DE10101285A1 - Positionsbestimmung von mobilen Telekommunikationsgeräten - Google Patents
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Abstract
Für eine Positionsbestimmung von mobilen Telekommunikationsgeräten, insbesondere Mobiltelefonen, mobilen Internetzugängen, Fahrzeugen mit mobilen Faxgeräten, wobei zur Positionsbestimmung zumindest ein Signal von oder zu dem mobilen Telekommunikationsgerät, dessen Position bestimmt werden soll, gesendet wird, senden mehrere mobile Telekommunikationsgeräte, die einer Einheit eines Funknetzes zugeordnet sind, gleichartige Signale aus, die von dieser Einheit zugeordneten mobilen Telekommunikationsgeräten nach einer Signallaufzeit empfangbar sind, wobei die Position der empfangenen mobilen Telekommunikationsgeräte unter Ermittlung der Zeit der Ankunft der Signale berechenbar ist.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Po
sitionsbestimmung von mobilen Telekommunikationsgerä
ten nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie auf
ein Mobilfunknetz nach dem Oberbegriff des Anspruchs
10.
Es ist bekannt, zur Positionsbestimmung von mobilen
Telekommunikationsgeräten einen Datenaustausch mit
mehreren stationären Sendern eines Funknetzes durch
zuführen, wobei in einem Laufzeitverfahren die Sig
nalübertragungszeit zwischen dem jeweiligen Sender
und dem mobilen Telekommunikationsgerät oder in einem
Differenzverfahren eine Übertragungszeitdifferenz
zwischen der Signallaufzeit zwischen einem Sender und
dem mobilen Telekommunikationsgerät einerseits und
dem anderen Sender und dem mobilen Telekommunikati
onsgerät andererseits ermittelt wird. Dabei überträgt
die Sendeanlage ein Referenzsignal mit einer Kennung
an das jeweilige mobile Telekommunikationsgerät, das
die Ankunftszeit des Referenzsignals mit der Kennung
zurücksendet und dadurch die Möglichkeit zur Positi
onsberechnung eröffnet. Insbesondere in ländlichen
Gegenden oder auf See, je nach Größe auch auf Binnen
seen, stellt sich das Problem, daß nicht genügend
Sendeanlagen im Empfangsbereich des Telekommunikati
onsgeräts, dessen Position bestimmt werden soll, zur
Verfügung stehen, da entweder gar keine Sendeanlage
in Reichweite ist oder die Zahl der Sendeanlagen zu
klein ist für eine eindeutige Positionsbestimmung.
Hierfür sind in der Regel bei Nutzung einer Laufzeit
messung drei Sendeanlagen erforderlich, da bei Be
stimmung der Laufzeit des Signals einer Sendeanlage
nur ein Kreis um diese Sendeanlage bestimmt werden
kann und bei Laufzeitbestimmung der Signale zweier
Sendeanlagen immerhin noch die Schnittpunkte zweier
Kreise als mögliche Positionen bei gleicher Laufzeit
verbleiben. Gerade in ländlichen Gegenden oder auf
See ist jedoch eine Positionsbestimmung, insbesondere
in Notfällen, häufig wünschenswert, da andere Orien
tierungshilfen, etwa charakteristische Gebäude oder
bekannte Straßennamen, nicht zur Verfügung stehen.
Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, insbesonde
re in Gebieten mit schwacher Dichte von Sendeanlagen
die Positionsbestimmung von mobilen Telekommunikati
onsgeräten zu verbessern.
Die Erfindung löst dieses Problem durch ein Verfahren
mit den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie durch ein Mo
bilfunknetz mit den Merkmalen des Anspruchs 10. Hin
sichtlich vorteilhafter Ausgestaltungen wird auf die
Unteransprüche 2 bis 9 sowie 11 bis 12 verwiesen.
Durch die erfindungsgemäße Positionsbestimmung ist es
für das Mobiltelekommunikationsgerät, beispielsweise
ein Handy oder anderes Endgerät oder auch für einen
Verteiler, wie etwa die Telefonanlage eines Schiffes,
zur Positionsbestimmung nicht mehr erforderlich, im
Empfangsbereich von drei festen Sendeanlagen zuste
hen. Statt eines Datenaustauschs nur zwischen den
festen Sendeanlagen und dem mobilen Telekommunikati
onsgerät, dessen Position bestimmt werden soll, kann
eine oder mehrere der festen Sendeanlagen durch wei
tere mobile Telekommunikationsgeräte, etwa Endgeräte,
ersetzt werden und somit der Datenaustausch auch al
lein zwischen dem Telekommunikationsgerät, dessen Po
sition bestimmt werden soll, und weiteren mobilen Te
lekommunikationsgeräten stattfinden.
Die Position eines jeweiligen Telekommunikationsge
räts kann dabei einfach über einen Zeitversatz, den
sog. Timing Advance, bestimmt werden. Dieser wird bei
der Synchronisierung ohnehin ermittelt und gibt vor,
wieviel eher jeweils ein mobiles Telekommunikations
gerät vor der Basisstation (feste Sendeanlage) senden
muß, um trotz der Signallaufzeit das rechtzeitige
Eintreffen eines gesendeten Signals im entsprechenden
Timeslot der Basisstation zu ermöglichen. Somit ist
der Aufwand zur Ermittlung einer Position eines mobi
len Telekommunikationsgeräts anhand des Synchronisa
tionssignals der Basisstation minimiert.
Wenn zwei Geräte den gleichen Timing Advance aufwei
sen, also gleichweit von einer Basisstation entfernt
sind, aber dennoch ein zwischen diesen übersandtes
Signal eine meßbare Laufzeit aufweist, kann damit der
Abstand der Geräte entlang einer Sekante des Ab
standskreises zur Basisstation errechnet werden.
Wenn jedes mobile Telekommunikationsgerät, das sich
in Reichweite befindet und für die Positionsbestim
mung herangezogen werden kann, ein Signal über seine
eigene Position und ein Signal über die Qualität sei
ner eigenen Positionsbestimmung überträgt, kann von
dem mobilen Telekommunikationsgerät, dessen Position
bestimmt werden soll, entschieden werden, ob das in
Rede stehende weitere mobile Telekommunikationsgerät
für die Positionsbestimmung herangezogen werden soll
oder nicht. Insbesondere wenn mehrere mobile Telekom
munikationsgeräte erreichbar sind, können dadurch
diejenigen herausgesucht werden, deren eigene Positi
on besonders zuverlässig bestimmt ist.
Eine Erleichterung der Auswahl der jeweils heranzu
ziehenden weiteren mobilen Telekommunikationsgeräte
ist dann ermöglicht, wenn in jedem mobilen Telekommunikationsgerät
eine hierarchische Liste, sog. Gra
dientenliste, der weiteren mobilen Telekommunikati
onsgeräte einer Einheit des Mobilfunknetzes angelegt
wird.
Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung erge
ben sich aus einem nachfolgend beschriebenen und in
der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel des
Gegenstandes der Erfindung.
In der Zeichnung zeigt:
Fig. 1 eine schematische Ansicht des erfindungsge
mäßen Verfahrens bei Ausnutzung einer Sende
anlage mehrerer mobiler Telekommunikations
anlagen zur Positionsbestimmung,
Fig. 2 eine schematische Darstellung des Signalab
laufs zwischen insgesamt vier beteiligten
Telekommunikationsgeräten,
Fig. 3 eine von den mobilen Telekommunikationsgerä
ten als Rundruf ausgesandte sog. Untersu
chungsnachricht,
Fig. 4 eine von den mobilen Telekommunikationsgerä
ten ausgesandte Untersuchungs-Antwort-
Nachricht.
Das mobile Telekommunikationsgerät M1, dessen Positi
on bestimmt werden soll, kann entweder ein Telekommu
nikationsendgerät oder Teil einer mobilen Telekommu
nikationsanlage, etwa eines Schiffes oder Straßen
fahrzeugs, eines mobilen Computers, Telefaxgeräts o
der Internetzugangs, sein.
Eine Positionsbestimmung dieses Telekommunikationsge
räts M1 kann entweder nur auf Anforderung eines Be
nutzers oder beispielsweise zeitlich getaktet in re
gelmäßigen Abständen automatisiert erfolgen.
Das Mobiltelekommunikationsnetz TN ist in einzelne
Einheiten (Zellen) Z aufgeteilt, wobei jeder Zelle Z
eine feste Sendeanlage S zugeordnet ist. Das Telekom
munikationsnetz TN kann beispielsweise im UMTS-
(Universal Mobile Telecommunication System)-Modus ar
beiten, wobei Signale von der festen Sendeanlage S zu
einem der mobilen Telekommunikationsgeräte M1, M2,
M3, M4. . . (Downlink) oder umgekehrt (Uplink) auf der
selben Trägerfrequenz im Ping-Pong-Verfahren über
sandt werden. Hierfür wird der sog. TDD-(Time Divisi
on Duplex)-Modus verwendet, der die störungsfreie Ab
folge der in beide Richtungen laufenden Daten glei
cher Frequenz sicherstellt.
Im Ausführungsbeispiel werden nach dem ODMA-Verfahren
(Opportunity Driven Multiple Access), arbeitende Mo
biltelekommunikationsgeräte M1, M2, M3, M4. . . verwen
det, d. h., daß die Datenübermittlung nicht nur zwi
schen einem der mobilen Telekommunikationsgeräte M1,
M2, M3, . . . einerseits und einer festen Sendeanlage S
andererseits direkt stattfindet, sondern statt dessen
auch Daten indirekt über weitere mobile Telekommuni
kationsgeräte M2, M3, . . . übermittelt werden können.
Beispielsweise kann eine Nachricht des mobilen Tele
kommunikationsgeräts M1 über die Zwischenstation des
mobilen Telekommunikationsgeräts M2, das empfängt und
weitersendet, an die feste Sendeanlage S übermittelt
werden. Die Mobiltelekommunikationsgeräte M1, M2,
M3, . . ., die derart als Zwischenstationen wirken kön
nen, werden als ODMA relay nodes (ODMA-Hilfsknoten)
bezeichnet. Die Datenleitung kann dabei auch über
mehrere weitere Mobiltelekommunikationsgeräte M2, M3
verschiedener Zahl erfolgen.
Um die Datenübermittlung im ODMA-Verfahren zu ermög
lichen, wird von jeder Mobilfunkstation M1, M2, M3,
M4. . . eine Liste benachbarter und somit zur Daten
übertragung zwischen diesem und der festen Sendeanla
ge S geeigneter Mobilfunkstationen M2, M3, M4, M1. . .
angelegt.
Hierfür werden von dem jeweiligen Mobilfunkgerät M1,
M2, M3, M4, . . . Untersuchungsnachrichten U1, U2,
U3. . . ausgesandt, die eine Struktur wiederkehrender
Rahmen (Frames) F aufweisen, die ihrerseits in Zeit
schlitze (Timeslots) TS eingeteilt sind. Einer dieser
Timeslots enthält Information über beispielsweise die
elektrische Feldstärke, mit der von dem die jeweilige
Nachricht U1, U2, U3. . . gesendet wird, ein Hinter
grundrauschen oder ähnliche Parameter, die darüber
entscheiden, ob und wie gut das aussendende mobile
Telekommunikationsgerät, beispielsweise M1 (oder je
des andere), von einem empfangenden mobilen Telekom
munikationsgerät, beispielsweise M2, verwendet werden
kann. Zusätzlich wird in der Untersuchungsnachricht
auch eine Liste weiterer geeigneter Mobilfunkstatio
nen, z. B. M3, M4, verschickt, die dann von der Mo
bilfunkstation M2 mit empfangen und abgespeichert
wird.
Das mobile Telekommunikationsgerät M2 übersendet eine
eigene Untersuchungsnachricht U2, die nach Aufnahme
der in der Untersuchungsnachricht U1 von M1 eine Ant
wort hierauf darstellt und mit deren Hilfe M1 dann
seine Liste um M2 erweitern kann.
Es versteht sich, daß im ODMA-Verfahren jede betei
ligte Mobilfunkstation M1, M2, M3, M4. . . einer Zelle
Z in der gleichen Datenstruktur, d. h. in gleichen
Abfolge von Frames F und Timeslots TS, seine Untersu
chungsnachrichten U1, U2, U3. . . sendet. Die einzelnen
Timeslots TS sind dabei allerdings in einer Zufalls
struktur mal belegt und mal frei zum Empfang von
Nachrichten weiterer mobiler Telekommunikationsgeräte
M2, M3. . .. Dadurch wird der Austausch von Untersu
chungsnachrichten U1 und solchen Untersuchungsnach
richten U2, U3. . ., die eine Antwort hierauf darstel
len, möglich. Diese Nachrichten werden laufend aktua
lisiert, um damit den Bewegungen von mobilen Telekom
munikationsgeräten M1, M2. . . Rechnung zu tragen.
Erfindungsgemäß werden derartige Untersuchungsnach
richten U1, U2, U3. . . zur Positionsbestimmung genutzt.
In Fig. 1 sind mobile Telekommunikationsgeräte (Mo
bilfunkstationen) M1, M2, M3, M4, M5 dargestellt, die
untereinander über Funkverbindungen F1, F2, F3 und F4
sowie weitere nicht eingezeichnete Verbindungen in
Kontakt treten können. Die Mobilfunkstation M5 ist
über eine Funkverbindung F5 zusätzlich mit einer fes
ten Sendeanlage S verbindbar, die ihrerseits über ei
ne feste Leitung L1 mit einer Netzwerkeinheit NE ver
bindbar ist. Diese ist über eine weitere feste Lei
tung L2 mit einer höchsten Netzwerkeinheit HE verbun
den. Eine hierarchische Liste (Gradientenliste) des
besten Weges einer Verbindung F3-F1-F5 zur Sendeanla
ge S kann in M1 bereits durch vorherige Abfragen be
kannt sein.
Die Positionsbestimmung eines mobilen Telekommunika
tionsgeräts M1 kann dann beispielsweise nach dem in
Fig. 1 dargestellten Ablauf unter Zuhilfenahme weite
rer mobiler Telekommunikationsgeräte M2, M3, M4 wie
folgt stattfinden:
Die Mobilfunkstation M1 sendet in zeitlich regelmäßi ger Taktung eine Untersuchungsnachricht U1 aus, die von benachbarten mobilen Telekommunikationsgeräten M2, M3, M4 empfangen wird. Die Untersuchungsnachricht enthält einen Timeslot 610, in dem Information ent halten ist, ob die Mobilfunkstation M1 ihre Position selbst bestimmen kann, was etwa der Fall ist, wenn hinreichend viele Punkte bekannter Position in ihrer Umgebung vorhanden sind. Wenn dies nicht möglich ist, kann im Timeslot 620 die Information abgelegt sein, daß die momentane Position bestimmt werden soll. Im Ausführungsbeispiel ist dieser Fall angenommen, ent sprechende Signal(e) ist oder sind somit in den Ti meslots 610 und 620 enthalten.
Die Mobilfunkstation M1 sendet in zeitlich regelmäßi ger Taktung eine Untersuchungsnachricht U1 aus, die von benachbarten mobilen Telekommunikationsgeräten M2, M3, M4 empfangen wird. Die Untersuchungsnachricht enthält einen Timeslot 610, in dem Information ent halten ist, ob die Mobilfunkstation M1 ihre Position selbst bestimmen kann, was etwa der Fall ist, wenn hinreichend viele Punkte bekannter Position in ihrer Umgebung vorhanden sind. Wenn dies nicht möglich ist, kann im Timeslot 620 die Information abgelegt sein, daß die momentane Position bestimmt werden soll. Im Ausführungsbeispiel ist dieser Fall angenommen, ent sprechende Signal(e) ist oder sind somit in den Ti meslots 610 und 620 enthalten.
Die Mobilfunkstationen M2, M3, M4 senden, ebenfalls
zeitlich getaktet, eigene Untersuchungssignale aus,
die nach Erhalt der Untersuchungsnachricht U1 die in
U1 enthaltenen Informationen beinhalten und daher als
Antworten U2, U3, U4 auf diese angesehen werden kön
nen. Es versteht sich, daß diese Untersuchungsnach
richten U2, U3, U4 nicht nur von der Mobilfunkstation
M1, sondern auch von den jeweils weiteren Mobilfunk
stationen M3, M4, M2 empfangen werden können, was in
Fig. 1 und Fig. 2 der Übersichtlichkeit halber nicht
eingezeichnet ist.
Die Belegung der einzelnen Timeslots TS sämtlicher
Untersuchungsnachrichten U1, U2, U3 erfolgt nach ei
nem zufälligen Muster, so daß der jeweilige Timeslot
TS mal belegt ist und mal zum Empfang von Nachrichten
anderer frei bleibt. Dadurch kann jede Mobilfunksta
tion M1, M2, M3, M4. . . hören und senden innerhalb der
festen Datenstruktur.
Im Ausführungsbeispiel ist angenommen, daß die Mobil
funkstationen M2, M3, M4 ihre eigene Position bestimmt
haben und aufgrund des im Feld 620 der Unter
suchungsnachricht U1 enthaltenen Wunsches nach Posi
tionsbestimmung der Mobilfunkstation M1 in ihren Ant
worten U2, U3, U4 gemäß der in Fig. 4 dargestellten
Struktur in den Feldern 410, 420 und 430 entsprechen
de Information bereitstellen:
So kann etwa in der Antwort U2 das Feld 410 bei spielsweise die aktuelle Position des mobilen Tele kommunikationsgeräts M2 enthalten, das Feld 420 In formation über die Genauigkeit dieser Position und das Feld 430 den Zeitpunkt der letzten Positionsbe stimmung. Es versteht sich, daß auch eine andere Ein teilung von positionsangebenden Daten möglich ist, wobei jeweils ein gemeinsamer Standard festgelegt sein muß.
So kann etwa in der Antwort U2 das Feld 410 bei spielsweise die aktuelle Position des mobilen Tele kommunikationsgeräts M2 enthalten, das Feld 420 In formation über die Genauigkeit dieser Position und das Feld 430 den Zeitpunkt der letzten Positionsbe stimmung. Es versteht sich, daß auch eine andere Ein teilung von positionsangebenden Daten möglich ist, wobei jeweils ein gemeinsamer Standard festgelegt sein muß.
Die Mobilfunkstation M1 legt die Informationen in
seiner Liste ab und vergleicht sie mit dort enthalte
nen eventuellen weiteren Mobilfunkstationen und deren
Qualitäten von Positionen. Wenn etwa die Mobilfunk
stationen M2, M3 und M4 hinreichend gute eigene Posi
tionskenntnisse signalisieren, kann beispielsweise
aus einem Laufzeitverfahren für die Antworten U2, U3
und U4 von der Mobilfunkstation M1 seine Position be
stimmt werden. Dadurch ergeben sich jeweils Abstands
kreise um die genannten Mobilfunkstationen M2, M3 und
M4. Der Schnittpunkt dieser Abstandskreise gibt die
momentane Position des mobilen Telekommunikationsge
räts M1 an.
Der Ruf U1 des Telekommunikationsgeräts M1 kann auch
eine oder mehrere der Mobilfunkstationen M2, M3, M4
dazu veranlassen, selbst eine Positionsbestimmung
vorzunehmen. Die Kette kann sich dann über von diesem
so veranlaßten Gerät über weitere in dessen Umkreis
befindliche mobile oder feste Telekommunikationsein
richtungen fortsetzen. Im Prinzip kann diese Kette
beliebig lang werden. In der Praxis setzen jedoch Ü
bertragungszeiten und Fehler bei der Genauigkeit der
Positionsbestimmung Grenzen für die Länge der Kette
fest.
Die Untersuchungsnachricht U1 kann vom mobilen Tele
kommunikationsgerät M1 ausgehen, ohne daß zu den Ein
richtungen M2, M3, M4 oder anderen Komponenten des
Telekommunikationsnetzes TN eine weitere Datenverbin
dung, etwa ein Gespräch, aufgebaut würde. Ebenso kann
die Gradientenliste ohne Aufnahme einer Verbindung
und ohne Eingreifen eines Benutzers erstellt und ab
gespeichert werden.
Es kann beispielsweise grundsätzlich vorgezogen wer
den, die Positionsbestimmung an festen Telekommunika
tionseinrichtungen vorzunehmen, sofern davon eine
hinreichende Anzahl im Empfangsbereich gelegen ist.
Des weiteren kann vorgesehen sein, nur solche mobilen
Telekommunikationsanlagen heranzuziehen, die inner
halb eines festgelegten Zeitintervalls ihre eigene
Position festgestellt haben, um damit auszuschließen,
daß etwa in einem Fahrzeug oder Flugzeug schnell be
wegte Telekommunikationsanlagen dann, wenn die Daten
aus der Liste abgefragt werden, ihre jeweilige Posi
tion schon deutlich geändert haben und eventuell auch
gar nicht mehr im Empfangsbereich liegen.
Das erfindungsgemäße Mobilfunknetz TN umfaßt feste
Sendeanlagen S. deren Position bekannt ist, und mobi
le Telekommunikationsgeräte M1, M2. . ., die entweder
in regelmäßigen Zeitabständen oder erst auf Anforde
rung ihre Position bestimmen. In jedem Fall können
auch die mobilen Telekommunikationsgeräte gleichbe
rechtigt oder hierarchisch untergeordnet unter den
festen Sendeanlagen für die Positionsbestimmung he
rangezogen werden.
Dadurch, daß für die Positionsbestimmung nicht mehr
die stationären Sendeanlagen so weitreichend senden
müssen, kann eine kleinere Sendeleistung verwendet
werden. Zudem sind Störungen, etwa durch Interferen
zen, vermindert.
Claims (12)
1. Verfahren zur Positionsbestimmung von mobilen Tele
kommunikationsgeräten, insbesondere Mobiltelefonen, mobilen
Internetzugängen oder Fahrzeugen mit mobilen Faxgeräten, wo
bei zur Positionsbestimmung zumindest ein Signal von oder zu
dem mobilen Telekommunikationsgerät, dessen Position bestimmt
werden soll, gesendet wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass mehrere mobile Telekommunikationsgeräte, die einer Ein
heit eines Funknetzes zugeordnet sind, gleichartige Signale
aussenden, die von dieser Einheit zugeordneten mobilen Tele
kommunikationsgeräten nach einer Signallaufzeit empfangbar
sind, wobei die Position der empfangenden mobilen Telekommu
nikationsgeräte unter Ermittlung der Zeit der Ankunft der
Signale berechenbar ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die einer Einheit zugeordneten mobilen Telekom
munikationsgeräte jeweils mit einem Zeitversatz (Ti
ming Advance) ein gleichartiges Signal senden, wobei
der Zeitversatz abhängig ist von der relativen Lage
eines jeden mobilen Telekommunikationsgeräts dieser
Einheit zu einer dieser Einheit zugeordneten festen
Sendeanlage.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Signallaufzeit zur Positionsbestimmung unter
Berücksichtigung des Zeitversatzes ermittelt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Signale der mobilen Telekommunikationsgeräte
in Rahmen (frames) und diese ihrerseits in Zeit
schlitze (Timeslots) aufgeteilt sind und in stets in
nerhalb der frames gleich positionierten Timeslots
Positionssignale ausgesandt werden.
5. Verfahren nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die einer Einheit zugeordneten mobilen Telekom
munikationsgeräte den jeweiligen Timeslot nach einem
Zufallsverfahren mit Information belegen oder in die
sem Timeslot empfangsbereit sind.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Positionssignale Information über die eigene
Position eines aussenden mobilen Telekommunikations
geräts enthalten.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Positionssignale Information über die Quali
tät der Positionsbestimmung des aussendenden Telekom
munikationsgeräts enthalten.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass der jeweiligen Einheit zugeordnete mobile Tele
kommunikationsgeräte hierarchische Listen von weite
ren mobilen Telekommunikationsgeräten und deren Posi
tion anlegen.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die mobilen Telekommunikationsgeräte im ODMA-
Modus (Opportunity Driven Multiple Access) arbeiten.
10. Mobilfunknetz (TN) mit festen Telekommunikations
einrichtungen (S), insbesondere Sendeanlagen, und mit
teilnehmenden mobilen Telekommunikationsgeräten
(M1; M2; M3; M4, M5), insbesondere Mobiltelefonen, mobi
len Internetzugängen, oder Fahrzeugen mit mobilen
Faxgeräten, wobei zur Positionsbestimmung eines mobi
len Telekommunikationsgeräts (M1) zumindest ein Sig
nal von oder zu dem mobilen Telekommunikationsgerät
(M1), dessen Position bestimmt werden soll, gesendet
und die Laufzeit des Signals oder der Signale be
stimmbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass mehrere mobile Telekommunikationsgeräte
(M1; M2; M3; M4; M5), die einer Einheit eines Funknetzes zugeord
net sind, gleichartige Signale (U1; U2; U3. . .) aussenden, die
von dieser Einheit zugeordneten mobilen Telekommunikationsge
räten (M1; M2; M3; M4; M5) nach einer Signallaufzeit empfangbar
sind, wobei die Position der empfangenden mobilen Telekommu
nikationsgeräte (M1; M2; M3; M4; M5) unter Ermittlung der Lauf
zeit der Signale (U1; U2; U3) berechenbar ist.
11. Telekommunikationsnetz nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die einer Einheit zugeordneten mobilen Telekom
munikationsgeräte (M1; M2; M3; M4; M5) jeweils mit einem
Zeitversatz (Timing Advance) ein gleichartiges Signal
senden, wobei der Zeitversatz abhängig ist von der
relativen Lage eines jeden mobilen Telekommunikati
onsgeräts (M1; M2; M3; M4; M5) dieser Einheit zu einer
dieser Einheit zugeordneten festen Sendeanlage (S).
12. Telekommunikationsnetz nach einem der Ansprüche
10 oder 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Signallaufzeit zur Positionsbestimmung unter
Berücksichtigung des Zeitversatzes ermittelbar ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2001101285 DE10101285A1 (de) | 2001-01-12 | 2001-01-12 | Positionsbestimmung von mobilen Telekommunikationsgeräten |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE2001101285 DE10101285A1 (de) | 2001-01-12 | 2001-01-12 | Positionsbestimmung von mobilen Telekommunikationsgeräten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10101285A1 true DE10101285A1 (de) | 2002-07-18 |
Family
ID=7670413
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2001101285 Withdrawn DE10101285A1 (de) | 2001-01-12 | 2001-01-12 | Positionsbestimmung von mobilen Telekommunikationsgeräten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10101285A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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-
2001
- 2001-01-12 DE DE2001101285 patent/DE10101285A1/de not_active Withdrawn
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| WO2004104621A1 (en) * | 2003-05-26 | 2004-12-02 | Commonwealth Scientific And Industrial Research Organisation | Self surveying radio location method |
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