DE10101587A1 - Verfahren für die Herstellung dünner Linsen und Substrate, insbesondere Hard-Disk-Substrate, durch Pressen von dünnflüssigen, niedrigviskosen Gläsern und Verwendung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren für die Herstellung dünner Linsen und Substrate, insbesondere Hard-Disk-Substrate, durch Pressen von dünnflüssigen, niedrigviskosen Gläsern und Verwendung des VerfahrensInfo
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Abstract
Es wird ein Verfahren für die Herstellung dünner Linsen und Substrate, insbesondere Hard-Disk-Substrate durch Pressen von dünnflüssigen, niedrigviskosen Gläsern, insbesondere von Gläsern mit Viskositäten etwa eta < 50 dPas vorgestellt, bei dem eine dünnflüssige Glasmasse über einen Speiserauslauf (3) in ein Unterwerkzeug (1) eingespeist wird, wobei die Glasmasse durch Zusammenführen eines gegenüber dem Unterwerkzeug (1) positionierten Oberwerkzeuges (4) und des Unterwerkzeuges (1) verpreßt wird. Des weiteren betrifft die Erfindung die Verwendung des Verfahrens. Es soll ein Verfahren bereitgestellt werden, bei dem das nach dem Stand der Technik auftretende Problem, die hocherhitzte Glasschmelze (2) möglichst schnell weiterzuverarbeiten und sie dabei keinen unakzeptabel hohen Horizontalkräften auszusetzen, beseitigt wird, um die Qualität des gefertigten Glases zu steigern und die Fertigungsgeschwindigkeit frei wählen zu können. Abhilfe schafft das erfindungsgemäße Verfahren dadurch, daß zwischen dem Verfahrensschritt "Einspeisen" und dem Verfahrensschritt "Verpressen" im wesentlichen nur vertikale Kräfte auf die eingespeiste Glasschmelze (2) zur Wirkung kommen.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren für die Herstellung dünner Linsen und
Substrate, insbesondere Hard-Disk-Substrate, durch Pressen von dünnflüssigen,
niedrigviskosen Gläsern, insbesondere von Gläsern mit Viskositäten η < 50 dPas, bei
dem eine dünnflüssige Glasmasse über einen Speiserauslauf in ein Unterwerkzeug
eingespeist wird, wobei die Glasmasse durch Zusammenführen eines gegenüber dem
Unterwerkzeug positionierten Oberwerkzeuges und des Unterwerkzeuges verpreßt wird.
Des weiteren betrifft die Erfindung die Verwendung des Verfahrens. Dabei können die
genannten Hard-Disk-Substrate sowohl bei magnetischen als auch opotischen
Speichermedien zum Einsatz kommen. Das Verfahren dient u. a. der Herstellung von
diffraktiven und refraktiven Linsen.
Aufgrund ihrer hohen oberen Entglasungstemperatur sowie der in der Regel großen
Kristallwachstumsgeschwindigkeit müssen viele Glasschmelzen für optische und
technische Anwendungszwecke bei sehr hohen Temperaturen und somit sehr niedrigen
Viskositäten verarbeitet werden. Dies verlangt nach einem Verfahren, welches der
Glasschmelze zwischen dem Einspeisen und der Formgebung möglichst wenig Zeit für
eine Temperaturabsenkung bzw. Abkühlung gewährt. Um eine hierfür erforderliche
schnelle Verarbeitung zu realisieren, muß nach dem Einbringen und dem Portionieren
der Glasschmelze durch den Speiser diese unter geringstem zeitlichen Verzug einer
Heißformgebung zugeführt werden. Hierzu werden nach dem Stand der Technik
Anlagen eingesetzt, die sowohl einen Speiser als auch ein Preßwerkzeug, für
gewöhnlich bestehend aus einem Ober- und mehreren Unterwerkzeugen, aufweisen.
Fig. 1 zeigt schematisch eine Rundtischpresse (10) von oben, d. h. mit Blick in
Richtung Erdschwerefeld. Bei diesen traditionellen Rundtischpressen wird der
portionierte Glasposten direkt unterhalb des Speisers (13) in die auf dem Pressentisch
(11) angeordneten Unterwerkzeuge (12) bzw. Preßformen eingebracht. Durch Drehung
des Pressentisches wird anschließend das Unterwerkzeug gemeinsam mit dem auf ihm
positionierten Glasposten in die Preßstation (14), d. h. unter das Oberwerkzeug (15)
bzw. den Preßstempel bewegt. Bei dieser Drehbewegung des Pressentisches wird der
Glasposten in der Pressenform bzw. im Unterwerkzeug tangentialen
Beschleunigungskräften sowie radialen Fliehkräften ausgesetzt. Der Betrag dieser
horizontalen Kräfte ist abhängig von den geometrischen Ausmaßen des Pressentisches
bzw. des Abstandes des Unterwerkzeuges bzw. der Preßform und der auf diesem
angeordneten Glasmasse vom Drehmittelpunkt, sowie der Geschwindigkeit der
Drehbewegung und der Masse der eingebrachten Glasschmelze selbst. Bei einer
raschen Bewegung des Pressentisches und den hier betrachteten dünnflüssigen
Glasschmelzen, mit Viskositäten η < 50 dPas, kann es hierdurch zu einer Bewegung
bzw. zu einer deutlichen Verformung des eingespeisten Glaspostens kommen. Im
ungünstigsten Fall schwappt ein Teil des Glaspostens über den Formrand hinaus und
verläßt die Form. Für eine Verarbeitung dünnflüssiger Glasschmelzen können daher in
der Regel nur geringe Transportgeschwindigkeiten und -beschleunigungen toleriert
werden. Dies induziert einen langsamen Transport und damit eine ungünstig hohe
Bearbeitungsdauer, die eine unakzeptabel hohe Verweildauer der Glasschmelze
zwischen ihrer Einspeisung und dem Preßvorgang mit sich bringt. Die Folge ist eine
zum Teil erhebliche Abkühlung des eingespeisten Glaspostens und eine dadurch
deutlich eingeschränkte Formgebung. Die Qualität des Glases wird hierdurch deutlich
herabgesetzt. Insbesondere können aufgrund der bereits abgekühlten Randzonen des
Glastropfens geringe Wandstärke nur noch äußerst eingeschränkt ausgepreßt werden.
Mit abnehmender Glasmasse des eingespeisten Glaspostens vollzieht sich die
Abkühlung dieses Glaspostens in kürzeren Zeitspannen, da die wärmeabgebende
Oberfläche nicht in gleichem Maße abnimmt, wie die Wärme speichernde Glasmasse
selbst. Folglich erlangen die beschriebenen Probleme gerade bei der Fertigung von
dünnen Linsen und Substraten besondere Bedeutung.
Andererseits besteht bei schnellem Transport die Gefahr der Rißbildung beim
Preßvorgang, verursacht durch Falten oder Schlieren im Glasposten aufgrund einer
Verformung beim horizontalen Transport.
Das primäre Ziel einer schnellen Verarbeitung kollidiert bei den herkömmlichen
Verfahren mit den hierbei auftretenden horizontalen Kräften.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren für die Herstellung dünner
Linsen und Substrate durch Pressen von dünnflüssigen, niedrigviskosen Gläsern,
insbesondere von Gläsern mit Viskositäten η < 50 dPas, bereitzustellen, bei dem die
hocherhitzte Glasschmelze möglichst schnell weiterverarbeitet wird, und einerseits die
Qualität des gefertigten Glases erheblich gesteigert wird und andererseits die
Fertigungsgeschwindigkeit frei gewählt werden kann.
Desweiteren ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, Verwendungsmöglichkeiten des
vorgestellen Verfahrens aufzuzeigen.
Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Verfahren, bei dem die Glasschmelze zwischen
dem Verfahrensschritt "Einspeisen" und dem Verfahrensschritt "Verpressen" im
wesentlichen nur vertikalen Kräften ausgesetzt wird.
Vorzugsweise wird das Unterwerkzeug für den Einspeisevorgang unterhalb des Speisers
bzw. des Speiserauslaufes positioniert und das dünnflüssige Glas in das Unterwerkzeug
eingespeist. Nach Beendigung des Einspeisevorganges wird das Unterwerkzeug
gemeinsam mit dem eingespeisten Glasposten vertikal bis in eine untere Ruheposition
abgesenkt und das während des Einspeisevorganges in einer Parkposition befindliche
Oberwerkzeug in den zwischen Speiserauslauf und Unterwerkzeug durch das Absenken
des Unterwerkzeug gebildeten Zwischenraum eingebracht, wobei das Oberwerkzeug für
den Preßvorgang fixiert wird und durch Aufwärtsbewegen des Unterwerkzeuges in
Richtung des so fixierten Oberwerkzeuges der Glasposten in Form gepreßt wird.
Durch das im wesentlichen vertikale Absenken des Unterwerkzeuges und einer
Vermeidung von translatorischen und rotatorischen Bewegungen des Unterwerkzeuges
und des auf ihm befindlichen Glaspostens in horizontaler Richtung werden die nach
dem Stand der Technik auftretenden horizontal wirkenden Kräfte, insbesondere die
Beschleunigungs- und die Fliehkräfte, eliminiert. Eine unsymmetrische Deformation
des Glasposten bzw. eine unsymmetrische Lage im Unterwerkzeug vor dem
Verfahrensschritt "Verpressen" entfällt, wodurch die Qualität des gefertigten Glases
erheblich gesteigert wird. Falten und Schlieren im Glasposten entfallen zusammen mit
dem für sie ursächlichen horizontalen Transport. Ein Verlassen eines Teils des
Glaspostens aus der Form hinaus wird unmöglich. Desweiteren findet eine Entkopplung
der Fertigungs- bzw. Transportgeschwindigkeit und der sie einschränkenden horizontal
wirkenden Kräfte in einfacher Weise durch die Eliminierung letzterer statt. Die
Fertigungs- bzw. Transportgeschwindigkeit kann unabhängig, ganz nach den sich aus
der Abkühlung des Glaspostens ergebenden Notwendigkeit einer schnellen
Weiterverarbeitung frei gewählt werden.
Mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens ist es zudem möglich eine hohe
Oberflächengüte bzw. eine geringe Rauhigkeit zu erzielen, da dies beim Verpressen
niedrigviskoser Gläser leichter realisiert werden kann als beim Verpressen hochviskoser
Gläser, wodurch eine Nachbearbeitung der Oberflächen bei bestimmten Erzeugnissen
entfallen kann. Bedeutung hat dies insbesondere bei der Herstellung von aphärischen
Strukturen, deren Nachbearbeitung, die in der Regel in einem Schleifvorgang besteht,
infolge des nicht einheitlichen Krümmungsradius besonders aufwendig ist. Nach dem
Stand der Technik können asphärische Konturen auch durch Wiedererwärmen des
Preßlings und anschließende Formgebung erzielt werden. Dies ist ebenfalls aufwendig
und kostenintensiv.
Als vorteilhaft erweist sich das erfindungsgemäße Verfahren auch bei der Herstellung
sogenannter Hard-Disk-Substrate.
Nach dem Stand der Technik ist Ausgangsmaterial bzw. Rohling für den Hard-Disk
gepreßtes Glas, wobei der gepreßte Außendurchmesser D des Rohlings etwas größer ist
als der erforderliche Durchmesser des Hard-Disk-Blanks. Zur Erzielung der
endgültigen Blankdicke erfolgen anschließend Läpp- und Poliervorgänge. Die Dicke d
des gepreßten Rohlings ist abhängig von dem Außendurchmesser D und beträgt
beispielsweise 1,1 mm für einen Außendurchmesser D von 95 mm. Damit ergibt sich
ein Verhältnis zwischen Dicke d und Durchmesser D von d/D = 0,0115 bzw. 1,15%.
Mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens können niedrigviskose Gläser verpreßt
werden, wodurch die Möglichkeit geschaffen wird, dünne Substrate mittels
Preßverfahren herzustellen. Damit können auch bei der Herstellung von Hard-Disk-
Substraten Rohlinge geringerer Dicke bei gleichem Außendurchmesser erzeugt werden.
Wie der folgenden Tabelle zu entnehmen ist, kann mit Hilfe des erfindungsgemäßen
Verfahrens das Verhältnis d/ D in dem oben erwähnten Beispiel von 1,15% auf 0,95 %
gesenkt werden. Dies entspricht annähernd einer Reduzierung des Verhältnisses um
20%.
Neben der Materialersparnis ist vor allen Dingen die Verkürzung der Läpp- und
Poliervorgänge vorteilhaft.
Vorteilhaft kann auch ein Verfahren sein, bei dem nach Einbringen des
Oberwerkzeuges in den zwischen Speiserauslauf und Unterwerkzeug durch das
Absenken des Unterwerkzeuges gebildeten Zwischenraum, der Glasposten durch
Abwärtsbewegen des Oberwerkzeuges in Richtung des für den Preßvorgang fixierten
Unterwerkzeuges in Form gepreßt wird.
Eine sehr günstige Verfahrensvariante sieht vor, daß das Oberwerkzeug während des
Einspeisevorganges seitlich und somit auf gleicher Höhe mit dem durch das Absenken
des Unterwerkzeuges zwischen Speiserauslauf und Unterwerkzeug ausgebildeten
Zwischenraum geparkt wird und für den Preßvorgang durch ein seitliches, im
wesentlichen horizontales Einrücken oder Einschwenken in den Zwischenraum oberhalb
des Unterwerkzeuges positioniert wird.
Hierdurch wird beim Einbringen nur eine zweidimensionale Bewegung des
Oberwerkzeuges in den Zwischenraum erforderlich. Eine wesentlich komplexere
dreidimensionale Bewegung kann somit vermieden werden. Dies hat zur Folge, daß
sowohl die für die Bewegung des Oberwerkzeuges bereitzustellende Mechanik als auch
die notwendige Steuerung dieser wesentlich geringeren Ansprüchen genügen müssen,
wodurch Kosten für die Produktionsmittel gesenkt werden.
Zu dem Schutzbereich der vorliegenden Erfindung zählt auch die Verwendung des
erfindungsgemäßen Verfahrens, die dadurch gekennzeichnet ist, daß das Verfahren zur
Herstellung mikrostrukturierter Körperbauteile eingesetzt wird.
Gerade die Herstellung mikrostrukturierter Körper in einem Arbeitsgang erfordert ein
Verpressen niedrigviskoser, d. h. dünnflüssiger Gläser. Nach dem Stand der Technik ist
das Verpressen niedrigviskoser Gläser wie in der Einleitung ausführlich erläutert
problematisch, weshalb die Herstellung von Mikrostrukturen nach dem Stand der
Technik mehrere Arbeitsschritte erfordert. Dabei wird zunächst ein Glasposten unter
Verwendung herkömmlicher Verfahren verpreßt und anschließend zum Ein- bzw.
Aufbringen der Strukturen wiedererwärmt. Dies ist aufwendig und kostenintensiv.
Ebenfalls zum Schutzbereich der vorliegenden Erfindung gehört die Verwendung des
erfindungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung elektrisch isolierender Trägerplatten für
elektrische Schaltkreise und Komponenten, insbesondere für Substrate für Leiterplatten
und für Substrate zum Aufdrucken elektrischer Schaltkreise.
Derartige Bauteile werden nach dem Stand der Technik nicht durch Pressen hergestellt,
weil die bekannten Preßverfahren die Herstellung von Substraten geringer Dicke nicht
ermöglichen.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird im folgenden schematisch anhand eines
Ausführungsbeispieles näher erläutert. Hierbei zeigt:
Fig. 2 den Einspeisevorgang des Glaspostens,
Fig. 3 den Absenkvorgang des Unterwerkzeuges,
Fig. 4 das Einbringen des Oberwerkzeuges, und
Fig. 5 das Verpressen des Glaspostens.
Für den in Fig. 2 gezeigten Einspeisevorgang wird das Unterwerkzeug 1 dicht
unterhalb des Speiserauslaufs 3 positioniert, um das dünnflüssige Glas in das
Unterwerkzeug 1 einzuspeisen. Das Oberwerkzeug 4 befindet sich dabei in einer
seitlichen Parkposition.
Nach Beendigung des Einspeisevorganges wird, wie in Fig. 3 gezeigt, das
Unterwerkzeug 1 gemeinsam mit dem eingespeisten und auf ihm befindlichen
Glasposten 2 vertikal bis in eine untere Ruheposition abgesenkt. Durch das Absenken
des Unterwerkzeuges 1 mit dem auf ihm befindlichen Glasposten 2 wird zwischen
Speiserauslauf 3 und Unterwerkzeug 1 ein Zwischenraum 5 gebildet.
Fig. 4 zeigt das Einbringen des Oberwerkzeuges 4 in den Zwischenraum 5. Das
Oberwerkzeug 4 wird so in den Zwischenraum 5 eingebracht, daß es unter den
Speiserauslauf 3 zu liegen kommt und gegenüber dem Unterwerkzeug 1 positioniert ist,
so daß ein Verpressen des Glaspostens 2, der sich zwischen Unterwerkzeug 1 und
Oberwerkzeug 4 befindet, in einfacher Weise durch ein Zusammenführen des
Oberwerkzeuges 4 und des Unterwerkzeuges 1 erfolgen kann. Das Oberwerkzeug 4
wird in Vorbereitung auf den eigentlichen Preßvorgang durch eine hier nicht
dargestellte Führung fixiert.
Fig. 5 zeigt das Verpressen des Glaspostens 2 zwischen Oberwerkzeug 4 und
Unterwerkzeug 1. In den vorliegenden Ausführungsbeispielen wird der Glasposten 2
durch Aufwärtsbewegen des Unterwerkzeuges 1 in Richtung des fixierten
Oberwerkzeuges 4 in Form gepreßt.
1
Unterwerkzeug
2
Glasposten
3
Speiserauslauf
4
Oberwerkzeug
5
Zwischenraum
10
Rundtischpresse
11
Pressentisch
12
Unterwerkzeug
13
Speiser
14
Preßstation
15
Oberwerkzeug
Claims (6)
1. Verfahren für die Herstellung dünner Linsen und Substrate, insbesondere Hard-
Disk-Substrate, durch Pressen von dünnflüssigen, niedrigviskosen Gläsern,
insbesondere von Gläsern mit Viskositäten η < 50 dPas, bei dem eine
dünnflüssige Glasmasse über einen Speiserauslauf in ein Unterwerkzeug
eingespeist wird, wobei die Glasmasse durch Zusammenführen eines gegenüber
dem Unterwerkzeug positionierten Oberwerkzeuges und des Unterwerkzeuges
verpreßt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Glasschmelze zwischen dem
Verfahrensschritt "Einspeisen" und dem Verfahrensschritt "Verpressen" im
wesentlichen nur vertikalen Kräften ausgesetzt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Unterwerkzeug
für den Einspeisevorgang unterhalb des Speiserauslaufs positioniert und das
dünnflüssige Glas eingespeist wird, daß nach Beendigung des
Einspeisevorganges das Unterwerkzeug gemeinsam mit dem eingespeisten
Glasposten vertikal bis in eine untere Ruheposition abgesenkt wird und daß das
während des Einspeisevorganges in einer Parkposition befindliche
Oberwerkzeug in den zwischen Speiserauslauf und Unterwerkzeug durch das
Absenken des Unterwerkzeug gebildeten Zwischenraum eingebracht wird, wobei
das Oberwerkzeug für den Preßvorgang fixiert wird und durch
Aufwärtsbewegen des Unterwerkzeuges in Richtung des so fixierten
Oberwerkzeuges der Glasposten in Form gepreßt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Unterwerkzeug
für den Einspeisevorgang unterhalb des Speiserauslaufs positioniert und das
dünnflüssige Glas eingespeist wird, daß nach Beendigung des
Einspeisevorganges das Unterwerkzeug gemeinsam mit dem eingespeisten
Glasposten vertikal bis in eine untere Ruheposition abgesenkt wird und daß das
während des Einspeisevorganges in einer Parkposition befindliche
Oberwerkzeug in den zwischen Speiserauslauf und Unterwerkzeug durch das
Absenken des Unterwerkzeug gebildeten Zwischenraum eingebracht wird, wobei
durch Abwärtsbewegen des Oberwerkzeuges in Richtung des für den
Preßvorgang fixierten Unterwerkzeuges der Glasposten in Form gepreßt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das
Oberwerkzeug während des Einspeisevorganges seitlich und somit auf gleicher
Höhe mit dem durch das Absenken des Unterwerkzeuges zwischen
Speiserauslauf und Unterwerkzeug ausgebildeten Zwischenraum geparkt wird
und für den Preßvorgang durch ein seitliches, im wesentlichen horizontales
Einrücken oder Einschwenken in den Zwischenraum oberhalb des
Unterwerkzeuges positioniert wird.
5. Verwendung eines Verfahrens nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß das Verfahren zur Herstellung mikrostrukturierter Körper
und Bauteile eingesetzt wird.
6. Verwendung eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß das Verfahren zur Herstellung elektrisch isolierender
Trägerplatten für elektrische Schaltkreise und Komponenten, insbesondere
Substrate für Leiterplatten und für Substrate zum Aufdrucken elektrischer
Schaltkreise, eingesetzt wird.
Priority Applications (9)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10101587A DE10101587A1 (de) | 2000-04-27 | 2001-01-16 | Verfahren für die Herstellung dünner Linsen und Substrate, insbesondere Hard-Disk-Substrate, durch Pressen von dünnflüssigen, niedrigviskosen Gläsern und Verwendung des Verfahrens |
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| JP2001580823A JP2003531805A (ja) | 2000-04-27 | 2001-04-26 | 薄いガラス製品を製造するための方法及びその方法の使用 |
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| EP01931655A EP1283817B1 (de) | 2000-04-27 | 2001-04-26 | Verfahren zur herstellung von dünnen glasartikeln durch pressen |
| DE50106980T DE50106980D1 (de) | 2000-04-27 | 2001-04-26 | Verfahren zur herstellung von dünnen glasartikeln durch pressen |
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| AT01931655T ATE301106T1 (de) | 2000-04-27 | 2001-04-26 | Verfahren zur herstellung von dünnen glasartikeln durch pressen |
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Applications Claiming Priority (2)
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|---|---|---|---|
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| DE10101587A DE10101587A1 (de) | 2000-04-27 | 2001-01-16 | Verfahren für die Herstellung dünner Linsen und Substrate, insbesondere Hard-Disk-Substrate, durch Pressen von dünnflüssigen, niedrigviskosen Gläsern und Verwendung des Verfahrens |
Publications (1)
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|---|---|
| DE10101587A1 true DE10101587A1 (de) | 2001-11-22 |
Family
ID=7640147
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE10101587A Withdrawn DE10101587A1 (de) | 2000-04-27 | 2001-01-16 | Verfahren für die Herstellung dünner Linsen und Substrate, insbesondere Hard-Disk-Substrate, durch Pressen von dünnflüssigen, niedrigviskosen Gläsern und Verwendung des Verfahrens |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10101587A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10234002A1 (de) * | 2002-07-25 | 2004-02-12 | Schott Glas | Produkt aus Glas und Verfahren zur Inspektion einer Eigenschaft |
-
2001
- 2001-01-16 DE DE10101587A patent/DE10101587A1/de not_active Withdrawn
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10234002A1 (de) * | 2002-07-25 | 2004-02-12 | Schott Glas | Produkt aus Glas und Verfahren zur Inspektion einer Eigenschaft |
| DE10234002B4 (de) * | 2002-07-25 | 2006-07-20 | Schott Ag | Verfahren zum Markieren von Glas |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
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Owner name: SCHOTT AG, 55122 MAINZ, DE |
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