DE10100709A1 - Werkzeugmaschine - Google Patents
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Abstract
Werkzeugmaschine, insbesondere Mehrstationenschleifmaschine zum Herstellen von Bohrern und ähnlichen, langgestreckten Werkstücken mit wenigstens einem axial verschiebbaren und drehbaren, mit seinen Axialverschiebungs- und Drehantrieben in einem abgedichteten Gehäuse angeordneten Werkstückhalter, wenigstens einem, in einem abgedichteten Arbeitsraum angeordneten Bearbeitungswerkzeug, einer dichten Trennwand zwischen dem Gehäuse und dem Arbeitsraum, wenigstens einem axial verschiebbaren, abgedichtet in der Trennwand mittels Präzisionsführungen geführten Führungsrohr zur Aufnahme des Werkstückhalters und Führungselementen für das Werkstück im dem Arbeitsraum zugewandten Ende des Führungsrohrs.
Description
Die Erfindung betrifft eine Werkzeugmaschine, insbesondere eine Mehrstationenschleifmaschine zum
Herstellen von Bohrern und ähnlichen, langgestreckten Werkstücken.
In der DE 199 26 668 A1 ist eine Mehrstationenwerkzeugmaschine zum Herstellen von Bohrern und
dergleichen, Spiralnuten aufweisenden Werkstücken beschrieben, die eine Grundplatte, mehrere auf
der Grundplatte angeordnete Stationen zum Bearbeiten von Werkstücken sowie zum Einsetzen und
in denen der Werkstücke, einen an der Grundplatte befestigten Ständer mit einer Tragplatte, an der
Tragplatte feststehend angeordnete Antriebe für senkrechte, auf und abbewegliche sowie drehbare
Werkstückhalter, einen oberhalb der Tragplatte angeordneten, schrittweise drehbar angetriebenen
Drehtisch, mehrere am Drehtisch drehbar und auf und abbeweglich gelagerte, die Werkstückhalter
tragende, senkrechte Wellen, lösbare Kupplungen zwischen den Antrieben und Getrieben zur
Steuerung der Drehbewegung sowie der Höhenverstellung der Wellen, lösbare Verriegelungen
zwischen den Kupplungen und dem Drehtisch und Betätigungseinrichtungen für die Kupplungen und
Verriegelungen zum wechselweisen, gekoppelten Entriegeln der Verriegelungen und zum
Einkuppeln der Kupplungen für die Antriebe der Werkstückhalter bei der Bearbeitung sowie zum
wechselweisen gekoppelten Auskuppeln der Kupplungen und zum Verriegeln der Verriegelungen
beim Weiterschalten des Drehtischs aufweist.
Durch diese Anordnung können an den Stationen der Mehrstationenwerkzeugmaschine
unterschiedliche Bearbeitungsvorgänge ablaufen, z. B. das Schleifen der Spiralnuten, das Schleifen
der Spitze, einschließlich des Anspitzens, das Anbringen von Hinterschlifflächen an den Bohrerlippen
und -umflächen und schließlich das Einsetzen und Entnehmen der Werkstücke.
Durch die Anordnung der Antriebe an der Tragplatte brauchen diese sich beim Stationenwechsel
nicht mitzubewegen, so daß die Verbindung der Antriebe mit einer CNC-Steuerung und für die
Energiezufuhr vereinfacht wird.
Um zu verhindern, das sich beim Stationenwechsel durch das Drehen des Drehtischs Veränderungen
an den Werkstückhaltern ergeben, d. h. um zu verhindern, daß sich die Werkstückhalter beim
Umsetzen verdrehen oder in der Höhenlage verändern, sind lösbare Kupplungen und lösbare
Verriegelungen vorgesehen. Durch die Verriegelungen werden die Werkstückhalter in ihrer Position
fixiert, wenn die Kupplungen entkuppelt sind. Umgekehrt werden die Kupplungen beim Lösen der
Verriegelungen eingekuppelt, ohne daß sich dabei eine Positionsveränderung der Werkstückhalter
ergibt.
Mit dieser Mehrstationenwerkzeugmaschine wird das Problem gelöst, diese so zu verbessern, daß sie
sich kostengünstig herstellen läßt, geringe Abmessungen aufweist und zuverlässig arbeitet. Des
weiteren ist sie an allen Stationen gut zugänglich, so daß die Totzeiten für das Werkzeugwechseln
oder das Auswechseln anderer für die Werkstückbearbeitung erforderlicher Zubehörelemente
möglichst kurz sind. Ferner bleibt die Stellung der Werkstücke beim Stationenwechsel unverändert.
Diese bekannte Maschine hat sich bei der Großserienherstellung von Spiralbohrern und ähnlichen
Werkstücken bewährt, jedoch hat sich gezeigt, daß die Antriebe für die Werkstückhalter, sowie die
sie tragenden Wellen und Kupplungen nicht ausreichend gegen den bei der Bearbeitung abgetragenen
Werkstoffund das dabei verwendete Kühlschmiermittel geschützt sind.
Allgemein gilt, daß bei Werkzeugmaschinen der Schutz empfindlicher Bauteile gegen den bei der
Bearbeitung anfallenden Materialabtrag und das in der Regel verwendete Kühlschmiermittel
besonders dann nicht, wenn das Kühlschmiermittel in Hochleistungswerkzeugmaschinen mit hohem
Druck in den Bearbeitungsbereich gespritzt wird, ausreichend ist, so daß der Erfindung das Problem
zugrundeliegt, eine Werkzeugmaschine, insbesondere Mehrstationenschleifmaschine zum Herstellen
von Bohrern und ähnlichen, langgestreckten Werkstücken so zu verbessern, daß ein praktisch
absoluter Schutz der empfindlichen Bauteile gegeben ist.
Ausgehend von dieser Problemstellung wird eine Werkzeugmaschine, insbesondere
Mehrstationenschleifmaschine zum Herstellen von Bohrern und ähnlichen, langgezogenen
Werkstücken vorgeschlagen, die wenigstens einen axial verschiebbaren und drehbaren, mit seinen
Axialverschiebungs- und Drehantrieben in einem abgedichteten Gehäuse angeordneten
Werkstückhalter, wenigstens ein, in einem abgedichteten Arbeitsraum angeordnetes
Bearbeitungswerkzeug, eine dichte Trennwand zwischen dem Gehäuse und dem Arbeitsraum,
wenigstens ein abgedichtet in der Trennwand angeordnetes Führungsrohr zur Aufnahme des
Werkstückhalters und Führungselemente für das Werkstück im dem Arbeitsraum zugewandten Ende
des Führungsrohrs aufweist.
Der Erfindung liegt die Überlegung zugrunde, die Werkzeugmaschine in wenigstens zwei Räume zu
unterteilen, von denen der eine der Arbeitsraum, beispielsweise die Schleifkammer ist, während der
davon abgedichtet getrennte, weitere Raum die wichtigsten mechanischen Elemente der
Werkzeugmaschine einschließlich eines Werkstückwechslers aufnimmt.
Vorteilhafterweise kann das Führungsrohr in der Trennwand mittels Präzisionsführung axial ver
schiebbar und abgedichtet geführt sein.
Um ein Werkstück aus dem Gehäuse, in dem das Werkstück an den Werkstückhalter angesetzt wird,
in den Arbeitsraum zu überführen, wird der Werkstückhalter mit dem daran angeordneten
Werkstück in das Führungsrohr eingeführt, und das Werkstück tritt durch das Führungselement
hindurch in den Arbeitsraum ein. Dabei umschließt das Führungselement das Werkstück so dicht,
daß praktisch kein Kühlschmiermittel und kein vom Werkstück abgetragenes Material in das
Gehäuse für die mechanischen Elemente gelangen kann. Zwischen dem Führungsrohr und der
Trennwand ist ebenfalls eine Dichtung vorgesehen, so daß sich das Führungsrohr mit dem
Werkstückhalter axial bewegen läßt, wenn dies für die Bearbeitung des Werkstücks erforderlich ist.
Die Werkzeugmaschine kann so ausgebildet sein, daß sie wenigstens einen waagerecht beweglichen
Werkstückhalter aufweist, jedoch kann der Werkstückhalter auch senkrecht beweglich ausgebildet
sein.
Die Erfindung läßt sich gleichermaßen an einer Werkzeugmaschine mit nur einer Bearbeitungsstation
als auch an einer Werkzeugmaschine mit mehreren Bearbeitungsstationen verwenden, und zwar
sowohl an Fräsmaschinen als auch an Schleifmaschinen.
Das Führungsrohr kann beispielsweie mittels Federkraft in seiner Ausgangsstellung gehalten sein und
wird in diesem Fall durch den Werkstückhalter bei dessen Axialbewegung mitgenommen.
Vorzugsweise kann jedoch am Führungsrohr ein Axialverschiebungsantrieb angreifen, der so
gesteuert ist, daß sich dieser Axialverschiebungsantrieb für das Führungsrohr und der
Axialverschiebungsantrieb für den Werkstückhalter während der Werkstückbearbeitung synchron
bewegen.
Bei einer vorteilhaften Ausführungsform der Werkzeugmaschine kann der Axialverschiebungsantrieb
für das Führungsrohr abgedichtet im Arbeitsraum angeordnet sein, wenn ein Tragrohr durch die
Trennwand geführt ist, dessen in den Arbeitsraum ragende Bereich als Träger für das wenigstens
eine Bearbeitungswerkzeug und für den Axialverschiebungsantrieb für das wenigstens eine
Führungsrohr ausgebildet ist.
Dieses Tragrohr kann des weiteren einen in das abgedichtete Gehäuse ragenden Bereich als Träger
für einen drehbaren Mehrstationenwerkstückwechsler aufweisen, wobei dessen Ende mit einer
Tragplatte für den wenigstens einen Werkstückhalter und dessen Antriebe fest verbunden sein kann.
Eine vorteilhafte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Werkzeugmaschine weist fünf
Bearbeitungsstationen und entsprechende Bearbeitungswerkzeuge im Bearbeitungsraum, fünf
Werkstückhalter und deren Antriebe im Gehäuse, fünf Führungsrohre in der Trennwand und einen
sechsarmigen Werkstückwechsler im Zwischenraum zwischen der Trennwand und der Tragplatte
auf, wovon jeweils fünf Arme in den Bereich der fünf Werkstückhalter zur Übergabe oder
Übernahme eines Werkstücks und ein Arm in den Bereich einer Werkstückübergabevorrichtung
bewegbar sind.
Hierdurch lassen sich fünf Werkstücke mittels unterschiedlicher Werkzeuge gleichzeitig bearbeiten,
während ein weiteres Werkstück mittels der Werkstückübergabevorrichtung an einen
Werkstückhalter übergeben oder von ihm übernommen wird.
Das Führungselement in wenigstens einem Führungsrohr kann auswechselbar gestaltet sein, um sich
an unterschiedliche Werkstücke anpassen zu lassen. Das Führungselement kann beispielsweise aus
einer Führungsbuchse bestehen, wenn ein Werkstück nur in seinem Endbereich zu bearbeiten ist. Ist
ein langgestrecktes Werkstück auf im wesentlichen seiner ganzen Länge zu bearbeiten, kann das
Führungselement vorteilhafterweise aus einer das Werkstück im wesentlichen auf seiner gesamten,
aus dem Führungsrohr herausragenden Länge unterstützenden, etwa halbseitig offenen
Führungsschiene bestehen. Hierdurch läßt sich das Werkstück einseitig bearbeiten, während es auf
der gegenüberliegenden Seite durch die Führungsschiene abgestützt wird.
Der Werkstückhalter dichtet die Buchse in seiner vorgefahrenen Stellung ab, auch wenn sich kein
Werkstück im Werkstückhalter befindet.
Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
des näheren erläutert. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 einen schematischen Querschnitt durch die erfindungsgemäße
Werkzeugmaschine,
Fig. 2 eine vergrößerte Schnittansicht des Bereichs der Trennwand mit dem
Führungsrohr,
Fig. 3 ein Ausführungsbeispiel eines Verschiebungsantriebs für das Führungsrohr,
Fig. 4 eine Axialansicht eines drehbaren Werkstückwechslers mit sechs Armen und
Fig. 5 eine schematische Ansicht auf die Trennwand in Richtung des Pfeils X in
Fig. 3.
Bei der dargestellten Werkzeugmaschine handelt es sich um eine Schleifmaschine zum Bearbeiten
von Spiralbohrern oder dergleichen, langgestreckten Werkstücken mit fünf Bearbeitungsstationen
und einer Werkstückübergabe und -übernahmestationen. In Fig. 5 sind allerdings nur zwei
Bearbeitungsstationen dargestellt. In der dargestellten Werkzeugmaschine werden Werkstücke
entlang einer waagerechten Achse bearbeitet und axial hin- und herbewegt.
Die Werkzeugmaschine kann jedoch auch mit senkrechten Achsen, wie in der DE 199 26 668 A1
dargestellt, ausgebildet sein.
Die Werkzeugmaschine weist eine übliche Grundplatte 1 mit einem Gehäuse 2, das die wesentlichen
mechanischen Elemente nach außen abdichtet, auf.
Ein weiteres Gehäuse 3 umschließt einen Arbeitsraum 14, in dem ein oder mehrere Werkstücke 34
bearbeitet werden.
Von der Grundplatte 1 ragt eine Trennwand 4 senkrecht hoch, die den Arbeitsraum 14 unter der
Haube 3 vom Maschinenraum unter dem Gehäuse 2 abtrennt. Durch die Trennwand 4 ist ein
dickwandiges Tragrohr 5 geführt, an dessen in den Arbeitsraum 14 ragenden Ende eine Deckplatte 6
befestigt ist. Von dieser Deckplatte 6 ist ein Montagerohr 7 bis zur Trennwand 4 geführt.
An diesem Montagerohr 7 lassen sich verschiedene Bearbeitungswerkzeuge, insbesondere
Schleifspindeln unterschiedlichen Schleifscheiben anordnen. Die Abdeckplatte 6 dient des weiteren
als Träger für wenigstens einen Servomotor 32, dessen Funktion später erläutert wird.
In einer Öffnung in der Trennwand 4 ist eine Linealführung 8 mittels Schrauben 9 befestigt. Auf der
Linearführung 8 kann ein Gleitschuh 10 gleiten, an dem ein Führungsrohr 11 befestigt ist. Die
Öffnung in der Trennwand 4 ist mittels einer Platte 12 verschlossen und weist ihrerseits eine Öffnung
auf, durch die sich das Führungsrohr 11 hin- und herschieben läßt. Zwischen der Platte 12 und dem
Führungsrohr 11 ist eine Gleitdichtung 13 angeordnet.
Am dem Arbeitsraum 14 zugewandten Ende des Führungsrohrs 11 ist im Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 1 eine Führungsbuchse 15 auswechselbar angeordnet. Diese Führungsbuchse 15 dient
dazu, ein Werkstück 34 zu führen und gegenüber dem Inneren des Gehäuses 2 abzudichten. Die
Führungsbuchse 15 ist in ihrer Form und ihren Abmessungen dem jeweils zu bearbeitenden
Werkstück angepaßt und dient beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 dazu, ein Werkstück zu
führen, dessen Endbereich bearbeitet werden soll.
Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 2 ist ein Führungselement in Form einer Führungsschiene 16
dargestellt, die das Werkstück im wesentlichen auf seiner gesamten aus dem Führungsrohr 11
herausragenden Länge unterstützt und etwa halbseitig offen ist, so daß sich das Werkstück 34 in
diesem offenen Bereich bearbeiten läßt.
Um das Führungsrohr 11 axial hin- und herbewegen zu können, ist ein Verschiebungsantrieb
vorgesehen. Hierfür weist das Führungsrohr 11 einen Schlitz 17 auf, der dem Gleitschuh 10 etwa
diametral gegenüberliegt. Ein Zapfen 18 durchquert den Schlitz 17, und diesen Zapfen 18 übergreift
ein Schlitz 21 in einem Schwenkhebel 19, der auf einer Schwenkachse 20 in der Trennwand 4
gelagert ist. Ein weiterer Schlitz 21 befindet sich am anderen Ende des Schwenkhebels 19 und
umgreift einen Zapfen 22 in einem Schlitz 24 einer Schubstange 23. Die Schubstange 23 ist in
Führungsbohrungen 25, 26 geführt und weist an ihrem zum Zapfen 22 entgegengesetzen Ende eine
Kugelumlaufmutter 27 auf. In diese Kugelumlaufmutter 27 greift eine Kugelumlaufspindel 28 ein, die
in einem Radial-Axial-Lager gelagert ist. Die Kugelumlaufspindel 28 ist mittels einer Kupplung 31,
die in einem Gehäuse 30 angeordnet ist, mit dem Servomotor 32 gekuppelt.
Zwischen dem Axial-Radial-Lager 29 und der Führungsbohrung 26 ist ein Faltenbalg 33 angeordnet,
der die Kugelumlaufmutter 27 und die Kugelumlaufspindel 28 gegen Eindringen von Schleifabrieb
und Kühlschmiermittel schützt.
Unter der Haube 2 sind die mechanischen Elemente der Werkzeugmaschine angeordnet. An einer
parallel zur Trennwand 4 senkrecht von der Grundplatte 1 aufragenden Tragplatte 37 sind axial
verschiebbare und drehbare Wellen 36, die jeweils einen Werkstückhalter in Form einer
Spannpatrone 35 tragen, drehbar und axial verschiebbar gelagert. Hinsichtlich der Einzelheiten eines
Axialverschiebungsantriebs 57 und eines Drehantriebs 58 für die Welle 36 sowie des Spannens und
Lösens des Werkstücks 34 in der Spannpatrone 35 wird auf die DE 199 26 668 A1 verwiesen, von
der sich die vorliegende Werkzeugmaschine im übrigen dadurch unterscheidet, daß die Spannpatrone
35 an den Wellen 36 nicht an einem Drehtisch sondern feststehend angeordnet ist und
dementsprechend auch nicht die Kupplungen und Verriegelungselemente vorhanden sind.
Zur Erhöhung der Steifigkeit ist die Tragplatte 37 mittels Schrauben 38 mit dem Tragrohr 5
verschraubt.
Zwischen der Trennwand 4 und der Tragplatte 37 ist ein drehbarer Werkstückwechsler 39
angeordnet. An den freien Enden seiner sechs Arme 45 sind Werkstückgreifer 40 befestigt, die sich
im in einzelnen nicht dargestellter Weise mittels Hydraulik- oder Pneumatik-Kolben-Zylinder-
Einheiten betätigen lassen. Das Betätigungsmedium wird diesen Hydraulik- oder Pneumatik-Kolben-
Zylinder-Einheiten über Drehdurchführungen, ausgehend von Fittings 42, in einer Nabe 46
angeordneten Ringnuten 43 und Fittings 41 zugeführt. An der Nabe 46 sind die sechs Arme 45
befestigt, und die Nabe ist in einem Radial-Axial-Lager 47 am Tragrohr 5 gelagert.
Ein Zahnrad 48 ist an der Nabe 46 befestigt, über das eine Kette 49 gelegt ist, die mit einem weiteren
Zahnrand 50 in Eingriff steht. Das Zahnrand 50 ist an einer Welle 51 befestigt, die über Wälzlager
52 mit Bezug auf die Tragplatte 37 gelagert ist.
Die Welle 51 ist mittels einer Kupplung 53 mit einem Servomotor 54 verbunden, der zum Drehen
und Positionieren des Werkstückwechslers 39 dient.
Eine Werkstückübergabevorrichtung 55 entnimmt unbearbeitete Werkstücke 34, aus einem nicht
dargestellten Werkstückbehälter und bringt es in den Bereich eines Greifers 40 an einem Arm 45,
der mit Bezug auf die Werkstückübergabevorrichtung 55 positioniert ist. Die anderen Greifer 40
befinden sich in einer Stellung, in der ein Werkstück von den Greifern 40 durch eine Spannpatrone
35 abgenommen und übernommen werden kann.
Hierzu befindet sich die Spannpatrone 35 an der Welle 36 an der in Fig. 1 dargestellten Stellung.
Nach Übernahme des Werkstücks 34 wird die Welle 36 mit der Spannpatrone 35 und dem
Werkstück 34 axial in die in Fig. 2 dargestellte Stellung gebracht, in der das Werkstück in den
Arbeitsraum 14 ragt und dabei durch die Führungsschiene 16 einseitig unterstützt ist. Zum
Einarbeiten einer Spiralnut in das Werkstück 34 wird dieses axial entlang der X-Achse hin- und
herbewegt und um die Achse A gedreht. Dabei wird das Führungsrohr 11 mittels des Antriebs 19,
23, 27, 28, 32 synchron mit der Welle 36, der Spannpatrone 35 und dem Werkstück 34 bewegt, so
daß sich das Werkstück 34 bzgl. der Führungsschiene 16 zwar dreht, sich jedoch nicht axial
verschiebt.
In Fig. 5 sind zwei um 120° beabstandete Schleifstationen 56 dargestellt. Es können jedoch beim
dargestellten Ausführungsbeispiel bis zu fünf Bearbeitungsstationen um das Montagerohr 7 herum
angeordnet sein.
Claims (11)
1. Werkzeugmaschine, insbesondere Mehrstationenschleifmaschine zum Herstellen von Bohrern
und ähnlichen, langgestreckten Werkstücken (34) mit
wenigstens einem axial verschiebbaren und drehbaren, mit seinem Axialverschiebungs- und Drehantrieben (57, 58) in einem abgedichteten Gehäuse (2) angeordneten Werkstückhalter (35),
wenigstens einem, in einem abgedichteten Arbeitsraum (14) angeordneten Bearbeitungswerkzeug,
einer dichten Trennwand (4) zwischen dem Gehäuse (2) und dem Arbeitsraum (14),
wenigstens einem, abgedichtet in der Trennwand (4) angeordneten Führungsrohr (11) zur Aufnahme des Werkstückhalters (35) und
Führungselementen für das Werkstück (34) am dem Arbeitsraum (14) zugewandten Ende des Führungsrohrs (11).
wenigstens einem axial verschiebbaren und drehbaren, mit seinem Axialverschiebungs- und Drehantrieben (57, 58) in einem abgedichteten Gehäuse (2) angeordneten Werkstückhalter (35),
wenigstens einem, in einem abgedichteten Arbeitsraum (14) angeordneten Bearbeitungswerkzeug,
einer dichten Trennwand (4) zwischen dem Gehäuse (2) und dem Arbeitsraum (14),
wenigstens einem, abgedichtet in der Trennwand (4) angeordneten Führungsrohr (11) zur Aufnahme des Werkstückhalters (35) und
Führungselementen für das Werkstück (34) am dem Arbeitsraum (14) zugewandten Ende des Führungsrohrs (11).
2. Werkzeugmaschine nach Anspruch 1, bei der das Führungsrohr (11) in der Trennwand (4) mit
tels Präzisionsführungen (8, 10) axial verschiebbar und abgedichtet geführt ist.
3. Werkzeugmaschine nach Anspruch 2, bei der am Führungsrohr (11) ein
Axialverschiebungsantrieb (19, 23, 27, 38, 32) angereift.
4. Werkzeugmaschine nach Anspruch 3, bei der sich die Axialverschiebungsantriebe (57; 19, 23,
27, 28, 32) für den Werkstückhalter (35) und das Führungsrohr (11) während der
Werkstückbearbeitung synchron bewegen.
5. Werkzeugmaschine nach Anspruch 3 oder 4, bei der der Axialverschiebungsantrieb (19, 23,
27, 28, 32) für das Führungsrohr (11) abgedichtet im Arbeitsraum (14) angeordnet ist.
6. Werkzeugmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei der ein Tragrohr (5) durch die
Trennwand (4) geführt ist, dessen in den Arbeitsraum (14) ragender Bereich als Träger für das
wenigstens eine Bearbeitungswerkzeug und den Axialverschiebungsantrieb (19, 23, 27, 28,
32) für das wenigstens eine Führungsrohr (11) ausgebildet ist.
7. Werkzeugmaschine nach Anspruch 6, bei dem ein in das abgedichtete Gehäuse (2) ragender
Bereich des Tragrohrs (5) als Träger für einen drehbaren Mehrstationenwerkstückwechsler
(39) dient und dessen Ende mit einer Tragplatte (37) für den wenigstens einen
Werkstückhalter (35) und dessen Antrieben (57, 58) verbunden ist.
8. Werkzeugmaschine nach Anspruch 7 mit fünf Bearbeitungsstationen und entsprechenden
Bearbeitungswerkzeugen im Bearbeitungsraum 14, fünf Werkstückhaltern (35) und ihren
Antrieben (57, 58) im Gehäuse (2), fünf Führungsrohren (11) in der Trennwand (4) und einem
sechsarmigen Werkstückwechsler (3) im Zwischenraum zwischen der Trennwand (4) und der
Tragplatte (37), wovon jeweils fünf Arme (45) in den Bereich der fünf Werkstückhalter (35)
zur Übergabe oder Übernahme eines Werkstücks (34) und ein Arm (45) in den Bereich einer
Werkstückübergabevorrichtung (55) bewegbar sind.
9. Werkzeugmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 8, bei dem das Führungselement (15, 16)
im Führungsrohr (11) auswechselbar angeordnet ist.
10. Werkzeugmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 9, bei dem das Führungselement (15) aus
einer Führungsbuchse besteht.
11. Werkzeugmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 9, bei dem das Führungselement (16) aus
einer das Werkstück (34) im wesentlichen auf seiner gesamten, aus dem Führungsrohr (11)
herausragenden Länge unterstützenden, etwa halbseitig offenen Führungsschiene besteht.
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