DE1010175B - Verfahren zur endgueltigen Herstellung von fertiggewickelten Spulen, insbesondere Zaehlerspannungsspulen, mit Doppelflanschspulenkoerper - Google Patents
Verfahren zur endgueltigen Herstellung von fertiggewickelten Spulen, insbesondere Zaehlerspannungsspulen, mit DoppelflanschspulenkoerperInfo
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- H01F41/02—Apparatus or processes specially adapted for manufacturing or assembling magnets, inductances or transformers; Apparatus or processes specially adapted for manufacturing materials characterised by their magnetic properties for manufacturing cores, coils, or magnets
- H01F41/04—Apparatus or processes specially adapted for manufacturing or assembling magnets, inductances or transformers; Apparatus or processes specially adapted for manufacturing materials characterised by their magnetic properties for manufacturing cores, coils, or magnets for manufacturing coils
- H01F41/12—Insulating of windings
- H01F41/125—Other insulating structures; Insulating between coil and core, between different winding sections, around the coil
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Description
- Verfahren zur endgültigen Herstellung von fertiggewickelten Spulen, insbesondere Zählerspannungsspulen, mit Doppelflanschspulenkörper Die Spulen von elektrischen Geräten, namentlich die feindrähtigen Spulen für Zählerspannungsmagnete u. dgl., stellen empfindliche Konstruktionsteile dar, die man so gut wie möglich schützen muß, und zwar sowohl mechanisch wie isolationsmäßig. Eine Fülle von bekannten Vorschlägen zielen in dieser Richtung.
- Die Erfindung betrifft eine neue Art der endgültigen Herstellung von fertigge-,vickelten Spulen mit Doppelflanschspulenkörper. Erfindungsgemäß wird ein Spulenkörper aus gummiartig biegsamem Kunststoff unter Zusammenfaltung seines einen Flansches und anschließenden Schaftteils durch die Spulenöffnung hindurchgesteckt, worauf der Flansch von selbst auseinarnderfedert; sobald die Endlage des Spulenkörpers erreicht ist. Die Erfindung bietet den Vorteil, daß man die Spulenkörper sehr dünnwandig machen kann, so daß sich der zur Verfügung stehende Wickelraum fast vollständig ausnutzen läßt. Da die Spule für sich hergestellt ist, ist der Spwlenkörpe.r durch den Drahtzug beim Wickeln nicht belastet und braucht deshalb auch nicht steif zu sein. Auch dies gestattet eine Herabsetzung seiner Wandstärke. Es empfiehlt sich, die Spule in bekannter Weise für sich aus Backlackdraht herzustellen und vor dem Durchstecken des Spulenkörpers bis zum Zusammenbacken des Drahtes zu erhitzen. Der Draht kann dann nicht mehr auseinanderfedern und dadurch den Spulenkörper deformieren.
- Die Erfindung wird an Hand,der Zeichnung näher erläutert.
- Fig. 1 zeigt eine Spule im Querschnitt mit zum Teil hindurchgestecktem Spulenkörper; Fig. 2 zeigt die fertige Spule mit durchgestecktem Spulenkörper; Fig. 3 zeigt eine fertiggewickelte Spule im. Querschnitt; Fig.4 zeigt in perspektivischer Ansicht einen Formkörper, Fig. 5 einen mittels des Formkörpers nach Fi,g. 4 hergestellten Spulenkörper im Ausschnitt; Fig. 6 zeigt einen Zählermagneten mit eingesetzter Spule mit Doppelflanschkörper; Fig. 7 zeigt einen anderen Formkörper für die Herstellung von Spu.lenkörpern.
- Eine aus feinstem Backlackdraht gewickelte und bis zum Zusammenbacken des Drahtes erhitzte Spule 1 soll mit einem Spulenkörper 2 versehen werden. Der Spulenkörper besteht aus dünnem, gummiartig biegsamem Kunststoff und kann, wie weiter unten geschildert, hergestellt werden. Der eine Flansch 22 wird zusammengefaltet und zusammen mit dem Schaftteil 20 durch die Spulenöffnung hindurchgesteckt. Nach dem Durchstecken faltet er sich wieder auseinander. Gegebenenfalls kann er glattgebügelt werden. Um auch den äußeren Umfang der Spule zu schützen, kann in bekannter Weise vor dem Durchstecken des Spulenkörpers um die Spule 1 (Fig. 3) eine Hülse 3 aus schrumpffähigem Kunststoff, wie Polyvinylchlorid od. dgl., geschoben und durch Erhitzung festgeschrumpft werden. Die überstehenden, gestrichelt angedeuteten Ränder 30 ziehen sich dann bei 31 über den Stirnseiten fest.
- Die Spulenkörper können in der Weise hergestellt werden, daß man einen zerlegbaren Formkörper nach Fig.4 verwendet. Er hat die Gestalt einer Leiter, deren Sprossen 4 den Schaftteilen 30 und deren Holme 5 den Flanschen 21, 22 entsprechen. Die Sprossen sind lösbar in die I-Iolme eingesteckt und irgendwie, z. B. durch ausziehbare Stifte, gesichert. Der Formkörper wird auf 200 bis 300° erhitzt und dann in eine Gassuspension eines Staubes aus Polyäthylen getaucht. Dem Polyäthylen können Stoffe zugesetzt sein, die zur Vernetzung dienen, oder es kann Zusätze von Polyisobutylen u.,dgl. enthalten. Die Staubsuspension kann man leicht dadurch erzielen, daß man den Staub in einem Behälter mit porösem Boden einfüllt und durch diesen Boden Gas einpreßt. Bei diesem Vorgang nimmt der Behälterinhalt anscheinend. zu und hat das Aussehen einer aufwallenden Flüssigkeit. Nachdem man gegebenenfalls unter Drehen den heißen Formkörper vorübergehend eingetaucht hat, wird er wieder aus dem Behälter entfernt. Er hat dann einen zusammenhängenden hautartigen Überzug, aus zähem, gummiartig biegsamem Kunststoff. Nach dem E.rkalten wird die Kunststoffhaut bei 6 und 7 durchgeschnitten. Die Lappen 8 werden amfgebogen. Dann können die Holme 5 und die Sprossen 4 unter Zexlegung des Formkörpers herausgenommen werden. Man erhält dann Spulenkörper, wie sie ausschnittweise Fig. 5 zeigt, deren Flansche 22 mit Lappen 8 versehen sind. Nach dem Durchstecken des einen Flansches durch den Spulenkörper werden die Lappen 8 auf den äußeren Umfang der Spule 1 umgelegt (Lage 80) und dienen dann als Isolation zwischen dem äußeren Umfang der Spule 1 und dem benachbarten Magnetschenkel 9 (vgl. Fig. 6).
- Statt einer Form nach Fig. 4 kann man auch eine solche nach Fig. 7 verwenden. Sie besteht aus einem Stab 10 mit aufgeschobenen Flanschringen 11, die beispielsweise durch Stifte 12 gesichert sind. Nach der Herstellung des Isolierüberzuges wird dieser bei 13 längs der Flanschränder aufgeschnitten, und es können dann unter Lösung der Flanschringe 11 die Spulenkörper abgezogen werden. Um das Abziehen zu erleichtern, wird die Form vor dem Aufbringen des Überzuges mit Preßfett, Siliconöl od. dgl. benetzt.
- Man kann solche Spulenkörper auch dadurch herstellen, daß man den obengenannten Staub nach dem Flammspritzverfahren auf den heißen Formkörper aufspritzt.
- Auf solche Weise erhält man eine dünne, zähe und elektrisch sehr hochwertige Isolation für Spulen, die eine fast volle Ausnutzung des Wickelraumes gestattet und auch mechanisch die Spule schützt.
Claims (6)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur endgültigen Herstellung von fertiggewickelten Spulen, insbesondere Zählerspannurigsspulen, mit Doppeiflanschspulenkörper, dadurch gekennzeichnet, .daß ein Spulenkörper aus gummiartig biegsamem Kunststoff unter Zusammenfaltung seines einen Flansches und anschließenden Schaftteiles durch die Spulenöffnung hindurchgesteckt wird, worauf der Flansch von selbst auseinanderfedert, sobald die Endlage des Spulenkörpers erreicht ist.
- 2. Verfahren-zur Herstellung des Spulenkörpers für das Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Spulenkörper durch Eintauchen eines heißen Formkörpers in einen in Gas suspendierten Staub eines bei Erwärmung zusammenbackenden Staubes hergestellt wird.
- 3. Verfahren zur Herstellung des Spu.lenkörpers für das Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Spulenkörper durch Flammspritzen eines solchen Staubes auf einem heißen Formkörper hergestellt wird.
- 4. Verfahren zur gleichzeitigen. Herstellung mehrerer Spu lenkörper nach Anspruch 2 oder 3 für das Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein zerlegbarer leiterförmiger Formkörper verwendet wird, dessen Sprossen den Schäften und dessen Holme den Flanschen der Spulenkörper entsprechen, .daß nach Überziehen des Formkörpers mit einer Kunststoffhaut diese entsprechend den einzelnen Spulenkörpern unterteilt wird und daß anschließend. unter Zerlegung des Fo-rmlcö,rpers die einzelnen Formkörperteile aus der Kunststoffhaut herausgenommen werden.
- 5. Abgeändertes Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein zerlegbarer flanschstabförmiger Formkörper verwendet wird., dessen Stabteil den Schäften und dessen. Flanschteile den Spulenkörperflanschen entsprechen, daß nach dem Überziehen des Formkörpers mit einer Kunststoffhaut diese an den Flanschen unterteilt und unter Zerlegung des Formkörpers abgezogen wird.
- 6. Verfahren nach Anspruch 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß beim Unterteilen der Kunststoffhaut an den Flanschen Lappen belassen werden, die nach dem Durchstecken des Spulenkörpers durch die Spule auf deren Flanken umgelegt werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES45160A DE1010175B (de) | 1955-08-12 | 1955-08-12 | Verfahren zur endgueltigen Herstellung von fertiggewickelten Spulen, insbesondere Zaehlerspannungsspulen, mit Doppelflanschspulenkoerper |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES45160A DE1010175B (de) | 1955-08-12 | 1955-08-12 | Verfahren zur endgueltigen Herstellung von fertiggewickelten Spulen, insbesondere Zaehlerspannungsspulen, mit Doppelflanschspulenkoerper |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1010175B true DE1010175B (de) | 1957-06-13 |
Family
ID=7485426
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES45160A Pending DE1010175B (de) | 1955-08-12 | 1955-08-12 | Verfahren zur endgueltigen Herstellung von fertiggewickelten Spulen, insbesondere Zaehlerspannungsspulen, mit Doppelflanschspulenkoerper |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1010175B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1128548B (de) * | 1960-05-27 | 1962-04-26 | Telefunken Patent | Kleintransformator mit Eisenkern und Scheibenwicklung, insbesondere Netztransformator |
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1955
- 1955-08-12 DE DES45160A patent/DE1010175B/de active Pending
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1128548B (de) * | 1960-05-27 | 1962-04-26 | Telefunken Patent | Kleintransformator mit Eisenkern und Scheibenwicklung, insbesondere Netztransformator |
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