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DE10101819A1 - Bodenbelag mit hoher geräuschmindernder Wirkung - Google Patents

Bodenbelag mit hoher geräuschmindernder Wirkung

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Publication number
DE10101819A1
DE10101819A1 DE2001101819 DE10101819A DE10101819A1 DE 10101819 A1 DE10101819 A1 DE 10101819A1 DE 2001101819 DE2001101819 DE 2001101819 DE 10101819 A DE10101819 A DE 10101819A DE 10101819 A1 DE10101819 A1 DE 10101819A1
Authority
DE
Germany
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floor covering
micro
layer
textile
perforated
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE2001101819
Other languages
English (en)
Inventor
Norbert Nicolai
Volkmar Schulze
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Efa -Entwicklungsgesellschaft fur Akustik Mbh De
Original Assignee
HP Chemie Pelzer Research and Development Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
Application filed by HP Chemie Pelzer Research and Development Ltd filed Critical HP Chemie Pelzer Research and Development Ltd
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Priority to PCT/EP2001/010101 priority patent/WO2002020307A1/de
Priority to EP01962991A priority patent/EP1315638B1/de
Priority to AU2001284049A priority patent/AU2001284049A1/en
Priority to DE50105790T priority patent/DE50105790D1/de
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    • B60RVEHICLES, VEHICLE FITTINGS, OR VEHICLE PARTS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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    • B60R13/01Liners for load platforms or load compartments
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60NSEATS SPECIALLY ADAPTED FOR VEHICLES; VEHICLE PASSENGER ACCOMMODATION NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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    • B60N3/04Arrangements or adaptations of other passenger fittings, not otherwise provided for of floor mats or carpets
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Carpets (AREA)
  • Passenger Equipment (AREA)

Abstract

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Bodenbelag mit hoher geräuschmindernder Wirkung für die Innenausstattung von Verkehrsmitteln. DOLLAR A Der Bodenbelag für die Innenausstattung von Verkehrsmitteln, der fahrgastseitig mit einer textilen oder nichttextilen Oberfläche ausgestattet ist, ist dadurch gekennzeichnet, dass DOLLAR A diese Oberfläche akustisch zu einer aus Faservlies und/oder geschäumtem Kunststoff bestehenden Bodenbelags-Unterschicht über wenigstens eine mikrogelochte Folie gekoppelt ist.

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Bodenbelag mit hoher geräuschmindernder Wirkung für die Innenausstattung von Verkehrsmitteln.
In der DE 197 54 107 C1 und dem hier referierten Stand der Technik, auf den voll inhaltlich Bezug genommen wird, wird das Absorptionsverhalten mikroperforierter Bauteile untersucht. In der genannten Schrift werden aus mikroperforierten Folien geschichtet aufgebaute Baffle-Strukturen untersucht, die als sogenannte Kompaktabsorber von einer Decke oder einem Dach abhängt. Die mikroperforierten Folien sind geeignet, einseitig oder beidseitig, senkrecht, schräg oder streifend auftreffende Schallwellen aus dem Raum, insbesondere bei höheren Frequenzen, sehr wirkungsvoll zu absorbieren.
Bekannt sind weiter Aufbauten, bei denen eine schallundurchlässige Fläche mit Lochungen versehen ist, um eine absorptive Wirkung des darunterliegenden Absorbers zu erreichen, siehe beispielsweise DE 30 1 80 172 A, DE 41 23 593 A und WO 92/01587.
Die im Automobilbereich eingesetzten Bodenverkleidungen integrieren verschiedene Funktionen, denen man bei der Herstellung gerecht werden muss: ästhetische Ansprüche (Oberflächenoptik, angenehme Haptik), Nivellierung von Oberflächenkonturen der Karosserie, akustische Funktionen (Dämpfung, Absorption und Isolation), beste Nutzungseigenschaften (geringster Verschleiß, hohe Durchtrittsfestigkeit, gute Reinigungseignung, hohe Lichtbeständigkeit), Einschäumen zusätzlicher Bauteile (Befestigung von Fußmatten, Teile zur Erhöhung der Trittfestigkeit), Aussparungen für Fondraumheizung sowie für Kabelkanäle, Aufschweißen von Trittschutz und Fußstütze. Dabei ist dann noch die Prozesseignung zu garantieren: extreme Tiefziehfähigkeit ohne Funktionseinbußen, Durchschäumsicherheit des Materialaufbaus, Recyclingfähigkeit. In letzter Zeit gewinnt das Emissionsverhalten hierbei enorm an Bedeutung. Der somit heute übliche Materialaufbau einer Bodenverkleidung im Automobilbereich ist der folgende:
Flor/Tuftingträger/Einbindung/Kaschierkleber/Schwerfolie/Abdeckvlies/­ Weichschaum. Bei Mittelklasse- und Luxusklassefahrzeugen setzt man Tufting-Velours-Qualitäten ein, und bei Kompaktklassefahrzeugen Flachnadelvliese und Dilours-Qualitäten. Auch findet man hier beflockte, gestrickte, gewirkte und gewebte Materialien sowie Malivliese. Als Beschichtung werden Latex und Polyolefine (insbesondere PE) sowie thermoformbare Vlieskonstruktionen eingesetzt. Anstatt eines PUR- Weichschaumes (mit Raumgewichten ≧ 60 kg/m3) setzt man auch locker verpresste duroplastisch oder thermoplastisch gebundene Textilfaservliese sowie Kombinationen von Schaumstoff- oder Vliesschichten mit verschiedenen Strömungswiderständen ein. Das Schallschluckvermögen der Bodenverkleidung kann erhöht werden, wenn eine poröse, luft- und somit schalloffene Schicht zwischen der eigentlichen Oberware und der prozessbedingten Dichtschicht beziehungsweise der Schwerfolie eingefügt wird. Als poröse, luft- und somit schalloffene Schicht (Absorptionsschicht) finden hier Polyester- und Mischfaservliese Anwendung; zur Verhinderung des Wassereintritts in den Materialaufbau der Bodenverkleidung ist diese hydrophob ausgestattet. Die oftmals zusätzlich zur Schwerfolie eingesetzte Dichtfolie soll den Schaumdurchschlag beim Hinterschäumen verhindern. Im Zuge der Gewichtseinsparung verzichtet man - entsprechend der Motorisierung und der Karosseriegestaltung - heute teilweise auch ganz auf die Schwerfolie (Flächengewichte liegen hier zwischen 0,8 und 10 kg/m2); und setzt nur Dichtfolien (Mehrschichtfolien mit Flächengewichten zwischen 0,04 und 0,35 kg/m2) ein.
Nachteilig ist, dass bei allen bekannten Bodenbelägen eine Schallabsorption allein auf die Oberfläche oder eine dünne Unterschicht beschränkt bleibt und damit eine Absorption auch nur bedingt wirksam werden kann.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen Bodenbelag mit hoher geräuschmindernder Wirkung für die Innenausstattung von Verkehrsmitteln bereitzustellen, welcher fahrgastseitig eine textile oder nichttextile Oberfläche wie beispielsweise Kunststoff, Gummi, Metall oder Naturstoff aufweist, und damit einen leichten Aufbau erlaubt.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass die Oberfläche des Bodenbelages unabhängig von Material schalldurchlässig gestaltet wird und damit eine Ankopplung der zum Karosserieblech liegenden Bodenbelag-Unterschicht erfolgt.
Die erfindungsgemäßen Bodenbeläge weisen insbesondere fahrgastseitig eine textile oder nichttextile Oberfläche wie Kunststoff, Gummi, Metall oder Naturstoff auf, die akustisch bevorzugt durch Mikrolochung zu einer aus Faservlies und/oder geschäumten Kunststoff bestehenden Bodenbelags-Unterschicht über wenigstens eine mikrogelochte Folie gekoppelt ist. Die mikrogelochte Folie übernimmt dabei die Wirkung 1.) einer Schwerschicht im Masse-Feder-System und 2.) eines Absorbers.
Zur Erzielung einer definierten Absorption wird in einer bevorzugten Ausführungsform die Schalldurchlässigkeit durch eine luftdurchlässige Einbindung der Fasern bei Teppichen und/oder durch eine Mikrolochung der obersten Materialschicht bei geschlossenen Oberflächen und/oder weiterer Schichten im Aufbau des Bodenbelages erreicht.
Die dem Innenraum zugewandte Seite kann dabei je nach Gestaltung des Bodenbelags wie folgt aufgebaut sein:
  • a) eine textile Teppichoberfläche bestehend aus einem
    • - Tuftteppich
    • - oder einem Nadelvliesteppich unterschiedlicher Nadlungen.
Zur Erreichung der Luftdurchlässigkeit und der damit verbundenen akustischen Ankopplung ist die Art der Fasereinbindung so gewählt, dass eine mikroporöse Struktur entsteht.
  • a) eine textile Teppichoberfläche, die auf der Rückseite mit einer dichten Kunststoffschicht versehen ist;
  • b) ein Flockteppich auf textilen oder polymeren Untergrund;
  • c) eine polymere Oberfläche, die ein- oder zweilagig aufgebaut ist, wie beispielsweise eine TPO beschichtete Schwerschicht;
  • d) eine metallische Oberfläche, wie beispielsweise nicht rostendes Stahl- oder Aluminiumblech mit unterschiedlichen Oberflächenprofilen oder
  • e) eine organische Oberfläche, wie beispielsweise Holz oder Kork,
  • f) Leder oder Kunstleder.
Für die unter b) bis g) genannten Aufbauten wird die gewünschte Schalldurchlässigkeit durch eine Mikrolochung erreicht.
Die Mikrolochung ist so gestaltet, dass bedingt durch den Lochdurchmesser, den Lochabstand und den gegebenen bzw. realisierten Abstand zum Karosserieblech sowie der Materialdicke eine hohe akustische Wirkung durch die Mikrolochung speziell bei niederen Frequenzen (< 350 bis 550 Hz) erreicht wird. Durch die Ankopplung zu den Bodenbelagsunterschichten wird eine Absorption im hohen Frequenzbereich erreicht.
Darüber hinaus sollten die Lochdurchmesser so groß gewählt werden, dass einfaches Wasser (Wasser ohne Veränderung der Oberflächenspannung) nicht ohne zusätzliche Wirkung durch die Schicht hindurchtritt. Desweiteren kann die Oberfläche der Bodenbelag-Unterschicht hydrophob ausgerüstet werden, so dass eine weitere Wassersperre vorhanden ist.
Die Lochdurchmesser betragen insbesondere bei nur einer Lochschicht 0,2 bis 0,5 mm, bevorzugt 0,3 bis 0,4 mm, der Lochabstand 3 bis 7 mm, bevorzugt 3,5 bis 5,5 mm. Hierbei ist es selbstverständlich möglich, im Falle der Anwesenheit mehrerer mikrogelochter Schichten, diese jeweils mit einem unterschiedlichen oder gleichen Lochflächenanteil auszugestalten. Die Löcher können nach an sich im Stand der Technik bekannten Verfahren, beispielsweise durch Stanzen mittels Loch- oder Nadelwalzen oder Laserbestrahlung mit beliebiger Geometrie in die Schicht eingebracht werden.
Wird der Lochflächenanteil zu gering gewählt, so ist eine schallabsorbierende Wirkung nicht oder nicht in ausreichendem Maße vorhanden, während andererseits bei einem zu hoch gewählten Lochflächenanteil die schallabsorbierende Wirkung des mikrogelochten Absorbers wieder nachlässt. Außerdem werden entsprechend hergestellte Verkleidungs- oder Formelemente im Fahrzeugbereich mechanisch geschwächt.
Die Oberflächenschichten der unter b) bis g) genannten Materialien dienen gleichzeitig als Schwerschicht im Masse-Feder-System.
Durch den steifen Aufbau übernimmt diese Oberflächenschicht zusätzlich die Stabilisierung des Aufbaus des Bodenbelages.
Der erfindungsgemäße Teppichbodenaufbau kann beispielsweise durch eine Klebeverbindung, Nadelung oder Direkthinterschäumung an einen zum Karosserieblech darunter liegenden Schaum- und/oder Vliesabsorber verbunden sein oder auch nur lose aufliegen.
Im Nachfolgenden soll diese Erfindung an einigen Beispielen näher erläutert werden.
In der Fig. 1 wird ein erfindungsgemäß hergestellter Bodenbelag mit hoher geräuschmindender Wirkung beschrieben.
Die textile Oberware 1, die beispielsweise aus einem Nadelvlies oder Tufting besteht, ist über eine mikrogelochte Schwerschicht 2 mit einem üblichen Vlies- oder Schaumstoffrücken 3 verbunden.
In der Fig. 2 wird ebenfalls ein erfindungsgemäß hergestellter Bodenbelag beschrieben, bei dem die textile Oberware 1 beispielsweise Nadelvlies oder Tufting sein kann. Dieses wird zusätzlich auf ein Untervlies 4 aufgebracht, das mit einer mikrogelochten Trennfolie, beispielsweise einer Schwerschicht 2 oder Dichtfolie an einen üblichen Vlies- oder Schaumstoffrücken 3 gekoppelt ist.
In der Fig. 3 wird eine weitere Variation der erfindungsgemäßen Bodenbeläge dargestellt. Die mikrogelochte Nutzbodenoberfläche 5, beispielsweise aus einer thermoplastischen Polyolefinfolie (TPO) ist über ein erstes Vlies oder Schaumstoffabsorbersystem 3a und eine mikrogelochte Trennfolie, beispielsweise eine Schwerschicht 2 oder Dichtfolie an eine rückseitig angebrachte Vlies- oder Schaumstoffschicht 3b gebunden.

Claims (9)

1. Bodenbelag für die Innenausstattung von Verkehrsmitteln, der fahrgastseitig mit einer textilen oder nichttextilen Oberfläche ausgestattet ist, dadurch gekennzeichnet, dass diese Oberfläche akustisch zu einer aus Faservlies und/oder geschäumten Kunststoff bestehenden Bodenbelags-Unterschicht über wenigstens eine mikrogelochte Folie gekoppelt ist.
2. Bodenbelag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fasereinbindung einer textilen Oberfläche mit einer mikrogelochten Folie erfolgt, die gleichzeitig die Kopplungsfunktion zu einer Bodenbelags-Unterschicht übernimmt.
3. Bodenbelag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche besteht aus einem textilen Teppichboden, der auf der Rückseite mit einer mikrogelochten Kunststoffschicht versehen ist.
4. Bodenbelag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche besteht aus einem Flockteppich auf textilem oder polymerem mikrogelochten Untergrund.
5. Bodenbelag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche besteht aus einer polymeren mikrogelochten Oberfläche, die ein- oder zweilagig aufgebaut ist, insbesondere eine mit einer thermoplastischen Polyolefinschicht beschichtete Schwerschicht.
6. Bodenbelag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche besteht aus einer metallischen mikrogelochten Oberfläche, insbesondere aus nicht rostendem Stahl- oder Aluminium mit unterschiedlichen Oberflächenprofilen.
7. Bodenbelag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche besteht aus einer organischen mikrogelochten Oberfläche, insbesondere Holz, Kork, Leder oder Kunstleder.
8. Bodenbelag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Lochdurchmesser der mikrogelochten Schicht 0,2 bis 0,5 mm, insbesondere 0,3 bis 0,4 mm beträgt.
9. Bodenbelag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Lochabstand der mikrogelochten Schicht 3 bis 7 mm, insbesondere 3,5 bis 5,5 mm beträgt.
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