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DE1010675B - Verfahren zur Herstellung von metallisierbaren Azofarbstoffen und ihren komplexen Schwermetallverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von metallisierbaren Azofarbstoffen und ihren komplexen Schwermetallverbindungen

Info

Publication number
DE1010675B
DE1010675B DEG19738A DEG0019738A DE1010675B DE 1010675 B DE1010675 B DE 1010675B DE G19738 A DEG19738 A DE G19738A DE G0019738 A DEG0019738 A DE G0019738A DE 1010675 B DE1010675 B DE 1010675B
Authority
DE
Germany
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parts
methyl
amino
nitro
water
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEG19738A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Werner Kuster
Dr Juerg Ammann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Novartis AG
Original Assignee
JR Geigy AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by JR Geigy AG filed Critical JR Geigy AG
Publication of DE1010675B publication Critical patent/DE1010675B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B45/00Complex metal compounds of azo dyes
    • C09B45/02Preparation from dyes containing in o-position a hydroxy group and in o'-position hydroxy, alkoxy, carboxyl, amino or keto groups
    • C09B45/14Monoazo compounds
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
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    • C09B45/02Preparation from dyes containing in o-position a hydroxy group and in o'-position hydroxy, alkoxy, carboxyl, amino or keto groups
    • C09B45/14Monoazo compounds
    • C09B45/20Monoazo compounds containing cobalt

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von metallisierbaren Azofarbstoffen und ihren komplexen Schwermetallverbindungen, die zum echten Färben von natürlichen und künstlichen Polypeptidfasern, insbesondere von Wolle, gegebenenfalls auch von Lacken geeignet sind.
Es wurde gefunden, daß man wertvolle Azofarbstoffe erhält, wenn man Diazoverbindungen der Benzolreihe, welche in o-Stellung zur Diazogruppe eine Hydroxyl- oder Carboxylgruppe oder einen in eine solche Gruppe überführbaren Substituenten enthalten, mit l-Aralkyl-5-pyrazolonen kuppelt und die erhaltenen Monoazofarbstoffe in Substanz oder auf der Faser mit schwermetallabgebenden Mitteln behandelt.
Als solche erfmdungsgemäß verwendbare Azokomponenten kommen insbesondere l-Phenylalkyl-3-methyl-5-pyrazolone in Betracht, wobei die Phenylgruppe weitere, in Azofarbstoffen übliche, nichtionogene Substituenten enthalten und die Alkylengruppe geradlinig oder verzweigt sein kann, wie beispielsweise im l-(/3-Phenyläthyl)-3-methyl-5-pyrazolon und l-(a-Phenyläthyl)-3-methyl-5-pyrazolon. Solche Pyrazolone können nach an sich bekannten Methoden hergestellt werden. Man kondensiert beispielsweise Benzaldehyd oder dessen Substitutionsprodukte, wie o- oder p-Chlorbenzaldehyd oder Phenylalkylketone, z. B. Phenylmethylketon, mit monoacyliertem Hydrazin, beispielsweise mit einem Hydrazinmonocarbonsäureäthylester. Nach Hydrierung der dabei erhaltenen Acylhydrazone zu den entsprechenden Hydrazinderivaten und nachfolgender Verseifung des Acylrestes wird nach z. B. für die Herstellung von l-Aryl-3-methyl-5-pyrazolonen gebräuchlichen Methoden mit Acetessigsäureester oder mit Acetessigsäureamid umgesetzt, — im ersten Falle zweckmäßig unter Zusatz von Alkalihydroxyd, im zweiten Falle am besten in essigsaurer Lösung.
Als Diazokomponenten sind im erfindungsgemäßen Verfahren die üblichen 2TAmino-l-oxy- oder -1-carboxybenzolverbindungen brauchbar, welche beispielsweise durch Halogenatome, Alkyl-, Alkoxy-, Nitro-, Acylamino-, Alkyl- oder Arylsulfonyl-, Acyl-, Sulfonsäure-, Sulfonsäure-N-alkyl-, -oxyalkyl-, -dialkyl-, -aryl-, -arylalkylamidgruppen substituiert sein können. Die Diazotierung dieser Verbindungen und die Kupplung der erhaltenen Diazoniumverbindungen mit den erfindungsgemäß verwendbaren Pyrazolonen erfolgen nach üblichen, an sich bekannten Methoden.
Solche erfindungsgemäß herstellbare, metallisierbare Monoazofarbstoffe eignen sich sehr gut zum Färben von Wolle, insbesondere nach dem sog. Einbadchromierverfahren in Gegenwart von Alkalichromaten. Besonders wertvoll sind jedoch die komplexen Schwermetallverbindungen, insbesondere die komplexen Chrom- und Kobaltverbindungen solcher erfindungsgemäß verwendbarer
Verfahren zur Herstellung
von metallisierbaren Azofarbstoffen
und ihren komplexen
Schwermetallverbindungen
Anmelder:
J. R. Geigy A.-G., Basel (Schweiz)
Vertreter: Dr. F. Zumstein und Dr. E. Assmann,
Patentanwälte, München 2, Bräuhausstr. 4
Beanspruchte Priorität:
Schweiz vom 1. Juni 1955
Dr. Werner Küster
und Dr. Jürg Ammann, Basel (Schweiz),
sind als Erfinder genannt worden
Monoazofarbstoffe, welche, außer an der Komplexbildung beteiligten, keine sauren wasserlöslich machenden Gruppen, wie die Sulfonsäure- und Carboxylgruppe, enthalten und vorzugsweise solche, in denen zwei Farbstoffmoleküle komplex an ein Schwermetallatom gebunden sind. Diese erhält man durch Behandlung der erfindungsgemäßen metallisierbaren Monoazofarbstoffe, beispielsweise in wäßriger Lösung oder Suspension und in der Hitze, mit metallabgebenden Mitteln in solchen Mengen, daß auf zwei Farbstoffmoleküle mindestens ein Schwermetallatom entfällt, wobei mineralsaure Reaktion des Mittels zumindest gegen Ende der Metallisierung zu vermeiden ist. Dabei ist es möglich, aus einem Gemisch zweier verschiedener, metallisierbarer Monoazofarbstoffe, von denen wenigstens einer der erfindungsgemäßen Definition entspricht, zu Farbstoffen zu gelangen, in denen zwei verschiedene Monoazofarbstoffe durch ein Schwermetallatom komplex verbunden sind. Eine einfache Ausführungsform z. B. besteht in der Vereinigung zweier verschiedener sulfonsäuregruppenfreier o-Oxy- oder o-Carboxydiazoverbindungen mit der gleichen, erfindungsgemäß verwendbaren Azokomponente zum Farbstoffgemisch und der Behandlung desselben mit schwermetallabgebenden Mitteln.
Als solche schwermetallabgebende Mittel kommen Salze und komplexe Verbindungen von Schwermetallen, insbesondere von Chrom und Kobalt in Betracht, beispielsweise Chrom- und Kobaltacetat oder -sulfat, Hexamminkobaltitrichlorid oder Alkali- oder Ammoniumsalze der Chromsalicylsäure. Die metallisierten Farbstoffe werden gegebenenfalls zum Schluß noch in ihre Alkali-
709 549,381
salze umgewandelt, und zwar mittels Alkalien oder alkalisch reagierenden Salzen wie Kalium- oder Natriumcarbonat oder Trinatriumphosphat.
Die erfrndungsgemäßen komplexen Schwermetallverbindungen lösen sich in heißem Wasser, erforderlichenfalls unter Zusatz anionaktiver Netz- und Dispergiermittel, je nach Zusammensetzung mit gelber, gelbbrauner, braunroter, roter bis blaustichigroter Farbe und färben Wolle aus neutralem bis schwach saurem Bade in lichtechten
gelben, braunen bis roten Tönen. Sie eignen sich aber io spült und getrocknet, auch zum Färben von Leder, von Fasern aus Superpoly- Man erhält eine gelbe Wollfärbung von guten Echt-
amiden und gegebenenfalls auch zum Färben von Lacken. heiten.
Im Vergleich zu der aus der deutschen Patentschrift 882 451 bekannten Kobaltkomplexverbindung des Azofarbstoffs der Zusammensetzung 2-Amino-1-oxybenzol-5-sulfonsäureamid ->- l-n-Butyl-3-methyl-S-pyrazolon zeigt die verfahrensgemäß erhältliche Kobaltkomplexverbindung des Azofarbstoffe der Zusammensetzung 2-Amino-l-oxybenzol-5-sulfonsäureamid ->- 1-Benzyl-
3-methyl-5-pyrazolon eine bessere Walkechtheit und ein 20 80° mit 100 Volumteilen einer Lösung von Ammoniumbesseres Ziehvermögen, und im Vergleich zu der aus der disalicylatochromiat, enthaltend 3 Volumprozent Chrom, deutschen Patentschrift 842 089 bekannten Chromkom- versetzt und 6 bis 8 Stunden auf 95 bis 100° erhitzt. Hierplexverbindung des Azofarbstoffs der Zusammensetzung auf werden 50 Teile Kochsalz zugegeben, und die praktisch 2-Amino-l-oxybenzol-4-methylsulfon ->· l-(4'-Methyl- vollständig ausgefallene Chromkomplexverbindung wird phenyl)-3-methyl-5-pyrazolon zeigt die verfahrensgemäß 25 bei 80° abfiltriert, mit 5%iger Kochsalzlösung gewaschen erhältliche Chromkomplexverbindung des Azofarbstoffs und getrocknet.
Der getrocknete, chromhaltige Farbstoff stellt ein gelbes Pulver dar, das sich in heißem Wasser mit gelber Farbe löst und Wolle aus neutralem bis schwach saurem Bade in reinen gelben Tönen färbt. Die Färbungen weisen sehr gute Echtheiten auf.
durch 21 Teile l-(^-Phenyläthyl)-3-methyl-5-pyrazolon (F.. 139 bis 141°).
In ein Färbebad, bestehend aus 400 Teilen Wasser, 1 Teil wasserfreiem Natriumsulfat, 0,2 Teilen Natriummonochromat, 0,3 Teilen Ammoniumsulfat und 0,2 Teilen des nach Absatz 1 dieses Beispiels hergestellten, metallfreien Farbstoffes geht man mit 10 Teilen Wolle bei 50° ein, treibt zum Kochen und hält 1 Stunde bis zur völligen Entwicklung des Farbtons. Die gefärbte Wolle wird ge
Beispiel 2
Zur Chromierung in Substanz werden die Preßkuchen des nach Beispiel 1 aus 13,7 Teilen 2-Aminobenzol-l-carbonsäure und. 21 Teilen l-(a-Phenyläthyl)-3-methyl-5-pyrazolon erhältlichen Farbstoffs in 800 Teilen Wasser und 15 Teilen Ammoniak (25%ig) angeschlämmt und bei
der Zusammensetzung 2-Amino-1-oxybenzol-4-methylsulfon ->- l-Benzyl-3-methyl-S-pyrazolon ein besseres Egalisiervermögen und färbt in Halbwollgeweben die Baumwolle nicht an.
Die folgenden Beispiele veranschaulichen die Erfindung. Darin bedeuten die Teile, sofern nichts anderes angegeben, Gewichtsteile. Gewichtsteile verhalten sich zu Volumteilen wie Kilogramm zu Liter.
Beispiel 3
22,4 Teile 4-Chlor-2-amino-l-oxybenzol-6-sulfonsäure werden in 200 Teilen Wasser und 10 Volumteilen konzentrierter Salzsäure angeschlämmt und bei einer 5° nicht überschreitenden Temperatur mit einer Lösung von 6,9 Teilen Natriumnitrit in 35 Teilen Wasser diazotiert. Nach beendeter Diazotierung wird die Diazoniumlösung
Beispiel 1
13,7 Teile 2-Aminobenzol-l-carbonsäure werden in 200 Teilen Wasser und 15 Volumteilen konzentrierter Salzsäure angeschlämmt und bei einer 5° nicht überschreitenden
Temperatur mit 6,9 Teilen Natriumnitrit in 35 Teilen 40 mit Natriumbicarbonat neutralisiert und hierauf eine
Wasser diazotiert. Nach beendeter Diazotierung wird die Lösung von 19,5 Teilen l-Benzyl-3-methyl-5-pyrazolon
Diazoniumlösung durch Zugabe von Natriumbicarbonat und 4,2 Teilen Natriumhydroxyd in 250 Teilen Wasser
abgestumpft, bis Kongopapier nicht mehr gebläut wird. zugegeben. Die Kupplung setzt sofort ein und ist in 1 bis
Darauf läßt man zu dieser Diazoniumlösung innerhalb 2 Stunden beendet. Während der Dauer der Kupplung
1Z2 Stunde eine Lösung von 21 Teilen l-(cc-Phenyläthyl)- 45 wird die Temperatur des Reaktionsgemisches auf 3 bis 5°
3-methyl-5-pyrazolon (F. 164 bis 166°) und 4,2 Teilen gehalten. Nach Zugabe von 60 bis 80 Teilen Kochsalz
Natriumhydroxyd in 250 Teilen Wasser hinzufließen. wird der gebildete Farbstoff abfiltriert, mit 10°/0iger
Während der Dauer der Kupplung soll die Temperatur Kochsalzlösung gewaschen und getrocknet.
5° nicht übersteigen. Nach beendeter Kupplung wird der Der Farbstoff stellt ein rotbraunes Pulver dar, das sich
Farbstoff abfiltriert, mit 5%iger Kochsalzlösung ge- 50 in Wasser mit gelber, in konzentrierter Schwefelsäure mit
waschen und getrocknet. braunoranger Farbe löst und Wolle aus saurem Bade in
Der Farbstoff stellt ein gelbes Pulver dar, das sich in gelben Tönen färbt, die beim Nachchromieren nach rot
heißem Wasser mit gelber Farbe löst und Wolle sowohl umschlagen. Die Färbungen nach dem Nachchromier- und
im Nachchromier- wie im Einbadchromierverfahren nach dem Einbadchromierverfahren sind farbton- und
farbton- und stärkegleich in gelben Tönen färbt. Die 55 stärkegleich und weisen sehr gute Echtheiten auf.
Färbungen weisen sehr gute Naß- und Lichtechtheiten auf. In der folgenden Tabelle sind noch weitere Diazo- und
Ganz ähnliche Farbstoffe erhält man, wenn man im Azokomponenten angeführt, die nach den Angaben in dem
obigen Beispiel die Azokomponente ersetzt durch 19,5 Teile voranstehenden Beispiel in chromierbare Farbstoffe über-
l-Benzyl-3-methyl-5-pyrazolon (F. 174 bis 176°) oder geführt werden:
Diazokomponente Azokomponente Nachchromierte
Färbung auf Wolle
4-Chlor-2-amino-l-oxybenzol-6-sulfonsäure
desgl.
4-Nitro-2-amino-l-oxybenzol-6-sulfonsäure
6-Nitro-2-amino-l-oxybenzol-4-sulfonsäure
4-tert.-Amyl-2-amino-l-oxybenzol-6-sulfonsäure
desgl.
l-(a-Phenyläthyl)-3-methyl-5-pyrazolon
l-(ß-Phenyläthyl)-3-methyl-5-pyrazolon
1 -B enzyl-3-methyl-5 -pyrazolon
desgl.
desgl.
(l-a-Phenyläthyl)-3-methyl-5-pyrazolon
Rot
desgl.
Orange
Rot
Gelbstichigrot
desgl.

Claims (2)

Beispiel 4 16,8 Teile 4-Nitro-6-methyl-2-amino-l-oxybenzol werden mit 4 Teilen Natriumhydroxyd in 200 Teilen Wasser gelöst, hierauf wird eine Lösung von 6,9 Teilen Natriumnitrit in 35 Teilen Wasser hinzugefügt und die Mischung bei einer 5° nicht überschreitenden Temperatur auf 25 Volumteile konzentrierter Salzsäure und 100 Teile Wasser getropft. Nach beendeter Diazotierung wird die Azidität der Diazosuspension mit Natriumbicarbonat abgestumpft, bis Kongopapier nicht mehr gebläut wird, worauf eine Lösung von 21 Teilen l-(a-Phenyläthyl)-3-methyl-5-pyrazolon und 4,2 Teilen Natriumhydroxyd in 200 Teilen Wasser zugegeben wird. Die Temperatur des Gemisches läßt man über Nacht von 5 auf 20° steigen, saugt dann den fertiggebildeten Farbstoff ab und wäscht ihn noch mit 5%iger Kochsalzlösung. Zur Darstellung des chromhaltigen Farbstoffs wird folgendermaßen verfahren: Die Preßkuchen aus dem Kupplungsgemisch werden in 1000 Teilen Wasser und 10 Teilen 250/?igem Ammoniak angeschlämmt, bei 80° mit 100 Volumteilen einer Lösung von Ammoniumdisalicylatochromiat, enthaltend 3 Volumprozent Chrom, versetzt und 6 bis 8 Stunden auf 95 bis 100° erhitzt. Hierauf werden 50 Teile Kochsalz zugegeben, die nun praktisch vollständig ausgefallene komplexe Chromverbindung wird bei 80° abfiltriert, mit 5°/oiger Kochsalzlösung gewaschen und getrocknet. Der chromhaltige Farbstoff stellt ein rotbraunes Pulver dar, das sich in heißem Wasser mit braunoranger, in konzentrierter Schwefelsäure mit gelber Farbe löst. Er färbt Wolle aus neutralem bis schwach saurem Bade in reinen rotorangen Tönen von sehr guten Echtheiten. Zur Darstellung des kobalthaltigen Farbstoffs wird wie folgt verfahren: Die Preßkuchen aus dem Kupplungsgemisch gemäß Abschnitt 1 werden in 1000 Teilen Wasser und 10 Teilen 25°/0igem Ammoniak angeschlämmt. Bei 80° wird mit 100 Volumteilen einer wäßrigen Lösung von Kobaltacetat, enthaltend 3,5 Volumprozent Kobalt, versetzt. Man hält dann 6 Stunden bei 95 bis 100° und stellt hierauf mit etwas Natriumbicarbonat auf schwach alkalische ίο Reaktion ein. Dann wird der kobalthaltige Farbstoff durch Zugeben von 70 Teilen Kochsalz ausgefällt, bei 80° abfiltriert, mit 5%iger Kochsalzlösung gewaschen und getrocknet. Er stellt ein dunkelbraunes Pulver dar, das sich in Wasser und in konzentrierter Schwefelsäure mit brauner Farbe löst und Wolle aus neutralem bis schwach alkalischem Bade in gelbbraunen Tönen von sehr guten Echtheiten färbt. In ein Färbebad, das in 400 Teilen Wasser 0,2 Teile ao des in den vorangehenden Absätzen dieses Beispiels beschriebenen kobalthaltigen Farbstoffs, 1 Teil wasserfreies Natriumsulfat und 0,3 Teile Ammoniumacetat enthält, geht man mit 10 Teilen vorgenetzter Wolle bei 40° ein, erhitzt und hält beim Sieden, bis die Flotte praktisch erschöpft ist, was nach etwa 1 Stunde der Fall ist. Die kräftig gelbbraun gefärbte Wolle wird gespült und getrocknet. Sie zeigt gute Echtheitseigenschaften. In der folgenden Tabelle sind noch weitere Diazo- und Azokomponenten angeführt, die unter Anwendung von Verfahren, wie sie in den Beispielen 1,2 und 4 beschrieben sind, gekuppelt und in die entsprechenden komplexen Metallverbindungen übergeführt werden: DiazokomponenteAzokomponenteMetallFarbton der Färbung auf Wolle2-Aminobenzol-l -carbonsäurel-Benzyl-3-methyl-5-pyrazolonCrGelbdesgl.l-(/?-Phenyläthyl)-3-methyl-5-pyrazolonCrdesgl.4-Nitro-2-amino-l -oxybenzol1 -Benzyl-3-methyl-S-pyrazolonCrOrangedesgl.desgl.CoGelbbraundesgl.l-(a-Phenyläthyl)-3-methyl-5-pyrazolonCodesgl.4-Nitro-2-amino-6-methyl-l-oxybenzol1 -Benzyl-3-methyl-S-pyrazolonCrOrangedesgl.desgl.CoGelbbraun6-Nitro-2-amino-4-methyl-l-oxybenzoldesgl.CrBlaustichigrot4-Chlor-5-nitro-2-amino-l-oxybenzoll-(a-Phenyläthyl)-3-methyl-5-pyrazolonCoBraunrot2-Amino-1-oxybenzol-4-äthylsulfondesgl.CoBraunstichiggelbdesgl.l-(^-Phenyläthyl)-3-methyl-5-pyrazolonCoBraunstichiggelb4-Chlor-5-nitro-2-amino-l-oxybenzoll-Benzyl-3-methyl-5-pyrazolonCoBraunrot6-Nitro-2-amino-4-methyl-l-oxybenzoll-(a-Phenyläthyl)-3-methyl-5-pyrazolonCrBlaustichigrot6-Nitro-2-amino-l-oxy-benzol-4-methyl·sulfon1 -Benzyl-3-methyl-S-pyrazolonCrRotorangeo-Nitro^-amino-l-oxy-benzol-S-methyl-sulfondesgl.CoBraunorange2-Amino-l-oxy-benzol-4-sulfomethylamiddesgl.CrOrangedesgl.desgl.CoGelbstichigbraun2-Amino-l-carboxy-benzol-S-sulfomethyl-amiddesgl.CrGelb4-Nitro-2-amino-l -oxy-benzoll-(a-Phenyläthyl)-3-methyl-5-pyrazolonCrOrange Pa te ν ta nspp. γ c η ε
1. Verfahren zur Herstellung von metallisierbaren Azofarbstoffen und ihren komplexen Schwermetallverbindungen, dadurch gekennzeichnet, daß man Diazoniumverbindungen der Benzolreihe, welche in o-Stellung zur Diazogruppe eine Hydroxyl- oder eine Carboxylgruppe oder einen in eine solche Gruppe überführbaren Substituenten enthalten, mit 1-Aralkyl-5-pyrazolonen kuppelt und die erhaltenen Monoazofarbstoffe in Substanz oder auf der Faser mit schwermetallabgebenden Mitteln behandelt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man sulfonsäuregruppenfreie Diazoverbindungen der Benzolreihe mit l-Aralkyl-3-methyl-5-pyrazolonen kuppelt und die erhaltenen Monoazofarbstoffe mit schwermetall-, insbesondere chrom- und kobaltabgebenden Mitteln in der Weise behandelt, daß komplexe Metallverbindungen entstehen, die auf zwei Monoazofarbstoffmoleküle wenigstens ein Schwermetallatom enthalten.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften 842 089 und 882 451.
DEG19738A 1955-06-01 1956-05-30 Verfahren zur Herstellung von metallisierbaren Azofarbstoffen und ihren komplexen Schwermetallverbindungen Pending DE1010675B (de)

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE842089B (de) 1948-10-19 1952-05-08 J. R. Geigy A.-G., Basel (Schweiz) Verfahren zur Herstellung von chromhaltigen Monoazofarbstoffe^
DE882451C (de) * 1951-10-20 1953-07-09 Ciba Geigy Verfahren zur Herstellung metallhaltiger Azofarbstoffe

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE842089B (de) 1948-10-19 1952-05-08 J. R. Geigy A.-G., Basel (Schweiz) Verfahren zur Herstellung von chromhaltigen Monoazofarbstoffe^
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