DE10104066A1 - Mechanik für eine Uhr - Google Patents
Mechanik für eine UhrInfo
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Abstract
Eine Mechanik für eine Uhr mit einer Minutenanzeige und einem Stundenzeiger (9), die jeweils auf einer Achse (2, 8) befestigt sind, wobei die Achsen (2, 8) über ein Übersetzungsgetriebe (3, 5, 6, 7) in Triebverbindung stehen, soll dahingehend verbessert werden, daß die Uhrzeit auf einen Blick an der Position eines einzigen Zeigers abgelesen werden kann. DOLLAR A Dazu wird vorgesehen, daß als Minutenanzeige ein Minutenzeigerzifferblatt (10) vorgesehen ist und daß die beiden Achsen (2, 8) zueinander ein Übersetzungsverhältnis von 13 : 1 aufweisen.
Description
Die Erfindung betrifft eine Mechanik für eine Uhr mit einer Minutenanzeige und einem
Stundenzeiger, die jeweils auf einer Achse befestigt sind, wobei die Achsen über ein
Übersetzungsgetriebe in Triebverbindung stehen.
Bei herkömmlichen Uhren erfolgt die Anzeige der Uhrzeit mittels eines Stundenzeigers
und eines Minutenzeigers. Um die Uhrzeit auf dem Zifferblatt abzulesen, muß daher
sowohl die Position des Stundenzeigers als auch die Position des Minutenzeigers
betrachtet werden.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Mechanik für eine Uhr anzugeben, bei
der die Uhrzeit auf einen Blick an der Position eines einzigen Zeigers abgelesen
werden kann.
Gelöst wird diese Aufgabe dadurch, daß als Minutenanzeige ein
Minutenzeigerzifferblatt vorgesehen ist und daß die beiden Achsen zueinander ein
Übersetzungsverhältnis von 13 : 1 aufweisen. Wenn das Minutenzeigerzifferblatt von der
Ausgangsstellung 12 bzw. 0 Uhr in Bewegung gesetzt wird, finden nach einer Stunde
dieselbe Stelle des Minutenzeigerzifferblatts und der Stundenzeiger wieder zusammen
und zeigen gleichzeitig an derselben Position die nächste Stunde (13 bzw. 1 Uhr) an.
Dies setzt sich weiter fort, bis die Ausgangsstellung 12 bzw. 0 Uhr wieder erreicht ist.
An der aktuellen Position des Stundenzeigers wird somit gleichzeitig sowohl die Zahl
der Stunden als auch auf dem Minutenzeigerzifferblatt die Zahl der Minuten angezeigt.
Vorteilhafterweise wird die mit dem Minutenzeigerzifferblatt verbundene Achse mit
einer Geschwindigkeit von 13 Umdrehungen in 12 Stunden angetrieben.
Ein bevorzugtes Übersetzungsgetriebe besteht aus einer Übersetzungsachse mit
einem drehfest verbundenen Zahnrad mit 78 Zähnen, das mit einem auf der mit dem
Minutenzeigerzifferblatt verbundenen Antriebsachse drehfest angeordneten Zahnrad
mit 24 Zähnen kämmt, und mit einem drehfest verbundenen Zahnrad mit 20 Zähnen,
das mit einem auf der mit dem Stundenzeiger verbundenen Achse drehfest
angeordneten Zahnrad mit 80 Zähnen kämmt.
Eine günstige Mechanik ergibt sich dann, wenn als Antrieb ein herkömmlicher
Quarzantrieb vorgesehen ist, dessen Ausgangswelle mit einem Zahnrad mit 26 Zähnen
versehen ist, das mit dem Zahnrad mit 24 Zähnen der Antriebsachse kämmt.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist das Minutenzeigerzifferblatt als Scheibe
ausgebildet ist, auf der die Einheiten und Symbole für die Minutenanzeige angeordnet
sind. Dabei ist es besonders bevorzugt, wenn die Einheiten auf drehbaren kleinen
Scheiben angebracht sind, die über ein Getriebe mit der Achse des Stundenzeigers in
Triebverbindung stehen.
Aus den Unteransprüchen ergeben sich vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung.
In der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise veranschaulicht. Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht einer Mechanik für eine Uhr,
Fig. 2 eine Frontansicht einer Uhr,
Fig. 3 bis 6 die Ansicht nach Fig. 2 bei verschiedenen Uhrzeiten,
Fig. 7a bis 7c eine Seitenansicht des Minutenzeigerzifferblatts mit Getriebe,
Fig. 8 einen Schnitt entlang der Linie VIII-VIII der Fig. 7c und
Fig. 9 eine andere Ausführungsform der Mechanik.
Gemäß Fig. 1 wird von dem Antrieb 1 die Antriebsachse 2 im Uhrzeigersinn in Rotation
versetzt.
Die Geschwindigkeit des Antriebs beträgt in 12 Stunden 4680 Grad. Das entspricht 13
Umdrehungen in 12 Stunden bzw. in 24 Stunden 26 Umdrehungen oder 9360 Grad.
Auf der Antriebsachse 2 ist ein Zahnrad 3 mit 24 Zähnen. Oberhalb der Antriebsachse
2 ist die Übersetzungsachse 4, auf der sich das Zahnrad 5 mit 78 Zähnen befindet.
Das Zahnrad 5 nimmt den Antrieb von dem Zahnrad 3 auf. Links neben dem Zahnrad 5
ist das Zahnrad 6 mit 20 Zähnen, das den Trieb zu dem Zahnrad 7 mit 80 Zähnen
weiterleitet. Dieses Zahnrad 7 ist auf der Hülsenachse 8 angebracht, an der auch der
Stundenzeiger 9 befestigt ist. Durch die Hülsenachse 8 hindurch führt die
Antriebsachse 2, woran das Minutenzeigerzifferblatt 10 befestigt ist.
Durch das oben beschriebene System vom Antrieb 1 bis zum Zahnrad 7 ergibt sich ein
Übersetzungsverhältnis von 13 : 1. Das bedeutet, wenn das Minutenzeigerzifferblatt 10
von der Ausgangsstellung 12 bzw. 0 Uhr durch den Antrieb in Bewegung gesetzt wird,
daß nach einer Stunde dieselbe Stelle des Minutenzeigerzifferblatts 10, nämlich die
"Null-Minuten-Stelle", und der Stundenzeiger 9 wieder zusammenfinden und
gleichzeitig die nächste Stunde anzeigen (13 bzw. 1 Uhr) usw., bis die
Ausgangsstellung 12 bzw. 0 Uhr wieder erreicht ist.
Für die erfindungsgemäße Uhr wurde aus dem Minutenzeiger eine Scheibe konstruiert,
die das Minutenzeigerzifferblatt 10 darstellt, wie dies aus Fig. 2 hervorgeht. Darauf sind
Symbole und Einheiten für die Minuten linksherum (gegen den Uhrzeigersinn)
angeordnet. Die Einheiten und Symbole können dann bei im Uhrzeigersinn laufender
Uhr am Stundenzeiger 9 abgelesen werden.
Bedingt durch die Drehung des Minutenzeigerzifferblatts sind die Einheiten auf kleinen
Scheiben 11 angebracht, die sich parallel zum Minutenzeigerzifferblatt drehen, um ein
überschaubares Ablesen zu ermöglichen. In Fig. 3 bis 6 sind Beispiele für
verschiedene Zeiten zu sehen; in Fig. 3 14.15 Uhr bzw. 2.15 Uhr, in Fig. 4 18.10 Uhr
bzw. 6.10 Uhr, in Fig. 5 19.37 Uhr bzw. 7.37 Uhr und in Fig. 6 22.50 Uhr bzw. 10.50
Uhr.
Die Scheiben 11 mit den Minuteneinheiten "5", "10", "20", "25", "35", "40", "50", "55"
befinden sich auf Achsen 12, die durch Öffnungen im Minutenzeigerzifferblatt 10
führen. Gemäß dem in Fig. 7a dargestellten Beispiel für eine Einheitsscheibe 11 sind
an diesen Achsen 12 je ein Zahnrad 13 befestigt. Aus technischen Platzgründen
mußten die Zahnräder 13 für die Einheitsscheiben 11 paarweise übereinander gesetzt
werden, wie dies aus der Fig. 7b stellvertretend für die Einheiten "5" und "10"
hervorgeht. Daneben sind zum Zentrum hin richtungsgebende Zahnräder 14 auf
Achsen 15 gelagert. Die Achsen 15 sind am Minutenzeigerzifferblatt 10 befestigt. Ein
Zahnrad 16, das auf der Hülsenachse 8 des Stundenzeigers 9 fest sitzt (Fig. 7c), dient
dazu, die Rotation des Minutenzeigerzifferblatts 10 über die Zahnräder 14 für den
Richtungswechsel und die Einheitsscheiben 11 so zu regulieren, daß sich die
Einheitsscheiben 11 gegen den Uhrzeigersinn drehen, wie dies auch in Fig. 8 zu
erkennen ist. Hierdurch sind die Zeichen für die Minuten trotz Drehung des
Minutenzeigerzifferblatts 10 konstant in der gleichen Stellung zu erkennen, siehe Fig. 3
bis 6. Von dem doppelt breiten Zahnrad 16, welches auf der Hülsenachse 2 des
Stundenzeigers 9 sitzt und 60 Zähne umfaßt, wird über die Zahnräder 14 zum
Drehrichtungswechsel, die auf der Rückseite des Minutenzeigerzifferblatts 10
angebracht sind, die Rotation der Zahnräder 13 mit 55 Zähnen so geregelt, daß sich
die Zahlen auf den Einheitsscheiben 11 bei der Rotation des Minutenzeigerzifferblatts
10 immer in der Horizontalen befinden.
Bei einer anderen Ausführungsform gemäß Fig. 9 ist auf der Ausgangswelle eines
herkömmlichen Quarzantriebs 1 mit einer Geschwindigkeit von 12 Umdrehungen in 12
Stunden ein Zahnrad 1a mit 26 Zähnen angebracht. Das Zahnrad 1a versetzt das
Zahnrad 3 mit 24 Zähnen auf der Antriebsachse 2 im Uhrzeigersinn in Rotation. Durch
die Seitenanordnung des Quarzantriebs mit dem Zahnrad 1a erhält man die gleiche
Geschwindigkeit von 13 Umdrehungen in 12 Stunden wie bei dem Direktantrieb gemäß
Fig. 1.
Das weitere Übersetzungsgetriebe und die übrigen teile der Uhr entsprechen den bei
den vorherigen Figur beschriebenen, so daß sich wiederum die erfindungsgemäße
Anzeige der Uhrzeit ergibt.
Es versteht sich, daß das beschriebene Übersetzungsverhältnis auch durch andere
Zahnradkombinationen erreicht werden kann.
Claims (7)
1. Mechanik für eine Uhr mit einer Minutenanzeige und einem Stundenzeiger, die
jeweils auf einer Achse befestigt sind, wobei die Achsen über ein
Übersetzungsgetriebe in Triebverbindung stehen,
dadurch gekennzeichnet, daß
als Minutenanzeige ein Minutenzeigerzifferblatt (10) vorgesehen ist und daß die
beiden Achsen (2, 8) zueinander ein Übersetzungsverhältnis von 13 : 1 aufweisen.
2. Mechanik für eine Uhr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die mit
dem Minutenzeigerzifferblatt (11) verbundene Achse (2) mit einer
Geschwindigkeit von 13 Umdrehungen in 12 Stunden angetrieben wird.
3. Mechanik für eine Uhr nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
das Übersetzungsgetriebe aus einer Übersetzungsachse (4) mit einem drehfest
verbundenen Zahnrad (5) mit 78 Zähnen, das mit einem auf der mit dem
Minutenzeigerzifferblatt (10) verbundenen Antriebsachse (2) drehfest
angeordneten Zahnrad (3) mit 24 Zähnen kämmt, und mit einem drehfest
verbundenen Zahnrad (6) mit 20 Zähnen, das mit einem auf der mit dem
Stundenzeiger (9) verbundenen Achse (8) drehfest angeordneten Zahnrad (7)
mit 80 Zähnen kämmt, besteht.
4. Mechanik für eine Uhr nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß als
Antrieb ein herkömmlicher Quarzantrieb vorgesehen ist, dessen Ausgangswelle
mit einem Zahnrad (1a) mit 26 Zähnen versehen ist, das mit dem Zahnrad (3) mit
24 Zähnen der Antriebsachse (2) kämmt.
5. Mechanik für eine Uhr nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß das Minutenzeigerzifferblatt (10) als Scheibe ausgebildet
ist, auf der die Einheiten und Symbole für die Minutenanzeige angeordnet sind.
6. Mechanik für eine Uhr nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Einheiten auf drehbaren kleinen Scheiben (11) angebracht sind, die über ein
Getriebe (13, 14, 16) mit der Achse (8) des Stundenzeigers (9) in
Triebverbindung stehen.
7. Uhr mit einer Mechanik nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
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