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DE1008454B - Verfahren und Form zum Herstellen von Glashohlkoerpern mit einem langen rohrfoermigen Stiel - Google Patents

Verfahren und Form zum Herstellen von Glashohlkoerpern mit einem langen rohrfoermigen Stiel

Info

Publication number
DE1008454B
DE1008454B DEG15226A DEG0015226A DE1008454B DE 1008454 B DE1008454 B DE 1008454B DE G15226 A DEG15226 A DE G15226A DE G0015226 A DEG0015226 A DE G0015226A DE 1008454 B DE1008454 B DE 1008454B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
mold
stem
tubular stem
funnel
glass
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEG15226A
Other languages
English (en)
Inventor
Karl Eichhorn
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
GLASWERK WERTHEIM
Original Assignee
GLASWERK WERTHEIM
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by GLASWERK WERTHEIM filed Critical GLASWERK WERTHEIM
Priority to DEG15226A priority Critical patent/DE1008454B/de
Publication of DE1008454B publication Critical patent/DE1008454B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B11/00Pressing molten glass or performed glass reheated to equivalent low viscosity without blowing
    • C03B11/04Pressing molten glass or performed glass reheated to equivalent low viscosity without blowing in machines with moulds fed by suction

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Re-Forming, After-Treatment, Cutting And Transporting Of Glass Products (AREA)

Description

  • Verfahren und Form zum Herstellen von Glashohlkörpern mit einem langen rohrförmigen Stiel Glastrichter, bestehend aus einem Glashohlkörper mit. einem langen rohrförmigen Stiel, werden bisher oberwiegend in Freihandarbeit hergestellt, die eine hohe fachliche Handwerkskunst voraussetzt. Man hat auch schon den Trichterkonus durch Blasen oder Pressen in einer Form hergestellt und den rohrförmigen Stiel danach angeschmolzen.
  • Man kennt auch ein anderes Verfahren zum Herstellen von Glashohlkörpern mit einem langen rohrförmigen Stiel, bei dem eine abgemessene Glasmenge in eine kühle Ferm bis zu einer die Länge des rohrförmigen Stielteiles der Form begrenzenden Verengung eingebracht, der obere Teil des Glashohlkörpers mit einem Preßstempel ausgepreßt und gleichzeitig der flüssig gebliebene Glaskern des rohrförmigen Stielteiles der Form nach unten ausgestoßen wird, wobei dieses Ausstoßen durch Druckluft erfolgt.
  • Die Erfindung schlägt eine Änderung dieses Verfahrens derart vor, daß ein mit dem Preßstempel verbundener Dorn in den rohrförmigen Stielteil der Form eindringt und den Kern der in den rohrförmigen Stielteil der Form eingesaugten Glasmasse durch die untere Verengung ausstößt. Dadurch gelingt es wesentlich besser als bei der bekannten Technik, eine gewünschte Gestalt der Rohrinnenwand zu erzeugen und eine verhältnismäßig lange und enge Öffnung in dem Stielteil herzustellen.
  • Es ist zwar auch bekannt, mit einem kurzen Stutzen versehene schalenförmige Grundkörper durch Pressen in einem Arbeitsgang zu fertigen, wobei ein Finger des Preßorgans in den kurzen Stutzen eindringt. Diese bekannte Technik legt aber nicht den Gedanken nahe, die langen Stielrohre, insbesondere der Analysentrichter, durch Einsaugen der Glasmasse in die Stielform auf die ganze Länge des Stieles durch anschließendes Abkühlten der äußeren Teile der Glasmasse und durch dann erst erfolgendes Herauspressen des noch flüssigen Kernes der Glasmasse herzustellen.
  • Die Durchführung des Verfahrens und die dazu benutzte Form soll an Hand der Zeichnung beschrieben werden. In dieser zeigt Abb. 1 die Grundform in einem senkrechten Schnitt nach dem Einbringen der Glasmasse, Abb.2 die Grundform mit dem aufgesetzten Preßstempel nach Beendigung des Preßvorganges und Abb. 3 den durch den Preßvorgang liergestellteii Trichter.
  • Der Glashohlkörper, z. B. ein Analyselitrichter, wie ihn Abb. 3 zeigt, besteht aus einem Trichterkonus 1 und einem sich anschließenden, verhältnismäßig langen roh=rförmigen Trichterstiel2. Dieser Trichterform ist die Grundform 3 angepaßt; sie ist in der üblichen Weise auf einer Tischplatte 4 angebracht, die einen Anschluß für eine Vakuumleitung besitzt. Die Grundform ist in üblicher Weise mehrteilig und hat eine Verengung 5 am Ende der Stielform und eine, darunterliegende Erweiterung 6, die über dem Anschluß der Vakuumleitung in der Tischplatte 4 liegt. Die Glasmasse 7 wird in der in Abb. 1 dargestellten Weise in die Grundform 3 eingebracht und durch das Vakuum in der Erweiterung 6 bis zu der Verengung 5 gesaugt. Diese ist so bemessen, daß die Glasmasse infolge ihrer Zähigkeit nicht weiter hindurchtritt.
  • Vorzugsweise kurz nach dem Hineinsaugen der Glasmasse in den Trichterstiel wird ein Preßstempel von oben in die Form hineingedrückt, der aus einem der inneren, Trichterform entsprechenden Konus 8 und einem sich an diesen anschließenden Dorn 9 besteht. Bei diesem Hineinpressen drückt der Konus 8 die Glasmasse an der Wandung der Form 3 nach oben, wobei gleichzeitig der Dorn 9 in die Form des Trichterstieles eindringt. In dieser ist die äußere Glasmasse durch die Wärmeabgabe an die Form 3 schon etwas erstarrt, so daß der Dorn 6 den inneren dünnflüssigeren Teil dieser Glasmasse nach unten herausstoßen kann. Dieses Herausstoßen kann durch das Vakuum in der Erweiterung 6 erleichtert werden.
  • Durch Anordnung einer entsprechenden wärmeaufnehmenden Metallmasse in der Grundform 3 kann man die Vorgänge so gestalten, daß es möglich ist, mit dem Dorn 9 ein Stielrohr mit gewünschtem Durchmesser und ausreichender Länge herzustellen. Man kann aber auch in die Grundform einen besonderen Metallkörper einsetzen, dessen Wärmeableitung durch die Wahl des Metalls und seiner Masse in der gewünschten Weise geändert werden kann. So kann man auch Trichter mit sehr engem Stiel herstellen. Dabei wird durch die Verengung 5 ein entsprechender Druck in der Glasmasse sichergestellt, so daß das Stielrohr in allen seinen Teilen sich voll ausbilden kann.
  • Auf dem Preßstempelkonus 8 ist federnd ein Abschlußkorb 10 angebracht, der sich beim Herabsenken des Preßstempels mit seinem Abschlußbund 11 auf die Grundform 3 setzt und diese so nach oben abschließt. Zweckmäßig ist hierzu ein abnehmbarer Ring 12 in die Grundform eingesetzt, in den der Abschlußbund 11 mit genügender -Genauigkeit hineinfaßt. Der Bund 11 ist zweckmäßig mit einer kleinen halbkreisförmigen Nut 13 versehen, die der oberen Begrenzung des Trichterkonus entspricht.
  • Durch das beschriebene Herstellungsverfahren mit der beschriebenen Form erhält man Trichter, die genau die gewünschten Abmessungen haben. Die überschüssige Glasmasse wird dabei in die Erweiterung 6 gepreßt, so daß nur geringfügigeAbweichungen in den Wandstärken des Trichterkonus auftreten können.
  • Die Grundform ist zweckmäßig zweiteilig ausgeführt, so daß man, den Trichter leicht herausnehmen kann. Es ist auch empfehlenswert, den Dorn 9 nach seinem freien Ende leicht konisch zu verjüngen, so daß man Schwierigkeiten beim Herausziehen des Dorns aus dem Preßstück vermeidet und gleichzeitig beim fertigen Trichter den Abfluß der Filterflüssigkeit erleichtert.
  • Wie Abb. 3 zeigt, ist der Trichter beim Verlassen der Preßform unten geschlossen. Man sprengt dementsprechend ein kurzes Stück des Stieles ab und schleift dann den Trichterstiel entsprechend an. Man kann dieses Absprengen dadurch erleichtern, daß man in der Stielform 3 eine entsprechende Kerbform od. dgl. vorsieht. Nach der Erfindung lassen sich Trichter außerordentlich schnell und genau herstellen. Die Arbeit ist sehr einfach und kann durch angelernte Arbeitskräfte durchgeführt werden. Die Erfindung bringt somit einen erheblichen Fortschritt auf dem Gebiet der Trichterherstellung.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zum Herstellen von Glashohlkörpern mit einem langen rohrförmigen Stiel, der an einem trichterartig erweiterten oberen Teil anschließt, insbesondere von Analysentrichtern, wobei eine abgemessene Glasmenge in eine kühle Form bis zu einer die Länge des rohrförmigen Stielteiles der Form begrenzenden Verengung eingebracht, der obere Teil des Glashohlkörpers mit einem Preßstempel ausgepreßt und gleichzeitig der flüssig gebliebene Glaskern des rohrförmigen Stielteiles der Form nach unten ausgestoßen wird, dadurch gekennzeichnet, daß ein mit dem Preßstempel verbundener Dorn in- den rohrförmigen Stielteil der Form eindringt und den Kern der in den. rohrförmigen Stielteil der Form eingesaugten Glasmasse durch die untere Verengung ausstößt.
  2. 2. Form zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Dorn (9) zum Einstechen des Trichterstiels nach seinem freien Ende zu leicht konisch verjüngt ist und bis zu .einer die Stielfo@rm am unteren Ende begrenzenden Verengung (5) reicht, auf die eine Erweiterung (6) folgt, an die eine Vakuumleitung angeschlossen ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 847 332; britische Patentschrift Nr. 530 275; USA.-Patentschrift Nr. 2 333 745.
DEG15226A 1954-08-30 1954-08-30 Verfahren und Form zum Herstellen von Glashohlkoerpern mit einem langen rohrfoermigen Stiel Pending DE1008454B (de)

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