DE10104597A1 - Antithrombotische Verbindungen, deren Herstellung und deren Verwendung als Arzneimittel - Google Patents
Antithrombotische Verbindungen, deren Herstellung und deren Verwendung als ArzneimittelInfo
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Abstract
Die vorliegende Erfindung betrifft antithrombotische Verbindungen der allgemeinen Formel DOLLAR F1 in derR¶1¶ bis R¶4¶, Ar, A, m und n wie in Anspruch 1 definiert sind, DOLLAR A deren Tautomere, deren Stereosiomere, deren Gemische, deren Prodrugs und deren Salze, welche wertvolle Eigenschaften aufweisen. DOLLAR A Die Verbindungen der obigen allgemeinen Formel I, in denen Ar eine durch die Reste R¶5¶, R¶6¶ und R¶7¶ substituierte Phenyl- oder Naphthylgruppe und R¶5¶ eine Cyanogruppe darstellt, stellen wertvolle Zwischenprodukte zur Herstellung der entsprechenden Verbindungen der allgemeinen Formel I dar, in denen R¶5¶ eine gegebenenfalls durch eine oder zwei C¶1-3¶-Alkylgruppen substituierte Amidinogruppen bedeutet. Die Verbindungen der obigen allgemeinem Formel I mit Ausnahme derjenigen Verbindungen, in denen Ar eine durch die Reste R¶5¶, R¶6¶ und R¶7¶ substituierte Phenyl- oder Naphthylgruppe und R¶5¶ eine Cyanogruppe darstellt, weisen wertvolle pharmakologische Eigenschaften auf, insbesondere eine antithrombotische Wirkung und eine Faktor Xa-inhibierende Wirkung.
Description
Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind die Verbindungen der allgemeinen Formel
deren Tautomere, deren Stereoisomere, deren Gemische, deren Prodrugs, deren Derivate,
die an Stelle einer Carboxygruppe eine unter physiologischen Bedingungen negativ gela
dene Gruppe enthalten, und deren Salze, insbesondere deren physiologisch verträglichen
Salze mit anorganischen oder organischen Säuren oder Basen, welche wertvolle Eigen
schaften aufweisen.
Die Verbindungen der obigen allgemeinen Formel I, in denen Ar eine durch die Reste R5, R6
und R7 substituierte Phenyl- oder Naphthylgruppe und R5 eine Cyanogruppe darstellt, stellen
wertvolle Zwischenprodukte zur Herstellung der entsprechenden Verbindungen der allge
meinen Formel I dar, in denen R5 eine gegebenenfalls durch eine oder zwei C1-3-Alkyl
gruppen substituierte Amidinogruppe bedeutet. Die Verbindungen der obigen allgemeinen
Formel I mit Ausnahme derjenigen Verbindungen, in denen Ar eine durch die Reste R5, R6
und R7 substituierte Phenyl- oder Naphthylgruppe und R5 eine Cyanogruppe darstellt, sowie
deren Tautomere, deren Stereoisomere, deren Gemische, deren Prodrugs, deren Derivate,
die an Stelle einer Carboxygruppe eine unter physiologischen Bedingungen negativ ge
ladene Gruppe enthalten, und deren Salze, insbesondere deren physiologisch verträgliche
Salze mit anorganischen oder organischen Salze, und deren Stereoisomere weisen wertvolle
pharmakologische Eigenschaften auf, insbesondere eine antithrombotische Wirkung und
eine Faktor Xa-inhibierende Wirkung.
Gegenstand der vorliegenden Anmeldung sind somit die neuen Verbindungen der obigen
allgemeinen Formel I sowie deren Herstellung, die die pharmakologisch wirksamen Ver
bindungen enthaltende Arzneimittel, deren Herstellung und Verwendung.
In der obigen allgemeinen Formel bedeutet
- a) m die Zahl 0,
n die Zahl 1 und
A eine geradkettige C1-3-Alkylengruppe, in der
ein oder zwei Wasserstoffatome unabhängig voneinander jeweils durch eine C1-3-Alkylgruppe ersetzt sein können oder
ein Wasserstoffatom durch die Gruppe -(CH2)p-Rf ersetzt sein kann, wobei
p eine der Zahlen 0, 1, 2 oder 3 und
Rf eine Hydroxycarbonyl-, C1-3-Alkoxycarbonyl-, Aminocarbonyl-, C1-3-Alkylaminocarbonyl-, C1-3-Alkyl)-aminocarbonyl- oder C3-7-Cycloalkylamino-carbonylgruppe darstellt,
oder
- a) m die Zahl 1,
n die Zahl 1 und
A eine Bindung oder - b) m die Zahl 0 oder 1,
n die Zahl 0 und
A eine geradkettige C1-3-Alkylengruppe, in der ein oder zwei Wasserstoffatome un abhängig voneinander jeweils durch eine C1-3-Alkylgruppe ersetzt sein können, oder - c) m die Zahl 2,
n die Zahl 0 und
A eine Bindung,
R1 eine Amino-, C1-5-Alkylamino-, C3-7-Cycloalkylamino- oder Phenyl-C1-3-alkylaminogruppe, die jeweils am Aminstickstoffatom durch eine Phenylcarbonyl- oder Phenylsulfonylgruppe oder durch eine im Alkylteil gegebenenfalls durch eine Carboxygruppe oder eine in-vivo in eine Carboxygruppe überführbare Gruppe substituierte C1-3-Alkyl- oder C1-3-Alkyl-carbo nylgruppe substituiert sein kann,
eine Di-(C1-5-Alkyl)amino- oder N-(C3-7-Cycloalkyl)-C1-5-alkylaminogruppe, wobei der C1-5-Alkylteil mit Ausnahme der 1-Position jeweils durch eine Hydroxy-, C1-3-Alkoxy-, Amino-, C1-3-Alkyl-amino- oder Di-(C1-3-Alkyl)-aminogruppe substituiert sein kann,
eine gegebenenfalls durch eine C1-3-Alkyl-, Amino-C1-3-alkyl-, C1-3-Alkylamino-C1-3-alkyl-, Di- (C1-3-Alkyl)-amino-C1-3-alkyl-, Aminocarbonyl-, C1-3-Alkylamino-carbonyl- oder Di-(C1-3-Alkyl)- aminocarbonylgruppe substituierte 4- bis 7-gliedrige Cycloalkyleniminocarbonyl- oder Cyclo alkyleniminosulfonylgruppe,
eine gegebenenfalls durch eine oder zwei C1-3-Alkylgruppen substituierte Aminosulfonyl gruppe,
eine C3-7-Cycloalkyl-carbonylgruppe, wobei
die Methylengruppe in 3- oder 4-Stellung in einer C5-7-Cycloalkyl-carbonylgruppe durch eine -NH-Gruppe ersetzt sein kann, in der
das Wasserstoffatom der -NH-Gruppe durch eine C1-3-Alkyl-, C1-3-Alkylcarbonyl-, Phenylcarbonyl- oder Phenylsulfonylgruppe ersetzt sein kann,
eine Phenylcarbonyl- oder Heteroarylcarbonylgruppe,
eine gegebenenfalls durch eine Amino-, C1-3-Alkylamino-, Di-(C1-3-Alkyl)-amino-, Hydroxy-, Phenyl- oder eine 4- bis 7-gliedrige Cycloalkyleniminogruppe monosubstituierte oder terminal durch eine Phenyl- und eine Hydroxygruppe disubstituierte C1-3-Alkylgruppe, wobei
die Phenylsubstituenten durch eine gegebenenfalls durch eine oder zwei C1-3-Alkyl gruppen substituierte Amidinogruppe, durch ein Fluor-, Chlor- oder Bromatom, durch eine Trifluormethyl-, C1-3-Alkyl- oder C1-3-Alkoxygruppe substituiert sein können,
R2 ein Wasserstoff-, Fluor-, Chlor- oder Bromatom, eine C1-3-Alkylgruppe, in der die Wasser stoffatome ganz oder teilweise durch Fluoratome ersetzt sein können, eine Hydroxy- oder C1-3-Alkoxygruppe,
R3 ein Wasserstoffatom oder eine C1-3-Alkylgruppe,
R4 ein Wasserstoffatom oder eine gegebenenfalls durch eine Carboxygruppe oder eine in- vivo in eine Carboxygruppe überführbare Gruppe substituierte C1-3-Alkylgruppe und
Ar eine durch die Reste R5, R6 und R7 substituierte Phenyl- oder Naphthylgruppe, wobei
R5 eine Cyanogruppe, eine gegebenenfalls durch eine oder zwei C1-3-Alkylgruppen substituierte Amidinogruppe, eine Amino-C1-3-alkyl-, C1-3-Alkylamino-C1-3-alkyl- oder Di-(C1-3-Alkyl)amino-C1-3-alkylgruppe,
R6 ein Wasserstoff-, Fluor-, Chlor- oder Bromatom, eine Trifluormethyl-, C1-3-Alkyl-, Hydroxy-, Hydroxy-C1-3-alkyl-, C1-3-Alkoxy-, C1-3-Alkoxy--C1-3-alkyl-, Carboxy-, Carboxy-C1-3-alkyl-, Carboxy-C1-3-alkoxy-, C1-4-Alkoxy-carbonyl-C1-3-alkoxy-, Phenyl- C1-3-alkoxy-, Amino-, C1-3-Alkylamino- oder Di-(C1-3-Alkyl)aminogruppe und
R7 ein Wasserstoff-, Fluor-, Chlor- oder Bromatom oder eine C1-3-Alkylgruppe darstellt,
oder eine gegebenenfalls im Kohlenstoffgerüst durch eine C1-3-Alkylgruppe substituierte Thienyl-, Thiazolyl-, Pyridinyl-, Pyrimidinyl-, Pyrazinyl- oder Pyridazinylgruppe,
wobei unter einer vorstehend erwähnten Heteroarylgruppe eine über ein Kohlenstoff- oder Stickstoffatom gebundene 5-gliedrige Heteroarylgruppe, die
eine gegebenenfalls durch eine C1-3-Alkylgruppe substituierte Iminogruppe, ein Sauerstoff- oder Schwefelatom,
eine gegebenenfalls durch eine C1-3-Alkylgruppe substituierte Iminogruppe und ein Sauerstoff-, Schwefel- oder Stickstoffatom,
eine gegebenenfalls durch eine C1-3-Alkylgruppe substituierte Iminogruppe und zwei Stickstoffatome oder
ein Sauerstoff- oder Schwefelatom und zwei Stickstoffatome enthält,
oder eine 6-gliedrige Heteroarylgruppe, die ein oder zwei Stickstoffatome enthält,
wobei an die vorstehend erwähnten 5- oder 6-gliedrigen Heteroarylgruppen über zwei benachbarte Kohlenstoffatome ein Phenylring ankondensiert sein kann und die so ge bildeten bicyclischen Heteroarylgruppen über den heteroaromatischen oder carbocycli schen Teil gebunden sein können,
zu verstehen ist,
und wobei die bei der Definition der vorstehend genannten Reste erwähnten unsubstituierten oder monosubstituierten Phenylgruppen oder in diesen Resten enthaltene unsubstituierte oder monosubstituierte Phenylteile sowie die vorstehend erwähnten Heteroarylgruppen an einem Kohlenstoffatom gegebenenfalls zusätzlich jeweils durch ein Fluor-, Chlor- oder Brom atom, durch eine Trifluormethyl-, C1-3-Alkyl- oder C1-3-Alkoxygruppe substituiert sein können, sofern nichts anderes erwähnt wurde.
Die bei der Definition der vorstehend erwähnten Reste erwähnten Carboxygruppen können
durch eine in-vivo in eine Carboxygruppe überführbare Gruppe oder durch eine unter phy
siologischen Bedingungen negativ geladene Gruppe ersetzt sein,
desweiteren können die bei der Definition der vorstehend erwähnten Reste erwähnten
Amino- und Iminogruppen durch einen in vivo abspaltbaren Rest substituiert sein. Derartige
Gruppen werden beispielsweise in der WO 98/46576 und von N. M. Nielsen et al. in Inter
national Journal of Pharmaceutics 39, 75-85 (1987) beschrieben.
Unter einer in-vivo in eine Carboxygruppe überführbare Gruppe ist beispielsweise eine
Hydroxymethylgruppe, eine mit einem Alkohol veresterte Carboxygruppe, in der der alkoholische
Teil vorzugsweise ein C1-6-Alkanol, ein Phenyl-C1-3-alkanol, ein C3-9-Cycloalkanol,
wobei ein C5-8-Cycloalkanol zusätzlich durch ein oder zwei C1-3-Alkylgruppen substituiert sein
kann, ein C5-8-Cycloalkanol, in dem eine Methylengruppe in 3- oder 4-Stellung durch ein
Sauerstoffatom oder durch eine gegebenenfalls durch eine C1-3-Alkyl-, Phenyl-C1-3-alkyl-,
Phenyl-C1-3-alkoxycarbonyl- oder C2-6-Alkanoylgruppe substituierte Iminogruppe ersetzt ist
und der Cycloalkanolteil zusätzlich durch ein oder zwei C1-3-Alkylgruppen substituiert sein
kann, ein C4-7-Cycloalkenol, ein C3-5-Alkenol, ein Phenyl-C3-5-alkenol, ein C3-5-Alkinol oder
Phenyl-C3-5-alkinol mit der Maßgabe, daß keine Bindung an das Sauerstoffatom von einem
Kohlenstoffatom ausgeht, welches eine Doppel- oder Dreifachbindung trägt, ein C3-8-Cyclo
alkyl-C1-3-alkanol, ein Bicycloalkanol mit insgesamt 8 bis 10 Kohlenstoffatomen, das im Bi
cycloalkylteil zusätzlich durch eine oder zwei C1-3-Alkylgruppen substituiert sein kann, ein
1,3-Dihydro-3-oxo-1-isobenzfuranol oder ein Alkohol der Formel
Ra-CO-O-(RbCRc)-OH,
in dem
Ra eine C1-8-Alkyl-, C5-7-Cycloalkyl-, Phenyl- oder Phenyl-C1-3-alkylgruppe,
Rb ein Wasserstoffatom, eine C1-3-Alkyl-, C5-4-Cycloalkyl- oder Phenylgruppe und
Rc ein Wasserstoffatom oder eine C1-3-Alkylgruppe darstellen,
unter einer unter physiologischen Bedingungen negativ geladenen Gruppe wie eine Tetrazol- 5-yl-, Phenylcarbonylaminocarbonyl-, Trifluormethylcarbonylaminocarbonyl-, C1-6-Alkylsulfo nylamino-, Phenylsulfonylamino-, Benzylsulfonylamino-, Trifluormethylsulfonylamino-, C1-6-Al kylsulfonylaminocarbonyl-, Phenylsulfonylaminocarbonyl-, Benzylsulfonylaminocarbonyl- oder Perfluor-C1-6-alkylsulfonylaminocarbonylgruppe
und unter einem von einer Imino- oder Aminogruppe in-vivo abspaltbaren Rest beispiels weise eine Hydroxygruppe, eine Acylgruppe wie eine gegebenenfalls durch Fluor-, Chlor-, Brom- oder Jodatome, durch C1-3-Alkyl- oder C1-3-Alkoxygruppen mono- oder disubstituierte Phenylcarbonylgruppe, wobei die Substituenten gleich oder verschieden sein können, eine Pyridinoylgruppe oder eine C1-16-Alkanoylgruppe wie die Formyl-, Acetyl-, Propionyl-, Bu tanoyl-, Pentanoyl- oder Hexanoylgruppe, eine 3,3,3-Trichlorpropionyl- oder Allyloxycarbo nylgruppe, eine C1-16-Alkoxycarbonyl- oder C1-16-Alkylcarbonyloxygruppe, in denen Wasserstoffatome ganz oder teilweise durch Fluor- oder Chloratome ersetzt sein können, wie die Methoxycarbonyl-, Ethoxycarbonyl-, Propoxycarbonyl-, Isopropoxycarbonyl-, Butoxycar bonyl-, tert.Butoxycarbonyl-, Pentoxycarbonyl-, Hexoxycarbonyl-, Octyloxycarbonyl-, Nonyloxycarbonyl-, Decyloxycarbonyl-, Undecyloxycarbonyl-, Dodecyloxycarbonyl-, Hexa decyloxycarbonyl-, Methylcarbonyloxy-, Ethylcarbonyloxy-, 2,2,2-Trichlorethylcarbonyloxy-, Propylcarbonyloxy-, Isopropylcarbonyloxy-, Butylcarbonyloxy-, tert.Butylcarbonyloxy-, Pen tylcarbonyloxy-, Hexylcarbonyloxy-, Octylcarbonyloxy-, Nonylcarbonyloxy-, Decylcarbonyl oxy-, Undecylcarbonyloxy-, Dodecylcarbonyloxy- oder Hexadecylcarbonyloxygruppe, eine Phenyl-C1-6-alkoxycarbonylgruppe wie die Benzyloxycarbonyl-, Phenylethoxycarbonyl- oder Phenylpropoxycarbonylgruppe, eine 3-Amino-propionylgruppe, in der die Aminogruppe durch C1-6-Alkyl- oder C3-7-Cycloalkylgruppen mono- oder disubstituiert und die Substituenten gleich oder verschieden sein können, eine C1-3-Alkylsulfonyl-C2-4-alkoxycarbonyl-, C1-3-Alkoxy-C2-4-alkoxy-C2-4-alkoxycarbonyl-, Ra-CO-O-(RbCRc)-O-CO-, C1-6-Alkyl-CO-NH- (RdCRe)-O-CO- oder C1-6-Alkyl-CO-O-(RdCRe)-(RdCRe)-O-CO-Gruppe, in denen Ra bis Rc wie vorstehend erwähnt definiert sind,
Rd und Re, die gleich oder verschieden sein können, Wasserstoffatome oder C1-3-Al kylgruppen darstellen,
zu verstehen.
Ra eine C1-8-Alkyl-, C5-7-Cycloalkyl-, Phenyl- oder Phenyl-C1-3-alkylgruppe,
Rb ein Wasserstoffatom, eine C1-3-Alkyl-, C5-4-Cycloalkyl- oder Phenylgruppe und
Rc ein Wasserstoffatom oder eine C1-3-Alkylgruppe darstellen,
unter einer unter physiologischen Bedingungen negativ geladenen Gruppe wie eine Tetrazol- 5-yl-, Phenylcarbonylaminocarbonyl-, Trifluormethylcarbonylaminocarbonyl-, C1-6-Alkylsulfo nylamino-, Phenylsulfonylamino-, Benzylsulfonylamino-, Trifluormethylsulfonylamino-, C1-6-Al kylsulfonylaminocarbonyl-, Phenylsulfonylaminocarbonyl-, Benzylsulfonylaminocarbonyl- oder Perfluor-C1-6-alkylsulfonylaminocarbonylgruppe
und unter einem von einer Imino- oder Aminogruppe in-vivo abspaltbaren Rest beispiels weise eine Hydroxygruppe, eine Acylgruppe wie eine gegebenenfalls durch Fluor-, Chlor-, Brom- oder Jodatome, durch C1-3-Alkyl- oder C1-3-Alkoxygruppen mono- oder disubstituierte Phenylcarbonylgruppe, wobei die Substituenten gleich oder verschieden sein können, eine Pyridinoylgruppe oder eine C1-16-Alkanoylgruppe wie die Formyl-, Acetyl-, Propionyl-, Bu tanoyl-, Pentanoyl- oder Hexanoylgruppe, eine 3,3,3-Trichlorpropionyl- oder Allyloxycarbo nylgruppe, eine C1-16-Alkoxycarbonyl- oder C1-16-Alkylcarbonyloxygruppe, in denen Wasserstoffatome ganz oder teilweise durch Fluor- oder Chloratome ersetzt sein können, wie die Methoxycarbonyl-, Ethoxycarbonyl-, Propoxycarbonyl-, Isopropoxycarbonyl-, Butoxycar bonyl-, tert.Butoxycarbonyl-, Pentoxycarbonyl-, Hexoxycarbonyl-, Octyloxycarbonyl-, Nonyloxycarbonyl-, Decyloxycarbonyl-, Undecyloxycarbonyl-, Dodecyloxycarbonyl-, Hexa decyloxycarbonyl-, Methylcarbonyloxy-, Ethylcarbonyloxy-, 2,2,2-Trichlorethylcarbonyloxy-, Propylcarbonyloxy-, Isopropylcarbonyloxy-, Butylcarbonyloxy-, tert.Butylcarbonyloxy-, Pen tylcarbonyloxy-, Hexylcarbonyloxy-, Octylcarbonyloxy-, Nonylcarbonyloxy-, Decylcarbonyl oxy-, Undecylcarbonyloxy-, Dodecylcarbonyloxy- oder Hexadecylcarbonyloxygruppe, eine Phenyl-C1-6-alkoxycarbonylgruppe wie die Benzyloxycarbonyl-, Phenylethoxycarbonyl- oder Phenylpropoxycarbonylgruppe, eine 3-Amino-propionylgruppe, in der die Aminogruppe durch C1-6-Alkyl- oder C3-7-Cycloalkylgruppen mono- oder disubstituiert und die Substituenten gleich oder verschieden sein können, eine C1-3-Alkylsulfonyl-C2-4-alkoxycarbonyl-, C1-3-Alkoxy-C2-4-alkoxy-C2-4-alkoxycarbonyl-, Ra-CO-O-(RbCRc)-O-CO-, C1-6-Alkyl-CO-NH- (RdCRe)-O-CO- oder C1-6-Alkyl-CO-O-(RdCRe)-(RdCRe)-O-CO-Gruppe, in denen Ra bis Rc wie vorstehend erwähnt definiert sind,
Rd und Re, die gleich oder verschieden sein können, Wasserstoffatome oder C1-3-Al kylgruppen darstellen,
zu verstehen.
Desweiteren schließen die bei der Definition der vorstehend erwähnten gesättigten Alkyl-
und Alkoxyteile, die mehr als 2 Kohlenstoffatome enthalten, auch deren verzweigte Isomere
wie beispielsweise die Isopropyl-, tert.Butyl-, Isobutylgruppe etc. ein.
Bevorzugte Verbindungen der obigen allgemeinen Formel I sind diejenigen, in denen
- a) m die Zahl 0,
n die Zahl 1 und
A eine geradkettige C1-3-Alkylengruppe, in der
ein oder zwei Wasserstoffatome unabhängig voneinander jeweils durch eine C1-3-Alkylgruppe ersetzt sein können oder
ein Wasserstoffatom durch die Gruppe -(CH2)p-Rf ersetzt sein kann, wobei
p eine der Zahlen 0, 1, 2 oder 3 und
Rf eine Hydroxycarbonyl-, C1-3-Alkoxycarbonyl-, Aminocarbonyl-, C1-3-Alkylaminocarbonyl-, C1-3-Alkyl)-aminocarbonyl- oder C3-7-Cycloalkylamino-carbonylgruppe darstellt,
oder
- a) m die Zahl 0 oder 1,
n die Zahl 0 und
A eine geradkettige C1-3-Alkylengruppe, in der ein oder zwei Wasserstoffatome unabhängig voneinander jeweils durch eine C1-3-Alkylgruppe ersetzt sein können,
R1
eine Amino-, C1-3
-Alkylamino- oder C3-7
-Cycloalkylaminogruppe, die jeweils am Amin
stickstoffatom durch eine C1-3
-Alkyl-, C1-3
-Alkylcarbonyl-, Carboxy-C1-3
-alkyl-, Car
boxy-C1-3
-alkylcarbonyl- oder C1-6
-Alkoxy-carbonyl-C1-3
-alkyl-carbonylgruppe substituiert sein
kann,
eine Di-(C1-3
eine Di-(C1-3
-Alkyl)amino- oder N-(C5-7
-Cycloalkyl)-C1-3
-alkylaminogruppe,
eine gegebenenfalls durch eine C1-3
eine gegebenenfalls durch eine C1-3
-Alkyl-, Amino-C1-3
-alkyl-, C1-3
-Alkylamino-C1-3
-alkyl-,
Aminocarbonyl- oder C1-3
-Alkylamino-carbonylgruppe substituierte 4- bis 7-gliedrige Cycloal
kyleniminocarbonylgruppe, wobei
ein an ein Stickstoffatom gebundenes Wasserstoffatom durch eine Acetyl-, Phenylcar bonyl- oder tert.-Butoxycarbonylgruppe ersetzt sein kann,
eine C5-7
ein an ein Stickstoffatom gebundenes Wasserstoffatom durch eine Acetyl-, Phenylcar bonyl- oder tert.-Butoxycarbonylgruppe ersetzt sein kann,
eine C5-7
-Cycloalkyl-carbonylgruppe, in der die Methylengruppe in 3- oder 4-Stellung durch
eine -NH-Gruppe ersetzt sein kann, wobei
das Wasserstoffatom der -NH-Gruppe durch eine C1-3
das Wasserstoffatom der -NH-Gruppe durch eine C1-3
-Alkyl-, C1-3
-Alkylcarbonyl-
oder Phenylcarbonylgruppe ersetzt sein kann,
eine Phenylcarbonyl- oder Heteroarylcarbonylgruppe,
wobei der Heteroarylteil eine 6-gliedrige Heteroarylgruppe, die ein oder zwei Stick stoffatome enthält und an die über zwei benachbarte Kohlenstoffatome ein Phenylring ankondensiert sein kann, wobei die so gebildeten bicyclischen Heteroarylgruppen über den heteroaromatischen oder carbocyclischen Teil gebunden sein können, beispiels weise eine 2-Pyridyl-, 3-Pyridyl-, 4-Pyridyl-, Pyrazinyl-, Pyrimidinyl-, Pyridazi nyl-, Chinolinyl-, Isochinolinyl-, Chinoxalinyl- oder Chinazolinylgruppe, darstellt,
eine gegebenenfalls durch eine Hydroxy- oder Phenylgruppe monosubstituierte oder terminal durch eine Phenyl- und eine Hydroxygruppe disubstituierte C1-3
eine Phenylcarbonyl- oder Heteroarylcarbonylgruppe,
wobei der Heteroarylteil eine 6-gliedrige Heteroarylgruppe, die ein oder zwei Stick stoffatome enthält und an die über zwei benachbarte Kohlenstoffatome ein Phenylring ankondensiert sein kann, wobei die so gebildeten bicyclischen Heteroarylgruppen über den heteroaromatischen oder carbocyclischen Teil gebunden sein können, beispiels weise eine 2-Pyridyl-, 3-Pyridyl-, 4-Pyridyl-, Pyrazinyl-, Pyrimidinyl-, Pyridazi nyl-, Chinolinyl-, Isochinolinyl-, Chinoxalinyl- oder Chinazolinylgruppe, darstellt,
eine gegebenenfalls durch eine Hydroxy- oder Phenylgruppe monosubstituierte oder terminal durch eine Phenyl- und eine Hydroxygruppe disubstituierte C1-3
-Alkylgruppe, wobei
die Phenylsubstituenten durch eine gegebenenfalls durch eine oder zwei C1-3
die Phenylsubstituenten durch eine gegebenenfalls durch eine oder zwei C1-3
-Alkyl
gruppen substituierte Amidinogruppe substituiert sein können,
R2
R2
ein Wasserstoff-, Fluor-, Chlor- oder Bromatom, eine C1-3
-Alkyl-, Trifluormethyl- oder C1-3
-
Alkoxygruppe,
R3
R3
ein Wasserstoffatom oder eine C1-3
-Alkylgruppe,
R4
R4
ein Wasserstoffatom oder eine C1-3
-Alkylgruppe und
Ar eine durch die Reste R5
Ar eine durch die Reste R5
, R5
und R7
substituierte Phenylgruppe, wobei
R5
R5
eine Cyanogruppe, eine gegebenenfalls durch eine oder zwei C1-3
-Alkylgruppen, eine
C1-6
-Alkoxy-carbonyl- oder Phenylcarbonylgruppe substituierte Amidinogruppe, eine
Amino-C1-3
-alkyl- oder C1-3
-Alkylamino-C1-3
-alkylgruppe,
R6
R6
ein Wasserstoff-, Fluor-, Chlor- oder Bromatom, eine Trifluormethyl-, C1-3
-Alkyl-, Hy
droxy-, Hydroxy-C1-3
-alkyl-, C1-3
-Alkoxy-, Carboxy-, Carboxy-C1-3
-alkoxy- oder
C1-4
-Alkoxy-carbonyl-C1-3
-alkoxygruppe und
R7
R7
ein Wasserstoffatom oder eine C1-3
-Alkylgruppe darstellt,
bedeuten,
wobei die bei der Definition der vorstehend genannten Reste erwähnten unsubstituierten oder monosubstituierten Phenylgruppen oder in diesen Resten enthaltene unsubstituierte oder monosubstituierte Phenylteile sowie die vorstehend erwähnten Heteroarylgruppen an einem Kohlenstoffatom gegebenenfalls zusätzlich jeweils durch ein Fluor-, Chlor- oder Brom atom, durch eine Trifluormethyl-, C1-3
bedeuten,
wobei die bei der Definition der vorstehend genannten Reste erwähnten unsubstituierten oder monosubstituierten Phenylgruppen oder in diesen Resten enthaltene unsubstituierte oder monosubstituierte Phenylteile sowie die vorstehend erwähnten Heteroarylgruppen an einem Kohlenstoffatom gegebenenfalls zusätzlich jeweils durch ein Fluor-, Chlor- oder Brom atom, durch eine Trifluormethyl-, C1-3
-Alkyl- oder C1-3
-Alkoxygruppe substituiert sein können,
sofern nichts anderes erwähnt wurde,
insbesondere jedoch diejenigen Verbindungen, in denen
insbesondere jedoch diejenigen Verbindungen, in denen
- a) m die Zahl 0,
n die Zahl 1 und
A eine Methylengruppe, in der
ein oder zwei Wasserstoffatome unabhängig voneinander jeweils durch eine C1-3-Alkylgruppe ersetzt sein können oder
ein Wasserstoffatom durch die Gruppe -(CH2)p-Rf ersetzt sein kann, wobei
p eine der Zahlen 0, 1, 2 oder 3 und
Rf eine Hydroxycarbonyl- oder C1-3-Alkoxycarbonylgruppe darstellt
oder - b) m die Zahl 0,
n die Zahl 0 und
A eine -CH2-CH2-Gruppe, oder - c) m die Zahl 1,
n die Zahl 0 und
A eine -CH2-Gruppe bedeuten,
die Reste R1
bis R4
wie vorstehend erwähnt definiert sind, wobei R1
jedoch in 4-Stellung an
den in Formel I enthaltenen Phenylrest gebunden ist und
Ar eine durch die Reste R5
Ar eine durch die Reste R5
und R6
disubstituierte Phenylgruppe darstellt, wobei
R5
R5
in 3-Stellung gebunden ist, wenn R6
ein Wasserstoffatom darstellt, oder in 5-Stellung
gebunden ist, wenn R6
eine andere Bedeutung als die des Wasserstoffatoms annimmt,
und eine gegebenenfalls durch eine oder zwei C1-3
-Alkylgruppen, eine C1-6
-Alkoxy-carbo
nyl- oder Phenylcarbonylgruppe substituierte Amidinogruppe, eine Amino-C1-3
-alkyl- oder
C1-3
-Alkylamino-C1-3
-alkylgruppe und
R6
R6
ein Wasserstoffatom oder eine in 2-Stellung gebundene Hydroxy-, C1-3
-Alkoxy-,
Carboxy-C1-3
-alkoxy- oder C1-4
-Alkoxy-carbonyl-C1-3
-alkoxygruppe bedeutet,
deren Isomere und deren Salze.
deren Isomere und deren Salze.
Besonders bevorzugte Verbindungen der allgemeinen Formel I sind diejenigen, in denen
- a) m die Zahl 0,
n die Zahl 1 und
A eine Methylengruppe, in der
ein Wasserstoffatom durch eine Methyl-, Hydroxycarbonyl- oder C1-3-Alkoxycarbo nylgruppe ersetzt sein kann,
R1
in 4-Stellung des Phenylrestes der Formel I gebunden ist und
eine C5-7
eine C5-7
-Cycloalkylaminogruppe, die am Aminstickstoffatom durch eine C1-3
-Alkylcarbonyl-,
Carboxy-C1-3
-alkylcarbonyl- oder C1-4
-Alkoxy-carbonyl-C1-3
-alkyl-carbonylgruppe substituiert
sein kann oder
eine 4- bis 7-gliedrige Cycloalkyleniminocarbonylgruppe,
R2
eine 4- bis 7-gliedrige Cycloalkyleniminocarbonylgruppe,
R2
ein Wasserstoffatom oder eine in 3-Stellung des Phenylrestes in Formel I gebundene
C1-3
-Alkyl- oder Trifluormethylgruppe,
R3
R3
ein Wasserstoffatom oder eine in 2-Stellung des Phenylrestes in Formel I gebundene
C1-3
-Alkylgruppe,
R4
R4
ein Wasserstoffatom und
Ar eine durch die Reste R5
Ar eine durch die Reste R5
und R6
disubstituierte Phenylgruppe bedeuten, wobei
R5
R5
in 3-Stellung gebunden ist, wenn R6
ein Wasserstoffatom darstellt, oder in 5-Stellung
gebunden ist, wenn R6
eine andere Bedeutung als die des Wasserstoffatoms annimmt,
und eine gegebenenfalls durch eine C1-6
-Alkoxy-carbonyl- oder Phenylcarbonylgruppe
substituierte Amidinogruppe und
R6
R6
ein Wasserstoffatom oder eine in 2-Stellung gebundene Hydroxygruppe darstellt,
sowie diejenigen Verbindungen, in denen
sowie diejenigen Verbindungen, in denen
- a) m die Zahl 0,
n die Zahl 0 und
A eine -CH2-CH2-Gruppe, oder - b) m die Zahl 1,
n die Zahl 0 und
A eine -CH2-Gruppe,
R1
eine in 4-Stellung des Phenylrestes der Formel I gebundene 4- bis 7-gliedrige Cycloalky
leniminocarbonylgruppe,
R2
R2
ein Wasserstoffatom oder ein in 3-Stellung des Phenylrestes in Formel I gebundener Sub
stituent ausgewählt aus Fluor, Chlor, Brom, C1-3
-Alkyl und Trifluormethyl,
R3
R3
ein Wasserstoffatom oder eine in 2-Stellung des Phenylrestes in Formel I gebundene
C1-3
-Alkylgruppe,
R4
R4
ein Wasserstoffatom und
Ar eine durch die Reste R5
Ar eine durch die Reste R5
und R6
disubstituierte Phenylgruppe bedeuten, wobei
R5
R5
in 5-Stellung gebunden ist und eine gegebenenfalls durch eine oder zwei
C1-3
-Alkylgruppen, eine C1-6
-Alkoxy-carbonyl- oder Phenylcarbonylgruppe substituierte
Amidinogruppe und
R6
R6
eine in 2-Stellung gebundene Hydroxygruppe darstellt,
deren Isomere und deren Salze.
deren Isomere und deren Salze.
Beispielsweise seien folgende bevorzugte Verbindungen erwähnt:
- 1. 2-(5-Carbamimidoyl-2-hydroxy-phenyl)-N-[3-methyl-4-(pyrrolidin-1-yl-carbonyl)-phenyl]- ethylamin,
- 2. 2-(5-Carbamimidoyl-2-hydroxy-benzyl)-N-[3-methyl-4-(pyrrolidin-1-yl-carbonyl)]- benzylamin,
- 3. 2-(5-Carbamimidoyl-2-hydroxy-benzyl)-N-[2,5-dimethyl-4-(pyrrolidin-1-yl-carbonyl)]- benzylamin,
- 4. 2-(5-Carbamimidoyl-2-hydroxy-benzyl)-N-[3-methyl-4-(pyrrolidin-1-yl-carbonyl)]- benzamid,
- 5. 2-(5-Carbamimidoyl-2-hydroxy-benzyl)-N-[2,5-dimethyl-4-(pyrrolidin-1-yl-carbonyl)]- benzamid,
- 6. 2-(5-Aminomethyl-2-hydroxy-benzyl)-N-[3-methyl-4-(pyrrolidin-1-yl-carbonyl)]- benzamid,
- 7. 2-(5-Carbamimidoyl-2-hydroxy-benzyl)-N-[3-methyl-4-{N-cyclopentyl-(3-ethoxycarbo nylpropionyl)amino}]-benzamid,
- 8. 2-(5-Carbamimidoyl-2-hydroxy-benzyl)-N-[3-methyl-4-(N-acetyl-cyclobutylamino)]- benzamid,
- 9. 2-(5-Carbamimidoyl-2-hydroxy-benzyl)-N-[3-methyl-4-{N-cyclopentyl-(3-carboxy propionyl)amino}]-benzamid,
- 10. N-(5-Carbamimidoyl-2-hydroxy-benzyl)-4-cyclopentylamino-3-methyl-benzamid,
- 11. (3-Carbamimidoyl-phenyl)-({1-[3-methyl-4-(pyrrolidin-1-yl-carbonyl)-phenyl]-carbonyl}- amino)-essigsäureethylester und
- 12. (3-Carbamimidoyl-phenyl)-({1-[3-methyl-4-(pyrrolidin-1-yl-carbonyl)-phenyl]-carbonyl}- amino)-essigsäure,
in denen eine gegebenenfalls vorhandene Amidinogruppe zusätzlich durch eine C1-6
-Alkoxy
carbonyl- oder Phenylcarbonylgruppe substituiert sein kann, und deren Salze.
Erfindungsgemäß erhält man die Verbindungen der allgemeinen Formel I nach an sich be
kannten Verfahren, beispielsweise nach folgenden Verfahren:
- a) Zur Herstellung einer Verbindung der allgemeinen Formel I, in der
- a) m die Zahl 0, n die Zahl 1 und A eine geradkettige C1-3-Alkylengruppe, in der
ein oder zwei Wasserstoffatome unabhängig voneinander jeweils durch eine C1-3-Alkylgruppe ersetzt sein können oder
ein Wasserstoffatom durch die Gruppe -(CH2)p-Rf ersetzt sein kann, wobei p und Rf wie eingangs erwähnt definiert sind,
- a) m und n jeweils die Zahl 1 und A eine Bindung und
Acylierung einer Verbindung der allgemeinen Formel
H-NR4-A-Ar (II),
in der R4 wie eingangs erwähnt definiert ist,
A eine geradkettige C1-3-Alkylengruppe, in der ein oder zwei Wasserstoffatome unabhängig voneinander jeweils durch eine C1-3-Alkylgruppe ersetzt sein können oder ein Wasser stoffatom durch die Gruppe -(CH2)p-Rf ersetzt sein kann, wobei p und Rf wie eingangs erwähnt definiert sind, oder eine Bindung und
Ar eine durch die Reste R5, R6 und R7 substituierte Phenyl- oder Naphthylgruppe, wobei R5 eine Cyanogruppe darstellt und R6 und R7 wie eingangs erwähnt definiert sind, bedeuten
mit einer Carbonsäure der allgemeinen Formel
in der m die Zahl 0 oder 1 darstellt und R1 bis R3 wie eingangs erwähnt definiert sind, oder mit deren reaktionsfähigen Derivaten und anschließende Überführung der so erhaltenen Cyanoverbindung in eine Amidinoverbindung. Die Acylierung wird zweckmäßigerweise mit einem entsprechenden Halogenid oder Anhydrid in einem Lösungsmittel wie Methylenchlorid, Chloroform, Tetrachlorkohlenstoff, Ether, Tetra hydrofuran, Dioxan, Benzol, Toluol, Acetonitril oder Sulfolan gegebenenfalls in Gegenwart einer anorganischen oder organischen Base bei Temperaturen zwischen -20 und 200°C, vorzugsweise jedoch bei Temperaturen zwischen -10 und 160°C, durchgeführt.
Die Acylierung kann jedoch auch mit der freien Säure gegebenenfalls in Gegenwart eines die Säure aktivierenden Mittels oder eines wasserentziehenden Mittels, z. B. in Gegenwart von Chlorameisensäureisobutylester, Thionylchlorid, Trimethylchlorsilan, Chlorwasserstoff, Schwefelsäure, Methansulfonsäure, p-Toluolsulfonsäure, Phosphortrichlorid, Phosphorpent oxid, N,N'-Dicyclohexylcarbodiimid, N,N'-Dicyclohexylcarbodiimid/N-Hydroxysuccinimid oder 1-Hydroxy-benztriazol, N,N'-Carbonyldiimidazol oder N,N'-Thionyldiimidazol oder Triphenyl phosphin/Tetrachlorkohlenstoff, bei Temperaturen zwischen -20 und 200°C, vorzugsweise jedoch bei Temperaturen zwischen -10 und 160°C, durchgeführt werden.
Die sich anschließende Überführung der Cyanogruppe in eine Amidinogruppe erfolgt wie im Verfahren e) beschrieben. - a) m die Zahl 0, n die Zahl 1 und A eine geradkettige C1-3-Alkylengruppe, in der
- b) Zur Herstellung einer Verbindung der allgemeinen Formel I, in der m die Zahl 0 oder 1,
n die Zahl 0,
A eine geradkettige C1-3-Alkylengruppe, in der ein oder zwei Wasserstoffatome unabhängig voneinander jeweils durch eine C1-3-Alkylgruppe ersetzt sein können, und
Ar eine durch die Reste R5, R6 und R7 substituierte Phenyl- oder Naphthylgruppe, wobei R6 und R7 wie eingangs erwähnt definiert sind und R5 eine Amidinogruppe darstellt, bedeuten:
Alkylierung einer Verbindung der allgemeinen Formel
in der R1 bis R4 wie eingangs erwähnt definiert sind und m die Zahl 0 oder 1 darstellt, mit einer Verbindung der allgemeinen Formel
Z1-A-Ar (V),
in der A eine geradkettige C1-3-Alkylengruppe, in der ein oder zwei Wasserstoffatome un abhängig voneinander jeweils durch eine C1-3-Alkylgruppe ersetzt sein können,
Ar eine durch die Reste R5, R6 und R7 substituierte Phenyl- oder Naphthylgruppe, wobei R6 und R7 wie eingangs erwähnt definiert sind und R5 eine Cyanogruppe darstellt, und Z1 eine Austrittsgruppe wie ein Halogenatom oder eine Sulfonyloxygruppe bedeuten, z. B. ein Chlor-, Brom- oder Iodatom oder eine Trifluormethylsulfonyloxygruppe, und an schließende Überführung der so erhaltenen Cyanoverbindung in eine Amidinoverbindung.
Die Alkylierung wird gegebenenfalls in einem Lösungsmittel oder Lösungsmittelgemisch wie Methylenchlorid, Dimethylformamid, Benzol, Toluol, Chlorbenzol, Tetrahydrofuran, Ben zol/Tetrahydrofuran, Dioxan, Dimethylsulfoxid oder Sulfolan mit einem Alkylierungsmittel wie einem entsprechenden Halogenid oder Sulfonsäureester, z. B. mit Methyljodid, Ethylbromid, Dimethylsulfat oder Benzylchlorid, gegebenenfalls in Gegenwart einer tertiären organischen Base oder in Gegenwart einer anorganischen Base zweckmäßigerweise bei Temperaturen zwischen 0 und 150°C, vorzugsweise bei Temperaturen zwischen 0 und 100°C, durch geführt.
Die sich anschließende Überführung der Cyanogruppe in eine Amidinogruppe erfolgt wie im Verfahren e) beschrieben. - c) Zur Herstellung einer Verbindung der allgemeinen Formel I, in der
Ar eine durch die Reste R5, R6 und R7 substituierte Phenyl- oder Naphthylgruppe, wobei R6 und R7 wie eingangs erwähnt definiert sind und R5 eine Amidinogruppe darstellt,
m die Zahl 1, n die Zahl 0 und
A eine geradkettige C1-3-Alkylengruppe, in der ein oder zwei Wasserstoffatome unabhängig voneinander jeweils durch eine C1-3-Alkylgruppe ersetzt sein können, oder
m die Zahl 2, n die Zahl 0 und A eine Bindung bedeuten:
Alkylierung einer Verbindung der allgemeinen Formel
HNR4-A-Ar (II'),
in der R4 wie eingangs erwähnt definiert ist,
A eine geradkettige C1-3-Alkylengruppe, in der ein oder zwei Wasserstoffatome unabhängig voneinander jeweils durch eine C1-3-Alkylgruppe ersetzt sein können, oder eine Bindung, und
Ar eine durch die Reste R5, R6 und R7 substituierte Phenyl- oder Naphthylgruppe, wobei R6 und R7 wie eingangs erwähnt definiert sind und R5 eine Cyanogruppe darstellt, bedeuten,
mit einer Verbindung der allgemeinen Formel
in der R1 bis R3 wie eingangs erwähnt definiert sind, m die Zahl 1 oder 2 darstellt und Z2 eine Austrittsgruppe wie ein Halogenatom oder eine Sulfonyloxygruppe darstellt, z. B. ein Chlor-, Brom- oder Iodatom oder eine Trifluormethylsulfonyloxygruppe, und anschließende Über führung der so erhaltenen Cyanoverbindung in eine Amidinoverbindung.
Die Alkylierung wird gegebenenfalls in einem Lösungsmittel oder Lösungsmittelgemisch wie Methylenchlorid, Dimethylformamid, Benzol, Toluol, Chlorbenzol, Tetrahydrofuran, Ben zol/Tetrahydrofuran, Dioxan, Dimethylsulfoxid oder Sulfolan mit einem Alkylierungsmittel wie einem entsprechenden Halogenid oder Sulfonsäureester, z. B. mit Methyljodid, Ethylbromid, Dimethylsulfat oder Benzylchlorid, gegebenenfalls in Gegenwart einer tertiären organischen Base oder in Gegenwart einer anorganischen Base zweckmäßigerweise bei Temperaturen zwischen 0 und 150°C, vorzugsweise bei Temperaturen zwischen 0 und 100°C, durch geführt.
Die sich anschließende Überführung der Cyanogruppe in eine Amidinogruppe erfolgt wie im Verfahren e) beschrieben. - d) Zur Herstellung einer Verbindung der allgemeinen Formel I, in der
Ar eine durch die Reste R5, R6 und R7 substituierte Phenyl- oder Naphthylgruppe, wobei R6 und R7 wie eingangs erwähnt definiert sind und R5 eine Amidinogruppe darstellt,
m die Zahl 0 oder 1, n die Zahl 0 und
A eine geradkettige C1-3-Alkylengruppe, in der ein oder zwei Wasserstoffatome unabhängig voneinander jeweils durch eine C1-3-Alkylgruppe ersetzt sein können, oder
m die Zahl 2, n die Zahl 0 und A eine Bindung bedeuten:
Reduktive Alkylierung eines Amins der allgemeinen Formel
in der R1 bis R4 wie eingangs erwähnt definiert sind und m die Zahl 0, 1 oder 2 darstellt, mit einem Aldehyd der allgemeinen Formel
in der A eine geradkettige C1-3-Alkylengruppe, in der ein oder zwei Wasserstoffatome un abhängig voneinander jeweils durch eine C1-3-Alkylgruppe ersetzt sein können, oder eine Bindung, und
Ar eine durch die Reste R5, R5 und R7 substituierte Phenyl- oder Naphthylgruppe, wobei R6 und R7 wie eingangs erwähnt definiert sind und R5 eine Cyanogruppe darstellt, bedeuten, und anschließende Überführung der so erhaltenen Cyanoverbindung in eine Amidinover bindung.
Die reduktive Alkylierung wird jedoch vorzugsweise in Gegenwart eines komplexen Metall hydrids wie Natriumborhydrid, Lithiumborhydrid, Natriumcyanborhydrid, Zinkborhydrid, Natriumtriacetoxyborhydrid oder Boran/Pyridin zweckmäßigerweise bei einem pH-Wert von 1-7 gegebenenfalls in Gegenwart eines wasserentziehenden Mittels wie Molekularsieb oder Titan-IV-isopropylat und bei Raumtemperatur oder mit Wasserstoff in Gegenwart eines Hy drierungskatalysators, z. B. in Gegenwart von Palladium/Kohle, bei einem Wasserstoffdruck von 1 bis 5 bar, vorzugsweise bei Temperaturen zwischen 20°C und der Siedetemperatur des verwendeten Lösungsmittel, durchgeführt. Bei der Umsetzung kann es desweiteren von Vor teil sein, wenn reaktive Gruppen während der Umsetzung durch übliche Schutzreste ge schützt sind, die nach der Umsetzung wieder mittels üblichen Methoden abgespalten werden.
Die sich anschließende Überführung der Cyanogruppe in eine Amidinogruppe erfolgt wie im Verfahren e) beschrieben. - e) Zur Herstellung einer Verbindung der allgemeinen Formel I, in der Ar eine durch die Reste
R5, R6 und R7 substituierte Phenyl- oder Naphthylgruppe bedeutet, wobei R6 und R7 wie
eingangs erwähnt definiert sind und R5 eine gegebenenfalls durch eine oder zwei C1-3-Al
kylgruppen substituierte Amidinogruppe darstellt:
Umsetzung einer gegebenenfalls im Reaktionsgemisch gebildeten Verbindung der allge meinen Formel
in der
R1 bis R4, m, n und A wie eingangs erwähnt definiert sind, Ar eine durch die Reste R6 und R7 substituierte Phenyl- oder Naphthylgruppe, wobei R6 und R7 wie eingangs erwähnt definiert sind, und
Z3 eine Alkoxy- oder Aralkoxygruppe wie die Methoxy-, Ethoxy-, n-Propoxy-, Isopropoxy- oder Benzyloxygruppe oder eine Alkylthio- oder Aralkylthiogruppe wie die Methylthio-, Ethylthio-, n-Propylthio- oder Benzylthiogruppe darstellt, mit einem Amin der allgemeinen Formel
H-R8NR9, (IX)
in der
R8 und R9, die gleich oder verschieden sein können, jeweils ein Wasserstoffatom oder eine C1-3-Alkylgruppe bedeuten, oder mit dessen Salzen.
Die Umsetzung wird zweckmäßigerweise in einem Lösungsmittel wie Methanol, Ethanol, n-Propanol, Tetrahydrofuran oder Dioxan bei Temperaturen zwischen 0 und 150°C, vorzugsweise bei Temperaturen zwischen 0 und 80°C, mit einem Amin der allgemeinen Formel IX oder mit einem entsprechenden Säureadditionssalz wie beispielsweise Ammo niumcarbonat oder Ammoniumacetat durchgeführt.
Eine Verbindung der allgemeinen Formel VIII erhält man beispielsweise durch Umsetzung einer entsprechenden Cyanoverbindung mit einem entsprechenden Alkohol wie Methanol, Ethanol, n-Propanol, Isopropanol oder Benzylalkohol in Gegenwart einer Säure wie Salz säure oder durch Umsetzung eines entsprechenden Amids mit einem Trialkyloxoniumsalz wie Triethyloxonium-tetrafluorborat in einem Lösungsmittel wie Methylenchlorid, Tetra hydrofuran oder Dioxan bei Temperaturen zwischen 0 und 50°C, vorzugsweise jedoch bei 20°C, oder eines entsprechenden Nitrils mit Schwefelwasserstoff zweckmäßigerweise in einem Lösungsmittel wie Pyridin oder Dimethylformamid und in Gegenwart einer Base wie Triethylamin und anschließender Alkylierung des gebildeten Thioamids mit einem entspre chenden Alkyl- oder Aralkylhalogenid. - f) Zur Herstellung einer Verbindung der allgemeinen Formel I, in der Ar eine durch die Reste
R5, R6 und R7 substituierte Phenyl- oder Naphthylgruppe bedeutet, wobei R6 und R7 wie
eingangs erwähnt definiert sind und R5 eine Aminomethyl-, C1-3-Alkylaminomethyl- oder
Di-(C1-3-Alkyl)aminomethylgruppe darstellt:
Katalytische Hydrierung einer Verbindung der allgemeinen Formel
in der
Ar eine durch die Reste R5, R6 und R7 substituierte Phenyl- oder Naphthylgruppe darstellt, R1 bis R4, R6, R7, A, m und n wie eingangs erwähnt definiert sind und R5 eine Cyanogruppe darstellt, und gegebenenfalls anschließende Alkylierung mit einer Verbindung der Formel
R10-Z4 (X),
in der R10 eine C1-3-Alkylgruppe und Z4 eine Austrittsgruppe wie ein Halogenatom oder eine Sulfonyloxygruppe darstellt, z. B. ein Chlor-, Brom- oder Iodatom oder eine Trifluormethyl sulfonyloxygruppe.
Die katalytische Hydrierung wird mit Wasserstoff in Gegenwart eines Katalysators wie Palladium/Kohle, Platin in einem Lösungsmittel wie Methanol, Ethanol, Essigsäureethylester, Dimethylformamid, Dimethylformamid/Aceton oder Eisessig gegebenenfalls unter Zusatz einer Säure wie Salzsäure bei Temperaturen zwischen 0 und 50°C, vorzugsweise jedoch bei Raumtemperatur, und bei einem Wasserstoffdruck von 1 bis 7 bar, vorzugsweise jedoch von 3 bis 5 bar, oder beispielsweise mit Raney-Nickel vorzugsweise in methanolischer Ammoniaklösung durchgeführt.
Die sich gegebenenfalls anschließende Alkylierung wird zweckmäßigerweise in einem Lö sungsmittel oder Lösungsmittelgemisch wie Methylenchlorid, Dimethylformamid, Benzol, Toluol, Chlorbenzol, Tetrahydrofuran, Benzol/Tetrahydrofuran, Dioxan, Dimethylsulfoxid oder Sulfolan mit einem Alkylierungsmittel wie einem entsprechenden Halogenid oder Sulfon säureester, z. B. mit Methyljodid, Ethylbromid, Dimethylsulfat oder Benzylchlorid, gegebenen falls in Gegenwart einer tertiären organischen Base oder in Gegenwart einer anorganischen Base zweckmäßigerweise bei Temperaturen zwischen 0 und 150°C, vorzugsweise bei Tem peraturen zwischen 0 und 100°C, durchgeführt. - g) Zur Herstellung einer Verbindung der allgemeinen Formel I, in der
m die Zahl 0, n die Zahl 0, A eine geradkettige C1-3-Alkylengruppe, in der ein oder zwei Wasserstoffatome unabhängig voneinander jeweils durch eine C1-3-Alkylgruppe ersetzt sein können, und
Ar eine durch die Reste R5, R6 und R7 substituierte Phenyl- oder Naphthylgruppe, wobei R6 und R7 wie eingangs erwähnt definiert sind und R5 eine Amidinogruppe darstellt, bedeuten:
Kupplung einer Verbindung der allgemeinen Formel
in der
R1 bis R3 wie eingangs erwähnt definiert sind und Z5 eine Austrittsgruppe wie ein Halogen atom oder eine Sulfonyloxygruppe darstellt, z. B. ein Chlor-, Brom- oder Iodatom oder eine Trifluormethylsulfonyloxygruppe,
mit einer Verbindung der allgemeinen Formel
HNR4-A-Ar (II"),
in der R4 wie eingangs erwähnt definiert ist, A eine geradkettige C1-3-Alkylengruppe, in der ein oder zwei Wasserstoffatome unabhängig voneinander jeweils durch eine C1-3-Alkylgruppe ersetzt sein können, und
Ar eine durch die Reste R5, R6 und R7 substituierte Phenyl- oder Naphthylgruppe, wobei R6 und R7 wie eingangs erwähnt definiert sind und R5 eine Cyanogruppe darstellt, bedeuten,
und anschließende Überführung der so erhaltenen Cyanoverbindung in eine Amidino verbindung.
Die Kupplungsreaktion wird zweckmäßigerweise in einem Lösungsmittel wie Toluol, Dioxan,
Dimethoxyethan oder Tetrahydrofuran unter Verwendung eines geeigneten Katalysators,
beispielsweise Bis-(tri-o-tolylphosphin)-palladium-(II)-chlorid, Tris-(dibenzylidenaceton)-di
palladium(0)/Tris-o-tolylphosphin, Tris-(dibenzylidenaceton)-dipalladium(0)/Tris-(2-furyl)phos
phan, Tris-(dibenzylidenaceton)-dipalladium(0)/2,2'-Bis-(diphenylphosphino)-1,1'-binaphthyl,
Tetrakis-(triphenylphosphin)-palladium(0), 1,1'-Bis-(diphenylphosphino)-ferrocen-palladium
dichlorid oder Palladium-II-acetat/1,3-Bis-(triphenylphosphino)-propan vorzugsweise in Ge
genwart einer Base wie Natrium-tert.butylat, Bis-(trimethylsilyl)-lithiumamid, Kaliumcarbonat,
Cäsiumcarbonat oder Triethylamin bei einer Temperatur zwischen 0 und 150°C, vorzugs
weise 20 bis 100°C, durchgeführt.
Die sich anschließende Überführung der Cyanogruppe in eine Amidinogruppe erfolgt wie im
Verfahren e) beschrieben.
Erhält man erfindungsgemäß eine Verbindung der allgemeinen Formel I, die eine Amino-
oder Iminogruppe enthält, so kann diese anschließend mit einem entsprechenden Acyl
derivat in eine entsprechende Acylverbindung der allgemeinen Formel I übergeführt werden
und/oder
eine Verbindung der allgemeinen Formel I, die eine veresterte Carboxygruppe enthält, so kann diese mittels Hydrolyse in eine entsprechende Carbonsäure der allgemeinen Formel I übergeführt werden und/oder
eine Verbindung der allgemeinen Formel I, die eine Carboxygruppe enthält, so kann diese anschließend mittels Veresterung in einen entsprechenden Ester übergeführt werden.
eine Verbindung der allgemeinen Formel I, die eine veresterte Carboxygruppe enthält, so kann diese mittels Hydrolyse in eine entsprechende Carbonsäure der allgemeinen Formel I übergeführt werden und/oder
eine Verbindung der allgemeinen Formel I, die eine Carboxygruppe enthält, so kann diese anschließend mittels Veresterung in einen entsprechenden Ester übergeführt werden.
Die anschließende Acylierung wird zweckmäßigerweise mit einem entsprechenden Halo
genid oder Anhydrid in einem Lösungsmittel wie Methylenchlorid, Chloroform, Tetrachlor
kohlenstoff, Ether, Tetrahydrofuran, Dioxan, Benzol, Toluol, Acetonitril oder Sulfolan gege
benenfalls in Gegenwart einer anorganischen oder organischen Base bei Temperaturen zwi
schen -20 und 200°C, vorzugsweise jedoch bei Temperaturen zwischen -10 und 160°C,
durchgeführt. Diese kann jedoch auch mit der freien Säure gegebenenfalls in Gegenwart
eines die Säure aktivierenden Mittels oder eines wasserentziehenden Mittels, z. B. in Gegen
wart von Chlorameisensäureisobutylester, Thionylchlorid, Trimethylchlorsilan, Chlorwasser
stoff, Schwefelsäure, Methansulfonsäure, p-Toluolsulfonsäure, Phosphortrichlorid, Phos
phorpentoxid, N,N'-Dicyclohexylcarbodiimid, N,N'-Dicyclohexylcarbodiimid/N-Hydroxy
succinimid oder 1-Hydroxy-benztriazol, N,N'-Carbonyldiimidazol oder N,N'-Thionyldiimidazol
oder Triphenylphosphin/Tetrachlorkohlenstoff, bei Temperaturen zwischen -20 und 200°C,
vorzugsweise jedoch bei Temperaturen zwischen -10 und 160°C, durchgeführt werden.
Die nachträgliche Hydrolyse wird zweckmäßigerweise entweder in Gegenwart einer Säure
wie Salzsäure, Schwefelsäure, Phosphorsäure, Essigsäure, Trichloressigsäure, Trifluor
essigsäure oder deren Gemischen oder in Gegenwart einer Base wie Lithiumhydroxid,
Natriumhydroxid oder Kaliumhydroxid in einem geeigneten Lösungsmittel wie Wasser,
Wasser/Methanol, Wasser/Ethanol, Wasser/Isopropanol, Methanol, Ethanol, Wasser/Tetra
hydrofuran oder Wasser/Dioxan und die anschließende Decarboxylierung in Gegenwart
einer Säure wie vorstehend beschrieben bei Temperaturen zwischen -10 und 120°C, z. B. bei
Temperaturen zwischen Raumtemperatur und der Siedetemperatur des Reaktionsge
misches, durchgeführt.
Die nachträgliche Veresterung wird mit einem entsprechenden Alkohol zweckmäßigerweise
in einem Lösungsmittel oder Lösungsmittelgemisch wie Methylenchlorid, Benzol, Toluol,
Chlorbenzol, Tetrahydrofuran, Benzol/Tetrahydrofuran oder Dioxan, vorzugsweise jedoch in
einem Überschuß des eingesetzten Alkohols, gegebenenfalls in Gegenwart einer Säure wie
Salzsäure oder in Gegenwart eines wasserentziehenden Mittels, z. B. in Gegenwart von
Chlorameisensäureisobutylester, Thionylchlorid, Trimethylchlorsilan, Salzsäure, Schwefel
säure, Methansulfonsäure, p-Toluolsulfonsäure, Phosphortrichlorid, Phosphorpentoxid,
N,N'-Dicyclohexylcarbodiimid, N,N'-Dicyclohexylcarbodiimid/N-Hydroxysuccinimid,
N,N'-Carbonyldiimidazol- oder N,N'-Thionyldiimidazol, Triphenylphosphin/Tetrachlorkohlen
stoff oder Triphenylphosphin/Azodicarbonsäurediethylester gegebenenfalls in Gegenwart
einer Base wie Kaliumcarbonat, N-Ethyl-diisopropylamin oder N,N-Dimethylamino-pyridin
zweckmäßigerweise bei Temperaturen zwischen 0 und 150°C, vorzugsweise bei Tempera
turen zwischen 0 und 80°C, oder mit einem entsprechenden Halogenid in einem Lösungs
mittel wie Methylenchlorid, Tetrahydrofuran, Dioxan, Dimethylsulfoxid, Dimethylformamid
oder Aceton gegebenenfalls in Gegenwart eines Reaktionsbeschleunigers wie Natrium- oder
Kaliumiodid und vorzugsweise in Gegenwart einer Base wie Natriumcarbonat oder Kalium
carbonat oder in Gegenwart einer tertiären organischen Base wie N-Ethyl-diisopropylamin
oder N-Methyl-morpholin, welche gleichzeitig auch als Lösungsmittel dienen können, oder
gegebenenfalls in Gegenwart von Silberkarbonat oder Silberoxid bei Temperaturen zwischen
-30 und 100°C, vorzugsweise jedoch bei Temperaturen zwischen -10 und 80°C, durch
geführt.
Bei den vorstehend beschriebenen Umsetzungen können gegebenenfalls vorhandene reak
tive Gruppen wie Hydroxy-, Carboxy-, Amino-, Alkylamino- oder Iminogruppen während der
Umsetzung durch übliche Schutzgruppen geschützt werden, welche nach der Umsetzung
wieder abgespalten werden.
Beispielsweise kommt als Schutzrest für eine Hydroxygruppe die Methoxy-, Benzyloxy-,
Trimethylsilyl-, Acetyl-, Benzoyl-, tert.Butyl-, Trityl-, Benzyl- oder Tetrahydropyranylgruppe,
als Schutzreste für eine Carboxylgruppe die Trimethylsilyl-, Methyl-, Ethyl-, tert.Butyl-, Benzyl- oder Tetrahydropyranylgruppe und
als Schutzrest für eine Amino-, Alkylamino- oder Iminogruppe die Acetyl-, Trifluoracetyl-, Benzoyl-, Ethoxycarbonyl-, tert.Butoxycarbonyl-, Benzyloxycarbonyl-, Benzyl-, Methoxy benzyl- oder 2,4-Dimethoxybenzylgruppe und für die Aminogruppe zusätzlich die Phthalyl gruppe in Betracht.
als Schutzreste für eine Carboxylgruppe die Trimethylsilyl-, Methyl-, Ethyl-, tert.Butyl-, Benzyl- oder Tetrahydropyranylgruppe und
als Schutzrest für eine Amino-, Alkylamino- oder Iminogruppe die Acetyl-, Trifluoracetyl-, Benzoyl-, Ethoxycarbonyl-, tert.Butoxycarbonyl-, Benzyloxycarbonyl-, Benzyl-, Methoxy benzyl- oder 2,4-Dimethoxybenzylgruppe und für die Aminogruppe zusätzlich die Phthalyl gruppe in Betracht.
Die gegebenenfalls anschließende Abspaltung eines verwendeten Schutzrestes erfolgt
beispielsweise hydrolytisch in einem wäßrigen Lösungsmittel, z. B. in Wasser,
Isopropanol/Wasser, Tetrahydrofuran/Wasser oder Dioxan/Wasser, in Gegenwart einer
Säure wie Trifluoressigsäure, Salzsäure oder Schwefelsäure oder in Gegenwart einer
Alkalibase wie Lithiumhydroxid, Natriumhydroxid oder Kaliumhydroxid oder mittels
Etherspaltung, z. B. in Gegenwart von Jodtrimethylsilan, bei Temperaturen zwischen 0 und
100°C, vorzugsweise bei Temperaturen zwischen 10 und 50°C.
Die Abspaltung eines Benzyl-, Methoxybenzyl- oder Benzyloxycarbonylrestes erfolgt jedoch
beispielsweise hydrogenolytisch, z. B. mit Wasserstoff in Gegenwart eines Katalysators wie
Palladium/Kohle in einem Lösungsmittel wie Methanol, Ethanol, Essigsäureethylester,
Dimethylformamid, Dimethylformamid/Aceton oder Eisessig gegebenenfalls unter Zusatz
einer Säure wie Salzsäure bei Temperaturen zwischen 0 und 50°C, vorzugsweise jedoch bei
Raumtemperatur, und bei einem Wasserstoffdruck von 1 bis 7 bar, vorzugsweise jedoch von
3 bis 5 bar.
Die Abspaltung einer Methoxybenzylgruppe kann auch in Gegenwart eines Oxidationsmittels
wie Cer(IV)ammoniumnitrat in einem Lösungsmittel wie Methylenchlorid, Acetonitril oder
Acetonitril/Wasser bei Temperaturen zwischen 0 und 50°C, vorzugsweise jedoch bei
Raumtemperatur, erfolgen.
Die Abspaltung einer Methoxygruppe erfolgt zweckmäßigerweise in Gegenwart Bortribromid
in einem Lösungsmittel wie Methylenchlorid bei Temperaturen zwischen -35 und -25°C.
Die Abspaltung eines 2,4-Dimethoxybenzylrestes erfolgt jedoch vorzugsweise in
Trifluoressigsäure in Gegenwart von Anisol.
Die Abspaltung eines tert.Butyl- oder tert.Butyloxycarbonylrestes erfolgt vorzugsweise durch
Behandlung mit einer Säure wie Trifluoressigsäure oder Salzsäure gegebenenfalls unter
Verwendung eines Lösungsmittels wie Methylenchlorid, Dioxan oder Ether.
Die Abspaltung eines Phthalylrestes erfolgt vorzugsweise in Gegenwart von Hydrazin oder
eines primären Amins wie Methylamin, Ethylamin oder n-Butylamin in einem Lösungsmittel
wie Methanol, Ethanol, Isopropanol, Toluol/Wasser oder Dioxan bei Temperaturen zwischen
20 und 50°C.
Die Abspaltung eines Allyloxycarbonylrestes erfolgt durch Behandlung mit einer
katalytischen Menge Tetrakis-(triphenylphosphin)-palladium(O) vorzugsweise in einem
Lösungsmittel wie Tetrahydrofuran und vorzugsweise in Gegenwart eines Überschusses von
einer Base wie Morpholin oder 1,3-Dimedon bei Temperaturen zwischen 0 und 100°C,
vorzugsweise bei Raumtemperatur und unter Inertgas, oder durch Behandlung mit einer
katalytischen Menge von Tris-(triphenylphosphin)-rhodium(I)chlorid in einem Lösungsmittel
wie wässrigem Ethanol und gegebenenfalls in Gegenwart einer Base wie 1,4-Diazabicyclo-
[2.2.2]octan bei Temperaturen zwischen 20 und 70°C.
Die als Ausgangsstoffe verwendeten Verbindungen der allgemeinen Formeln II bis XI,
welche teilweise literaturbekannt sind, erhält man nach literaturbekannten Verfahren,
desweiteren wird ihre Herstellung in den Beispielen beschrieben.
Die Chemie der Verbindungen der allgemeinen Formel II, II', II" IV und IV' wird
beispielsweise von Schröter in Stickstoffverbindungen II, Seiten 341-730, Methoden der
organischen Chemie (Houben-Weyl), 4. Auflage, Verlag Thieme, Stuttgart 1957,
beschrieben. Die Herstellung von Carbonsäurederivaten der allgemeinen Formel III sind in
Methoden der organischen Chemie (Houben-Weyl), Band E5, Carbonsäuren und
Carbonsäurederivate, 4. Auflage, Verlag Thieme, Stuttgart 1985, beschrieben.
Ferner können die erhaltenen Verbindungen der allgemeinen Formel I in ihre Enantiomeren
und/oder Diastereomeren aufgetrennt werden.
So lassen sich beispielsweise die erhaltenen Verbindungen der allgemeinen Formel I,
welche in Racematen auftreten, nach an sich bekannten Methoden (siehe Allinger N. L. und
Eliel E. L. in "Topics in Stereochemistry", Vol. 6, Wiley Interscience, 1971) in ihre optischen
Antipoden und Verbindungen der allgemeinen Formel I mit mindestes 2 asymmetrischen
Kohlenstoffatomen auf Grund ihrer physikalisch-chemischen Unterschiede nach an sich
bekannten Methoden, z. B. durch Chromatographie und/oder fraktionierte Kristallisation, in
ihre Diastereomeren auftrennen, die, falls sie in racemischer Form anfallen, anschließend
wie oben erwähnt in die Enantiomeren getrennt werden können.
Die Enantiomerentrennung erfolgt vorzugsweise durch Säulentrennung an chiralen Phasen
oder durch Umkristallisieren aus einem optisch aktiven Lösungsmittel oder durch Umsetzen
mit einer, mit der racemischen Verbindung Salze oder Derivate wie z. B. Ester oder Amide
bildenden optisch aktiven Substanz, insbesondere Säuren und ihre aktivierten Derivate oder
Alkohole, und Trennen des auf diese Weise erhaltenen diastereomeren Salzgemisches oder
Derivates, z. B. auf Grund von verschiedenen Löslichkeiten, wobei aus den reinen
diastereomeren Salzen oder Derivaten die freien Antipoden durch Einwirkung geeigneter
Mittel freigesetzt werden können. Besonders gebräuchliche, optisch aktive Säuren sind z. B.
die D- und L-Formen von Weinsäure oder Dibenzoylweinsäure, Di-o-Tolylweinsäure, Apfel
säure, Mandelsäure, Camphersulfonsäure, Glutaminsäure, Asparaginsäure oder
Chinasäure. Als optisch aktiver Alkohol kommt beispielsweise (+)- oder (-)-Menthol und als
optisch aktiver Acylrest in Amiden beispielsweise der (+)- oder (-)-Menthyloxycarbonylrest in
Betracht.
Desweiteren können die erhaltenen Verbindungen der Formel I in ihre Salze, insbesondere
für die pharmazeutische Anwendung in ihre physiologisch verträglichen Salze mit
anorganischen oder organischen Säuren, übergeführt werden. Als Säuren kommen hierfür
beispielsweise Salzsäure, Bromwasserstoffsäure, Schwefelsäure, Methansulfonsäure,
Phosphorsäure, Fumarsäure, Bernsteinsäure, Milchsäure, Zitronensäure, Weinsäure oder
Maleinsäure in Betracht.
Außerdem lassen sich die so erhaltenen neuen Verbindungen der Formel I, falls diese eine
Carboxygruppe enthalten, gewünschtenfalls anschließend in ihre Salze mit anorganischen
oder organischen Basen, insbesondere für die pharmazeutische Anwendung in ihre
physiologisch verträglichen Salze, überführen. Als Basen kommen hierbei beispielsweise
Natriumhydroxid, Kaliumhydroxid, Cyclohexylamin, Ethanolamin, Diethanolamin und
Triethanolamin in Betracht.
Wie bereits eingangs erwähnt, weisen die neuen Verbindungen der allgemeinen Formel I
und deren Salze wertvolle Eigenschaften auf. So stellen die Verbindungen der allgemeinen
Formel I, in denen Ar eine durch die Reste R5, R6 und R7 substituierte Phenyl- oder
Naphthylgruppe und R5 eine Cyanogruppe darstellt, wertvolle Zwischenprodukte zur
Herstellung der entsprechenden Verbindungen der allgemeinen Formel I dar, in denen R5
eine gegebenenfalls durch eine oder zwei C1-3Alkylgruppen substituierte Amidinogruppe
bedeutet. Die Verbindungen der allgemeinen Formei I mit Ausnahme derjenigen
Verbindungen, in denen Ar eine durch die Reste R5, R5 und R7 substituierte Phenyl- oder
Naphthylgruppe und R5 eine Cyanogruppe darstellt, sowie deren Tautomeren, deren
Stereoisomeren und deren physiologisch verträglichen Salze weisen wertvolle pharmako
logische Eigenschaften auf, insbesondere eine antithrombotische Wirkung, welche
vorzugsweise auf einer Thrombin oder Faktor Xa beeinflussenden Wirkung beruht,
beispielsweise auf einer thrombinhemmenden oder Faktor Xa-hemmenden Wirkung, auf
einer die aPTT-Zeit verlängernden Wirkung und auf einer Hemmwirkung auf verwandte
Serinproteasen wie z. B. Trypsin, Urokinase, Faktor VIIa, Faktor IX, Faktor XI und Faktor XII.
Beispielsweise wurden die Verbindungen
- 1. 2-(5-Carbamimidoyl-2-hydroxy-phenyl)-N-[3-methyl-4-(pyrrolidin-1-yl-carbonyl)-phenyl]- ethylamin-hydrochlorid,
- 2. 2-(5-Carbamimidoyl-2-hydroxy-benzyl)-N-[3-methyl-4-(pyrrolidin-1-yl-carbonyl)]- benzamid-hydrochlorid und
- 3. 2-(5-Carbamimidoyl-2-hydroxy-benzyl)-N-[3-methyl-4-{N-cyclopentyl-(3- ethoxycarbonylpropionyl)amino}]-benzamid-hydrochlorid
auf ihre Wirkung auf die Hemmung des Faktors Xa wie folgt untersucht:
Enzymkinetische Messung mit chromogenem Substrat. Die durch humanen Faktor
Xa aus dem farblosen chromogenen Substrat freigesetzte Menge anp-Nitroanilin (pNA) wird
photometrisch bei 405 nm bestimmt. Sie ist proportional der Aktivität des eingesetzten
Enzyms. Die Hemmung der Enzymaktivität durch die Testsubstanz (bezogen auf die
Lösungsmittelkontrolle) wird bei verschiedenen Testsubstanz-Konzentrationen ermittelt und
hieraus die IC50 berechnet als diejenige Konzentration, die den eingesetzten Faktor Xa um
50% hemmt.
Tris(hydroxymethyl)-aminomethan-Puffer (100 mMol) und Natriumchlorid (150 mMol), pH 8.0
Faktor Xa (Roche), Spez. Aktivität: 10 U/0.5 ml, Endkonzentration: 0.175 U/ml pro Reaktionsansatz
Substrat Chromozym X (Roche), Endkonzentration: 200 µMol/l pro Reaktionsansatz
Testsubstanz: Endkonzentration 100, 30, 10, 3, 1, 0.3, 0.1, 0.03, 0.01, 0.003, 0.001 µMol/l
Faktor Xa (Roche), Spez. Aktivität: 10 U/0.5 ml, Endkonzentration: 0.175 U/ml pro Reaktionsansatz
Substrat Chromozym X (Roche), Endkonzentration: 200 µMol/l pro Reaktionsansatz
Testsubstanz: Endkonzentration 100, 30, 10, 3, 1, 0.3, 0.1, 0.03, 0.01, 0.003, 0.001 µMol/l
10 µl einer 23.5-fach konzentrierteren Ausgangslösung der Testsubstanz bzw.
Lösungsmittel (Kontrolle), 175 µl Tris(hydroxymethyl)-aminomethan-Puffer und 25 µl Faktor
Xa-Gebrauchslösung von 1.65 U/ml werden 10 Minuten bei 37°C inkubiert. Nach Zugabe
von 25 µl Chromozym X-Gebrauchslösung (1.88 µMol/l) wird die Probe im Photometer
(SpectraMax 250) bei 405 nm für 150 Sekunden bei 37°C gemessen.
- 1. Ermittlung der maximalen Zunahme (deltaOD/Minuten) über 3 Messpunkte.
- 2. Ermittlung der %-Hemmung bezogen auf die Lösungsmittelkontrolle.
- 3. Erstellen einer Dosiswirkungskurve (%-Hemmung vs Substanzkonzentration).
- 4. Ermittlung der IC50 durch Interpolation des X-Wertes (Substanzkonzentration) der Dosiswirkungskurve bei Y = 50% Hemmung.
Die nachfolgende Tabelle enthält die gefundenen Werte:
Die erfindungsgemäß hergestellten Verbindungen sind gut verträglich, da bei therapeu
tischen Dosen keine toxischen Nebenwirkungen beobachtet werden konnten.
Aufgrund ihrer pharmakologischen Eigenschaften eignen sich die neuen Verbindungen mit
Ausnahme derjenigen Verbindungen, in denen Ar eine durch die Reste R5, R6 und R7 sub
stituierte Phenyl- oder Naphthylgruppe und R5 eine Cyanogruppe darstellt, und deren phy
siologisch verträglichen Salze zur Vorbeugung und Behandlung venöser und arterieller
thrombotischer Erkrankungen, wie zum Beispiel der Behandlung von tiefen Beinvenen-
Thrombosen, der Verhinderung von Reocclusionen nach Bypass-Operationen oder
Angioplastie (PT(C)A), sowie der Occlusion bei peripheren arteriellen Erkrankungen wie
Lungenembolie, der disseminierten intravaskulären Gerinnung, der Prophylaxe der Koro
narthrombose, der Prophylaxe des Schlaganfalls und der Verhinderung der Occlusion von
Shunts. Zusätzlich sind die erfindungsgemäßen Verbindungen zur antithrombotischen
Unterstützung bei einer thrombolytischen Behandlung, wie zum Beispiel mit Alteplase,
Reteplase, Tenecteplase, Staphylokinase oder Streptokinase, zur Verhinderung der
Langzeitrestenose nach PT(C)A, zur Prophylaxe und Behandlung von ischämischen
Vorfällen in Patienten mit instabiler Angina oder nicht-transmuralem Herzinfarkt, zur
Verhinderung der Metastasierung und des Wachstums von koagulationsabhängigen
Tumoren und von fibrinabhängigen Entzündungsprozessen, z. B. bei der Behandlung der
pulmonalen Fibrose, geeignet. Die neuen Verbindungen und deren physiologisch ver
trägliche Salze können therapeutisch in Kombination mit Inhibitoren der Plättchen-Aggre
gation wie Fibrinogen-Rezeptorantagonisten (z. B. Abciximab, Eptifibatide, Tirofiban), mit
Inhibitoren der ADP-induzierten Aggregation (z. B. Clopidogrel, Ticlopidin), mit P2T-
Rezeptorantagonisten (z. B. Cangrelor) oder mit kombinierten Thromboxan Rezeptor
antagonisten/Synthetaseinhibitoren (z. B. Terbogrel) eingesetzt werden.
Die zur Erzielung einer entsprechenden Wirkung erforderliche Dosierung beträgt zweck
mäßigerweise bei intravenöser Gabe 3 bis 30 mg/kg, vorzugsweise 1 bis 10 mg/kg, und bei
oraler Gabe 5 bis 50 mg/kg, vorzugsweise 3 bis 30 mg/kg, jeweils 1 bis 4 × täglich. Hierzu
lassen sich die erfindungsgemäß hergestellten Verbindungen der Formel I, gegebenenfalls in
Kombination mit anderen Wirksubstanzen, zusammen mit einem oder mehreren inerten üb
lichen Trägerstoffen und/oder Verdünnungsmitteln, z. B. mit Maisstärke, Milchzucker,
Rohrzucker, mikrokristalliner Zellulose, Magnesiumstearat, Polyvinylpyrrolidon, Zitronen
säure, Weinsäure, Wasser, Wasser/Ethanol, Wasser/Glycerin, Wasser/Sorbit, Wasser/Poly
ethylenglykol, Propylenglykol, Cetylstearylalkohol, Carboxymethylcellulose oder fetthaltigen
Substanzen wie Hartfett oder deren geeigneten Gemischen, in übliche galenische Zuberei
tungen wie Tabletten, Dragees, Kapseln, Pulver, Suspensionen oder Zäpfchen einarbeiten.
Die nachfolgenden Beispiele sollen die Erfindung näher erläutern:
35 g (0.163 Mol) 2-Methyl-4-brom-benzoesäure werden in 1 L Tetrahydrofuran und 100 ml
Wasser gelöst und mit 57.8 g (0.18 Mol) O-(Benzotriazol-1-yl)-N,N,N',N'-tetramethyluronium
tetrafluorborat, 22.0 g (0.163 Mol) N-Hydroxybenzotriazol und 62.7 mL (0.36 Mol) Ethyl
dicyclohexylamin versetzt. Nach 10 Minuten bei Raumtemperatur werden 13.9 mL (0.167 Mol)
Pyrrolidin zugegeben. Das Reaktionsgemisch wird 24 Stunden gerührt und eingeengt.
Der Rückstand wird mit 5%iger Kochsalzlösung/Methylenchlorid versetzt und extrahiert. Die
wäßrige Phase wird dreimal mit Methylenchlorid extrahiert, die vereinigten organische Pha
sen werden getrocknet und eingedampft. Der Rückstand wird an Kieselgel gereinigt, wobei
mit Methylenchlorid plus Ethanol (0-3%) eluiert wird. Die einheitlichen Fraktionen werden
vereinigt und eingedampft.
Ausbeute: 42 g (77% der Theorie),
Rf-Wert: 0.45 (Dichlormethan/Ethanol = 95 : 5)
Ausbeute: 42 g (77% der Theorie),
Rf-Wert: 0.45 (Dichlormethan/Ethanol = 95 : 5)
1.9 g (9.8 mMol) N-[2-(2-Methoxy-phenyl)-ethyl]-acetamid werden in 50 ml Acetonitril gelöst
und nach Zugabe von 2 g (11 mMol) N-Bromsuccinimid 4 Stunden bei Raumtemperatur
gerührt. Anschließend wird das Solvens abdestilliert, der Rückstand wird mit Dichlormethan
verrührt und abgesaugt. Die Mutterlauge wird eingedampft und an Kieselgel chromato
graphiert, wobei mit Dichlormethan/Methanol/Ammoniak (50 : 0.9 : 0.1) eluiert wird.
Ausbeute: 2.6 g (99% der Theorie),
Rf-Wert: 0.47 (Kieselgel; Dichlormethan/Methanol/Ammoniak = 24 : 0.9 : 0.1)
Ausbeute: 2.6 g (99% der Theorie),
Rf-Wert: 0.47 (Kieselgel; Dichlormethan/Methanol/Ammoniak = 24 : 0.9 : 0.1)
12.5 g (45.9 mMol) N-[2-(5-Brom-2-methoxy-phenyl)-ethyl]-acetamid werden in 50 ml
Dimethylformamid gelöst und nach Zugabe von 8.2 g (91 mMol) Kupfercyanid, 577 mg (0.5 mMol)
Tetrakis-triphenylphosphin-palladium-(0) und 11.6 g Aluminiumoxid 20 Stunden unter
Stickstoffatmosphäre bei 140°C gerührt. Die warme Suspension wird abgesaugt und die
Mutterlauge eingedampft. Der Rückstand wird an Kieselgel chromatographiert, wobei mit
Dichlormethan/Ethanol (0-3%) eluiert wird.
Ausbeute: 4.9 g (49% der Theorie),
Rf-Wert: 0.35 (Kieselgel; Dichlormethan/Methanol/Ammoniak = 19 : 0.9 : 0.1)
Ausbeute: 4.9 g (49% der Theorie),
Rf-Wert: 0.35 (Kieselgel; Dichlormethan/Methanol/Ammoniak = 19 : 0.9 : 0.1)
4.9 g (22.4 mMol) N-[2-(5-Cyano-2-methoxy-phenyl)-ethyl]-acetamid werden in 20 ml
Eisessig gelöst und nach Zugabe von 60 ml 3 molarer Salzsäure 15 Stunden zum Rückfluß
erhitzt. Anschließend wird vom Solvens abdestilliert, der Rückstand in Aceton verrieben und
abgesaugt. Das Rohprodukt wird in Wasser gelöst, mit konz. Ammoniak alkalisch gestellt
und mit Essigester extrahiert. Die organische Phase wird getrocknet und eingedampft.
Ausbeute: 2.6 g (66% der Theorie),
Rf-Wert: 0.51 (Kieselgel; Dichlormethan/Methanol/Ammoniak = 4 : 0.9 : 0.1)
Ausbeute: 2.6 g (66% der Theorie),
Rf-Wert: 0.51 (Kieselgel; Dichlormethan/Methanol/Ammoniak = 4 : 0.9 : 0.1)
Eine Lösung von 2.0 g (6.7 mMol) 2-Methyl-4-brom-benzoesäure-pyrrolidinamid und 1.9 g
(8.5 mMol) (5-Cyano-2-methoxy-phenyl)-ethylamin in 75 mL Toluol wird unter Stickstoffat
mosphäre mit 5.7 g (17.5 mMol) Cesiumcarbonat, 120 mg (0.27 mMol) Palladium-II-acetat
und 240 mg (0.385 mMol) 2,2'-Bis-(diphenylphosphino)-1,1'-binaphthyl (BINAP) versetzt und
18 Stunden auf 130°C erhitzt. Nach Abkühlung wird das Reaktionsgemisch mit Eiswasser
verrührt und mit Methylenchlorid extrahiert. Die organische Phase wird mit Wasser gewa
schen, über Magnesiumsulfat getrocknet und eingedampft. Das Rohprodukt wird an Kiesel
gel gereinigt, wobei mit Methylenchlorid/Methanol/Ammoniak (1/0/0; 50/0.9/0.1 und
33/0.9/0.1) eluiert wird.
Ausbeute: 0.9 g (37% der Theorie),
Rf-Wert: 0.71 (Kieselgel; Dichlormethan/Methanol/Ammoniak = 9 : 0.9 : 0.1)
Ausbeute: 0.9 g (37% der Theorie),
Rf-Wert: 0.71 (Kieselgel; Dichlormethan/Methanol/Ammoniak = 9 : 0.9 : 0.1)
0.5 g (1.3 mMol) 2-(5-Cyano-2-methoxy-phenyl)-N-[3-methyl-4-(pyrrolidin-1- 23790 00070 552 001000280000000200012000285912367900040 0002010104597 00004 23671yl-carbonyl)-
phenyl]-ethylamin werden in 40 ml Dichlormethan gelöst und bei -45 bis -25°C mit 7 ml (7 mMol)
Bortribromid (1 M Lösung in Dichlormethan) versetzt. Das Reaktionsgemisch wird 20
Stunden bei Raumtemperatur gerührt, mit Eis und konz. Ammoniak versetzt und mit Di
chlormethan/Methanol (19 : 1) extrahiert. Die vereinigten organischen Extrakte werden
eingedampft und an Kieselgel chromatographiert, wobei mit Dichlormethan/Ethanol (0-3%)
eluiert wird.
Ausbeute: 0.2 g (46% der Theorie),
Rf-Wert: 0.42 (Kieselgel; Essigester/Toluol/Ammoniak = 9 : 0.9 : 0.1)
Ausbeute: 0.2 g (46% der Theorie),
Rf-Wert: 0.42 (Kieselgel; Essigester/Toluol/Ammoniak = 9 : 0.9 : 0.1)
0.2 g (0.63 mMol) 2-(5-Cyano-2-hydroxy-phenyl)-N-[3-methyl-4-(pyrrolidin-1-yl-carbonyl)-
phenyl]-ethylamin werden ethanolischer Salzsäure gelöst und 4.75 Stunden bei Raumtem
peratur gerührt. Das Reaktionsgemisch wird eingedampft, in 25 ml Ethanol aufgenommen
und mit 0.9 g (9.5 mMol) Ammoniumcarbonat versetzt. Nach 18 Stunden bei Raumtem
peratur wird das ungelöste Material abfiltriert und das Filtrat eingedampft. Der Rückstand
wird mit Ether verrieben, filtriert, mit Ether gewaschen und getrocknet.
Ausbeute: 0.2 g (87% der Theorie),
Rf-Wert: 0.58 (Reversed Phase RP 8; 5%ige Natriumchlorid-Lösung/Methanol = 1 : 2)
C21H26N4O2 × HCl (366.47/402.93)
Massenspektrum:
(M + H)+ = 367
(M + Cl)- = 401/03 (Cl)
Ausbeute: 0.2 g (87% der Theorie),
Rf-Wert: 0.58 (Reversed Phase RP 8; 5%ige Natriumchlorid-Lösung/Methanol = 1 : 2)
C21H26N4O2 × HCl (366.47/402.93)
Massenspektrum:
(M + H)+ = 367
(M + Cl)- = 401/03 (Cl)
Hergestellt analog Beispiel 1.c. aus 2-Methyl-4-brom-benzoesäure-pyrrolidinamid,
Kupfercyanid, Tetrakis-triphenylphosphin-palladium-(0) und Aluminiumoxid in Di
methylformamid.
Ausbeute: 39% der Theorie,
Rf-Wert: 0.22 (Kieselgel; Cyclohexan/Essigester = 1 : 1)
Ausbeute: 39% der Theorie,
Rf-Wert: 0.22 (Kieselgel; Cyclohexan/Essigester = 1 : 1)
2.3 g 3-Methyl-4-(pyrrolidin-1-yl-carbonyl)-benzonitril werden in 75 ml ethanolischem
Ammoniak gelöst und nach Zugabe von 0.4 g Raney-Nickel 3 Stunden bei 70°C mit
Wasserstoff hydriert. Anschließend wird vom Katalysator abfiltriert und eingedampft.
Ausbeute: 2.3 g (100% der Theorie),
Rf-Wert: 0.45 (Kieselgel; Dichlormethan/Ethanol = 9 : 1)
Ausbeute: 2.3 g (100% der Theorie),
Rf-Wert: 0.45 (Kieselgel; Dichlormethan/Ethanol = 9 : 1)
Eine Lösung von 1.1 g (5 mMol) 3-Methyl-4-(pyrrolidin-1-yl-carbonyl)-benzylamin in 10 ml
Methanol wird mit 0.3 ml (5 mMol) Eisessig und 0.2 g (3.5 mMol) Natriumcyanborhydrid
versetzt. Nach 15 Minuten werden 0.5 g (3.4 mMol) 3-Formyl-4-hydroxy-benzonitril zu
gesetzt. Das Reaktionsgemisch wird 2 Stunden bei Raumtemperatur gerührt und mit Eis und
Salzsäure versetzt. Durch Zugabe von konz. Ammoniak wird die Lösung auf pH 8 gestellt
und mit Dichlormethan extrahiert. Die organische Phase wird eingedampft und über Kiesel
gel chromatographiert, wobei mit Essigester eluiert wird.
Ausbeute: 0.6 g (32% der Theorie),
Rf-Wert: 0.33 (Kieselgel; Dichlormethan/Ethanol = 19 : 1)
Ausbeute: 0.6 g (32% der Theorie),
Rf-Wert: 0.33 (Kieselgel; Dichlormethan/Ethanol = 19 : 1)
Hergestellt analog Beispiel 1.g. aus 2-(5-Cyano-2-hydroxy-benzyl)-N-[3-methyl-4-(pyrrolidin-
1-yl-carbonyl)]-benzylamin und Salzsäure/Ammoniumcarbonat in Ethanol.
Ausbeute: 98% der Theorie,
Rf-Wert: 0.66 (Reversed Phase RP 8; 5%ige Natriumchlorid-Lösung/Methanol = 1 : 1) C21H26N4O2 × HCl (366.47/402.93)
Massenspektrum:
(M + H)+ = 367
(M - H)- = 365
(M + Cl)- = 401/03 (Cl)
Ausbeute: 98% der Theorie,
Rf-Wert: 0.66 (Reversed Phase RP 8; 5%ige Natriumchlorid-Lösung/Methanol = 1 : 1) C21H26N4O2 × HCl (366.47/402.93)
Massenspektrum:
(M + H)+ = 367
(M - H)- = 365
(M + Cl)- = 401/03 (Cl)
Analog Beispiel 2 wird folgende Verbindung hergestellt:
- 1. 2-(5-Carbamimidoyl-2-hydroxy-benzyl)-N-[2,5-dimethyl-4-(pyrrolidin-1-yl-carbonyl)]-
benzylamin-dihydrochlorid
Ausbeute: 27% der Theorie,
Rf-Wert: 0.6 (Reversed Phase RP 8; 5%ige Natriumchlorid-Lösung/Methanol = 2 : 3) C22H28N4O2 × 2HCl (380.49/453.41)
Massenspektrum: (M + H)+ = 381
Zu einer Lösung von 0.15 g (3.9 mMol) Natriumborhydrid in 20 ml Tetrahydrofuran wird eine
Lösung von 1.7 g (6.9 mMol) 4-Benzyloxy-3-formyl-benzonitril in 10 ml Tetrahydrofuran bei
5-10°C zugetropft. Nach 1.5 Stunden bei 10°C wird das Solvens abdestilliert. Der Rückstand
wird mit 0.5 N Natronlauge versetzt und mit Essigester extrahiert. Die organische Phase wird
getrocknet, eingedampft und mit Ether/Petrolether kristallisiert.
Ausbeute: 1.5 g (91% der Theorie),
Rf-Wert: 0.2 (Kieselgel; Petrolether/Essigester = 8 : 2)
Ausbeute: 1.5 g (91% der Theorie),
Rf-Wert: 0.2 (Kieselgel; Petrolether/Essigester = 8 : 2)
Zu einer Lösung von 0.9 g (6.2 mMol) Phthalimid-Kaliumsalz, 1.5 g (6.2 mMol) 4-Benzyloxy-
3-hydroxymethyl-benzonitril und 3.9 g (15 mMol) Triphenylphosphin in 50 ml Tetrahydrofuran
wird bei Raumtemperatur eine Lösung von 2.6 g (15 mMol) Azodicarbonsäurediethylester in
5 ml Tetrahydrofuran zugetropft, wobei die Temperatur bis 42°C ansteigt. Nach 24 Stunden
wird das Solvens abdestilliert, der Rückstand wird in Natriumchloridlösung/Essigester auf
genommen und mit Essigester extrahiert. Die vereinigten organischen Extrakte werden
getrocknet und an Kieselgel chromatrographiert, wobei mit Petrolether/Essigester (10 : 0, 9 : 1
und 8 : 2) eluiert wird.
Ausbeute: 0.7 g (31% der Theorie),
Rf-Wert: 0.45 (Kieselgel; Petrolether/Essigester = 7 : 3)
Ausbeute: 0.7 g (31% der Theorie),
Rf-Wert: 0.45 (Kieselgel; Petrolether/Essigester = 7 : 3)
0.7 g (1.9 mMol) 4-Benzyloxy-3-(1,3-dioxo-1,3-dihydro-isoindol-2-yl)-methyl-benzonitril
werden in 20 ml Isopropanol gelöst und unter Zusatz von 1.5 ml Hydrazinhydrat 30 Minuten
zum Rückfluß erhitzt. Anschließend wird die Reaktionslösung eingedampft, der Rückstand
wird mit Eiswasser verrührt, abgesaugt und getrocknet.
Ausbeute: 0.3 g (71% der Theorie),
Rf-Wert: 0.1 (Kieselgel; Petrolether/Essigester = 1 : 1)
Ausbeute: 0.3 g (71% der Theorie),
Rf-Wert: 0.1 (Kieselgel; Petrolether/Essigester = 1 : 1)
In einer Stahlbombe werden 26.8 g (0.1 mol) 3-Methyl-4-(pyrrolidin-1-carbonyl)-brombenzol,
11.9 ml (0.13 Mol) n-Butanol, 1 g (0.004 Mol) Palladium-II-acetat, 4.2 g (0.016 Mol) Tri
phenylphosphin und 15.5 ml (0.12 Mol) N-Ethyl-diisopropylamin vorgelegt und nach Zugabe
von Kohlenmonoxid 50 Stunden auf 100°C erhitzt. Nach dem Abkühlen und Abdampfen des
Kohlenmonoxids wird die Reaktionslösung in Eiswasser eingerührt und mit Essigester extrahiert.
Die organische Phase wird getrocknet und eingedampft. Der Rückstand wird in
Natriumhydrogencarbonatlösung und Essigester aufgenommen, die wäßrige Phase mit
Salzsäure auf pH 4 gestellt und mit Essigester extrahiert. Die organische Phasen werden
getrocknet und eingedampft.
Ausbeute: 0.8 g (3.4% der Theorie),
Rf-Wert: 0.4 (Kieselgel; Dichlormethan/Ethanol = 19 : 1)
Ausbeute: 0.8 g (3.4% der Theorie),
Rf-Wert: 0.4 (Kieselgel; Dichlormethan/Ethanol = 19 : 1)
Hergestellt analog Beispiel 1.a. aus 3-Methyl-4-(pyrrolidin-1-carbonyl)-benzoesäure,
O-(Benzotriazol-1-yl)-N,N,N',N'-tetramethyluroniumtetrafluorborat, N-Methyl-morpholin und 4-
Benzyloxy-3-aminomethyl-benzonitril in Dimethylformamid.
Ausbeute: 93% der Theorie,
Rf-Wert: 0.5 (Kieselgel; Dichlormethan/Ethanol = 9 : 1)
Ausbeute: 93% der Theorie,
Rf-Wert: 0.5 (Kieselgel; Dichlormethan/Ethanol = 9 : 1)
Hergestellt analog Beispiel 1.g. aus 2-(2-Benzyloxy-5-cyano-benzyl)-N-[3-methyl-4-
(pyrrolidin-1-yl-carbonyl)]-benzamid-hydrochlorid und Salzsäure/Ammoniumcarbonat in
Ethanol.
Ausbeute: 0.3 g (77% der Theorie),
Rf-Wert: 0.3 (Kieselgel; Dichlormethan/Ethanol/Eisessig = 8 : 2 + 1% Eisessig)
Ausbeute: 0.3 g (77% der Theorie),
Rf-Wert: 0.3 (Kieselgel; Dichlormethan/Ethanol/Eisessig = 8 : 2 + 1% Eisessig)
0.3 g (0.5 mMol) 2-(5-Carbamimidoyl-2-benzyloxy-benzyl)-N-[3-methyl-4-(pyrrolidin-1-yl-
carbonyl)]-benzamid-hydrochlorid werden in 50 mL Methanol gelöst und nach Zugabe von
200 mg Palladium auf Aktivkohle (10%) mit 5 Atmosphären Wasserstoff bei Raumtemperatur
hydriert. Anschließend wird der Katalysator abfiltriert, das Filtrat wird eingedampft und mit
Petrolether/Ether (1 : 1) verrieben.
Ausbeute: 120 mg (58% der Theorie),
C21H24N4O3 × HCl (380.45/416.91)
Massenspektrum:
(M + H)+ = 381
(M - H)- = 379
Ausbeute: 120 mg (58% der Theorie),
C21H24N4O3 × HCl (380.45/416.91)
Massenspektrum:
(M + H)+ = 381
(M - H)- = 379
Analog Beispiel 3 wird folgende Verbindung hergestellt:
- 1. 2-(5-Carbamimidoyl-2-hydroxy-benzyl)-N-[2,5-dimethyl-4-(pyrrolidin-1-yl-carbonyl)]-
benzamid-hydrochlorid
Ausbeute: 81% der Theorie,
Rf-Wert: 0.55 (Reversed Phase RP 8; 5%ige Natriumchlorid-Lösung/Methanol = 2 : 3) C22H26N4O3 × HCl (394.48/430.94)
Massenspektrum:
(M + H)+ = 395
(M - H)- = 393
(M + Cl)- = 429/31 (Cl)
Hergestellt analog Beispiel 2.b. aus 2-(5-Cyano-2-benzyloxy-benzyl)-N-[3-methyl-4-(pyrro
lidin-1-yl-carbonyl)]-benzamid in methanolischem Ammoniak/Raney-Nickel/Wasserstoff und
anschließender Umsetzung analog Beispiel 3.g. mit Wasserstoff in Methanol unter Zusatz
von Palladium auf Aktivkohle.
Ausbeute: 34% der Theorie,
Rf-Wert: 0.35 (Kieselgel; Dichlormethan/Ethanol = 8 : 2) C21H25N3O3 (367.45)
Massenspektrum: (M - H)- = 366
Ausbeute: 34% der Theorie,
Rf-Wert: 0.35 (Kieselgel; Dichlormethan/Ethanol = 8 : 2) C21H25N3O3 (367.45)
Massenspektrum: (M - H)- = 366
3.3 g (13.6 mMol) 4-Amino-3-methyl-benzoesäurebenzylester, 1.3 ml (15 mMol) Cyclo
pentanon, 1.2 ml (20.5 mMol) Eisessig und 0.1 g p-Toluolsulfonsäure werden in 70 ml
Tetrahydrofuran gelöst und 30 Minuten bei Raumtemperatur gerührt. Danach werden 4.0 g
(17.8 mMol) Natriumtriacetoxyborhydrid zugesetzt. Nach 26 Stunden bei Raumtemperatur
wird das Solvens abdestilliert und der Rückstand in Wasser/Essigester verteilt. Die wässrige
Phase wird dreimal mit Essigester extrahiert. Die vereinigten organischen Extrakte werden
getrocknet und über Kieselgel gereinigt, wobei mit Dichlormethan eluiert wird.
Ausbeute: 0.8 g (19% der Theorie),
Rf-Wert: 0.78 (Kieselgel; Dichlormethan/Ethanol = 95 : 5)
Ausbeute: 0.8 g (19% der Theorie),
Rf-Wert: 0.78 (Kieselgel; Dichlormethan/Ethanol = 95 : 5)
Eine Lösung von 0.8 g (2.6 mMol) 4-Cyclopentylamino-3-methyl-benzoesäurebenzylester in
30 ml Tetrahydrofuran wird mit 0.1 g (2.6 mMol) Natriumhydrid versetzt und eine Stunde auf
40°C erwärmt. Nach Zugabe von 0.3 ml (2.34 mMol) Bernsteinsäureethylester-chlorid wird
das Reaktionsgemisch 5 Tage bei Raumtemperatur gerührt. Nach Abdampfen des Solvens
wird der Rückstand in Essigester aufgenommen, mit Kochsalzlösung gewaschen und ge
trocknet. Das Rohprodukt wird an Kieselgel gereinigt, wobei mit Dichlormethan eluiert wird.
Ausbeute: 0.8 g (73% der Theorie),
Rf-Wert: 0.64 (Kieselgel; Dichlormethan/Ethanol = 95 : 5)
Ausbeute: 0.8 g (73% der Theorie),
Rf-Wert: 0.64 (Kieselgel; Dichlormethan/Ethanol = 95 : 5)
Hergestellt analog Beispiel 3.g. aus 4-[Cyclopentyl-(3-ethoxycarbonyl-propionyl)-amino]-3-
methyl-benzoesäurebenzylester und Palladium auf Aktivkohle/Wasserstoff in Methanol.
Ausbeute: 91% der Theorie,
Rf-Wert: 0.12 (Kieselgel; Dichlormethan/Ethanol = 95 : 5)
Ausbeute: 91% der Theorie,
Rf-Wert: 0.12 (Kieselgel; Dichlormethan/Ethanol = 95 : 5)
Hergestellt analog Beispiel 1.a. aus 4-[Cyclopentyl-(3-ethoxycarbonyl-propionyl)-amino]-3-
methyl-benzoesäure, 4-Benzyloxy-3-aminomethyl-benzonitril, O-(Benzotriazol-1-yl)-
N,N,N',N'-tetramethyluroniumtetrafluorborat und N-Methyl-morpholin in Dimethylformamid.
Ausbeute: 95% der Theorie,
Rf-Wert: 0.28 (Kieselgel; Dichlormethan/Ethanol = 95 : 5)
Ausbeute: 95% der Theorie,
Rf-Wert: 0.28 (Kieselgel; Dichlormethan/Ethanol = 95 : 5)
Hergestellt analog Beispiel 1.g. aus 2-(5-Cyano-2-benzyloxy-benzyl)-N-[3-methyl-4-{N-
cyclopentyl-(3-ethoxycarbonylpropionyl)amino}]-benzamid und Salzsäure/Ammonium
carbonat in Ethanol und anschließender Umsetzung analog Beispiel 3.g. mit Wasserstoff in
Methanol unter Zusatz von Palladium auf Aktivkohle.
Ausbeute: 51% der Theorie,
Rf-Wert: 0.31 (Reversed Phase RP 8; 5%ige Natriumchlorid-Lösung/Methanol = 6 : 4) C27H34N4O5 × HCl (494.60/531.06)
Massenspektrum:
(M + H)+ = 495
(M + Cl)- = 529/31 (Cl)
Ausbeute: 51% der Theorie,
Rf-Wert: 0.31 (Reversed Phase RP 8; 5%ige Natriumchlorid-Lösung/Methanol = 6 : 4) C27H34N4O5 × HCl (494.60/531.06)
Massenspektrum:
(M + H)+ = 495
(M + Cl)- = 529/31 (Cl)
Analog Beispiel 5 wird folgende Verbindung hergestellt:
- 1. 2-(5-Carbamimidoyl-2-hydroxy-benzyl)-N-[3-methyl-4-(N-acetyl-cyclobutylamino)]-
benzamid-hydrochlorid
Ausbeute: 97% der Theorie,
Rf-Wert: 0.12 (Kieselgel; Dichlormethan/Ethanol = 4 : 1)
C22H26N4O3 × HCl (394.48/430.94)
Massenspektrum:
(M + H)+ = 395
(M - H)- = 393
(M + Cl)- = 429/31 (Cl)
0.2 g (0.28 mMol) 2-(5-Carbamimidoyl-2-hydroxy-benzyl)-N-[3-methyl-4-{N-cyclopentyl-(3-
ethoxycarbonylpropionyl)amino}]-benzamid-hydrochlorid werden in 5 ml 6 molarer Salzsäure
4 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Das Solvens wird abdestilliert und der Rückstand an
Reversed Phase RP 8 gereinigt, wobei mit Wasser/Methanol (0-50%) eluiert wird.
Ausbeute: 99% der Theorie,
Rf-Wert: 0.49 (Reversed Phase RP 18; 5%ige Natriumchlorid-Lösung/Methanol = 6 : 4) C25H30N4O5 × HCl (466.54/503.00)
Massenspektrum:
(M + H)+ = 467
(M - H)- = 465
(M + Na)+ = 489
Ausbeute: 99% der Theorie,
Rf-Wert: 0.49 (Reversed Phase RP 18; 5%ige Natriumchlorid-Lösung/Methanol = 6 : 4) C25H30N4O5 × HCl (466.54/503.00)
Massenspektrum:
(M + H)+ = 467
(M - H)- = 465
(M + Na)+ = 489
Hergestellt analog Beispiel 1.e. aus 4-Brom-3-methyl-benzoesäuremethylester, Cyclopen
tylamin, Cäsiumcarbonat, Palladium-II-acetat und 2,2'-Bis-(diphenylphosphino)-1,1'-binaph
thyl in Toluol.
Ausbeute: 95% der Theorie,
Rf-Wert: 0.55 (Kieselgel; Dichlormethan)
Ausbeute: 95% der Theorie,
Rf-Wert: 0.55 (Kieselgel; Dichlormethan)
3.3 g (14 mMol) 4-Cyclopentylamino-3-methyl-benzoesäuremethylester werden in 5 ml
Methanol gelöst und mit 30 mL Natronlauge (2 N) versetzt. Nach 12 Stunden bei Raum
temperatur wird das Reaktionsgemisch eingeengt und unter Kühlung mit 30 ml Salzsäure
(2 N) versetzt. Nach 30 Minuten wird die Lösung mit Dichlormethan versetzt und extrahiert.
Die organische Phase wird getrocknet und eingeengt.
Ausbeute: 0.8 g (26% der Theorie),
Rf-Wert: 0.74 (Kieselgel; Petrolether/Essigester = 4 : 6)
Ausbeute: 0.8 g (26% der Theorie),
Rf-Wert: 0.74 (Kieselgel; Petrolether/Essigester = 4 : 6)
Hergestellt analog Beispiel 1.a. aus 4-Cyclopentylamino-3-methyl-benzoesäure, O-(Benzo
triazol-1-yl)-N,N,N'-N'-tetramethyluroniumfluorborat, N-Methylmorpholin und 4-Benzyloxy-3-
aminomethyl-benzonitril in Dimethylformamid.
Ausbeute: 49% der Theorie,
Rf-Wert: 0.77 (Kieselgel; Dichlormethan/Ethanol = 95 : 5)
Ausbeute: 49% der Theorie,
Rf-Wert: 0.77 (Kieselgel; Dichlormethan/Ethanol = 95 : 5)
Hergestellt analog Beispiel 1.g. aus N-(2-Benzyloxy-5-cyano-benzyl)-4-cyclopentylamino-3-
methyl-benzamid und Salzsäure/Ammoniumcarbonat in Ethanol und anschließender Um
setzung mit Wasserstoff/Palladium auf Aktivkohle in Methanol analog Beispiel 3.g.
Ausbeute: 78% der Theorie,
Rf-Wert: 0.29 (Kieselgel; Dichlormethan/Ethanol = 4 : 1) C21H26N4O2 × HCl (366.47/402.93)
Massenspektrum:
(M + H)+ = 367
(M - H)- = 365
(M + Cl)- = 401/03 (Cl)
Ausbeute: 78% der Theorie,
Rf-Wert: 0.29 (Kieselgel; Dichlormethan/Ethanol = 4 : 1) C21H26N4O2 × HCl (366.47/402.93)
Massenspektrum:
(M + H)+ = 367
(M - H)- = 365
(M + Cl)- = 401/03 (Cl)
Hergestellt analog Beispiel 1.c. aus tert-Butoxycarbonylamino-(3-brom-phenyl)-
essigsäurebenzylester und Kupfer-(I)-Cyanid/Tetrakis-triphenylphosphin-palladium-(0).
Ausbeute: 41% der Theorie,
Rf-Wert: 0.25 (Kieselgel; Cyclohexan/Essigester = 4 : 1)
Ausbeute: 41% der Theorie,
Rf-Wert: 0.25 (Kieselgel; Cyclohexan/Essigester = 4 : 1)
Hergestellt analog Beispiel 1.d. aus tert-Butoxycarbonylamino-(3-cyano-phenyl)-
essigsäurebenzylester und Salzsäure in Dioxan.
Ausbeute: 66% der Theorie,
Rf-Wert: 0.4 (Kieselgel; Dichlormethan/Methanol = 95 : 5 + Ammoniak)
Ausbeute: 66% der Theorie,
Rf-Wert: 0.4 (Kieselgel; Dichlormethan/Methanol = 95 : 5 + Ammoniak)
Hergestellt analog Beispiel 1.a. aus Amino-(3-cyano-phenyl)-essigsäurebenzylester und 3-
Methyl-4-(pyrrolidin-1-carbonyl)-benzoesäure, O-(Benzotriazol-1-yl)-N,N,N',N'-
tetramethyluroniumtetrafluorborat und N-Methyl-morpholin in Dimethylformamid.
Ausbeute: 93% der Theorie,
Rf-Wert: 0.5 (Kieselgel; Essigester)
Ausbeute: 93% der Theorie,
Rf-Wert: 0.5 (Kieselgel; Essigester)
Hergestellt analog Beispiel 1.g. aus (3-Cyano-phenyl)-({1-[3-methyl-4-(pyrrolidin-1-yl-
carbonyl)-phenyl]-carbonyl}-amino)-essigsäurebenzylester und Salzsäure/Ammo
niumcarbonat in Ethanol.
Ausbeute: 47% der Theorie,
Rf-Wert: 0.46 (Reversed Phase RP8; 5% Kochsalzlösung/Methanol = 2 : 3) C24H28N4O4 × CH3COOH (436.52/496.57)
Massenspektrum:
(M + H)+ = 437
(M - H)- = 435
Ausbeute: 47% der Theorie,
Rf-Wert: 0.46 (Reversed Phase RP8; 5% Kochsalzlösung/Methanol = 2 : 3) C24H28N4O4 × CH3COOH (436.52/496.57)
Massenspektrum:
(M + H)+ = 437
(M - H)- = 435
Hergestellt analog Beispiel 7.b. aus (3-Carbamimidoyl-phenyl)-({1-[3-methyl-4-(pyrrolidin-1 -
yl-carbonyl)-phenyl]-carbonyl}-amino)-essigsäureethylester und Natronlauge.
Ausbeute: 91% der Theorie,
Rf-Wert: 0.55 (Reversed Phase RP8; 5% Kochsalzlösung/Methanol = 2 : 3) C22H24N4O4 × HCl (408.46/444.92)
Massenspektrum:
(M + H)+ = 409
(M + Na)+ = 431
Ausbeute: 91% der Theorie,
Rf-Wert: 0.55 (Reversed Phase RP8; 5% Kochsalzlösung/Methanol = 2 : 3) C22H24N4O4 × HCl (408.46/444.92)
Massenspektrum:
(M + H)+ = 409
(M + Na)+ = 431
| Wirkstoff | 75,0 mg |
| Mannitol | 50,0 mg |
| Wasser für Injektionszwecke | ad 10,0 ml |
Wirkstoff und Mannitol werden in Wasser gelöst. Nach Abfüllung wird gefriergetrocknet. Die
Auflösung zur gebrauchsfertigen Lösung erfolgt mit Wasser für Injektionszwecke.
| Wirkstoff | 35,0 mg |
| Mannitol | 100,0 mg |
| Wasser für Injektionszwecke | ad 2,0 ml |
Wirkstoff und Mannitol werden in Wasser gelöst. Nach Abfüllung wird gefriergetrocknet.
Die Auflösung zur gebrauchsfertigen Lösung erfolgt mit Wasser für Injektionszwecke.
| (1) Wirkstoff | 50,0 mg |
| (2) Milchzucker | 98,0 mg |
| (3) Maisstärke | 50,0 mg |
| (4) Polyvinylpyrrolidon | 15,0 mg |
| (5) Magnesiumstearat | 2,0 mg |
| 215,0 mg |
(1), (2) und (3) werden gemischt und mit einer wäßrigen Lösung von (4) granuliert. Dem
getrockneten Granulat wird (5) zugemischt. Aus dieser Mischung werden Tabletten gepreßt,
biplan mit beidseitiger Facette und einseitiger Teilkerbe.
Durchmesser der Tabletten: 9 mm.
Durchmesser der Tabletten: 9 mm.
| (1) Wirkstoff | 350,0 mg |
| (2) Milchzucker | 136,0 mg |
| (3) Maisstärke | 80,0 mg |
| (4) Polyvinylpyrrolidon | 30,0 mg |
| (5) Magnesiumstearat | 4,0 mg |
| 600,0 mg |
(1), (2) und (3) werden gemischt und mit einer wäßrigen Lösung von (4) granuliert. Dem
getrockneten Granulat wird (5) zugemischt. Aus dieser Mischung werden Tabletten gepreßt,
biplan mit beidseitiger Facette und einseitiger Teilkerbe.
Durchmesser der Tabletten: 12 mm.
Durchmesser der Tabletten: 12 mm.
| (1) Wirkstoff | 50,0 mg |
| (2) Maisstärke getrocknet | 58,0 mg |
| (3) Milchzucker pulverisiert | 50,0 mg |
| (4) Magnesiumstearat | 2,0 mg |
| 160,0 mg |
(1) wird mit (3) verrieben. Diese Verreibung wird der Mischung aus (2) und (4) unter
intensiver Mischung zugegeben.
Diese Pulvermischung wird auf einer Kapselabfüllmaschine in Hartgelatine-Steckkapseln
Größe 3 abgefüllt.
| (1) Wirkstoff | 350,0 mg |
| (2) Maisstärke getrocknet | 46,0 mg |
| (3) Milchzucker pulverisiert | 30,0 mg |
| (4) Magnesiumstearat | 4,0 mg |
| 430,0 mg |
(1) wird mit (3) verrieben. Diese Verreibung wird der Mischung aus (2) und (4) unter
intensiver Mischung zugegeben.
Diese Pulvermischung wird auf einer Kapselabfüllmaschine in Hartgelatine-Steckkapseln
Größe 0 abgefüllt.
| Wirkstoff | 100,0 mg |
| Polyethylenglykol (M.G. 1500) | 600,0 mg |
| Polyethylenglykol (M.G. 6000) | 460,0 mg |
| Polyethylensorbitanmonostearat | 840,0 mg |
| 2000,0 mg |
Das Polyethylenglykol wird zusammen mit Polyethylensorbitanmonostearat geschmolzen.
Bei 40°C wird die gemahlene Wirksubstanz in der Schmelze homogen dispergiert. Es wird
auf 38°C abgekühlt und in schwach vorgekühlte Suppositorienformen ausgegossen.
Claims (11)
1. Verbindungen der allgemeinen Formel
in der
eine Di-(C1-5-Alkyl)amino- oder N-(C3-7-Cycloalkyl)-C1-5-alkylaminogruppe, wobei der C1-5-Alkylteil mit Ausnahme der 1-Position jeweils durch eine Hydroxy-, C1-3-Alkoxy-, Amino-, C1-3-Alkyl-amino- oder Di-(C1-3-Alkyl)-aminogruppe substituiert sein kann,
eine gegebenenfalls durch eine C1-3-Alkyl-, Amino-C1-3-alkyl-, C1-3-Alkylamino-C1-3-alkyl-, Di- (C1-3-Alkyl)-amino-C1-3-alkyl-, Aminocarbonyl-, C1-3-Alkylamino-carbonyl- oder Di-(C1-3-Alkyl)- aminocarbonylgruppe substituierte 4- bis 7-gliedrige Cycloalkyleniminocarbonyl- oder Cyclo alkyleniminosulfonylgruppe,
eine gegebenenfalls durch eine oder zwei C1-3-Alkylgruppen substituierte Aminosulfonyl gruppe,
eine C3-7-Cycloalkyl-carbonylgruppe, wobei
die Methylengruppe in 3- oder 4-Stellung in einer C5-7-Cycloalkyl-carbonylgruppe durch eine -NH-Gruppe ersetzt sein kann, in der
das Wasserstoffatom der -NH-Gruppe durch eine C1-3-Alkyl-, C1-3-Alkylcarbonyl-, Phenylcarbonyl- oder Phenylsulfonylgruppe ersetzt sein kann,
eine Phenylcarbonyl- oder Heteroarylcarbonylgruppe,
eine gegebenenfalls durch eine Amino-, C1-3-Alkylamino-, Di-(C1-3-Alkyl)-amino-, Hydroxy-, Phenyl- oder eine 4- bis 7-gliedrige Cycloalkyleniminogruppe monosubstituierte oder terminal durch eine Phenyl- und eine Hydroxygruppe disubstituierte C1-3-Alkylgruppe, wobei
die Phenylsubstituenten durch eine gegebenenfalls durch eine oder zwei C1-3-Al kylgruppen substituierte Amidinogruppe, durch ein Fluor-, Chlor- oder Bromatom, durch eine Trifluormethyl-, C1-3-Alkyl- oder C1-3-Alkoxygruppe substituiert sein können,
R2 ein Wasserstoff-, Fluor-, Chlor- oder Bromatom, eine C1-3-Alkylgruppe, in der die Wasser stoffatome ganz oder teilweise durch Fluoratome ersetzt sein können, eine Hydroxy- oder C1-3-Alkoxygruppe,
R3 ein Wasserstoffatom oder eine C1-3-Alkylgruppe,
R4 ein Wasserstoffatom oder eine gegebenenfalls durch eine Carboxygruppe oder eine in- vivo in eine Carboxygruppe überführbare Gruppe substituierte C1-3-Alkylgruppe und
Ar eine durch die Reste R5, R6 und R7 substituierte Phenyl- oder Naphthylgruppe, wobei
R5 eine Cyanogruppe, eine gegebenenfalls durch eine oder zwei C1-3-Alkylgruppen substituierte Amidinogruppe, eine Amino-C1-3-alkyl-, C1-3-Alkylamino-C1-3-alkyl- oder Di-(C1-3-Alkyl)amino-C1-3-alkylgruppe,
R6 ein Wasserstoff-, Fluor-, Chlor- oder Bromatom, eine Trifluormethyl-, C1-3-Alkyl-, Hydroxy-, Hydroxy-C1-3-alkyl-, C1-3-Alkoxy-, C1-3-Alkoxy--C1-3-alkyl-, Carboxy-, Carboxy-C1-3-alkyl-, Carboxy-C1-3-alkoxy-, C1-4-Alkoxy-carbonyl-C1-3-alkoxy-, Phenyl- C1-3-alkoxy-, Amino-, C1-3-Alkylamino- oder Di-(C1-3-Alkyl)aminogruppe und
R7 ein Wasserstoff-, Fluor-, Chlor- oder Bromatom oder eine C1-3-Alkylgruppe darstellt,
oder eine gegebenenfalls im Kohlenstoffgerüst durch eine C1-3-Alkylgruppe substituierte Thienyl-, Thiazolyl-, Pyridinyl-, Pyrimidinyl-, Pyrazinyl- oder Pyridazinylgruppe,
wobei unter einer vorstehend erwähnten Heteroarylgruppe eine über ein Kohlenstoff- oder Stickstoffatom gebundene 5-gliedrige Heteroarylgruppe, die
eine gegebenenfalls durch eine C1-3-Alkylgruppe substituierte Iminogruppe, ein Sauerstoff- oder Schwefelatom,
eine gegebenenfalls durch eine C1-3-Alkylgruppe substituierte Iminogruppe und ein Sauerstoff-, Schwefel- oder Stickstoffatom,
eine gegebenenfalls durch eine C1-3-Alkylgruppe substituierte Iminogruppe und zwei Stickstoffatome oder
ein Sauerstoff- oder Schwefelatom und zwei Stickstoffatome enthält,
oder eine 6-gliedrige Heteroarylgruppe, die ein oder zwei Stickstoffatome enthält,
zu verstehen ist,
wobei an die vorstehend erwähnten 5- oder 6-gliedrigen Heteroarylgruppen über zwei benachbarte Kohlenstoffatome ein Phenylring ankondensiert sein kann und die so gebildeten bicyclischen Heteroarylgruppen über den heteroaromatischen oder carbocyclischen Teil gebunden sein können,
und wobei die bei der Definition der vorstehend genannten Reste erwähnten unsubstituierten oder monosubstituierten Phenylgruppen oder in diesen Resten enthaltene unsubstituierte oder monosubstituierte Phenylteile sowie die vorstehend erwähnten Heteroarylgruppen an einem Kohlenstoffatom gegebenenfalls zusätzlich jeweils durch ein Fluor-, Chlor- oder Bromatom, durch eine Trifluormethyl-, C1-3-Alkyl- oder C1-3-Alkoxygruppe substituiert sein können, sofern nichts anderes erwähnt wurde,
die bei der Definition der vorstehend erwähnten Resten erwähnten Carboxygruppen durch eine in-vivo in eine Carboxygruppe überführbare Gruppe oder durch eine unter physiologi schen Bedingungen negativ geladene Gruppe ersetzt sein und
die bei der Definition der vorstehend erwähnten Resten erwähnten Amino- und Iminogruppen durch einen in vivo abspaltbaren Rest substituiert sein können,
deren Isomere und deren Salze.
in der
- a) m die Zahl 0,
n die Zahl 1 und
A eine geradkettige C1-3-Alkylengruppe, in der
ein oder zwei Wasserstoffatome unabhängig voneinander jeweils durch eine C1-3-Alkylgruppe ersetzt sein können oder
ein Wasserstoffatom durch die Gruppe -(CH2)p-Rf ersetzt sein kann, wobei
p eine der Zahlen 0, 1, 2 oder 3 und
Rf eine Hydroxycarbonyl-, C1-3-Alkoxycarbonyl-, Aminocarbonyl-, C1-3-Alkylaminocarbonyl-, C1-3-Alkyl)-aminocarbonyl- oder C3-7-Cycloalkylamino-carbonylgruppe darstellt,
- a) m die Zahl 1,
n die Zahl 1 und
A eine Bindung oder - b) m die Zahl 0 oder 1,
n die Zahl 0 und
A eine geradkettige C1-3-Alkylengruppe, in der ein oder zwei Wasserstoffatome unabhängig voneinander jeweils durch eine C1-3-Alkylgruppe ersetzt sein können, oder - c) m die Zahl 2,
n die Zahl 0 und
A eine Bindung,
eine Di-(C1-5-Alkyl)amino- oder N-(C3-7-Cycloalkyl)-C1-5-alkylaminogruppe, wobei der C1-5-Alkylteil mit Ausnahme der 1-Position jeweils durch eine Hydroxy-, C1-3-Alkoxy-, Amino-, C1-3-Alkyl-amino- oder Di-(C1-3-Alkyl)-aminogruppe substituiert sein kann,
eine gegebenenfalls durch eine C1-3-Alkyl-, Amino-C1-3-alkyl-, C1-3-Alkylamino-C1-3-alkyl-, Di- (C1-3-Alkyl)-amino-C1-3-alkyl-, Aminocarbonyl-, C1-3-Alkylamino-carbonyl- oder Di-(C1-3-Alkyl)- aminocarbonylgruppe substituierte 4- bis 7-gliedrige Cycloalkyleniminocarbonyl- oder Cyclo alkyleniminosulfonylgruppe,
eine gegebenenfalls durch eine oder zwei C1-3-Alkylgruppen substituierte Aminosulfonyl gruppe,
eine C3-7-Cycloalkyl-carbonylgruppe, wobei
die Methylengruppe in 3- oder 4-Stellung in einer C5-7-Cycloalkyl-carbonylgruppe durch eine -NH-Gruppe ersetzt sein kann, in der
das Wasserstoffatom der -NH-Gruppe durch eine C1-3-Alkyl-, C1-3-Alkylcarbonyl-, Phenylcarbonyl- oder Phenylsulfonylgruppe ersetzt sein kann,
eine Phenylcarbonyl- oder Heteroarylcarbonylgruppe,
eine gegebenenfalls durch eine Amino-, C1-3-Alkylamino-, Di-(C1-3-Alkyl)-amino-, Hydroxy-, Phenyl- oder eine 4- bis 7-gliedrige Cycloalkyleniminogruppe monosubstituierte oder terminal durch eine Phenyl- und eine Hydroxygruppe disubstituierte C1-3-Alkylgruppe, wobei
die Phenylsubstituenten durch eine gegebenenfalls durch eine oder zwei C1-3-Al kylgruppen substituierte Amidinogruppe, durch ein Fluor-, Chlor- oder Bromatom, durch eine Trifluormethyl-, C1-3-Alkyl- oder C1-3-Alkoxygruppe substituiert sein können,
R2 ein Wasserstoff-, Fluor-, Chlor- oder Bromatom, eine C1-3-Alkylgruppe, in der die Wasser stoffatome ganz oder teilweise durch Fluoratome ersetzt sein können, eine Hydroxy- oder C1-3-Alkoxygruppe,
R3 ein Wasserstoffatom oder eine C1-3-Alkylgruppe,
R4 ein Wasserstoffatom oder eine gegebenenfalls durch eine Carboxygruppe oder eine in- vivo in eine Carboxygruppe überführbare Gruppe substituierte C1-3-Alkylgruppe und
Ar eine durch die Reste R5, R6 und R7 substituierte Phenyl- oder Naphthylgruppe, wobei
R5 eine Cyanogruppe, eine gegebenenfalls durch eine oder zwei C1-3-Alkylgruppen substituierte Amidinogruppe, eine Amino-C1-3-alkyl-, C1-3-Alkylamino-C1-3-alkyl- oder Di-(C1-3-Alkyl)amino-C1-3-alkylgruppe,
R6 ein Wasserstoff-, Fluor-, Chlor- oder Bromatom, eine Trifluormethyl-, C1-3-Alkyl-, Hydroxy-, Hydroxy-C1-3-alkyl-, C1-3-Alkoxy-, C1-3-Alkoxy--C1-3-alkyl-, Carboxy-, Carboxy-C1-3-alkyl-, Carboxy-C1-3-alkoxy-, C1-4-Alkoxy-carbonyl-C1-3-alkoxy-, Phenyl- C1-3-alkoxy-, Amino-, C1-3-Alkylamino- oder Di-(C1-3-Alkyl)aminogruppe und
R7 ein Wasserstoff-, Fluor-, Chlor- oder Bromatom oder eine C1-3-Alkylgruppe darstellt,
oder eine gegebenenfalls im Kohlenstoffgerüst durch eine C1-3-Alkylgruppe substituierte Thienyl-, Thiazolyl-, Pyridinyl-, Pyrimidinyl-, Pyrazinyl- oder Pyridazinylgruppe,
wobei unter einer vorstehend erwähnten Heteroarylgruppe eine über ein Kohlenstoff- oder Stickstoffatom gebundene 5-gliedrige Heteroarylgruppe, die
eine gegebenenfalls durch eine C1-3-Alkylgruppe substituierte Iminogruppe, ein Sauerstoff- oder Schwefelatom,
eine gegebenenfalls durch eine C1-3-Alkylgruppe substituierte Iminogruppe und ein Sauerstoff-, Schwefel- oder Stickstoffatom,
eine gegebenenfalls durch eine C1-3-Alkylgruppe substituierte Iminogruppe und zwei Stickstoffatome oder
ein Sauerstoff- oder Schwefelatom und zwei Stickstoffatome enthält,
oder eine 6-gliedrige Heteroarylgruppe, die ein oder zwei Stickstoffatome enthält,
zu verstehen ist,
wobei an die vorstehend erwähnten 5- oder 6-gliedrigen Heteroarylgruppen über zwei benachbarte Kohlenstoffatome ein Phenylring ankondensiert sein kann und die so gebildeten bicyclischen Heteroarylgruppen über den heteroaromatischen oder carbocyclischen Teil gebunden sein können,
und wobei die bei der Definition der vorstehend genannten Reste erwähnten unsubstituierten oder monosubstituierten Phenylgruppen oder in diesen Resten enthaltene unsubstituierte oder monosubstituierte Phenylteile sowie die vorstehend erwähnten Heteroarylgruppen an einem Kohlenstoffatom gegebenenfalls zusätzlich jeweils durch ein Fluor-, Chlor- oder Bromatom, durch eine Trifluormethyl-, C1-3-Alkyl- oder C1-3-Alkoxygruppe substituiert sein können, sofern nichts anderes erwähnt wurde,
die bei der Definition der vorstehend erwähnten Resten erwähnten Carboxygruppen durch eine in-vivo in eine Carboxygruppe überführbare Gruppe oder durch eine unter physiologi schen Bedingungen negativ geladene Gruppe ersetzt sein und
die bei der Definition der vorstehend erwähnten Resten erwähnten Amino- und Iminogruppen durch einen in vivo abspaltbaren Rest substituiert sein können,
deren Isomere und deren Salze.
2. Verbindungen der allgemeinen Formel I gemäß Anspruch 1, in denen
eine Di-(C1-3-Alkyl)amino- oder N-(C5-7-Cycloalkyl)-C1-3-alkylaminogruppe,
eine gegebenenfalls durch eine C1-3-Alkyl-, Amino-C1-3-alkyl-, C1-3-Alkylamino-C1-3-alkyl-, Aminocarbonyl- oder C1-3-Alkylamino-carbonylgruppe substituierte 4- bis 7-gliedrige Cyclo alkyleniminocarbonylgruppe, wobei
ein an ein Stickstoffatom gebundenes Wasserstoffatom durch eine Acetyl-, Phenylcarbo nyl- oder tert.-Butoxycarbonylgruppe ersetzt sein kann,
eine C5-7-Cycloalkyl-carbonylgruppe, in der die Methylengruppe in 3- oder 4-Stellung durch eine -NH-Gruppe ersetzt sein kann, wobei
das Wasserstoffatom der -NH-Gruppe durch eine C1-3-Alkyl-, C1-3-Alkylcarbonyl- oder Phenylcarbonylgruppe ersetzt sein kann,
eine Phenylcarbonyl- oder Heteroarylcarbonylgruppe,
wobei der Heteroarylteil eine 6-gliedrige Heteroarylgruppe, die ein oder zwei Stickstoff atome enthält und an die über zwei benachbarte Kohlenstoffatome ein Phenylring an kondensiert sein kann, wobei die so gebildeten bicyclischen Heteroarylgruppen über den heteroaromatischen oder carbocyclischen Teil gebunden sein können, beispiels weise eine 2-Pyridyl-, 3-Pyridyl-, 4-Pyridyl-, Pyrazinyl-, Pyrimidinyl-, Pyridazi nyl-, Chinolinyl-, Isochinolinyl-, Chinoxalinyl- oder Chinazolinylgruppe, darstellt,
eine gegebenenfalls durch eine Hydroxy- oder Phenylgruppe monosubstituierte oder terminal durch eine Phenyl- und eine Hydroxygruppe disubstituierte C1-3-Alkylgruppe, wobei
die Phenylsubstituenten durch eine gegebenenfalls durch eine oder zwei C1-3-Alkyl gruppen substituierte Amidinogruppe substituiert sein können,
R2 ein Wasserstoff-, Fluor-, Chlor- oder Bromatom, eine C1-3-Alkyl-, Trifluormethyl- oder C1-3- Alkoxygruppe,
R3 ein Wasserstoffatom oder eine C1-3-Alkylgruppe,
R4 ein Wasserstoffatom oder eine C1-3-Alkylgruppe und
Ar eine durch die Reste R5, R6 und R7 substituierte Phenylgruppe, wobei
R5 eine Cyanogruppe, eine gegebenenfalls durch eine oder zwei C1-3-Alkylgruppen, eine C1-6-Alkoxy-carbonyl- oder Phenylcarbonylgruppe substituierte Amidinogruppe, eine Amino-C1-3-alkyl- oder C1-3-Alkylamino-C1-3-alkylgruppe,
R6 ein Wasserstoff-, Fluor-, Chlor- oder Bromatom, eine Trifluormethyl-, C1-3-Alkyl-, Hy droxy-, Hydroxy-C1-3-alkyl-, C1-3-Alkoxy-, Carboxy-, Carboxy-C1-3-alkoxy- oder C1-4-Alkoxy-carbonyl-C1-3-alkoxygruppe und
R7 ein Wasserstoffatom oder eine C1-3-Alkylgruppe darstellt,
bedeuten,
wobei die bei der Definition der vorstehend genannten Reste erwähnten unsubstituierten oder monosubstituierten Phenylgruppen oder in diesen Resten enthaltene unsubstituierte oder monosubstituierte Phenylteile sowie die vorstehend erwähnten Heteroarylgruppen an einem Kohlenstoffatom gegebenenfalls zusätzlich jeweils durch ein Fluor-, Chlor- oder Brom atom, durch eine Trifluormethyl-, C1-3-Alkyl- oder C1-3-Alkoxygruppe substituiert sein können, sofern nichts anderes erwähnt wurde,
deren Isomere und deren Salze.
- a) m die Zahl 0,
n die Zahl 1 und
A eine geradkettige C1-3-Alkylengruppe, in der
ein oder zwei Wasserstoffatome unabhängig voneinander jeweils durch eine C1-3-Alkylgruppe ersetzt sein können oder
ein Wasserstoffatom durch die Gruppe -(CH2)p-Rf ersetzt sein kann, wobei
p eine der Zahlen 0, 1, 2 oder 3 und
Rf eine Hydroxycarbonyl-, C1-3-Alkoxycarbonyl-, Aminocarbonyl-, C1-3-Alkylaminocarbonyl-, C1-3-Alkyl)-aminocarbonyl- oder C3-7-Cycloalkylamino-carbonylgruppe darstellt,
- a) m die Zahl 0 oder 1,
n die Zahl 0 und
A eine geradkettige C1-3-Alkylengruppe, in der ein oder zwei Wasserstoffatome unabhängig voneinander jeweils durch eine C1-3-Alkylgruppe ersetzt sein können,
eine Di-(C1-3-Alkyl)amino- oder N-(C5-7-Cycloalkyl)-C1-3-alkylaminogruppe,
eine gegebenenfalls durch eine C1-3-Alkyl-, Amino-C1-3-alkyl-, C1-3-Alkylamino-C1-3-alkyl-, Aminocarbonyl- oder C1-3-Alkylamino-carbonylgruppe substituierte 4- bis 7-gliedrige Cyclo alkyleniminocarbonylgruppe, wobei
ein an ein Stickstoffatom gebundenes Wasserstoffatom durch eine Acetyl-, Phenylcarbo nyl- oder tert.-Butoxycarbonylgruppe ersetzt sein kann,
eine C5-7-Cycloalkyl-carbonylgruppe, in der die Methylengruppe in 3- oder 4-Stellung durch eine -NH-Gruppe ersetzt sein kann, wobei
das Wasserstoffatom der -NH-Gruppe durch eine C1-3-Alkyl-, C1-3-Alkylcarbonyl- oder Phenylcarbonylgruppe ersetzt sein kann,
eine Phenylcarbonyl- oder Heteroarylcarbonylgruppe,
wobei der Heteroarylteil eine 6-gliedrige Heteroarylgruppe, die ein oder zwei Stickstoff atome enthält und an die über zwei benachbarte Kohlenstoffatome ein Phenylring an kondensiert sein kann, wobei die so gebildeten bicyclischen Heteroarylgruppen über den heteroaromatischen oder carbocyclischen Teil gebunden sein können, beispiels weise eine 2-Pyridyl-, 3-Pyridyl-, 4-Pyridyl-, Pyrazinyl-, Pyrimidinyl-, Pyridazi nyl-, Chinolinyl-, Isochinolinyl-, Chinoxalinyl- oder Chinazolinylgruppe, darstellt,
eine gegebenenfalls durch eine Hydroxy- oder Phenylgruppe monosubstituierte oder terminal durch eine Phenyl- und eine Hydroxygruppe disubstituierte C1-3-Alkylgruppe, wobei
die Phenylsubstituenten durch eine gegebenenfalls durch eine oder zwei C1-3-Alkyl gruppen substituierte Amidinogruppe substituiert sein können,
R2 ein Wasserstoff-, Fluor-, Chlor- oder Bromatom, eine C1-3-Alkyl-, Trifluormethyl- oder C1-3- Alkoxygruppe,
R3 ein Wasserstoffatom oder eine C1-3-Alkylgruppe,
R4 ein Wasserstoffatom oder eine C1-3-Alkylgruppe und
Ar eine durch die Reste R5, R6 und R7 substituierte Phenylgruppe, wobei
R5 eine Cyanogruppe, eine gegebenenfalls durch eine oder zwei C1-3-Alkylgruppen, eine C1-6-Alkoxy-carbonyl- oder Phenylcarbonylgruppe substituierte Amidinogruppe, eine Amino-C1-3-alkyl- oder C1-3-Alkylamino-C1-3-alkylgruppe,
R6 ein Wasserstoff-, Fluor-, Chlor- oder Bromatom, eine Trifluormethyl-, C1-3-Alkyl-, Hy droxy-, Hydroxy-C1-3-alkyl-, C1-3-Alkoxy-, Carboxy-, Carboxy-C1-3-alkoxy- oder C1-4-Alkoxy-carbonyl-C1-3-alkoxygruppe und
R7 ein Wasserstoffatom oder eine C1-3-Alkylgruppe darstellt,
bedeuten,
wobei die bei der Definition der vorstehend genannten Reste erwähnten unsubstituierten oder monosubstituierten Phenylgruppen oder in diesen Resten enthaltene unsubstituierte oder monosubstituierte Phenylteile sowie die vorstehend erwähnten Heteroarylgruppen an einem Kohlenstoffatom gegebenenfalls zusätzlich jeweils durch ein Fluor-, Chlor- oder Brom atom, durch eine Trifluormethyl-, C1-3-Alkyl- oder C1-3-Alkoxygruppe substituiert sein können, sofern nichts anderes erwähnt wurde,
deren Isomere und deren Salze.
3. Verbindungen der allgemeinen Formel I gemäß Anspruch 2, in denen
Ar eine durch die Reste R5 und R6 disubstituierte Phenylgruppe darstellt, wobei
R5 in 3-Stellung gebunden ist, wenn R6 ein Wasserstoffatom darstellt, oder in 5-Stellung gebunden ist, wenn R6 eine andere Bedeutung als die des Wasserstoffatoms annimmt, und eine gegebenenfalls durch eine oder zwei C1-4-Alkylgruppen, eine C1-6-Alkoxy-carbo nyl- oder Phenylcarbonylgruppe substituierte Amidinogruppe, eine Amino-C1-3-alkyl- oder C1-3-Alkylamino-C1-3-alkylgruppe und
R6 ein Wasserstoffatom oder eine in 2-Stellung gebundene Hydroxy-, C1-3-Alkoxy-, Carboxy-C1-3-alkoxy- oder C1-4-Alkoxy-carbonyl-C1-3-alkoxygruppe bedeutet,
deren Isomere und deren Salze.
- a) m die Zahl 0,
n die Zahl 1 und
A eine Methylengruppe, in der
ein oder zwei Wasserstoffatome unabhängig voneinander jeweils durch eine C1-3-Alkylgruppe ersetzt sein können oder
ein Wasserstoffatom durch die Gruppe -(CH2)p-Rf ersetzt sein kann, wobei
p eine der Zahlen 0, 1, 2 oder 3 und
Rf eine Hydroxycarbonyl- oder C1-3-Alkoxycarbonylgruppe darstellt
- a) m die Zahl 0,
n die Zahl 0 und
A eine -CH2-CH2-Gruppe, oder - b) m die Zahl 1,
n die Zahl 0 und
A eine -CH2-Gruppe bedeuten,
Ar eine durch die Reste R5 und R6 disubstituierte Phenylgruppe darstellt, wobei
R5 in 3-Stellung gebunden ist, wenn R6 ein Wasserstoffatom darstellt, oder in 5-Stellung gebunden ist, wenn R6 eine andere Bedeutung als die des Wasserstoffatoms annimmt, und eine gegebenenfalls durch eine oder zwei C1-4-Alkylgruppen, eine C1-6-Alkoxy-carbo nyl- oder Phenylcarbonylgruppe substituierte Amidinogruppe, eine Amino-C1-3-alkyl- oder C1-3-Alkylamino-C1-3-alkylgruppe und
R6 ein Wasserstoffatom oder eine in 2-Stellung gebundene Hydroxy-, C1-3-Alkoxy-, Carboxy-C1-3-alkoxy- oder C1-4-Alkoxy-carbonyl-C1-3-alkoxygruppe bedeutet,
deren Isomere und deren Salze.
4. Verbindungen der allgemeinen Formel I gemäß Anspruch 1, in denen
eine C5-7-Cycloalkylaminogruppe, die am Aminstickstoffatom durch eine C1-3-Alkylcarbonyl-, Carboxy-C1-3-alkylcarbonyl- oder C1-4-Alkoxy-carbonyl-C1-3-alkyl-carbonylgruppe substituiert sein kann oder
eine 4- bis 7-gliedrige Cycloalkyleniminocarbonylgruppe,
R2 ein Wasserstoffatom oder eine in 3-Stellung des Phenylrestes in Formel I gebundene C1-3-Alkyl- oder Trifluormethylgruppe,
R3 ein Wasserstoffatom oder eine in 2-Stellung des Phenylrestes in Formel I gebundene C1-3-Alkylgruppe,
R4 ein Wasserstoffatom und
Ar eine durch die Reste R5 und R6 disubstituierte Phenylgruppe bedeuten, wobei
R5 in 3-Stellung gebunden ist, wenn R6 ein Wasserstoffatom darstellt, oder in 5-Stellung gebunden ist, wenn R6 eine andere Bedeutung als die des Wasserstoffatoms annimmt, und eine gegebenenfalls durch eine C1-6-Alkoxy-carbonyl- oder Phenylcarbonylgruppe substituierte Amidinogruppe und
R6 ein Wasserstoffatom oder eine in 2-Stellung gebundene Hydroxygruppe darstellt,
deren Isomere und deren Salze.
- a) m die Zahl 0,
n die Zahl 1 und
A eine Methylengruppe, in der
ein Wasserstoffatom durch eine Methyl-, Hydroxycarbonyl- oder C1-3-Alkoxycarbo nylgruppe ersetzt sein kann,
eine C5-7-Cycloalkylaminogruppe, die am Aminstickstoffatom durch eine C1-3-Alkylcarbonyl-, Carboxy-C1-3-alkylcarbonyl- oder C1-4-Alkoxy-carbonyl-C1-3-alkyl-carbonylgruppe substituiert sein kann oder
eine 4- bis 7-gliedrige Cycloalkyleniminocarbonylgruppe,
R2 ein Wasserstoffatom oder eine in 3-Stellung des Phenylrestes in Formel I gebundene C1-3-Alkyl- oder Trifluormethylgruppe,
R3 ein Wasserstoffatom oder eine in 2-Stellung des Phenylrestes in Formel I gebundene C1-3-Alkylgruppe,
R4 ein Wasserstoffatom und
Ar eine durch die Reste R5 und R6 disubstituierte Phenylgruppe bedeuten, wobei
R5 in 3-Stellung gebunden ist, wenn R6 ein Wasserstoffatom darstellt, oder in 5-Stellung gebunden ist, wenn R6 eine andere Bedeutung als die des Wasserstoffatoms annimmt, und eine gegebenenfalls durch eine C1-6-Alkoxy-carbonyl- oder Phenylcarbonylgruppe substituierte Amidinogruppe und
R6 ein Wasserstoffatom oder eine in 2-Stellung gebundene Hydroxygruppe darstellt,
deren Isomere und deren Salze.
5. Verbindungen der allgemeinen Formel I gemäß Anspruch 1, in denen
R2 ein Wasserstoffatom oder ein in 3-Stellung des Phenylrestes in Formel I gebundener Sub stituent ausgewählt aus Fluor, Chlor, Brom, C1-3-Alkyl und Trifluormethyl,
R3 ein Wasserstoffatom oder eine in 2-Stellung des Phenylrestes in Formel I gebundene C1-3-Alkylgruppe,
R4 ein Wasserstoffatom und
Ar eine durch die Reste R5 und R6 disubstituierte Phenylgruppe bedeuten, wobei
R5 in 5-Stellung gebunden ist und eine gegebenenfalls durch eine oder zwei C1-3-Alkyl gruppen, eine C1-6-Alkoxy-carbonyl- oder Phenylcarbonylgruppe substituierte Amidino gruppe und
R6 eine in 2-Stellung gebundene Hydroxygruppe darstellt,
deren Isomere und deren Salze.
- a) m die Zahl 0,
n die Zahl 0 und
A eine -CH2-CH2-Gruppe, oder - b) m die Zahl 1,
n die Zahl 0 und
A eine -CH2-Gruppe,
R2 ein Wasserstoffatom oder ein in 3-Stellung des Phenylrestes in Formel I gebundener Sub stituent ausgewählt aus Fluor, Chlor, Brom, C1-3-Alkyl und Trifluormethyl,
R3 ein Wasserstoffatom oder eine in 2-Stellung des Phenylrestes in Formel I gebundene C1-3-Alkylgruppe,
R4 ein Wasserstoffatom und
Ar eine durch die Reste R5 und R6 disubstituierte Phenylgruppe bedeuten, wobei
R5 in 5-Stellung gebunden ist und eine gegebenenfalls durch eine oder zwei C1-3-Alkyl gruppen, eine C1-6-Alkoxy-carbonyl- oder Phenylcarbonylgruppe substituierte Amidino gruppe und
R6 eine in 2-Stellung gebundene Hydroxygruppe darstellt,
deren Isomere und deren Salze.
6. Folgende Verbindungen der allgemeinen Formel I gemäß Anspruch 1:
- 1. 2-(5-Carbamimidoyl-2-hydroxy-phenyl)-N-[3-methyl-4-(pyrrolidin-1-yl-carbonyl)-phenyl]- ethylamin,
- 2. 2-(5-Carbamimidoyl-2-hydroxy-benzyl)-N-[3-methyl-4-(pyrrolidin-1-yl-carbonyl)]- benzylamin,
- 3. 2-(5-Carbamimidoyl-2-hydroxy-benzyl)-N-[2,5-dimethyl-4-(pyrrolidin-1-yl-carbonyl)]- benzylamin,
- 4. 2-(5-Carbamimidoyl-2-hydroxy-benzyl)-N-[3-methyl-4-(pyrrolidin-1-yl-carbonyl)]- benzamid,
- 5. 2-(5-Carbamimidoyl-2-hydroxy-benzyl)-N-[2,5-dimethyl-4-(pyrrolidin-1-yl-carbonyl)]- benzamid,
- 6. 2-(5-Aminomethyl-2-hydroxy-benzyl)-N-[3-methyl-4-(pyrrolidin-1-yl-carbonyl)]- benzamid,
- 7. 2-(5-Carbamimidoyl-2-hydroxy-benzyl)-N-[3-methyl-4-{N-cyclopentyl-(3-ethoxy carbonylpropionyl)amino}]-benzamid,
- 8. 2-(5-Carbamimidoyl-2-hydroxy-benzyl)-N-[3-methyl-4-(N-acetyl-cyclobutylamino)]- benzamid,
- 9. 2-(5-Carbamimidoyl-2-hydroxy-benzyl)-N-[3-methyl-4-{N-cyclopentyl-(3-carboxy propionyl)amino}]-benzamid,
- 10. N-(5-Carbamimidoyl-2-hydroxy-benzyl)-4-cyclopentylamino-3-methyl-benzamid,
- 11. (3-Carbamimidoyl-phenyl)-({1-[3-methyl-4-(pyrrolidin-1-yl-carbonyl)-phenyl]-carbonyl}- amino)-essigsäureethylester und
- 12. (3-Carbamimidoyl-phenyl)-({1-[3-methyl-4-(pyrrolidin-1-yl-carbonyl)-phenyl]-carbonyl}- amino)-essigsäure,
7. Physiologisch verträgliche Salze der Verbindungen gemäß den Ansprüchen 1 bis 6 mit
Ausnahme derjenigen Verbindungen, in denen Ar eine durch die Reste R5, R6 und R7
substituierte Phenyl- oder Naphthylgruppe und R5 eine Cyanogruppe darstellt.
8. Arzneimittel, enthaltend eine Verbindung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 6
mit Ausnahme derjenigen Verbindungen, in denen Ar eine durch die Reste R5, R6 und R7
substituierte Phenyl- oder Naphthylgruppe und R5 eine Cyanogruppe darstellt, oder ein Salz
gemäß Anspruch 7 neben gegebenenfalls einem oder mehreren inerten Trägerstoffen
und/oder Verdünnungsmitteln.
9. Verwendung einer Verbindung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 6 mit
Ausnahme derjenigen Verbindungen, in denen Ar eine durch die Reste R5, R6 und R7
substituierte Phenyl- oder Naphthylgruppe und R5 eine Cyanogruppe darstellt, oder ein Salz
gemäß Anspruch 7 zur Herstellung eines Arzneimittels mit einer antithrombotischen Wirkung.
10. Verfahren zur Herstellung eines Arzneimittels gemäß Anspruch 8, dadurch gekenn
zeichnet, daß auf nichtchemischem Wege eine Verbindung nach mindestens einem der
Ansprüche 1 bis 6 mit Ausnahme derjenigen Verbindungen, in denen Ar eine durch die
Reste R5, R6 und R7 substituierte Phenyl- oder Naphthylgruppe und R5 eine Cyanogruppe
darstellt, oder ein Salz gemäß Anspruch 7 in einen oder mehrere inerte Trägerstoffe
und/oder Verdünnungsmittel eingearbeitet wird.
11. Verfahren zur Herstellung der Verbindungen gemäß den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß
- a) zur Herstellung einer Verbindung der allgemeinen Formel I, in der
- a) m die Zahl 0, n die Zahl 1 und A eine geradkettige C1-3-Alkylengruppe, in der
ein oder zwei Wasserstoffatome unabhängig voneinander jeweils durch eine C1-3-Alkylgruppe ersetzt sein können oder
ein Wasserstoffatom durch die Gruppe -(CH2)p-Rf ersetzt sein kann, wobei p und Rf wie in den Ansprüchen 1 bis 6 definiert sind,
- a) m und n jeweils die Zahl 1 und A eine Bindung und
Ar eine durch die Reste R5, R6 und R7 substituierte Phenyl- oder Naphthylgruppe, wobei R6 und R7 wie in den Ansprüchen 1 bis 6 definiert sind und R5 eine Amidinogruppe darstellt,
bedeuten,
H-NR4-A-Ar (II),
in der R4 wie in den Ansprüchen 1 bis 6 definiert definiert ist,
A eine geradkettige C1-3-Alkylengruppe, in der ein oder zwei Wasserstoffatome unabhängig voneinander jeweils durch eine C1-3-Alkylgruppe ersetzt sein können oder
ein Wasserstoffatom durch die Gruppe -(CH2)p-Rf ersetzt sein kann, wobei p und Rf wie in den Ansprüchen 1 bis 6 definiert sind,
oder eine Bindung und
Ar eine durch die Reste R5, R6 und R7 substituierte Phenyl- oder Naphthylgruppe, wobei R5 eine Cyanogruppe darstellt und R6 und R7 wie in den Ansprüchen 1 bis 6 definiert sind, bedeuten,
mit einer Carbonsäure der allgemeinen Formel
in der m die Zahl 0 oder 1 darstellt und R1 bis R3 wie in den Ansprüchen 1 bis 6 definiert sind, oder mit deren reaktionsfähigen Derivaten acyliert und die so erhaltene Cyanoverbindung anschließend in eine Amidinoverbindung übergeführt wird oder - a) m die Zahl 0, n die Zahl 1 und A eine geradkettige C1-3-Alkylengruppe, in der
- b) zur Herstellung einer Verbindung der allgemeinen Formel I, in der m die Zahl 0 oder 1,
n die Zahl 0,
A eine geradkettige C1-3-Alkylengruppe, in der ein oder zwei Wasserstoffatome unabhängig voneinander jeweils durch eine C1-3-Alkylgruppe ersetzt sein können, und
Ar eine durch die Reste R5, R6 und R7 substituierte Phenyl- oder Naphthylgruppe, wobei R6 und R7 wie in den Ansprüchen 1 bis 6 definiert sind und R5 eine Amidinogruppe darstellt, bedeuten,
eine Verbindung der allgemeinen Formel
in der R1 bis R4 wie in den Ansprüchen 1 bis 6 definiert sind und m die Zahl 0 oder 1 darstellt,
mit einer Verbindung der allgemeinen Formel
Z1-A-Ar (V),
in der A eine geradkettige C1-3-Alkylengruppe, in der ein oder zwei Wasserstoffatome unabhängig voneinander jeweils durch eine C1-3-Alkylgruppe ersetzt sein können,
Ar eine durch die Reste R5, R6 und R7 substituierte Phenyl- oder Naphthylgruppe, wobei R6 und R7 wie in den Ansprüchen 1 bis 6 definiert sind und R5 eine Cyanogruppe darstellt,
und Z1 eine Austrittsgruppe bedeuten, alkyliert und die so erhaltene Cyanoverbindung anschließend in eine Amidinoverbindung übergeführt wird oder, - c) zur Herstellung einer Verbindung der allgemeinen Formel I, in der
Ar eine durch die Reste R5, R6 und R7 substituierte Phenyl- oder Naphthylgruppe, wobei R6 und R7 wie in den Ansprüchen 1 bis 6 definiert sind und R5 eine Amidinogruppe darstellt,
m die Zahl 1, n die Zahl 0 und
A eine geradkettige C1-3-Alkylengruppe, in der ein oder zwei Wasserstoffatome unabhängig voneinander jeweils durch eine C1-3-Alkylgruppe ersetzt sein können, oder
m die Zahl 2, n die Zahl 0 und A eine Bindung bedeuten,
eine Verbindung der allgemeinen Formel
HNR4-A-Ar (II'),
in der R4 wie in den Ansprüchen 1 bis 6 definiert ist,
A eine geradkettige C1-3-Alkylengruppe, in der ein oder zwei Wasserstoffatome unabhängig voneinander jeweils durch eine C1-3-Alkylgruppe ersetzt sein können, oder eine Bindung, und Ar eine durch die Reste R5, R6 und R7 substituierte Phenyl- oder Naphthylgruppe, wobei R6 und R7 wie in den Ansprüchen 1 bis 6 definiert sind und R5 eine Cyanogruppe darstellt, bedeuten,
mit einer Verbindung der allgemeinen Formel
in der R1 bis R3 wie in den Ansprüchen 1 bis 6 definiert sind, m die Zahl 1 oder 2 darstellt und
Z2 eine Austrittsgruppe darstellt, alkyliert und die so erhaltene Cyanoverbindung an schließend in eine Amidinoverbindung übergeführt wird oder, - d) zur Herstellung einer Verbindung der allgemeinen Formel I, in der
Ar eine durch die Reste R5, R6 und R7 substituierte Phenyl- oder Naphthylgruppe, wobei R6 und R7 wie in den Ansprüchen 1 bis 6 definiert sind und R5 eine Amidinogruppe darstellt,
m die Zahl 0 oder 1, n die Zahl 0 und
A eine geradkettige C1-3-Alkylengruppe, in der ein oder zwei Wasserstoffatome unabhängig voneinander jeweils durch eine C1-3-Alkylgruppe ersetzt sein können, oder
m die Zahl 2, n die Zahl 0 und A eine Bindung bedeuten,
ein Amin der allgemeinen Formel
in der R1 bis R4 wie in den Ansprüchen 1 bis 6 definiert sind und m die Zahl 0, 1 oder 2 darstellt, mit einem Aldehyd der allgemeinen Formel
in der A eine geradkettige C1-3-Alkylengruppe, in der ein oder zwei Wasserstoffatome unabhängig voneinander jeweils durch eine C1-3-Alkylgruppe ersetzt sein können, oder eine Bindung, und
Ar eine durch die Reste R5, R6 und R7 substituierte Phenyl- oder Naphthylgruppe, wobei R6 und R7 wie in den Ansprüchen 1 bis 6 definiert sind und R5 eine Cyanogruppe darstellt, bedeuten, reduktiv alkyliert und die so erhaltene Cyanoverbindung anschließend in eine Amidinoverbindung übergeführt wird oder, - e) zur Herstellung einer Verbindung der allgemeinen Formel I, in der Ar eine durch die Reste
R5, R6 und R7 substituierte Phenyl- oder Naphthylgruppe, wobei R6 und R7 wie in den An
sprüchen 1 bis 6 definiert sind und R5 eine gegebenenfalls durch eine oder zwei C1-3-Al
kylgruppen substituierte Amidinogruppe darstellt,
eine gegebenenfalls im Reaktionsgemisch gebildete Verbindung der allgemeinen Formel
in der
R1 bis R4, m, n und A wie in den Ansprüchen 1 bis 6 definiert sind, Ar eine durch die Reste R6 und R7 substituierte Phenyl- oder Naphthylgruppe, wobei R5 und R7 wie in den An sprüchen 1 bis 6 definiert sind und
Z3 eine Alkoxy-, Aralkoxy-, Alkylthio- oder Aralkylthiogruppe darstellt, mit einem Amin der allgemeinen Formel
H-R8NR9, (IX)
in der
R8 und R9, die gleich oder verschieden sein können, jeweils ein Wasserstoffatom oder eine C1-3-Alkylgruppe bedeuten, oder mit dessen Salzen umgesetzt wird oder - f) zur Herstellung einer Verbindung der allgemeinen Formel I, in der Ar eine durch die Reste
R5, R6 und R7 substituierte Phenyl- oder Naphthylgruppe bedeutet, wobei R6 und R7 wie in
den Ansprüchen 1 bis 6 definiert sind und R5 eine Aminomethyl-, C1-3-Alkylaminomethyl-
oder Di-(C1-3-Alkyl)aminomethylgruppe darstellt,
eine Verbindung der allgemeinen Formel
in der
Ar eine durch die Reste R5, R6 und R7 substituierte Phenyl- oder Naphthylgruppe darstellt, R1 bis R4, R6, R7, A, m und n wie in den Ansprüchen 1 bis 6 definiert sind und R5 eine Cyanogruppe bedeutet, katalytisch hydriert und gegebenenfalls anschließende mit einer Verbin dung der Formel
R10-Z4 (X),
in der R10 eine C1-3-Alkylgruppe und Z4 eine Austrittsgruppe darstellt, alkyliert wird oder - g) zur Herstellung einer Verbindung der allgemeinen Formel I, in der
m die Zahl 0, n die Zahl 0, A eine geradkettige C1-3-Aikylengruppe, in der ein oder zwei Wasserstoffatome unabhängig voneinander jeweils durch eine C1-3-Alkylgruppe ersetzt sein können, und
Ar eine durch die Reste R5, R6 und R7 substituierte Phenyl- oder Naphthylgruppe, wobei R6 und R7 wie in den Ansprüchen 1 bis 6 definiert sind und R5 eine Amidinogruppe darstellt, be deuten,
eine Verbindung der allgemeinen Formel
in der
R1 bis R3 wie in den Ansprüchen 1 bis 6 definiert sind und 25 eine Austrittsgruppe darstellt,
mit einer Verbindung der allgemeinen Formel
HNR4-A-Ar (II"),
in der R4 wie in den Ansprüchen 1 bis 6 definiert ist, A eine geradkettige C1-3-Alkylengruppe, in der ein oder zwei Wasserstoffatome unabhängig voneinander jeweils durch eine C1-3- Alkylgruppe ersetzt sein können, und
Ar eine durch die Reste R5, R6 und R7 substituierte Phenyl- oder Naphthylgruppe, wobei R6 und R7 wie in den Ansprüchen 1 bis 6 definiert sind und R5 eine Cyanogruppe darstellt, bedeuten, gekuppelt und anschließend die so erhaltenen Cyanoverbindung in eine Amidino verbindung übergeführt wird, und
gewünschtenfalls anschließend eine so erhaltene Verbindung der allgemeinen Formel I, die eine Amino- oder Iminogruppe enthält, mittels einem entsprechenden Acylderivat in eine entsprechende Acylverbindung der allgemeinen Formel I übergeführt wird und/oder
eine so erhaltene Verbindung der allgemeinen Formel I, die eine veresterte Carboxygruppe enthält, mittels Hydrolyse in eine entsprechende Carbonsäure der allgemeinen Formel I übergeführt wird und/oder
eine so erhaltene Verbindung der allgemeinen Formel I, die eine Carboxygruppe enthält, mittels Veresterung in einen entsprechenden Ester übergeführt wird und/oder
ein während den Umsetzungen zum Schutze von reaktiven Gruppen verwendeter Schutzrest abgespalten wird und/oder
eine so erhaltene Verbindung der allgemeinen Formel I in ihre Stereoisomere aufgetrennt wird und/oder
eine so erhaltene Verbindung der allgemeinen Formel I in ihre Salze, insbesondere für die pharmazeutische Anwendung in ihre physiologisch verträglichen Salze mit einer anorgani schen oder organischen Säure oder Base, übergeführt wird.
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Family Applications (1)
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| DE10104597A Withdrawn DE10104597A1 (de) | 2001-02-02 | 2001-02-02 | Antithrombotische Verbindungen, deren Herstellung und deren Verwendung als Arzneimittel |
Country Status (1)
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-
2001
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