12 und
andererseits zwischen den Kohleplatten 12, 14 bzw. 14, 16 bzw. 16, 18. Über die Isolierkör
per 62, 64, 66, 68 werden sowohl die Spannbolzen 60 als auch die Leiterbolzen 84 als auch
die Welle 22 gegenüber den freien Flächen der Kohleplatten 12, 14, 16, 18, also insbesondere
deren Gleit- oder Kontaktflächen 24 zusätzlich abgeschirmt, so dass weitere Maßnahmen
nicht erforderlich sind, um auftretenden Kohlenstaub fernzuhalten. Hierdurch bedingt ist eine
überaus kompakte Baueinheit möglich.
Die Welle 22 ist zweiseitig gelagert, d. h. einerseits an ihrem freien äußeren Ende 110 und
andererseits über die Flanschscheibe 72. Hierdurch ergibt sich eine hohe Schwingungs
stabilität. Dabei kann die Welle 22 bzw. die Flanschscheibe 72 in stirnseitigen Gehäuse
wandungen 112, 114 eines Gehäuses 116 gelagert sein, wie ein solches von Windkraftma
schinen bekannt ist. Innerhalb des Gehäuses 116 können Wärmetauscher 118, 120 in Form
von Plattenkühlern angeordnet sein, die entweder in einem internen Kühlkreis oder in einem
Kühlkreis der elektrischen Maschine selbst angeordnet sein können. Zur besseren Kühlung
geht des Weiteren von der vorderen Flanschscheibe 70 ein Lüfterrad 122 aus.
Der Schleifscheibenkörper 10 mit den Vollkohlescheiben 12, 14, 16, 18 und den zwischen
diesen verlaufenden Isolierkörpern 62, 64, 66, 68 und den diese Einheit stirnseitig begrenzen
den Flanschscheiben 70, 72 ist erkennbar modular aufgebaut, so dass die Möglichkeit besteht,
auf die Welle 22 in Abhängigkeit von der Größe der Stromübertragung eine entsprechende
Anzahl von Kohlescheiben aufzustecken, wobei mehrere einer der Phasen T, 5 und R
zugeordnete Kohlescheiben unmittelbar nebeneinander und elektrisch leitend untereinander
auf der Welle 22 angeordnet sind. So sind im Ausführungsbeispiel der Fig. 3 den Phasen S.
T und R jeweils zwei Kohlescheiben 124, 126 und 128, 130 und 132, 134 zugeordnet, die
einen Aufbau aufweisen, wie dieser im Zusammenhang mit den Fig. 4 bis 8 ausführlich
beschrieben worden ist. Zwischen den Paaren von Vollkohlescheiben 124, 126 bzw. 128,
130 bzw. 132, 134 und der angrenzenden Flanschscheibe 72 bzw. der mit dem Nullleiter
verbundenen Kohlescheibe 18 sind sodann die Isolierkörper 62, 64, 66, 68 ähnlich der Fig.
2 mit einem Aufbau gemäß der Fig. 9 und 10 angeordnet.
Claims (24)
1. Stromübertragungsanordnung für elektrische Maschinen, inbesondere Generatoren von
z. B. Windkraftanlagen, umfassend eine Welle (22) mit von dieser ausgehenden und
diese koaxial umgebenden elektrisch leitenden Schleifelementen (12, 14, 16, 18, 124,
126, 128, 130, 132, 134) und auf diese sich abstützenden Kontaktelementen wie
Kohlebürsten, wobei verschiedene elektrische Phasen mit elektrisch gegeneinander
isolierten Schleifelementen über zu Wicklungen der elektrischen Maschine führende
Strombahnen wie Leiterbolzen oder -stangen (84) verbunden sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schleifelemente (12, 14, 16, 18, 22, 124, 126, 128, 130, 132, 134) aus
Kohlenstoffmaterial bestehende oder dieses enthaltende Scheibenelemente sind.
2. Stromübertragungsanordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Scheibenelement (52) Durchbrechungen (26, 28, 30, 32, 34, 36, 38) aufweist,
wobei in zumindest einer Durchbrechung eine aus elektrisch leitendem Material beste
hende Buchse (50) im Passsitz eingefügt ist.
3. Stromübertragungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Buchse (50) zu beiden Seitenflächen (40, 42) des Scheibenelementes (22)
vorsteht.
4. Stromübertragungsanordnung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass entlang jeder Seitenfläche (40, 42) des Scheibenelementes (22) eine flächig an
der Seitenfläche anliegende aus elektrisch leitendem Material bestehende Kontaktplatte
(52) mit den Durchbrechungen (26, 28, 30, 32, 34, 36, 38) entsprechendes Bohrbild
aufweisenden Durchbrechungen verläuft.
5. Stromübertragungsanordnung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Buchse (50) mit ihren jeweiligen die Seitenflächen (40, 42) des Scheiben
elementes (22) mit einem Maß H vorstehenden Stirnrandabschnitten (54, 56) eine der
Durchbrechungen der Kontaktplatte (52) durchsetzen.
6. Stromübertragungsanordnung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Stirnrandabschnitte (54, 56) der Buchse (50) in einer der Bohrungen der Kon
taktplatte (22) eingepasst wie eingepresst sind.
7. Stromübertragungsanordnung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kontakplatte (52) eine Dicke aufweist, die dem Maß H des jeweiligen über
die Seitenflächen (40, 42) des Scheibenelementes (22) vorstehenden Stirnrandab
schnittes (54, 56) der Buchse (50) entspricht.
8. Stromübertragungsanordnung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kontaktplatte (52) außenflächig bündig in Stirnfläche der Buchse (50)
übergeht.
9. Stromübertragungsanordnung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Buchse (50) und/oder die Kontaktplatten (52) aus Kupfer bestehen und/oder
dieses enthalten.
10. Stromübertragungsanordnung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kontaktplatte (52) einen umlaufenden abgewinkelten Rand (58) aufweist, der
in eine entsprechende umlaufende Nut (46, 48) in der Seitenfläche (40, 42) des
Scheibenelements (22) eingreift.
11. Stromübertragungsanordnung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der stromführende Leiterbolzen bzw. die Leiterstange (84) über einen insbesonde
re Lamellenkontakt mit der Buchse (50) verbunden ist, über die eine Stromüber
tragung zu dem Scheibenelement (14) erfolgt.
12. Stromübertragungsanordnung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Scheibenelemente (22) im Kontaktbereich zu den Kontaktplatten (52)
und/oder der Buchse (50) mit elektrisch leitendem Material versehen wie verkupfert,
insbesondere spritzverkupfert sind.
13. Stromübertragungsanordnung nach vorzugsweise einem der vorhergehenden An
sprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass Zwischenraum zwischen mit verschieden elektrischen Polen verbundenen Schei
benelementen (22) vollflächig abgedeckt ist.
14. Stromübertragungsanordnung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Zwischenraum zwischen den Scheibenelementen (12, 14, 16, 18) unter
schiedlichen elektrischen Pols bzw. zu angrenzendem Element wie Flanschscheibe
(72) durch einen umfangseitig umlaufende Rippen (106, 108) aufweisenden Isolierkör
per (62, 64, 66, 68, 88) abgedeckt ist.
15. Stromübertragungsanordnung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die quer zur Längsachse des Isolierkörpers (88) verlaufenden Rippen (106, 108)
unterschiedliche Durchmesser aufweisen.
16. Stromübertragungsanordnung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass im Mittenbereich des Isolierkörpers (88) eine Rippe eines Durchmessers (108)
verläuft, der größer als Durchmesser verbleibender Rippen (106) ist.
17. Stromübertragungsanordnung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Isolierkörper (88) insbesondere aus Kunststoffmaterial wie Glasfaserkunst
stoffisoliermaterial besteht.
18. Stromübertragungsanordnung nach vorzugsweise einem der vorhergehenden An
sprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Welle (22) in ihren jeweiligen Endbereichen (110) gelagert ist.
19. Stromübertragungsanordnung nach vorzugsweise einem der vorhergehenden An
sprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die auf der Welle (22) angeordneten Scheibenelemente (12, 14, 16, 18) und
Isolierkörper (62, 64, 66, 68) eine modular aufgebaute Einheit bilden.
20. Stromübertragungsanordnung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass einer Phase der elektrischen Maschine mehrere unmittelbar nebeneinander auf der
Welle (22) angeordnete Scheibenelemente (124, 126; 128, 130; 132, 134) zugeordnet
sind.
21. Stromübertragungsanordnung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Welle (22) und die Scheibenelemente (12, 14, 16, 18, 124, 126, 128, 130,
132, 134) sowie die Isolierkörper (62, 64, 66, 68) eine Einheit bilden, die in einem
Gehäuse (116) angeordnet ist, in dessen Stirnwänden (112, 114) die Welle (22)
gelagert ist.
22. Stromübertragungsanordnung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass innerhalb des Gehäuses (116) ein Wärmetauscher (118, 120) angeordnet ist.
23. Stromübertragungsanordnung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Wärmetauscher (118, 120) ein Flächenkühler ist.
24. Stromübertragungsanordnung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Wärmetauscher (118, 120) mit einem Kühlkreislauf der elektrischen Maschi
ne verbunden ist.
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