DE1008473B - Fussbodenbelag, insbesondere aus Gummi, Kunststoff od. dgl. - Google Patents
Fussbodenbelag, insbesondere aus Gummi, Kunststoff od. dgl.Info
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- H—ELECTRICITY
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- B29—WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
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-
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Description
- Fußbodenbelag, insbesondere aus Gummi, Kunststoff od. dgl. Die Erfindung betrifft einen Fußbodenbelag, insbesondere aus Gummi, Kunststoff od. dgl., und verfolgt den Zweck, die bei solchen Belägen in verschiedenen Fällen auftretende störende elektrostatische Aufladung zu beseitigen oder wenigstens auf ein solches Maß herabzumindern, daß die Entladung nicht spürbar ist und überdies keine Funkenbildung eintritt.
- Es ist eine bekannte Erscheinung, daß bei inniger Berührung der Oberflächen zweier verschiedener Körper, die Isolatoren sind, in den sich berührenden Grenzschichten der Körper eine gegenseitige Beeinflussung der atomaren oder molekularen Ordnung eintritt, die in den Berührungsschichten zu einer neuen Ordnung der Atome oder Moleküle und damit der elektrischen Ladungsverhältnisse führt. Nach Trennung der beiden ursprünglich elektrisch neutralen Körper verbleiben auf diesen elektrostatische Ladungen, so daß die beiden Körper je nach der Art des Materials mehr oder weniger hoch aufgeladen sind. Die Reibungselektrizität ist hierbei nur ein Sonderfall dieser allgemeinen Erscheinung. Eine solche Berührung und nachträgliche Trennung stellt z. B. das Gehen eines Menschen auf einem Gummibelag od. dgl. dar. Der ganze Körper wird aufgeladen und entlädt sich dann bei Berührung eines elektrischen Leiters, z. B. eines Türgriffes, eines Wasserhahnes u. dgl. Es ist dabei nicht notwendig, daß der berührte Metallteil geerdet ist.
- Entsprechend der gegebenen Verhältnisse wird das Potential verschieden hoch sein. Eine hohe Raumfeuchtigkeit setzt r_. B. die Aufladung merklich herab. Diese Erkenntnis läßt sich aber als dauernde Maßnahme zur Verhinderung der störenden Aufladung praktisch nicht verwerten. Auch eine rauhe Oberfläche des Belages wäre für Aufladungen nicht so anfällig, doch verschmutzen solche Beläge in höherem Maße und erfordern daher eine verschärfte dauernde Pflege.
- Rufladungen bis über 5000 Volt sind durchaus möglich; empfindliche Menschen werden schon eine wesentlich geringere Spannung bei Entladung als sehr unangenehm empfinden. Die Empfindlichkeitsgrenze liegt bei etwa 1500 Volt.
- Es ist an sich bekannt, Gummi durch Einmischen bestimmter Ruße, wie Azetylen-Ruß, hochaktive Furnace-Ruße oder Channel-Ruße, elektrisch leitfähig zu machen. Fußbodenbeläge, welche im ganzen Querschnitt oder in den obersten Schichten aus solchem leitenden Material bestehen, sind bekannt. Störende elektrostatische Rufladungen weisen diese Beläge wohl nicht auf, doch kann deren Oberfläche zufolge des erheblichen Rußzusatzes nur in Schwarz ausgeführt werden. Schwarze Gummibeläge sind aber nur sehr selten erwünscht. Ferner sind auch Fußbodenbeläge mit eingebettetem Drahtnetz od. dgl. bekannt, welches geerdet werden muß. Diese Beläge sind jedoch in der Herstellung umständlich und daher teuer.
- Die Erfindung bezieht sich hingegen auf die üblichen, an sich nichtleitenden ein- oder mehrfarbig gemusterten Gummibeläge, od. dgl. mit glatter Oberfläche, bei welchen zur Erhaltung der gewünschten Farbeffekte z. B. die Kautschukmischung nicht mit dem schwärzenden Ruß vermischt werden darf.
- Es wurde nun gefunden, daß man spürbare Rufladungen auch bei solchen Belägen verhindern kann, wenn der an sich nichtleitende Belag eine Unter- oder Zwischenschicht aus einer elektrisch leitenden Gummi-oder Kunststoffmischung erhält. Für eine ausreichende Ableitung ist es notwendig, die leitende Gummi- oder Kunststoffmischung so einzustellen, daß ihr Durchgangswiderstand weniger als 107 Ohm - cm beträgt. Die Dicke dieser leitenden Schicht kann dabei sehr gering sein und wird hauptsächlich durch die Erfordernisse einer wirtschaftlichen Fertigung bestimmt. Auch die Art des Unterbodens ist von geringem Einfluß, und es erscheint nicht unbedingt notwendig, daß dieser sowie der Belag selbst geerdet werden.
- Bei Fußbodenbelägen aus gummiähnlichen Materialien. und Kunststoffen liegen in bezug auf die elektrostatische Rufladung ungefähr die gleichen Verhältnisse wie bei Gummi vor. Der Auf ladung dieser Beläge wird demnach auch in analoger erfindungsgemäßer Weise begegnet.
- Die Erklärung für die Wirksamkeit der erfindungsgemäßen Maßnahme dürfte darin zu suchen sein, daß die weiterhin isolierende Oberschicht des Belages nur einen mangelhaften Isolator für die entstehenden elektrostatischen Aufladungen bildet. Die Ladungen werden daher sofort nach dem Entstehen zum Teil abgeleitet werden, da auch bei nichtgeerdetem Unterboden die leitende Schicht als Masse im elektrostatischen Sinne wirkt und die beim Begehen des Belages nur an einzelnen Stellen entstehende elektrostatische Ladung auf die ganze Fläche der leitenden Schicht verteilt wird. Jedenfalls weisen die gemäß der Erfindung ausgeführten Fußbodenbeläge keine spürbaren Entladungen mehr auf.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Fußbodenbelag, insbesondere aus Gummi, Kunststoff od. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß der an sich nichtleitende Belag eine Unter- oder Zwischenschicht aus einer elektrisch leitenden Gummi- oder Kunststoffmischung besitzt.
- 2. Fußbodenbelag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Gewährleistung einer ausreichenden Ableitung der Durchgangswiderstand der elektrisch leitenden Gummi- oder Kunststoffmischung auf weniger als 107 Ohm - cm eingestellt ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT1008473X | 1954-10-09 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1008473B true DE1008473B (de) | 1957-05-16 |
Family
ID=3684024
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES44610A Pending DE1008473B (de) | 1954-10-09 | 1955-07-02 | Fussbodenbelag, insbesondere aus Gummi, Kunststoff od. dgl. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1008473B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0117272A1 (de) * | 1982-10-11 | 1984-09-05 | Firma Carl Freudenberg | Verfahren zur Herstellung eines hellfarbigen, elastischen und elektrisch leitfähigen Bodenbelages |
| DE10112246C1 (de) * | 2001-03-14 | 2002-08-08 | Freudenberg Carl Kg | Bodenbelag |
-
1955
- 1955-07-02 DE DES44610A patent/DE1008473B/de active Pending
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|---|---|---|---|---|
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| DE10112246C1 (de) * | 2001-03-14 | 2002-08-08 | Freudenberg Carl Kg | Bodenbelag |
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