DE10101107A1 - Kraftstoffeinspritzeinrichtung - Google Patents
KraftstoffeinspritzeinrichtungInfo
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Abstract
Eine druckgesteuerte Kraftstoffeinspritzeinrichtung (1) umfaßt jeweils eine Einspritzdüse (4) pro Zylinder, eine Kraftstoffpumpe (2) zur Förderung von Kraftstoff zur Einspritzdüse (4) und jeweils ein Zumeßventil (3) zur Ansteuerung einer Einspritzdüse (4). Eine gemeinsame Kraftstoffpumpe (2) ist über ein Zumeßventil (3) direkt mit der Einspritzdüse (4) verbunden.
Description
Die Erfindung betrifft eine Kraftstoffeinspritzeinrichtung gemäß dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1.
Zum besseren Verständnis der Beschreibung und der Patentansprüche werden
nachfolgend einige Begriffe erläutert: Die Kraftstoffeinspritzeinrichtung gemäß der
Erfindung ist druckgesteuert ausgebildet. Im Rahmen der Erfindung wird unter einer
druckgesteuerten Kraftstoffeinspritzeinrichtung verstanden, dass durch den im
Düsenraum eines Injektors herrschenden Kraftstoffdruck ein Ventilglied gegen die
Wirkung einer Schließkraft (Feder) bewegt wird, so dass die Einspritzöffnung für
eine Einspritzung des Kraftstoffs aus dem Düsenraum in den Zylinder freigegeben
wird. Der Druck, mit dem Kraftstoff aus dem Düsenraum in einen Zylinder einer
Brennkraftmaschine austritt, wird als Einspritzdruck bezeichnet, während unter
einem Systemdruck der Druck verstanden wird, unter dem Kraftstoff innerhalb der
Kraftstoffeinspritzeinrichtung zur Verfügung steht bzw. bevorratet ist.
Kraftstoffzumessung bedeutet, eine definierte Kraftstoffmenge zur Einspritzung
bereitzustellen. Unter Leckage ist eine Menge an Kraftstoff zu verstehen, die beim
Betrieb der Kraftstoffeinspritzeinrichtung entsteht (z. B. eine Führungsleckage),
nicht zur Einspritzung verwendet und zum Kraftstofftank zurückgefördert wird. Das
Druckniveau dieser Leckage kann einen Standdruck aufweisen, wobei der
Kraftstoff anschließend auf das Druckniveau des Kraftstofftanks entspannt wird.
Bei Common Rail Systemen kann der Einspritzdruck an Last und Drehzahl angepaßt
werden. Zur Geräuschminderung wird hier oft eine Voreinspritzung durchgeführt.
Zur Reduzierung von Emissionen ist eine druckgesteuerte Einspritzung
bekanntermaßen günstig.
Zur Kostenersparnis bei der Fertigung einer druckgesteuerten Kraftstoffeinrichtung
insbesondere für kleine Motoren wird eine Kraftstoffeinspritzeinrichtung gemäß
Patentanspruch 1 vorgeschlagen. Die erfindungsgemäße
Kraftstoffeinspritzeinrichtung benötigt keinen gemeinsamen Druckspeicherraum
und auch keine Druckregelung. Kraftstoffpumpe, vorzugsweise eine Nockenpumpe,
und Steuerventile können zu einer vormontierten und geprüften Einheit
zusammengefasst werden. Hierdurch lassen sich die Kosten der
Kraftstoffeinspritzeinrichtung weiter reduzieren. Zumeßventile können mit
Magnetaktoren oder Piezostellern angesteuert werden. Vorzugsweise werden
druckausgeglichene Ventile mit Piezoaktoren eingesetzt. Eine optionale
Servoansteuerung der Ventile ist von Vorteil. Als Düse kann eine einfache Düse,
ein Zwei-Feder-Düsenhalter oder eine Rate-shaping-Nozzle verwendet werden.
Ebenso kann auch eine Vario- bzw. eine Vario-Register-Düse verwendet werden.
Dies führt zu einer verbesserten Anpassung des Einspritzverlaufs an die
Erfordernisse des Motors.
Zwei Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Kraftstoffeinspritzeinrichtung
sind in der schematischen Zeichnung dargestellt und werden in der nachfolgenden
Beschreibung erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine druckgesteuerte Kraftstoffeinspritzeinrichtung;
Fig. 2 eine zweite druckgesteuerte Kraftstoffeinspritzeinrichtung.
Bei dem in Fig. 1 dargestellten ersten Ausführungsbeispiel einer druckgesteuerten
Kraftstoffeinspritzeinrichtung 1 erfolgt die Hochdruckerzeugung über eine
Nockenpumpe 2, deren Förderhub mit dem Einspritzfenster des Motors
synchronisiert ist. Der verdichtete Kraftstoff wird dann durch Ventile 3 den
Einspritzdüsen 4 zugemessen. In der Fig. 1 ist lediglich eine Einspritzdüse 4 und
ein Ventil 3 gezeigt. Jeder Einspritzdüse 4 pro Zylinder ist ein Zumeßventil
zugeordnet. Eine Hochdruckleitung 5 verbindet das 3/2-Wege-Ventil 3 und die
Einspritzdüse 4. Die Einspritzung erfolgt druckgesteuert ähnlich wie bei
Verteilereinspritzsystemen. Dabei öffnet eine Düsennadel 6 bei einem bestimmten
im Düsenraum 7 herrschenden Druck gegen die Federkraft einer Feder 8. Der
Federraum 9 der Einspritzdüse 4 ist mit der Leckageleitung 10 verbunden. Die
Zumessung wird mit Hilfe des 3/2-Wege-Ventils 3 durchgeführt. Bei unbestromtem
Ventil 3 ist der Düsenraum 7 der Einspritzdüse 4 mit einer Leckageleitung 11 und
bei bestromtem Ventil 3 mit der Nockenpumpe 2 verbunden. Die Ventile 3 können
in die Nockenpumpe 2 integriert sein. Mit Beginn des Nockenhubs fördert die
Nockenpumpe 2 Kraftstoff und baut Druck auf. Der Kraftstoff wird jedoch erst
durch das Öffnen des Ventils 3 an die Einspritzdüse 4 weitergeleitet und
eingespritzt. Die Einspritzung wird elektronisch über die Ventile 3 gesteuert. Eine
Entlastung der Druckleitung 5 kann über die Leckageleitung 11 erfolgen. Um eine
Beschädigung bei geschlossenem Ventil 3 zu vermeiden, ist ein Überduckventil 12
vorgesehen. Ein Spritzversteller, wie er in Verteilereinspritzsystemen eingesetzt
wird, ist vorteilhaft, um die Synchronisation von Nockenhub und Einspritzdauer zu
erleichtern. Durch einen zeitlichen Versatz von Förderbeginn des Pumpenhubs und
Einspritzbeginn kann der Druck zu Beginn der Einspritzung beeinflußt werden. Evtl.
ist dazu ein kleinerer Ausgleichsraum zwischen Pumpe und Ventilen vorzusehen.
Damit kann ein variabler Einspritzdruck im Kennfeld erreicht werden. Nockenpumpe
2, Überdruckventil 12 und Zumeßventil 3 sind als vormontierte Einheit 13 zu
verstehen. Die Kraftstoffeinspritzeinrichtung 1 besteht aus den Einheiten 13 und 4.
Die Aufteilung in Module kann bei anderen Ausführungsformen anders realisiert
sein.
Fig. 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer Kraftstoffeinspritzeinrichtung 14, bei der
die Zumessung mit einem 2/2-Ventil 15 gesteuert wird. Die notwendige Entlastung
der Hochdruckleitung 5 und der Einspritzdüse 4 nach der Einspritzung erfolgt über
Absteuerdrosseln 16. Diese können abweichend von der Fig. 2 unterschiedlich an
der Einspritzdüse oder am Zumeßventil 15 angebracht werden.
1
Kraftstoffeinspritzeinrichtung
2
Nockenpumpe
3
3/2-Wege-Ventil
4
Einspritzdüse
5
Hochdruckleitung
6
Düsennadel
7
Düsenraum
8
Feder
9
Federraum
10
Leckageleitung
11
Leckageleitung
12
Überdruckventil
13
Einheit
14
Kraftstoffeinspritzeinrichtung
15
2/2-Wege-Ventil
16
Drossel
Claims (4)
1. Druckgesteuerte Kraftstoffeinspritzeinrichtung mit jeweils einer Einspritzdüse (4)
pro Zylinder, mit einer Kraftstoffpumpe (2) zur Förderung von Kraftstoff zur
Einspritzdüse (4) und mit jeweils einem Zumeßventil (3) zur Ansteuerung einer
Einspritzdüse (4), gekennzeichnet, dass eine gemeinsame Kraftstoffpumpe (2)
über ein Zumeßventil (3) direkt mit der Einspritzdüse (4) verbunden ist.
2. Kraftstoffeinspritzeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
das Zumeßventil (3) ein 2/2-Wege-Ventil ist.
3. Kraftstoffeinspritzeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
dass das Zumeßventil (3) mit der Kraftstoffpumpe (2) zu einer vormontierten
Einheit (13) zusammengefasst ist.
4. Kraftstoffeinspritzeinrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kraftstoffpumpe (2) durch eine
Nockenpumpe ausgebildet ist.
Priority Applications (2)
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Applications Claiming Priority (1)
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| DE2001101107 DE10101107A1 (de) | 2001-01-12 | 2001-01-12 | Kraftstoffeinspritzeinrichtung |
Publications (1)
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Family Applications (1)
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Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10101107A1 (de) |
| WO (1) | WO2002055872A1 (de) |
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- 2001-12-19 WO PCT/DE2001/004800 patent/WO2002055872A1/de not_active Ceased
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Also Published As
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