DE10100583A1 - Fußbodenelement und Verfahren zu dessen Herstellung - Google Patents
Fußbodenelement und Verfahren zu dessen HerstellungInfo
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Abstract
Offenbart ist ein Fußbodenelement und ein Verfahren zu dessen Herstellung, bei dem eine Deckschicht auf einer Unterschicht mit einer Vielzahl von parallel angeordneten Leisten aufgebracht ist. Die Leisten sind schräg zu den Stirn- und Längskanten des Fußbodenelementes angestellt, so daß die an der Stirnseite angeordneten Nut-/Federelemente eine höhere Biegefestigkeit als bei herkömmlichen Fußbodenelementen aus Vollholzunterschicht aufweisen.
Description
Die Erfindung betrifft ein Fußbodenelement gemäß dem
Oberbegriff des Patentanspruchs 1, ein Verfahren zur Her
stellung eines derartigen Fußbodenelementes und ein Zwi
schenprodukt, das bei dem erfindungsgemäßen Verfahren
anfällt.
Üblicherweise haben derartige Fußbodenelemente, bei
spielsweise Parkettböden gemäß www.hamberger.de, einen 2-
oder 3-Schichtaufbau, wobei eine aus Edelholz hergestellte,
möglicherweise versiegelte Deckschicht auf eine die Form
stabilität des Bodens bestimmenden Unterschicht aufgeleimt
ist. Diese Unterschicht besteht bei hochwertigen Parkettbö
den aus einer Vielzahl von quer zur Längskante einer Par
kettfußbodendiele angeordneten Massivholzleisten, die
beispielsweise aus Fichte oder einem sonstigem Holz herge
stellt sind. Bei dreischichtigen Böden ist auf dieser aus
parallelen Leisten bestehenden Unterschicht auflageseitig
noch ein Rückzugfurnier aufgebracht, das die Form- und
Handlingsstabilität auch bei schwierigen Umweltbedingungen,
beispielsweise bei einer Verlegung in stark beanspruchten,
der Feuchtigkeit ausgesetzten Bereichen weiter erhöht.
Diese Dielen haben an ihrer Längsseite und stirnseitig
Nuten bzw. Federn, über die die Relativposition der verleg
ten Fußbodenelemente gewährleistet ist.
Problematisch bei diesen Böden ist, daß insbesondere
die stirnseitig angebrachte Feder wegen der Belastung quer
zur Faser sehr leicht brechen können, so daß bei hochwerti
gen Böden in die stirnseitigen Feder- und Nutwangen zusätz
liche Einlagen aus HDF oder Hartholz eingebracht werden
müssen. Eine zusätzliche Schwierigkeit besteht darin, daß
die Leisten der Unterschicht parallel zu den stirnseitigen
Schnittflächen angeordnet sind, so daß beim Ablängen der
Parkettdielen darauf geachtet werden muß, daß der Schnitt
nicht ungünstig in die Lücke zwischen zwei benachbarten
Leisten fällt, da dann stirnseitig keine Nut-
/Federverbindung ausgebildet werden kann.
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
ein Fußbodenelement und ein Verfahren zum Herstellen eines
Fußbodenelementes zu schaffen, bei dem die Festigkeit der
Nut-/Federverbindung bei minimalem verfahrenstechnischen
Aufwand verbessert ist.
Diese Aufgabe wird hinsichtlich des Fußbodenelementes
durch die Merkmale des Patentanspruches 1 und hinsichtlich
des Verfahrens durch die Merkmale des Patentanspruchs 6
gelöst. Bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfah
rens fällt ein Zwischenprodukt in Form eines Schichtaufbaus
an, der ebenfalls Teil der Erfindung ist.
Erfindungsgemäß verlaufen die Leisten der Unterschicht
nicht parallel zur Stirnfläche sondern sind schräg dazu
angestellt, so daß keinerlei Beschränkung hinsichtlich der
Ablängungs-Position der Fußbodendielen vorliegt, da durch
die Schräganstellung der Leisten stets genügend Material
verbleibt, um auch stirnseitig eine Nut-/Federverbindung
auszubilden. Durch die Schräglage der Leisten der Unter
schicht wird vermieden, stark unterschiedliche Biegefestig
keiten in der Längsachse und der Querachse der Fußboden
diele erzeugt werden. Bei herkömmlichen Parkettdielen mit
parallel zu den Stirnkanten verlaufenden Leisten liegen die
Fasern der Mittelschicht im wesentlichen parallel zu den
Stirnkanten, so daß die Biegefestigkeit in der Querachse,
d. h.. im Bereich der stirnseitigen Nut- und Federwangen
wesentlich geringer als die Biegefestigkeit in Längsachse
der Faserorientierung, d. h. im Bereich der längsseitigen
Nut-/Federwangen ist. Durch die Schräganstellung der Fasern
mit Bezug zu den Stirnseiten wird somit die Biegefestigkeit
in den stirnseitigen Bereichen wesentlich erhöht, so daß
auf zusätzliche Einlagen verzichtet werden kann.
Bei ersten Versuchen stellte sich heraus, daß ein An
stellwinkel zwischen 3° und 30° vorzugsweise etwa 15° mit
Bezug zu den Stirnseiten vorteilhaft ist.
Der erfindungsgemäße Boden kann als 2-Schichtboden oder
als 3-Schichtboden mit einer auflageseitigen Rückzugschicht
ausgebildet sein.
Die Erfindung läßt sich bei Parkettböden einsetzen -
ist prinzipiell jedoch auch bei anderen Fußbodenarten
verwendbar.
Die Herstellung des erfindungsgemäßen Fußbodenelementes
ist besonders einfach, wenn zunächst in einer ersten Ar
beitsabfolge ein die Unterschicht bildendes Brett gefertigt
wird, in dessen Großflächen eine Vielzahl von parallel zur
Längsachse und zur Faserorientierung verlaufende Schlitze
ausgebildet sind. Jeweils zwei beidseitig eingebrachte
Schlitze liegen in einer Schlitzebene und sind dabei durch
einen Trennsteg in der Mittelebene des Brettes voneinander
getrennt.
Das derart oberflächenbearbeitete Brett wird in einem
folgendem Arbeitsgang gekappt, wobei der Trennschnitt
jeweils in einem Winkel zur Brettlängsachse und somit auch
zu den Schlitzen liegt.
Die entstehenden Segmente werden dann mit Ihren Trenn
flächen aneinander gereiht und beidseitig mit einer Deck
schicht versehen. Es entsteht ein Zwischenprodukt in Form
eines Schichtaufbaus, bestehend aus zwei aussenseitigen
Deckschichten und einer beidseitig geschlitzten Mittel
schicht, die durch die Trennstege zusammengehalten wird. In
einem weiteren Arbeitsgang wird dieser Schichtaufbau ent
lang der Trennstege getrennt, so daß aus dem Zwischenpro
dukt zwei 2-schichtige Fußbodenrohlinge entstehen, die bei
der weiteren Verarbeitung nur noch kalibriert und stirn-
und längsseitig mit Nuten bzw. Federn ausgebildet werden
müssen.
Ein besonderer Vorteil dieser Vorgehensweise besteht
darin, daß die Handhabung der Leisten wesentliche verein
facht ist, da diese aus einem einzigen Brett gefertigt
werden und während des gesamten Produktionsprozesses ihre
Pelativposition beibehalten, während bei den herkömmlichen
Verfahren die einzelnen Leisten über komplexe Handlingsge
räte abgelängt und zueinander beabstandet gehalten werden
mußten. Durch einfache Änderung des die Schlitze erstellen
den Werkzeuges können unterschiedliche Schlitzgeometrien
ausgebildet werden, so daß die Anlage sehr schnell umgerü
stet werden kann.
Vorteilhaft ist desweiteren, daß durch kleinere Äste
bzw. Astlöcher im Brett praktisch kein Ausschuß auftritt,
da die Leisten vor dem Aufbringen der Deckschichten durch
den Mittelsteg und nach dem Aufbringen der Deckschichten
und dem Entfernen des Mittelstegs durch die aufgeleimten
Deckschichten miteinander verbunden sind. Bei den bisher
bekannten Lösungen mußten die durch Astlöcher verursachten
Ausschußleisten entweder mit großem Aufwand automatisch
oder von Hand aussortiert werden, um einer Störung der
Anlage vorzubeugen.
Das erfindungsgemäße Verfahren bietet sich für eine
kontinuierliche Herstellung an, wobei bei einem besonders
bevorzugten Ausführungsbeispiel die aneinander gereihten
Segmente aus einer Horizontallage in eine Vertikallage
gebracht und mit den ebenfalls in Vertikallage angeordneten
Deckschichten versehen werden, über die die einzelnen
Segmente miteinander verbunden sind.
Sonstige vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung
sind Gegenstand der weiteren Unteransprüche.
Im folgenden wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel
der Erfindung anhand schematischer Zeichnungen näher erläu
tert. Es zeigen:
Fig. 1 drei Ansichten eines als Parkettdiele ausge
führten erfindungsgemäßen Fußbodenelementes;
Fig. 2 eine Ansicht eines bei der Herstellung einer
Parkettdiele gemäß Fig. 1 verwendeten Bretts;
Fig. 3 einen Schnitt durch ein Zwischenprodukt in Form
eines Mehrschichtaufbaus und
Fig. 4 ein Anlagenschema zur Durchführung eines Ver
fahrens zu Herstellung eines Fußbodenelementes gemäß Fig.
1.
Fig. 1 zeigt drei Ansichten einer Diele 1 eines Par
kettbodens, der im Stab-Design ausgeführt ist. Eine derar
tige Diele hat eine Deckschicht 2, die aus einem Edelholz,
wie beispielsweise Eiche, kanadisches Ahorn etc. herge
stellt ist. Beim Stab-Design besteht diese Deckschicht 2
aus einer oder einer Vielzahl von Lamellen 4, die ein- oder
mehrreihig hintereinanderliegend angeordnet sein können.
Selbstverständlich sind auch andere Designformate, wie
beispielsweise Schiffsboden oder eine Landhausdiele im
Sinne der Erfindung herstellbar.
Wie insbesondere aus den Fig. 1c und 1b hervorgeht,
ist die aus Lamellen 4 bestehende Deckschicht 2 auf einer
Unterschicht 6 aufgebracht, die aus einer Vielzahl von im
Parallelabstand zueinander stehenden Leisten 8 besteht.
Zwischen zwei benachbarten Leisten 8a, 8b verbleibt ein
Schlitz 10, dessen Längsachse mit einem Winkel α zur Stirn
seite der Diele 1 angestellt ist. Dieser Winkel α liegt im
Bereich zwischen 3 und 30° - beim dargestellten Ausführungsbeispiel
wurde ein Winkel von 15° gewählt. Prinzipiell
ist jedoch jeder beliebige Anstellwinkel wählbar. Beim
dargestellten Ausführungsbeispiel beträgt die Breite der
Schlitze 10 etwa 2 mm und die Breite der Leisten etwa 8-
20 mm.
An den beiden Längsseiten 12, 14 und den Stirnseiten
16, 18 sind entweder eine Nut 20 oder eine Feder 22 ausge
bildet, die im verlegten Zustand zur Lagepositionierung der
Dielen ineinander greifen. Diese Nut-/Federverbindung ist
bei dem dargestellten Zweischicht-Parkett in der durch die
beabstandeten Leisten 8 ausgebildeten Unterschicht vor
gesehen.
Der Anstellwinkel α der Leisten 8 ist so gewählt, daß
in den stirnseitigen Bereichen zumindest ein Schlitz 10
mündet, so daß auch in dem Fall, wenn eine der Leisten 8
beim Ablängen oder Verlegen der Dielen bricht, noch eine
Nut-/Federverbindung über die benachbarte Leiste gewährlei
stet ist.
Wie Fig. 1b entnehmbar ist, sind die Fasern 24 im we
sentlich parallel zu der Längsachse der Leisten und damit
zu den Schlitzen 10 ausgerichtet. Durch die Schrägstellung
wird erreicht, daß auch die Fasern etwa um den Winkel α
schräg zu den Stirnflächen angestellt sind, so daß die
Biegefestigkeit im Stirnflächenbereich der Diele 1 nicht
durch die geringe Festigkeit in Querrichtung der Fasern
sondern durch eine höhere, zwischen der Festigkeit in
Querrichtung und Längsrichtung liegenden Festigkeit be
stimmt ist.
In Fig. 4, auf die bereits jetzt Bezug genommen sei,
ist ein stark vereinfachtes Anlagenschema zur Herstellung
einer derartigen Diele 1 dargestellt.
Zunächst wird ein vorgefertigtes Brett 26,
beispielsweise mit einer Länge von ca. 4 m einer Breite von
vorzugsweise zwischen 100 und 200 mm in einer Hobel- und
Sägestation 28 auf die zur Ausbildung der Unterschicht 8
erforderliche Brettstärke von beispielsweise von 19 mm
abgehobelt. Nach der Bearbeitung der Großflächen und Um
fangskanten in der Hobel- und Sägestation werden die Groß
flächen 30 - wie in Fig. 2 angedeutet - beidseitig mit
einer Vielzahl von parallel zu den Längskanten 32 des
Brettes 26 verlaufenden Schlitzpaaren 10a, 10b versehen.
Wie sich aus der in Fig. 2 eingezeichneten Seitenansicht
des Brettes 26 ergibt, verbleibt zwischen sämtlichen
Schlitzpaaren 10a, 10b ein Trennsteg 34, so daß das Brett
26 nicht durch die Schlitze 12 durchsetzt ist.
Dieses geschlitzte Brett wird dann in einer Kappstation
36 in Segmente 38a, 38b . . . geteilt, wobei der Trennschnitt
40 nicht quer zur Längsachse sondern in einem Anstellwinkel
erfolgt, der dem Winkel α aus Fig. 1 entspricht. Durch
diese schräg verlaufenden Trennschnitte 40 werden Segmente
38a, 38b . . . mit parallelogrammförmigen Großflächen erhal
ten, deren Länge 1 wesentlich geringer als die Gesamtlänge
des ursprünglichen Brettes 26 ist.
Aufgrund des schräg verlaufenden Trennschnitts 40 sind
sowohl die Schlitze 12 als auch die in Fig. 2 angedeutete
Faserrichtung 24 um den Winkel (90°-α) mit Bezug zu der
entstehenden Trennkante 42 angestellt.
Gemäß dem Anlagenschema in Fig. 4 laufen die auf einem
Förderband oder einer sonstigen Fördereinrichtung 44 trans
portierten Segmente 38 mit ihrer in Fig. 4 unten liegenden
Trennkante 42 auf eine Umlenkung 46 auf und werden dabei um
den Winkel α gekippt und über ein rechtwinklig zum Förder
band 44 angeordnetes weiteres Förderband 48 in der Darstel
lung gemäß Fig. 4 nach rechts transportiert. Das weitere
Förderband 44 ist so eingestellt, daß die einzelnen Segmente
38a, 38b mit ihren vormals durch die Längskante 32 des
Brettes 26 gebildeten Stirnflächen aneinander liegen und
seitlich entlang der Trennkanten 42 geführt sind. D. h., die
Länge der Segmente 38 auf dem weiteren Förderband 48 ent
spricht etwa der Breit des Brettes 26. Die Längskanten 32
der Segmente verlaufen somit parallel zu den Schlitzen 12
und sind um den Winkel α mit Bezug zur Förderrichtung Y
schräg angestellt.
Die entlang der Längskanten 32 aneinanderliegenden Seg
mente 38a, 38b . . . laufen dann in eine Wendeeinrichtung 50
ein, in der sie aus der dargestellten Horizontalposition um
90° in eine Vertikalposition (senkrecht zur Zeichenebene
gemäß Fig. 4) gebracht werden, in der der Trennsteg 34
jedes Segments 38 ebenfalls senkrecht zur Zeichenebene
angeordnet ist.
Hinter der Wendestation 50 ist ein Lamellenmagazin 52
für die einzelnen Lamellen 4 der Deckschicht 2 angeordnet.
Aus dem beidseitig des Förderbandes 48 angeordneten Lamel
lenmagazin 52 werden zwei Lamellen 4 entnommen, mit einem
geeigneten Kleber in einer Kleberauftragsstation 54
beschichtet und ebenfalls um 90° gedreht, so daß sie
parallel zu den Segmenten 38a, 38b verlaufen und auf die
geschlitzten Großflächen der Segmente 38a, 38b aufgesetzt.
Dieser Mehrschichtaufbau wird dann über eine Einzugsein
richtung 56 abgezogen und einer Presse 58 zugeführt, in der
der Mehrschichtaufbau je nach Kleberart kalt- oder evtl.
auch mit Hochfrequenz oder anderen Harzmedien warmgepreßt
wird, so daß am Ende ein Zwischenprodukt erhalten wird, wie
es in Fig. 3 dargestellt ist. Dieses Zwischenprodukt
besteht im wesentlichen aus einer Mittelschicht, die durch
die aneinander gereihten Segmente 38 gebildet ist und auf
deren geschlitzten Großflächen die Deckschicht 2 aufge
bracht ist, die bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
jeweils durch eine Lamelle 4 gebildet ist. Je nach Design
kann diese Deckschicht 4 jedoch auch durch mehrere, vorher
miteinander verbundene Lamellen ausgebildet werden.
Der Schichtaufbau wird mittig durch die Trennstege 34
zusammengehalten. Der so entstandene "Doppelpressling" wird
dann mit einer weiteren Säge 60 abgelängt und entweder
zwischengelagert oder einem weiteren Bearbeitungsschritt
zugeführt in dem der mittige Trennsteg 34 mittels einer
weiteren Sägestation durchtrennt wird, so daß nach diesem
Verarbeitungsschritt der Doppelpressling in zwei Rohdielen
1 geteilt wird, die dann nur noch einer Kalibrierung und
einer weiteren Bearbeitung der Umfangskanten zur Ausbildung
der Nut-/Federelemente bedürfen. Die letzten Schritte
unterscheiden sich nicht von denjenigen bei herkömmlichen
Parkettböden, so daß auf diesbezügliche Beschreibung ver
zichtet wird.
Das erfindungsgemäße Verfahren zeichnet sich durch eine
hohe Effektivität aus, wobei das Handling der im Parallel
abstand angeordneten Leisten wesentlich einfacher als bei
herkömmlichen Lösungen ist, da die Relativposition der
Leisten während des gesamten Fertigungsvorgangs entweder
durch den Trennsteg oder die aufgeleimte Deckschicht vorbe
stimmt ist.
Die Breite der Leisten 8 und die Länge der Dielen läßt
sich auf einfache Weise über die Maschinensteuerung ein
stellen, ohne daß es langer Umrüstungen wie beim Stand der
Technik bedarf. Durch die Schägstellung ist gewährleistet,
daß die stirnseitige Nut-/Federverbindung mit einer guten
Biegefestigkeit ausgeführt werden kann, so daß die Bruchge
fahr beim Verlegen gegenüber herkömmlicher Lösungen mini
miert ist. Durch die erhöhte Biegefestigkeit über die
Querachse (Faser) infolge der Schräglage der Leisten kann
auf eine Rückzugschicht verzichtet werden, so daß gegenüber
herkömmlichen Lösung mit vergleichbarer Festigkeit eine
Leimfuge eingespart wird.
Die vorbeschriebene Verfahrensführung ermöglicht es,
unterschiedliche Brettbreiten zu verarbeiten, da die die
Breite der Diele bestimmende Länge 1 der Segmente alleine
durch den Schnitt in der Kappstation 36 vorgegeben ist.
Durch die Verfahrensführung ist ein exakter Leistenabstand
gewährleistet.
Wie bereits eingangs erwähnt, kann der erfindungsgemäße
Fußbodenaufbau auch bei anderen Designs, wie beispielsweise
Schiffsboden, Landhausdielen etc. eingesetzt werden, wobei
prinzipiell auch Böden mit einer Kunststoffdeckschicht oder
sonstiges herstellbar sind.
Selbstverständlich kann der erfindungsgemäße Fußboden
mt den schräggestellten Leisten auch auf herkömmlicher
Weise mit per Handlingsgerät auf Abstand gehaltenen Leisten
hergestellt werden. Prinzipiell ist es auch möglich, die
Unterschicht nur einseitig zu schlitzen, so daß die Leisten
durch einen dünnen stehenbleibenden Teil der Unterschicht
gehalten und dann auf diesen stehenbleibenden Teil die
Deckschicht aufgebracht wird.
Offenbart ist ein Fußbodenelement und ein Verfahren zu
dessen Herstellung, bei dem eine Deckschicht auf einer
Unterschicht mit einer Vielzahl von parallel angeordneten
Leisten aufgebracht ist. Die Leisten sind schräg zu den
Stirn- und Längskanten des Fußbodenelementes angestellt, so
daß die an der Stirnseite angeordnete Nut-/Federelemente
eine höhere Biegefestigkeit als bei herkömmlichen Fuß
bodenelementen aufweisen.
Claims (11)
1. Fußbodenelement mit einer Deckschicht (2) und einer aus
Holz gefertigten Unterschicht (6), die eine Vielzahl
von parallel angeordneten Leisten (8) hat, wobei an
Stirnseiten (16, 18) und Längsseiten (12, 14) der Un
terschicht (6) jeweils eine Nut (20) oder eine Feder
(22) ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die
Leisten (8) und/oder die mittlere Faserrichtung der
Leisten (8) zumindest zur Stirnseite (16, 18) schräg
angestellt sind.
2. Fußbodenelement nach Patentanspruch 1, wobei der An
stellwinkel (2) zwischen 3° und 30° vorzugsweise 15°
beträgt.
3. Fußbodenelement nach einem der vorhergehenden Patentan
sprüche, mit einer auflageseitigen Rückzugschicht.
4. Fußbodenelement nach einem der vorhergehenden Patentan
sprüche, wobei die Leisten etwa 8-20 mm, vorzugsweise
15 mm breit und im Abstand von 2-4 mm zueinander an
geordnet sind.
5. Fußbodenelement nach einem der vorhergehenden Patentan
sprüche, wobei dieses als Parkettboden mit einer Deck
schicht (2) aus Edelholz ausgeführt ist.
6. Verfahren zur Herstellung eines Fußbodenelementes, das
eine im wesentlichen aus einer Vielzahl von Leisten (8)
bestehende Unterschicht (6) hat, auf der eine Deck
schicht (2) ausgebildet ist, mit den Schritten:
- - Herstellen eines Brettes (26) mit einer Vielzahl von beidseitig in Großflächen (30) des Brettes (26) eingebrachten Schlitzen (10), wobei jeweils ein in einer Ebene liegendes Schlitzpaar (10a, 10b) durch einen Trennsteg (34) beabstandet ist;
- - Teilen des Brettes (26) in eine Vielzahl von Segmenten (38), wobei der Trennschnitt schräg zur Brettlängsachse liegt;
- - Aneinanderreihen der doppelseitig geschlitzten Segmen te (38);
- - Beidseitiges Aufbringen von einer Deckschicht (2) bildenden Lamellen (4) auf die aneinandergereihten Seg mente (38) und
- - Trennen des mit zwei Deckschichten (2) versehenen Schichtaufbaus entlang der durch die Trennstege (34) gebildeten Trennebene.
7. Verfahren nach Patentanspruch 6, wobei der Schichtauf
bau vor dem mittigen Trennen abgelängt wird.
8. Verfahren nach Patentanspruch 6 oder 7, wobei die Seg
mente (38) nach dem Aneinanderreihen aus einer Horizon
talposition in eine Vertikalposition gebracht werden,
in der sie auf einer der Trennkanten (42) aufliegen und
dann mit den in eine Vertikalposition gebrachten Lamel
len (4) verleimt und verpreßt werden.
9. Verfahren nach einem der Patentansprüche 6 bis 8, wobei
die mittlere Richtung der Fasern (24) in den Segmenten
(38) zur Trennkante (42) schräg angestellt ist.
10. Verfahren nach einem der Patentansprüche 6 bis 9, wobei
die Fertigung des Schichtaufbaus kontinuierlich im
Durchlaufverfahren erfolgt.
11. Schichtaufbau zur Herstellung eines Fußbodenelementes
gemäß einem der Patentansprüche 1 bis 5, mit einer
beidseitig geschlitzten Mittelschicht, wobei jeweils
zwei in einer Schlitzebene liegende Schlitze (10a, 10b)
durch einen Trennsteg (34) beabstandet sind und jeder
Schlitz (10a, 10b) zu den Stirnseiten der Mittelschicht
schräg angestellt ist, und mit zwei auf die geschlitz
ten Großflächen der Mittelschicht aufgebrachten Deck
schichten (2).
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10100583A1 (de) |
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2001
- 2001-01-09 DE DE10100583A patent/DE10100583A1/de not_active Withdrawn
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