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Die Erfindung betrifft eine Kraftmaschinen-Steuereinheit und insbesondere eine Kraftmaschinen-Steuereinheit, die zu steuernde Zylinder einer Kraftmaschine bestimmt.
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Eine Kraftmaschinen-Steuereinheit (ECU) entspricht einer elektronischen Steuereinheit zur Durchführung von Steuervorgängen wie etwa einer Brennstoffeinspritzsteuerung, einer Zündzeitsteuerung und einer Leerlaufsteuerung, um eine Kraftmaschine in einem optimalen Zustand zu betreiben. Insbesondere werden Signale von verschiedenen Sensoren wie etwa einem Kurbelwinkelsensor und einem Kraftmaschinenkühlmitteltemperatursensor zur Erfassung von Kraftmaschinenbetriebszuständen der ECU zur Steuerung einer optimalen Brennstoffeinspritzmenge, einer Einspritzzeit, einer Zündungszeit und dergleichen zugeführt.
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Mit der Kraftmaschinengeschwindigkeit synchronisierte Steuerungen wie etwa eine Zündungssteuerung und eine Einspritzsteuerung, das heißt, mit einer Kurbelwellendrehposition synchronisierte Steuerungen, werden durch Erzeugung eines Signals aus Zündimpulsen oder dergleichen nach Ablauf einer Versatzzeit bzw. Verzögerungszeit von einer durch eine Kurbelsignalkante angegebenen vorbestimmten Kurbelwellenposition ausgeführt. Ferner muss ein bezüglich einer Brennstoffeinspritzung und Brennstoffzündung zu steuernder Zylinder von Zeit zu Zeit während eines Kraftmaschinenbetriebs genau bestimmt werden.
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Jedoch ist es notwendig, eine arithmetische Operation bzw. einen Rechenvorgang zur Wandlung des Winkels in eine Zeit auszuführen. Dabei besteht die Anforderung, den Verarbeitungsaufwand zu reduzieren und die Genauigkeit zu verbessern.
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Die Druckschrift
DE 43 21 212 C2 offenbart eine Steuervorrichtung für einen Verbrennungsmotor, die eine Kurbelsignal-Erzeugungseinrichtung und eine Zylinderbestimmungssignal-Erzeugungseinrichtung (und eine ggf. vorhandene Impulsintervall-Messeinrichtung) gemäß dem Gattungsbegriff der erfindungsgemäßen Kraftmaschinen-Steuereinheit umfasst.
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Die Druckschrift
DE 196 38 338 A1 offenbart eine Geberanordnung zur schnellen Zylindererkennung bei einer Brennkraftmaschine, wobei auch eine Plausibilisierung von Nockenwellensignal und Kurbelwellensignal basierend auf Zeitabständen zwischen aufeinander folgenden Signalen bzw. Quotienten von solchen Zeitabständen gelehrt wird.
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Die Druckschrift
DE 198 21 354 A1 offenbart einen Vorrichtung und ein Verfahren zur Unterdrückung und/oder Anzeige von Störungen bei einer Bezugsmarkenerkennung in Kraftfahrzeugen, bei der aus dem Kurbel- und dem Nockenwellengebersignal zylinderabhängige TR-Marken gebildet werden und abhängig von einer vorgebbaren TR-Marke und einer vorgebbaren Flanke des Phasensignals ein Messfenster generiert wird und zusätzlich ein zündungssynchrones Phasensignal (SZDG) und ein korreliertes Phasensignal (SKOR) generiert werden und die Signale (STR), SM, SZDG und SKOR) zur Bezugsmarkenerkennung und zur Plausibilitätsüberprüfung analysiert werden.
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Somit offenbart die Druckschrift
DE 198 21 354 A1 (in Verbindung mit der darin genannten Druckschrift
DE 33 07 833 A1 ) eine Kraftmaschinen-Steuereinheit gemäß dem Oberbegriff von Patentanspruch 1.
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Aufgabe der Erfindung ist daher die Bereitstellung einer Kraftmaschinen-Steuereinheit mit reduziertem Verarbeitungsaufwand und verbesserter Genauigkeit, die darüber hinaus die Kraftmaschine in geeigneter Weise steuern kann, selbst wenn ein Zylinderbestimmungssignal Rauschen beinhaltet.
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Erfindungsgemäß werden jeweils ein Kurbelsignal bzw. ein Kurbelwellensignal und ein Nockensignal bzw. ein Nockenwellensignal durch einen Kurbelwinkelsensor und einen Nockenwinkelsensor synchron zur Drehung einer Kurbelwelle und einer Nockenwelle einer Kraftmaschine erzeugt. Das Kurbelsignal wird so erzeugt, dass es einen vorderen Impuls-Fehlabschnitt und einen hinteren Impuls-Fehlabschnitt in einer Impulsfolge aufweist, bei der ein jedes Winkelintervall vorbestimmt ist. Das Nockensignal wird so erzeugt, dass es in bzw. an den Impuls-Fehlabschnitten des Kurbelsignals verschiedene Pegel aufweist. Ein Pegel, der von dem Pegel in dem Impuls-Fehlabschnitt unterschiedlich ist, wird vor dem Impuls-Fehlabschnitt für eine Periode vorbestimmter Winkel fortgesetzt. Ein Mikrocomputer bestimmt jeden der vorderen und hinteren Impuls-Fehlabschnitte des Kurbelsignals auf der Grundlage des Pegels des Nockensignals in dem Impuls-Fehlabschnitt des Kurbelsignals in zwei Drehzyklen der Kraftmaschinenkurbelwelle und der Dauer des unterschiedlichen Pegels des unmittelbar vor dem Impuls-Fehlabschnitt erzeugten Nockensignals beruhend darauf, ob die Dauer des unterschiedlichen Pegels in einem vorbestimmten Bereich liegt, der für eine Kurbelwellenbezugsposition bei einer ersten Umdrehung der Kurbelwelle (die vordere Bezugsposition) bzw. für eine Kurbelwellenbezugsposition bei einer zweiten Umdrehung der Kurbelwelle (die hintere Bezugsposition) in dem Kurbelwellensignal charakteristisch ist.
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Mit der Erfindung wird eine Kraftmaschinen-Steuereinheit gemäß Patentanspruch 1 geschaffen.
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Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteranspruchen angegeben.
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Das vorstehende und weitere Ziele, Merkmale und Vorteile der Erfindung werden aus der nachstehenden detaillierten Beschreibung unter Bezugnahme auf die angefugte Zeichnung ersichtlich. Es zeigen:
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1 ein Blockschaltbild zur Veranschaulichung einer Kraftmaschinen-Steuereinheit gemaß einem Ausfuhrungsbeispiel der Erfindung,
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2 eine Darstellung von Zeitverlaufen verschiedener Signale, die in einem Zyklus (720° KW) einer Kraftmaschine des Ausfuhrungsbeispiels erzeugt werden,
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3 ein Blockschaltbild einer Kurbelsignal-Verarbeitungshardware gemaß dem Ausfuhrungsbeispiel,
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4 eine Darstellung von Zeitverlaufen verschiedener Signale, die durch die Kurbelsignal-Verarbeitungshardware erzeugt werden,
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5 eine Darstellung von Zeitverlaufen verschiedener Signale, die zum Zurucksetzen einer Winkelzahleinrichtung zur Zeit eines vorderen Impuls-Fehlabschnittes erzeugt werden,
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6 Zeitverlaufe zur Darstellung einer Beziehung zwischen einem Kurbelsignal, einem Nockensignal und einem Zylinderbestimmungssignal,
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7 Zeitverlaufe zur Darstellung eines Zylinderbestimmungsverfahrens, wenn Rauschen in dem Nockensignal auftritt,
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8 ein Flussdiagramm zur Veranschaulichung eines Vorgangs zur Bestimmung von vorderen/hinteren Impuls-Fehlabschnitten aus Nockensignalverlaufen infolge einer Nockensignal-Unterbrechungsroutine,
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9 ein Flussdiagramm zur Veranschaulichung eines Zylinderbestimmungsvorgangs infolge einer Fehlimpulserfassung-Unterbrechungsroutine,
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10 Zeitverlaufe zur Veranschaulichung eines Prozesses hinsichtlich einer Winkelzahleinrichtung, wenn Rauschen in dem Nockensignal auftritt und eine fehlerhafte Bestimmung erfolgt, und
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11 Zeitverlaufe zur Veranschaulichung des Prozesses hinsichtlich einer Winkelzahleinrichtung, wenn Rauschen in dem Nockensignal auftritt und eine fehlerhafte Bestimmung erfolgt.
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Die Erfindung wird nachstehend detailliert unter Bezugnahme auf ein Ausfuhrungsbeispiel beschrieben, in dem eine Kraftmaschinen-Steuereinheit (ECU) bei einer Funfzylinder-Viertakt-Kraftmaschine angewendet wird.
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Gemaß 1 weist eine Kraftmaschinen-Steuereinheit (ECU) 1 einen Mikrocomputer (MC) 10, eine Energieversorgungsschaltung 20, eine Eingabe/Ausgabe-Schaltung (E/A) 30 und einen elektrisch losch- und programmierbaren Nur-Lese-Speicher bzw. ein EEPROM 40 auf. Die Energieversorgungsschaltung 20 empfangt eine Energieeinspeisung von einer Batterie 2 und fuhrt eine vorbestimmte Spannung verschiedenen elektronischen Schaltungseinrichtungen der ECU 1 zu. Der Mikrocomputer 10 weist eine Zentraleinheit bzw. CPU 11, einen Nur-Lese-Speicher bzw. ein ROM 12, einen Speicher mit wahlfreiem Zugriff bzw. ein RAM 13, einen Analog/Digital-Wandler bzw. A/D-Wandler 14, eine Eingabe/Ausgabe-Schnittstelle 15 und ein Zeitgebermodul 16 auf. Die Schaltungseinrichtungen ubetragen/empfangen Daten zu/von einander uber einen Datenbus. Das EEPROM 40 ist mit der Eingabe/Ausgabe-Schnittstelle 15 verbunden und die Schaltungseinrichtungen ubertragen/empfangen Daten zu/von dem EEPROM 40 uber die Eingabe/Ausgabe-Schnittstelle 15.
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Die Eingabe/Ausgabe-Schaltung 30 empfangt Signale von Sensoren, Schaltern und dergleichen und gibt Ansteuersignale an eine Einspritzeinrichtung (Brennstoffeinspritzventil) und eine Zundeinrichtung aus. Ferner ist eine Kommunikationsleitung 3 mit der Eingabe/Ausgabe-Schaltung 30 verbunden, wobei Daten zu/von einer (nicht dargestellten) weiteren ECU uber die Eingabe/Ausgabe-Schaltung 30 ubertragen/empfangen werden. Die CPU 11 des Mikrocomputers 10 empfangt Signale (Daten) von den Sensoren, Schaltern und dergleichen und Daten von der Kommunikationsleitung 3 uber die Eingabe/Ausgabe-Schaltung 30 und die Eingabe/Ausgabe-Schnittstelle 15 und fuhrt verschiedene arithmetische Operationen auf der Grundlage der Daten zur Steuerung der Einspritzeinrichtung und dergleichen uber die Eingabe/Ausgabe-Schnittstelle 15 und die Eingabe/Ausgabe-Schaltung 30 aus.
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Die durch die ECU 1 empfangenen Signale beinhalten ein Kurbelsignal von einem Kurbelwinkelsensor (Kurbelsignal-Erzeugungseinrichtung) und ein Nockensignal von einem Nockenwinkelsensor (Zylinderbestimmungssignal-Erzeugungseinrichtung). 2 zeigt die Kurbel- und Nockensignale eines Zyklus (720° Kurbelwinkel) der Kraftmaschine.
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Das durch den Kurbelwinkelsensor erzeugte Kurbelsignal entspricht einer Impulsfolge, bei der ein jedes Winkelintervall in Entsprechung mit einer Drehung der Kurbelwelle der Viertakt-Kraftmaschine vorbestimmt ist. Das Kurbelsignal beinhaltet einen Impuls-Fehlabschnitt (Bezugsposition in der Drehung der Kurbelwelle), in welchem Impulse in der Impulsfolge fehlen, um eine Bezugsposition der Kurbelwelle anzuzeigen, auf Grundlage dessen Verzogerungswinkel zum Starten einer Brennstoffeinspritzung und Brennstoffzundung gemessen werden. Das Kurbelsignal gemaß dem Ausfuhrungsbeispiel weist eine derartige Struktur auf, dass zwei Impulse alle 60 Impulse (60-2 Impulsstruktur) ubersprungen werden. Im Einzelnen entspricht das Impulsintervall der Impulsfolge 6° KW und ist der Impuls-Fehlabschnitt alle 360° KW in der Impulsfolge vorgesehen. Ein Abschnitt (Impuls-Fehlabschnitt alle 720° KW) der Impuls-Fehlabschnitte wird als ein vorderer Impuls-Fehlabschnitt definiert und der weitere Abschnitt (Impuls-Fehlabschnitt alle 720° KW nachfolgend zu dem ersten Abschnitt) wird als ein hinterer Impuls-Fehlabschnitt definiert.
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Das durch den Nockenwinkelsensor erzeugte Nockensignal ist mit der Drehung der Nockenwelle der Kraftmaschine synchronisiert und entspricht einem Zylinderbestimmungssignal zur Bestimmung der Zylinderposition. Die hintere Flanke des Nockensignals wird alle 149° KW bereitgestellt. An der hinteren Flanke (Zeitpunkt t1) unmittelbar nach dem vorderen Impuls-Fehlabschnitt des Kurbelsignals befindet sich das Nockensignal auf dem niedrigen (N) Pegel. An der hinteren Flanke (Zeitpunkt t2) unmittelbar nach dem hinteren Impuls-Fehlabschnitt des Kurbelsignals befindet sich das Nockensignal auf dem hohen (H) Pegel. Das heißt, falls der Nockensignalpegel in dem Impuls-Fehlabschnitt sich auf dem N-Pegel befindet, kann der Impuls-Fehlabschnitt als ein vorderer Impuls-Fehlabschnitt bestimmt werden. Befindet sich der Nockensignalpegel an dem Impuls-Fehlabschnitt auf dem H-Pegel, kann der Impuls-Fehlabschnitt als ein hinterer Impuls-Fehlabschnitt bestimmt werden.
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Das Kurbelsignal wird einer Kurbelsignal-Verarbeitungshardware (CSPH) 100 des Zeitgebermoduls 16 gemaß 1 zugefuhrt. Das Nockensignal wird uber die Eingabe/Ausgabe-Schaltung 30 durch den Mikrocomputer 10 empfangen. Die in dem Zeitgebermodul 16 vorgesehene Kurbelsignal-Verarbeitungshardware 100 stellt eine funktionale Einheit zur hardwaremaßigen Verarbeitung des Kurbelsignals dar. Ein Vorgang hinsichtlich des Kurbelsignals (Erzeugen von Winkelsignalen durch Teilen eines Kurbelflanken-Intervalls) gemaß 2 kann durch die Kurbelsignal-Verarbeitungshardware 100 hardwaremaßig durchgefuhrt werden.
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Gemaß 3 beinhaltet die Kurbelsignal-Verarbeitungshardware 100 einen Vor-Frequenzteiler (prescaler) 101, einen Frequenzteiler 102, eine Flankenzeitmessung-Zahleinrichtung 103, ein Frequenzmultiplikationsregister (Flankenzeit-Speicherregister) 104, eine Frequenzmultiplikation-Zahleinrichtung 105, eine Ereigniszahleinrichtung 106, eine Sicherheitszahleinrichtung (guard counter) 107, eine Bezugszahleinrichtung 108, eine Nachfuhrzahleinrichtung (Winkelzahleinrichtung) 109 und eine Winkeltakt-Zahleinrichtung 110 zur Erzeugung von Einspritzsignalen und Zundsignalen. Ein Signal Pϕ von dem Vor-Frequenzteiler 101 wird uber den Frequenzteiler 102 zu der Flankenzeitmessung-Zahleinrichtung 103 gesendet. Das Signal Pϕ wird ebenso zu der Nachfuhrzahleinrichtung (Winkelzahleinrichtung) 109 gesendet. Ferner wird das Kurbelsignal zu der Flankenzeitmessung-Zahleinrichtung 103, der Ereigniszahleinrichtung 106 und der Sicherheitszahleinrichtung 107 gesendet.
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4 zeigt Zeitverlaufe zur Veranschaulichung der Erzeugung von Winkeltakten (Winkelsignalen). In 4 sind das eingegebene Kurbelsignal, der Zahlwert der Flankenzeitmessung-Zahleinrichtung 103, ein Speicherwert des Frequenzmultiplikationsregisters 104, ein Zahlwert der Frequenzmultiplikation-Zahleinrichtung 105, ein ausgegebenes Signal (Frequenzmultiplikationstakt) der Multiplikationszahleinrichtung 105, ein Sicherheitswert, der n-mal so groß wie der Wert der Sicherheitszahleinrichtung 107 ist, ein Zahlwert der Bezugszahleinrichtung 108, ein Zahlwert der Nachfuhrzahleinrichtung 109 und ein Zählwert der Winkelzahleinrichtung 110 gezeigt.
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Die Flankenzeitmessung-Zahleinrichtung 103 gemaß 3 empfangt das Kurbelsignal und misst die Zeit zwischen Kurbelsignalflanken (ein Impulsintervall). Insbesondere entspricht die Flankenzeitmessung-Zahleinrichtung 103 als Impulsintervall-Messeinrichtung einer Zahleinrichtung, die infolge Zeitsynchronisation gemaß 4 inkrementiert wird bzw. ansteigt und die Zeit zwischen Kurbelsignalflanken (zwischen hinteren Flanken des Kurbelsignals) misst. Der gemessene Wert wird mit 1/n (Vielfaches) multipliziert und die resultierenden Daten werden zum Zeitpunkt einer Hingabe der Kurbelsignalflanke an das Frequenzmultiplikationsregister 104 ubertragen. Die ubertragenen Daten dienen als ein Anfangswert der Frequenzmultiplikationszahleinrichtung 105 als Abwarts-Zahleinrichtung. Beispielsweise entspricht der Frequenzmultiplikationswert n dem Wert ”32”.
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Die Frequenzmultiplikationszahleinrichtung 105 gemaß 3 erzeugt Frequenzmultiplikationstakte durch Multiplikation des durch die Flankenzeitmessung-Zahleinrichtung 103 gemessenen Kurbelsignalflankenintervalls mit einem Faktor 1/n. Insbesondere zahlt die Frequenzmultiplikationszahleinrichtung 105 infolge Zeitsynchronisation gemaß 4 abwarts. Tritt ein Unterschreiten bzw. eine Zeitunterschreitung auf, erzeugt sie einen Frequenzmultiplikationstakt und wird der Zahlwert auf den Anfangswert zuruckgesetzt. Dieser Vorgang wird wiederholt. Wenn die nachste Kurbelsignalflanke (hintere Flanke des Kurbelsignals) zugefuhrt wird, werden der Wert des Frequenzmultiplikationsregisters 104 und der Anfangswert der Frequenzmultiplikationszahleinrichtung 105 auf die neuesten Werte aktualisiert. Die Frequenzmultiplikationszahleinrichtung 105 als Frequenzmultiplikationssignal-Erzeugungseinrichtung erzeugt die Frequenzmultiplikationssignale (Frequenzmultiplikationstakte) ganzzahligmal bzw. als ganzzhlige Vielfache bis zu dem nachsten Impuls auf der Grundlage des durch die Flankenzeitmessung-Zahleinrichtung 103 gemessenen Impulsintervalls zu dieser Zeit.
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Die Bezugszahleinrichtung 108 von 3 wird durch den Frequenzmultiplikationstakt inkrementiert, wie es durch die gepunkteten Linien in 4 dargestellt ist. Die Nachfuhrzahleinrichtung 109 gemaß 3 wird durch einen Zeitsynchronisationstakt inkrementiert (fuhrt einen Zahlvorgang infolge des internen Taktes aus). Die Sicherheitszahleinrichtung 107 entspricht einer Zahleinrichtung zum Empfang des Kurbelsignals und wird durch die hintere Flanke des Kurbelsignals inkrementiert. Auf einen Empfang einer Kurbelsignalflanke hin wird ein Wert zu der Bezugszahleinrichtung 108 ubertragen, der n-mal (Frequenzmultiplikation) so groß als der Wert vor der Inkrementierung ist.
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Gemaß 4 kann der Zahlwert der Bezugszahleinrichtung 108 den Sicherheitswert (n-mal so großer Wert als der Zahlwort) nicht uberschreiten, der von der Sicherheitszahleinrichtung 107 ubertragen wird, wenn die kurbelsignalflanke zugefuhrt wird. Der Sicherheitswert ist 4 durch eine strichpunktierte Linie dargestellt. Die Nachfuhrzahleinrichtung 109 wird nur inkrementiert, wenn ihr Wert geringer als der Zahlwert der Buzugszahleinrichtung 108 ist. Synchron zu der Inkrementierung der Nachfuhrzahleinrichtung 109 wird ein Winkeltakt (Winkelsignal) erzeugt. Auf diese Weise wird der Winkeltakt durch die drei Zahleinrichtungen 107, 108 und 109 erzeugt.
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Gemaß diesem Ausfuhrungsbeispiel ist ein interner Takt (Signal Pϕ des Vor-Frequenzteilers) auf 20 MHz eingestellt und kann die Nachfuhrzahleinrichtung 109 verglichen zu den weiteren Zahleinrichtungen mit hoherer Geschwindigkeit arbeiten.
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Zur Zeit einer Kraftmaschinenverzogerung, in der das Kurbelsignalflankenintervall mit der Zeit ansteigt, erreicht gemaß 4 der Wert der Bezugszahleinrichtung 108 in den Zahlvorgangen der Bezugszahleinrichtung 108 und der Nachfuhrzahleinrichtung 109 den Sicherheitswert, der n-mal so groß wie der Wert der Sicherheitszahleinrichtung 107 ist, bevor die Kurbelsignalflanke zugefuhrt ist, sodass die Inkrementierung der Nachfuhrzahleinrichtung 109 unterbunden wird. Der Inkrementierungsvorgang der Bezugszähleinrichtung 108 und der Nachfuhrzähleinrichtung 109 wird bei einem Frequenzmultiplikationswert infolge der Sicherheitszahleinrichtung 107 gestoppt. Folglich wird bei einer Kraftmaschinenverzogerung der Inkrementierungsvorgang der Nachfuhrzahleinrichtung 109 gestoppt, um eine Erzeugung von Winkeltakten einer vorbestimmten Zahl oder hoher zu verhindern.
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Die Winkelzahleinrichtung 110 zur Zundung und Einspritzung von 3 wird gemaß 4 immer dann inkrementiert, wenn der Winkeltakt der Nachfuhrzahleinrichtung 109 empfangen wird. Die Zundungssteuerung und Einspritzsteuerung werden auf der Grundlage des Zahlwerts der Winkelzahleinrichtung 110 zur Zundung und Einspritzung durch Verwendung eines Vergleichsregisters synchron mit den Kurbelwinkeln ausgefuhrt. Das heißt, die Steuerungen hinsichtlich der Zundung, der Einspritzung und dergleichen werden durch die Winkelzahleinrichtung 110 zur Zundung und Einspritzung hardwaremaßig in Synchronisation mit dem Kurbelwinkel ausgefuhrt. Durch Verwirklichung eines Systems, das zur Synchronisation mit der Kraftmaschinengeschwindigkeit bei vorbestimmten Winkelintervallen Frequenzmultiplikationssignale (Frequenzmultiplikationstakte) erzeugt, wird eine arithmetische Operation zur Wandlung eines Winkels in eine Zeit unnotig. Die Reduzierung hinsichtlich des Verarbeitungsaufwands und die Genauigkeitsverbesserung (bei n = 32, Bit mit geringstem Wert bzw. LSB = 0,1875° KW) kann erzielt werden.
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Wird die Kurbelsignalflanke zugeführt, wird der n-mal so große Wert wie das Signal der Sicherheitszahleinrichtung 107 (Frequenzmultiplikation) zu der Bezugszahleinrichtung 108 ubertragen (geladen). Zur Verwirklichung einer Zahleinrichtung mit 720° KW je Zyklus, wird die Sicherheitszahleinrichtung 107 bei der Kurbelsignalflanke auf einen Wert ”0” zuruckgesetzt, die unmittelbar der Kurbelsignalflanke vorhergeht, bei der die Bezugszahleinrichtung 108 zuruckgesetzt werden soll.
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Die Ereigniszahleinrichtung 106 von 3 wird bei den hinteren Impulsflanken des Kurbelsignals inkrementiert und gibt ein Winkelzyklus-Unterbrechungssignal bei jeder Flanke aus. Die CPU 11 erfasst die Impuls-Fehlposition bzw. den Impuls-Fehlabschnitt in dem Kurbelsignal aus dem Zahlwert (der Zahl der Flankeneingangssignale) der Ereigniszahleinrichtung 106. Der Zahlwert der Ereigniszahleinrichtung 106 wird bei jedem Kraftmaschinenzyklus (720° KW) initialisiert.
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Gemaß diesem Ausfuhrungsbeispiel bilden das Frequenzmultiplikationsregister 104, die Frequenzmultiplikationszähleinrichtung 105, die Sicherheitszahleinrichtung 107, die Bezugszahleinrichtung 108 und die Nachfuhrzahleinrichtung 109 von 3 die Frequenzmultiplikationssignal-Erzeugungseinrichtung. Durch die Frequenzmultiplikationssignal-Erzeugungseinrichtung wird das Frequenzmultiplikationssignal (Frequenzmultiplikationstakt) erzeugt und wird der Winkeltakt fur eine Kraftmaschinensteuerung ausgegeben. Die Frequenzmultiplikationssignal-Erzeugungseinrichtung beinhaltet die Zahleinrichtung 109 zur Erzeugung eines Taktsignals, welche auf der Grundlage des Frequenzmultiplikationssignals (Frequenzmultiplikationstakt) einem Zahlvorgang unterzogen wird.
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Der Betrieb der ECU 1 verlauft wie nachstehend dargestellt. 5 zeigt Zeitverläufe hinsichtlich des vorderen Impuls-Fehlabschnitts.
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Wenn der vordere Impuls-Fehlabschnitt bestimmt wird, da der Pegel des Nockensignals sich bei der hinteren Flanke (Kurbelsignalflanke) des Impulses unmittelbar nach dem Impulsfehlabschnitt zum Zeitpunkt t10 auf dem N-Pegel befindet, setzt die CPU 11 die Sicherheitszahleinrichtung 107 zunachst auf den Wert ”0” zuruck. Die Bezugszahleinrichtung 108 ladt den Wert ”0” der Sicherheitszahleinrichtung 107 bei der nachfolgenden Kurbelsignalflanke (zum Zeitpunkt t11 gemaß 5), bei der das System zuruckgesetzt wird. Erreicht der Zahlwert der Nachfuhrzahleinrichtung 109 einen Sicherheitswert eines Zyklus in einem derartigen Zustand (Zeitpunkt t5 gemaß 2), wird die Nachfuhrzahleinrichtung 109 hardwaremaßig auf einen Wert ”0” zuruckgesetzt. Ist die Nachfuhrzahleinrichtung 109 auf den Wert ”0” zuruckgesetzt, wird ein Rucksetzsignal zu der Winkelzähleinrichtung 110 zur Zundung und Einspritzung gesendet.
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Der vordere und hintere Impuls-Fehlabschnitt des Kurbelsignals werden unter Verwendung des Pegels des Nockensignals softwaremaßig bei den ansteigenden Flanken (Zeitpunkte t1 und t2) unmittelbar nach den Impuls-Fehlabschnitten des Kurbelsignals bestimmt. Befindet sich der Nockensignalpegel auf einem niedrigen Pegel ”N” und wird der vordere Impuls-Fehlabschnitt bestimmt, wird die Nachfuhrzahleinrichtung 109 hardwaremaßig bei der Position (Zeitunkt t5) vor dem oberen Totpunkt (BTDC) von 6° KW des vierten Zylinders als der Systemanfangsposition zuruckgesetzt und wird die Winkelzahleinrichtung 110 zur Zundung und Einspritzung auf eine Ubertragung des Rucksetzsignals hin gleichzeitig initialisiert. Tritt Rauschen in dem Nockensignal auf und wird der Pegel des Nockensignals in dem vorderen Impuls-Fehlabschnitt hoch, wird der Abschnitt irrtumlicherweise als der hintere Impuls-Fehlabschnitt bestimmt und kann die Zahleinrichtung nicht initialisiert werden.
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10 und 11 zeigen Zeitverlaufe zur Veranschaulichung des Umstands, dass der vordere/hintere Impuls-Fehlabschnitt irrtumlicherweise bestimmt wird.
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Tritt Rauschen in dem Nockensignal auf und gelangt die Phase des Nockensignals bei der Zylinderbestimmungsposition des inharenten bzw. dem Wesen nach vorderen Impuls-Fehlabschnitts zu bzw. gegen den hohen Pegel (Zeitpunkt t15 gemaß 10), wird in 10 der hintere Impuls-Fehlabschnitt bestimmt. Folglich wird die Sicherheitszahleinrichtung 107 nicht auf den Wert ”0” zuruckgesetzt. Da die Sicherheitszähleinrichtung 107 nicht auf den Wert ”0” zuruckgesetzt wird, wird die Bezugszahleinrichtung 108 zum Zeitpunkt t16 auch nicht auf den Wert ”0” zuruckgesetzt, sondern wird weiterhin inkrementiert. Obwohl die Nachfuhrzähleinrichtung 109 den Sicherheitswert eines Zyklus erreicht, wird die Bezugszahleinrichtung 108 nicht auf den Wert ”0” zuruckgesetzt, so dass der Sicherheitswert beibehalten wird.
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Folglich wird die Erzeugung des Winkeltaktes gestoppt und wird ein Rücksetzsignal fur die Winkelzahleinrichtung 110 zur Zundung und Einspritzung nicht erzeugt. Da die Erzeugung des Winkeltaktes gestoppt wird und kein Rucksetzsignal erzeugt wird, bleibt die Winkelzahleinrichtung 110 zur Zundung und Einspritzung ebenso bei dem zum Sicherheitswert eines Zyklus gleichen Wert. Da die Winkelzahleinrichtung 110 zur Zundung und Einspritzung bei dem Sicherheitswert beibehalten wird, tritt eine Ubereinstimmung der Winkelwerte nicht auf und werden Zundungs- und Einspritzausgangssignale gestoppt. Da die Sicherheitszahleinrichtung 107 auf den Wert ”0” zuruckgesetzt wird, wenn der nachste vordere Impuls-Fehlabschnitt erfasst wird, werden die Zundung und die Einspritzung nicht uber 720° KW hinweg ausgefuhrt. Das heißt, da der Wert der Winkelzahleinrichtung 110 auf dem Sicherheitswert beibehalten wird, werden die Zundung und Einspritzung fur die Periode von 720° KW gestoppt.
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Im Falle einer Einstellung des Werts der hinteren Impuls-Fehlposition durch die Erfassung des hinteren Impuls-Fehlabschnitts gemaß 11, wird, wenn der vordere Impuls-Fehlabschnitt irrtumlicherweise zum Zeitpunkt t17 gemaß 11 als der hintere Impuls-Fehlabschnitt festgelegt wird, die Sicherheitszahleinrichtung 107 nicht auf den Wert ”0” eingestellt, sondern auf einen Zwischenwert (Wert gemaß 360° KW). Die Bezugszahleinrichtung 108 wird nicht auf den Wert ”0” eingestellt und die Nachfuhrzahleinrichtung 109 wird nicht zuruckgesetzt. Folglich werden die Zundung und die Einspritzung in gleichartiger Weise nicht uber 720° KW ausgefuhrt.
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In dem vorstehend beschriebenen System, das das Kurbelsignal mit zwei Abschnitten fehlender Impulse wahrend 720° KW verwendet, gibt es gemäß den Zeitverläufen von 5 wahrend eines Zyklus von 720° KW nur eine Position, an der die Nachfuhrzahleinrichtung (Winkelfrequenzmultiplikationszahleinrichtung) 109 zur Frequenzmultiplikation des zugefuhrten Kurbelsignals und die Winkelzahleinrichtung 110 zur Zundung und Einspritzung, welche durch den durch die Inkrementierung der Zahleinrichtung 109 erzeugten Winkeltakt inkrementiert wird, initialisiert werden. Um die Initialisierungsposition zu bestimmen, werden der vordere und der hintere Impuls-Fehlabschnitt durch Verwendung des Pegels des Nockensignals (Zylinderbestimmungssignals) unterschieden und werden die Zahleinrichtungen bei dem vorderen Impuls-Fehlabschnitt initialisiert.
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Tritt jedoch beispielsweise Rauschen in dem Nockensignal auf und werden die Phasen bei der Bestimmung des vorderen und hinteren Impuls-Fehlabschnitts invertiert, wird inharent irrtumlicherweise der vordere Impuls-Fehlabschnitt als der hintere Impuls-Fehlabschnitt bestimmt. Erfolgt die falsche Bestimmung, wird der Winkeltakt nicht zuruckgesetzt, wird der Wert der Nachführzahleinrichtung 109 bei dem oberen Grenzwert von 720° KW eines Zyklus wahrend 720° KW bis zu dem nachsten vorderen Impuls-Fehlabschnitt beibehalten und werden die Zundung und Einspritzung nicht uber die Periode hinweg ausgefuhrt.
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In dem Ausfuhrungsbeispiel wird die vorstehende irrtumliche Zylinderbestimmung durch den vorderen/hinteren Impuls-Fehlabschnitt wie nachstehend beschrieben verhindert, selbst wenn Rauschen in dem Nockensignal auftritt. Dies beruht darauf, dass das Nockensignal dem Zylinderbestimmungssignal entspricht und der hohe und niedrige Pegel (der vor bestimmten Winkeln einen spezifischen Wert aufzuweisen hat) unmittelbar vor dem Impuls-Fehlabschnitt bedingungslos bestimmt werden und die Zylinderunterscheidung durch den vorderen/hinteren Impuls-Fehlabschnitt nur durchgeführt wird, wenn sowohl der Pegel des Nockensignals bei dem Impuls-Fehlabschnitt als auch der Verlauf des Nockensignals unmittelbar vor dem Abschnitt fehlender Impulse den Bedingungen hinsichtlich des vorderen/hinteren Impuls-Fehlabschnitts genugen.
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Genugen sie den Bedingungen infolge von Rauschen oder dergleichen nicht, wird der Vorgang unter Verwendung des letztmaligen Bestimmungsergebnisses fortgesetzt. Im Einzelnen wird das unmittelbar vorhergehende Bestimmungsergebnis hinsichtlich des vorderen/hinteren Impuls-Fehlabschnitts zwangsweise invertiert und wird die Zylinderbestimmung unter Verwendung des invertierten Ergebnisses ausgefuhrt.
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Gemaß 6 werden die Verlaufe des Kurbelsignals und des Nockensignals sowie das Zylinderbestimmungsverfahren beschrieben. Die Impulsflanke unmittelbar nach dem hinteren Impuls-Fehlabschnitt ist zum Zeitpunkt t20 dargestellt und die Impulsflanke unmittelbar nach dem vorderen Impuls-Fehlabschnitt ist zum Zeitpunkt t21 dargestellt. Wie in der Figur durch Bezugszeichen T1 und T2 dargestellt, ist lediglich die Periode T2, in der das Nockensignal unmittelbar vor dem vorderen Impuls-Fehlabschnitt sich auf dem hohem Pegel bzw. H-Pegel befindet, extrem lang und betragt die Zahl der Kurbelsignalflanken (die Zahl der Impulse) wahrend des H-Pegels den Wert ”21”. Die Zahl der Kurbelsignalflanken (die Zahl der Impulse) wahrend der Periode T1 des niedrigen Pegels bzw. N-Pegels des Nockensignals unmittelbar vor dem hinteren Impuls-Fehlabschnitt beträgt ”10”.
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Da die Kurbelsignalflankenzahl während des hochpegligen Nockensignals unmittelbar vor dem Impuls-Fehlabschnitt und die Kurbelsignalflankenzahl nach dem Impuls-Fehlabschnitt immer gleich den vorstehend beschriebenen Werten sind, wird die Zylinderbestimmung nur ausgefuhrt, wenn die Bedingungen sowohl hinsichtlich der Pegel des Nockensignals an dem Impuls-Fehlabschnitt als auch hinsichtlich der Kurbelsignalflankenzahl, wahrend das Nockensignal unmittelbar vor dem Impuls-Fehlabschnitt hoch/niedrig ist, erfullt bzw. zufriedenstellend sind. Folglich kann die Zylinderbestimmung ohne einer irrtumlichen Bestimmung genau ausgefuhrt werden, so dass die Zundung und Einspritzung vor einem Auslassen geschutzt werden.
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Gemaß dem Ausfuhrungsbeispiel ist die Spanne bzw. Toleranz der Kurbelsignalflankenzahl in jedem der Perioden T1 und T2 mit ±2 festgelegt. Ist die Kurbelsignalflankenzahl in der Periode T1 innerhalb des Bereichs von 10 ± 2 (das heißt zwischen 8 und 12), so wird sie als normal betrachtet. Ist die Kurbelsignalsflankenzahl in der Periode T2 19 oder hoher, wird sie als normal betrachtet. Die Zahl der Kurbelsignalflanken (Impulszahl) kann durch die CPU 11 infolge Uberwachung des Zahlwerts der Ereigniszahleinrichtung 106 gemaß 3 erfasst werden.
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7 zeigt ein Verarbeitungsverfahren fur den Fall, dass Rauschen in dem Nockensignal auftritt. Tritt Rauschen in dem Nockensignal auf, befindet sich das Nockensignal bei den hinteren Flanken (t30, t31) unmittelbar nach dem Impuls-Fehlabschnitt des Kurbelsignals auf dem H-Pegel und liegt die Kurbelsignalflankenzahl sowohl wahrend der Periode T10 und der Periode T11 (wobei sich das Nockensignal auf dem N-Pegel befindet) nicht innerhalb des Bereichs (10 ± 2) des hinteren Impuls-Fehlabschnitts. Folglich wird die Zylinderbestimmung nicht ausgeführt.
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Wird im Einzelnen der ”H”-Pegel zum Zeitpunkt t30 erfasst, ist, da die Zahl der Kurbelsignalflanken nicht innerhalb des inharenten Bereichs von 10 ± 2 in der Periode T10 liegt, in der der Nockensignalpegel unmittelbar vor dem Impuls-Fehlabschnitt sich auf dem N-Pegel befindet, die Bedingung fur einen hinteren Impuls-Fehlabschnitt nicht erfullt. Wird der H-Pegel zum Zeitpunkt t31 bestimmt, wobei die Zahl der Kurbelsignalflanken nicht in dem Bereich von 10 ± 2 in der Periode T11 liegt, in der sich der Nockensignalpegel unmittelbar vor dem Impuls-Fehlabschnitt auf dem H-Pegel befindet, so ist die Bedingung fur den hinteren Impuls-Fehlabschnitt nicht erfullt. Wenn beide der Zylinderbestimmungsbedingungen des vorderen und des hinteren Impulsfehlabschnitts nicht erfullt werden, wird das Zylinderbestimmungsergebnis des unmittelbar vorhergehenden Impuls-Fehlabschnitts invertiert und wird die diesmalige Zylinderbestimmung auf der Grundlage des letztmaligen Signals ausgefuhrt. Folglich kann die Zundung und die Einspritzung davor bewahrt werden, infolge der irrtumlichen Zylinderbestimmung ausgelassen zu werden, und kann die Steuerung auf normale Weise fortgefuhrt werden.
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Dieser Vorgang wird durch die CPU 11 erzielt, die die Routinen gemaß 8 und 9 ausführt. 8 zeigt ein Flussdiagramm zur Bestimmung des vorderen/hinteren Impuls-Fehlabschnitts unter Verwendung der Verlaufe des Nockensignals bei der Flankenunterbrechung des Nockensignals.
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Zunachst setzt die CPU 11 in Schritt 801 die wahrend des H-Pegels des Nockensignals gespeicherte Kurbelsignalflankenzahl zuruck. In Schritt 802 setzt die CPU 11 die Kurbelsignalflankenzahl zuruck, die wahrend des N-Pegels des Nockensignals gespeichert wurde, um eine fehlerhafte Bestimmung zu verhindern. In Schnitt 803 bestimmt die CPU 11 den Pegel des gegenwartigen Nockensignals. Im Falle des N-Pegels wird bestimmt, ob es (Nockensignal) unmittelbar vor dem vorderen Impuls-Fehlabschnitt liegt oder nicht. Befindet sich das Nockensignal auf dem N-Pegel, erzielt die CPU 11 in Schritt 804 die Kurbelsignalflankenzahl, wahrend das Nockensignal sich auf dem H-Pegel befindet. Die Kurbelsignalflankenzahl wird durch Uberwachung des Zahlwerts der Ereigniszahleinrichtung 106 gemaß 3 erzielt.
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Ferner bestimmt die CPU 11 in Schritt 805, ob die Kurbelsignalflankenzahl wahrend des hochpegligen Nockensignals gleich zu dem oder großer als der Bestimmungswert (beispielsweise 19) ist. Im Einzelnen wird festgelegt, ob die Kurbelsignalflankenzahl den Wert ”19” oder einen hoheren Wert aufweist. Ist die Zahl der Kurbelsignalflanken gleich zu dem oder großer als der Bestimmungswert, bestimmt die CPU 11, dass es (Nockensignal) sich unmittelbar vor dem vorderen Impuls-Fehlabschnitt befindet und stellt einen Zustandsmerker beziehungsweise ein Flag zur Bestimmung des vorderen Impuls-Fehlabschnitts in Schritt 806 ein. Wird in Schritt 805 NEIN festgelegt, liegt es (Nockensignal) nicht unmittelbar vor dem vorderen Impuls-Fehlabschnitt. Somit setzt die CPU 11 das Flag zur Bestimmung des vorderen Impuls-Fehlabschnitts in Schritt 807 zuruck.
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Befindet sich das Nockensignal in Schritt 803 andererseits auf dem H-Pegel, wird festgelegt, ob es unmittelbar vor dem hinteren Impuls-Fehlabschnitt liegt oder nicht. Befindet sich das Nockensignal auf dem H-Pegel, erzielt die CPU 11 in Schritt 808 die Kurbelsignalflankenzahl, wahrend das Nockensignal sich auf dem N-Pegel befindet. In Schritt 809 wird bestimmt, ob die Zahl der Kurbelsignalflanken zwischen dem ersten und zweiten Bestimmungswert (beispielsweise zwischen 8 und 12) liegt oder nicht. Im Einzelnen wird bestimmt, ob die Zahl der Kurbelsignalflanken in dem Bereich von 8 bis 12 liegt. Die CPU 11 bestimmt, dass es (Nockensignal) unmittelbar vor dem hinteren Impuls-Fehlabschnitt liegt, wenn die Zahl der Kurbelsignalflanken in Schritt 809 in dem Bereich zwischen dem ersten und zweiten Bestimmungswert liegt, und stellt in Schritt 810 einen Zustandsmerker beziehungsweise ein Flag zur Bestimmung des hinteren Impuls-Fehlabschnitts ein. Liegt die Zahl der Kurbelsignalflanken außerhalb des Bereichs bei Schritt 809, befindet es (Nockensignal) sich nicht in dem hinteren Impuls-Fehlabschnitt. Folglich setzt die CPU 11 in Schritt 811 das Flag zur Bestimmung des hinteren Impulsabschnitts zuruck.
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9 zeigt ein Flussdiagramm des Zylinderbestimmungsvorgangs in einer Fehlimpulserfassung-Unterbrechungsroutine. Zunachst erlangt die CPU 11 in Schritt 901 den Pegel des gegenwartigen Nockensignals. In Schritt 902 bestimmt die CPU 11 den Pegel des Nockensignals (ob es sich auf dem N-Pegel oder dem H-Pegel befindet). Befindet sich das Nockensignal auf dem N-Pegel, schreitet die CPU 11 in ihrem Betrieb zu Schritt 903 voran. Ist das durch die Nockensignalunterbrechung von 8 bestimmte Flag zur Bestimmung des vorderen Impuls-Fehlabschnitts eingestellt, wird festgelegt, dass der vordere Impuls-Fehlabschnitt erfasst ist. In Schritt 904 wird das Zylinderbestimmungsflag zuruckgesetzt (ausgeschaltet).
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Befindet sich das Nockensignal andererseits in Schritt 902 auf dem H-Pegel, schreitet die CPU 11 in ihrem Betrieb zu Schritt 905 voran. Ist das durch die Nockensignalunterbrechung von 8 bestimmte Flag zur Bestimmung des hinteren Impuls-Fehlabschnitts eingestellt, wird bestimmt, dass der hintere Impuls-Fehlabschnitt erfasst ist, und wird in Schritt 906 das Zylinderbestimmungsflag eingestellt (angeschaltet). Werden die Bedingungen in den Schritten 903 und 905 nicht erfullt (sind sie außerhalb des Bereichs), bestimmt die CPU 11, dass die Zylinderbestimmung infolge Rauschen oder dergleichen nicht erfolgt und wird in Schritt 907 das Zylinderbestimmungsflag invertiert. Das heißt, das Ergebnis der Zylinderbestimmung bei der unmittelbar vorhergehenden Fehlimpulserfassung wird invertiert und das invertierte Ergebnis wird als das Ergebnis der diesmaligen Zylinderbestimmung verwendet.
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Wie vorstehend beschrieben, werden in dem System, das ein Signal hardwaremaßig ausgibt, wenn der Winkelzeitgeber (Winkelzahleinrichtung 109) und die Zundungs- und Einspritzzeitpunkte und dergleichen miteinander ubereinstimmen, und das den vorderen und den hinteren Impuls-Fehlabschnitt durch das Nockensignal (Zylinderbestimmungssignal) wahrend 720° KW in zwei Positionen bestimmt, nicht nur der vordere/hintere Impuls-Fehlabschnitt, sondern auch die Verlaufe des Nockensignals bestimmt. Folglich kann, selbst wenn Rauschen in dem Nockensignal auftritt und die Zylinderbestimmung nicht erfolgen kann, die Zylinderbestimmung fortlaufend unter Verwendung des letztmaligen Signals ausgefuhrt werden, wahrend eine irrtumliche Zylinderbestimmung verhindert wird. Die Zundung und Einspritzung werden daher davor bewahrt, infolge eines irrtumlichen Zylinderbestimmungsvorgangs ausgelassen zu werden. Somit kann eine gegenuber Rauschen widerstandsfahige Bestimmung des vorderen/hinteren Zylinders erzielt werden.
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Das vorstehend angefuhrte Ausfuhrungsbeispiel weist nachstehende Merkmale auf.
- (A) Die CPU 11 als Bestimmungseinrichtung bestimmt den vorderen Impuls-Fehlabschnitt und den hinteren Impuls-Fehlabschnitt des Kurbelsignals auf der Grundlage des Pegels des Nockensignals an dem Impuls-Fehlabschnitt des Kurbelsignals und der Dauer des vorhergehenden unterschiedlichen Pegels.
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Folglich kann zur Zeit einer Bestimmung der zwei Kurbelwinkelbezugspositionen in 720° KW durch das mit der Drehung der Nockenwelle synchronisierte Zylinderbestimmungssignal und das zwei Impuls-Fehlabschnitte wahrend 720° KW aufweisende Kurbelsignal die Zylinderbestimmung genau ausgefuhrt werden, selbst wenn Rauschen in dem Zylinderbestimmungssignal auftritt. Das heißt, durch Bestimmung der vorderen/hinteren Bezugspositionen unter Berucksichtigung des Verlaufs des Zylinderbestimmungssignals wird eine irrtumliche Bestimmung verhindert und kann eine Zylinderbestimmung genau ausgefuhrt werden. Folglich kann in dem System zur Erzeugung von Frequenzmultiplikationssignalen bei vorbestimmten Winkelintervallen zur Synchronisierung mit der Kraftmaschinengeschwindigkeit die Kraftmaschine in geeigneter Weise gesteuert werden, selbst wenn Rauschen in dem Nockensignal auftritt. Die Kraftmaschinen-Steuerungseinheit mit hoher Widerstandsfahigkeit gegenuber Rauschen kann somit erzielt werden.
- (B) Insbesondere wird die Nachfuhrzahleinrichtung 109 auf der Grundlage der Frequenzmultiplikationstakte zur Erzeugung von Winkeltakten inkrementiert. Die CPU 11 stellt den Wert ”0” in der Sicherheitszähleinrichtung 107 gemäß dem Bestimmungsergebnis ein, wodurch die Nachfuhrzahleinrichtung 109 initialisiert wird. Folglich kann die Zylinderbestimmung genau erfolgen und kann die Zahleinrichtung 109 korrekt initialisiert werden, so dass die Winkeltakte zur Kraftmaschinensteuerung zuverlassig ausgegeben werden konnen.
- (C) Die Kurbelsignal-Verarbeitungshardware 100 und die CPU 11 arbeiten als Bestimmungseinrichtung und Zahleinrichtung zur Ausfuhrung eines auf dem Kurbelsignal beruhenden Zahlvorgangs. Der vordere Impuls-Fehlabschnitt und der hintere Impuls-Fehlabschnitt des Kurbelsignals werden auf der Grundlage des Pegels des Nockensignals an den Impuls-Fehlabschnitten des Kurbelsignals und der Periode der Fortfuhrung des unterschiedlichen Pegels vor dem Impuls-Fehlabschnitt bestimmt. Der Zahlwert wird auf der Grundlage des Bestimmungsergebnisses zuruckgesetzt und die Kraftmaschine wird auf der Grundlage des Zahlwerts gesteuert. Somit wird der gleiche Vorteil (A) erzielt.
- (D) Konnen der vordere und der hintere Impuls-Fehlabschnitt durch Verwendung der Pegel des Nockensignals der Impuls-Fehlabschnitte in dem Kurbelsignal und der Dauer des unterschiedlichen Pegels vor einem jeden der Abschnitte nicht bestimmt werden, verwendet die CPU 11 den invertierten Wert des letztmaligen Bestimmungsergebnisses. Tritt Rauschen in dem Nockensignal auf und kann die Zylinderbestimmung wie vorstehend beschrieben nicht erfolgen, wird die Zylinderbestimmung durch Verwendung des letztmaligen Signals fortgefuhrt. Folglich kann die Steuerung in fortlaufender Weise ohne einem Auslassen einer Zundung, einer Einspritzung und dergleichen ausgeführt werden.
- (E) Die Perioden einer Fortfuhrung unterschiedlicher Pegel (H-Pegel und N-Pegel) werden auf der Grundlage der Zahl der Impulse (Kurbelsignalflanken) des Kurbelsignals gemessen. Dies ist hinsichtlich der Praktikabilitat vorteilhaft.
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Gemaß dem vorstehenden Ausfuhrungsbeispiel wird der invertierte Wert des letztmaligen Bestimmungsergebnisses als das Ergebnis der jetzigen bzw. diesmaligen Bestimmung verwendet, falls Rauschen in dem Zylinderbestimmungssignal auftritt und die Zylinderbestimmung nicht erfolgen kann. Anstelle dessen kann der Wert der Winkelzahleinrichtung zur Ausfuhrung der Zylinderbestimmung gelesen werden.
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Obwohl gemaß der vorstehenden Beschreibung die Bezugsposition des Kurbelsignals dem Impuls-Fehlabschnitt in der Impulsfolge entspricht, ist die Bezugsposition nicht auf den Impuls-Fehlabschnitt beschrankt. Die Bezugsposition, in der das Impulsintervall nicht regular ist, kann ebenso in einer Impulsfolge eines vorbestimmten Winkelintervalls in einer weiteren Konfiguration (beispielsweise einer Konfiguration, in der ein Impuls in eine Impulsfolge eingefugt wird) bereitgestellt werden.
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Die Erfindung kann ebenso auf andere Weise ohne einem Abweichen von dem Schutzbereich der Erfindung verwirklicht werden.
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Wie vorstehend beschrieben weist ein durch einen Kurbelwinkelsensor erzeugtes Kurbelsignal einen vorderen Impuls-Fehlabschnitt und einen hinteren Impuls-Fehlabschnitt in einer Impulsfolge auf, bei der ein jedes Winkelintervall vorbestimmt ist. Der Pegel eines durch einen Nockenwinkelsensor erzeugten Nockensignals wird an dem Impuls-Fehlabschnitt des Kurbelsignals unterschiedlich. Ein von dem Pegel an dem Impuls-Fehlabschnitt unterschiedlicher Pegel bleibt fur eine Periode vorbestimmter Winkel vor dem Impuls-Fehlabschnitt bestehen. in Mikrocomputer (10) bestimmt einen jeden der vorderen und hinteren Impuls-Fehlabschnitte des Kurbelsignals auf der Grundlage des Pegels des Nockensignals an dem Impuls-Fehlabschnitt des Kurbelsignals in zwei Zyklen der Drehung einer Kurbelwelle der Kraftmaschine und der Dauer eines unterschiedlichen Pegels vor dem Impuls-Fehlabschnitt.