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Die
Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum hydraulischen Steuern eines
kontinuierlich variablen Getriebes. Insbesondere betrifft die Erfindung
eine Steuerungsvorrichtung zur Steuerung der Übertragung einer Drehbewegung
von einer Maschine an eine Antriebseinheit über eine eingangsseitige erste Riemenrolle,
eine ausgangsseitige zweite Riemenrolle und einen Transmissionsriemen
zum getrieblichen Verbinden der beiden Riemenrollen, wobei das Übertragungsverhältnis des
Getriebes durch hydraulisches Einstellen der ersten und zweiten
Riemenrolle kontinuierlich änderbar
ist.
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Aus
der
DE 44 11 628 A1 ist
ein Schlupfregler für
ein stufenloses Getriebe bekannt. Dieser bekannte Schlupfregler
bildet eine Steuerungsvorrichtung zur Steuerung der Übertragung
einer Drehbewegung eines Motors an eine Antriebseinheit über eine
eingangsseitige erste Riemenrolle, eine ausgangsseitige zweite Riemenrolle
und einen Transmissionsriemen zum getrieblichen Verbinden der beiden
Riemenrollen, wobei das Übertragungsverhältnis der Übertragungseinheit
durch hydraulisches Einstellen der Riemenrollen kontinuierlich änderbar
ist. Die bekannte Steuervorrichtung umfasst Drehzahlerfassungseinrichtungen
zum Erfassen der Drehzahlen an der Eingangsseite und an der Ausgangsseite
der Übertragung,
Druckerfassungseinrichtungen zum Erfassen erster und zweiter realer
Hydraulikdruckwerte für
die erste und zweite Riemenrolle, und eine Steuereinrichtung zum
Steuern der Hydraulikdruckwerte für die erste und zweite Riemenrolle
auf der Grundlage des Drosselklappenwinkels und der Drehzahl des Motors
sowie auf der Grundlage der von den Drehzahlerfassungseinrichtungen
erfassten Eingangs- und Ausgangsdrehzahlen und auf der Grundlage
der von den Druckerfassungseinrichtungen erfassten Hydraulikdruckwerte.
Die Steuereinrichtung dieser Vorrichtung umfasst eine Betriebseinrichtung
zum Einstellen eines realen Übertragungsverhältnisses auf
der Grundlage der Eingangs- und Ausgangsdrehzahlen, eine ein Durchrutschen
des Transmissionsriemens erfassende Erfassungseinheit zum Erzeugen
eines Durchrutsch-Erfassungssignals
bei Durchrutschen des Transmissionsriemens auf der Grundlage des
realen Übertragungsverhältnisses
sowie eine Korrektureinrichtung zum Korrigieren der Einstellbedingungen
für eine
Unterdrückung
von Durchrutschen des Transmissionsriemens.
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Auch
aus der
US 4 718 306 ist
es im Prinzip bekannt, ein CVT-Getriebe so zu regeln, dass ein zur Vermeidung
von Durchrutschen eines Transmissionsriemens minimal erforderlicher
Druck auf einer Sekundärseite
des Getriebes erzeugt wird.
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Riemengetriebe
mit einem stufenlos veränderbaren Übertragungsverhältnis zwischen
dem Eingang und dem Ausgang des Getriebes sind zum Beispiel auch
aus der
JP 63-042 147 und
der
JP 4-272 567 bekannt.
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Ein
Blockschaltbild eines derartigen Getriebes ist in 7 der
beigefügten
Zeichnungen näher dargestellt.
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7 ist
in schematischer Darstellung eine Maschine mit einer Zündeinrichtung.
Dabei ist in einem Ansaugrohr der Maschine ein Drosselventil vorgesehen,
die Maschine ist mit Kraftstoffeinspritzventilen ausgerüstet.
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Die
Maschine 1 und verschiedene Stellglieder sind mit verschiedenen
Sensoren (nicht gezeigt) zum Erfassen der Betriebsbedingungen ausgerüstet. Signale
von verschiedenen Sensoren werden in eine Steuereinrichtung 20 eingegeben,
die von einer ECU (elektronischen Steuereinheit) gebildet ist.
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Ein
Drehmomentwandler 3 mit einer Dämpferkupplung 2 ist
mit der Ausgangsseite der Maschine 1 verbunden und eine
Rückwärts/Vorwärts-Umschaltkupplung
ist mit der Ausgangsseite des Drehmomentwandlers 3 verbunden.
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Ein
CVT-Getriebe 5 (CVT bedeutet kontinuierlich veränderbares
Getriebe) ist mit der Ausgangsseite der Rückwärts-/Vorwärts-Umschaltkupplung 4 verbunden,
und Laufräder 7 eines
Automobils sind mit der Ausgangsseite des CVT 5 über ein
Differentialgetriebe 6 verbunden.
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Das
CVT 5 umfasst eine erste Rolle 5a auf der Eingangsseite,
eine zweite Rolle 5b auf der Ausgangsseite, einen V-Riemen 5c,
der zwischen die erste Rolle 5a und die zweite Rolle 5b gezogen
ist, und Hydraulikkammern 51 und 52 zum Einstellen
der Position der ersten Rolle 5a und der zweiten Rolle 5b in
den Richtungen der Pfeile.
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Eine Ölpumpe 8,
die mit der Maschine 1 gekoppelt ist, liefert ein Öl an ein
Schmierungssystem der Maschine 1 sowie an die Hydraulikkammern 51 und 52 in
dem CVT 5, um das CVT 5 einzustellen.
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Ein
Kanal, der mit der Ölpumpe 8 in
Verbindung steht, ist mit einem Flussraten-Steuerventil 9 zum
Steuern eines ersten Hydraulikdrucks (Primärdruck), der an die Hydraulikkammer 51 geführt wird, und
einem Drucksteuerventil 10 zum Steuern eines zweiten Hydraulikdrucks
(Leitungsdrucks), der an die Hydraulikkammer 52 geführt wird,
versehen.
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Ein
Kanal, der mit der Hydraulikkammer 51 in dem CVT 5 in
Verbindung steht, ist mit einem Primärdrucksensor 11 zum
Erfassen des Primärdrucks
P1 versehen, ein Kanal, der mit der Hydraulikkammer 52 in
dem CVT 5 in Verbindung steht, ist mit einem Leitungsdrucksensor 12 zum
Erfassen des Leitungsdrucks P2 versehen, und die erfassten Druckwerte P1
und P2 werden der Steuereinrichtung 20 genauso wie andere
verschiedene Sensorsignale eingegeben.
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Die
Dämpferkupplung 2 ist
mit einem Direkt-Kopplungs-Tastverhältnis-Solenoid 13 versehen und
die Rückwärts/Vorwärts-Umschaltkupplung 4 ist mit
einem Kupplungs-Tastverhältnis-Solenoid 14 versehen.
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Ferner
ist das Flussraten-Steuerventil 9 mit einem Geschwindigkeitsänderungs-Tastverhältnis-Solenoid 15 versehen
und das Drucksteuerventil 10 ist mit einem Leitungsdruck-Tastverhältnis-Solenoid 16 versehen.
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Die
Tastverhältnis-Solenoide 13 bis 16 steuern
die Dämpferkupplung 2,
die Rückwärts/Vorwärts-Umschaltkupplung 4,
das Flussraten-Steuerventil 9 und das Drucksteuerventil 10 in
Abhängigkeit von
den Steuergrößen von
der Steuereinrichtung 20 an.
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Beim
Steuern des CVT 5 steuert zum Beispiel das Geschwindigkeitsänderungs-Tastverhältnis-Solenoid 15 das
Flussraten-Steuerventil 9 in Abhängigkeit von dem Primardruck-Steuerbetrag
C1 (nachstehend einfach als ein "Steuerbetrag" bezeichnet) an und
das Leitungsdruck-Tastverhältnis-Solenoid 16 steuert
das Drucksteuerventil 10 in Abhängigkeit von dem Drucksteuerbetrag
C2 (nachstehend einfach als ein "Steuerbetrag" bezeichnet) an.
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Die
Wellen auf der Ausgangsseite der Maschine 1 sind mit ersten
bis dritten Drehsensoren 17 bis 19 zum Erfassen
der ersten bis dritten Drehgeschwindigkeiten N1 bis N3 versehen.
Die erfassten Drehgeschwindigkeiten N1 bis N3 werden der Steuereinrichtung 20 genauso
wie andere verschiedene Sensorsignale eingegeben.
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Der
erste Drehsensor 17 ist zwischen dem Drehmomentwandler 3 und
der Rückwärts/Vorwärts-Umschaltkupplung 4 vorgesehen,
der zweite Drehsensor 18 ist zwischen der Rückwärts/Vorwärts-Umschaltkupplung 4 und
dem CVT 5 vorgesehen, und der dritte Drehsensor 19 ist
zwischen dem CVT 5 und dem Differentialgetriebe 6 vorgesehen.
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Die
zweiten und dritten Drehgeschwindigkeiten N2 und N3 stehen für eine Eingangsdrehgeschwindigkeit
und eine Ausgangsdrehgeschwindigkeit des CVT 5.
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Die
Steuereinrichtung 20 steuert den Primärdruck P1 und den Leitungsdruck
P2 (erste und zweite Hydraulikdrucke) auf Grundlage der Betriebsbedingungen
der Maschine 1, Eingangs- und Ausgangs-Drehgeschwindigkeiten
N2 und N3 des CVT 5 und von erfassten Werten des Primärdrucks
P1 und des Leitungsdrucks P2 (erste und zweite reale Hydraulikdrucke).
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In 7 wird
die Antriebskraft, die von der Maschine 1 erzeugt wird,
zunächst
an das CVT 5 über
den Drehmomentwandler 3 und die Rückwärts/Vorwärts-Umschaltkupplung 4 übertragen.
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Die
Rückwärts/Vorwärts-Umschaltkupplung 4 wird
durch das Kupplungstastverhältnis-Solenoid 14 auf
vorwärts,
neutral oder rückwärts umgeschaltet.
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Das
CVT 5 steuert das Übersetzungsverhältnis auf
Grundlage der ersten Rolle 5a, der zweiten Rolle 5b und
des Riemens 5c und überträgt das Ausgangsdrehmoment
von der zweiten Rolle 5b an die Laufräder 7 über das
Differentialgetriebe 6.
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Der
Hydraulikdruck, der von der Ölpumpe 8 erzeugt
wird, wird von dem Drucksteuerventil 10 eingestellt und
wird, als der Leitungsdruck P2, an die Hydraulikkammer 52 der
zweiten Rolle 5b geliefert.
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Hierbei
wird das Drucksteuerventil 10 durch das Leitungsdruck-Tastverhältnis-Solenoid 16 gesteuert,
welches in Abhängigkeit
von dem Steuerbetrag C2 angesteuert wird.
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Ferner
wird der Leitungsdruck P2, der von dem Drucksteuerventil 10 eingestellt
wird, durch das Flussraten-Steuerventil 9 aufgeteilt und
als der Primärdruck
P1 an die Hydraulikkammer 51 der ersten Rolle 5a geliefert.
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In
diesem Moment wird das Flussraten-Steuerventil 9 durch
das Geschwindigkeitsänderungs-Tastverhältnis-Solenoid 15 so
gesteuert, dass es in Abhängigkeit
von dem Steuerbetrag C1 angesteuert wird.
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Somit
werden der Primärdruck
P1 und der Leitungsdruck P2 eingeschaltet, um die Positionen der
Rollen 5a und 5b einzustellen, und das Getriebeübersetzungsverhältnis wird
auf einen Zielwert durch die Spannung des Transmissions-Riemens 5c des CVT 5 eingestellt.
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8 ist
ein Blockschaltbild, welches den Aufbau und die Funktion der Steuereinrichtung 20 in einer
herkömmlichen
Einrichtung zum hydraulischen Steuern eines kontinuierlich variablen
Getriebes darstellt, und zeigt eine Betriebseinheit zum Bestimmen eines
Steuerbetrags C2 für
das Leitungsdruck-Tastverhältnis-Solenoid.
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Die
Steuereinrichtung 20 umfasst eine CVT Eingangsdrehmoment-Detektoreinheit 21 zum
Erfassen des Drehmoments Ti, welches dem CVT 5 eingegeben
wird, eine CVT Getriebeübersetzungsverhältnis-Detektoreinheit 22 zum
Erfassen des Getriebeübersetzungsverhältnisses
GR des CVT 5, eine Zielleitungsdruck-Betriebseinheit 23 zum
Betreiben bzw. Einstellen eines Zielleitungsdrucks Po2, und eine PID
Betriebseinheit 24 zum Erzeugen des Steuerbetrags C2 des
Leitungsdruck-Tastverhältnis-Solenoids 16.
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Die
CVT Getriebeübersetzungsverhältnis-Detektoreinheit 22 arbeitet
mit dem realen Getriebeübersetzungsverhältnis GR
auf Grundlage der zweiten Drehgeschwindigkeit N2 (Eingangsdrehgeschwindigkeit
des CVT 5), die von dem zweiten Drehsensor 8 erfasst
wird, und der dritten Drehgeschwindigkeit N3 (Ausgangsdrehgeschwindigkeit
des CVT 5), die von dem dritten Drehsensor 19 erfasst
wird.
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Die
Zielleitungsdruck-Betriebseinheit 23 arbeitet mit einem
Zielleitungsdruck Po2 auf Grundlage des Drehmoments Ti, welches
dem CVT 5 eingegeben wird, und dem Getriebeübersetzungsverhältnis GR.
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Der
Zielleitungsdruck Po2 entspricht einem Hydraulikdruck (zweiten Hydraulikdruck),
der zum zuverlässigen
Klemmen des V-Riemens 5c an die ersten und zweiten Rollen 5a und 5b erforderlich
ist.
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Die
PID Betriebseinheit 24 arbeitet mit einer PID Korrekturgröße, als
den Steuerbetrag C2, die auf einer Leitungsdruckdifferenz ΔP2 (= Po2 – P2) zwischen
dem Zielleitungsdruck Po2 und dem realen Leitungsdruck P2, der von
dem Leitungsdrucksensor 12 erfasst wird, basiert.
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Das
heißt,
die PID Betriebseinheit 24 führt die PID Steueroperation
so aus, dass der reale Leitungsdruck P2 in eine Übereinstimmung mit dem Zielleitungsdruck
Po2 gebracht wird, und zwar auf Grundlage der Daten (Eingangsdrehmoment
Ti und Getriebeübersetzungsverhältnis GR)
des CVT 5, um den Steuerbetrag C2 des Leitungsdruck-Tastverhältnis-Solenoids 16 zu
bestimmen.
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Wenn
in der herkömmlichen
Einrichtung zum hydraulischen Steuern des kontinuierlich variablen Getriebes,
welches wie in den 7 und 8 gezeigt
aufgebaut ist, versucht wird, eine Reaktion des Hydraulikdrucks
für die
Steuergrößen C1,
C2 der Tastverhältnis-Solenoide 15, 16 aufrechtzuerhalten und
ein Durchrutschen des V-Riemens 5c unter jeder Bedingung
einschließlich
der Alterung zu verhindern, dann wird es erforderlich, einen Zielleitungsdruck Po2
einzustellen, der einen Überschuss
eines Spielraums für
den Hydraulikdruck umfasst, der tatsächlich erforderlich ist.
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Wenn
andererseits der Hydraulikspielraum vom Standpunkt einer Verbesserung
des Kraftstoff-Wirkungsgrads so eingestellt wird, dass er klein ist,
dann kann der V-Riemen 5c den Rutschvorgang durchrutschen,
aufgrund der Ermangelung des Leitungsdrucks P2 für den Fall, dass das Steuersystem des
Leitungsdrucks P2 nicht länger
der Änderung
folgen kann, beispielsweise einer Änderung in dem Fahrzeugzustand,
die auftritt, wenn das Drehmoment Ti, welches dem CVT 5 eingegeben
wird, stark ansteigt.
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Wenn
ferner ein übermäßig großer Zielleitungsdruck
Po2 eingestellt wird, um zu verhindern, dass der V-Riemen 5c durchrutscht,
dann könnte
die Ölpumpe 8 eine
große
Last für
die Maschine werden, um einen hohen Leitungsdruck P2 zu sämtlichen
Zeiten aufrecht zu erhalten, wobei der Kraftstoff-Wirkungsgrad verschlechtert
wird.
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Gemäß der herkömmlichen
Vorrichtung zum hydraulischen Steuern des kontinuierlich variablen Getriebes,
bei dem der Leitungsdruck aufrecht erhalten wird, so dass er höher als
der erforderliche Druck zu sämtlichen
Zeiten ist, wie voranstehend beschrieben, wird der Leitungsdruck
P2 für
den Fall, dass das Steuersystem des Leitungsdrucks P2 nicht mehr
der Änderung
folgen kann, unzureichend, was zu dem Durchrutschen des V-Riemens 5c führt. Abgesehen davon
könnte
die Ölpumpe 8 infolge
großer
Belastung den Kraftstoff-Wirkungsgrad verschlechtern.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum hydraulischen
Steuern eines kontinuierlich variablen Getriebes mit einem Transmissionsriemen
zwischen antriebs- und
abtriebsseitigen Riemenrollen zu schaffen, bei welcher die Getriebesteuerung
vor allem in Abhängigkeit
vom jeweiligen hydraulischen Druck unter Vermeidung von Durchrutschen
des Transmissionsriemens und anderer Nachteile bekannter stufenloser
Riemengetriebe weiter verbessert wird.
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Erfindungsgemäß wird diese
Aufgabe mit einer Steuerungsvorrichtung nach dem Patentanspruch
1 gelöst.
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Weiterbildungen
der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
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Bevorzugte
Ausführungsformen
der Erfindung sind im folgenden anhand der beigefügten Zeichnungen
näher beschrieben.
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In
den Zeichnungen zeigen:
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1 ein
Blockschaltbild mit Komponenten einer ersten Ausführungsform
(nachfolgend Ausführungsform
1 genannt) der vorliegenden Erfindung;
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2 ein
Zeitablaufdiagramm zur Erläuterung
von Funktionsabläufen
bei der Ausführungsform 1
der vorliegenden Erfindung;
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3 ein
Flussdiagramm zur weiteren Erläuterung
der Funktionsabläufe
bei der Ausführungsform
1 der vorliegenden Erfindung;
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4 ein
Blockschaltbild mit Komponenten einer zweiten Ausführungsform
(nachfolgend Ausführungsform
2 genannt) der vorliegenden Erfindung;
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5 ein
Zeitablaufdiagramm zur Erläuterung
von Funktionsabläufen
bei der Ausführungsform 2
der vorliegenden Erfindung;
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6 ein
Flussdiagramm zur weiteren Erläuterung
der Funktionsabläufe
bei der Ausführungsform
2 der vorliegenden Erfindung;
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7 den
Aufbau einer Vorrichtung zum hydraulischen Steuern eines herkömmlichen
kontinuierlich variablen Getriebes in schematischer Darstellung;
und
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8 Komponenten
einer Steuereinrichtung für
ein herkömmliches
kontinuierlich variables Getriebe.
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Es
folgt nun die Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen 1 und 2 der Erfindung.
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Ausführungsform
1
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Eine
Ausführungsform
1 der vorliegenden Erfindung wird nun eingehend unter Bezugnahme auf
die Zeichnungen beschrieben.
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1 ist
ein Funktionsblockschaltbild, welches die Ausführungsform 1 der vorliegenden
Erfindung zeigt, und sie zeigt eine Betriebseinheit zum Bestimmen
eines Steuerbetrags C2 für
das Leitungsdruck-Tastverhältnissolenoid 16.
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2 ist
ein Zeitablaufdiagramm, welches den Durchrutscherfassungsbetrieb
gemäß Ausführungsform
1 der Erfindung darstellt, und 3 ist ein Flussdiagramm,
welches einen Durchrutschbeurteilungsbetrieb gemäß der Ausführungsform 1 der Erfindung
zeigt.
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In 1 umfasst
die Steuereinrichtung 20A einen Addierer 25, eine
Korrekturbetrags-Betriebseinheit 26, eine Riemendurchrutsch-Detektoreinheit 27,
eine Betriebseinheit 28 für ein virtuelles Getriebeübersetzungsverhältnis und
einen Schalter SW1 zusätzlich
zu der CVY Eingangsdrehmoment-Detektoreinheit 21,
der CVT Getriebeübersetzungsverhältnis-Detektoreinheit 22,
der Zielleitungsdruck-Betriebseinheit 23 und der PID Betriebseinheit 24,
die voranstehend beschrieben wurden (siehe 8).
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Der
schematische Aufbau gemäß der Ausführungsform
1 der vorliegenden Erfindung ist wie voranstehend beschrieben (siehe 7),
aber die Funktion unterscheidet sich in einem Abschnitt der Steuereinrichtung 20A.
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Obwohl
nur eine Einheit zum Betreiben des Steuerbetrags C2 in Bezug auf
den Leitungsdruck P2 gezeigt ist, umfasst die Steuereinrichtung 20A eine Zielprimärdruck-Betriebseinheit
(nicht gezeigt), um als einen Zielprimärdruck Po1 den Primärdruck-(ersten
Hydraulikdruck) zu betreiben bzw. einzustellen, der zum Klemmen
des V-Riemens 5c an die ersten und zweiten Rollen 5a und 5b erforderlich
ist.
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Die
Betriebseinheit 28 für
das virtuelle Getriebeübersetzungsverhältnis in
der Steuereinrichtung 20A unterzieht das erste Getriebeübersetzungsverhältnis GR, welches
von der CVT Getriebeübersetzungsverhältnis-Detektoreinheit 22 erfasst
wird, der Primärverzögerungsfilterung,
um ein virtuelles Getriebeübersetzungsverhältnis GRe
einzustellen bzw. zu betreiben.
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Hierbei
wird die Filterkonstante, die für
die Primärverzögerungsverarbeitung
in der Betriebseinheit 28 mit dem virtuellen Getriebeübersetzungsverhältnis verwendet
wird, auf einen Wert eingestellt, der groß genug ist, so dass er sich
der Änderung
in dem Getriebeübersetzungsverhältnis GR
folgend, wenn der V-Riemen 5c durchrutscht, nicht ändern wird.
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Die
Riemendurchrutsch-Detektoreinheit 27 bildet ein Durchrutscherfassungssignal
DS, wenn der Durchrutschzustand des V-Riemens 5c erfasst
wird, auf Grundlage des Vergleichs des Getriebeübersetzungsverhältnisses
GR mit dem virtuellen Getriebeübersetzungsverhältnis GRe.
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Wie
nachstehend noch beschrieben wird, bildet die Riemendurchrutsch-Detektoreinheit 27 zum Beispiel
ein Durchrutscherfassungssignal DS, wenn eine Differenz Δ GR in dem
Getriebeübersetzungsverhältnis zwischen
dem Getriebeübersetzungsverhältnis GR
und dem virtuellen Getriebeübersetzungsverhältnis GRe
größer als
ein zweiter vorgegebener Betrag (nicht größer als –γ) in der Richtung einer zweiten
Polarität
(z. B. negativen Richtung) entgegengesetzt zu der Richtung einer
ersten Polarität
(z. B. einer positiven Richtung) innerhalb einer vorgegebenen Zeitperiode
TA, von wenn ein Wert, der größer als
ein erster vorgegebener Betrag (Schwellwert γ) ist, in der Richtung der ersten
Polarität
aufgezeigt wird, wird.
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Hierbei
sind die ersten und zweiten vorgegebenen Beträge (Schwellwerte γ, –γ) so eingestellt worden,
dass sie größer als
eine Differenz in dem Getriebeübersetzungsverhältnis sind,
welches auftritt, wenn die Geschwindigkeit bzw. der Gang normal geändert wird.
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Ferner
wird die vorgegebene Zeitperiode TA eingestellt, so dass sie kürzer ist
als eine Zeit, von wenn eine Differenz Δ GR in dem Getriebeübersetzungsverhältnis, welches
größer als
der erste vorgegebene Betrag ist, durch normales Ändern der
Geschwindigkeit aufgetreten ist, bis zu einem Zeitpunkt, wenn eine
Differenz Δ GR
in dem Getriebeübersetzungsverhältnis größer als
der zweite vorgegebene Betrag auftritt.
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Wie
später
noch beschrieben wird, überprüft die Riemendurchrutsch-Detektoreinheit 27 die
Gültigkeit
der Verarbeitung zum Erfassen des Durchrutschzustands, wenn eine
Differenz ΔP2
in dem Leitungsdruck zwischen dem Zielleitungsdruck Po2 und dem
Leitungsdruck P2 (dem zweiten realen Hydraulikdruck) größer als
ein vorgegebener Wert β wird.
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Die
Riemendurchrutsch-Detektoreinheit 27 überprüft die Gültigkeit einer Erfassung eines
Durchrutschzustands, wenn eine Differenz ΔP1 in dem Primärdruck zwischen
dem Zielprimärdruck
Po1 und dem Primärdruck
P1 (erster realer Hydraulikdruck), der tatsächlich erfasst wird, größer als
ein vorgegebener Betrag α wird.
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Die
Korrekturbetrag-Betriebseinheit 26 bildet einen Korrekturbetrag
PC2 zum Korrigieren des Zielleitungsdrucks Po2 zur Zeit der Bildung
des Durchrutscherfassungssignals DS.
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Der
Schalter SW1 wird zwischen der Korrekturbetrags-Betriebseinheit 26 und dem
Addierer 25 eingefügt,
und wird normalerweise ausgeschaltet (geöffnet) und wird im Ansprechen
auf das Durchrutscherfassungssignal DS des Ein-Pegels eingeschaltet
(geschlossen), um den Korrekturbetrag PC2 dem Addierer 25 einzugeben.
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Der
Addierer 25 ist zwischen der Zielleitungsdruck-Betriebseinheit 23 und
der PID Betriebseinheit 24 eingefügt, addiert den Korrekturbetrag PC2,
der durch den Schalter SW1 eingegeben wird, zu dem Zielleitungsdruck
Po2 zur Zeit, wenn das Durchrutscherfassungssignal DS gebildet wird,
und gibt den abschließend
korrigierten Zielleitungsdruck PoC2 der PID Betriebseinheit 24 ein.
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Das
heißt,
wenn die Riemendurchrutsch-Detektoreinheit 23 den Durchrutschzustand
des V-Riemens 5c erfasst hat, addiert der Addierer 25 den
Korrekturbetrag PC2, der von der Korrekturbetrags-Betriebseinheit 26 gefunden
wird, zu dem Zielleitungsdruck Po2.
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Der
Addierer 25, die Korrekturbetrags-Betriebseinheit 26 und
der Schalter SWi bilden eine Riemendurchrutsch-Unterdrückungseinheit, die die Korrekturverarbeitung
zum Unterdrücken
des Durchrutschens des V-Riemens 5c im Ansprechen auf das Durchrutscherfassungssignal
DS ausführt.
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Als
nächstes
wird der Betrieb der Riemendurchrutsch-Detektoreinheit 23 gemäß der Ausführungsform
1 der Erfindung, die in 1 gezeigt ist, unter Bezugnahme
auf 7 und außerdem
unter Bezugnahme auf die 2 und 3 beschrieben.
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In 2 nähert sich
der Leitungsdruck P2 dem Zielleitungsdruck Po2 mit dem Ablauf der
Zeit an.
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Ein
Getriebeübersetzungsverhältnis-Änderungsflag
(F(+) ist auf "1" eingestellt, wenn
eine Differenz zwischen dem Getriebeübersetzungsverhältnis GR
und dem virtuellen Getriebeübersetzungsverhältnis GRe
einen positiven Wert einnimmt und größer als ein vorgegebener Schwellwert γ wird.
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Ein
Getriebeübersetzungsverhältnis-Änderungsflag
F(–) wird
auf "1" eingestellt, wenn
eine Differenz zwischen dem Getriebeübersetzungsverhältnis GR
und dem virtuellen Getriebeübersetzungsverhältnis GRe
einen negativen Wert annimmt und kleiner als ein vorgegebener Schwellwert –γ wird.
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Die
Zeitzähler
CNT1 und CNT2 beginnen eine Abwärtszählung der
Getriebeübersetzungsverhältnis-Änderungsflags
F(+) und F(–)
für eine
vorgegebene Zeitperiode von einem Moment an, zu dem sie gesetzt
wurden.
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Das
Durchrutscherfassungssignal DS nimmt "1" (einen
Ein-Pegel) ein,
wenn entweder das Getriebeübersetzungsverhältnisflag
F(+) oder F(–)
vor dem Ablauf einer vorgegebenen Zeitperiode, von einem Zeitpunkt
an, zu dem das andere gesetzt wurde, eingestellt wird.
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In 2 wird
das Durchrutschen erfasst, wenn eine Differenz Δ GR in dem Getriebeübersetzungsverhältnis sich
auf den negativen Schwellwert –γ innerhalb
einer vorgegebenen Zeitperiode TA nach Überschreiten des positiven
Schwellwerts γ geändert hat.
Im Gegensatz dazu muss jedoch darauf hingewiesen werden, dass das
Durchrutschen auch erfasst werden kann, wenn die Differenz Δ GR in dem Getriebeübersetzungsverhältnis sich
auf den positiven Schwellwert γ innerhalb
der vorgegebenen Zeitperiode TB nach Übersteigen des negativen Werts –γ geändert hat.
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In 3 (eine
Routine zum Beurteilen des Durchrutschens des V-Riemens 5c),
löscht
die Steuereinrichtung 20A zunächst die Zeitzähler CNT1
und CNT2 auf Null (Schritt S1).
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Dann
findet die CNT Getriebeübersetzungs-Betriebseinheit 22 ein
echtes Getriebeübersetzungsverhältnis GR
des CVT 5 aus den zweiten und dritten Drehgeschwindigkeiten
N2 und N3 (Eingangs- und Ausgangsdrehgeschwindigkeiten des CVT 5).
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Die
Betriebseinheit für
das virtuelle Getriebeübersetzungsverhältnis 28 unterzieht
das Getriebeübersetzungsverhältnis GR
der Primärverzögerungsfilterung,
um ein virtuelles Getriebeübersetzungsverhältnis GRe
herauszufinden.
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Als
nächstes
führt die
Riemendurchrutsch-Detektoreinheit 27 die folgenden Verarbeitungsschritte
S2 bis S22 aus, um den Durchrutschzustand des V-Riemens 5c zu
erfassen.
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Zunächst wird
eine Differenz Δ GR
(= GR – GRe)
in dem Getriebeübersetzungsverhältnis zwischen
dem Getriebeübersetzungsverhältnis GR
und dem virtuellen Getriebeübersetzungsverhältnis GRe ermittelt
(Schritt S2) und es wird beurteilt, ob die Differenz Δ GR in dem
Getriebeübersetzungsverhältnis größer als
0 ist (Schritt S3).
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Wenn
im Schritt S3 beurteilt wird, dass Δ GR < 0 ist (d. h. Nein), dann geht die
Routine sofort zum Schritt S7. Wenn im Schritt S3 beurteilt wird,
dass Δ GR ≥ 0 (d. h.
Ja) ist, dann wird beurteilt, ob die Differenz Δ GR in dem Getriebeübersetzungsverhältnis größer als
der Schwellwert γ ist
(Schritt S)
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Wenn
im Schritt S4 beurteilt wird, dass Δ GR < γ ist
(d. h. Nein), dann geht die Routine sofort weiter zum Schritt S7.
Wenn im Schritt S4 beurteilt wird, dass Δ GR ≥ γ ist (d. h. Ja), dann wird das
Getriebeübersetzungsverhältnis-Änderungsflag F(+) in der positiven
Richtung auf "1" gesetzt (Schritt
S5).
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Ferner
wird ein Wert, der einer vorgegebenen Zeitperiode TA entspricht,
an dem Zeitzähler CNT1
gesetzt (Schritt S6), um eine bekannte Abwärtszählungsverarbeitung auszuführen, und
es wird beurteilt, ob der Zeitzähler
CNT1 auf Null verkleinert wird (Schritt S7).
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In 2 wird
das Getriebeübersetzungsverhältnis-Änderungsflag F(+) auf "1" in einem Moment t1 eingestellt, wenn
die Differenz Δ GR
in dem Getriebeübersetzungsverhältnis größer als
der Schwellwert γ wird,
und der Zeitzähler
CNT1 startet eine Abwärtszählung nach
dem Ablauf der vorgegebenen Zeitperiode TA.
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Wenn
im Schritt S7 in 3 beurteilt wird, dass CNT1
= 0 (d. h. Ja) ist, bedeutet dies, dass die vorgegebene Zeitperiode
TA abgelaufen ist, nachdem das Getriebeübersetzungsverhältnis-Änderungsflag
(+) gesetzt ist. Deshalb wird das Getriebeübersetzungsverhältnis-Änderungsflag
F(+) auf Null gelöscht
(Schritt S8) und die Routine geht weiter zum Schritt S9.
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Wenn
im Schritt S7 beurteilt wird, dass CNT > 0 ist (d. h. Nein), dann läuft die
vorgegebene Zeitperiode TA von dem Zeitpunkt, als das Getriebeübersetzungsverhältnis-Änderungsflag F(+) gesetzt wird, nicht
ab und die Routine geht sofort zum Schritt S9.
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Wenn
somit die Differenz Δ GR
in dem Getriebeübersetzungsverhältnis nicht
kleiner als der positive Schwellwert γ ist, dann wird das Getriebeübersetzungsverhältnis-Änderungsflag
F(+) eingestellt, um die vorgegebene Zeitperiode TA auf den Zeitzähler CNT1
zu Anfang einzustellen. Der Zeitzähler CNT1 wird nach jeder Betriebsperiode
verkleinert und das Getriebeübersetzungsverhältnis-Änderungsflag
F(+) wird in einem Moment gelöscht,
wenn CNT1 = 0 ist.
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Im
Schritt S9 wird beurteilt, ob die Differenz Δ GR in dem Getriebeübersetzungsverhältnis ein
negativer Wert ist.
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Wenn
im Schritt S9 beurteilt wird, dass Δ GR ≥ 0 (d. h. Nein) ist, dann geht
die Routine schnell weiter zu dem Schritt S13. Wenn im Schritt S9
beurteilt wird, dass Δ GR < 0 ist (d. h. Ja),
dann wird beurteilt, ob die Differenz Δ GR in dem Getriebeübersetzungsverhältnis kleiner
als der negative Schwellwert –γ ist (Schritt
S10).
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Wenn
im Schritt S10 beurteilt wird, dass Δ GR ≥ –γ) d. h. Nein) ist, dann geht
die Routine schnell weiter zum Schritt S13. Wenn im Schritt S10
beurteilt wird, dass Δ GR < –γ (d. h. Ja)
ist, dann wird das Getriebeübersetzungsverhältnis-Änderungsflag F(–) in der
negativen Richtung auf "1" eingestellt (Schritt S11).
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Ferner
wird ein Wert, der der vorgegebenen Zeitperiode TB entspricht, an
dem Zeitzähler
CNT2 eingestellt (Schritt S12), um eine bekannte Abwärtszählungsverarbeitung
auszuführen,
und es wird beurteilt, ob der Zeitzähler CNT auf 0 verkleinert
wird (Schritt S13).
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In 2 wird
das Getriebeübersetzungsverhältnis-Änderungsflag F(–) auf "1" zu der Zeit t2 eingestellt, zu der
die Differenz Δ GR
in dem Getriebeübersetzungsverhältnis kleiner
als der negative Schwellwert γ vor
dem Ablauf der vorgegebenen Zeitperiode TA von der Zeit t1, wenn
das Getriebeübersetzungsverhältnis-Änderungsflag
F(+) gesetzt wurde, wird.
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In 2 ist
die Bedingung zum Erfassen des Durchrutschens des V-Riemens 5c vereinfacht,
der Zeitzähler
CNT2 beginnt nicht eine Abwärtszählung nach
dem Ablauf der vorgegebenen Zeitperiode TB, und das Rutscherfassungssignal
DS wird unmittelbar nach der Zeit t2 gebildet.
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Wenn
im Schritt S13 in 3 beurteilt wird, dass CNT2
= 0 ist (d. h. Ja), bedeutet dies, dass die vorgegebene Zeitperiode
TB nachdem das Getriebeübersetzungsverhältnis-Änderungsflag F(–) gesetzt wurde,
abgelaufen ist, wodurch das Getriebeübersetzungsverhältnis-Änderungsflag
F( ) auf 0 gelöscht wird
(Schritt S14) und die Routine geht zum Schritt S15.
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Wenn
im Schritt S13 beurteilt wird, dass CNT2 > 0 ist (d. h. Nein), dann ist die vorgegebene Zeitperiode
TB noch nicht von dem Zeitpunkt abgelaufen, zu dem das Getriebeübersetzungsverhältnis-Änderungsflag
F(–) gesetzt
wurde, und die Routine geht weiter zum Schritt S15.
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Wenn
somit die Differenz Δ GR
in dem Getriebeübersetzungsverhältnis kleiner
als der negative Schwellwert –γ ist, wird
das Getriebeübersetzungsverhältnis-Änderungsflag F(–) eingestellt,
um zu Anfang die vorgegebene Zeitperiode TB an dem Zeitzähler CNT2
zu setzen. Der Zeitzähler
CNT2 wird nach jeder Betriebsperiode verkleinert, und das Getriebeübersetzungsverhältnis-Änderungsflag
F( ) wird gelöscht,
wenn CNT2 = 0 ist.
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Wenn
zum Beispiel die Differenz Δ GR
in dem Getriebeübersetzungsverhältnis sich ändert, um kleiner
als der Schwellwert –γ von einem
Zustand von größer als
der Schwellwert γ innerhalb
der vorgegebenen Zeitperiode TA zu werden, ist es wahrscheinlich,
dass der V-Riemen 5c gerade durchrutscht und nicht, dass
eine Änderung
in dem Getriebeübersetzungsverhältnis GR
unter einer gewöhnlichen
Betriebsbedingung stattfindet. Deshalb wird der Zustand aufrechterhalten,
in dem die Getriebeübersetzungsverhältnis-Änderungsflags F(+) und F(–) eingestellt
sind.
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In
einem Schritt S15 wird beurteilt, ob die Differenz Δ GR in dem
Getriebeübersetzungsverhältnis größer als
der Schwellwert γ ist.
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Wenn
im Schritt S15 beurteilt wird, dass Δ GR < 0 ist (d. h. Nein), dann endet die
Verarbeitungsroutine der 3 bereits. Wenn beurteilt wird,
dass Δ GR > 0 ist (d. h. Ja),
dann wird beurteilt, ob die Differenz Δ GR in dem Getriebeübersetzungsverhältnis kleiner
als der negative Schwellwert –γ ist (Schritt S16).
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Wenn
im Schritt S16 beurteilt wird, dass Δ GR > –γ ist (d.
h. Nein), dann endet die Verarbeitungsroutine der 3.
Wenn im Schritt S16 beurteilt wird, dass Δ GR ≤ –γ ist (d. h. Ja), dann wird der
Zustand (= 1), bei dem die positiven und negativen Getriebeübersetzungsverhältnis-Änderungsflags
F(+) und F(–)
gesetzt sind, ausgelesen und die Flags werden auf 0 für die Beurteilung
einer Verarbeitung in der nächsten
Zeit gelöscht
(Schritt S17).
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Ferner
wird eine Differenz ΔP2
(= Po2 – P2) in
dem Leitungsdruck zwischen dem Zielleitungsdruck Po2 und dem echten
Leitungsdruck P2 festgestellt (Schritt S18) und es wird beurteilt,
ob die Differenz ΔP2
in dem Leitungsdruck größer als
der vorgegebene Schwellwert β ist
(Schritt S19).
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Wenn
im Schritt S19 beurteilt wird, dass ΔP2 < β ist
(d. h. Nein), dann wird eine Differenz ΔP1 (= Po1 – P1) in dem Primärdruck zwischen
dem Zielprimärdruck
o1 und dem echten Primärdruck
P1 festgestellt (Schritt S20) und es wird beurteilt, ob die Differenz ΔP1 in dem
Primärdruck
größer als
der vorgegebene Schwellwert α ist
(Schritt S21).
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Wenn
im Schritt S21 beurteilt wird, dass ΔP1 < α ist
(d. h. Nein), dann endet die Verarbeitungsroutine der 3.
Wenn beurteilt wird, dass Δ P1 ≥ α ist (d.
h. Ja), wird beurteilt, dass der V-Riemen 5c durchrutscht,
wodurch das Durchrutscherfassungssignal DS eingeschaltet wird (Schritt
S22), um die Verarbeitungsroutine der 3 zu beenden.
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Wenn
andererseits in dem Schritt S19 beurteilt wird, dass ΔP2 ≥ β ist (d.
h. Ja), dann geht die Routine bereits zum Schritt S22, wo das Durchrutscherfassungssignal
DS eingeschaltet wird, um die Verarbeitungsroutine der 3 zu
beenden.
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Wenn
die Differenz ΔP1
in dem Primärdruck größer als
der Schwellwert α ist
oder wenn die Differenz ΔP2
in dem Leitungsdruck größer als
der Schwellwert β durch
die Schritte S18 bis S22 ist, arbeitet die Riemendurchrutsch-Detektoreinheit 27,
um abschließend
den Durchrutschzustand des V-Riemens 5c zu beurteilen.
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Wenn
somit die Getriebeübersetzungs-Änderungsbeurteilungsflags F(+)
und F(–)
beide auf "1" in einem Zustand
gesetzt werden, bei dem der echte Primärdruck P1 kleine als der Zielwert
Po1 ist, oder in einem Zustand, bei dem der echte Leitungsdruck P2
kleiner als der Zieldruck Po2 ist, führt die Riemendurchrutsch-Detektoreinheit 27 eine
derartige Beurteilung durch, dass der V-Riemen 5c durchrutscht und
erzeugt ein Durchrutscherfassungssignal DS des Ein-Pegels.
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Dann
wird der Schalter SW1 eingeschaltet und der Addierer 25 addiert
einen vorgegebenen Korrekturbetrag PC2 zu dem Zielleitungsdruck
Po2 und gibt den korrigierten Zielleitungsdruck PoC2 der PID Betriebseinheit 24 ein.
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Wenn
der Durchrutschzustand des V-Riemens 5c erfasst wird, erzeugt
die PID Betriebseinheit 24 deshalb einen Steuerbetrag C2,
der dem korrigierten Zielleitungsdruck PoC2 entspricht, und korrigiert den
Leitungsdruck P2 in Richtung auf die Seite eines hohen Hydraulikdrucks,
um das Durchrutschen des V-Riemens 5c zu
verhindern.
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Auf
Grundlage der erfassten Werte wie der Eingangs- und Ausgangsdrehgeschwindigkeiten
N2, N3 des CVT5, des Getriebeübersetzungsverhältnisses
GR, des Eingangsdrehmoments Ti, des Primärdrucks P1 und des Leitungsdrucks
P2, wie voranstehend beschrieben, wird der Primärdruck und der Leitungsdruck
auf die Zielwerte Po1 und Po2 eingestellt, und der Durchrutschzustand
des V-Riemens 5c wird erfasst.
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Wenn
hierbei beurteilt wird, dass das Durchrutschen gerade auftritt,
wenn die Riemendurchrutsch-Detektoreinheit 27 einen Zustand
erfasst hat, bei dem eine Differenz Δ GR in dem Getriebeübersetzungsverhältnis zwischen
dem Getriebeübersetzungsverhältnis GR
und einem virtuellen Getriebeübersetzungsverhältnis GRe,
welches durch Filtern des Getriebeübersetzungsverhältnisses
GR erhalten wird, abgenommen hat, um kleiner als ein vorgegebener
Betrag –γ innerhalb
eine vorgegebenen Zeitperiode TA von einem Moment t1, wenn die Differenz Δ GR den vorgegebenen
Betrag γ überschritten
hat, zu sein. Es wird deshalb ermöglicht, den Durchrutschzustand
leicht und richtig zu erfassen. Abgesehen davon wird zuverlässig verhindert,
dass der Zustand einer normalen Änderung
der Geschwindigkeit fehlerhaft als Durchrutschen erfasst wird.
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Ferner
wird die Korrekturverarbeitung zum Unterdrücken des Durchrutschens nur
dann durchgeführt,
wenn das Durchrutschen erfasst wird, und der vorgegebene Betrag
PC2 wird zu dem Zielleitungsdruck Po2 hinzugefügt, um den korrigierten Zielleitungsdruck
PoC2 zu bilden. Somit wird der Leitungsdruck P2 auf einen erforderlichen
minimalen Wert eingestellt, bis der Durchrutschzustand erfasst wird,
wodurch die Maschinenlast verringert wird und der Kraftstoff-Wirkungsgrad verbessert
wird.
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Ausführungsform
2
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In
der voranstehend erwähnten
Ausführungsform
erzeugt die Korrekturbetrags-Betriebseinheit 26 einen vorgegebenen
Korrekturbetrag PC2 im Ansprechen auf das Durchrutscherfassungssignal DS.
Jedoch kann ein Korrekturbetrag PC2 erzeugt werden, der um einen
vorgegebenen Betrag jedes Mal dann ansteigt, wenn das Durchrutscherfassungssignal
DS jeweils gebildet wird.
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4 ist
ein Funktionsblockschaltbild, das die Korrekturbetrags-Betriebseinheit 26A gemäß einer
Ausführungsform
2 der Erfindung darstellt, die den Korrekturbetrag PC2 jedes Mal
erhöht,
wenn das Durchrutscherfassungssignal DS gebildet wird, und 5 ist
ein Zeitablaufdiagramm, das den Betrieb zum Erhöhen des Korrekturbetrags PC2
gemäß der Ausführungsform
2 der Erfindung darstellt.
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In 4 umfasst
eine Korrekturbetrags-Betriebseinheit 26A einen Speichereinheit 29 für einen vorangehenden
Korrekturbetrag zum Speichern des Korrekturbetrags PC(n – 1) der
vorangehenden Zeit, eine Betriebseinheit 30 für einen
vorgegebenen Betrag zum Einstellen eines vorgegebenen Betrags PCa,
einen Schalter SW2, der im Ansprechen auf das Durchrutscherfassungssignal
DS eingeschaltet (geschlossen) wird, und einen Addierer 31,
der den vorgegebenen Betrag PCa zu dem Korrekturbetrag PC(n – 1) der
vorangehenden Zeit addiert.
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Die
Speichereinheit 29 für
den vorangehenden Korrekturbetrag aktualisiert und speichert den Korrekturbetrag
PC2 von dieser Zeit als den Korrekturbetrag PC(n – 1) der
vorangehenden Zeit jedes Mal dann, wenn der Korrekturbetrag PC2
betrieben bzw. eingestellt wird.
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Der
Schalter SW2 ist zwischen der Betriebseinheit 30 für den vorgegebenen
Betrag und dem Addierer 31 eingefügt, wird normalerweise ausgeschaltet
(geöffnet)
und wird im Ansprechen auf das Durchrutscherfassungssignal DS mit
dem Ein-Pegel eingeschaltet (geschlossen), um den vorgegebenen Betrag
PCa dem Addierer 31 einzugeben.
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Der
Addierer 31 ist zwischen der Speichereinheit 29 für den vorangehenden
Korrekturbetrag und den Ausgangsanschluss der Korrekturbetrags-Betriebseinheit 26A eingefügt und gibt
einen Wert, der durch Addieren eines vorgegebenen Betrags PCa zu dem
Korrekturbetrag PC(n – 1)
der vorangehenden Zeit erhalten wird, als ein Korrekturbetrag PC2
dem Schalter SW1 ein.
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Wie
in 5 gezeigt, wird deshalb der Schalter SW2 von dem
Aus-Zustand jedes Mal dann eingeschaltet, wenn das Durchrutscherfassungssignal
DS eingeschaltet wird, wobei dies von der Ein-Zeit des Durchrutscherfassungssignals
DS getriggert wird, und ein vorgegebener Betrag PCa wird kumulativ
zu dem Korrekturbetrag PC2 addiert.
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Wenn
der Durchrutschzustand des V-Riemens 5c in wiederholter
Weise erfasst wird, wird deshalb der Korrekturbetrag PC2 erhöht, wodurch
der Durchrutschzustand des V-Riemens 5 schnell, selbst in
einem übermäßigen Durchrutschzustand,
unterdrückt
wird.
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Ausführungsform
3
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In
der voranstehend erwähnten
Ausführungsform
1 wird der Leitungsdruck P2 erhöht,
um das Durchrutschen zu unterdrücken,
wenn das Durchrutschen erfasst wird. Das Durchrutschen kann jedoch
durch Verkleinern der Drehmomenteingabe Ti zu dem CVT 5 unterdrückt werden.
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6 ist
ein Flussdiagramm, das den Betrieb zum Unterdrücken des Durchrutschens gemäß einer
Ausführungsform
3 der Erfindung zeigt, wobei das Maschinendrehmoment verkleinert
wird, wenn das Durchrutschen erfasst wird.
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Die
funktionelle Ausbildung der Steuereinrichtung 20A und des
schematischen Aufbaus der gesamten Einrichtung gemäß der Ausführungsform
3 der Erfindung sind die gleichen wie diejenigen, die vorher beschrieben
wurden (siehe 1 und 7).
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Für diesen
Fall umfasst die Riemendurchrutsch-Unterdrückungseinheit in der Steuereinrichtung 20A eine Ausgangsdrehmoment-Steuereinheit zum
Steuern des Ausgangsdrehmoments der Maschine und verkleinert das
Ausgangsdrehmoment der Maschine 1 im Ansprechen auf das
Durchrutscherfassungssignal DS.
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In 6 beurteilt
die Riemendurchrutsch-Unterdrückungseinheit
zunächst,
ob das Durchrutscherfassungssignal DS von dem "1 (ein)" Pegel (Riemendurchrutsch-Erfassungszustand)
ist (Schritt S31). Wenn beurteilt wird, dass DS = 0 (d. h. Nein)
ist, dann endet die Verarbeitungsroutine der 6.
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Wenn
andererseits im Schritt S31 beurteilt wird, dass DS = 1 (d. h. Ja)
ist, wird das Ausgangsdrehmoment der Maschine 1 verkleinert,
um die Eingabe des Drehmoments Ti an das CVT 5 zu verkleinern
(Schritt S33) und die Verarbeitungsroutine der 6 endet.
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Somit
wird die Eingabe des Drehmoments Ti an das CVT 5 unterdrückt, wenn
das Durchrutschen erfasst wird, wodurch das Getriebedrehmoment des V-Riemens 5c zum
Unterdrücken
des Durchrutschens verkleinert wird.
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Ausführungsform
4
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In
der voranstehend erwähnten
Ausführungsform
1 wird die Beurteilungsfunktion der Riemendurchrutsch-Detektoreinheit 27 durch
die Schritte S18 bis S27 (siehe 3) nur dann
gültig
gemacht, wenn die Differenz ΔP1
in dem Primärdruck und
die Differenz ΔP2
in dem Leitungsdruck nicht kleiner als die Schwellwerte α und β sind, um
zuverlässig
die fehlerhafte Erfassung des Durchrutschzustands zu verhindern.
Wenn die fehlerhafte Erfassung wenig wahrscheinlich ist, kann jedoch
das Durchrutschen nur durch die Schritte S2 bis S14 (siehe 2)
erfasst werden, während
die Schritte S18 bis 19 weggelassen werden.
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Ferner
kann die voranstehend erwähnte Ausführungsform
1 mit der Verarbeitung zum Verkleinern des Drehmoments der Ausführungsform
3 kombiniert werden. In diesem Fall wird ein weiterer erhöhter Effekt
aufgezeigt, um das Durchrutschen zu unterdrücken.