DE1008493B - Aufnahmemessgeraet, insbesondere Unfallmessgeraet - Google Patents
Aufnahmemessgeraet, insbesondere UnfallmessgeraetInfo
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Description
- Aufnahmemeßgerät, insbesondere Unfallmeßgerät Es sind Unfallaufnahmegeräte bekannt, die aus einem auf einem Stativ befestigten Zeichenbrett bestehen, wobei auf dem Zeichenbrett ein Lineal an seinem einen Ende derart schwenkbar angebracht ist, daß dieses Ende mit einer Welle fest verbunden und diese durch das Zeichenbrett nach unten fortgeführt ist, und am anderen Ende einen Bandschuh, in dem das Meßband eingeklemmt wird, aufweist. Die Führung der Welle erfolgt dabei über besondere mit den Stativbeinen verbundene Stangen. Die Meßgenauigkeit dieses Gerätes leidet darunter, daß die Verbindungswelle nicht exakt geführt ist und beim Messen zu sehr von der zum Zeichenbrett lotrechten Achse abweicht. Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß die Höhe des Bandschuhes mit dem Meßband nicht den praktischen Erfordernissen angepaßt werden kann, sondern durch die Stativhöhe festgelegt ist.
- Vorliegende Erfindung vermeidet diese Nachteile und besteht in einem Aufnahme- bzw. Flächenmeßgerät, insbesondere einem Unfallmeßgerät zum Aufzeichnen von Unfallskizzen, an welchem auf einem Zeichenbrett ein um sein eines Ende drehbares Lineal angebracht ist, dessen Drehachse mit dem Meßband bzw. dem Meßbandhalter derart verbunden ist bzw. verbunden werden kann, daß das Lineal mit dem Meßband dieselben Winkelbewegungen ausführt, wobei die zwischen Lineal und Meßband angeordnete Verbindungswelle in einem Führungsstück auf große Länge leicht drehbar gelagert ist, derart, daß ihre lotrechte Lage zur Zeichenebene stets zuverlässig gewährleistet ist.
- In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel vorliegender Erfindung dargestellt. Gemäß der Zeichnung ist 11 das Stativ mit den (z. B. drei) ausziehbaren Beinen 12, in dessen Mittelstück 13 das rohrförmige Führungsstück 14 mittels der Schraube 15 in der Höhe verstellbar eingespannt ist. Das Führungsrohr 14 trägt auf seinem oberen Ende mittels eines Kupplungsgliedes 16 das Zeichenbrett 17. In dem Führungsstück 14 ist die Verbindungswelle 18 leicht drehbar mittels der Kugellager 19 gelagert. Das Führungsrohr 14 soll dabei möglicht mindestens die Hälfte der Länge der Verbindungswelle 18 besitzen. Die Verbindungswelle 18 wird an dem oberen Ende durch ein Loch im Zeichenbrett 17 hindurchgeführt. Das Lineal 20 besitzt an seinem einen Ende das Befestigungsstück 20a, in dem eine Bohrung vorgesehen ist, in die das über das Zeichenbrett 17 überstehende Ende der Verbindungswelle 18 hineingesteckt wird. Mittels der Schraube 21 wird das Lineal fest mit der Verbindungswelle verbunden. Der Nullpunkt der Skaleneinteilung auf dem Lineal muß so gelegt werden, daß er sich genau im Mittelpunkt der eingesteckten Verbindungswelle befindet. Das Verbindungsstück 2011 ist mit dem in dieses einsteckbare Teil der Welle 18 vorteilhaft so verbunden bzw. kuppelbar, daß das Lineal nach dem Aufstecken auf die Wele 18 parallel zu einem Bandschuh oder Meßbandträger 22 steht. Dies kann z. B. dadurch erreicht werden, daß das Ende der Welle in radialer Richtung eine Ausbuchtung erhält, die in eine entsprechend geformte Ausnehmung an der Bohrung des Verbindungsstückes 20a paßt.
- Das dem Boden zugekehrte Ende der Verbindungswelle trägt den Bandschuh 22, der auf ihr durch die mit der Verbindungswelle 18 fest verbundene, z. B. angeschweißte Feder 23 gegen Drehen gesichert ist, dessen Schenkel 24 zur Aufnahme der Feder 23 und des Meßbandes 29 U-förmig ausgebildet ist und dessen lichte Weite etwa der Breite der Feder und des Meßbandes entspricht. Das eine Ende des Schuhteiles 25 wird von unten auf die Welle 18 aufgeschoben und mittels der Schraube 25 auf die Verbindungswelle aufgeschraubt, wobei die Schraube 25 vorteilhaft in der Achse der Verbindungswelle 18 sitzt.
- Zweckmäßig besteht die Verbindungswelle 18 aus zwei Teilen 18a, 18b, wobei der eine Teil, z. B. 18b, eine axiale Bohrung 26 erhält, in die der andere Teil, z. B. 18a, hineingesteckt wird. Die Befestigung erfolgt durch einen konischen Stift 27, der durch die ebenfalls konischen Bohrungen in den beiden Teilen gesteckt wird. Dabei müssen die Bohrungen derart angebracht sein, daß der Bandschuh 22 parallel zum Lineal 20 in derselben Richtung wie dieses zeigt. Die Verbindungsstifte und -schrauben 25, 27 und 16a können mittels Ketten 28 od. dgl. unverlierbar am Gerät befestigt sein.
- ' Zur Benutzung des Gerätes wird seitlich vom Unfallort das Stativ 11 mit dem Führungsrohr 14 aufgebaut. Der Bandschuhteil 24 wird abgenommen und das Meßband 29 in den Schuhteil 24 eingelegt, worauf die Schraube 25 durch den Nullpunkt des Meßbandes gesteckt und der Schuh mit dem Band auf die Verbindungswelle 18 aufgeschraubt wird. Dabei drückt die Feder 23 das Meßband 29 stets in den Schuhteil 24 ein. Die Höhe des Bandschuhes 22 wird mittels des Führungsrohres 14 so eingestellt, daß eine Behinderung des Meßbandes durch Bodenunebenheiten nicht erfolgt.
- Nachdem das Zeichenbrett 17 mittels des Verbindungsstückes 16 auf das Führungsrohr 14 aufgesetzt ist, wird das Lineal 20 mit dem Teil 1811 der Verbindungswelle 18 fest verschraubt. Nun wird von einer weiteren Person das Meßband 29 zu den auszumessenden Punkten geführt und dem am Zeichenbrett stehenden Zeichner die Entfernung zugerufen. Da sich das Lineal 20 mit dem Meßband in gleiche Richtung einstellt wie dieses, braucht von dem Zeichner nur die von dem abmessenden Beamten genannte Entfernung auf dem Lineal 20 abgelesen und der entsprechende Punkt gemäß der Stellung des Lineals auf das Zeichenpapier übertragen zu werden. Zweckmäßig werden hierbei für die verschiedenen Maßstäbe Lineale mit verschiedener Einteilung vorgesehen.
- Nachdem nun die wichtigsten Meßpunkte ausgemessen und auf Zeichenpapier übertragen sind, brauchen nur noch die einzelnen Punkte verbunden zu werden, was keine besondere zeichnerische Begabung verlangt, und die Skizze ist fertiggestellt.
- Dadurch, daß die Verbindungswelle 18 leicht drehbar gelagert ist, folgt das Lineal jeder geringsten Seitenbewegung des Meßbandes. Da weiterhin die Verbindungswelle 18 sich gegenüber der lotrechten Achse des Zeichentisches nicht verschränken kann, sondern stets lotrecht zur Zeichenebene steht, ist eine genaue Übertragung der jeweiligen Verhältnisse auf die Skizze möglich.
Claims (7)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Aufnahmemeßgerät, insbesondere zum Aufzeichnen von Unfallskizzen, mit einem Zeichenbrett und einem auf diesem angebrachten, vorzugsweise um sein eines Ende drehbaren Lineal, dessen Drehachse mit dem Meßband bzw. dem Meßbandhalter derart verbunden ist bzw. verbunden werden kann, daß das Lineal stets genau in dieselbe Richtung wie das Meßband zeigt, dadurch gekennzeichnet, daß die zwischen Lineal (20) und Meßband (29) angeordnete Verbindungswelle (18) in einem Führungsstück (14) auf große Länge leicht drehbar gelagert ist, derart, daß sie stets lotrecht zur Zeichenebene steht.
- 2. Meßgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungswelle (18) mittels Kugellager (19) leicht drehbar in dem Führungsstück (14) gelagert ist.
- 3. Meßgerät nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungswelle (18) aus mehreren, vorzugsweise zwei zusammensetzbaren Stücken (18a, 18b) besteht, wobei ein Stück (18a) dauernd mit dem Führungsstück (14) verbunden bleibt, während ein anderes Stück (18t') mit dem Meßband verbunden ist.
- Meßgerät nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur Übertragung der Bewegung des Meßbandes (29) auf die Verbindungswelle (18) an dieser ein Bandschuh oder Meßbandhalter (22) befestigt ist, in dem das Meßband (29) derart eingeklemmt wird, daß der Nullpunkt des Bandes genau in der Achse der Verbindungswelle (18) liegt.
- 5. Meßgerät nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe des Führungsstückes (14) verstellbar ist.
- 6. Meßgerät nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem oberen Ende des Führungsstückes (14) das Reißbrett (17) senkrecht zur Verbindungswelle (18) abnehmbar befestigt ist.
- 7. Meßgerät nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Lineal (20) mit einer dem Maßstab der Zeichnung entsprechenden Skala versehen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEE12936A DE1008493B (de) | 1956-09-11 | 1956-09-11 | Aufnahmemessgeraet, insbesondere Unfallmessgeraet |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEE12936A DE1008493B (de) | 1956-09-11 | 1956-09-11 | Aufnahmemessgeraet, insbesondere Unfallmessgeraet |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1008493B true DE1008493B (de) | 1957-05-16 |
Family
ID=7068457
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEE12936A Pending DE1008493B (de) | 1956-09-11 | 1956-09-11 | Aufnahmemessgeraet, insbesondere Unfallmessgeraet |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1008493B (de) |
-
1956
- 1956-09-11 DE DEE12936A patent/DE1008493B/de active Pending
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