DE10100651B4 - Verschluss - Google Patents
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Abstract
Innenseitig
auf einem Türblatt
oder dergleichen anschlagbarer Verschluss mit einem von einem Schließzylinder
(1) zu betätigenden
Antriebsorgan für ein
oder mehrere Riegelorgane (2), die in zugeordnete Riegeleintrittsöffnungen
(3) eines rahmenseitigen Gegenschließteiles (4) eintreten, dadurch
gekennzeichnet, dass das Riegelorgan mindestens zwei parallele,
jeweils auf einem Führungsdorn
(5) verschiebliche drehbare Rohre (2) ausbildet.
Description
- Die Erfindung betrifft einen innenseitig auf einem Türblatt oder dergleichen anschlagbaren Verschluss mit einem von einem Schließzylinder zu betätigenden Antrieb für einen oder mehrere Riegelorgane, die in zugeordnete Riegeleintrittsöffnungen eines rahmenseitigen Gegenschließteiles eintreten.
- Derartige Verschlüsse sind beispielsweise als Baskül-Verschlüsse oder Querriegelverschlüsse im Stand der Technik bekannt. Beispielsweise zeigt die
DE 38 29 864 einen Verschluss mit gegengerichtet verlagerbaren Treibstangen. - Die
DE 1 114 722 beschreibt ebenfalls einen Verschluss mit einem Antrieb, welcher über eine Schubstange einen Riegel austreiben kann, der in eine Eintrittsöffnung eines Gegenschließteils einfährt. Der Riegel ist als Rundriegel gestaltet. Die Eintrittsöffnung als Rohr. - Die
beschreibt einen Baskül-Verschluss mit mehreren, von einem zentralen Zahnrad über Antriebsschieber antreibbare Riegelelementen.FR 1.269.754 - Die
DE 21 42 085 beschreibt eine Kupplungsvorrichtung an Getriebestangen an Fenstern oder Türen, so dass diese längeneinstellbar sind. - Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, einen gattungsgemäßen Verschluss sicherheitstechnisch zu verbessern.
- Gelöst wird die Aufgabe durch die in den Ansprüchen angegebene Erfindung.
- Der Anspruch sieht zunächst und im Besonderen vor, dass das Riegelorgan mindestens zwei parallele, jeweils auf einem Führungsdorn verschiebliche drehbare Rohre ausbildet. Das Riegelorgan ist jetzt mindestens ein Zwillingsriegel. Zufolge der Drehbarkeit der Rohre ist der Angriff einer Säge erschwert. In einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die beiden Rohre in ihrem rückwärtigen Bereich jeweils eine umlaufende Nut aufweisen, wobei in jeder Nut ein Antriebsjoch eingreift, welches am Ende einer Schubstange sitzt, die vom Antrieb hin und her verlagerbar ist. Zufolge dieser Ausgestaltung ist eine einfache Bewegungsübertragung von dem Antriebsorgan auf das Riegelorgan möglich. In einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung hat das Joch zwei halbkreisförmige Aufnahmekehlen, die in die Nuten eingreifen. Die beiden Rohre werden bevorzugt von einer U-förmigen Grundplatte gelagert. Der U-Steg kann dabei mit dem Türblatt befestigbar sein. Die beiden U-Schenkel dienen zur Lagerung. Der rückwärtige Schenkel trägt die beiden Dorne. Die beiden Dorne können drehbar am rückwärtigen Schenkel befestigt sein. Die den rückwärtigben Schenkeln gegenüberliegenden vorderen Schenkeln bilden Führungsöffnungen für die Rohre. Die Dorne reichen bis in diese Führungsöffnungen hinein, jedoch nicht über die Führungsöffnungen hinaus. Die Länge der Rohre entspricht im Wesentlichen der Länge der Führungsdorne. Das Gegenschließteil bildet zwei parallel zueinanderliegende rohrförmige Öffnungen aus. Diese Öffnungen sind hohlzylinderförmige Eintrittsöffnungen. Für die beiden Rohre. Die Rohre liegen in diesen hohlzylinderförmigen Öffnungen mit einem gleichbleibenden Wandabstand. Dies erschwert ein gewaltsames Aufbrechen der Riegel, da sie Z-förmig gebogen werden müssen. Die Schubstangen zum Antrieb des Riegelorganes ist zweiteilig ausgebildet. Es handelt sich um zwei ineinander schiebbare Rundkörper, so dass eine Längeneinstellung möglich ist. Das Antriebsorgan besitzt bevorzugt zwei jeweils in entgegengesetzte Richtungen durch Betätigung des Schließzylinders verlagerbare Antriebsschieber. Diese können Verzahnungen aufweisen, die mit einem Zahnkranz kämmen, der von einem Schließzylinder antreibbar ist. Das Schließglied des Schließzylinders kann in dem Antriebszahnrad zugeordnete Tourenausnehmungen eingreifen, um den Antriebszahnkranz vor- oder zurück zu drehen. Zwischen den Tourenausnehmungen befinden sich Sperröffnungen, in welche ein Sperrfortsatz einer Zuhaltung eintreten kann. Diese Zuhaltung wird vom Schließglied des Schließzylinders ausgehoben. Die Zuhaltung kann sich in Parallelrichtung zur Verlagerungsrichtung der Antriebsschieber verlagern. Die Antriebsschieber können endseitig ein gekröpftes Ende aufweisen. Dieses Ende kann ein Schlitz besitzen. Durch diesen Schlitz kann eine Verbindungsschraube greifen, um die Antriebsschieber mit den Schubstangen zu kuppeln. Der Verschluss kann sowohl als Querriegel verwendet werden, dann haben die beiden in entgegengesetzte Richtung ausfahrenden Schubstangen eine kurze Länge, oder als Stangenriegelverschluss, dann wird der Verschluss in vertikaler Anordnung auf einem Türblatt befestigt. Die Schubstangen sind dann länger. Antriebsorgan und Riegelorgan können jeweils getrennten Gehäuse zugeordnet sein. Die jeweils zugehörigen Grundplatten können von Abdeckhauben überfangen sein. Es ist aber auch möglich, dass aller Organe von einer einzigen Abdeckhaube überfangen werden. Es kann sich hierbei um eine individuell ablängbare Abdeckhaube handeln.
- Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand beigefügter Zeichnungen erläutert. Es zeigen:
-
1 in der Draufsicht mit abgenommenen Gehäusedeckeln, das Ausführungsbeispiel in der verriegelten Stellung, -
2 eine Darstellung gemäß1 in der geöffneten Stellung, -
3 ein Schnitt gemäß der Linie III-III in1 , -
4 ein Schnitt gemäß der Linie IV-IV in2 , -
5 ein Schnitt gemäß der Linie V-V in6 , -
6 eine vergrößerte Darstellung auf das Antriebsorgan in einer Verriegelungsstellung, -
7 eine Darstellung gemäß6 mit gedrehtem Schließzylinder in Richtung Öffnungsstellung und -
8 eine Bewegungsfolgedarstellung der7 mit eintourig zurückverlagertem Riegeln. - Der Verschluss besteht aus einem Antriebsorgan
10 , dass einem separatem Gehäuse zugeordnet ist, und zwei Riegelgehäusen14 , in welchen jeweils ein Zwillingsriegel2 verschieblich gelagert ist. Jedem Riegelgehäuse14 ist ein Gegenschließteil4 zugeordnet. Die als drehbare Rohre2 ausgebildeten Riegel können zweitourig durch Betätigung eines Schließzylinders1 , der dem Antriebsorgan10 zugeordnet ist ausgefahren werden, dabei treten die Riegelrohre2 in Riegeleintrittsöffnungen3 des Gegenschließteiles4 ein. Die Riegeleintrittsöffnungen3 des Gegenschließteiles4 sind hohlzylinderförmige Öffnungen. Sie sind insbesondere Durchgangsöffnungen. - Jedes der beiden Riegelgehäuse
14 besitzt eine U-förmige Grundplatte12 . Der U-Steg bildet den Boden, welcher an einem Türblatt anschraubbar ist. Die beiden beabstandet voneinander liegenden Schenkel der U-förmigen Grundplatte lagern die Riegelrohre2 . Der rückwärtige Lagerschenkel12''' lagert zwei parallel zueinander sich erstreckende Dorne5 . Diese Dorne5 ragen in die Höhlungen der Riegelrohre2 , welche durch Führungsöffnungen13 des Lagerschenkels12''' hindurchtreten. Die Dorne5 sind ebenso wie die Rohre2 drehbar. - Im rückwärtigen Bereich besitzen die beiden parallel zueinander liegenden Riegelrohre
2 jeweils eine umlaufende Nut6 . In diese umlaufende Nut6 greift eine Kehle11 eines Antriebsjochs7 ein. Das Antriebsjoch7 erstreckt sich somit zwischen den beiden Riegelrohren2 . In der Mitte des Antriebsjoches7 greift die Schubstange8 an. Sie ist dort mit dem Antriebsjoch7 verschraubt. Die Schubstange8 steckt in einer durchmessergrößeren Schubstange9 und ist mittels der Verschraubung26 längenverstellbar fixierbar. Das Ende der Schubstange9 ist mittels einer Schraube23 mit einer Abkröpfung eines Antriebsschiebers15 lösbar verschraubt. Die Schubstange9 durchgreift eine Öffnung des Lagerschenkels12''' . - Der Antriebsschieber
15 bildet an seiner Abkröpfung einen Schlitz24 aus, durch den die Schraube23 tritt. Die beiden Enden des in seinem mittleren Bereich eine Verzahnung16 aufweisenden Antriebsschiebers15 sind gleichgestaltet, so dass die Schubstangen9 wahlweise mit einem der beiden sich gegenüberliegenden, in entgegengesetzte Richtung verlagerbaren Antriebsschieber15 verbindbar sind. In die Verzahnungen16 , die aufeinander zuweisen, greift die Außenverzahnung eines Zahnkran zes17 ein. Dieser Zahnkranz17 sitzt in einem zentralen Lagergehäuse, welches auch den Schließzylinder1 aufnimmt. Das zentrale Lagergehäuse hat darüber hinaus eine Zuhaltungsplatte22 , die sich in Parallelrichtung zur Verlagerungsrichtung des Antriebsschiebers15 von dem Schließglied18 des Schließzylinders1 verlagern lässt. Die Zuhaltungsplatte22 besitzt einen Sperrfortsatz21 , der in eine Sperröffnung20 des Zahnkranzes eingreift, um die Drehung, des Zahnkranzes17 zu verhindern. Bei Verlagerung des Schließgliedes18 wird der Sperrfortsatz21 aus der Sperröffnung20 gehoben. Das Schließglied18 greift dabei in eine Tourenausnehmung19 des Zahnkranzes17 ein, um ihn zu verdrehen. Zwischen jeweils einer Tourenausnehmung19 liegt eine Sperröffnung20 , so dass sich Tourenausnehmungen19 und Sperröffnungen20 in Umfangsrichtung abwechseln. - Alle offenbarten Merkmale sind (für sich) erfindungswesentlich. In die Offenbarung der Anmeldung wird hiermit auch der Offenbarungsinhalt der zugehörigen/beigefügten Prioritätsunterlagen (Abschrift der Voranmeldung) vollinhaltlich mit einbezogen, auch zu dem Zweck, Merkmale dieser Unterlagen in Ansprüche vorliegender Anmeldung mit aufzunehmen.
Claims (14)
- Innenseitig auf einem Türblatt oder dergleichen anschlagbarer Verschluss mit einem von einem Schließzylinder (
1 ) zu betätigenden Antriebsorgan für ein oder mehrere Riegelorgane (2 ), die in zugeordnete Riegeleintrittsöffnungen (3 ) eines rahmenseitigen Gegenschließteiles (4 ) eintreten, dadurch gekennzeichnet, dass das Riegelorgan mindestens zwei parallele, jeweils auf einem Führungsdorn (5 ) verschiebliche drehbare Rohre (2 ) ausbildet. - Verschluss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Rohre (
2 ,3 ) in ihrem rückwärtigem Bereich jeweils eine umlaufende Nut (6 ) aufweisen, wobei in jeder Nut ein Antriebsjoch (7 ) eingreift, welches am Ende einer Schubstange (8 ,9 ) sitzt, die vom Antriebsorgan (10 ) hin und her verlagerbar ist. - Verschluss nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die umlaufende Nut (
6 ) jeweils in einer halbkreisförmigen Aufnahmekehle (4 ) des Jochs (7 ) liegt. - Verschluss nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Rohre (
2 ,3 ) von einer U-förmigen Grundplatte (12 ) gelagert werden, wobei der U-Steg (12' ) mit dem Türblatt befestigbar ist und am rückwärtigen U-Schenkel (12''' ) die Dorne (5 ) insbesondere drehbar befestigt sind, die sich bis zum anderen U-Schenkel (121 ) erstrecken, welcher Führungsöffnungen (13 ) aufweist für die Rohre. - Verschluss nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohre (
2 ) etwa so lang sind wie die Führungsdorne (5 ). - Verschluss nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gegenschließteil (
4 ) für jedes in das Gegenschließteil (4 ) eintretende Rohr eine hohlzylinderförmige Eintrittsäffnung (3 ) aufweist derart, dass das in die Eintrittsäffnung eingetretene Rohr (2 ) dort über die gesamte Eintrittsöffnungstiefe einen gleichbleibenden Wandabstand besitzt. - Verschluss nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die das Riegelorgan (
2 ) tragende Grundplatte (12 ) einem zugeordneten, in unterschiedlicher Abstandslage zu einem Antriebsorgan (10 ) am Türblatt befestigbaren Riegelgehäuse (14 ) zugeordnet ist. - Verschluss nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schubstange (
8 ,9 ) aus zwei ineinander geschobenen, in verschiedenen Einschubstellung fixierbaren Rundkörpern besteht. - Verschluss nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebsorgan (
10 ) zwei in jeweils entgegengesetzte Richtungen durch Betätigung des Schließzylinders verlagerbare Antriebsschieber (15 ) aufweist. - Verschluss nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsschieber (
15 ) jeweils aufeinander zuweisende Verzahnungen (16 ) aufweisen, die mit ein und demselben vom Schließzylinder (1 ) antreibbaren Zahnkranz (17 ) kämmen. - Verschluss nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schließglied (
18 ) des Schließzylinders (1 ) in dem Antriebszahnkranz (17 ) zugeordnete Tourenausnehmungen (19 ) eingreift, um den Antriebszahnkranz (17 ) vor- oder zurückdrehen. - Verschluss nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch zwischen den Tourenausnehmungen (
19 ) angeordnete Sperröffnungen (20 ) zum Eintritt eines Sperrfortsatzes (21 ) eines parallel zur Verlagerungsrichtung des Antriebsschiebers (15 ) verlagerbaren Zuhaltung (22 ). - Verschluss nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsschieber (
15 ) jeweils endseitig Kupplungsmittel (23 ) zum Kuppeln mit den Schubstangen (9 ) aufweisen. - Verschluss nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplungsmittel (
23 ) insbesondere schlitzoffene Bohrungen (24 ) sind, durch welche eine Verbindungsschraube (22 ) greift.
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| DE10100651A1 DE10100651A1 (de) | 2002-07-11 |
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