DE1008964B - Elastisches Gummi-Metallager - Google Patents
Elastisches Gummi-MetallagerInfo
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16F—SPRINGS; SHOCK-ABSORBERS; MEANS FOR DAMPING VIBRATION
- F16F1/00—Springs
- F16F1/36—Springs made of rubber or other material having high internal friction, e.g. thermoplastic elastomers
- F16F1/373—Springs made of rubber or other material having high internal friction, e.g. thermoplastic elastomers characterised by having a particular shape
- F16F1/376—Springs made of rubber or other material having high internal friction, e.g. thermoplastic elastomers characterised by having a particular shape having projections, studs, serrations or the like on at least one surface
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf elastische Gummi Metallager für die Schwingungsbekämpfung oder sonstige
Abfederungsaufgaben, bei denen zwischen festen Teilen geklebtes oder gehaftetes elastisches Material
vorgesehen ist, dessen Querschnitt im wesentlichen auf Schub und Zug oder eine Kombination beansprucht
wird.
Bei derartigen Lagern zeigt es sich, daß das elastische Material an den Haftkanten infolge der
hohen Beanspruchung zu Ablöseerscheinungen neigt. Es mußte daher entweder mit den Beanspruchungen
zurückgegangen werden, oder es wurden Abmessungen erforderlich, die in der Regel nicht mehr tragbar
waren. Auch der Gedanke, das elastische Material an den Haftkanten durch Vergrößerung der Haftfiächen
gegenüber den mittleren beanspruchten Querschnitten zu vergrößern, führte nicht zum Ziel bzw. läßt sich
in einer Reihe, von Fällen nur beschränkt anwenden.
Es ist zwar bekannt, das elastische Material eines solchen Lagers mit Ausnehmungen zu versehen, um
die innerhalb des Materials auftretenden Schrumpfspannungen zu beseitigen, die vom Vulkanisationsvorgang herrühren. Mit dieser bekannten Anordnung
können jedoch die infolge der Belastung auftretenden Spannungen nicht beseitigt werden, da diese Spannungen
das elastische Material in ganz anderer Weise beanspruchen als die erwähnten Schrumpfspannungen.
Die Erfindung hat zur Aufgabe, bei im wesentlichen auf Schub oder einer Kombination von Druck/Zug
und Biegung beanspruchten Lagern die Entlastung der Haftkanten von den hohen zugeordneten Spannungen,
die sich unter anderem als Zugspannungen auswirken, ohne zusätzlichen Bauaufwand in einfacher Weise
durchzuführen.
Die Erfindung geht von dem Gedanken aus, daß diejenigen zugeordneten Spannungen zerstörend auf das
Lager wirken, welche in erster Linie von den Haftkanten unmittelbar oder in ihrer Nähe ausgehen.
Werden die Haftflächen solcher Lager unter den Betriebsbedingungen verschoben, so treten die Haupt-Zugspannungen
unter ganz bestimmten Winkeln zur Haftfläche auf, und zwar in der Regel in einer
Größenordnung von 45 bis 30°.
Es wurde nun gefunden, daß im Bereich der Haftkanten die Hauptzugspannungsrichtung bei Beginn
der Beanspruchung innerhalb des elastischen Materials etwa unter 45° verläuft. Die Dehnung in diesem
Anfangszustand der Belastung des Lagers ist zunächst etwa 0%. Bei einer Verschiebung der Haftflächen im
Sinne einer Belastung und damit einer zunehmenden Neigung der Hauptzug-Spannungsrichtung bis etwa
einem Winkel von 38° zur Haftfläche beträgt die schädliche zugeordnete Spannung, d. h. Dehnung, bereits
28%. Dies entspricht etwa einer Verschiebung Elastisches Gummi-Metallager
Anmelder:
Clemens A. Voigt, Höhr-Grenzhausen
Clemens A. Voigt, Höhr-Grenzhausen
Dipl.-Ing. Walther Rinne, Höhr-Grenzhausen,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
der Haftflächen des Lagers um die halbe Lagerhöhe. Erfolgt eine weitere Verschiebung der Haftflächen
um die volle Lagerhöhe, dann ist die Dehnung bereits auf 62% angestiegen, und die Hauptzug-SpannungST
richtung würde jetzt etwa unter einem Winkel von 32° verlaufen. Diese Verhältnisse lassen erkennen,
daß innerhalb eines ganz bestimmten Bereiches von etwa 45 bis 30° je nach Verschiebung der Haftflächen
die zugeordneten Spannungen von den Haftkanten ausgehen. Es ist Aufgabe der Erfindung, für den Abbau
dieser Spannungen zu sorgen.
Gemäß der Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß im Bereich der Haftkanten unter einem Winkel
zwischen 40 und 60° zur Haftfläche besondere Ausnehmungen, gegebenenfalls in Form von Bohrungen
vorgesehen sind, deren senkrechter Abstand von den Haftflächen V10 bis V3 der senkrechten Höhe des
elastischen Materials zwischen den Haftflächen betragen.
Hierdurch gelingt es, die von den Haftkanten ausgehenden Hauptzugspannungen innerhalb des Bereiches
der Ausnehmungen schon vor den Haftkanten in Richtung der Haftfläche und in Richtung der äußeren
Begrenzungsebene des elastischen Materials umzulenken bzw. zu unterbrechen, so daß sich diese Spannungen
auf die Haftkanten unmittelbar oder in ihrer Nähe nicht mehr auswirken können. Es ist ein auffallender
Abbau dieser Spannungen in diesem Bereich festzustellen.
Es ist also möglich, Lager nach der Erfindung entweder in ihren Abmessungen wesentlich kleiner zu
gestalten bei bisher gleichen Belastungen, oder es gelingt, mit den bisher üblichen Abmessungen derartige
Lager wesentlich höher zu beanspruchen. Insbesondere ist es möglich, die statische und dynamische Dauerbelastung
solcher Lager erheblich heraufzusetzen. Es spielt für die Erfindung keine Rolle, ob es sich um
einfache auf Schub beanspruchte Lagerelemente handelt oder ob sie noch zusätzlich weiteren Beanspruchungsrichtungen,
d. h. Druckbeanspruchungen oder
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einer Kombination derartiger Beanspruchungen unterworfen werden.
Falls das Lagerelement eine Gestalt hat, bei der nach der Belastung die von den Haftkanten ausgehenden
Hauptzugspannungen mit der die gegenüberliegenden Haftkanten verbindenden Diagonale annähernd
zusammenfallen, so kann man an Stelle der in der Nähe der auf Zug beanspruchten Haftkanten
liegenden Ausnehmungen eine einzige Ausnehmung vorsehen, die etwa in der Mitte der die Haftkanten
verbindenden Diagonale liegt. Dies würde auch sinngemäß für Lager gelten, die in beiden Achsrichtungen
beansprucht werden.
Wie im einzelnen die Erfindung ausführbar ist, zeigen mit den für sie wesentlichen Teilen die Ausführungsbeispiele
in den Zeichnungen, und zwar
Fig. 1 und 3 Ausführunesbeispiele in unbelastetem Zustand, .
Fig. 2 und 4 die gleichen Lager in belastetem Zustand.
Das Lager nach der Erfindung kann, wie dies die Figuren zeigen, ein einfaches Gummi-Metallbauteil
sein, bei dem zwischen den festen Teilen 1 und 2 mit z. B. annähernd ebenen Begrenzungsflächen über die
Haftflächen 3 das elastische Material 4 durch einen Kleb- oder Haftvorgang befestigt ist. Über die Anschlußstellen
5 kann das Lager eingebaut werden, und es soll im wesentlichen in Pfeilrichtung 6 beansprucht
werden. Es ist selbstverständlich möglich, das elastische Material 4 noch zusätzlich in der einen oder
anderen Richtung zu beanspruchen. Wird jedoch das Lager in Pfeilrichtung 6 beansprucht, wobei sich die
Teile 1 und 2, wie Fig. 2 zeigt, verschieben, dann treten im Bereich der Haftkanten 7 erhebliche zugeordnete
Zugspannungen auf, die dazu führen, daß an diesen Haftkanten sich das elastische Material abzulösen
beginnt.
Um diesen Ablösevorgang zu unterbinden bzw. wesentlich zu verringern, sind in der Nähe dieser
Haftkanten 7 Ausnehmungen 8, gegebenenfalls in Form von Bohrungen im elastischen Material 4 vorgesehen.
Diese Ausnehmungen 8 verlaufen senkrecht zur Richtung der abzufedernden Kräfte und parallel
zu den Haftflächen und werden so in der Nähe der auf Zug beanspruchten Haftkanten 7 angeordnet, daß
sie unter einem Winkel zwischen 40 und 60°, beispielsweise 00 52° zur Haftfläche liegen. Der Durchmesser
und der senkrechte Abstand dieser Ausnehmungen von den Haftflächen 3 wird dabei so ausgeführt, daß diese
zwischen V10 und V3 der Gesamthöhe h des elastischen
Materials liegen.
Im unbelasteten bzw. nur gering belasteten Zustand verläuft die Hauptzugspannungsrichtung 9 unter
einem Winkel von 45° zur Haftfläche 3 bei einer praktischen Dehnung von etwa O°/o. Sobald die Beanspruchung
6 das Lager entsprechend der Fig. 2 verformt, ändert sich die Hauptzugspannungsrichtung 9,
und die zugeordnete schädliche Spannung innerhalb des elastischen Materials 4 nimmt bei einer Verschiebung
der Teile 1 und 2 um die Lagerhöhe h große Werte an. Die Ausnehmungen 8 bewirken nun, daß
der Abbau der Spannungen in Richtung der Haftfläche 3 und in Richtung der äußeren Begrenzungsebene
10 des elastischen Materials 4 in Pfeilrichtung eine fühlbare Entlastung der Haftkanten bewirkt.
Bei der in Fig. 3 dargestellten Lagerausführung verlaufen nach der Verschiebung der Haftflächen die
von den Haftkanten 11 und 12 ausgehenden Hauptzugspannungen in Richtung der Verbindungslinie
11-12. In diesem Falle kann an Stelle der beiden Ausnehmungen gegebenenfalls eine einzige größere
Ausnehmung treten, die vorzugsweise in der Mitte der Verbindungslinie liegt. Man kann dieser Ausnehmung
einen etwa elliptischen Querschnitt geben. Im ungespannten Zustand liegt der kleine Durchmesser
der Ellipse vorzugsweise in Richtung der Verbindungslinie 11-12; mit zunehmender Last verformt
sich die Ausnehmung in Richtung der Linie 11-12, so daß nach entsprechender Verschiebung der größere
Ellipsendurchmesser auf der Verbindungslinie liegt (Fig. 4).
Für ein Lager mit annähernd gleicher Länge und Höhe ist die Ausführung mit einer Ausnehmung in
der Mitte für Beanspruchungen in beiden Richtungen verwendbar.
Die Erfindung kann auch unter anderem bei rasch wechselnden Drehmomentübertragungen Anwendung
finden, wobei solche Kupplungen oder Gelenke gegebenenfalls aus segmentartig ausgeführten Einzelunterteilungen
bzw. Einlagen bestehen können, deren beanspruchte Querschnitte an den Haftkanten die Ausnehmungen
8 aufweisen, wobei die Metallteile 1, 2, in Umfangsrichtung vorzugsweise unterteilt, in besonderen
Gehäuseteilen angeordnet sind.
Claims (3)
1. Elastisches Gummi-Metallager, das im wesentlichen auf Scherung, gegebenenfalls in
Kombination mit Druck/Zug und Biegung beansprucht wird und dessen Gummiteil Ausnehmungen
aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmungen (8) senkrecht zur Richtung der abzufedernden
Kräfte und parallel zu den Haftflächen verlaufen und in der Nähe der auf Zug beanspruchten
Haftkanten in einem Winkelbereich zwischen 40 und 60° zur Haftfläche angeordnet sind.
2. Lager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmungen (8) die Form
von durchgehenden Bohrungen haben, deren Durchmesser und senkrechter Abstand von den
Haftflächen V10 bis V3 der Höhe Qi) des Gummiteils
(4) betragen.
3. Lager nach Anspruch 1, bei dem die Hauptzugspannungen, die von den gegenüberliegenden
Haftkanten ausgehen, mit der diese verbindenden Diagonale annähernd zusammenfallen, dadurch gekennzeichnet,
daß nur eine einzige Ausnehmung etwa in der Mitte der Diagonale vorgesehen ist.
In Betracht gezogene Druckschriften: Schweizerische Patentschriften Nr. 210 639,
621;
österreichische Patentschrift Nr. 154 034.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
©709 51O/225 5.57
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV4780A DE1008964B (de) | 1952-07-21 | 1952-07-21 | Elastisches Gummi-Metallager |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV4780A DE1008964B (de) | 1952-07-21 | 1952-07-21 | Elastisches Gummi-Metallager |
| GB3649856A GB826046A (en) | 1956-11-29 | 1956-11-29 | An antivibration or elastic coupling unit |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1008964B true DE1008964B (de) | 1957-05-23 |
Family
ID=26001177
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEV4780A Pending DE1008964B (de) | 1952-07-21 | 1952-07-21 | Elastisches Gummi-Metallager |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1008964B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3797851A (en) * | 1971-11-26 | 1974-03-19 | Dunlop Co Ltd | Vehicle suspension systems |
| DE3540237A1 (de) * | 1985-11-13 | 1987-05-14 | Arnold Koeckerling | Durch zugkraft bewegbares saegeraet |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| AT154034B (de) * | 1936-06-15 | 1938-08-10 | Getefo | Lager oder Puffer mit zwischen Metallflächen gehaftetem elastischen Material. |
| CH210639A (fr) * | 1938-11-05 | 1940-07-31 | Julien Maurice Francois Alexan | Support élastique de raideur croissante progressive avec les accroissements de la charge qu'il supporte. |
| CH268621A (it) * | 1946-12-24 | 1950-05-31 | Gomma Antivibranti Applic | Procedimento di fabbricazione di un articolo comprendente per lo meno un blocco di gomma fissato mediante vulcanizzazione per lo meno ad un pezzo metallico, ed articolo prodotto con lo stesso. |
-
1952
- 1952-07-21 DE DEV4780A patent/DE1008964B/de active Pending
Patent Citations (3)
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| AT154034B (de) * | 1936-06-15 | 1938-08-10 | Getefo | Lager oder Puffer mit zwischen Metallflächen gehaftetem elastischen Material. |
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| DE3540237C2 (de) * | 1985-11-13 | 2000-11-30 | Arnold Koeckerling | Durch Zugkraft bewegbares Sägerät |
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