DE10105424A1 - Windkraftanlage mit frontal angeströmten Vertikalrotoren - Google Patents
Windkraftanlage mit frontal angeströmten VertikalrotorenInfo
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Abstract
Das Wesen der Erfindung besteht aus der Anordnung eines Spaltes zwischen den frontal angeströmten Vertikalrotoren und der zusätzlichen Anordnung eines dritten Vertikalrotors, welcher von dem durch den Spalt d eindringenden Luftstrom und teilweise der Abluft eines frontal angeströmten Vertikalrotors angertrieben wird. Dieser Vertikalrotor wird exentrisch zur Symmetrieachse der frontal angeströmten Vertikalrotoren angeordnet. DOLLAR A Die Exentrizität e wird bestimmt nach der Ungleichung DOLLAR A 0,3 d < e < 0,7 d DOLLAR A Die Windkraftanlage wird vorzugsweise für die Erzeugung von elektrischen Strom eingesetzt.
Description
Die Erfindung betrifft eine Windkraftanlage mit frontal angeströmten Vertikalrotor zur
Energiegewinnung.
Das Einsatzgebiet der Windkraftanlage ist die Energieversorgung von Wohnparks,
Einkaufszentren, Landwirtschaftsbetriebe und Industriegebieten, aber auch die Energieeinspeisung
ins Netz.
Die Windkraftanlage kann sowohl als Einzelanlage als auch als Windparkanlage konzipiert werden.
Entsprechend des Lehrbuches "Windkraftanlagen"/Verfasser Hau, E./Springer-Verlag, Berlin,
Heidelberg, New York 1988 stellt sich der Stand der Technik wir folgt dar.
Als allgemein bekannt gilt der Savonius-Rotor als Grundprinzip eines Rotors mit vertikaler Achse.
Man findet ihn als Lüfterrad auf Eisenbahnwaggons oder Lieferwagen. Aufgrund der niedrigen
Schnellaufzahl und des vergleichsweise geringen Leistungsbeiwertes kommt er für
stromerzeugende Windkraftanlage nicht in Frage.
Aufgrund der Robustheit, des einfachen Grundprinzipes und konstruktiven Aufbaus des
Savonius-Rotors ist eine Vielzahl von Weiterentwicklungen nachweisbar, die durch veränderte
Anzahl der Flügel, durch Wind konzentrierende Leitbleche und solche Konstruktionen (Gehäuse),
die eine Zwangsdurchströmung des Rotors zu Folge haben sowie zugehörige Diffusorkonstruktion,
deren Aufgabe es ist, die infolge der konzentrierenden Wirkung der Leitbleche vor den
Eintrittsöffnungen der Rotoren bestehende entgegengesetzt wirkende Zirkulationströmung zu
mindern ohne sie jemals vollständig beseitigen zu können. Dabei ist zu beachten, daß die Wirkung
des Diffusors sich bei kleiner werdenen Verhältnis der Durchströmfläche, d. h. mit Verengung der
Düse, verschlechtert. Diese Konstruktionen werden für die Stromerzeugung eingesetzt.
Zusätzlich bewirkt, wie in der DE 299 20 899 dargestellt, eine zwischen den Rotoren gelegene
Einleitflächenabtrennung die gleichmäßige Windzufuhr zu den gegenläufig arbeitenden Rotoren.
Aedrodynamisch gestaltete Rotorflügel versprechen in Kombination mit hakenförmigen
Windleisten eine weitere Verbessung des Wirkungsgrades und Einleitflächen trichtern die
Windzufuhr ein. Diffusorbleche im Abströmbereich der Windkraftanlage erzeugen eine zusätzliche
Sogwirkung, die die Eintrichterung des Luftstromes unterstützt.
Als Nachteile den dargestellten Standes der Technik sind im Einzelnen erkennbar:
- - Konstruktionsbedingt wird der Durchströmungsquerschnitt der Vertikalrotoren zum
Einströmquerschnitt der Windkraftanlage immer unterhalb eines Wertes von 50%
liegen. Entsprechend ändert sich die Windgeschwindigkeit innerhalb der
Windkraftanlage im umgekehrten Verhältnis und muß im Abströmbereich der
Windkraftanlage wieder auf die ursprüngliche Windgeschwindigkeit beruhigt werden.
Dabei ist der Luftaustritt aus den Rotoren jeweils als separater Strom gekennzeichnet. Beide
Luftströme müssen sich dann im Diffusor zu einem Luftstrom vereinigen.
Äquivalent zur Beschleunigung und Verzögerung des durch die Vertikalrotoren strömenden Windes treten Verluste durch Stau, Reibung und Verwirbelung im Einströmbereich auf. Der Abströmbereich ist gekennzeichnet durch eine starke Verwirbelung zwischen den aus den Vertikalrotoren austretenden und sich nachfolgend vereinigenden Luftströmen. Die Verwirbelungen werden durch Geräuschentwicklung begleitet.
Aufgabe der Erfindung ist,
den Windenergiedurchsatz durch die Windkraftanlage zu verbessern und somit die luftstrombedingten Wirbel-, Stau- und Reibungsverluste im Einströmbereich der Windkraftanlage zu vermindern. Für den Abströmbereich gilt gleichermaßen die Forderung nach Beseitigung der Verwirbelungen infolge des Zusammenführens der aus den Vertikalrotoren ausfließenden Luftströme und die Umsetzung des nun zur Verfügung stehenden vergrößerten Einergiepotentials in mechanische oder elektrische Arbeit.
den Windenergiedurchsatz durch die Windkraftanlage zu verbessern und somit die luftstrombedingten Wirbel-, Stau- und Reibungsverluste im Einströmbereich der Windkraftanlage zu vermindern. Für den Abströmbereich gilt gleichermaßen die Forderung nach Beseitigung der Verwirbelungen infolge des Zusammenführens der aus den Vertikalrotoren ausfließenden Luftströme und die Umsetzung des nun zur Verfügung stehenden vergrößerten Einergiepotentials in mechanische oder elektrische Arbeit.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe im Zusammenwirken der im kennzeichnenden Teil des
Anspruch 1 genannten Merkmale gelöst.
Das Wesen der Erfindung besteht aus der Anordnung eines Spaltes zwischen frontal angeströmten
Vertikalrotoren und der zusätzlichen Anordnung eines dritten Vertikalrotors im Diffusor.
Der Spalt wird durch ein zwischen den Rotoren angeordnetes in den Diffusor ragendes
aerodynamisch geformte Leitbleich gebildet.
Das Leitblech ist mit den Deckblechen des Einleittrichters bzw. des Diffusors festverbunden und
bildet somit auf der einen Seite ein Gehäuseteil, in welchem ein Vertikalrotor läuft bzw.
nachfolgend ein kastenförmiges Rohr, durch welches die aus dem Vertikalrotor ausströmende Luft
entweicht.
Infolge dieser Anordnung wird der Luftstrom nach dem Verlassen des Vertikalrotors zwangsgeführt
und neigt nicht zur Verwirbelung.
Auf der anderen Seite wird zwischen dem Leitblech und dem zweiten Vertikalrotor ein Spalt mit
einer Breite d ausgebildet welche mit der Breite b des Einströmquerschnittes eines
Vertikalrotors gemäß nachfolgender Gleichung
im Verhältnis steht.
Die durch diesen Spalt geleitete Luft gelangt vollständig in einen dritten Vertikalrotor, der sich
unmittelbar an den zweiten Vertikalrotor anschließt. Damit der dritte Vertikalrotor sowohl von dem
durch den Spalt geleiteten Luftstrom, als auch von einem Teil der aus dem zweiten Rotor
abströmenden Luft erfaßt wird, ist er so angeordnet, daß seine Mittelachse zur Symetrieachse der
frontal angeströmten Vertikalrotoren eine Exentrizität aufweist, die mit der Ungleichung
0,3 d < e < 0,7
beschrieben wird.
Ähnlich wie bei dem ersten Vertikalrotor bildet das Leitblech bei dem dritten Vertikalrotor auch
ein Teil des Gehäuses und läuft stromlinienförmig in den Diffusor bis zum Abströmquerschnitt des
Diffusors und vereinigt somit wirbelarm den entweichenden Luftstrom aus dem ersten sowie aus
dem zweiten und dritten Vertikalrotor.
Insgesamt gesehen bewirkt die Erfindung durch die relative Vergrößerung des Einströmbereichs
hier eine Verringerung von Wirbel-, Stau- und Reibungsverlusten, und im Abströmbereich wird die
Verwirbelung dadurch unterbunden, daß in dem Wirbelbereich zwischen den frontal angeströmten
Vertikalrotoren sich nunmehr ein dritter Vertikalrotor befindet, der sowohl den Luftstrom aus dem
zwischen den frontal angeströmten Vertikalrotoren mittig angeordneten Spalt als auch einem Teil
der aus dem angrenzenden Vertikalrotors entweichenden Luft zur Energiegewinnung ausnutzt,
sowie daß das spaltbildenende Leitblech aerodynamisch geformt bis zum Abströmquerschnitt des
Diffusors geführt ist.
Darüberhinaus wird durch die Unterdrückung der Verwirbelungen die Geräuschentwicklung
gemindert.
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel erläutert werden.
Fig. 1 Vorderansicht der Windkraftanlage
Fig. 2 Schnitt A-A (Horizontalschnitt)
Auf einem Fundament 26 steht ein Mast 25, der in einer Grundplatte 9 endet. Die Grundplatte ist
mit der Drehachse 1 der Windkraftanlage und dem Drehkranz 28 verbunden. Auf dem Drehkranz
28 befindet sich ein unterer dreieckiger Rahmen 16, welcher die Vertikalrotoren 4, 5, 6 lagert. Ein
weiterer oberer Rahmen 15 stützt die Vertikalrotoren 4, 5, 6 im oberen Teil der Windkraftanlage ab.
Weiterhin sind der untere Rahmen 16 mit dem unteren Deckblech 2 und der obere Rahmen 15 mit
dem oberen Deckblech 27 verbunden. An dem Außenkanten der horizonal liegenden Deckbleche
27, 2 sind beidseitig Einleitbleche 11, die als Ausleitbleche 18 fortgeführt werden. Somit bilden die
Deckbleche 2, 27 mit den Einleitblechen 11 und Ausleitblechen 18 einen beidseitig offenen
Kasten, der in seinen Öffnungsflächen den Einströmquerschnitt F zu und in dem Abströmquerschnit
FAB bildet.
Die Innenseiten der Einleitbleche 11 sind trichterförmig und sphärisch gestaltet, und verjüngen sich
von deren Einströmquerschnitt Fzu in Richtung der Vertikalrotoren 4, 5 und die Ausleitbleche
öffnen sich nachfolgend als Diffusor in Richtung des Abströmquerschnittes FAb.
Im engsten Querschnitt (mittig) sind die Einleitbleche und die Ausleitbleche 18 als Teil der
Gehäuse für den Vertikalrotor 4 und 5 ausgebildet.
Ebenfalls mit den unteren Deckblech 2 und den oberen Deckblech 27 verbunden ist das Gehäuseteil
mit Leitblech 10 für Vertikalrotor 2.
Dieses bildet mit deren Einleitblech 11 den Einströmquerschnitt Fs1 für Rotor 5 und ist
gekennzeichnet durch seine Breite b. In dem Einleitblech 11 ist im Abstand d parallel zur
Durchströmrichtung innerhalb des Windkraftwerkes das spaltbildende Leitbleich 13 angeordnet.
Das spaltbildende Leitblech 13 wird mindestens bis zur Ebene der Abströmfläche FAb geführt und
ist wie das Einleitblech 11 mit dem unteren Deckblech 2 und dem oberen Deckblech 27 verbunden.
Alle vorgehend beschriebenen Bleche bilden insgesamt das Gehäuse des Windkraftwerkes,
welches sich aufgrund der beschriebenen Konstruktion einer außergewöhnlichen Steifigkeit
erfreut.
Der in der Windeinströmung 12 befindliche Teil des spaltbildenden Leitbleches 13 umschließt den
Vertikalrotor 4 in gleicher Weise als Gehäuseteil wie der Rotor 5 von dem Gehäuseteil mit dem
Leitblech 10 umschlossen wird.
Die Bleche 10, 13 lassen an den Vertikalrotoren 5, 4 Austrittsquerschnitte für FA1 und FA2 die
durchströmende Luft offen. Diese Querschnitte sind immer so bemessen, daß sie größer als die
Einströmquerschnitte Fs1 und Fs2 sind.
Hinter dem Spalt d unmittelbar anschließend an den Vertikalrotor S befindet sich der Vertikalrotor
6 dergestalt, daß seine Mittelachse zur Symetrieachse der Vertikalrotoren 4 und 5 eine Exentrizität
e aufweist die mit der Ungleichung
0,3 d < e < 0,7 d
deffiniert ist. Das spaltbildende Leitblech 13 umschlingt den Vertikalrotor 6 ebenfalls teilweise und
bildet nach dem Muster der Umschlingung des Rotors 4 eine Gehäusewand für den Vertikalrotor 6.
Weiterhin ist das spaltbildende Leitblech 13 im Diffusorteil des Windkraftwerkes zu den
Deckblechen 2 und 27 so angeordnet, daß der Abströmquerschnitt FAb des Diffusors in die
Abströmquerschnitte FAb1 und FAb2 unterteilt wird. Diese Unterteilung erfolgt im Verhältnis der
Aufteilung des Einströmquerschnittes Fzu in die Teilfächen Fs2 sowie (Fs1 + d).
Jeder Vertikalrotor ist mit einem hydraulischen Antrieb 9 verbunden, welche ihre Energie über
einen hydraulischen Drehkopf 19 und den hydraulischen Vor- und Rücklaufleitungen 21, 22 zu
dem hydraulischen Motor 23 mit stufenlosen Getriebe 23 führen. Der Motor 23 wandelt die
hydraulische Energie um. Motor 23 und Generator 24 befinden sich innerhalb des Mastes 25
im Wirtschaftsraum 17, der auch für die Aufnahme von Transformatoren oder anderen technischen
Geräten verwendbar ist.
Oberhalb der Windkraftanlage befindet sich die Windrichtungsleiteinrichtung 7, welche den
Windrichtungstellantrieb 20 so steuert, daß die Vertikalrotoren 4 und S immer frontal angeströmt
werden, bzw. ihre Symetrieachse immer parrallel zur Windrichtung geführt wird.
1
Drehachse der Windkraftanlage
2
Unteres Deckblech
3
Diffusor
4
Vertikalrotor
5
Vertikalrotor
6
Vertikalrotor
7
Windrichtungsleiteinrichtung
8
Grundplatte
9
Hydraulischer Antrieb
10
Gehäuseteil mit Leitblech für Rotor
5
11
Einleitblech
12
Windeinströmung
13
spaltbildendes Leitblech
14
Strömungsaustritt
15
oberer Rahmen
16
unterer Rahmen
17
Wirtschaftsraum
18
Ausleitblech
19
hydraulischer Drehkopf
20
Windrichtungstellantrieb
21
hydraulischer Vorlaufleitung
22
hydraulischer Rücklaufleitung
23
hydraulischer Motor mit stufenlosen Getriebe
24
Generator
25
Mast
26
Fundament
27
oberes Deckblech
28
Drehkranz
d Spaltbreite
e Exentrizität der Achslage Rotor
d Spaltbreite
e Exentrizität der Achslage Rotor
3
b Breite Einströmquerschnitts eines Rotors
FAb Abströmquerschnitt des Diffusors
FAb1 Abströmquerschnitt des Rotors
FAb Abströmquerschnitt des Diffusors
FAb1 Abströmquerschnitt des Rotors
1
am Abströmquerschnitt des Diffusors
FAb2 Abströmquerschnitt der Rotoren
FAb2 Abströmquerschnitt der Rotoren
2
und
3
am Abströmquerschnitt des Diffusors
Fzu Einströmquerschnitt für Rotor
Fzu Einströmquerschnitt für Rotor
5
Fs1 Einströmquerschnitt für Rotor
5
Fs2 Einströmquerschnitt für Rotor
4
FA1 Austrittquerschnitt am Rotor
4
FA2 Austrittquerschnitt am Rotor
5
Claims (3)
1. Windkraftanlage mit frontal angeströmten Vertikalrotoren, deren Anströmbereich
mit trichterartigen Einleit- und Abdeckblechen (Einleittrichter) sowie einem im Trichterbereich
mittig angeordneten Leitblech und deren Abströmbereich mit diffusorähnlichen Leitblechen
(Diffusor) ausgestattet ist, dadurch gekennzeichnet, daß den frontal angeströmten Vertikalrotoren
ein in den Diffusor ragendes aerodynamisch geformtes Leitblech nachgeordnet ist, welches mit den
Abdeckblechen des Diffusors verbunden ist und einerseits wandförmig den Einström- und
Abströmbereich eines Vertikalrotors begrenzt und andererseits zwischen einem zweiten
Vertikalrotor und dem Leitblech einen Spalt mit der Spaltbreite d eröffnet, wobei das spaltbildende
Leitblech sich an einen dritten Vertikalrotor anschmiegt, dessen Mittelachse zur Symetrieachse der
frontal angeströmten Vertikalrotoren eine Exentrizität e aufweist und der sich unmittelbar an den
zweiten Vertikalrotor anschließt.
2. Windkraftanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Verhältnis der Spaltbreite d zur Breite b des Einströmquerschnittes eines Vertikalrotors mit der
Verhältniszahl von
und die Exentriezität e mit der Ungleichung
0,3 d < e < 0,7 d
bestimmt ist.
und die Exentriezität e mit der Ungleichung
0,3 d < e < 0,7 d
bestimmt ist.
3. Windkraftanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das spaltbildende Leitblech bis
mindestens zur Ebene der Abströmfläche geführt wird und so angeordnet ist, daß die Aufteilung der
Abströmquerschnitte im Verhältnis zur Aufteilung der Einströmquerschnitte steht.
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